{"id":72166,"date":"2019-06-30T11:44:43","date_gmt":"2019-06-30T09:44:43","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=72166"},"modified":"2019-06-30T11:44:43","modified_gmt":"2019-06-30T09:44:43","slug":"wieder-einmal-bachmannpreis-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=72166","title":{"rendered":"Wieder einmal Bachmannlesen"},"content":{"rendered":"<p>Ich verfolge ja ziemlich genau von Anfang an und das war, glaube ich, 1977, das Geschehen um den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/02\/bachmannpreisgefluster\/\">&#8220;Bachmann-Preis&#8221;<\/a>, zuerst mit dem, was ich aus der Zeitung in dem Fernsehen so nebenbei mitbekommen habe, zweimal habe ich, glaube ich, auch einen Text hingeschickt und versucht mich f\u00fcr eine Lesung zu bewerben. 1996 bin ich\u00a0 auf eigene Faust hingefahren, habe mich ins Studio gesetzt, mir die Lesungen angeh\u00f6rt und weil ich nicht akkreditiert war, die Texte nicht bekommen.<\/p>\n<p>Jetzt kann man sie sich ausdrucken und das Ganze im Fernsehen oder im Internet verfolgen,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/30\/traumtinte\/\"> was<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/27\/34-bachmannpreis\/\">ich<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/10\/bachmannpreisverleihung\/\">eigentlich<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/08\/den-bachmannpreis-gewinnen\/\"> jedes<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/07\/letztes-bachmannpreiskolloquium\/\">Jahr<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/07\/06\/klagenfurter-wettlesen\/\"> tue<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/07\/05\/neununddreisigstes-bachmannlesen\/\">und<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/07\/03\/der-vierzigste-bachmannpreis\/\"> heuer<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/07\/09\/wieder-einmal-bachmannpreis\/\">ein<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/07\/08\/zweiundvierzigstes-bachmannlesen\/\">bi\u00dfchen<\/a> Terminkollusion, den 1996 war der Wettbewerb noch in der letzten Juniwoche, dann wurde 2009 pder 2010 wegen der Fu\u00dfballmeisterschaften, die es da ja zeitgleich gibt, in den Juli verlegt.<\/p>\n<p>Jetzt ist es wieder in der letzten Juniwoche und die Er\u00f6ffnung fand auch nicht, wie \u00fcblich Mittwoch, um halb neun sondern schon, um halb sieben statt und da habe ich ja eigentlich in die &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221; zu einer Veranstaltung von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/11\/otto-stoessel-preis-an-andrea-grill\/\">Andrea Grill<\/a>, die ja auch einmal in Klagenfurt gelesen hat, gehen wollen und vorher war ich bei einem Vernetzungstreffen in der WGKK, das am Wienerberg von eins bis halb f\u00fcnf stattgefunden hat, dann h\u00e4tte ich eigentlich gedacht, als ich noch nicht wu\u00dfte, da\u00df es diesmal schon um halb sieben losgeht, fahre ich zum Karlplatz, kaufe mir dort Fahrscheine und mache mir ein bis zwei sch\u00f6ne Stunden, dann gehe ich in die &#8220;Gesellschaft&#8221; und dann nach Hause, um mir die Er\u00f6ffnung, was man ja kann, im Nachhinein anzusehen.<\/p>\n<p>Dann war ich aber nicht so sicher, ob ich das wirklich wollte, weil was mache ich zwei Stunden in der hei\u00dfen stadt, wenn das Gehen noch nicht so geht und ich auch keinen Kaffee trinken oder ein Eis essen will und mir eigentlich auch keine B\u00fccher kaufen will.