{"id":7288,"date":"2011-06-10T00:55:36","date_gmt":"2011-06-09T22:55:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=7288"},"modified":"2011-06-10T00:55:36","modified_gmt":"2011-06-09T22:55:36","slug":"yoga-schreib-cafe-und-radiofamilie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=7288","title":{"rendered":"Yoga-Schreib-Cafe und Radiofamilie"},"content":{"rendered":"<p>Das<a href=\"http:\/\/www.blog.writersstudio.at\/?p=119\"> Writersstudio<\/a> hat ein neues Angebot, das Schreibcafe mit Joga, das jeden letzten Donnerstag im Monat von 9 &#8211; bis 12 in der Pramergasse stattfinden wird.<br \/>\n&#8220;Move your ass and your pen will follow&#8221;, steht auf der Einladung, das habe ich zwar nicht ganz verstanden, der Probelauf war aber gratis, also bin ich, obwohl ich von Yoga keine Ahnung habe und mir eigentlich, da ich  ein theoretischer Mensch, bei dem das Schreiben sicher \u00fcber den Kopf passiert, nicht vorstellen kann, da\u00df mir mediative Techniken dabei helfen, hingegangen, denn ich bin auch sehr neugierig und habe bez\u00fcglich Literaturgefl\u00fcster den Anspruch m\u00f6glichst umfassend zu berichten und das writersstudio kenne ich schon lang. Judith Huber-Wolfsberger hat ein Buch \u00fcber Schreibtechniken f\u00fcr Studenten geschrieben und das in der SFU vorgestellt, so bin ich in Kontakt und in den Verteiler gekommen und auch ein paar Mal zu <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/30\/aus-dem-elfenbeinturm\/\">Informationsabenden<\/a> gegangen und vor drei Jahren, als das Literaturgefl\u00fcster gerade im Entstehen war, war ich im Thalia Lanstra\u00dfe und habe ein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/07\/04\/schreibworkshop\/\">Schreibseminar bei Irene Rauch<\/a> mitgemacht, wo ich etwas \u00fcber die Nora in der Radiosonate geschrieben habe. Im Herbst war dann der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/24\/vom-zuckerlgeschaft-zur-schreibfreiheit\/\">Tag der offenen T\u00fcr mit den Schnupperseminaren<\/a> in den neuen R\u00e4umen. Judith Wolfsberger hat jetzt auch einen Blog, wo sie mir ihren monatlichen Info-Brief sendet, wenn ich Klienten mit Diplomarbeitsschreib\u00e4ngsten habe, schicke ich sie ihr.<br \/>\nDas Writersstudio besch\u00e4ftigt sich haupts\u00e4chlich mit den Schreibblockaden von Studienten, Ana Znidar bietet aber auch Story schreiben an, Irene Rauch machte die Schreibn\u00e4chte und jetzt eben das Yoga Schreibcafe. Man kommt um neun, trinkt bis halb zehn Kaffee, dann gibts einen kurzen Schreibimpuls, eine Stunde Yoga und  hat man bis zw\u00f6lf Zeit an seinem Text zu schreiben. Eigentlich eine tolle Idee sich da monatlich, w\u00f6chentlich oder alle vierzehn Tage zu treffen und einen Roman, ein Sachbuch oder eine Diplomarbeit entstehen zu lassen. Es gibt offenbar auch viele, die sich daf\u00fcr interessieren, so wurden die Matten ganz eng ausgelegt. Die Yogalehrerin, Schreibtrainerin und Malerin Eva Karel bietet einen sehr lockeren Zugang an, trotzdem waren die Frauen sehr ausger\u00fcstet und wie mir schien in Yoga schon erfahren. Zuerst gab es  den Schreibimpuls unter dem Titel &#8220;Perspektiven finden&#8221; und da habe ich mir meinen Frust von der Seele geschrieben und angefangen mich auf mein neues Schreibprojekt einzustimmen. Richtig vorbereitet war ich nicht, da\u00df es aber um drei Frauen, um die Psychiaterin in Ausbildung Svetlana, die aus einer Begrader Romasiedlung stammt, die junge T\u00fcrkin Sevim und Selma mit einer F2 und einer F6 Diagnose oder einer paranoiden Depression gehen soll, alle drei sind f\u00fcnunddrei\u00dfig, wu\u00dfte ich schon. Svetlana ist mit Sevim in die Schule gegangen und zwar mit ihrer Ausbildung fast fertig, hat aber noch keinen Mann, f\u00fchrt \u00e4rztliche Gespr\u00e4che mit Selma, die ihr zu einem feschen OA oder Professor r\u00e4t, Selma ist Patientin an der Tagesklinik und Sevim zur Scheidung, dazwischen f\u00e4hrt sie in Wien herum, nennt sich Rathaussheriffa und f\u00fchrt Gespr\u00e4che mit Gott und dem B\u00fcrgermeister. Da habe ich sicher meine Blockaden und Schwierigkeiten, die haben die Stunde Yoga auch nicht gel\u00f6st, dazu hat mich meine Ersterfahrung sicherlich zu angestrengt, ein paar Mal habe ich auch einen Krampf bekommen, von wegen locker und entspannt und auf die eineinhalb Schreibstunden war ich auch nicht wirklich