{"id":6537,"date":"2011-04-11T23:03:43","date_gmt":"2011-04-11T21:03:43","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6537"},"modified":"2011-04-11T23:03:43","modified_gmt":"2011-04-11T21:03:43","slug":"otto-stoessel-preis-an-andrea-grill","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6537","title":{"rendered":"Otto-Stoessel-Preis an Andrea Grill"},"content":{"rendered":"<p>Den Otto Stoessel Preis der an den 1875 geborenen und 1936 verstorbenen inzwischen vergessenen Dichter Otto Stoessl erinnern soll, verfolge ich seit einigen Jahren. 1996 oder 1998 habe ich dazu eine verk\u00fcrzte Form des &#8220;Verr\u00fcckten Traums der Thea Leitner&#8221; eingereicht und dann sicher noch ein oder zweimal, bis ich das Einschicken an Ausschreibungen aufgegeben habe, denn es gewinnen ohnehin  nur die Etablierteren mehr oder weniger jungen Autoren. Annemarie Moser, Marianne Gruber, Inge Merkl, Andrea Wolfmayr, Paulus Hochgatterer, Evelyn Schlag, Josef Winkler, Olga Flor, Evelyn Grill, Egyd Gstettner, beispielsweise und 2010 Andrea Grill, der heute im Literaturhaus vergeben wurde. Alle zwei Jahre wird der Preis, seit 1982 auf Intiative des Stoessl Sohnes Franz an Prosatexte vergeben, es gibt auch eine Stoessl Stifung, die den Preis organisiert, in der Jury waren diesmal Christoph Binder von der Stifung, Heinz Lunzer und Robert Huez, wahrscheinlich weil der Preis im Literaturhaus vergeben wird und er soll, wie Christoph Binder in seiner Einleitung erw\u00e4hnte, eher an j\u00fcngere Autoren vergeben werden.<br \/>\nEin paar Mal war ich bei der Preisverleihung, so kann ich mich an die an Evelyn Schlag und Josef Winkler erinnern, ob ich auch bei der an Olga Flor war, wei\u00df ich nicht, da war ich zwar einmal  bei einer Preisverleihung, aber ich vermute, da\u00df das die Reinhard Priessnitz Preisverleihung gewesen ist.<br \/>\nJa, ja, die Preise bekommen immer diesselben und die anderen bekommen nichts, weil ihre Texte nicht als literarisch gelten, so kann ich mich zum Beispiel erinnern, einmal bei einer der Preisverleihung einen der Initiatoren, vermutlich war es Christoph Binder oder jemand anderer von der Stifung, klagen geh\u00f6rt zu haben, da\u00df soviele schlechte Texte eingereicht worden sind.<br \/>\nDamals war ich, glaube ich, emp\u00f6rt, denn ich halte ja offenbar viel mehr Texte f\u00fcr literarisch, als die Juroren, inzwischen bin ich abgekl\u00e4rter und resignierter, allerdings w\u00fcrde ich mal sch\u00e4tzen, da\u00df Otto Stoessl vielleicht den Otto Stoessl Preis nicht gewonnen h\u00e4tte. Obwohl genau wei\u00df ich das nicht, denn das ist ja ein gedruckter Autor, obwohl seine Werke, wie Christoph Binder in seiner Einleitung erw\u00e4hnte, inzwischen nicht mehr im Handel erh\u00e4ltlich sind. Sie sind aber bei Styria erschienen und die Otto Stoessl Gesellschaft hat einmal einen Restposten aufgekauft und dr\u00fcckt  jeden Preistr\u00e4ger, au\u00dfer Blumen, der Urkunde und dem Scheck auch so ein Buchpaket in die Hand und ich habe einmal bei der Literatur im M\u00e4rz &#8220;Das Haus Erath&#8221;, das mit den &#8220;Buddenbrooks&#8221; verglichen wird, gefunden, aber noch immer nicht gelesen. Jedenfalls kann ich mich erinnern, da\u00df jemand Evelyn Schlag ein Buchpaket in die Hand dr\u00fcckte und sie hat glaube ich einen Text eingereicht, der aus &#8220;Der g\u00f6ttlichen Ordnung der Begierde&#8221; stammte und Josef Winkler hatte vielleicht etwas aus &#8220;Natura Morta&#8221; zumindest habe ich da eine Erinnerung im Kopf und kann mich auch erinnern, da\u00df Alexandra Millner bei der Preisverleihung war und ich mit dem Autor gesprochen war, der damals glaube ich auch f\u00fcr den Floriana Preis aufgestellt war, seinen Text aber zur\u00fcckgezogen hat.