<\/p>\n<p>Auf den Karlsplatz mit der U- Bahn fahren und mir Fahrscheine kaufen und dann \u00fcberlegen was ich mache, dachte ich, bin dann aber schon viel fr\u00fcher in den Bus gestiegen, der ja an der Kettenbr\u00fcckengasse h\u00e4lt oder das sollte, denn dann gab es eine Durchsage und der Bus ist die Pilgramgasse hinunter und nicht die Sch\u00f6nbrunnerstra\u00dfe gefahren und dort, wo ich eigentlich aussteigen wollte, war alles abgesperrt und im Oe24 live erfuhr ich kurz darauf, da\u00df es in der Sch\u00e4ffergasse Ecke Pressgasse, dort wo ich vorbeigehen h\u00e4tte m\u00fc\u00dfen, eine Gasexplosium gegeben hat, die derzeit, glaube ich, ganz Wien in Atem h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Also nach Hause, die Krongasse liegt ja ein wenig abseits, mich mit einem Campari Soda, den der Alfred gestern bei seinem Betriebsratfest geschenkt bekommen hat, in den Garten gesetzt.<\/p>\n<p>Zuerst, die von Klaus Kastberger, der ja auch in der Klagenfurter-Jury sitzt, herausgegebenen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/06\/13\/lese-auslese-mit-erdbeerbowle\/\">Fritsch-Tageb\u00fccher,<\/a> die ich gerade lese, gebloggt und mich abwechsend zum Oe24-livestream versucht in den Klagenfurt- livestream hineinzukommen, was dann kurz nach halb acht gelungen ist.<\/p>\n<p>Es gab die Er\u00f6ffnungsmusiik und dann die Begr\u00fc\u00dfungsreden von Karin Bernhard. Christian Ankowitsch moderierte, stellte die G\u00e4ste vor und begr\u00fc\u00dfte\u00a0 die B\u00fcrgermeisterin f\u00fcr ihre Er\u00f6ffnungsrede. Dann sprach eine 3-Satfrau, danach kamen die Preisstiftenden Privatsponsoren von der PSK-Bank und der Kelag und wurden vom Moderator ausgefragt.<\/p>\n<p>Der Klavierspieler\u00a0 Karen Asatrian folgte und forderte die Anwesenden zum Mitsingen auf. Die Jury Stefan Gm\u00fcndner, Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Hildegard Keller, Michael Widerstein, Insa Wilke und der Jurysprecher Hubert Winkels marschierten auf, der Sprecher hielt seine Antrittsrede, dann wurden die Lesereihefolge ausgelost und mein Internet verschwand f\u00fcr eine Weile, so da\u00df ich erst wieder zur Festrede von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/10\/die-stunde-zwischen-frau-und-gitarre\/\">Clemens J. Setz,<\/a> der auch einmal in Klagenfurt gelesen hat und jetzt einen langen Bart tr\u00e4gt, die &#8220;Kayfabe und Literatur&#8221; hei\u00dft und man r\u00e4tseln konnte, was das hei\u00dft.<\/p>\n<p>Eines der Strache-Videos, wo der ehemalige Vizekanzler einer Familie \u00d6sterreicher ein fremdenfreies \u00d6sterreich zeigt, wird dabei zitiert und wer von den vierzehn Autoren, bei denen diesmal <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/06\/03\/montag-gefluester\/\">sechs \u00d6sterreicher<\/a> sind, von denen ich nur <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/22\/die-mittleren-vi\/\">Sarah Wipauer,<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/06\/26\/zwei-junge-maenner\/\"> Lukas Meschik<\/a> und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/03\/wir-ohne-wal\/\">Birgit Birnbacher<\/a> kenne, Morgen beginnen wird, werde ich erst sp\u00e4ter erfahren.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich erst zu Mittag, da ich morgen bis zw\u00f6lf Uhr Stunden habe und\u00a0 am Nachmittag noch ein paar, aber dazwischen werde ich mich wieder nach Klagenfurt schalten, um herauszubekommen, was f\u00fcr spannende Texte dort gelesen werden.<\/p>\n<p>Sarah Wipauer wird aber, was man auf der Seite sehen kann, morgen um elf die zweite sein. Christian Ankowitsch stellte seine Co Autorin Zita Bereuther vor und das eingeladene Festpublikum str\u00f6mte zum Buffet, w\u00e4hrend ich die Rede nachlesen und meine Texte korrigieren werde.<\/p>\n<p>Die erste Leserin am Freitagmorgen, ein undankbarer Lesetermin, wie ich denke, war die 1980 geborene in Berlin lebende Katharina Schultens, die auf Einladung von Insa Wilkens einen Romanauszug aus einem eher schiencefictionalen Text las.