{"id":6686,"date":"2011-04-25T00:15:11","date_gmt":"2011-04-24T22:15:11","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6686"},"modified":"2011-04-25T00:15:11","modified_gmt":"2011-04-24T22:15:11","slug":"personliche-fragen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6686","title":{"rendered":"Pers\u00f6nliche Fragen"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt die Besprechung des 1997 in der rororo Reihe &#8220;neue Frau&#8221; erschienenen Roman &#8220;Pers\u00f6nliche Fragen&#8221; der 1935 in Helsinki geborenen finnland-schwedischen Autorin M\u00e4rta Tikkanen, die ich von ihrem 1975 erschienenen feministischen Roman &#8220;Wie vergewaltige ich einen Mann&#8221; mit dem sie ber\u00fchmt geworden ist, kenne. \u00dcber  dieses Buch haben wir im Arbeitskreis schreibender Frauen gesprochen, ich habe es mir gekauft und in den Siebzigerjahren gelesen. Es d\u00fcrfte mich so beeindruckt haben, da\u00df ich mir den Namen der Autorin merkte und als vor zwei Jahren bei Thalia in der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/07\/07\/bucher-bucher\/\"> Kremsergasse einen Abverkauf<\/a> gab, die &#8220;Pers\u00f6nlichen Fragen&#8221; kaufte. Jetzt bin ich ein bi\u00dfchen ratlos, denn es ist ein sehr poetisch geschriebener Roman, in dem auf Seiten, wo oft nur wenige S\u00e4tze in verschiendenen Abs\u00e4tzen stehen, zwei Geschichten ineinander vermengt werden, die der Journalistin  Anna Ci zu einem \u00e4lteren Mann, einem Starreporter, von dem sie offenbar w\u00e4hrend seiner Abreise in sechsundsechzig Tagen schreibt, tr\u00e4umt, monologisiert, spricht etc und der ihres Vaters, der vor zwanzig Jahren, als sie ein kleines M\u00e4dchen war, starb, bzw. von einem Elch \u00fcberfallen wurde, sein Grab wird nicht mehr gepflegt und als Anna Ci dem nachgeht, kommt sie heraus, da\u00df es eine Kabaretts\u00e4ngerin namens C\u00e4cilia gab, inzwischen eine \u00fcber siebzigj\u00e4hrige Frau, die den Auftrag zu der Grabpflege gab und pl\u00f6tzlich einstellte, es gibt auch eine Mutter, die in einem Altersheim lebt und zu der offenbar die Tochter, als auch der Vater ein eher schlechtes Verh\u00e4ltnis haben, bzw. hatten. Dann gibt es ein Haus in den Sch\u00e4ren, in dem der Vater, der Architekt war, lebte und das Anna Ci, der es nun geh\u00f6rt aufsucht und in den Spuren des Vaters forscht&#8230;<br \/>\nDas ganze ist in drei Teilen geschrieben, zumindestens habe ich es mir so interpretiert. Der erste tr\u00e4gt die \u00dcberschrift &#8220;Ich will nicht mehr wollen als du&#8221;, der spielt auf achtundachtzig Seiten in dreiundsechzig Tagen, da erf\u00e4hrt man etwas von Anna Cis journalistischen Leben, ihre Begegnung mit dem Mann, ihre Besuche bei der Mutter etc.<br \/>\nDer zweite Teil &#8220;Da kamen wir durch dieses lange Jahr&#8221;, hat \u00fcber hundert Seiten, keine \u00dcberschriften aber verschiedene Ich-Monologe und Erz\u00e4hler und handelt sowohl von Anna Ci als auch die Beschreibung der Beziehung  des Vaters zu C\u00e4cilia.<br \/>\nDer dritte Teil ist der k\u00fcrzeste &#8220;Bald w\u00e4re es f\u00fcr alles zu sp\u00e4t&#8221;. Auf sechs Seiten wird von  der Nacht zum vierundsechzigsten Tag und dem sechsundsechzigsten  erz\u00e4hlt. Dazwischen steht &#8220;Du bist gekommen&#8221; und das Buch endet mit den S\u00e4tzen &#8220;Er zog mich an sich, er sagte er wolle ein Kind mit mir haben. Da bat ich ihn zu gehen. Er ging, und nichts w\u00fcrde geschehen.