{"id":6911,"date":"2011-05-09T22:47:47","date_gmt":"2011-05-09T20:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6911"},"modified":"2011-05-09T22:47:47","modified_gmt":"2011-05-09T20:47:47","slug":"die-enten-die-frauen-und-die-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6911","title":{"rendered":"Die Enten, die Frauen und die Wahrheit"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_6913\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110509-204516.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6913\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110509-204516.jpg?w=198\" alt=\"Katja Lange-M\u00fcller, Eva Jancak\" title=\"Katja Lange-M\u00fcller, Eva Jancak\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-6913\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6913\" class=\"wp-caption-text\">Katja Lange-M\u00fcller, Eva Jancak<\/p><\/div>\n<p>&#8220;Katja Lange-M\u00fcllers Erz\u00e4hlungen sind Kabinettst\u00fccke der genauen Beobachtung&#8221;, steht im Literaturhausprogramm und Erz\u00e4hlungen waren offenbar auch das Thema des Seminars das Katja Lange M\u00fcller den Studenten der Sprachkunst heute bei einem Seminar gehalten hat und die hat sie dann am Abend bei der allgemein zug\u00e4nglichen \u00f6ffentlichen Lesung im Literaturhaus gelesen. Vielleicht weil das Wetter so sch\u00f6n war, vielleicht auch aus anderes Gr\u00fcnden, sind  gar nicht zu viele Leute zu der Lesung, der 1951 in Ostberlin geborenen Schriftstellerin gekommen. Das Literaturhausteam stand mit der Autorin aber schon vorm Eingang, als ich zehn vor sieben vom B\u00fccherschrank gekommen  bin. Ich habe mich eine Weile mit der lieben Bibiane unterhalten, bevor JuSophie auf mich zugekommen ist, die ich ja im J\u00e4nner bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/\">Studentenlesung<\/a> im Literaturhaus kennenlernte. Ein paar der Studenten sind schon in der letzten Reihe gesessen, sonst ist es aber sehr leer gewesen, bis irgendwann Anita C. Schaub und noch sp\u00e4ter Gustav Ernst gekommen sind, was gut war, denn den wollte ich ja schon  lange zu seinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/11\/beste-beziehungen\/\">&#8220;Besten Beziehungen&#8221;<\/a> etwas fragen und so wei\u00df ich jetzt, da\u00df er nur gute Rezensionen zu seinem Buch erhielt und es den Amoklauf mit dem das Buch endet, wirklich gegeben hat. Katja Lange-M\u00fcller kenne ich auch schon lang, ich glaube mich zu erinnern, da\u00df ich in der Zeitschrift &#8220;Brigitte&#8221;, als ich noch in der Otto Bauergasse wohnte, von ihr und ihrem ihrer ersten Romane etwas gelesen habe und auch, da\u00df sie das Buch in Westdeutschen Kaufhauscafeterien geschrieben hat. Katja Langen-M\u00fcller ist laut Wikipedia 1984 nach West-Berlin ausgereist und hat 1986 den Bachmannpreis gewonnen, meiner Erinnerung nach, w\u00e4re das schon in den Siebzigerjahren gewesen, aber Erinnerungen k\u00f6nnen t\u00e4uschen und ich habe bis 1988 die Wohnung in der Otto Bauergasse gehabt und bin in dieser Zeit sicher auch noch ins Cafehaus gegangen, denn an das Cafe Ritter erinnere ich mich auch. &#8220;Kasper Mauser&#8221; und &#8220;Wehleid &#8211; wie im Leben&#8221;, habe ich jedenfalls in Harland stehen und wahrscheinlich auch gelesen und ich erinnere mich auch an einen Erz\u00e4hlband und an eine Alte Schmiede Lesung vor mehr als zehn Jahren, den der Alfred f\u00fcr die Anna kaufte und eine Erz\u00e4hlung, wo eine Frau in einem Kaufhaus etwas klaut und dann vom Wachmann nackt in eine Toilette eingesperrt wird. Dann erinnere ich mich an eine Lesung in der Hauptb\u00fccherei, die wahrscheinlich 2007 war, wo es um, die ersten Texte ging, da hat Katja Lange-M\u00fcller, die sehr extrovertiert zu sein scheint, viel von ihrem Studium am Johannes R. Becher Institut, das sie irgendwie aus Verlegenheit machte, erz\u00e4hlt, ich habe die &#8220;B\u00f6sen Schafe&#8221; f\u00fcr den Alfred gekauft, der sie der Ute nach Leipzig mitbrachte und signieren lassen und sie zeichnete eine Ratte hinein, was sie auch heute \u00f6fter tat. Dann kam diese Les.Art Literaturhaussendung, wo man &#8220;Wunschloses Ungl\u00fcck&#8221; hinausschreien mu\u00dfte, Christa Nebenf\u00fchr hat es getan und  &#8220;Die b\u00f6sen Schafe&#8221; gewonnen.