{"id":6498,"date":"2011-04-07T00:05:53","date_gmt":"2011-04-06T22:05:53","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6498"},"modified":"2011-04-07T00:05:53","modified_gmt":"2011-04-06T22:05:53","slug":"der-mann-der-den-flug-der-kugel-kreuzte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6498","title":{"rendered":"Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte&#8221;, Krimi von Heinrich Steinfest, ist das erste Buch das Alfred von seiner bibliophilen WU-Kollegin im J\u00e4nner kaufte, jetzt endlich komme ich zum Lesen dieser B\u00fccher, die Reste von der Buch-Wien bzw. die Fr\u00fchjahrsrezensionsexemplare hinderten bisher und es hat einen Grund, da\u00df ich mir es als erstes der neun Flohmarktb\u00fccher aussuchte, wird Heinrich Steinfest ja mit seinem neuesten Buch, dem Krimi zu Stuttgart 21 &#8220;Wo die L\u00f6wen weinen&#8221;, im literaturcafe.de sehr genau besprochen, da gibt es einen mehrteiligen Podcast, wo die einzelnen Stationen abgegangen werden.<br \/>\nHeinrich Steinfests Namen kenne ich auch von diversen B\u00fccherblogs und er hat eine interessante Biografie, ein Wiener, der in Australien geboren wurde und der Liebe wegen nach Stuttgart ging. Dort spielt auch &#8220;Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte&#8221; und es beginnt mit einem Wiener, namens Szirba, einem erfolglosen Architekten, der der Liebe wegen nach Stuttgart ging und eine sehr seltsame Leidenschaft hat, n\u00e4mlich eine umgekehrte Kleptomanie, er mu\u00df etwas dazulegen, in Zuckerlgesch\u00e4ften den Kaugummi, im Buchgesch\u00e4ft das Buch und so steht er am Stuttgarter Bahnof, interessant, da\u00df der auch eine Rolle spielt, obwohl das Buch 2008 erschienen ist, in der Buchhandlung und beobachtet einen Mann, der das gleiche tut, in diesem Augenblick st\u00fcrzt ein junger Grieche mit einer Pistole hinein und will auf ihn schie\u00dfen. Der schm\u00e4chtige Szirba st\u00fcrzt sich vor den Lauf, um den Gesiinungsgenossen zu sch\u00fctzen und eine wahrlich abenteuerliche Geschichte beginnt, die noch dazu in zwei Perspektiven erz\u00e4hlt wird.<br \/>\nIm ersten Teil von Szirba, dann \u00fcbernimmt der Berufskiller mit dem goldenen Herzen, der extra von S\u00fcdafrika eingeflogen wird und am Schlu\u00df meldet sich noch der Autor zur Wort und erkl\u00e4rt, da\u00df er Szirba 1999 in Johannesburg kennenlernte. Szirba wird jedenfalls am Finger verletzt, kommt in ein Spital, wird dort von einer litauischen Krankenschwester versorgt und bekommt Besuch von jenem Polizisten, der den Jugendlichen auf der Flucht erscho\u00dfen hat, der ist n\u00e4mlich korrupt und hat Nebengesch\u00e4fte und so den Auftrag auch Szirba zu eliminieren, dann tritt eine dicke Psychiatrie Patientin oder \u00c4rztin auf, so genau habe ich das nicht verstanden, nennt Szirba Rosenkohlr\u00f6sle und erz\u00e4hlt ihm von dem Parasitologen B\u00f6tsch, das ist n\u00e4mlich der andere umgekehrte Kleptomane, die Krankenschwester wurde inzwischen auch erscho\u00dfen und deren Mann, ein ehemaliger Ex-Boxer f\u00fchrt Szirba unter die Keller Stammheims, wo sich eine illegale Obdachlosensiedlung etablierte, da hat sich  B\u00f6tsch versteckt, denn der hat bei einer Denkmalsch\u00fctzerparty erlauscht, da\u00df eine Politikerin von jenem Auftragskiller beseitigt werden soll und der schm\u00e4chtige Szirba sol das verhindern, der geht auch in das Hotel, wo der absteigt und ab da \u00fcbernimmt der S\u00fcdafrikaner Ludwig Joo\u00df das Erz\u00e4hlen der Geschichte, der ein Profikiller mit Perfektion, goldenen Herzen und einer Abneigung gegen Literatur ist, jedenfalls stichelt er immer gegen Schriftsteller und hat auch die Angewohnheit alles ganz genau zu beobachten, so schaut er sich nicht nur die Ohrl\u00e4ppchen seiner potentiellen Opfer an, er beobachtet auch B\u00f6tsch beim Lauschen und weil er ein so gutes Herz hat, stellt er Szirba gegen Bezahlung bei einer Nobelnutte ab, die ihn mit Schlafpulver f\u00fcttert, damit er ungest\u00f6rt seinen Auftrag erledigen kann, er erlebt dabei auch noch ein erotisches Abenteuer und l\u00e4\u00dft sich von einer Jugendlichen belehren, dann schie\u00dft er daneben, weil das Ohr nicht stimmt, holt Szirba wieder ab und geht zu mit ihm zu seinem Auftraggeber, dort werden noch einmal jede Menge Leute umgelegt, bevor die dicke Gerda aus der Psychiatrie  des Hauptst\u00e4tter Hospitals auftaucht, Szirba einen Ku\u00df und ein Doppelticket nach Johannesburg gibt und es bleibt zwar ein Wust an Ungereimtheiten \u00fcber, Joost und Szirba reisen aber ungest\u00f6rt ab, so da\u00df der Edelkiller dem Schriftsteller die Geschichte schlie\u00dflich erz\u00e4hlen kann.<br \/>\nEin interessantes Buch, weil es so gar nicht dem Krimiklischee entspricht und auf eine sehr eigenartige, fast schon poetische Weise geschildert wird. Es bleiben zwar jede Menge Leichen \u00fcber, aber die Literatur spielt eine gewisse Rolle, Buchhandlungen kommen vor und auch Leute mit seltsamen Leidenschaften. Manchmal erschien mir das Buch ein wenig langatmig, so h\u00e4tte ich die Stelle mit der biertrinkenden Jugendlichen vor dem Attentat ausgelassen, Steinfest spielt aber gekonnt mit allen psychologischen Register und so bekommt man eine Hardcorekrimiparodie mit sehr vielen menschlichen und unmenschlichen Schw\u00e4chen serviert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte&#8221;, Krimi von Heinrich Steinfest, ist das erste Buch das Alfred von seiner bibliophilen WU-Kollegin im J\u00e4nner kaufte, jetzt endlich komme ich zum Lesen dieser B\u00fccher, die Reste von der Buch-Wien bzw. die &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6498\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-6498","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6498"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6498\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}