vorbereitet, zumindest hatte ich mein gr\u00fcnes Buch nicht mit, aber trotzdem zw\u00f6lf Seiten geschrieben und glaube auch, da\u00df sich bei mir durch das Literaturgefl\u00fcster schon einige Blockaden gel\u00f6st haben. Dann gab es eine l\u00e4ngere Mittagspause, die ich wieder beim Mc Donald verbrachte, ich habe aber auch in zwei Buchhandlungen nach dem Wieser Katalog gefragt, weil mir Andrea Stift mailte, die h\u00e4tten das Literaturgefl\u00fcster erw\u00e4hnt. Au\u00dferdem gab es den klinischen Mittag, was zum Thema passt, denn die Svetlana macht ihre Ausbildung im AKH und da gabs einen Vortrag \u00fcber psychiatrische Diagnosen bei Drogenpatientien. Dann bin ich an den B\u00fccherschr\u00e4nken vorbeigegangen und hatte bis um sieben, wo das Buch mit den H\u00f6rspielen, die Ingeborg Bachmann in den F\u00fcnfzigerjahren f\u00fcr den Sender rot-wei\u00df-rot geschreiben hat, vorgestellt wurde, Zeit und so habe ich, obwohl ich das eigentlich nicht wollte, bei der dritten Margaretner Kunst- und Kulturmesse vorbeigeschaut, wo sie mich auch nicht mehr eingeladen haben, weil ich dem Bezirksvorsteher im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/01\/zweite-margartner-kunst-und-kulturmesse\/\">letzten Jahr<\/a> offenbar zu lang gelesen habe. Auf ein Br\u00f6tchen und ein Glas Wein habe ich gedacht und Elisabeth Chovanec begr\u00fc\u00dfen, die k\u00fcrzer gelesen hat, das Buffet gab es aber erst sp\u00e4ter und ich hatte mir ja vorgenommen ins Literaturhaus zu gehen, denn die Radiofamilie der F\u00fcnfzigerjahre mit dem Oberlandesgerichtsrat Hans Thimig, seiner Frau Vilma Degischer und dem Onkel Guido Wieland mit der braunen Nazivergangenheit, interessiert mich. Ingeborg Bachmann hat in den F\u00fcnfzigerjahren f\u00fcr den amerikanischen Sender rot-wei\u00df-rot gearbeitet, der zuf\u00e4lligerweise in dem Haus untergebracht war, wo heute das Literaturhaus ist, dann gab es noch RAVAG mit der russischen Stunde. Die Texte zur Radiofamilie wurden von J\u00f6rg Mauthe, Peter Weiser und Ingeborg Bachmann geschrieben, die ist allerdings 1953 nach Rom gegangen. Joseph Mc  Veigh hat die Texte im Nachla\u00df von J\u00f6rg Mauthe gefunden und sie bei Suhrkamp ver\u00f6ffentlicht. Am B\u00fcchertisch lagen eine ganze Reihe von Bachmannb\u00fccher auch und auch ein paar alte antiquarische Ausgaben der &#8220;Familie Floriani&#8221; aus den F\u00fcnfzigerjahren. Joseph Mc Veigh hat eingeleitet, dann haben zwei Schauspieler Texte aus drei H\u00f6rspielen gelesen. Da hat mich erstaunt, wie politisch sie waren, denn der Krieg und die Nazivergangenheit wurden durchaus thematisiert, obwohl es sich um eine sehr konservative Familie handelte. Die Amerikaner wollten die \u00d6sterreicher auch irgendwie umerziehen, obwohl Peter Weiser, der im Publikum sa\u00df, erz\u00e4hlte, sie h\u00e4tten ihnen freie Hand gelassen. Er erz\u00e4hlte auch, wie die H\u00f6rspiele entstanden sind, dann gab es eine Diskussion mit Literaturwissenschaftlern, wo die Rolle die Hans Weigel und Friedrich Torberg in den F\u00fcnfzigerjahren hatten und die Kommunistenhatz, die sie betrieben, thematisiert wurden. Die F\u00fcnzigerjahre interessieren mich sehr und die Diskussion mit dem Publikum war auch sehr intensiv und der f\u00fcnfundachtzigj\u00e4hrige Peter Weiser sehr beeindruckend, er hatte auch einen Darsteller mitgebracht, der das j\u00fcngste Floriani Kind gespielt hat und es war auch interessant, welche Fragen Katja Gassner stellte und, wie die j\u00fcngeren Literaturwissenschaftler, die f\u00fcr sie sehr weit entfernten F\u00fcnfzigerjahre sehen.<br \/>\nWas Trauriges zum Schlu\u00df Monika Giller, deren <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/17\/schwarzlicht\/\">Buch<\/a> vor kurzem ja im Amerlinghaus von den Frauen des Lesetheaters pr\u00e4sentiert wurde, ist am 31. Mai gestorben.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Writersstudio hat ein neues Angebot, das Schreibcafe mit Joga, das jeden letzten Donnerstag im Monat von 9 &#8211; bis 12 in der Pramergasse stattfinden wird. &#8220;Move your ass and your pen will follow&#8221;, steht auf der Einladung, das habe &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=7288\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-7288","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7288\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}