{"id":79963,"date":"2020-01-24T00:01:22","date_gmt":"2020-01-23T23:01:22","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=79963"},"modified":"2020-01-24T00:01:22","modified_gmt":"2020-01-23T23:01:22","slug":"die-wunderkammer-der-deutschen-sprache","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=79963","title":{"rendered":"Die Wunderkammer der deutschen Sprache"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein weiteres Schmankerl beziehungsweise ein Buch, das wegen seiner Ausstattung und Inhalt auch zu den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/26\/schoenste-buecher-und-hoerspielgala\/\">sch\u00f6nsten B\u00fcchern<\/a> gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnte, die ja jetzt wieder in der Hauptb\u00fccherei ausgestellt sind, ein Buch \u00fcber die deutsche Sprache in allen ihren Facetten, sch\u00f6n bebildert und illustriert, &#8220;gef\u00fcllt mit Wortsch\u00f6nheiten, Kuriosit\u00e4ten, Alltagspoesie und Episoden der Sprachgeschichte&#8221;, wie noch am Cover steht, herausgegeben von Thomas B\u00f6hm und Carsten Pfeifer und ein paar B\u00fccher, die so \u00e4hnlich sind, habe ich ja schon vor l\u00e4ngerer Zeit, als es den Blog der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/11\/raum-und-zeit-versinnlichungen\/\">Christiane Zintzen<\/a> noch gegeben hat, die jetzt ja zu einem Chris geworden ist, eine Einladung zu einer Veranstalltung ins Bundeskanzleramt bekommen, wo das Buch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/01\/seitenweise-und-atemwende\/\">&#8220;Seitenweise- Was das Buch ist&#8221;<\/a>, vorgestellt wurde, das man sich dann mitnehmen konnte.<\/p>\n<p>Das ist nicht ganz so sch\u00f6n bebildert, sondern eher mit Artikeln gef\u00fcllt, ich habe es auch noch nicht gelesen, da ich bei den Rezensionsexemplaren aber schneller bin, ein Gang durch die &#8220;Wunderkammer&#8221;, was ja auch so ein sch\u00f6nes Wort ist und im Vorwort wird auch gleich erkl\u00e4rt, da\u00df in den &#8220;Wunderkammern&#8221; fr\u00fcher die Kuriosit\u00e4ten des Lebens, also &#8220;Tierpr\u00e4parate, Muscheln, Narwahlz\u00e4hne&#8221;, etcetera ausgestellt wurden.<\/p>\n<p>In der &#8220;Wunderkammer der deutschen Sprache&#8221; gibt es auch einige Kuriosit\u00e4ten und es beginnt sehr interessant, mit den Br\u00fcder <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/26\/grimms-worter\/\">Grimm<\/a> und den M\u00e4rchens\u00e4tzen, denn h\u00e4tten Sies gedacht, nicht alle M\u00e4rchen enden mit &#8220;&#8230;und wenn sie nicht gestorben sind&#8230;.&#8221;, sondern eigentlich nur sehr wenige.<\/p>\n<p>&#8220;Katze und Maus in der Gesellschaft&#8221;, endet beispielsweise mit &#8220;&#8230;siehst du so gehts in der Welt&#8221; und &#8220;H\u00e4nsel und Gretel &#8220;&#8230;mein M\u00e4rchen ist aus, dort l\u00e4uft eine Maus, wer sie f\u00e4ngt, darf sich eine gro\u00dfe gro\u00dfe Pelzkappe daruas machen.&#8221;<\/p>\n<p>Es gibt den Nachtjargon&#8221;, also das was die Dirnen,\u00a0 die Zuh\u00e4lter und die T\u00fcrsteher vor den Lokalen so sprechen, da ist das oder der &#8220;Hachel&#8221; ein &#8220;Messer&#8221; und die &#8220;B\u00fcgelschwalbe&#8221; eine &#8220;Amateurprostituierte&#8221;.