{"id":64799,"date":"2018-09-29T00:18:09","date_gmt":"2018-09-28T22:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=64799"},"modified":"2018-09-29T00:18:09","modified_gmt":"2018-09-28T22:18:09","slug":"der-vogelgott","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=64799","title":{"rendered":"Der Vogelgott"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/25\/unter-der-drachenwand\/\">Buch<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/27\/sueltzrather\/\"> sieben<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/28\/archipel\/\">des<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/20\/die-deutsche-longlist-etwas-verspaetet\/\">dBps 2018<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/09\/08\/sechs-koffer\/\"> und<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/09\/07\/lebt-wohl-ihr-genossen-und-geliebten\/\">eines<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/09\/15\/die-gewitterschwimmerin\/\"> das<\/a> auf der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/09\/11\/die-deutsche-shortlist\/\">Shortlist s<\/a>teht, von dem ich schon in der letzten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/06\/18\/lese-auslese-nicht-ganz-am-ende\/\">Leseauslese in der &#8220;Gesellschaft&#8221;<\/a> sehr viel Lobendes geh\u00f6rt habe, so da\u00df ich sehr gespannt auf das Lesen war. Der obligtorische &#8220;Jung und &lt;Jung&#8221;, der es regelm\u00e4\u00dfig auf die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/deutscher-buchpreis\/\">LL<\/a> schafft und wieder von einer <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/09\/20\/sexismus-im-literaturbetrieb\/\">Frau<\/a>, n\u00e4mlich von der 1953 in Darmstadt geborenen Susanne R\u00f6ckel, von der ich sonst noch nicht viel geh\u00f6rt habe geschrieben wurde.<\/p>\n<p>Das Buch wird \u00fcberall oder jedenfalls sehr viel wegen seiner Mystik, deren Bann man sich nur schwer entziehen kann, gelobt und sowohl mit E. T. A. Hoffmann, als auch mit Edgar Allen Poe verglichen.<\/p>\n<p>Dem stimme ich nur teilweise zu, das hei\u00dft an E. T. A Hoffmann, den ich ja sehr mag und fr\u00fcher viel gelesen habe, hat es mich nicht erinnert und Edgar Allen Poe habe ich nicht gelesen und ich w\u00fcrde auch eher meinen, da\u00df kein Roman ist, sondern aus vier Erz\u00e4hlungen besteht, die alle von einer Familie handeln und mit den Vogelgottmotiven, die mir nicht immer nicht ganz klar wurden und die ich auch mehr oder weniger gut ausgearbeitet fand, besteht.<\/p>\n<p>Es beginnt mit einem Prolog und der ist sehr mystisch und kann eine durchaus in den Bann ziehen. Da reist ein Vogelforscher in ein seltsames Land um einen seltsamen Vogel zu suchen. Die menschen sind dort sehr komisch und starren ihn nur an. Es gibt kein Essen und eigentlich auch kein Hotel, sein Rucksack mit den Ferngl\u00e4sern wird gestohlen und als er auszieht, um einen seltsamen Vogel den er gesehen hat, zu erlegen, begegnet er auch einem seltsamen Mann mit einem seltsamen widerlichen Geruch, der einen an Mephisto erinnern k\u00f6nnte. Aber der ist ja kein Gott sondern das Gegenteil. Gezeichnet ist das Ganze mit &#8220;Konrad Weyde. Der Vogelgott. Unver\u00f6ffentliches Manuskritpt&#8221; und der ist Lehrer, Vogelforscher und der Vater von Theodor, Dora und Lorenz und denen sind die anschlie\u00dfenden drei Kapitel gewidmet, von denen das erste &#8220;Im Land der Aza&#8221; noch viel von jener Anfangsskurlilit\u00e4t hat, die sp\u00e4ter, wie ich bem\u00e4ngelt w\u00fcrde, ausd\u00fcnnt.<\/p>\n<p>Da ist also Theodor, der j\u00fcngst Weyde, vom strengen Vater, am meisten geliebt, der studiert Medizin, hat aber keine rechte Lust dazu. H\u00f6rt also damit auf und geht eines Abends in ein ebefalls seltsames Lokal, wo er einen seltsamen Mann, der auch diesen unheimlichen Geruch hat trifft, der Vic Tally hei\u00dft, seltsame Namen gibt es also auch und der heuert ihn an f\u00fcr ein Jahr als Arzt oder medizinischer Helfer nach Aza zu gehen. Dazu braucht er ein Visum ein ebenso seltsamer Herr Petri gibt ihm das, warnt ihn aber vor einem &#8220;Chief Ali&#8221;, den dann in Aza Town keiner kennt.