{"id":741,"date":"2009-01-18T21:36:51","date_gmt":"2009-01-18T20:36:51","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=741"},"modified":"2009-01-18T21:36:51","modified_gmt":"2009-01-18T20:36:51","slug":"preisgeschehen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=741","title":{"rendered":"Preisgeschimpfe"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Bernhard Buch hat mich von dem schon vorhandenen Tellkamp abgelenkt, denn eigentlich will ich jetzt ja mit der ostdeutschen &#8220;Strudelhofstiege&#8221; oder &#8220;Buddenbrocks&#8221; fertigwerden, um mit meiner Badezimmerliteratur weiterzukommen, bzw.in meine Romanstudien einbeziehen, aber dann hat mir Alfred gestern das Buch gebracht, das es doch schon gibt und ich habe kurzfristig umdisponiert und  das vierte Kapitel &#8220;Die Kirche am Lemoniberg&#8221;  heute  erst geschrieben und  stattdessen lange in der Badewanne gelegen, denn Thomas Bernhard schreibt ja, trotz seiner Negativsequenzen, mit denen ich, wie ich schon schrieb, meine Schwierigkeiten habe, \u00e4u\u00dferst spannend und au\u00dferdem ganz ehrlich, interessiert mich das Preisgeschehen sehr.<br \/>\nObwohl ich einiges  schon wu\u00dfte. Denn von dieser ber\u00fchmten Staatspreisrede, habe ich schon geh\u00f6rt, als ich mich als Psychologiestudentin um Opernkarten anstellte, obwohl ich damals, glaube ich, mit dem Namen Thomas Bernhard nicht viel anfangen konnte.<br \/>\nNun habe ich sie gelesen und auch die Geschichte darum herum, die Thomas Bernhard, wie in dem Buch steht, 1980 geschrieben haben soll und man versteht die Aufregung nicht.<br \/>\nWieso ein Minister wutentbrannt die Faust erhebt, mit T\u00fcren knallt und mit seinem Gefolge den Raum verl\u00e4\u00dft, wenn einer sagt: &#8220;Angesichts des Todes ist alles l\u00e4cherlich?&#8221;<br \/>\nDa hat man sich inzwischen schon daran gew\u00f6hnt und die Rede hat sicher viele Nachfolger gefunden, denn wenn ich mich recht erinnere, ist es ja modern geworden, negativ auf Preise zu reagieren, w\u00e4hrend man fr\u00fcher vielleicht wirklich nur &#8220;Danke, danke, danke&#8221;, sagte.<br \/>\nAber interessant in den abgedruckten Reden, beginnt es immer mit &#8220;Sehr geehrter Herr Minister&#8221; und endet mit dem Satz &#8220;Ich danke f\u00fcr die Ehre, die Sie mir erwiesen haben!&#8221;<br \/>\nAlso sehr manierlich. Dazwischen folgt dann der Skandal, der schon l\u00e4ngst keiner mehr ist und ich habe das Lesen des nicht sehr dicken B\u00fcchleins in der Badewanne wirklich sehr genossen und kann es allen an der Literatur interessierten empfehlen.<br \/>\nEs war auch einiges dabei, was ich nicht wu\u00dfte und ich hatte auch eine Art deja vue Erlebnis, wenn man an die Provokation bei der Verleihung des Grillparzerpreises denkt, sich einfach in die Mitte zu setzen und zu warten, bis der Herr Pr\u00e4sident pers\u00f6nlich kommt.<br \/>\nDenn ich habe, ohne diese Vorgeschichte zu kennen, als ich 1989, nach Klagenfurt zum Preis der Arbeit eingeladen wurde, den ich  ohnehin nicht gewonnen habe, etwas  \u00c4hnliches gemacht. Weil ich damals noch so sch\u00fcchtern war und nicht gewu\u00dft habe, wem ich mich jetzt vorstellen soll, habe ich mich auch hingesetzt und abgewartet und es hat mich dann auch die Christine Huber  erkannt und es ist ganz ohne Provokation abgegangen und ich fand es schon sehr interessant, welche Preise Thomas Bernhard bekommen kann, obwohl man das nat\u00fcrlich auch bei Google nachschauen kann und da steht auch ein bi\u00dfchen was von der ber\u00fchmten Staatspreisrede.<br \/>\nAlso wieder ein neues Buch und habe es auch schon gelesen und ansonsten war ich dieses Wochenende sehr flei\u00dfig und kann mich nicht beklagen.<br \/>\nHabe ich ja gestern viel Organisationsarbeit bez\u00fcglich der zwei Lesungen, die ich f\u00fcr die GAV, bzw. f\u00fcr mich nat\u00fcrlich organisiere, geleistet.<br \/>\nDie Kollegen angeschrieben, das Vorbereitungstreffen ausgemacht und  auch die beiden Flugbl\u00e4tter entworfen.<br \/>\nWar auch eine interessante Arbeit, weil gleich ein paar R\u00fcckmeldungen kamen und heute habe ich bez\u00fcglich meines Romans etwas weitergebracht.<br \/>\nN\u00e4mlich das 4. Kapitel geschrieben und das bis jetzt Vorhandene durchkorrigiert. Womit ich das Buch &#8220;Klara&#8221;  vorl\u00e4ufig fertig h\u00e4tte und wenn das bei den beiden anderen geplanten B\u00fcchern auch so ist, h\u00e4tte das Ganze an die neunzig Seiten und w\u00e4re, nach dem letzten Roman, die &#8220;Radiosonate&#8221; wird, wie mir der Alfred gestern mitteilte, \u00fcber dreihundert Buchseiten haben, dann wieder eine kleinere Erz\u00e4hlung, wie der &#8220;Novembernebel&#8221; oder  &#8220;Wilder Rosenwuchs&#8221;, aber mal sehen.<br \/>\nNoch bin ich  beim Rohentwurf,  beim Materialsammeln und beim Jahr 1937 und das Ex Libris habe ich heute auch geh\u00f6rt und da wurde nat\u00fcrlich auch das neue Kehlmann Buch, der Roman in neun Erz\u00e4hlungen eines Ber\u00fchmten besprochen und  interessant, das meiste andere, das ich vor einer Woche schon bei  Elke Heidenreich h\u00f6rte, was also offenbar doch eine  gute Sendung ist, auch wenn das Literaturcafe nicht viel davon h\u00e4lt und h\u00e4misch dar\u00fcber spottet und noch einmal interessant, es gab auch eine Besprechung des nicht mehr so  neuen Enright Buches &#8220;Das Familientreffen&#8221;, wo ich die Lesung ja w\u00e4hrend der Lesefestwoche im Sigmund Freud Museum, wegen des Ohrenschmaustroubles vers\u00e4umte.<br \/>\nChrista Nebenf\u00fchr ist aber offenbar dort gewesen, jedenfalls hat sie die Autorin interviewt und  in der B\u00fcchersendung besprochen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Bernhard Buch hat mich von dem schon vorhandenen Tellkamp abgelenkt, denn eigentlich will ich jetzt ja mit der ostdeutschen &#8220;Strudelhofstiege&#8221; oder &#8220;Buddenbrocks&#8221; fertigwerden, um mit meiner Badezimmerliteratur weiterzukommen, bzw.in meine Romanstudien einbeziehen, aber dann hat mir Alfred gestern &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=741\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-741","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/741\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}