{"id":66070,"date":"2018-11-11T19:22:15","date_gmt":"2018-11-11T18:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=66070"},"modified":"2018-11-11T19:22:15","modified_gmt":"2018-11-11T18:22:15","slug":"von-der-elften-buch-wien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=66070","title":{"rendered":"Von der elften Buch-Wien"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_66189\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020276.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66189\" class=\"size-medium wp-image-66189\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020276.jpg?w=300\" alt=\"\u00a9Margot Koller\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020276.jpg 640w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020276-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66189\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Margot Koller<\/p><\/div>\n<p>Von meinem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/10\/04\/vom-revolutionsworkshop-zur-privatsammlung\/\">Mini-Privatworkshop mit Stephan Teichgr\u00e4ber<\/a>, wo es heute, um die Frage ging, ob &#8220;ein Zimmer, das ein Fenster \u00f6ffnet&#8221; eine Metapher ist, bin ich zur Er\u00f6ffnung der elften &#8220;Buch-Wien&#8221;, gefahren. Ja es gibt sie schon elf Jahre, also genausolang wie das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/07\/03\/sommerfrische\/\">&#8220;Literaturgefl\u00fcster&#8221;<\/a> und ich war immer dabei, bei der Er\u00f6ffnung zwar zweimal nicht, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/09\/neunter-schreibetag-und-lesefestwocheneroffnung\/\">2009 hatte ich nur eine Einladung zur Lesefestwoche im Prater<\/a> und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/11\/raum-und-zeit-versinnlichungen\/\">2015 war ich in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; bei den &#8220;Textvorstellungen&#8221; mit Sissi Tax und Chris Bader-Zintzen<\/a>, aber sonst meist die ganze Zeit, vor <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/13\/die-neunte-buch-wien\/\">zwei Jahren habe ich im Rahmen des &#8220;Ohrenschmauses&#8221; auf der ORF-B\u00fchne diskutiert<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/15\/die-achte-buch-wien\/\">2015 hab ich beim \u00d61 Quiz mitgespielt<\/a> und ein Jahr drauf, glaube ich, auch beim &#8220;B\u00fccherquiz&#8221;, bei beiden nicht gewonnen und heuer noch einmal beim B\u00fccherquiz, das ver\u00e4ndert war, wie vieles auf der heurigen Buch-Wien, aber davon sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>&#8220;Sch\u00f6ner, besser, gr\u00f6\u00dfer!&#8221;, habe ich im Vorfeld, glaube ich, gelesen und auf das hat Benedikt F\u00f6ger in seiner Er\u00f6ffnung auch extra hingewiesen, da\u00df die &#8220;Buch-Wien&#8221; jetzt die gesamte Halle umfasst und die &#8220;ORF-B\u00fchne&#8221; sah auch ganz anders aus.<\/p>\n<p>Es gibt auch andere B\u00fchnen, keine &#8220;Donaulounge&#8221; mehr und kein &#8220;Literaturcafe&#8221;, daf\u00fcr eine &#8220;Standard&#8221;, eine &#8220;Radio-Wien&#8221; und eine &#8220;Mastercardb\u00fchne&#8221;, auf dieser werde ich am Sonntag lesen.<\/p>\n<p>Zuerst gab es aber nach den Er\u00f6ffnungsreden, die Festrede von der Philosophin Svenja Fla\u00dfp\u00f6hler &#8220;Ignorieren, bek\u00e4mpfen, verstehen? \u00dcber den richtigen Umgang mit Rechts&#8221; und das ist\u00a0 auch, wie Benedikt F\u00f6ger andeutete, ein wichtiges Thema, mit dem ich mich ja <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/23\/unverstaendlich-schreiben\/#comments\">seit zwei Jahren<\/a> auch mit meinem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/08\/bleib-bei-mir\/#comments\">Kritiker Uli auseinandersetze<\/a>.