<\/p>\n<p>Schriftsteller wie Karen Duve, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/07\/21\/consummatus\/\">Sibylle Lewitscharoff<\/a>, etcetera, wurden nach ihren Lieblingsworten gefragt und Karen Duve hat den Stab, der an der Supermarkasse liegt einfach &#8220;Lunk&#8221; oder &#8220;Warenlunk&#8221; genannt und redet nun alle an der Kasse an, ihr doch diesen bitte zu geben.<\/p>\n<p>Die Herkunft der Speisennamen also, wie der &#8220;Kaiserschmarrn&#8221; zu einem solchen wurde, wird hinterfragt, beziehungsweise aufgekl\u00e4rt, wo dann meistens steht, da\u00df das, was da gedeutet wird, meistens erfunden war.<\/p>\n<p>Es gibt das &#8220;Schndah\u00fcpfln&#8221;: &#8220;Mir samma, samma mir! Was kost na die Welt? Hams Gwand volla Taschn und nirgends koa Geld&#8221;<\/p>\n<p>Der Unterschied zwischen den &#8220;Homonymen&#8221;, den &#8220;Polysemen&#8221;, den &#8220;Homographen&#8221; und den &#8220;Homophonen&#8221; wird erkl\u00e4rt und dann kommt es zu den &#8220;Verdeutschungen&#8221;.<\/p>\n<p>Manche W\u00f6rter haben sich eingeb\u00fcrgert, wie &#8220;Bibliothek&#8221; f\u00fcr die &#8220;B\u00fccherei&#8221; oder umgekehrt, manche nicht, so sagt man nicht &#8220;Scheidekunst&#8221; zur &#8220;Chemie&#8221; und auch nicht &#8220;Gesichtskreis&#8221; zum &#8220;Horizont&#8221;.<\/p>\n<p>Es gibt das erste &#8220;Grossw\u00f6rterbuch der Deutschen Sprache&#8221;, das von Johann Christoph Adelung (1732 &#8211; 1806) stammt und sehr interessant, weil ich ja erst vor kurzem \u00fcber das Leben mit einem Dreij\u00e4hrigen gelesen habe, die &#8220;50 W\u00f6rter, die die Zweij\u00e4hrigen&#8221; wissen m\u00fcssen. Das wird in einer der &#8220;Mutter-Kind-Pa\u00df-Untersuchung&#8221; abgegr\u00fcrft und ein paar solcher Kalauer, wie <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=79869&amp;preview=true\">Jan Dosendorfer<\/a> sie aufgeschrieben hat und ich mich aus dem Sprachschatz der Anna erinnern kann, gibt es auch zu lesen:<\/p>\n<p>&#8220;In meinem Becher sind meine Packterien&#8221;, beispielsweise oder &#8220;Tr\u00e4gst du die Brille bis du tot bist?&#8221; und da kann ich gleich ein Erlebnis anf\u00fcgen, das ich mal in der &#8220;Sigmund Freud-Uni&#8221; hatte, als da eine \u00e4ltere Dame, wahrscheinlich eine Psychoanalytikerin, sich sehr bei ihrer Freundin dar\u00fcber mokierte, als ihre Enkelin oder Enkel sie fragte &#8220;Wann sie sterben wird?&#8221;<\/p>\n<p>Sie war sichtlich emp\u00f6rt dar\u00fcber und hat das mindestens eine halbe Stunde sprachlich und lachend zu bew\u00e4ltigen versucht. Ich habe mir gedacht, da\u00df,ich, der Lia, f\u00fcge ich heute hinzu, ganz unger\u00fchrt: &#8220;Das wei\u00df ich nicht, aber wahrscheinlich in zwanzig Jahren!&#8221;, antworten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nach der &#8220;Nachsprache&#8221;, gibt es die &#8220;Sprache der Burschen&#8221; , die ihren Barbier &#8220;Balbuz&#8221; und einen &#8220;Studenten, welcher sich in einen Zweikampf einl\u00e4sst, ohne etwas von der Fechtkunst zu verstehen: &#8220;Naturalist&#8221; nannten. Man sieht diese Sammlung ist schon \u00e4lter, aber vielleicht wird manches noch von unseren Burschenschaftlern gebraucht.