<br \/>\nIch habe Katja Lange-M\u00fcller  wieder <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/11\/09\/geteiltes-wochenende\/\">2008 im Literaturhaus<\/a> gesehen, als sie als einzige Jurorin f\u00fcr den Erich Fried Preis Alois Hotschnig ausgew\u00e4hlt hat, den sie in ihrer Einleitung den Studenten als begnadeten Erz\u00e4hler pries, dann hat sie losgelesen mit einem Gedicht \u00fcber Berlin und verschiedene Erz\u00e4hlungen, die alle viel von Berlin berichteten. Eine der \u00e4ltesten war wohl die vom &#8220;Schweineladen&#8221;, wo sie das Viertel schildert, wo das Becher Institut, der Verlag Volk und Welt und noch ein paar Ost-Idyllen zusammenlagen und &#8220;Toter Winkel&#8221; genannt wurde, dorthin geht sie nach einem Nachdienst im Krankenhaus einkaufen, kauft ein paar Flaschen ungarischen Rotwein und beobachtet einen ranghohen DDR Polizisten beim K\u00e4sestehlen. Die Titelgeschichte &#8220;Die Enten, die Frauen und die Wahrheit&#8221; war auch dabei, dabei beobachtet die Erz\u00e4hlerin, wie ein Erpel eine tote Ente fikt und alle unterhalten sich und stellen Mutma\u00dfungen dar\u00fcber an. &#8220;Was war ist mu\u00df nicht gerecht sein&#8221; oder so \u00e4hnlich lautete der letzte Satz. Es gab noch eine Geschichte \u00fcbers Schwammerlsuchen, was ja in Berlin Pilze sammeln hei\u00dft, die Ich Erz\u00e4hlerin f\u00e4hrt mit lauter Leuten, die K\u00f6rbe und ein Messer mithaben mit der S-Bahn an den Stadtrand, findet mit einem Mann ein paar Pilze, wirft sie aber weg, bevor sie mit ihm auf ein Bierchen geht. Das Trinken und die Kneipen spielen in den Texten eine gro\u00dfe Rolle, aber auch die Tiere, die Enten, die Erpel, die M\u00e4use, die Schafe und die Ratten und am Schlu\u00df kam noch ein Text aus einem Erz\u00e4hlband, den Katja Lange-M\u00fcller gerade zusammenstellt, in dem es um Institutionen geht, die gerade verschwinden. Robert Huez verwies auf den B\u00fcchertisch, auf dem man einige der Erz\u00e4hlb\u00e4nde und auch den Roman &#8220;B\u00f6se Schafe&#8221; kaufen konnte. Ottwald John hat ein Buch f\u00fcr Rolf Schwendter gekauft und die Ratte Alfred gezeigt. Ich habe mich lange mit Anita C. Schaub \u00fcber den <a href=\"http:\/\/ohrenschmaus.net\/\">&#8220;Ohrenschmaus&#8221;<\/a> unterhalten und bin mit dem Alfred fast allein bei der Bibiane mit dem Glas Rotwein gestanden, weil alle anderen drau\u00dfen rauchen waren. Die Autorin ist aber zur\u00fcckgekommen, um in das G\u00e4stebuch eine Ratte zu zeichnen, sie zeichnet gerne Ratten, aber auch andere Tiere, hat sie mir erz\u00e4hlt, als ich sie nach Kerstin Hensel fragte, die ja auch in Berlin lebt und sie war auch so freundlich sich mit mir fotografieren zu lassen, so da\u00df ich im Literaturgefl\u00fcster etwas Besonderes anbieten kann und der Abend  hat auch mich angeregt \u00fcber meine ungelesenen Erz\u00e4hlb\u00e4nde nachzudenken. Ich lese Erz\u00e4hlungen ja nicht so gern, weil sie mir zu kurz sind, sammle aber eifrig die B\u00e4nde, so da\u00df ich einiges aufzulesen habe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Katja Lange-M\u00fcllers Erz\u00e4hlungen sind Kabinettst\u00fccke der genauen Beobachtung&#8221;, steht im Literaturhausprogramm und Erz\u00e4hlungen waren offenbar auch das Thema des Seminars das Katja Lange M\u00fcller den Studenten der Sprachkunst heute bei einem Seminar gehalten hat und die hat sie dann am &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6911\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-6911","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6911"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6911\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}