<\/p>\n<p>Wie macht man es richtig? Gibt man einfach keine Antwort und l\u00e4\u00dft es geschehen, da\u00df auf einmal alles umgepolt wird, die Linken als Faschisten dargestellt werden und der Eindruck erweckt wird, da\u00df man nicht mehr aus dem Haus gehen kann, weil man gleich von Asylwerbern vergewaltigt oder ausgeraubt wird. Ich habe mit dem Uli\u00a0 den Weg der Diskussion gew\u00e4hlt, wie Svenja Fla\u00dfp\u00f6hler auch in ihrer Rede erw\u00e4hnte, da\u00df das auch in Deutschland versucht wird, da\u00df sich immer zwei Linke und Rechte zusammensetzen und, da\u00df das gut gehen kann, wenn beide gewillt sind, einander zuzuh\u00f6ren und vielleicht auch die gegenteilige Argumente zu verstehen.<\/p>\n<p>Denn das blo\u00dfe Ignorieren, die &#8220;Erfolgsb\u00fccher&#8221; von Sarrazin, Sieferle, etcetera einfach von den Bestenlisten streichen oder aus den Buchhandlungen nehmen, bringt auch nichts,\u00a0 als nur erh\u00f6hte Aufmerksamkeit dieser B\u00fccher und Argument der anderen Seite, da\u00df hier Zensur betrieben w\u00fcrde und so hat sich die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/10\/15\/von-frankfurt\/\">Frankfurter Buchmesse, wo es im Vorjahr ja eine heftige Auseinandersetzung gegeben hat<\/a>te, alles zuzulassen, was nicht direkt verboten ist, wie Svenja Fla\u00dfp\u00f6hler meinte, was dann auch wieder zu Auseinandersetzungen f\u00fchrte, weil die zugeteilten Pl\u00e4tze angeblich zu klein w\u00e4ren, wie der Uli heftig argumentierte, etcetera.<\/p>\n<p>Es ist also nicht so leicht, aber ein wichtiges Thema und eine sehr sehr interessante Rede, die nat\u00fcrlich die Frage, wie man es jetzt richtig macht, auch nicht beantworten konnte.<\/p>\n<p>Nachher gab es wie in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/03\/21\/buchmessenreport-2\/\">Leipzig<\/a> und wahrscheinlich auch in Frankfurt, Brezeln und Wein und ab halb acht seit einigen Jahren &#8220;Die lange Nacht der B\u00fccher&#8221;, wo man schon die Messe besuchen und die auf der neuen &#8220;ORF- B\u00fchne&#8221; mit einem Konzert von Clara Luzia er\u00f6ffnet wurde. die lange Nacht wurde auf der ORF- B\u00fchne&#8221; von Florian Scheuba moderiert und da gab es dann gleich eine kleine \u00c4nderung, denn au\u00dfer Programm trat dann noch der neue B\u00fcrgermeister Michael Ludwig auf, da bin ich aber schon zur &#8220;Radio Wien B\u00fchne&#8221; gegangen, weil ich wieder an dem Quiz interessiert war, das diesmal nicht mehr von G\u00fcnter Kaindldorfer mit einem Gast, sondern nur mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/10\/28\/die-erste-geige-spielt-der-tod\/\">Reinhard Badegruber,<\/a> von dem ich einmal einen Krimi gelesen habe, der aber inzwischen bei &#8220;Radio Wien&#8221; zu moderieren scheint und auch einige Wien B\u00fccher geschrieben hat, moderiert wurde.<\/p>\n<p>Er warf einen Ball in das Publikum, wer ihm fing, konnte mitspielen. Die Fragen waren, glaube ich, aus seinen B\u00fcchern, bezogen sich auf Wien und nicht so sehr auf Literatur. es gab aber drei Antworten zur Auswahl. Ich habe auch einmal einen Ball gefangen, zwei Runden mitgespielt und\u00a0 das Badegruber Buch &#8220;Wiener Intrigen, Skandale und Geheimnisse&#8221; gewonnen.