<\/p>\n<p>Dann folgte die 1986 in Wien geborene Sarah Wipauer, die ich vor einigen Jahren \u00fcber meinen Blog kennenlernte und die auch schon im Literaturkurs gelesen hat und auf deren Twitteraccaunt laut Wolfgang Tischer Klaus Kastberger aufmerksam wurde und sie daher mit ihrem Text, der von einem Gespenst, das durch den Weltall fliegt, zum Lesen einlud.<\/p>\n<p>Dann kam die 1974 in Z\u00fcrich geborene Silvia Tschui, die ein sehr witziges Vorstellungsfilmchen hatte, in dem erkl\u00e4rt wird, warum sie den Preis gewinnen mu\u00df und dann aus ihrem Roman &#8220;Der Hartmut am Buffet&#8221; las, wo es um eine Geschichte und ihre Rivalit\u00e4t von zwei Br\u00fcdern geht, die im Krieg fl\u00fcchten m\u00dfte.<\/p>\n<p>In der Mittagspause ging es dann um <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/01\/zwischen-peter-handke-und-jochen-jung\/\">Peter Handke<\/a> und dem Leben mit seiner kleinen Tochter in Paris, ein Film von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/01\/16\/erlebtes-und-erinnertes-von-georg-stefan-troller\/\">Georg Stefan Troller<\/a>.<\/p>\n<p>Nach zwei Interviews ging es dann laut Programm\u00a0 versp\u00e4tet, wieder in den Sall, wo die mir bisher unbekannte 1982 in St. Veit an der Glan, wo ich einmal fast ertrunken w\u00e4re, geborene Julia Jost, deren Portrait ein Interview in einem Theater ist und deren Text &#8220;Unweit vom Schalkaltal&#8221;, glaube ich, auch in K\u00e4rnten spielt,\u00a0 vom Hof ihrer Eltern und an Hand einer Klassenfotografie eine Kindergrausamkeit erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Als letzte in der Frauenrunde folgte am Freitag die 1959 in Schaffhausen geborene Andrea Gerstner, deren Text &#8220;Das kann ich&#8221;, hei\u00dft und in dem, glaube ich, eine Gro\u00dfmutter von dem Sorgerechtverfahren um ihren Enkel erz\u00e4hlt und dabei hintergr\u00fcndige Gedanken hat.<\/p>\n<p>Die Diskussion dar\u00fcber habe ich dann wegen meiner Nachmittagsstunden vers\u00e4umt und mu\u00dfte von mir nachgeh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Ich bin aber auf die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/06\/27\/letzte-demo-vor-dem-sommer\/\">letzte Donnerstagsdemo<\/a> vor den Sommer zuerst in den Bruno Kreisky Park und dann im Zick-Zack zum Karlplatz gegangen, um mir Freitagmorgen, nachdem ich die Fritsch-Tageb\u00fccher ausgelesen habe, mir den Wolfgang Tischer Podcast vom &#8220;Literaturcafe&#8221; angeh\u00f6rt habe, die die Texte von Sarah Wipauer und Katharina Schultens lobten und die von Silvia Tschul, Julia Jost und Andrea Gerstern als nicht neu genug und schon sehr oft geh\u00f6rt verunglimpften und sich von der Jury mehr Kritik w\u00fcnschten. Ich bin ja gegen das &#8220;Bachmann-Preis-Geschimpfe&#8221;, das mit den Finger wackeln und &#8220;Das ist ein schlechter Text-Geschrei!&#8221;, aber Wolfgang Tischer ist da defensiver und w\u00fcnscht sich zu seinem Vergn\u00fcgen mehr Widerspruch!<\/p>\n<p>Dann gings in meine erste Stunde und in Klagenfurt betrat der 1986 geborene und in K\u00f6ln lebende Yannic Han Biao Federer, die B\u00fchne,\u00a0 indessen Text &#8220;Kenn ich nicht&#8221;, der Autor offenbar in verschiedenen Positionen selber auftritt.<\/p>\n<p>Dann folgte die 1993 in M\u00fcnchen geborene Ronya Othmann, die in Leipzig studiert und wahrscheinlich kurdische-jesidische Wurzeln hat und in ihrem Text &#8220;Vierundsiebbzig&#8221; den Genozid an den Jesiden schildert und der in seiner Beurteilung der Jury gro\u00dfe\u00a0 Schwierigkeiten machte, ihn literarisch zu beurteilen.<\/p>\n<p>Die 1885 in Salzburg geborene Birgit Birnbacher, deren <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/03\/wir-ohne-wal\/\">&#8220;Wir ohne Wal&#8221;,<\/a>ich gelesen habe und der mich vor poetische Herausforderungen stellte, folgte mit den Text &#8220;Der Schrank&#8221; und besch\u00e4ftigte sich in ihrem Portrait mit der Arbeitswelt und die Geschichte handelt sehr konkret von einem Schrank, der pl\u00f6tzlich in einem Stiegenhaus steht und dann, wie sich herausstellt, der Ich-Erz\u00e4hlerin geh\u00f6rt, der mich sehr beindruckt und mir sehr gefallen hat, obwohl die Erz\u00e4hlerin am Schlu\u00df der Geschichte in den Schrank ist, um zu verschwinden, was wieder nicht sehr realistisch ist.