{"id":7355,"date":"2011-06-16T02:06:44","date_gmt":"2011-06-16T00:06:44","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=7355"},"modified":"2011-06-16T02:06:44","modified_gmt":"2011-06-16T00:06:44","slug":"sigmund-freud-statt-aris-fioretes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=7355","title":{"rendered":"Sigmund Freud statt Aris Fioretes"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7368\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110615-205319.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7368\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/20110615-205319.jpg?w=300\" alt=\"Otto Kernberg im Gespr\u00e4ch\" title=\"Otto Kernberg im Gespr\u00e4ch\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-7368\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7368\" class=\"wp-caption-text\">Otto Kernberg im Gespr\u00e4ch<\/p><\/div>\n<p>Aris Fioretos ist in Wien und stellt in der Alten Schmiede seinen Roman &#8220;Der letzte Grieche&#8221; und in der schwedischen Botschaft, die von ihm mit herausgegebene Werkausgabe Nelly Sachs vor, da hatte ich mich angemeldet, das Sigmund Freud Museum feierte aber gleichzeitig seinen vierzigsten Geburtstag mit einem Open House und einem Festvortrag mit Otto Kernberg, so da\u00df ich mich wieder abmeldete und in die Berggasse 19 gegangen bin, denn den 1928 in Wien geborenen Otto Kernberg kenne ich wegen seiner Studien zu Narzissmus und Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen, er gilt als der Doyen und Paradepsychoanalytiker, den man geh\u00f6rt haben mu\u00df, au\u00dferdem wurde er in Wien geboren. Seinen Klassiker &#8220;Borderline St\u00f6rungen und klassischer Narzissmus&#8221;, habe ich gelesen. Au\u00dferdem habe ich mich in meinen <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_schokolade.html\">Wiener Stadtroman<\/a>, der ja im viertelst\u00fcndigen Abstand in einem Tag in Wien spielt und verschiedene Personen aus verschiedenen Bereichen und Gesellschaftschichten zusammentreffen l\u00e4\u00dft und daher irgendwie ganz gut zum 16. Juni passt, auch damit besch\u00e4ftigt, kommen da ja zwei Dozenten der Sigmund Freud Universit\u00e4t vor, ein Psychoanalytiker und ein Verhaltenstherapeut und Johannes Teufel h\u00e4lt am Abend in der Berggasse einen Vortrag \u00fcber die Borderlinest\u00f6rung bzw. seinen Klienten Werner Franthauser und wird dabei auch nach Kernberg gefragt. Da erw\u00e4hne ich auch mein Erlebnis, das ich als Studentin hatte, als ich in das damaligen Sigmund Freud R\u00e4ume zum psychoanalytischen Montag oder Samstag gegangen bin und im Vorzimmer M\u00fctze und Stock von Sigmund Freund hingen, man seine M\u00e4ntel dar\u00fcber warf und ich mich immer wunderte, da\u00df das nicht gestohlen wurde.<br \/>\nInzwischen wird das Sigmund Freud Museum immer gr\u00f6\u00dfer, die M\u00fctze ist unter Glas und als ich vor einem Jahr bei einer Sonderf\u00fchrung dort war, erkl\u00e4rte uns die F\u00fchrerin, da\u00df sie tats\u00e4chlich einmal gestohlen, aber zur\u00fcckgegeben wurde.<br \/>\nVor 40 Jahren wurde in Anwesenheit Anna Freuds, die auch einen Teil der M\u00f6bel und B\u00fccher stiftete, am 15. Juni 1971 das Museum er\u00f6ffnet, erkl\u00e4rte gerade die Direktorin Inge Scholz-Strasser von der heutigen Privatstiftung. Deshalb gab es eine gro\u00dfe Festveranstaltung in der Lounge im Erdgescho\u00df. Der Bundespr\u00e4sident hatte eine Videobotschaft, der Bundeskanzler, der Kulturstadtrat und noch einige andere Politiker und Vorsitzende des Freud Museums redeten. Dabei h\u00f6rte ich von einer \u00d6VP Politikerin, da\u00df nicht alle, die sich f\u00fcr Sigmund Freud interessieren Psychologie studieren m\u00fc\u00dfen und man daher die Studienpl\u00e4tze ganz genau vergeben und verplanen mu\u00df. Zum Gl\u00fcck war das, als ich 1973 zu studieren begann, noch ganz anders, damals war man stolz auf den freien und kostenlosen Hochschulzugang, es gab die Freifahrt und die freien Schulb\u00fccher und ich bin jahrelang am Samstag in den H\u00f6rsaal 1 zur Strotzka Vorlesung gegangen, habe hier den Kontakt zu den logischen Denkern gefunden, meine inzwischen l\u00e4ngst verstorbene Freundin Hansi Berger kennengelernt und Franz Schwawerda, der auch bei der Veranstaltung war, schlie\u00dflich bin ich Verhaltenstherapeutin geworden und bekomme jetzt sowohl die Aussendungen vom <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/26\/werkstatt-jour-fixe-und-freud-ausstellung\/\">Sigmund Freud Museum<\/a> als auch die von der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/13\/sfu-tagung-und-noch-einmal-buch-wien\/\">SFU<\/a> und manchmal gehe ich zu Veranstaltungen von beiden, gibt es ja die \u00dcberschneidungen meiner zwei Identit\u00e4ten und Sigmund Freud gilt auch als sehr guter Schriftsteller. 