<\/p>\n<p>Dann bin ich wieder zur &#8220;ORF- B\u00fchne&#8221; zur\u00fcckgegangen, wo gerade das Duo Maschek auftrat. Einen &#8220;Poetry Slam Nacht&#8221; gab es auf der &#8220;Mastercard B\u00fchne&#8221; auch. An der bin ich aber nur vorbeigegangen, beziehungsweise war auch auf den anderen davon B\u00fchnen zu h\u00f6ren. Moderiert haben Mietze Medusa und Markus K\u00f6hle, ein Kochprogramm gab es, glaube ich, auch und ich habe mir auf der &#8220;ORF-B\u00fchne&#8221; noch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/10\/14\/frankfurter-buchmesse\/\">Bernhard Aigner angeh\u00f6rt, der aus seinem neuen Buch &#8220;B\u00f6sland&#8221;<\/a> gelesen hat, wo ein Kind seinen erh\u00e4ngten Vater am Dachboden, dem &#8220;B\u00f6sland&#8221;, wo ihn der mi\u00dfhandelt hat, findet, und sich mit seinen Freund einen sch\u00f6nen Tag macht, in dem er Wein trinkt und eine Torte i\u00dft, weil er an diesem Tag auch Geburtstag hat.<\/p>\n<p>Den Rest des Programmes, es hat noch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/10\/david-schalko-und-helmut-neudlinger-bei-den-o-toenen\/\">David Schalko<\/a> gelesen, habe ich ausgelassen und bin nach Hause gegangen, habe mir allerdings noch das heurige &#8220;Eine Stadt ein Buch&#8221;-Buch&#8221; Hilary Mantels &#8220;Jeder Tag ist Muttertag&#8221; und die neuen &#8220;Exil-Preis-Texte&#8221; geholt und dazwischen noch ein paar Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, aber bei der Er\u00f6ffnung gar nicht so viele Bekannte getroffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_66188\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020281.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-66188\" class=\"size-medium wp-image-66188\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020281.jpg?w=300\" alt=\"\u00a9Margot Koller\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020281.jpg 640w, http:\/\/literaturgefluester.at\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/p1020281-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-66188\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Margot Koller<\/p><\/div>\n<p>Dann habe ich bis drei Uhr fr\u00fch gebloggt, mich mit einigen Kommentierern auseinandergesetzt und bin am Donnerstag zum ersten regul\u00e4ren Messetag marschiert.<\/p>\n<p>Im Radio habe ich noch Benedikt F\u00f6ger sagen geh\u00f6rt, da\u00df man sich in Zeiten, wie diesen mit einigen wichtigen Themen auseinandersetzen mu\u00df und so ging es, w\u00e4hrend die Schulklassen ihr Extraprogramm hatten und die Kinder wieder mit ihren Mappen herumliefen, auf der &#8220;ORF-B\u00fchne&#8221; am fr\u00fchen Morgen mit einem &#8220;Salzburger Nachtstudio&#8221; weiter, wo sich Susanne Schnabel, die ein Buch &#8220;Wir m\u00fcssen reden&#8221;, geschrieben hat, die Psychotherapeutin Christine Bauer-Jelinek, der Psychiater Hans Otto\u00a0 Thomashoff und der Soziologe Roland Girtler mit der &#8220;Neuen Streitkultur&#8221; auseinandersetzen, wo die Leute, weil sie alle in ihren Blasen leben, nicht mehr miteinander reden, sondern sich bei gegenseitigen Meinungen, nur\u00a0 beschimpfen, Ha\u00dfpostings aussenden oder den Kontakt abbrechen, w\u00e4hrend fr\u00fcher Rechte und Linke miteinander streiten, aber trotzdem befreundet sein konnten.<\/p>\n<p>Dann gings gleich weiter mit den &#8220;Ha\u00dfpostings&#8221; und zwar hat da der in Deutschland geborene Journalist mit indisch pakistanischen Eltern, Hasnain Kazim, ein Buch geschrieben, in dem er sich mit diesen, die er auf seine kritischen Artikel bekommt, auseinandersetzt: &#8220;Post von Karlheinz. W\u00fctende Mails von richtigen Deutschen &#8211; und was ich ihnen antworte.