<\/p>\n<p>In der Pause gab es dann ein filmisches Portrait des &#8220;Thomas-Sessler-Theaterverlags&#8221; und ein Interview mit dem Direktor der Schule f\u00fcr Dichtung und glaube ich, einem Komponisten \u00fcber den Schlager, beziehungsweise Udo J\u00fcrgens, der ja aus Klagenfurt stammt.<\/p>\n<p>Danach folgte der 1996 in Berlin geborene Daniel Heitzler, der noch keine Ver\u00f6ffentlichungen hat, was eigentlich den Wettbewerbsbedingungen, da\u00df man eine Verlagsempfehlung haben mu\u00df, widerspricht mit seinem Text &#8220;Der Fluch&#8221;, der in Mexiko zu spielen scheint und dann folgte, als letzter des Tages, der offenbare Star des Bewerbes,\u00a0 der 1961 in Bern geborene Tom Kummer, der glaube ich, bisher durch seine &#8220;F\u00e4lschungen&#8221; aufgefallen ist. . Sein Text &#8220;Von schlechten Eltern&#8221;, scheint von Schweizern zu handeln, die sich auf der Flucht befinden.<\/p>\n<p>Am Abend bin ich dann doch in die<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/06\/28\/wir-und-das-fremde\/\"> Galerie in die Florianigasse<\/a> gegangen, um einer GAV-Veranstaltung zu lauschen, statt noch einmal genauer \u00fcber meine mi\u00dfgl\u00fcckte &#8220;Bachmann-Preis-Karriere&#8221; zu schwadronieren und am Samstag fuhren wir dann nach Harland, um dort als Erstes festzustellen, da\u00df der K\u00fchlschrank ausgefallen war, so da\u00df ich erst sehr sp\u00e4t in den Text, der 1974 in Wien geborenen Ines Birkan, die ich, glaube ich, schon bei Veranstaltungen gesehen habe, einsteigen konnte, der von einer Ekaterina, die sich glaube ich mit einem Seeskorpion eingelassen hat, handelt.<\/p>\n<p>Dann kam\u00a0 der 1992 in V\u00f6lckerbruck geborene und in Hannover lebende Leander Fischer mit seinem Text &#8220;Nymphenverzeichnis&#8221;, wo es um einen Musiker und das Fliegenfischen geht.<\/p>\n<p>Dann kam ein Film \u00fcber Anna Katharina Hahn,die sich als <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/10\/14\/frankfurter-buchmesse\/\">Stadtschreiberin von Mainz f\u00fcr Tauben interessierte.<\/a><\/p>\n<p>Danach der letzte \u00d6sterreicher in der Lesereihe, einer der, obwohl sehr jung, schon viele B\u00fccher geschrieben hat, der 1988 in Wien geborene Lukas Meschik, der in seinem Portrait die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_fruehstueck.html\">Hauptb\u00fccherei<\/a> vorstellte und ein Pl\u00e4doyer \u00fcber das Lesen hielt und \u00fcber den Tod seines Vaters\u00a0 die sch\u00f6nen S\u00e4tze schrieb: &#8220;Jeder Sohn stirbt als sein Vater. Jeder Vater lebt weiter als sein Sohn&#8221; und die Behauptung enth\u00e4lt, da\u00df man immer, um vier Uhr fr\u00fch stirbt, was wohl nicht so stimmt, der Sohn es sich aber f\u00fcr sich selber w\u00fcnscht. Ein Text \u00fcber den die Jury sehr kontrovers diskutierte und als letzter stellte der 1976 in Frankfurt geborene Storyteller Martin Beyer das Henkerhaus in Bamberg vor und las seinen Text &#8220;Und ich war da&#8221;, der sich nat\u00fcrlich mit einem Henker und die Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl besch\u00e4ftigte, wie die meisten Texte ja schon in den Portraits vorgestellt wurden.<\/p>\n<p>Ein Text, der mir, wie auch der von Silvia Tschui,\u00a0 sehr gut, der Jury weniger gefallen hat, die meinte, da\u00df man so nicht \u00fcber die Geschwister Scholl schreiben d\u00fcrfe, aber ich denke auch, da\u00df der junge Kriegsheimkehrer, der Sophie Scholl, die Augen zudr\u00fccken h\u00e4tte sollen, imJahre 1943 keine Ahnung haben konnte, wen er da vor sich hat.