<br \/>\nDie letzten Jahre ist die Preisverleihung an mir vorbeigegangen, jetzt hat Andrea Grill mit einer Erz\u00e4hlung namens &#8220;Mirzl&#8221; gewonnen und das ist interessant. Ist Andrea Grill ja keine Unbekannte, jedenfalls kenne ich sie seit einigen Jahren und habe da wahrscheinlich einmal eine Lesung aus dem &#8220;Gelben Onkel&#8221; wahrscheinlich auch im Literaturhaus geh\u00f6rt. Dann las sie 2007 beim Bachmannpreis. 2008 habe ich im<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/06\/wochenendrecherchen\/\"> Literaturgefl\u00fcster<\/a> \u00fcber sie geschrieben, damals hat sie auch eine Buchpr\u00e4mie wahrscheinlich f\u00fcr &#8220;Tr\u00e4nenlachen&#8221; bekommen und da sie auch aus dem Albanischen \u00fcbersetzt, habe ich sie  im Literaturhaus beim Friedsymposium <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/28\/laut-lauter-lyrik\/\">&#8220;laut lauter lyrik&#8221; <\/a>2009 geh\u00f6rt. 2010 erschien<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/22\/andrea-grill-in-der-nationalbibliothek\/\"> &#8220;Das Sch\u00f6ne und das Notwendige&#8221;<\/a>, die Geschichte von dieser Schleichkatze und diesem teuren Kaffee, die jetzt auch Veit Heinichen in seinem letzten Krimi verarbeitet hat und den Bremer F\u00f6rderungspreis hat sie dieses Jahr auch bekommen. Au\u00dferdem sehe ich sie hin und wieder bei Lesungen im Publikum. Also eine interessante Autorin, die sympathisch wirkt und auch relativ realistisch schreibt, trotzdem war das Literaturhaus nicht besonders voll. Daniela Strigl war da und Christel Fallenstein und die Laudatio wurde von der Germanistin Fatima Naqvi, die an der Rutgers University\/USA lehrt, gehalten und sie erw\u00e4hnte, da\u00df Andrea Grill im Vorjahr eine Lesereise durch die amerikanischen Goethe Institute gehalten hat. Sie erz\u00e4hlte auch etwas \u00fcber Fremdsein und Gastarbeiter, aber das habe ich bei der Erz\u00e4hlung &#8220;Mirzl&#8221; gar nicht so herausgeh\u00f6rt. Allerdings hat Andrea Grill nur Ausschnitte gelesen. Eine Frau, die aus Bad Ischl, wie die Autorin kommt, f\u00e4hrt mit einem Albaner namens Lazer in ein Kaff in die albanischen Alpen, besucht dort einige Familien, sieht das Foto eines Mannes, der wie ihr Zwillingsbruder aussieht, wenn sie einen h\u00e4tte, an den W\u00e4nden, begr\u00fc\u00dft die Familien, wird von ihnen bewirtet und schl\u00e4ft in ihren Hochzeitsbetten. Ein bi\u00dfchen was wird davon wohl auch autobiografisch sein, denn Andrea Grill \u00fcbersetzt ja aus dem Albanischen und hat auch einen albanischen Autor nach Bremen mitgenommen. Die Erz\u00e4hlung ist noch unver\u00f6ffentlicht und bot eine sehr eindrucksvolle, sowohl geheimnisvoll, als auch sicher realistische Schilderung, einer Reise in ein albanisches Dorf, wo noch Schafe geschlachtet werden und M\u00e4nner V\u00f6gel fangen, die sie dann in ihren H\u00e4nden halten.<br \/>\nNachher gabs wieder Wein, Knabberstangen und Gespr\u00e4che, da habe ich mich mit einem alten Herrn unterhalten, der eine dieser alten BAWAG-Anthologien zum Lesen mitgebracht hatte und mit einem Stammbesucher, der mir erz\u00e4hlte, da\u00df er bei dem offenen B\u00fccherschrank zu Wahlkampfzeiten am Siebenbrunnenplatz der KP\u00d6 die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/07\/30\/besuch-im-residenz-verlag-und-sophie-hungers-fur-den-offenen-bucherschrank\/\">Sophie Hungers<\/a> gefunden hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Otto Stoessel Preis der an den 1875 geborenen und 1936 verstorbenen inzwischen vergessenen Dichter Otto Stoessl erinnern soll, verfolge ich seit einigen Jahren. 1996 oder 1998 habe ich dazu eine verk\u00fcrzte Form des &#8220;Verr\u00fcckten Traums der Thea Leitner&#8221; eingereicht &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6537\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-6537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6537"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6537\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}