&#8221;<\/p>\n<p>Ein paar davon las er vor und zwar hat ihm da der Karlheinz oder so geschrieben, da\u00df er ihn besuchen soll, damit er ihm erkl\u00e4ren kann, was ein richtiger Deutscher ist und er hat ihm dann sehr h\u00f6flich geantwortet, da\u00df er das sehr gerne tun wird und am n\u00e4chsten Sonntag mit seinen drei Frauen und seinen sechs Kindern und der \u00fcblichen Gro\u00dffamilie in zwei Bussen anr\u00fccken wird um in seinem Garten ein Zelt aufzubauen und zwei Hammeln zu braten. Man mu\u00df es wohl manchmal mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/23\/ueber-humor-und-ironie\/\">Ironie<\/a> versuchen, um eine Entschuldigung zu bekommen und ich denke, da\u00df das auch viel besser, als ein Ignorieren oder Zur\u00fcckschimpfen ist.<\/p>\n<p>Auf der &#8220;ORF-B\u00fchne&#8221; ist es dann mit dem\u00a0 Thema Holocaust weitergegangen, naht ja der neunte November und damit der Novemberpogrom und da hat Lilly Maier ein Buch \u00fcber einen Holocaust\u00fcberlebenden geschrieben, der, als sie ein Kind war, pl\u00f6tzlich vor der Wohnung stand, weil er fr\u00fcher dort gelebt hat und sie sehen wollte und es ist eine intensive Freundschaft zwischen der jungen Frau und dem alten Mann entstanden.<\/p>\n<p>Dann wurden die &#8220;European storys&#8221; vom <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/11\/06\/eu-literaturpreise\/\">&#8220;European Union Prize&#8221;, der ja am Dienstag vergeben wurde<\/a>, im Stundenabstand auf den verschiedenen B\u00fchnen vorgestellt und man konnte sich das Buch auch auf der Messe gratis mitnehmen und\u00a0 eine Live \u00d61 \u00dcbertragung gab es auch und zwar mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/22\/wer-ist-martha\/\">Marjana Gaponekos<\/a> neuen Buch &#8220;Der Dorfgescheite&#8221;, die sehr witzig\u00a0 ihre Ansichten zum Besten gab, erz\u00e4hlte, da\u00df sie als Kind\u00a0 gestottert hat und, da\u00df sie gerne auf den Mond fliegen w\u00fcrde und daf\u00fcr schon einen Sponsor sucht.<\/p>\n<p>Ich bin sehr viel bei der &#8220;ORF-B\u00fchne&#8221; gesessen, habe mich da auch mit einigen Besuchern unterhalten und bin erst sp\u00e4ter zwischendurch zu der neuen Kochb\u00fchne gegangen, wo Pasta und Eiscafe und sp\u00e4ter auch noch Cup Cakes verkostet wurden.<\/p>\n<p>Die &#8220;Piper Verlegerin&#8221; Felitzitas von Lovenburg, die, glaube ich, auch in der Blogbuster-Jury sitzt und &#8220;Eine Gebrauchsanweisung f\u00fcrs Lesen&#8221; geschrieben hat, die ich schon in einer<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/21\/zuericher-buchhandlungen\/\"> Z\u00fcricher-Buchhandlung<\/a> bewundert habe, stellte die zuerst auf der &#8220;ORF B\u00fchne vor&#8221; und diskutierte sp\u00e4ter mit dem erfolgreichen Knderbuchautor Thomas Brezina und noch einigen anderen auf der &#8220;Mastercard-B\u00fchne&#8221; zum Thema &#8220;Lesen war gestern &#8211; ein kritischer Blick auf unsere Leselust&#8221;, denn es gibt ja nicht nur Studien, da\u00df die B\u00fccherk\u00e4ufer zur\u00fcckgegangen sind, sonder auch die, da\u00df immer weniger Leute funktional lesen k\u00f6nnen. Daher gibt es n\u00e4chste Woche auch einen &#8220;Vorlesetag&#8221;, denn es gibt Studien, da\u00df man den Kindern t\u00e4glich f\u00fcnfzehn Minuten vorlesen und das auch selber eine halbe Stunde machen soll, um wie Felicitas von Loven enthusiastisch anmerkte, seine Gehrinrinde zu stimulieren, gescheiter, erfolgreicher, gl\u00fccklicher, etcetera zu werden.