<\/p>\n<p>Das war es dann mit sehr unterschiedlichen und auch sehr interessanten Texten. In Klagenfurt kann man schwimmen gehen, ich werde mich aufs Rad setzen und schauen, was die &#8220;Seedosen-Telefonzelle&#8221; f\u00fcr mich hat und ab f\u00fcnfzehnUhr kann das Publikum abstimmen.<\/p>\n<p>Soll ich das heuer, habe ich meinem resignativen R\u00fcckzug gedacht und \u00fcberlegt, ob ich jetzt Sarah Wipauer, Birgit Birnbauer, Lukas Meschik oder doch dem nicht so gut weggekommenen Text von Andrea Gerster meine Stimme geben soll?<\/p>\n<p>Was ich, wie sich herausstellte, ohne Alfreds Hilfe gar nicht konnte, weil ich da aus Sicherheitsgr\u00fcnden ein SMS schicken m\u00fc\u00dfte und ich keine Handy habe. Ich dann aber, vielleicht weil mir das letzte Buch nicht so gefallen hat, doch f\u00fcr Birgit Birnbacher stimmte und ich den Wipauer-Text nicht ganz gelesen habe.<\/p>\n<p>Nur meine Shortlistprognose: Birgit Birnbacher, Yannik Han Biao Federer, Julia Jost, Tom Kummer, Ronya Othmann, Katharina Schultens und Sarah Wipauer w\u00fcrde ich vermuten, aber meistens sind dann\u00a0 zwei nicht so offensichtliche Namen dabei, die dann auch keine Stimme bekommen und wer es machen wird&#8230;?<\/p>\n<p>Sarah Wipauer, Tom Kummer und Ronya Othmann und vielleicht auch Birgit Birnbauer oder Yannik Han Biao Federer werden wohl einen Preis bekommen und Wolfgang Tischer scheint auch, wie der Moderator angedeutet hat, eine \u00f6ffentliche Shortlistenreihung zu bekommen.<\/p>\n<p>Die wurde dann am Sonntag verlesen und wenn man sie mit meiner vergleicht, fehlen Katharina Schultens und Tom Kummer, daf\u00fcr kamen Leander Fischer und Daniel Heitzler darauf.<\/p>\n<p>Zur Bachmannpreistr\u00e4gerin wir dann ziemlich kurz und schmerzlos Birgit Birnbacher, was mich \u00fcberraschte aber freut, weil mir der Text bis auf den Schlu\u00df ja sehr gut gefallen hat.<\/p>\n<p>Der zweite Preis ging dann an mir sehr \u00fcberraschend an Leander Fischer und wieder wurde mit Herrn Federer stichgew\u00e4hlt. Was dann beim n\u00e4chsten Druchgang mit Julia Jost noch einmal passierte, da\u00df er wieder \u00fcberblieb.<\/p>\n<p>Was dann bei der 3Sat- Stichwahl Heitzler gegen Federer, dessen Debutroman ja auch auf der Debutpreis-Longlist steht, endlich f\u00fcr Yannik Han Biau Federer gewann und Sarah Wipauer ist, was ich sehr schade finde, leider \u00fcbergeblieben. Daf\u00fcr hat die bisher auch eher \u00fcbersehene Ronja Othmann f\u00fcr ihren starken Text den Puplikumspreis gewonnen.<\/p>\n<p>Die Preise sind vergeben, die Spannung ist vorbei und ich kann mich nach der Abschlu\u00dfrede von Hubert Winkels mit dem Alfi um ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/03\/11\/a-bgestuerzt\/\">Trauma zu vermeiden auf die Rudolfsh\u00f6he begeben.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich verfolge ja ziemlich genau von Anfang an und das war, glaube ich, 1977, das Geschehen um den &#8220;Bachmann-Preis&#8221;, zuerst mit dem, was ich aus der Zeitung in dem Fernsehen so nebenbei mitbekommen habe, zweimal habe ich, glaube ich, auch &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=72166\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,12,19],"tags":[638,3180],"class_list":["post-72166","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literaturbetrieb","category-literaturpreise","category-veranstaltungen","tag-bachmannpreis","tag-klagenfurt"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=72166"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/72166\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=72166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=72166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=72166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}