{"id":77687,"date":"2019-11-25T22:26:39","date_gmt":"2019-11-25T21:26:39","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=77687"},"modified":"2019-11-25T22:26:39","modified_gmt":"2019-11-25T21:26:39","slug":"der-utopische-raum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=77687","title":{"rendered":"Vom utopische Raum zum roten Wien"},"content":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren gibt es ja im November die &#8220;Literatur im Herbst&#8221; im &#8220;Odeon&#8221;, die Walter Famler\u00a0 und die &#8220;Alte Schmiede&#8221; veranstalten, beziehungsweise wurde die &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; dadurch abgel\u00f6st und in den ersten Jahren waren meist osteurop\u00e4ische L\u00e4nder das Thema. Die ersten Jahre habe ich wegen meines Geburtstagsfestes ohnehin vers\u00e4umt, dann bin ich, glaube ich, als Griechenland das Thema war, das erste Mal hingegangen, bei Rumn\u00e4nien war ich, glaube ich, auch, dann <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/06\/jugoslavija-revisited\/\">wurde<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/07\/jugoslawija-revisited-ii\/\">&#8220;Jugoslawien<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/08\/jugoslavija-revisited-iii\/\"> revisited&#8221;<\/a>,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/17\/gender-tun-und-lassen\/\"> gegendert<\/a> wurde auch, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/20\/echos-aus-japan\/\">Japan<\/a> war daran und vor zwei Jahren ging es um die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/11\/26\/dialektik-der-befreiung\/\">&#8220;Dialektik der Befreiuung&#8221;<\/a>, da wurde, glaube ich, schon das Thema &#8220;Zukunft&#8221; thematisiert, im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/11\/26\/anderswelten\/\">Vorjahr<\/a> ist es um <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/03\/21\/utopie-workshop\/\">Utopien<\/a> beziehungsweise Dystopien gegangen und da wurde von Walter Famler schon der utopische Raum, ein Ort f\u00fcr diesbez\u00fcgliche Diskurse geschaffen, w\u00e4hrend ich mit dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/12\/23\/weihnachten-im-weltall\/\">Uli<\/a> und das war vielleicht auch eine Utopie, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=sungs+laden\">&#8220;Sungs Laden&#8221;<\/a> gelesen habe.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr hat es dann im Schauspielhaus eine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/02\/18\/zweimal-schauspielhaus\/\">&#8220;Debattenschmiede&#8221;<\/a> zu diesem Thema gegeben und ich glaube auch noch ein paar Mal, die ich aber vers\u00e4umte und heuer ist das ganze Festival diesem Thema gewidmet und, wie ich auf einem Blick ins Programm bef\u00fcrchte, mir zu theoretisch und zu wenig Literatur.<\/p>\n<p>ich habe aber die Autogrammsammlerin und Erika Parovsky im Publikum gesehen. Walter Famler hat verk\u00fcndet, da\u00df der Er\u00f6ffnungsvortrag in englischer Sprache stattfinden wird und die deutsche \u00dcbersetzung ausgeteilt. Die Kulturstadtr\u00e4tin der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler hat er\u00f6ffnet und dann kam der Er\u00f6ffnungsvortrag &#8220;Europ\u00e4ische Utopie von unten&#8221;, der sich haups\u00e4chlich auf die Wende von 1989 bezog von der 1946 geborenen britischen Autorin Mary Kaldor die anschlie\u00dfend dar\u00fcber mit\u00a0 Shalini\u00a0 Randeria, der Rektorin des Instituts f\u00fcr Wissenschaften diskutierte.<\/p>\n<p>Am Samstag ging es dann zum &#8220;Utopischen Raum I&#8221;, zum Thema &#8220;Weltb\u00fcrger und Grenzen&#8221;.<\/p>\n<p>&#8220;Willkommen!&#8221;, begr\u00fc\u00dfte der Moderator und Organisator Ilija Trojanow, die beiden Vortragenden Andreas Cassee und Niccolo Milanese.<\/p>\n<p>Der\u00a0 1982 geborene Schweizer Philosoph Andreas Cassee, der ein Buch \u00fcber die &#8220;Globale Bewegungsfreiheit&#8221; geschrieben hat, setzte sich sehr f\u00fcr diese ein, w\u00e4hrend das Referat des 1984 geborenen, in Paris lebenden Niccolo Milanese \u00fcber die &#8220;heimatlosen Weltb\u00fcrger ging.<\/p>\n<p>Dann wurde es Realpolitisch, beziehungsweise wurde nach den Utopien in der Politik gefragt und da diskutierte Oliver Scheiber mit der gr\u00fcnen Vizeb\u00fcrgermeisterin Birgit Hebein, die ja gerade mit den T\u00fcrkisen die neue Regierung verhandelt und der 1980 im Kongo geborenen \u00c4rztin und stellvertrende Bezirksvorsteherin des erstens Bezirks Mireille Ngosso, sowie Daniela Patsch, die f\u00fcr die Europawahl kanditierte und die sich autofreie Stra\u00dfen w\u00fcnscht,\u00a0 \u00fcber dieses Thema.<\/p>\n<p>Am Schlu\u00df gab es noch ein utopisches Konzert, n\u00e4mlich zwei D\u00e4nen, die sich ihre Musik zusammensampeln und im Anschlu\u00df noch dar\u00fcber diskutierten, wie das mit dem Copyright ist.<\/p>\n<p>Am Sonntag ging es zuerst in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; und da gab es wieder in englischer Sprache, wahrscheinlich wegen der Transnationalit\u00e4t am Podium ein Gespr\u00e4ch \u00fcber\u00a0 &#8220;Transnationalism or Barbarism&#8221;, wobei den Disktutanten Holly Case, Niccolo und Jyoti Misttri, die Barbarei etwas abhanden gekommen waren.