<\/p>\n<p>Das schien mir ein wenig \u00fcbertrieben, wie ich auch bei meinem E- Book lesen, da man das beim echten Buch tun soll, keinen wirklichen Unterschied zum Printbuch merke. Aber ich lese ja meistens mehr als eine halbe t\u00e4gliche Stunde, nur wenn die &#8220;Buch-Wien&#8221; stattfindet, komme ich weniger dazu und Thomas Brezina merkte auch sehr kritisch an, da\u00df man die Leute nicht zu einem &#8220;faden Kanon&#8221; zwingen, sondern spannende B\u00fccher f\u00fcr sie schreiben soll, mit denen sie sich identifizeren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf der &#8220;Buch-Wien&#8221; gibt es auch genug davon und ein kostenloses Abendprogramm an den literarischen Veranstaltungen gab es auch und so hatte ich am Donnerstag die Wahl zwischen Michael Kr\u00fcger, den ich schon am Vormittag h\u00f6rte, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/27\/am-literaturschiff\/\">Michal Hvorecky<\/a>, dessen Buch in meinem Badezimmer liegt und Andrej Kurkows neuen Buch &#8220;Kartografie der Freiheit&#8221;, das in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221; vorgestellt wurde. Ich habe mich daf\u00fcr entschieden, denn ich mag ja den\u00a0 1961 in Leningrad oder St. Petersburg geborenen,\u00a0 in Kiew lebenden, sehr gut Deutsch sprechenden Autor, von dem ich schon einige <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/20\/der-wahrhaftige-volkskontrolleur\/\">B\u00fccher<\/a> gelesen habe, sehr und das Buch ist, wie<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/06\/12\/uebersetzt-von-cornelius-hell\/\"> Cornelius Hell, der Litauenspezialist<\/a>, einleitete, einem litauischen Autor gewidmet und es ist auch ein Buch, wie Andrej Kurkow erkl\u00e4rte, \u00fcber Litauen, beziehungsweise eines \u00fcber Migration, Reisen oder Wandern und Andrej Kurkow las einige Stellen vor, die sowohl in Litauen, als auch in Paris und London spielen, wohin seine Protagonisten emigrierten, es ist wieder ein sehr skurriles von sehr vielen Einf\u00e4llen sprudelndes Buch, das von Andrej Kurkow auch sehr genau und sorgf\u00e4ltig erkl\u00e4rt wurde.<\/p>\n<p>Am Freitag ging es mit einer Diskussion zur Meinungsfreiheit weiter, wo Cornelius Hell mit Mitgliedern des PEN-Clubs \u00fcber die Ergebnisse ihres &#8220;Writers\u00a0 in Prison-Programm&#8221; diskutierte.<\/p>\n<p>Auf der neuen &#8220;Standard-B\u00fchne&#8221; interviewte Cornelius Hell danach den rum\u00e4nischen Autor Catlin Mihuleac und seinen \u00dcbersetzer Ernest Wiechert, der ein Buch \u00fcber den Pogrom geschrieben hat, den es 1941 in seiner Heimatstadt, in der er noch immer lebt und in Bukarest gab.<\/p>\n<p>Danach kam <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/27\/am-literaturschiff\/\">Michal Hvorecky<\/a> der von Ronald Pohl zu seinem k\u00fcrzlich auf Deutsch erschienen &#8220;Troll&#8221; befragt wurde, das er zwischen 2015 und 2017 geschrieben hat und das vor einem Jahr auf Slowakisch herausgekommen ist.<\/p>\n<p>Gabriele Petricek, die Stadt Wien Stipendiatin, war auf der &#8220;Radio-Wien B\u00fchne&#8221; um mit dem &#8220;Sonderzahl-Mitherausgeber&#8221; \u00fcber ihr neues Buch &#8220;Die Unerreichbarkeit von Innsbruck&#8221;, das sie schon im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/05\/03\/vom-centrope-ins-musa\/\">&#8220;MUSA&#8221;<\/a> vorgestellt hat, zu sprechen und daraus zu lesen.<\/p>\n<p>Dann habe ich mir noch die \u00d61 \u00dcbertragung\u00a0 angeh\u00f6rt, wo Judith Schalansky\u00a0 von der ich ja schon <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/13\/der-hals-der-giraffe\/\">&#8220;Den Hals der Giraffe&#8221;<\/a>hal gelesen habe&#8221; ihr neues Buch\u00a0 &#8220;Verzeichnis einiger Verluste&#8221; vorstellte.