{"id":73373,"date":"2019-08-14T14:36:27","date_gmt":"2019-08-14T12:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=73373"},"modified":"2019-08-14T14:36:27","modified_gmt":"2019-08-14T12:36:27","slug":"itlimoos","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=73373","title":{"rendered":"Itlimoos"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 240px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/5d3w8opfg0b6bpc\/2019-08-12%2011.22.13.jpg?raw=1\" alt=\"B\u00fccherschrank\" width=\"230\" height=\"460\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">B\u00fccherschrank<\/p><\/div>\n<p>Nachdem ich am Montag mit dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/08\/12\/nacht-ist-der-tag\/\">Peter Stamm, meinem f\u00fcnften Urlaubsbuch fertig geworden bin<\/a>, hatte ich noch drei B\u00fccher von Schweizer Autoren in meiner B\u00fcchertasche. Alain Claude Sulzers &#8220;Privatstunden&#8221;, Adolf Muschgs &#8220;Das gefangene L\u00e4cheln&#8221; und Martin Suters &#8220;Letzter Weynfeldt&#8221; und begann zu \u00fcberlegen, welches davon ich noch lesen sollte, bevor es wieder nach Hause geht und ich mit Gertraud Klemms &#8220;Hyppocampus&#8221;, das ich ja auch noch im Gep\u00e4ck hatte, weitermachen w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Zwischen dem Sulzer und den\u00a0 Suter wollte ich mich entscheiden, da mich die Geschichte von dem Josef in \u00c4gypten in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/08\/16\/luxusurlaub-in-locarno\/\">Sommerfrischenwelt von Locarno<\/a> doch nicht so passend erschien und war auch des Timings wegens fast bei Martin Suter angelangt, von dem ich, glaube ich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/09\/business-class\/\">&#8220;Business Class&#8221;<\/a> gelesen habe, aber sonst nicht viel, obwohl ich einiges von ihm gefunden habe, als wir bei nicht sehr guten Wetter in den kleinen Bergd\u00f6rfchen herumfuhren und ich in einem solchen Caff bei Castaneda pl\u00f6tzlich einen B\u00fccherschrank beziehungsweise eine diesbez\u00fcglich umfunktionierte Telefonzelle stehen sah.<\/p>\n<p>&#8220;Da halten wir an!&#8221;, habe ich zum Alfred gesagt und noch dazu gef\u00fcgt &#8220;Da wird es wahrscheinlich\u00a0 nur was auf Italienisch geben!&#8221;, stand dann vor einem gef\u00fcllten Schrank, \u00e4hnlich, wie der in Altmannsdorf. Italienische B\u00fccher hat es auch gegeben, aber auch ein Buch von einer Silvia G\u00f6tschi und deren neuen Krimi &#8220;Itlimoos&#8221; habe ich ein paar Tage vorher in der Buchhandlung beim Bahnhof in Locarno in mehren Exemplaren stehen gesehen, also habe ich danach und noch nach einem Paul Auster gegriffen und wu\u00dfte, was ich als sechstes Buch der Urlaubslekt\u00fcre lesen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Buch, das ich in den n\u00e4chsten Tagen in meine ohnehin sehr volle Handtasche stopfte, um es auf der Piazza Grande, w\u00e4hrend ich auf den Filmbeginn wartete, zu lesen, ist auch einige Male na\u00df geworden und schaut jetzt ziemlich ramponiert aus, ein Einwegkrimi sozusagen, stammt\u00a0 von einer 1958 in Stans geborenen Autorin, die sich sehr f\u00fcr Psychologie interessiert, wie in der Beschreibung steht, die schon mehrere Valerie Lehmann-Krimis geschrieben hat.