{"id":6968,"date":"2011-05-14T00:49:38","date_gmt":"2011-05-13T22:49:38","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=6968"},"modified":"2011-05-14T00:49:38","modified_gmt":"2011-05-13T22:49:38","slug":"von-den-pennern-zu-den-festwochen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6968","title":{"rendered":"Von Pennern und den Festwochen"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag den 13. ging es los, <a href=\"http:\/\/literaturblog-duftender-doppelpunkt.at\/2011\/05\/13\/wir-rufen-auf-heute-ist-es-soweit\/\">der duftende Doppelpunkt<\/a> hatte es schon angek\u00fcndet, S\u00e4cke gebastelt, B\u00fccherp\u00e4ckchen geschn\u00fcrrt und den sechsten Teil der literarischen Wanderung so intensiv gemacht, da\u00df ich gepasst habe und in den Texten der Anthologie nicht nachgez\u00e4hlt habe, wo \u00fcberall die Worte &#8220;Aufruf&#8221; &#8220;Fleischwolf&#8221; etc vorkommen. Habe ich ja ohnehin schon den ersten Teil der Anthologie gewonnen. Der zweite &#8220;Wir rufen auf! Penner, Fleischw\u00f6lfe und arbeitsscheues Gesindel!&#8221;, wurde um 18 Uhr im Lesesaal der AK Bibliothek f\u00fcr Sozialwissenschaften vorgestellt, dort war ich schon vor einem Jahr, bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/20\/bibliothek-ungelesener-bucher\/\">Bibliothek der ungelesenen B\u00fccher<\/a> mit Julius Deutschbauer und Ilse Kilic und habe auch gleich eine literarisch interessierte Krankenschwester getroffen, bei der ich einmal Supervision machte. Das zum Wechsel meiner Rollen und Austausch meiner zwei Identit\u00e4ten, das passiert mir ja manchmal, da\u00df ich bei literarischen Veranstaltungen Leute treffe, die von Supervisionen etc kenne und manchmal sprechen mich auch Psychotherapeuten an und diesmal hat es auch gepasst, ist es ja um die Arbeitswelt gegangen.<br \/>\nGerald Grassl hat die Zeitschrift &#8220;Tarantel&#8221; verteilt, nach der in einem von Petra \u00d6llingers Gewinnspielen gefragt wurde, Werner J. Gr\u00fcner hat sich neben mich gesetzt und ein Herr vom ORF hat er\u00f6ffnet und den duftenden Doppelpunkt und seine Atthologie  vorgestellt. Und das ist ja ein bi\u00dfchen kompliziert, den Blog gibt es seit 1. Mai 2005, also schon sehr lange und zum ersten Geburtstag ist Petra \u00d6llinger und Georg Schober, der Literaturpreis zum Thema &#8220;Arbeitswelt&#8221; eingefallen, was, das habe ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/19\/osterferien\/\">schon<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/05\/aus-der-schonen-neuen-welt\/\"> geschrieben<\/a>, eine sehr wichtige Intitiative ist, geht meiner Meinung ja das realistische Schreiben im Literaturbetrieb unter und die beiden Standbeine, die es gab, den Max von der Gr\u00fcn Preis der O\u00d6 Arbeiterkammer und den Luitpold Stern Preis gibt es schon lange nicht mehr.<br \/>\nBei Beiden habe ich regelm\u00e4\u00dfig mitgemacht, beim Max von der Gr\u00fcn Preis wurde ich zweimal zu einer Schreibwerkstatt eingeladen, im Jahr 1887, ich bin gerade von der HNO-KLinik weggegangen, habe ich teilgenommen und einer der Juroren hat mir gefl\u00fcstert, da\u00df ich mit meinem &#8220;Slavica&#8221;-Text fast gewonnen h\u00e4tte. Sehr tr\u00f6stlich, das habe ich  nur dreimal beim Luitpold Stern Preis in Wien, 2000, 2003 und 2005, wenn ich mich nicht irre, dann kam der BAWAG-Skandal, in deren Folge die Gewerkschaft den Preis einstellte, bevor sie das aber tat, hat sie mich 2000  in ihre Schreibwerkstatt eingeladen, die vierzehnt\u00e4gig im Palais Strudlhof, das jetzt ein Hotel ist, unter der Leitung von Eveline Haas stattfand, zu der ich sehr gerngegangen bin und dort auch Petra \u00d6llinger kennenlernte. Auf deren duftenden Doppelpunkt, bin ich schon fr\u00fcher gesto\u00dfen, habe aber l\u00e4nger nicht mehr hineingeschaut und bin erst durch  das sechsteilige Gewinnspiel wieder hingekommen und finde diese Inititative sehr l\u00f6blich.  