<\/p>\n<p>Wie man den &#8220;Churf\u00fcrsten&#8221; und den &#8220;Kaiser&#8221; anzureden hat, wird auch erw\u00e4hnt und dann gibts interessant, das Kapitel, das, sich &#8220;Dichter beschimpfen Dichter nennt&#8221; und da erw\u00e4hne ich nur ein besonders sch\u00f6nes und auch sicher aktuelles Beispiel, hat doch &#8220;Du bist doch das Lieblingsbuberl des deutschen Feuilletons. Deine Literatur ist doch nur mit dem Kopf ausgedacht, und zwar mit einem Limonadenkopf&#8221;, Herbert Achternbusch zu oder \u00fcber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/10\/10\/nobelpreis-an-peter-handke-und-olga-tokarczuk\/\">Peter Handke<\/a> gesagt und da kann ich an das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/10\/16\/verpasste-buchmesse\/\">Literaturcafe erinnern, wo vor kurzem Peter Handke ja als &#8220;Einschlafhilfe&#8221; bezeichnet wurde.<\/a><\/p>\n<p>Die schwarze Kunst, die Buchdruckkunst&#8221; gibt es auch. Also wer wissen will was &#8220;Flattersatz&#8221;, ein &#8220;Bengel&#8221;, ein Furz, ein Schusterjunge&#8221; ist?, bitte auf den Seiten 78 -80 nachlesen.<\/p>\n<p>Das &#8220;Vater unser&#8221; wird in seinen verschiedenen historischen Formen von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/03\/26\/evangelio\/\">Martin Luther<\/a> bis ins Altdeutsche dargestellt und die &#8220;Worte- beziehungsweise die &#8220;Unworte des Jahres&#8221; gibt es auch.<\/p>\n<p>Das hier ist, wie man sicher merken konnte, ein deutsches Buch, in \u00d6sterreich werden diese Worte jetzt aber auch gez\u00e4hlt und da war 2018 <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/01\/07\/die-neue-regierung\/\">&#8220;Schweigekanzler&#8221;<\/a> das &#8220;Wort des Jahres&#8221; und &#8220;Datenschutzgrundverordnung&#8221; wurde zum &#8220;Unwort&#8221; gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Es gibt den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/05\/11\/und-alles-ohne-liebe\/\">&#8220;Fontane-Code&#8221;<\/a>, denn der hat offenbar in seinem Schreiben sehr lange Worte, wie beispielsweise &#8220;Bekleidungszust\u00e4nde&#8221;, Erzieherinnenlaufbahn&#8221; oder &#8220;Gespensterbed\u00fcrfnis&#8221; gebraucht.<\/p>\n<p>Dann wird &#8220;Luther auf Maul geschaut&#8221; und untersucht, welche Worte er gern verwendete. Die Vogelnamen, die es so gibt, werden aufgez\u00e4hlt und das &#8220;J\u00e4gerlatein&#8221; bzw. die &#8220;Waidmannsprache&#8221;.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/26\/sunde-gute-blitz\/\">Georg Klein<\/a> zitiert &#8220;zehn zauberhafte Umstandsw\u00f6rtlein&#8221;, wie &#8220;vielerorts&#8221; und &#8220;offenkundig&#8221;.<\/p>\n<p>Kurt Tucholsky ist ein Artikel gewidmet, den er unter dem Pseudonym Peter Panther &#8220;Man sollte mal&#8230;&#8221; herausgegeben hat. Und im deutsch-\u00f6sterreichischen, beziehungsweise deutsch-schweizerischen K\u00fcchenlexikon wird erkl\u00e4rt, da\u00df abbrennen &#8211; flambieren, beziehungsweise Pf\u00fcmi- Plaumenschnaps hei\u00dft.<\/p>\n<p>&#8220;Verdrehte Weisheiten&#8221;, wie &#8220;Ein leichter Schlag auf den Hinterkopf ist kein Ponyhof&#8221; oder &#8220;Ist die Katze aus dem Haus haben die Kr\u00fcmel&#8221; zu schweigen, gibt es auch und dann die &#8220;Scheinanglizismen&#8221;, aber da habe ich schon gewu\u00dft, da\u00df man im englischen Raum, das Wort &#8220;Handy&#8221; nicht kennt, weil das nur &#8220;denglisch&#8221; ist.