<\/p>\n<p>&#8220;Itlimoos&#8221;, ist der f\u00fcnfte und 2019 bei &#8220;Emons&#8221; einem deutschen Verlag, erschienen und Itlimoos ist, glaube ich, ein Ort am Z\u00fcrichersee.<\/p>\n<p>Das Buch spielt, nicht ganz passend, im Winter und da wird eine Leiche gefunden. Vorher gibt es\u00a0 ein Kapitel, wo man den nicht sehr sympathischen Tobias Bauer kennenlernen kann, der in Itlimoos oder am Z\u00fcrichsee eine Luxusvilla hat, wo er jeden Freitag wilde Parties mit viel Sex und jungen Frauen, die er mit Schmuck beschenkt, aber sonst mies behandelt, feiert. Beruflich ist er der Chef einer IT-Firma und das untersuchende Team ist eine\u00a0 Frau Leuntnant namens Valerie Lehmann, die Silvia G\u00f6tschi schon vier F\u00e4lle aufkl\u00e4ren hat lassen. So gibt es schon einiges an Vorwissen, in das die Neuleserin eher informiert hineingeworfen wird.<\/p>\n<p>So hatte Valeries Kollege Louis etwas mit einer Kollegin, die sich gerade kurz vor einer Geburt befindet, der Chef hat ein Burn-Out und soll abgel\u00f6st werden und eine neue Kollegin namens Dodo \u00fcbernimmt, die Stelle der bald geb\u00e4renden Fabia. Da gibt es viel Konkurenzkampf und Gepl\u00e4nkel und man ist sich nicht sicher, wer jetzt der neue Chef werden wird?<\/p>\n<p>Dazwischen wird ermittelt. Die Haush\u00e4lterin wird\u00a0 verletzt, man hat versucht ihr die Hand aufzuschneiden und, wie sich sp\u00e4ter herausstellen wird, ihr von dort einen Chip herausimplantiert, in der Villa aufgefunden. Tobias Bauer hatte zwei Partner. Roger Bulliard, der f\u00fcr das Wirtschaftliche zust\u00e4bdig war und dann einen Phil Williams mit Rasterlocken, der im Keller der Villa ein 6 D- Studio eingerichtet hat.<\/p>\n<p>Dorthin war es zuerst f\u00fcr die Poizei unm\u00f6glich hineinzudringen.Sp\u00e4ter f\u00fchrt Phil Valerie hinein und l\u00e4\u00dft sie einen Flugzeugabsturz erleben, was in der Buchbeschreibung, als gro\u00dfe Sensation angek\u00fcndigt wird, aber eigentlich eher flach und gar nicht so sensationell neu geschildert wird.<\/p>\n<p>Es ist auch nicht ganz klar, warum Tobi Bauer ermordet wurde, war es wegen des 6 D-Programms oder doch, weil er seine letzte Freundin brutal hinausgeschmissen hatte?<\/p>\n<p>In der Villa gibt es auch eine Galerie mit den Portraits der verflossenen Freundinnen Bauers und das Ger\u00fccht, da\u00df er eine neue, namens Madeleine haben sollte, die aber niemand kennt und deren Portrait auch verschwunden ist.<\/p>\n<p>Der Maler wird ermordet und am Schlu\u00df stellt sich eine Polizistin, als T\u00e4terin heraus und ich schreibe wieder, es war \u00e4u\u00dferst spannend das Buch zu lesen.<\/p>\n<p>Ich mag Krimis ja eigentlich gerne, obwohl ich auf der anderen Seite Gewalt ja ablehne und deshalb auch nicht wirklich welche schreiben kann. Freue mich, eine neue Schweizer Krimiautorin entdeckt zu haben und als ich mit dem Alfred in der Buchhandlung war, wurde ich wieder erinnert, da\u00df auch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/10\/21\/alte-feinde\/\">Petra Ivanov<\/a> Schweizerin ist, von der ich das neueste Buch im Wiener Badezimmer liegen habe und es Ende August lesen werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich am Montag mit dem Peter Stamm, meinem f\u00fcnften Urlaubsbuch fertig geworden bin, hatte ich noch drei B\u00fccher von Schweizer Autoren in meiner B\u00fcchertasche. 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