{"id":7548,"date":"2011-07-02T00:08:46","date_gmt":"2011-07-01T22:08:46","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=7548"},"modified":"2011-07-02T00:08:46","modified_gmt":"2011-07-01T22:08:46","slug":"reisen-auf-eigene-faust","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=7548","title":{"rendered":"Auf eigene Faust"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7555\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-191052.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7555\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-191052.jpg?w=300\" alt=\"Robert Eglhofer&amp;Ruth Asp\u00f6ck\" title=\"Robert Eglhofer&amp;Ruth Asp\u00f6ck\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-7555\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7555\" class=\"wp-caption-text\">Robert Eglhofer&amp;Ruth Asp\u00f6ck<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7557\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-202803.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7557\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-202803.jpg?w=300\" alt=\"Erika Brunngraber\" title=\"Erika Brunngraber\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-7557\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7557\" class=\"wp-caption-text\">Erika Brunngraber<\/p><\/div>\n<p>P\u00fcnktlich zum Ferienbeginn und dem der Sommerfrische kam eine Einladung zum Thema Reisen in die &#8220;Kultur Mitte&#8221; in Krems. Das hei\u00dft Alfred hat in Harland die handgeschriebene Einladung zur Lesung von Ruth Asp\u00f6ck und Robert Eglhofer bekommen und da wir das Wochenende ohnehin nach Harland wollten, hat es gepasst und wir sind nach f\u00fcnf in die Stadt Krems losgefahren, was insoferne eine Abwechslung ist, weil wir sonst nur nach Krems-Stein zur Kulturmeile und zur <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/21\/heimito-von-doderer-und-ruth-kluger\/\">Theodor Kramer Preisverleihung<\/a> kommen. Ruth Asp\u00f6ck ist zwar im Augenblick vielleicht ein wenig b\u00f6s auf mich, bzw. gab es ja am Sonntag Differenzen und ich habe auch schon wieder anderen Literatur\u00e4rger bekommen, so da\u00df ich im Augenblick ein wenig niedergeschlagen bin. Wir kamen aber sehr rechtzeitig nach Krems und fanden die obere Landstra\u00dfe auch gleich und auf dem Weg dorthin sahen wir hunderte Feuerwehrm\u00e4nner mit ihren Helmen und Uniformen in Richtung Donau laufen und zig Feuerwehrautos standen herum, weil gerade hundertf\u00fcnfzig Jahre Kremser-Feuerwehr, wie ich sp\u00e4ter erfahren habe, gefeiert wurde. <\/p>\n<div id=\"attachment_7558\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-203304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7558\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-203304.jpg?w=300\" alt=\"B\u00fcchertisch\" title=\"B\u00fcchertisch\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-7558\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7558\" class=\"wp-caption-text\">B\u00fcchertisch<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7556\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-194733.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7556\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-194733.jpg?w=198\" alt=\"Robert Eglhofer\" title=\"Robert Eglhofer\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-7556\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7556\" class=\"wp-caption-text\">Robert Eglhofer<\/p><\/div>\n<p>Die obere Landstra\u00dfe, die K\u00e4rntnerstra\u00dfe Krems war aber ziemlich leer und alle Gesch\u00e4fte hatten um halb sieben auch schon geschlossen, daf\u00fcr trafen wir gleich Ingeborg Reisner vor dem Lesungslokal, oben war es auch noch leer. Ein Raum mit wei\u00dfgedeckten Tischen auf dem schon Br\u00f6tchen standen, die Getr\u00e4nke mu\u00dfte man sich holen. Bilder von Ingrid Loibl hingen an den W\u00e4nden. Ruth Asp\u00f6ck kam auch gleich und nach und nach f\u00fcllte sich der Raum mit Bekannten und Unbekannten. Doris Kloimstein, Brigitte Schramm, Robert Eglhofers Bruder und Schw\u00e4gerin, Ruths Sohn Martin, die Gabi und dann noch die lokalen K\u00fcnstler, der Hausherr und ein Herr Gemeinderat, der Robert Eglhofer und Ruth Asp\u00f6ck fotografierte. Das Thema Reisen passt, wie bereits erw\u00e4hnt zum Sommer, Ruth Asp\u00f6ck und Robert Eglhofer reisen auch sehr viel herum. So hat die Ruth in Madrid studiert und zehn Jahre in Kuba gelebt und der Robert ist pensionierter Englischlehrer und hat ein Jahr an einer englischen Gesamtschule unterrichtet. Seit Ruth Asp\u00f6cks Tagebuchprojekt fertig ist und demn\u00e4chst als Buch erscheinen wird, hat sie ein neues Projekt  und reist Grillparzer an allen Orten nach, wo er gewesen ist und im letzten Sommer war sie mit Robert Eglhofer in der \u00f6sterreichischen