2006 zu seinem hundertf\u00fcnfzigsten Geburtstag gab es viele Festveranstaltungen, da bin ich im Haus der \u00c4rzte, wo man immer glaubt, es kommt dir gleich  Arthur Schnitzler oder Sigmund Freud in der historischen Kulisse entgegen, gewesen, aber auch im MAK bei einer langen Nacht, wo Prominente aus Freuds Werken lasen.<br \/>\nJetzt gab es einen Block Politikerreden, dann eine Pause mit Erfrischungen, wo ich den Martin, den alten Freud Alfreds aus seinen Studententagen traf, der eine sch\u00f6ne Wohnung in der Porzellangasse um die Ecke hat, in der er einmal in einer WG wohnte und ich 1983 von dort am Morgen manchmal in die HNO-Klinik gegangen bin.<br \/>\nDanach gabs das wissenschaftliche Programm und zu Freud und Inge Scholz-Strasser f\u00e4llt mir noch Eva Rossmanns dritter Mira Valensky Krimi &#8220;Freudsches Verbrechen&#8221; ein, der im Sigmund Freud Museum beginnt, weil dort die Leiche einer jungen Amerikanerin gefunden wird, die nach Wien gekommen ist, um nach ihren j\u00fcdischen Vorfahren zu forschen und das ist das Valensky Buch, das mir am besten gegfallen hat und das ich w\u00e4hrend unseres Toskana Urlaubs 2002 oder 2003 mehrmals gelesen habe.<br \/>\nDa\u00df Otto Kernberg 1928 in Wien geboren wurde und 1938 mit seinen Eltern nach Chile emigrieren mu\u00dfte, war mir, als ich mich, w\u00e4hrend meines Studiums oder sp\u00e4ter mit seinen Studien zur Borderlinepers\u00f6nlichkeit besch\u00e4ftigte, gar nicht so bewu\u00dft. Jetzt erw\u00e4hnte es Martin Engelberg in seiner Einleitung. Der Vortrag &#8220;Some Mayor Contemporary Controversies within Psychoanalysis&#8221; wurde auch in Deutsch gehalten und die Freud Kontroversen sind derzeit wieder besonders in, wurde vor kurzem ja ein neues &#8220;Anti-Freud&#8221; Buch vorgestellt. Ich halte Sigmund Freud f\u00fcr den gro\u00dfen Gr\u00fcnder und \u00dcbervater ohne den es keine Psychotherapie geben w\u00fcrde und verstehe ansonsten nicht sehr viel von der Psychoanalyse. In den Siebzigerjahren f\u00fchrte ich gro\u00dfe Kontroversen mit der Hansi Berger, einer J\u00fcdin aus Prag, die von Israel mit ihrem zweiten Mann nach Wien gekommen ist, Jus studiert hat, sich aber sehr f\u00fcr die Analyse und f\u00fcr Freud interessierte und den logischen Denken, ob sie besser oder schlechter als die Verhaltenstherapie ist. Jetzt sind in Deutschland, wie  Felix de Mendelsohn, ein anderer Paradeanalytiker, Schriftsteller und Sohn Hilde Spiels in seinen letzten Worten erw\u00e4hnte, von der Krankenkasse nur die Analyse und die VT zugelassen, in \u00d6sterreich ist das anders, da setzte das Psychotherapiegesetz von Anfang an auf eine Vielfalt der therapeutischen Schulen.<br \/>\nDann gab es ein k\u00fcnstlerisches Programm in der ehemaligen Ordination oder in der Wohnung, wo einmal die Ausstellung &#8220;Freuds vergessene Nachbarn&#8221; war, die ich 2003  besuchte, eine Lesung von Freud Zitaten durch  Christoph Wagner-Trenkwitz und eine Lecture Performance der Protokolle der Mittwochsgesellschaft, hat Freud sich mit seinen Sch\u00fclern ja jeden Mittwoch um 20.30 in seinem Wartezimmer getroffen, bevor sich die Psychoanalytische Gesellschaft gegr\u00fcndet hat.<br \/>\nF\u00fchrung durch die Anna Freud R\u00e4ume, die offenbar neu hinzugekommen sind, gab es auch und in der Lounge den Trailer von &#8220;A Dangerous Method&#8221;, eines Freud Films, der, glaube ich, vor einem Jahr im Freud Museum gedreht wurde, weshalb es einen Tag geschlossen war. Den habe ich vers\u00e4umt, ich bin auch nicht mehr durch das Museum gegangen, der Alfred, der aus Portugal zur\u00fcck ist und der sich interessanterweise auch sehr f\u00fcr Kernbergs Studien interessiert, obwohl er  Netzwerkspezialist ist, ist nachgekommen und jetzt habe ich doch einen ganzen Artikel dar\u00fcber geschrieben, obwohl ich die Veranstaltung, als nicht literarisch, nur streifen wollte, es gibt aber die ber\u00fchmen \u00dcberschneidungen meiner Identit\u00e4t und das Stammpublikum habe ich auch getroffen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aris Fioretos ist in Wien und stellt in der Alten Schmiede seinen Roman &#8220;Der letzte Grieche&#8221; und in der schwedischen Botschaft, die von ihm mit herausgegebene Werkausgabe Nelly Sachs vor, da hatte ich mich angemeldet, das Sigmund Freud Museum feierte &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=7355\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-7355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7355\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}