{"id":6351,"date":"2011-03-25T00:41:24","date_gmt":"2011-03-24T23:41:24","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6351"},"modified":"2011-03-25T00:41:24","modified_gmt":"2011-03-24T23:41:24","slug":"tschechische-erzahltradition","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6351","title":{"rendered":"Tschechische Erz\u00e4hltradition"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl ich eigentlich zu Hause bleiben und an meiner Listeliste weitermachen wollte, hat es mich dann doch in die Alte Schmiede verschlagen, denn da gab es ein interessantes Programm. Zwei tschechische Erz\u00e4hler n\u00e4mlich Edgar Dutkar und Emil Hakl, beide aus Prag, deren B\u00fccher beim Braum\u00fcller Literaturverlag herausgekomen sind.<br \/>\nKurt Neumann hat eingeleitet und den Braum\u00fcller Verlag als sehr innovativ gelobt, dann kam die \u00dcbersetzerin Christa Rothmeier, die ich von den IG-Autoren kenne und manchmal bei Literaturveranstaltungen treffe und hat ein bi\u00dfchen was zu den Autoren erz\u00e4hlt.<br \/>\nBei beiden Prosab\u00fcchern geht es um Alltagsprache, die dann auf eine entsprechende Art und Weise \u00fcbersetzt wurde, bei Emil Hakl von einem Berliner, bei Edgar Dutkar von Julia Hansen-L\u00f6ve, die einen \u00f6sterreichischen Slang verwendete und auch die deutsche \u00dcbersetzung gelesen hat.<br \/>\nBei beiden geht es auch um autobiografische Elemente. So handelt &#8220;Waisenhausgasse 5&#8221; des 1941 geborenen von der Kindheit des Autors in einem Waisenhaus, in das er 1947 kam, weil seine Mutter aus politischen Gr\u00fcnden verhaftet wurde, die \u00fcber den eisernen Vorhang floh, nach Australien kam und dort handelt ein anderes schon \u00fcbersetztes Buch des Autors &#8220;Fr\u00e4ulein, der Hundef\u00e4nger kommt!&#8221;, von der Begegnung des Autors als Erwachsener mit seiner Mutter in Australien.<br \/>\n&#8220;Waisenhausgasse&#8221; hat Edgar Dutkar, als junger Mann geschrieben, es konnte aber lange Zeit nicht unzensiert in Prag erscheinen, so ist es erst vor einigen Jahren herausgekommen und es ist, wie Christa Rothmeier betonte, ein vordergr\u00fcndig fr\u00f6hliches Buch, handelt es ja von den Kindheitserinnerungen des siebenj\u00e4hrigen Bubens in dem Waisenhaus. Davon wie er mit seinen Freunden statt in die Schule auf eine Art Naturparadies geht und dort nach drei Grazien oder fetten Weibern sucht. Ja die Sprache ist manchmal etwas derb und auch ein bi\u00dfchen frauenfeindlich, da gab es, sagte der Autor im Interview schon eine Beschwerde, aber was soll man machen, Buben sprechen nun mal so.<br \/>\nDas zweite Buch, des  1958 als Jan Benes in Prag geborenen Emil Hakel &#8220;Treffpunkt Pinguinhaus&#8221;- Spazierg\u00e4nge mit dem Vater, handelt von solchen Spazierg\u00e4ngen zwischen Vater und Sohn in Prag, wo sie in deftiger Sprache Schnaps trinken und die Welt philosophisch erkunden.<br \/>\nEmil Hakel, den Christa Rothmaier mit Bohumil Hrabal verglichen hat, meinte, da\u00df er kein Ploterz\u00e4hler sei, weil ihn das nicht interessiere.<br \/>\n In der Diskussion ging es dann auch sehr viel um die neuen tschechischen Erz\u00e4hlweisen, deren Besonderheit hervorgehoben wurde.<br \/>\nEine interessante Veranstaltung, weil ich von beiden Autoren noch nie etwas geh\u00f6rt habe, interessant auch in der zweisprachigen Lesung ein bi\u00dfchen Tschechisch zu h\u00f6ren und das autobiografische Erz\u00e4hlen, das  die j\u00fcngere tschechische Vergangenheit beleuchtet, ist sicher ebenfalls sehr interessant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl ich eigentlich zu Hause bleiben und an meiner Listeliste weitermachen wollte, hat es mich dann doch in die Alte Schmiede verschlagen, denn da gab es ein interessantes Programm. 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