&#8221;<br \/>\n&#8220;In einem \u00fcberraschend neuen Ton erz\u00e4hlt M\u00e4rta Tikkanen von dem Balanceakt zwischen N\u00e4he und Einsamkeit, beruflicher und emotionaler Selbstverantwortung, vom Kampf des Behehrens gegen die Unm\u00f6glichkeit&#8221;, steht auf der Buchr\u00fcckseite und in der einzigen Rezension, die man im Internet findet, schreibt Uwe Lorenz &#8220;Die Pers\u00f6nlichen Fragen  drehen sich wieder um Tikkanens Haupthema, um die Liebe zwischen den Geschlechtern und die Liebe zwischen Eltern und Kindern und die Unm\u00f6glichkeit, Liebe in  voraussetzungsloser Absolutheit und Ebenb\u00fcrtigkeit zu leben&#8221;<br \/>\nMir waren die kurzen poetischen S\u00e4tze zu abstrakt und unverst\u00e4ndlich, da ich eine bin, die sich an Handlungen klammert, habe ich mich oft nicht ausgekannt, nicht gewu\u00dft, wer spricht jetzt eigentlich und was wird erz\u00e4hlt?<br \/>\n&#8220;W\u00e4hrend die junge Journalistin  Anna Ci sich mit einer unerlaubten, bedrohten Liebe qu\u00e4lt, entdeckt sie eine weitere, lang zur\u00fcckliegende Geheimliebe, die ihres Vaters zu der Kabaretts\u00e4ngerin Cecilia, die ebenso von hastigen, heftigen Begegnungen und Phasen  des Schweigens bestimmt war&#8230;&#8221;, erkl\u00e4rt mir der Buchumschlag. Nun ja, das habe ich verstanden. M\u00e4rta Tikkanen k\u00f6nnte man sagen, braucht dazu zweihundertsechzehn Seiten und erz\u00e4hlt in sehr sch\u00f6nen poetischen Worten viel mehr und auch viel weniger, weil sie es so unverst\u00e4ndlich tut, da\u00df sich die Leserin nicht auskannte.<br \/>\nDazu kommt noch, da\u00df das Buch in Schwedisch oder Finnisch, auch das ist mir nicht ganz klar, geschrieben und von Verena Reichel \u00fcbersetzt wurde und wenn man bei Wikipedia nachschaut, findet man auch nicht sehr viel mehr Erkil\u00e4rungen.<br \/>\nDie auf Deutsch erschienenen B\u00fccher sind offenbar in der von Angela Praesent und Gisela Kahl herausgegebenen rororo Reihe neue Frau erschienen, von denen ich einige gelesen habe und die einige interessante feministische Autorinnen bekannt machte, bzw. nach Deutschland und nach \u00d6sterreich brachte.<br \/>\nBei diesem Roman bleibe ich etwas ratlos z\u00fcr\u00fcck, die Sprache war sehr sch\u00f6n und poetisch, beim Inhalt habe ich mich nicht recht ausgekannt, bzw. wei\u00df man ohnehin, da\u00df  das Frauen und M\u00e4nnern passieren kann, viel w\u00e4rmer bin ich mit den Protagonisten nicht geworden, sind sie mir doch seltsam fern und abstrakt geblieben und bei google findet man die eine Rezension  zwischen  verschiedene Angeboten das Buch zu kaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt die Besprechung des 1997 in der rororo Reihe &#8220;neue Frau&#8221; erschienenen Roman &#8220;Pers\u00f6nliche Fragen&#8221; der 1935 in Helsinki geborenen finnland-schwedischen Autorin M\u00e4rta Tikkanen, die ich von ihrem 1975 erschienenen feministischen Roman &#8220;Wie vergewaltige ich einen Mann&#8221; mit dem &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6686\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-6686","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6686"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6686\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}