{"id":6712,"date":"2011-04-27T22:09:41","date_gmt":"2011-04-27T20:09:41","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6712"},"modified":"2011-04-27T22:09:41","modified_gmt":"2011-04-27T20:09:41","slug":"dichtfest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6712","title":{"rendered":"Dicht-Fest"},"content":{"rendered":"<p>Dicht-Fest ist eine von Christine Huber moderierte GAV-Lyrik Reihe, die es schon lange  in der Alten Schmiede gibt, da ich aber kein so besonderer Lyrikfan bin, bin ich noch nicht oft dort gewesen. An zwei Mal kann ich mich erinnern und einmal ist es auch im Gefl\u00fcster kurz <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/24\/bachmannlesen-und-dichtfest\/\">notiert <\/a> und da ich ja, seit ich meinen Blog betreibe, m\u00f6glichst umfassend berichtet will, bin ich heute hingegangen und habe sowohl im Publikum, als auch bei den Vortragenden einige Bekannte  getroffen. Hat Christine Huber ja f\u00fcr die Veranstaltung nicht gendergerecht verteilt oder doch, wie sie in ihrer Einleitung betonte, drei M\u00e4nner und drei Frauen ausgesucht. Und da hat es mit Regina Hilber begonnen, deren Namen ich von der &#8220;Zeilenspr\u00fcnge &#8211; Junge Literatur aus \u00d6sterreich&#8221; &#8211; Reihe des Literaturhauses kenne und dann hat sie auch im Vorjahr bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/08\/35-jahre-freibord\/\">Freibord Festveranstaltung<\/a> gelesen, eine 1970 geborenen Autorin, die ihren in der Edition Thurnhof erschienenen Gedichtband, &#8220;im schwarzen bl\u00fchen die sch\u00f6nsten farben&#8221; vorstellte, der w\u00e4hrend eines Slowenien Aufenthaltes im Herbst entstanden ist und daher Gedichte enthielt, die sich darauf bezogen.<br \/>\nDie zweite Autorin Gertrude Maria Grossegger kannte ich noch nicht, obwohl Christine Huber erw\u00e4hnte, da\u00df sie schon mehrmals beim Dicht-Fest gelesen hat, sie las aus  &#8220;Bruchst\u00fccke&#8221;, die in dem Band&#8221; J\u00fcdische Friedh\u00f6fe in der Steiermark&#8221; enthalten sind, in dem es um Sterben, Gr\u00e4ber und dem Tod ging.<br \/>\nDie dritte Autorin, die 1948 geborene Elfriede Kehrer, war mir ebenfalls unbekannt, bei ihrem bei Skarabaeus erschienenen Band &#8220;sch\u00e4rfe die schatten&#8221;  handelt es sich, wie Christine Huber betonte, um Texte die nur um aus einer Zeile bestehe, &#8220;ein Gedicht ist etwas mit viel wei\u00dfen Rand herum&#8221;, definierte sie und erz\u00e4hlte, da\u00df die Autorin mit der Zusage gez\u00f6gert h\u00e4tte, kann man aus diesem Band \u00fcberhaupt dreizehn Minuten lesen, sie w\u00fcnschte sich Musik dazu, Christine Huber entschied sich sich f\u00fcr das Schweigen, als Kontrast zwischen den Zeilen, die Musik kam dann schon vorher aus nicht abgeschalteten Handies und Elfriede Kehrers Einzeiler, die sie mit leiser Stimme vortrug, erwiesen sich als sehr starke Texte, von denen ich viele mitgeschrieben habe, jetzt aber nicht mehr lesen kann.<br \/>\n&#8220;An jenem Tag an dem sie sich auslieferte, sang eine Lerche&#8221;, kann ich gerade noch entziffern oder &#8220;Halte die H\u00e4nde mir in den Morgen&#8221; &#8211; &#8220;Meine Zweifel w\u00e4hrend die Beeren reifen&#8221;.<br \/>\nDann kam eine Pause in der ich Gerhard Jaschke, Nils Jensen, Herbert J. Wimmer entdeckte und mich mit Hermann J. Hendrich, neben dem ich meinen Platz hatte, ein wenig unterhielt. Ich \u00fcberlegte auch kurz ob ich ihn nicht fragen soll, seinen Band &#8220;daneben&#8221;, aus dem er sp\u00e4ter las, mit einem meiner B\u00fccher zu tauschen, aber ich ecke damit ja manchmal an, habe viele noch nicht gelesene Gedichtb\u00e4nde und auch Hermann J. Hendrichs &#8220;Gesammelte Texte&#8221;, die in der Edition die Donau hinunter erschienen sind.