K\u00fcnstlerkolonie in Paliano und in Kuba waren sie 2008 auch. Das gibt Stoff f\u00fcr eine Lesung zum Thema Reisen und so lag auf den Tischen auch ein Programm mit sieben Lesungspunkten. Robert Eglhofer hat mit seinen Englanderfahrungen begonnen. Der erste Text hie\u00df &#8220;Zuckerwein und Brot&#8221; und schildert seine Zeit als Lehrer dort und das mu\u00df 1986 gewesen sein, als die burgenl\u00e4ndischen Winzer den Wein mit Frostschutzmittel pantschten und das dann noch von der Steuer abschreiben wollten und sich die englischen Kollegen \u00fcber die E\u00dfkultur der \u00d6sterreicher am\u00fcsierten, dann bekam  Robert Besuch von einem englischen Kollegen und wollte ihm als Ausgleich das K\u00f6rberl mit allen Brot und Semmelsorten f\u00fcllen, die die \u00f6sterreichischen B\u00e4cker zu bieten hatten, nur leider war der Kollege ein Allergiker und beim Heurigen ist ihm nur aufgefallen, da\u00df die \u00d6sterreicher zuviel Schweinefleisch essen.<\/p>\n<div id=\"attachment_7554\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-190641.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7554\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110701-190641.jpg?w=198\" alt=\"Doris Kloimstein\" title=\"Doris Kloimstein\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-7554\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7554\" class=\"wp-caption-text\">Doris Kloimstein<\/p><\/div>\n<p>Ruth Asp\u00f6ck folgte mit einem Kuba-Text &#8220;Kuba mein immerw\u00e4hrender Traum&#8221;, der in &#8220;zwei bisschen&#8221; einem fr\u00f6hlichen Wohnzimmerbuch abedruckt ist und da man sich beim B\u00fcchertisch die B\u00fccher gegen eine freie Spende nehmen konnte, habe ich mir das Buch genommen, um im Gefl\u00fcster richtig zu zitieren, obwohl ich gar nicht sicher bin, ob ich es nicht vielleicht in Wien schon habe. Robert Eglhofer folgte mit seinem Kubatext, eine Hyme auf Che Guevara &#8220;Hasta la Victoria siempre&#8221; und setzte sich dabei ein schwarzes Baskenm\u00fctzchen mit dem Revolutionsstern auf. Ja richtig, Erika Brunngraber, die Tochter von Rudolf Brunngraber der &#8220;Zucker aus Kuba&#8221; geschrieben hat, das Ruth Asp\u00f6ck in ihrer Edition die Donau hinunter auch als eines ihrer ersten B\u00fccher auflegte, war auch im Publikum und weiter ging es nach Italien. Da las Ruth Asp\u00f6ck zuerst etwas von einem sch\u00f6nen Haus, Robert Eglhofer folgte mit seinen Paliano-Erlebnissen, wo es eine Frau namens Rafaela gab, die das literarische Quartier putzte und flie\u00dfend Deutsch sprach, w\u00e4hrend die Fahrt von der Station Termini bis nach Paliano eine ziemliche Irrfahrt war, weil kein Mensch sie verstanden hat.<br \/>\nNachher gab es eine Pause mit Gespr\u00e4chen, dann trug Ruth Asp\u00f6ck vor, wie sie einmal von Valencia nach Madrid gefahren ist, in Madrid hat sie w\u00e4hrend des Putsches ja studiert und dar\u00fcber das Buch &#8220;Ausnahmezustand f\u00fcr Anna&#8221; geschrieben. Der B\u00fcchertisch auf dem auch die Volksstimmeanthologien und die &#8220;Donaugeschichten&#8221;, B\u00fccher also in denen auch meine Texte enthalten sind, lagen, hat sich wegen den g\u00fcnstigen Verkaufsbedingungen \u00fcbrigens schnell gelehrt, ich habe die meisten ihrer B\u00fccher aber schon. Am Schlu\u00df kam wieder Robert Eglhofer mit einem England-Text und schilderte  seine Reiseerfahrungen, die er mit Ruth wegen ihres Grillparzer Projekts machte. In Istambul, Venedig, Rom war er mit ihr schon, diesmal hat sie ihn auch nach England mitgenommen, weil dort der grantige Dichter und Wiener Hofrat 1836 war, er ist also viel mit der Postkutsche herumgereist. Ruth Asp\u00f6ck reist in der Pension seinen Spuren nach und hat den ehemaligen Englischlehrer sozusagen als Assistenten mitgenommen und ist mit ihm \u00fcberall gewesen, wo, wie sie seinen Tageb\u00fcchern entnahm, Grillparzer gewesen ist. Robert Eglhofer schilderte genial, da\u00df sie die Grillparzerspuren nicht gefunden haben, denn das Hotel, wo er abstieg, gibt es nicht mehr, sie sind dann zwar ins Parlament gegangen, aber \u00fcberall hie\u00df es nur &#8220;Grillparzer who?&#8221; und nur die Dame vom Kulturinstitut schickte sie in eine Galerie, weil dort Anselm Kiefer eine Ausstellung mit dem Titel &#8220;Des Meeres und der Liebe Wellen&#8221; hatte.<br \/>\nDann haben wir Ingeborg Reisner mit der ich noch ein bi\u00dfchen \u00fcber ihre literarischen Anspr\u00fcche diskutierte zum Bahnhof nach St. P\u00f6lten gebracht und sind nach Harland gefahren, wo die Sommerfrische trotz des na\u00dfkalten Wetters \u00fcber das der Alfred kr\u00e4ftig schimpft, beginnt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich zum Ferienbeginn und dem der Sommerfrische kam eine Einladung zum Thema Reisen in die &#8220;Kultur Mitte&#8221; in Krems. 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