{"id":71402,"date":"2019-06-04T07:44:43","date_gmt":"2019-06-04T05:44:43","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=71402"},"modified":"2019-06-04T07:44:43","modified_gmt":"2019-06-04T05:44:43","slug":"die-schwestern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=71402","title":{"rendered":"Die Schwestern"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt der erste Teil von Alexej Tojstois Trilogie &#8220;Der\u00a0 Leidensweg&#8221;, die, wie in &#8220;Wikipedia&#8221; steht, &#8220;Am Beispiel einer Intellektuellen Familie ein Panaroma der russischen Gesellschaft vor, w\u00e4hrend und nach der Revolution&#8221; zeichnet.<\/p>\n<p>Sonst ist im Netz nicht sehr viel \u00fcber das Buch zu finden, w\u00e4hrend man\u00a0 \u00fcber den 1882 oder 83 geborenen und 1945 gestorbenen Alexej Tolstoi erfahren kann, da\u00df er ein Verwandter des ber\u00fchmten Lew war, in Paris und Deutschland gelebt und unter Stalin Todesurteile unterzeichnet und Schauprozessen beigewohnt hat.<\/p>\n<p>Der Dichter und seine Trilogie ist \u00fcber Stephans Teichgr\u00e4ber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/10\/04\/vom-revolutionsworkshop-zur-privatsammlung\/\">Revolutionsworkshop<\/a>, das ich nun schon das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/05\/22\/wieder-revolutionsworkshop-wieder-hauptbuecherei\/\">zweite Semester<\/a> besuche, zu mir gekommen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, das Buch hat Stephan Teichgr\u00e4ber in November ein einem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/11\/14\/revolutionsworkshop-mit-antiquariatsbesuch\/\">Antiquariat<\/a> gekauft und ich habe mich erst zum Lesen entschlossen, als ich Band drei in einer &#8220;Globus-Ausgabe&#8221; im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/05\/20\/theodor-kramer-fest\/\">Schrank gefunden<\/a> hat. Stephans Teichgr\u00e4bers Anthologie, dessen erstes Kapitel von Teil eins wir ja ungef\u00e4hr ein Semester lang gemeinsam mit Alexander D\u00f6blins Vierteiler \u00fcber das Jahr <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/02\/07\/november-1918\/\">1918<\/a> bearbeiteit haben, stammt aus dem &#8220;Verlag f\u00fcr fremdsprachige Literatur Moskaus&#8221; aus 1955, wurde von Mamililian Schick \u00fcbersetzt und ist\u00a0 sehr sch\u00f6n gestaltet.<\/p>\n<p>Die ersten Kapitel, die ich also schon sehr gut kannte, zeichnen ein Bild eines sehr dekadenten verkommenen Petersburg, in das der Dichter Bessonov des Nachts in der Kutsche f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Alles ist dekadent und l\u00fcstern aufgemacht. In dem Lokal &#8220;Roten Schellen&#8221;, sitzt eine Dichterin, die an <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/29\/poem-ohne-held\/\">Anna Achmatowa<\/a> erinnern k\u00f6nnte. In der &#8220;Philosophischen Gesellschaft&#8221; gibt es Vortr\u00e4ge und dort lernen wir auch Dascha, eine der Schwestern, ein neunzehnj\u00e4hriges M\u00e4dchen, Studentin, der Rechtswissenschaft, das bei der Schwester Katja und dem Schwager, einem Rechtsanwalt, lebt, kennen.<\/p>\n<p>Die Wohnung ist mit vielen futoristischen Gem\u00e4lden ausgestattet, denn die ein paar Jahre \u00e4ltere Schwester liebt es, sich mit moderner Kunst auszustatten. Es gibt auch jede Woche einen literarischen Salon und, da\u00df Katja ihren &lt;mann betrogen hat, erfahren wir auch sobald.<\/p>\n<p>Die flieht nach Paris, der Schwager an die Krim und Dascha begibt sich zuerst aufs Land zu ihrem Vater, der dort Arzt ist und sich zu Tode raucht, zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auf der Schiffsfahrt dorthin verliebt sie sich in den Ingenieur Telegin und, da\u00df das Ganze 1914 spielt, erfahren wir durch den Vater, der in der Zeitung von der Ermordung des \u00f6sterreichischen Thronfolgers in Sarajewo liest.<\/p>\n<p>Das l\u00f6st bekanntlich den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/12\/die-letzten-tage-der-menschheit\/\">ersten Weltkrieg<\/a> aus, Telegin wird eingezogen, Dascha l\u00e4\u00dft sich als Krankenschwester ausbilden, um die verwundeten Soldaten in Moskau zu pflegen. Katja, die aus Paris zur\u00fcckkehrt, tut es ihr gleich und Telegin ger\u00e4t in \u00f6sterreichische Kriegsgefangenschaft.<\/p>\n<p>Kommt aber zur\u00fcck und nun sind wir schon im Jahr 1917, wo die Revolution beginnt. Der Zar wird gest\u00fcrzt, die Dienstm\u00e4dchen gehen zu Dienstm\u00e4dchenversammlungen, der General erkl\u00e4rt den Soldaten, da\u00df sie ihm nun die Hand geben und nicht mehr &#8220;Zu Befehl!&#8221;, sagen m\u00fcssen und Katjas Mann kommt um.<\/p>\n<p>Sie findet schnell Ersatz f\u00fcr ihn und kehrt von Moskau nach Petrograd, wo\u00a0 inzwischen auch Dascha und Telegin\u00a0 \u00fcbersiedelt sind, zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Damit endet der erste Teil, den zweiten &#8220;Das Jahr 1918&#8221; m\u00fc\u00dfte ich mir von Stephan Teichgr\u00e4ber ausborgen, werde aber gleich zum &#8220;Tr\u00fcben Morgen&#8221; \u00fcbergehen, was dann wahrscheinlich nach der Revolution angesiedelt sein wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt der erste Teil von Alexej Tojstois Trilogie &#8220;Der\u00a0 Leidensweg&#8221;, die, wie in &#8220;Wikipedia&#8221; steht, &#8220;Am Beispiel einer Intellektuellen Familie ein Panaroma der russischen Gesellschaft vor, w\u00e4hrend und nach der Revolution&#8221; zeichnet. 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