<\/p>\n<p>Der Koran kann man erfahren, wurde schon von Friedrich R\u00fcckert und noch anderen ins Deutsche \u00fcbersetzt und einen Blick in den Wortschatz der DDR gibt es auch, die haben versucht die Anglizismen zu vermeiden und daher &#8220;Kaskadeur&#8221; zum &#8220;Stuntman&#8221; gesagt, bzw &#8220;Arbeiterschlie\u00dffach&#8221; zum Plattenbau und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/01\/mein-leben\/\">Walter Ulbricht<\/a> &#8220;Spitzbart&#8221; genannt.<\/p>\n<p>Die H\u00f6hen der &#8220;Bu\u00dfgelder f\u00fcr Zungens\u00fcnder im Stra\u00dfenverkehr&#8221; werden angef\u00fchrt, so mu\u00dfte man beispielsweise bis 4000 Euro f\u00fcr das &#8220;Zeigen des Stinkefingers&#8221; zahlen.<\/p>\n<p>Dann gehts zur schw\u00e4bischen Mundart und wir erfahren, da\u00df da die Verwandtschaft &#8220;Bagasch&#8221; genannt wird und man &#8220;Bledda Sogga!&#8221;, schimpft. Was da wohl an Bu\u00dfgeld zu zahlen ist?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/11\/10\/von-der-buch-wien-zur-buch-basel\/\">Franz Hohler<\/a> mag die Worte &#8220;gehen&#8221;, &#8220;Postauto&#8221; und &#8220;J\u00e4ssli&#8221; was ein Kartenspiel ist und<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/27\/picknick-der-friseure\/\"> Felizitas Hoppe<\/a> hat gleich eine ganze Menge von Lieblingsworten angegeben.<\/p>\n<p>Dann kommen wir zum <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/27\/ein-liebender-mann\/\">gro\u00dfen Goethe<\/a>, der hier nat\u00fcrlich nicht fehlen kann, betrachten zuerst einmal ein wenig seinen Wortschatz und dann h\u00f6chst aktuell angesichts dieser &#8220;Oma-Umweltsau-Debatte&#8221;, ein Gedicht, das der Herr Geheimrat geschrieben hat als er sich \u00fcber seine Kritiker \u00e4rgerte:<\/p>\n<p>&#8220;Und kaum ist mir der Kerl so satt<\/p>\n<p>Tut ihn der Teufel zum Nachbar f\u00fchren,<\/p>\n<p>\u00fcber mein Essen zu r\u00e4sonnieren:<\/p>\n<p>&#8220;Die Supp h\u00e4tt k\u00f6nnen gew\u00fcrzter sein,<\/p>\n<p>Der Braten brauner, firner der Wein.&#8221;<\/p>\n<p>Der Tausendsackerment&#8221;<\/p>\n<p>Schlagt ihn tot, den Hund&#8221;<\/p>\n<p>Es ist ein Rezensent!&#8221;<\/p>\n<p>So soll man nicht,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/08\/23\/ueber-humor-und-ironie\/\"> ironisch oder nicht<\/a>, kommentieren, damals und heute nicht, f\u00fcge ich hinzu und gehe auf die n\u00e4chste Seite, um zu lesen:<\/p>\n<p>&#8220;Goethe ist im Grund nichts anderes als der Heilpraktiker der Deutschen, der erste deutsche Geisteshom\u00f6opath. Das ganze deutsche Volk f\u00fchlt sich gesund. Aber Goethe ist ein Scharlatan, wie die Heilpraktiker Scharlatane sind, und die Goethesche Dichtung und Philosophie ist die gr\u00f6\u00dfte Schalatanierie der Deutschen.