{"id":794,"date":"2009-01-30T19:20:21","date_gmt":"2009-01-30T18:20:21","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=794"},"modified":"2009-01-30T19:20:21","modified_gmt":"2009-01-30T18:20:21","slug":"neues-von-der-schreibefront","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=794","title":{"rendered":"Neues von der Schreibfront"},"content":{"rendered":"<p>Bevor es nach Harland ins Wochenende geht noch einen Kurzbericht.<br \/>\nMit dem Schreiben geht es aufw\u00e4rts. Ich bin eigentlich immer sehr schnell und habe  das 6. Sarah Kapitel &#8220;Pflegenotstand&#8221; abgeschlossen.<br \/>\nJetzt fehlt noch der Epilog, bei dem die zehnj\u00e4hrige Naomi nach der Schule im Kaufhaus Gerngross herumspaziert, den werde ich wahrscheinlich in Harland schreiben.<br \/>\nDen Prolog, die Hundertjahrfeier habe ich vor einem knappen Monat Anfang J\u00e4nner, auch in Harland gemacht.<br \/>\nDas w\u00e4re dann der Rohentwurf, der so an die f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Seiten haben wird.<br \/>\nWenn ich wieder in Wien  bin, kommt  die Entscheidung, lasse ich es kurz oder gehe ich das Ganze nochmal durch und fange mit den Einzelszenen an?<br \/>\nEin Teil in mir ist f\u00fcr das Laissez faire, denn ich denke das Konzept ist gut und die Idee es so zu machen, auch originell.<br \/>\nDie Sarah Albert Geschichte lie\u00dfe sich aber nat\u00fcrlich auch noch ausarbeiten.<br \/>\nEigentlich toll, da\u00df ich in vier Wochen den Entwurf so hinbekommen habe, wenn ich es so lassen sollte, korrigiere ich dann aber wieder einige Monate herum.<br \/>\nMeistens \u00e4ndert sich nach dem Rohentwurf bei mir nicht mehr sehr viel und wenn ich \u00fcber die Wirkung nach au\u00dfen reflektiere, so ist es nat\u00fcrlich die Frage, ist eine Erz\u00e4hlung \u00fcber hundert Jahre Steinhof das Neue, was der Literaturbetrieb sucht und will?<br \/>\nF\u00fcr mich war es aber eine interessante Idee und die Arbeit bis jetzt sehr spannend und  das Schreiben dar\u00fcber auch sehr lehrreich.<br \/>\nUnd dann stellt sich die Frage, wie ich damit bemerkt und gelesen werde und mehr Feedback bekomme? Die Anerkennung also mit der Christa Nebenf\u00fchr so Schwierigkeiten hat, die aber doch sehr wichtig ist und das ist auch mein Problem, da\u00df ich da unzufrieden bin. Mit dem Schreiben bin ich das nicht mehr so sehr.<br \/>\nFr\u00fcher habe ich das Ganze  kopiert und an die Verlage geschickt, an die vierzig bis f\u00fcnfzig Mal.<br \/>\nLeider war die Resonanz negativ, so da\u00df Alfred auch schon vor fast zehn Jahren, die Idee des Selbermachens hatte und mir das erste Buch, die &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnisse&#8221;, zum Geburtstag schenkte.<br \/>\nAn sich ist das  eine tolle Idee und die M\u00f6glichkeiten des Digitaldrucks sind eigentlich sehr gut. Schnell und billig, so da\u00df ich damit zufrieden bin, nur l\u00e4\u00dft die Reaktion, die von au\u00dfen kommt sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<br \/>\n&#8220;Was ist das? Eigenverlag? Das wollen wir nicht!&#8221;<br \/>\nOhne sich die M\u00fche zu machen hinein zu schauen. Und das ist dann sehr frustriend und ich habe das Gef\u00fchl \u00fcber zu bleiben, was ich ja  nicht will und ein sehr unangenehmes ist.<br \/>\nLeider leider, ich wei\u00df auch nicht warum, scheint es bei mir mit den Verlagen nicht zu klappen,  ich h\u00f6re  aber  von den Kollegen, die es  bei den Kleinverlagen versuchen, auch nur Klagen, was da alles schiefgeht, obwohl alle sehr fixiert darauf sind.<br \/>\nSo tendiere ich es bei dem Gewohnten zu belassen,  weil ich das schon kenne und eigentlich ein selbst\u00e4ndiger Mensch bin und meine B\u00fccher auch sehr sch\u00f6n finde, nur sagen dann die anderen, es fehlt der Vertrieb und es ist ja auch recht schwierig zu Lesungen zu kommen, siehe beispielsweise Literaturhaus oder &#8220;Rund um die Burg&#8221;.<br \/>\nEin bi\u00dfchen mehr w\u00fcrde ich also schon gern bemerkt werden, schon um zu zeigen, da\u00df ich es kann.<br \/>\nSoll ich also wieder eine Initiative  starten und versuchen einen Verlag zu finden, um mir die Chance  nicht selber wegzunehmen, wie ich manchmal das Gef\u00fchl habe, da\u00df ich das mit dem Selbermachen tue, was ich ja auch nicht will?<br \/>\nInteressante Fragen im Zwischenschreibproze\u00df, denen ich wieder etwas ratlos gegen\u00fcberstehe, vielleicht hat aber einer meiner Leser eine Antwort f\u00fcr mich.<br \/>\nAnsonsten habe ich gestern  B\u00e4rbel Dannebergs &#8220;Alter Vogel, flieg&#8221;, gelesen, das mir sehr gefallen hat. Hier gibt es auch drei Aspekte, die Tagebuchpassagen aus dem Alltag einer pflegenden Tochter, daneben Briefe und Erinnerungen von Kindheit und Jugend der Mutter und dazwischen sind immer wieder gesellschaftspolitische Gedanken eingeblendet.<br \/>\nEin ergreifendes Buch, das ich wirklich sehr empfehlen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor es nach Harland ins Wochenende geht noch einen Kurzbericht. Mit dem Schreiben geht es aufw\u00e4rts. Ich bin eigentlich immer sehr schnell und habe das 6. Sarah Kapitel &#8220;Pflegenotstand&#8221; abgeschlossen. 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