Georg Schober hat die AK Bibbliothek vorgestellt, die 1922 gegr\u00fcndete wurde, einige bedeutende sozialistische Bibliotheken, darunter die Viktor Adlers aufkaufte, im Faschismus einen Teil ihrer B\u00fccher  verlor, 1960 in ein neues Haus zog, das 2006 renoviert wurde und seit 2008 AK-Bibliothek  f\u00fcr Sozialwissenschaften hei\u00dft und mir schon deshalb bekannt ist, weil der Karli, Alfreds bester Freund, dort Bibliothekar ist. Zu dem Wettbewerb ist zu sagen, da\u00df es diesmal ein bestimmtes Thema gab, da\u00df die Teinahme niederschwellig ausgerufen wurde, also alle die noch keine eigenst\u00e4ndige Publikation hatten, teilnehmen konnten, da w\u00e4re ich schon ausgeschlossen gewesen, zweihundert haben sich beteiligt, offenbar auch viele aus Deutschland, zehn Texte wurden in einer ersten Stufe ausgew\u00e4hlt, die bekamen einen Tutor und erarbeiteten mit ihm einen Text,  die vier Preistr\u00e4ger mit ihren vier Tutoren wurden vorgestellt.<br \/>\nInteressante Texte und interessante Leute, wie Dr. Klaus Unterberger vom ORF launig erkl\u00e4rte, einen der zwei dritten Preise hat zum Beispiel eine sehr selbstbewu\u00dfte Bankerin gewonnen, sie hat eine sehr beeindruckende Entlassung im Finanzjargon beschrieben. Ihr Tutor war ein ehemaliger Lehrer, dessen Text &#8220;Fristlos&#8221; nach einer wahren Geschichte schildert, wie eine Kassierin vom Kaufhausdetektiv beim Stehlen erwischt wird, fristlos entlassen werden soll, aber sie ist bei der Gewerkschaft und ihr Freund, ebenfalls ein Kaufhausdetektiv, beseitigt das Beweismaterial. Alfred Ciperas &#8220;Zwischent\u00f6ne&#8221; schildert im Dialekt die Mulitkultigesellschaft der Arbeitswelt und die Tutorin Barbara Finke-Heinrich &#8220;Ausz\u00fcge aus ihrem Pflegetagebuch&#8221;. Dann kam eine Clownin und Feuerschluckerin mit einem Text namens &#8220;zerschnipselt,&#8221; wo aus Ersatzst\u00fccken und Werbetexte eine Zugfahrt geschildert wird. Ja richtig, das habe ich vergessen, das Thema war &#8220;Arbeitswelt und Sprache&#8221;, so ist vieles sehr kunstvoll gewesen, wie beispielsweise der Tutorentext &#8220;Marketing&#8221;, der von einer Steuerberaterin kam. Da hat eine Frau ein Date mit einem Mitarbeiter und sie geht es bilanztechnisch an, als Risikofaktor und high bzw. flate rate, wie gut, da\u00df  der letzte Satz der beratenden Freundin &#8220;Mu\u00df Liebe sch\u00f6n sein!&#8221; laute.<br \/>\nDer erste Preistr\u00e4ger war ein Mann namens Sven K\u00f6ther. Sein Text hie\u00df &#8220;Die Frechheit&#8221; und schlo\u00df thematisch an, da wird eine Verkaufsabteilung neu \u00fcbernommen, der neue Chef will alles besser machen und verwendet dabei lauter englische Floskeln, so da\u00df der Protagonist ihn mit einer Pistole besucht und als letzten Satz &#8220;Reden Sie Deutsch!&#8221;, zu ihm sagt.