<\/p>\n<p>Jyoti Mistry die aus S\u00fcdafrika kommt und jetzt in G\u00f6teburg lebt zeigte zuerst einen Film &#8220;When i get up i become a black man&#8221;, wobei ein Schwarzer durch die Gegend rannte, das Alphabet rezitierte und ein kleiner Buc aus den f\u00fcnzigerjahren nat\u00fcrlich &#8220;Wenn ich gro\u00df werde, werde ich Neger!&#8221;, sagte und ich habe Walter Famler auf die fehlende Literatur angesprochen, aber Holly Case, hat den &#8220;Magicmountain&#8221; erw\u00e4hnt und ich habe mir gedacht, da\u00df <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/schweizer-literaturpreis\/\">Sibylle Bergs &#8220;Buchpreisbuch&#8221;<\/a> gut dazu gepasst h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Am Nachmittag ging es dann im Odeon-Theater weiter mit dem &#8220;Utopischen Raum&#8221;, da diskutierte Ilija Trojanow mit Alexandra Strickner von Attac und Ulrich Brand, der f\u00fcr Harald Weizer eingesprungen ist, was ein gutes Leben ist und welche Visionen oder Phantasien es daf\u00fcr braucht\u00a0 und dar\u00fcber, da\u00df der Mensch vor den Investitionen kommen mu\u00df.<\/p>\n<p>Dann kam der 1935 geborene franz\u00f6sische\u00a0 Etnologe und Antropologe\u00a0 Marc Auge, der mit seiner \u00dcbersetzerin ein St\u00fcck aus seinem Buch &#8220;Die Zukunft der Erdbewohner&#8221;, las und dann folgte nach einer l\u00e4ngeren Pause, wo ich ich endlich dazu kam, im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/oesterreichischer-buchpreis\/\">zweiten \u00f6st Debutbuch Tanja Raichs &#8220;Jesolo&#8221;<\/a> zu lesen, die Abschlu\u00dfdiskussion &#8220;Alle Wege f\u00fchren nach Utopia&#8221;, wo Walter Famler seine Ideen zum &#8220;Utopischen Raum&#8221;, den er weiterverfolgen will, noch einmal mit Ilija Trojanow, der auch daran beteiligt ist, vorstellte und die anderen Podiumsteilnehmer, beziehungsweise das Publikum befragte, welche Themen sie sich dazu w\u00fcnschen?<\/p>\n<p>Mein utopischer Raum ist wahrscheinlich das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/07\/03\/elf-jahre-literaturgefluester\/\">&#8220;Literaturgefl\u00fcster&#8221;<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/10\/04\/es-ist-wieder-donnerstag\/\">politisch<\/a> bin ich allerdings auch und w\u00fcnsche mir eine bessere, empathische, achtsamere und solidarischere Welt und am ging es im Schauspielhaus mit dem &#8220;Roten Wien&#8221;, das ja auch sehr wichtig ist oder war, weiter, so da\u00df sich der utopische Raum in die &#8220;Gegenwart des roten Wiens&#8221; eingliederte, was eine weitere Veranstaltungsreihe der &#8220;Alten Schmiede&#8221;,darstellt, die diese Woche dort stattfinden wird.<\/p>\n<p>In der &#8220;Debattenschmiede diskutierte Walter Famler mit dem experimentellen Dichter<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/05\/stadt-wien-stipendiaten\/\"> Dieter Sperl,<\/a> endlich Literatur k\u00f6nnte man sagen. Es ging aber um Architektur und um die Ausstelung, die es im MUSA zu sehen gibt, die von Werner-Michael Schwarz, dem zweiten Diskutanten am Podium, kuratiert wurde.<\/p>\n<p>Vor hundert Jahren haben die Sozialdemokraten die Wahlen gewonnen und mit dem sozialen Wohnbau im Gemeindebau begonnen.ich bin ja in einem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/20\/erinnerungen\/\">solchen aufgewachsen.<\/a> Es gab aber was ich nicht wu\u00dfte, auch eine Siedlerbewegung und eine &#8220;Freihaussiedlung&#8221; und die lud Dieter Sperl offenbar zu einem Projekt ein, so da\u00df er dort eine Zeitlang herumspazierte, schrieb, fotografierte und mit den Bewohnern ins Gespr\u00e4ch kam. Einen Teil eines so entstandenen Textes &#8220;Lost Paradise&#8221; las er vor und ich habe ja im roten Gemeindebau die soziale Kontrolle sehr stark und als eher unangenehm empfunden. De Dame neben mir war aber sehr begeistert von der Idee, da\u00df den Arbeitern eine Trutzburg oder Schl\u00f6\u00dfer gebaut wurden und das rote Wien war damals ein utopischer Raum, der sich ver\u00e4ndert hat in dieser Art und Weise aber\u00a0 noch immer besteht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren gibt es ja im November die &#8220;Literatur im Herbst&#8221; im &#8220;Odeon&#8221;, die Walter Famler\u00a0 und die &#8220;Alte Schmiede&#8221; veranstalten, beziehungsweise wurde die &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; dadurch abgel\u00f6st und in den ersten Jahren waren meist osteurop\u00e4ische L\u00e4nder das &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=77687\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[199,3610,4353,4946,5053,5958],"class_list":["post-77687","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-alte-schmiede","tag-literatur-im-herbst","tag-odeon","tag-rotes-wien","tag-schauspielhaus","tag-utopien"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=77687"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77687\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=77687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=77687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=77687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}