<\/p>\n<p>Das wars dann f\u00fcr den Freitag auf der &#8220;Buch-Wien&#8221;, denn dann bin ich in den neunten Bezirk zum Zimmermannsplatz gefahren, wo der literarische Spaziergang mit der Ruth und dem Robert zur <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/02\/11\/fotoshooting-am-faschingswochenende\/\">Kunst im \u00f6ffentlichen Raum<\/a> startete.<\/p>\n<p>Am Samstag bin ich mit Margot Koller auf die &#8220;Buch-Wien&#8221; gefahren, wo es auf der &#8220;Radio-Wien-B\u00fchne ein\u00a0 Comic Special gegeben hat und ich mir die Pr\u00e4sentation eines Ivan Cancars Comic, des slowenischen Nationaldichters, angeh\u00f6rt habe.<\/p>\n<p>Dann habe ich mir auf der &#8220;Standard-B\u00fchne&#8221; zuerst <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/12\/09\/zwei-buchvorstellungen\/\">Andreas Unterweger<\/a>, dem inzwischen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/07\/14\/manuskripte-lesen\/\">&#8220;Manuskripte-Mitherausgeber&#8221;<\/a> und dann Zoltan Danyi angeh\u00f6rt, der ein, der ungarischen Minderheit angeh\u00f6render in Serbien geborener Autor ist, der im &#8220;Kadaverr\u00e4umer&#8221; ein Buch \u00fcber den Balkankrieg geschrieben hat und eine Stelle \u00fcber Cevapcici gelesen hat und dabei die Frage stellte, ob sie nun t\u00fcrkischen, serbischen, bosnischen oder was auch immer Ursprungs sind?<\/p>\n<p>Danach haben <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/28\/die-poetik-des-martin-prinz\/\">Martin Prinz<\/a> und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/17\/lucia-binar-und-die-russische-seele\/\">Vladimir Vertib<\/a> gelesen und Vladimir Vertibs &#8220;Viktor hilft&#8221; war besonders interessant, handelt es doch von einem freiwilligen Fl\u00fcchtlingshelfer und der Autor erz\u00e4hlte, da\u00df er 2015 selber als Fl\u00fcchtlingshelfer gearbeitet hat.<\/p>\n<p>Daniela Strigl und Karl Wagner haben eine vierb\u00e4ndige Rosegger-Gesamtausgabe herausgebracht und das ist interessant, weil ich ja einmal im Radio h\u00f6rte, da\u00df <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/02\/22\/zum-fuenfundsiebzigsten-todestag-von-stefan-zweig\/\">Stefan Zweig<\/a> und Peter Rosegger, der f\u00fcr den Nobelpreis vorgeschlagen war, aus dem Kanon hinausgestrichen werden sollten, offensichtlich sind aber beide drinnen geblieben und das finde ich sehr gut, weil mich ja &#8220;Jakob der letzte&#8221;, sehr beeindruckt hat.<\/p>\n<p>Dann habe ich mich in die &#8220;3-sat Lounge&#8221; gesetzt und auf Rene Freund gewartet, der sein &#8220;Ans Meer&#8221; vorstellt, wo es um einen Busfahrer geht, der seine gew\u00f6hnliche Bustour unterbrich um eine krebskranke Frau ans Meer zu fahren.<\/p>\n<p>Da\u00df der Kabarettist Michael Niavarani ein gro\u00dfer B\u00fcchersammler ist, habe ich auf der &#8220;ORF-B\u00fchne&#8221;\u00a0 erfahren, mir noch einmal <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/09\/06\/eva-rossmamanns-netzwarnung\/\">Eva Ro\u00dfmanns &#8220;Im Netz&#8221;<\/a> angeh\u00f6rt, bevor es zur &#8220;Exil-Preisverleihung&#8221; ging, die diesmal auf der &#8220;Radio-Wien-B\u00fchne&#8221; stattfand, bevor es zu meinem literarischen Geburtstagsfest ging, wo schon einige Leute und einige Geschenke auf mich warteten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181111-152336.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-66186\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/20181111-152336.