<br \/>\nVorher hat  noch Thomas Havlik gelesen und den sehe ich ja gelegentlich bei Veranstaltungen und GAV-Sitzungen, er publiziert bei etcetera,  veranstaltet dort auch die Poetry Slams und tritt bei den Podium<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/03\/lockstoff\/\"> Lockstoff<\/a> Veranstaltungen immer sehr erfolgreich auf. Diesmal las er aus einem Manuskript namens der &#8220;Kassettenspieler&#8221;, das Texte enthielt, die teilweise schon im etcetera und im Freibord erschienen sind, aber noch erg\u00e4nzt und erweitert werden. Wieder sehr starke Texte. Thomas Hlavik ist sicher ein starkes Talent, das wie ich aus dem Alten Schmiede Programm zitiere &#8220;zahlreiche Techniken nutzt, um die M\u00f6glichkeiten des Gedichts auszuloten: Neologismen, mit Anagrammen bereicherte Zeilen, thematisch verortet: Alltag, Zeitungsmeldungen Surreales (im bresten Sinn)&#8221;, h\u00f6chst beeindruckend.<br \/>\nDen letzten Autor,Gerhard Altmann habe ich auch schon geh\u00f6rt, n\u00e4mlich bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/04\/02\/lex-list-12\/\">lex liszt 12 Festveranstaltung<\/a> im Literaturhaus vor zwei Jahren, da gibt es sogar ein Foto von ihm. Ich wei\u00df nicht mehr, ob es derselbe lex liszt Band ist, aus dem er gelesen hat, da &#8220;w\u00f6rterberg&#8221; aber 2010 erschienen ist, kann das eigentlich nicht sein, obwohl der Autor, der seine Lesung ausf\u00fchrlich kommentierte, meinte, da\u00df er seine Lesungen immer mit demselben Gedicht beginnt und dann einen Weinbauer-Rap vortrug, der mir bekannt erschien. Gerhard Altmann bedankte sich auch sehr f\u00fcr die Einladung und meinte, da\u00df er, der in Wien Germanistik studiert hat, dort immer gern gelesen h\u00e4tte, weil er auf der Uni lernte, da\u00df das die sp\u00e4ter bekannten Autoren machen, in den Manuskripten pulizieren und in der Alten Schmiede lesen, er meinte auch, da\u00df Andreas Okopenko, der mit seinem Onkel befreundet war, ihm empfohlen h\u00e4tte, seine Texte hinzuschicken, es h\u00e4tte aber jetzt erst geklappt und da ist mir eingefallen, da\u00df die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/11\/tag-der-zivilcourage-und-fest-fur-andreas-okopenko\/\">Andreas Okopenko Festveranstaltung<\/a>, bei der ich den Dichter, der ja kurz darauf <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/28\/zum-tod-von-andreas-okopenko\/\">gestorben<\/a> ist, das<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/07\/15\/grinzinger-friedhof\/\"> letzte Mal<\/a> gesehen habe und die ich fast vers\u00e4umt h\u00e4tte, auch ungef\u00e4hr vor einem Jahr war, so da\u00df ich auch da verlinke und die Gender Dicht-Fest Veranstaltung mit den drei M\u00e4nnern und den drei Frauen, war wieder ein breiter Bogen durch die zeitgen\u00f6ssische Lyrik, auch wenn man sich, wie ich, als realistische Romanschreiberin, gar nicht so besonders f\u00fcr Lyrik interessiert, kommt man nicht darum herum und lernt auch viel dabei. Hermann J Hendrichs f\u00fcnfundsiebzig  Gedichte habe ich noch vergessen zu erw\u00e4hnen, geben eine umfassende Zusammenstellung seines Lebenswerks sind sie ja zwischen 1957 und 2006 entstanden, wie Christine Huber erkl\u00e4rte und man sollte vielleicht wirklich mehr Gedichte lesen oder \u00f6fter zu den Dicht-Festen in die Alte Schmiede gehen&#8230; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dicht-Fest ist eine von Christine Huber moderierte GAV-Lyrik Reihe, die es schon lange in der Alten Schmiede gibt, da ich aber kein so besonderer Lyrikfan bin, bin ich noch nicht oft dort gewesen. 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