&#8221;<\/p>\n<p>Wer hat das geschrieben? Machen wir ein<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/02\/12\/12-februar\/\"> R\u00e4tsel<\/a> daraus, die ja in dem Buch\u00a0\u00a0 auch noch vorkommen. Auf Seite 191 steht die Antwort, ganz unten rechts, f\u00fcge ich hinzu und ziehe weiter durch das Buch, komme zu den &#8220;Anagramen&#8221; und den &#8220;Palindromen&#8221;, den &#8220;R\u00e4tseln&#8221;, wie schon erw\u00e4hnt und vielleicht auch ganz spannend, kommen wir zu den hundert Ausdr\u00fccken, wie man das m\u00e4nnliche Glied noch benennen kann. Das ist im Buch in eine sch\u00f6ne Graphik gebunden, die man sich unbedingt ansehen soll und dann kommen wir schon zur &#8220;Schundliteratur&#8221; oder zum Heftchen-, Kriminal- oder Geisterroman, die wie man sieht, gar nicht so triviale Titel haben.<\/p>\n<p>Die Zitate \u00fcber die deutsche Sprache sind auch sehr interessant:<\/p>\n<p>&#8220;Ich beherrsche die deutsche Sprache, aber sie gehorcht nicht immer.&#8221;, hat <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/07\/25\/marlene\/\">Alfred Polgar<\/a> beispielsweise gesagt\u00a0 und<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/26\/die-tante-jolesch\/\"> Friedrich Torberg<\/a> meinte &#8220;Deutsch ist die gemeinsame Sprache, die Deutsche und \u00d6sterreicher trennt.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Wir Deutschen haben die Welt beherrscht, fremde V\u00f6lker, die Nordsee und die Natur &#8211; den Konjunktiv nie.&#8221; unkt Dieter Hildebrandt scharf, w\u00e4hrend der gute alte Fontane viel sanfter ist und &#8220;Mit gutem Deutsch und schlechten Franz\u00f6sisch kommt man \u00fcberall durch.&#8221;<\/p>\n<p>Da\u00df man heute dazu wohl Englisch beziehungsweise Denglisch braucht, steht vorher schon geschrieben.<\/p>\n<p>Und was Heinrich Heine \u00fcber Deutschland gedacht und geschrieben hat &#8220;Denkt man an Deutschland in der Nacht&#8230;&#8221; ist auch sehr interessant.<\/p>\n<p>Dann wird es wieder modern und wir kommen in die Neuzeit und zu der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/07\/31\/leichte-sprache-leichter-lesen\/\">leichten und einfachen Sprache<\/a> um die man sich jetzt ja sehr bem\u00fcht, um <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/12\/03\/der-dreizehnte-ohrenschmaus\/\">Menschen mit Lernschwierigkeiten<\/a> oder denen die noch nicht so gut Deutsch oder nicht sinnerfassend lesen k\u00f6nnen, das Verstehen von Texten zu erleichtern.<\/p>\n<p>Der Einflu\u00df der Zensur wird am Beispiel eines Briefes von Bruno Vogel &#8220;Es lebe der Krieg&#8221;, weitere Hinweise auf Seite 229 erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Und dann kommen oder bleiben wir bei oder &#8220;\u00dcber B\u00fccher, Literatur, Kritik und den Buchmarkt&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Ein Buch mu\u00df die Axt sein f\u00fcr das gefrorene Meer in uns&#8221;, hat <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/11\/21\/kafka-wege-in-berlin-und-einundzwanzigster-nanotag\/\">Kafka<\/a> ja einmal gesagt, ein Zitat, das in den B\u00fccherblogs oft zu finden ist und dem ich eigentlich nicht so ganz zustimme und wenn wir wieder zu Goethe schielen:<\/p>\n<p>Gewisse B\u00fccher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.