<br \/>\nNachher gabs die Preisverleihung, die Preistr\u00e4ger bekamen die gebastelten S\u00e4cke, B\u00fccherpakete und eine Ukunde. Ein Buffet der technisch gewerblichen Abendschule, Br\u00f6tchen und in Schokolade getunktes Obst, ein bi\u00dfchen Smalltalk mit Petra \u00d6llinger und weil es so fr\u00fch begonnen hat, war nicht nur Zeit f\u00fcr die Festwochener\u00f6ffnung am Rathausplatz, es ist sich sogar noch ausgegangen ins Museumsquartier zu schauen, wo gerade ein B\u00fccherflohmarkt zugunsten Japans stattfindet. Eine diese seltsamen Aktionen, die Verlage spenden B\u00fccher, die man um einen bis drei Euro kaufen kann und der Erl\u00f6s soll den Erdbebenopfern helfen. Nun gut, zum Normalpreis w\u00fcrde ich sie nicht kaufen und neue B\u00fccher um drei Euro sind sehr g\u00fcnstig, obwohl die Buchhandlung Kuppitsch dem offenen B\u00fccherschr\u00e4nken eine Kollektion gespendet hat und da bin ich gestern offenbar richtig gewesen und habe einen der Wien Krmins von Gerhard Loibelsberger und &#8220;Drei starke Frauen&#8221; von Marie NDiaye, 2010 bei Suhrkamp erscheinen, erwischt.<br \/>\nLeselustfrust hat den Flohmarkt auf ihren Blog  sehr enthusiastisch angek\u00fcndigt,  dann war es halb so schlimm,  ein paar Restposten auf langen Tischen, die Autoren an der Kasse schon weg, aber Helmut Schneider von Wien live, die das Ganze offenbar veranstaltet, hat mir die B\u00fccher verkauft. Dan Lungu &#8220;Das H\u00fchnerparadies&#8221;, der ersten Teil einer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/05\/wie-man-eine-frau-vergisst\/\">Trilogie<\/a>, wo ich bei der Vorstellung von Teil II  vor zwei Jahren ich in der Hauptb\u00fccherei gewesen bin und mich Herwig Bitsche noch nicht nach dem Buch fragen traute, habe ich aber bekommen und eine sehr zerfledderte &#8220;Pastetenlust&#8221; von Pierre Emme, das Leselustfrust glaube ich,  einmal sehr begeistert besprochen hat und dann noch Xaver Bayers 2008 erschienenen Geschichtenband, den ich f\u00fcr die Buchpreisjury durchgesehen habe und einen Ludweig Fels, ebenfals bei Jung und Jung erschienen. Vier B\u00fccher um sieben Euro , wann ich die wohl lesen werde? Aber es war ja f\u00fcr eine gute Sache, kann ich mir einbilden und den Peter Handke habe ich ohnehin liegenlassen. Danach mit der U-Bahn, ab siebzehn Uhr gab es Freifahrt, zum Rathausplatz und da gab es auch ein Jubil\u00e4um, n\u00e4mlich &#8220;Sechzig Jahre Wiener Festwochen&#8221; Zu den Er\u00f6ffnungskonzerten am Rathausplatz gehe ich ja gerne, jetzt war ich zwar schon l\u00e4nger nicht, weil voriges Jahr wahrscheinlich gleichzeitig der Theodor Kramer Preis, vor zwei Jahren habe ich, aber glaube ich, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/09\/zwischen-den-festen\/\">berichtet<\/a> und es war interessant, n\u00e4mlich eine gro\u00dfe Chorvereinigung, mit diesmal drei Au\u00dfenb\u00fchnen, die \u00fcbertragen wurden, in Melk, Tirol und am W\u00f6rtersee. Dirk Stirmann hat moderiert, am Schlu\u00df haben alle Beethovens &#8220;Ode an die Freude gesungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag den 13. ging es los, der duftende Doppelpunkt hatte es schon angek\u00fcndet, S\u00e4cke gebastelt, B\u00fccherp\u00e4ckchen geschn\u00fcrrt und den sechsten Teil der literarischen Wanderung so intensiv gemacht, da\u00df ich gepasst habe und in den Texten der Anthologie nicht nachgez\u00e4hlt &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=6968\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-6968","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6968","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6968"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6968\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6968"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6968"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6968"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}