<\/p>\n<p>Dort wird er in einem ebenso heruntergekommenen Hotel einquartiert, mu\u00df lange warten, bis er in das Missionsspital kommt, wo ihm die Nurses zuerst mi\u00dftrauisch be\u00e4ugen, dann ein jungesM\u00e4dchen namens Miranda bei ihm einquartieren, einen seltsamen Aufstand gibt es auch, so da\u00df er schlie\u00dflich in der Psychiatrie landet.<\/p>\n<p>Kapitel zwei &#8220;Die Madonna mit der Walderdbeere&#8221; das von Dora, der Kunsthistorikerin handelt, die \u00fcber den, ich glaube, im sechzehnten Jahrhundert gelebt habenden MalerJohannes Wolmuth promovieren will, erscheint mir schon viel ausged\u00fcnnter, denn w\u00e4hrend nur Theodors Handie ahnen l\u00e4\u00dft, da\u00df der in der Jetztzeit lebt, geht Dora in ihr ehemaliges Wohnhaus zur\u00fcck, in dem sie mit ihren Br\u00fcdern, dem strengen Vater und der kr\u00e4nkelnden Mutter lebte und sieht, das ist jetzt ein moderner Wohnblock und das Kapellchen, in dem sie als Kind oft mit der kranken Mutter war und in dem das oben beschriebene Bild, des Malers h\u00e4ngt ist hinter einem Container verborgen. Der schl\u00fc\u00dfel ist beim Diakon zu holen und der ist, wen wundert es, ein ebenso seltsamer Mann.<\/p>\n<p>Dora beginnt zu forschen, entdeckt unter dem Bild ein anderes, der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/05\/funfter-schreibetag-und-mayrocker-lesung\/\">Vogel Greif<\/a> kommt auch vor, als sie das aber ihrem MannHans, auch ein Kunstprofessor und ihrem Dorktorvater sagen will, sind die entsetzt und aus der Dissertation wird nichts Rechtes und dann geht es zu Lorenz dem \u00e4ltesten der Weyde-Kinder. Der ist Journalist, hat eine Frau und zwei Kinder und schon einmal etwas mit einem Stubenm\u00e4dchen in einer Pesnion mit der er mit der Familie Urlaub machte,\u00a0 gehabt, die hei\u00dft Clara und hat auch den dumpfen Geruch. Sie will ihn aber nicht wirklich und so geht es in die Stadt zur\u00fcck, wo er, der seit der Zeitungskrise nur mehr freiberuflicher Mitarbeiter des &#8220;Tagblattes&#8221; von seinem Chef den Auftrag bekommt, \u00fcber den Tod eines Kindes zu schreiben.<\/p>\n<p>Dessen Geschwister zeigen ihm die vogel\u00e4hnlichen Zeichnungen des Kindes und er bekommt heraus, da\u00df viel Kinder schreckliche Tr\u00e4ume haben und dann in ein Sanatorium eingeliefert werden. Das ist eigentlich eine Pharmafirma und geh\u00f6rte einem Herrn Morton, den wir schom vom Dora Kapitel kennen.<\/p>\n<p>Da trittt er in den &#8220;Vettern Stiftungen&#8221; auf, wo Dora ein Stipendium hat, wird aber von seinem Begleiter hypnotisiert, so da\u00df er immer kleiner wird und er hat als Gymnasias,t er war Sch\u00fcler an der Schule, wo Lorenz Frau unterrichtete, ein St\u00fcck \u00fcber Prometheus geschrieben, das die gerade mit ihren Kindern auff\u00fchrt.<\/p>\n<p>In der Klinik gibt es auch einen \u00e4hnlich hypnotisierenden Professor Toryk Allt und Lorenz Chef will von der Reportage, die der ihm anbietet, auch nichts wissen. Er forscht aber weiter, begegnet im Turm der Klink dem Herrn Morton, der mit dem Rollator geht und\u00a0 ihm seine Vogelzeichnungen zeigt.<\/p>\n<p>Es kommt auch der Herr Petri wieder vor, der der Zeitung seine Geschichte \u00fcber die Kriegshandlungen im Land der Aza anbietet und am Ende finden sich die Geschichter allezusammen in Theodors Klinik wieder und erinnern sich an ihre Kindertage wo sie im Garten &#8220;Verschwinden&#8221; spielen.<\/p>\n<p>&#8220;Wer sich auf diese fantastische Geschichte einl\u00e4sst, entkommt ihr nicht mehr!&#8221;, steht am Buchr\u00fccken. Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Vor allem die ersten zwei Geschichten haben mich vom Ton sehr ber\u00fchrt und ich habe gedacht, etwas anderes als die vielen Midlifekrise-Kriegs- und DDR-Romane, die sonst auf der Liste stehen. Dann sind mir vor allem in den letzten zwei Kapitel die Verbindungen zu dem Vogelgottmonster zu aufgesetzt und willk\u00fcrlich erschienen und ich habe wahrscheinlich, wie die &#8220;Einstern- Amazon-Rezensenten&#8221;, nicht alles verstanden und wenn ich Susanne R\u00f6ckels Lektor w\u00e4re, h\u00e4tte ich an den letzten beiden Geschichten noch mehr gearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buch sieben des dBps 2018 und eines das auf der Shortlist steht, von dem ich schon in der letzten Leseauslese in der &#8220;Gesellschaft&#8221; sehr viel Lobendes geh\u00f6rt habe, so da\u00df ich sehr gespannt auf das Lesen war. 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