&#8221;<\/p>\n<p>Goethe wird wohl auch das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/08\/19\/rechtschreibregeln\/\">scharfe &#8220;\u00df&#8221;<\/a> verwendet haben, wie wahrscheinlich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/09\/11\/kafka-wege-um-das-sanatorium-hoffmann\/\">Franz Kafka<\/a> und ich nat\u00fcrlich und, um nochmal Theodor Fontane zu zitieren, ein Zitat, das mir diesmal gef\u00e4llt:<\/p>\n<p>&#8220;B\u00fccher haben Ehrgef\u00fchl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<p>Wie wahr, deshalb verleihe ich auch nicht und borge mir nicht aus, obwohl ich, ganz ehrlich, ein paar B\u00fccher in meinen Regalen stehen habe, die ich nicht zur\u00fcckgegeben habe, aber das ist lange her und sicher schon verj\u00e4hrt, ich w\u00fcrde sie auch nicht mehr finden.<\/p>\n<p>Und schon sind wir, was auch sehr interessant, sowie ber\u00fchrend ist, bei den &#8220;Letzten Worten&#8221; angekommen:<\/p>\n<p>&#8220;Herr Pfarrer, in wenigen Minuten werde ich mehr wissen als Sie&#8221;, hat der Jesuit und Widerstandsk\u00e4mpfer Alfred Delp vor seiner Hinrichtung am 2. Februar 1945 gesagt und Dietrich Bonhoeffer, am 9. April 1945 &#8220;Das ist das Ende. F\u00fcr mich der Beginn des Lebens.&#8221;<\/p>\n<p>Und um von den Hinrichtungen und dem zweiten Weltkrieg wegzukommen &#8220;Jetzt ist es an der Zeit, ein wenig \u00fcber Gott nachzudenken&#8221;, E. T. A. Hoffmann, 1822 und Johannes Brahms hat sich wohl auch Sekt servieren lassen, wie der Maler Moritz von Schwind, der eine hat geschiwegen und die Augen geschlossen, der andere &#8220;O, das schmeckt gut. Danke!&#8221;, gesagt und Heinrich Heine hat wohl ein gutes Franz\u00f6sisch gehabt, als er sagte &#8220;Dieu me pardonnera, c` est son metier.&#8221;, das war am 17. Februar 1856.<\/p>\n<p>Ich bin durch das Buch gekommen, habe fast zweitausend Worte dazu gebraucht und vieles weggelassen, das man sich unbedingt ansehen soll, denn es ist sehr interessanter, lehrreicher und spannender Durchgang durch die deutsche Sprachen in wahrscheinlich allen ihren Formen und Facetten, das ich jetzt schnell, wie es meiner Art entspricht, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/14\/der-weg-des-kunstlers\/#comments\">\u00fcberflogen<\/a> habe. Manches habe ich \u00fcberlesen,\u00a0 manches genauer angeschaut und es ist auch ein Buch, das man \u00f6fter ben\u00fctzen sollte, das\u00a0 zum Weiterlesen und\u00a0 Weiterbesch\u00e4ftigen anregt.<\/p>\n<p>Und spannend auch, da\u00df der Verlag, in dem es erschienen ist, sich &#8220;Das kulturelle Ged\u00e4chtnis&#8221;, nennt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein weiteres Schmankerl beziehungsweise ein Buch, das wegen seiner Ausstattung und Inhalt auch zu den sch\u00f6nsten B\u00fcchern gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnte, die ja jetzt wieder in der Hauptb\u00fccherei ausgestellt sind, ein Buch \u00fcber die deutsche Sprache in allen ihren &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=79963\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1429,5062,6320],"class_list":["post-79963","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","tag-deutsche-sprache","tag-schoene-buecher","tag-wortschoepfungen"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=79963"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/79963\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=79963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=79963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=79963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}