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Sonntag bin ich wieder allein auf die Messe gegangen und habe mir zuerst den von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/09\/11\/margit-heumanns-wilde-worte\/\">Margit Heumann<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/11\/10\/geburtstagslesung-2\/\">bekommenen Gutschein<\/a> eingel\u00f6st und mir Petra Hartliebs &#8220;Weihnachten in der wunderbaren Buchhandlung&#8221; ausgesucht, mal sehen ob ich das B\u00fcchlein zu Weihnachten in meine Leseliste hineinschieben kann.<\/p>\n<p>Dann war ich ein bi\u00dfchen auf der &#8220;Standard-B\u00fchne&#8221; und habe mir die Verleihung des <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/27\/wie-punktlich-die-verzweiflung-ist\/\">Christine Lavant<\/a>-Preises an den Schweizer Autor Klaus Merz, beziehungsweise die Lesung des Preistr\u00e4gers angeh\u00f6rt und die Performance von<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/12\/11\/writers-retreat-2\/\"> Nadine Kegeles<\/a> neuem Buch, das noch auf mich wartet angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Dazwischen war ich wieder auf der Kochb\u00fchne und habe Weihnachtsekse genascht, die es dort in gr\u00f6\u00dferen Mengen zur freien Entnahme gab, habe mir dann die Verleihung des <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/11\/04\/vor-hundert-jahren\/\">Csokor-<\/a>Preistes durch den \u00f6sterreichischen PEN an <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/28\/kummer-ade\/\">Alois Brandtstetter<\/a> auf der ORF B\u00fchne angeh\u00f6rt, bevor ich zur Mastercard B\u00fchne und den<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/12\/04\/ohrenschmaus-preisverleihung-2\/\"> &#8220;Ohrenschmaus-Lesungen<\/a>&#8221; ging. Da gab es ja zwei Bl\u00f6cke, zuerst hat Franz- Joseph Huainigg ein bi\u00dfchen was dazu gesagt, dann haben die fr\u00fcheren Preistr\u00e4ger David Tritscher und Viktor Noworski ihre Texte gelesen. Ich folgte ihnen mit dem Beginn der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">&#8220;Mimi&#8221;<\/a> und im zweiten Block warde das &#8220;Geheimnisgeschichtenlexikon&#8221; des &#8220;Ohrenschmaus-Stipendiaten&#8221; David Sylvester Marek, das von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/21\/christopher-just-und-franzobel-bei-den-o-toenen\/\">Franzobel<\/a> bei &#8220;Klever&#8221; herausgegeben wurde, vorgestellt.<\/p>\n<p>Danach hat Dine Petrik auf der &#8220;Mastercard-B\u00fchne&#8221; gelesen, der ich zuh\u00f6ren sollte, auf der Kochb\u00fchne gab es aber wieder die besten Weine \u00d6sterreichs, also eine Weinverkostung, so habe ich sie entt\u00e4uscht, obwohl es auf der Verkostung, wie sich herausstellte, nur Wei\u00dfweine gab, die ich eigentlich nicht mag.<\/p>\n<p>Das war also die elfte &#8220;Buch-Wien&#8221; und sie war, wie ich finde, eine sehr sch\u00f6ne mit viel Literatur aber auch vielen Diskussionen zu dem brisanten Thema Ausgrenhzung und Fremdenha\u00df und zur hundertj\u00e4hrigen Repubikgr\u00fcndung war auch einiges dabei. Anstrengend war es allerdings auch. So da\u00df ich jetzt m\u00fcde und ersch\u00f6pft bin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von meinem Mini-Privatworkshop mit Stephan Teichgr\u00e4ber, wo es heute, um die Frage ging, ob &#8220;ein Zimmer, das ein Fenster \u00f6ffnet&#8221; eine Metapher ist, bin ich zur Er\u00f6ffnung der elften &#8220;Buch-Wien&#8221;, gefahren. 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