{"id":63824,"date":"2018-08-14T08:51:30","date_gmt":"2018-08-14T06:51:30","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=63824"},"modified":"2018-08-14T08:51:30","modified_gmt":"2018-08-14T06:51:30","slug":"gebrauchsanweisung-fuer-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=63824","title":{"rendered":"Gebrauchsanweisung f\u00fcr die Schweiz"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_63954\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180811-135510.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63954\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180811-135510.jpg?w=300\" alt=\"Gerechtigkeitsgasse in Bern\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"size-medium wp-image-63954\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-63954\" class=\"wp-caption-text\">Gerechtigkeitsgasse in Bern<\/p><\/div>\n<p>Der Alfred kauft mir ja vor unseren Reisen literarische F\u00fchrer oder Gebrauchsanweisungen f\u00fcr die jeweiligen L\u00e4nder.<\/p>\n<p>So steht Thomas K\u00fcng &#8220;Gebrauchsanweisungen f\u00fcr die Schweiz&#8221; mit einem Cover aus lauter Petit Fois mit dem Schweizer Wappen schon lange auf meiner Leseliste.<\/p>\n<p>Denn ich schaue mir die B\u00fccher immer erst dann an, wen ich mich schon in dem entsprechenden Land befinde und die Schweizer sind auch sehr nationalbewu\u00dft, haben \u00fcberall ihr Schweizer Kreuz h\u00e4ngen. Es gibt nur wenige L\u00e4nder mit einer viereckigen Fahne belehrte mich das Buch oder war es das &#8220;Auftritt Schweiz- Lesebuch&#8221;, das ich auch in meinem Gep\u00e4ck hatte.<\/p>\n<p>Es ist ein viersprachiges Land, Deutsch, Franhz\u00f6sisch, Italienisch und R\u00e4toromanisch und die Schweizer sprechen auch gar kein Deutsch sonder Schwyzer Dytsch, h\u00e4ngen \u00fcberall ein &#8220;li&#8221; an, das &#8220;L\u00e4deli&#8221; zum Beispiel, aber wenn man &#8220;Fr\u00e4nkli&#8221; sagt, sind sie beleidigt, belehrt der 1956 in Z\u00fcrich geborene H\u00f6rspielautor, Musikjournalist und Filmemacher, seine deutschen Leser, denn an sie scheint das Buch vorwiegend gewendet.<\/p>\n<p>Also geh\u00f6re ich gar nicht zur Zielgruppe, habe es aber trotzdem gelesen und es war auch interessant, so einiges \u00fcber das Schweizer Wesen zu erfahren, wenn mir auch das Buch, das, glaube ich, gar nicht so neu war, an manchen Stellen zu aufgesetzt lustig war, wenn K\u00fcng den Deutschen erkl\u00e4rt, sich ja nicht mit den Schweizern im Verkehr beispielsweise anzulegen, weil sie einem sonst anzeigen, Strafzettel, etcetera verteilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Schweiz ist auch sehr teuer belehrt er seine Leser. Im Restaurant zahlt man gern das Doppelte und Dreifache, was man in deutschen Wirtsh\u00e4usern gewohnt ist, auch das haben wir erfahren.<\/p>\n<p>Aber f\u00fcr eine Woche werden Sie es schon aushalten!&#8221;, meint K\u00fcng, der das Buch mit einem deutschen Mitautor, n\u00e4mlich Peter Schneider geschrieben hat. Auch das stimmt genau, nach zweimal Z\u00fcrcher Geschnetzeltes, einmal um sechunddrei\u00dfig, einmal um vierzig Franken, habe ich mich dann am Arlberg an den billigeren Wurstsalat gehalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_63941\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813-104827.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63941\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/20180813-104827.jpg?w=225\" alt=\"Der Gr\u00fcnder des Roten Kreuz\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-63941\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-63941\" class=\"wp-caption-text\">Der Gr\u00fcnder des Roten Kreuz<\/p><\/div>\n<p>Er gibt Einblicke in das Schweizerdytsch, erkl\u00e4rt Redewendungen und was sie gerade nicht hei\u00dfen, erkl\u00e4rt, da\u00df man keine Volkshochschulkurs f\u00fcrs R\u00e4toromanische vor dem Urlaub besuchen braucht, weil das ohnehin kaum jemand kann, erkl\u00e4rt das Bankwesen und das &#8220;Jassen&#8221;, das ein Schweizer Volkssport zu sein scheint und so geht es durch das Buch, wo man einiges Neues, einiges, was man wohl ohnehin schon wu\u00dfte, erf\u00e4hrt und wie erw\u00e4hnt, ich fand den Gastland Leipzig von 2014-Auftritt, der auch in einem Alphabet durch das Schweizerische Wesen f\u00fchrt, besser. Habe da oder dort erfahren, da\u00df es den Wilhelm Tell gar nicht gegeben hat, obwohl ich an einem Z\u00fcrcher Wirthaus die Aufschrift sah, da\u00df der dort genau, wie Goethe gern verkehrte.<\/p>\n<p>Es gibt Kapitel \u00fcber das Essen und das Trinken und &#8220;M\u00fcsli&#8221; darf man nicht sagen, weil damit das M\u00e4uschen gemeint ist, aber wie bestellt man dann sein Fr\u00fchst\u00fcck, das, wie auch irgendwo steht, in den Fertigmischungen so angeboten wird, da\u00df sich der Bircher wohl im Grabe umdrehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Es geht um das schulwesen, die Schweizer schicken ihre Kinder nicht so gerne in Privatschulen erkl\u00e4rt der Autor und um die Politik des Herrn Blocher, gibt im letzten Kapitel dann Anweisungen, was man seinen Gastgeber, wenn es einem gelingt, von einem Schweizer eingeladen zu werden, zum Essen mitbringen soll?<\/p>\n<p>&#8220;Und schlie\u00dflich: Sind Sie bei Schweizern eingeladen oder gehen mit Ihnen ins Restaurant, so m\u00fcssen sie keine anderen H\u00f6flichkeitsregeln als in Deutschland beachten, einzig die: Die Schweizer haben Freude daran, wenn man mit Ihnen vor dem ersten Schluck Wen anst\u00f6sst. Dazu sagt man schlicht &#8220;Prost&#8221;, blickt dem Gegen\u00fcber in die Augen und nennt noch einma den Namen. Das ist auch einer der Momente, wo Sie, wenn Sie wollen uind den Eindruck haben, dass Ihre Freunde auch wollen, Duzis machen k\u00f6nnen. &#8220;Ich bin der Peter. Prost Beat.&#8221;<\/p>\n<p>Und das ist dann der Beginn einer wundervollen Freundschaft!&#8221;, meint der Autor wieder etwas belehrend und schlie\u00dft hiermit seine Anweisungen und ja richtig, da\u00df die Schweizer&#8221;komische&#8221; Namen wie Beat, Urs oder Retro tragen, wurde auch erw\u00e4hnt und wir, f\u00fcge ich hinzu, waren schon vor \u00fcber drei\u00dfig Jahren bei einem Schweizer eingeladen, den wir am Plattensee kennengelernt haben, als wir dort Alfreds DDR- Freundin Ingrid besuchten. Er hat uns ein oder zweimal bei sich schlafen lassen und einmal in ein Restarant eingeladen. Ob wir ihm eine Flasche Wein oder Mozartkugeln mitgebracht haben, kann ich mich nicht mehr erinnern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Alfred kauft mir ja vor unseren Reisen literarische F\u00fchrer oder Gebrauchsanweisungen f\u00fcr die jeweiligen L\u00e4nder. 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