{"id":8039,"date":"2011-08-12T22:42:23","date_gmt":"2011-08-12T20:42:23","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=8039"},"modified":"2011-08-12T22:42:23","modified_gmt":"2011-08-12T20:42:23","slug":"wieder-zuruck-aus-dem-urlaub","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8039","title":{"rendered":"Zur\u00fcck vom Urlaub"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_8274\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110810-185749.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8274\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110810-185749.jpg?w=300\" alt=\"Jasna Gora\" title=\"Jasna Gora\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-8274\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8274\" class=\"wp-caption-text\">Jasna Gora<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_8275\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110810-200257a.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8275\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110810-200257a.jpg?w=198\" alt=\"Jasna Gora\" title=\"Jasna Gora\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-8275\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8275\" class=\"wp-caption-text\">Jasna Gora<\/p><\/div>\n<p>Nun kommt der ganze Reisebericht, nachdem ich schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/05\/das-schiff-auf-den-schienen\/\">einzelne<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/07\/im-storchendorf\/\">Reportagen<\/a> vorangestellt habe.<br \/>\nDonnerstag vor zwei Wochen sind wir \u00fcber die Tschechai nach Tschenstochau oder Czestochowa gefahren, wo der Campingplatz gleich neben dem ber\u00fchmten Heiligtum mit der schwarzen Madonna liegt. Alfred hat den Ort ausgesucht, weil er auf der Reiseroute liegt, \u00fcber Krakau w\u00e4re es auch gegangen, das hat er im letzten Jahr so gemacht. Ein Abend und ein Morgen dort, beziehungsweise zwei davon, weil wir auf der R\u00fcckfahrt noch einmal hinkamen, kann aber ein Erlebnis sein, denn es ist sehr beeindruckend \u00fcber die gro\u00dfen Parkpl\u00e4tze zu gehen und die Pilgergruppen mit ihren speziellen T-Shirts und Fahnen, die Nonnen und die Priester durch das Paulinerkloster gehen zu sehen. In der Seitenkapelle mit der ber\u00fchmten Madonna, scheint es fast st\u00e4ndig Messen zu geben und auch sonst knien, beten und singen die Gl\u00e4ubigen dort. Beeindruckend eine Reise nach Polen damit zu beginnen und sehr interessant. Ich war bisher nur dreimal sehr kurz in Polen. Das erste Mal in den fr\u00fchen Neunzigerjahren, als ich mit dem akademischen Reiseb\u00fcro f\u00fcr vier Tage nach Lemberg und Kraukau gefahren bin, damals ein Wahnsinn, weil viel zu kurz, so sind wir \u00fcberall zu sp\u00e4t hingekommen und die Reisef\u00fchrer waren zum Teil nicht da. Ich habe aber meine <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_odessa.html\">&#8220;Reise nach Odessa&#8221;<\/a> nach diesen Eindr\u00fccken geschrieben, dann sind wir auch w\u00e4hrend unserer hohen Tatra Aufenthalte, ein paarmal \u00fcber die polnische Grenze gefahren. Zakopane liegt ja gleich bei Tatranska Lomnika, so sind wir an einem Regentag einmal nach Auschwitz gefahren und voriges Jahr einen Tag nach <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/12\/zum-funften-mal-hohe-tatra\/\">Krakau<\/a> und weil der Alfred voriges Jahr mit dem Karli zwei Wochen in den Masuren war, bin ich auf die Idee gekommen, dorthin zu wollen.<\/p>\n<div id=\"attachment_8273\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110729-173613.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8273\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110729-173613.jpg?w=198\" alt=\"Torun\" title=\"Torun\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-8273\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8273\" class=\"wp-caption-text\">Torun<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_8276\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110731-173249.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8276\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110731-173249.jpg?w=300\" alt=\"Marienburg\" title=\"Marienburg\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-8276\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8276\" class=\"wp-caption-text\">Marienburg<\/p><\/div>\n<p>Also losgefahren, ausger\u00fcstet einigen B\u00fcchern, darunter <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/11\/mit-80-seiten-um-die-welt\/\">Ilona L\u00fctkemeyers &#8220;Mit 80 Seiten um die Welt&#8221;<\/a>, einen Reisetagebuchschreibratgeber, den ich im M\u00e4rz im offenen B\u00fccherschrank gefunden habe und einem sch\u00f6nen roten Buch mit Bleistift aus B\u00fcttenpapier, das mir die Brigitte einmal zum Geburtstag schenkte und habe auch im Auto eifrig die achtzig Schreibaufgaben gemacht. Reisetagebuch habe ich auch geschrieben und inzwischen einige Reisereportagen, so da\u00df ich mich hier kurz halten kann.<br \/>\nAlfred hat einen genauen Reisplan erstellt, so sind wir am n\u00e4chsten Tag nach Torun gefahren, dort an der Weichsel spazieren und in die Altstadt gegangen. Dann hatten wir schon die Masuren, diese ehemalige ostpreu\u00dfische Seenplatte in Nordpolen erreicht. Das hei\u00dft nicht ganz, denn die n\u00e4chste Station war <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/05\/das-schiff-auf-den-schienen\/\">Elblag<\/a>, da sind wir drei Tage geblieben, haben die ber\u00fchmte Marienburg besucht und sind einen Tag mit dem Schiff den oberl\u00e4ndischen Kanal entlanggegfahren. Dann ging es in die N\u00e4he von Olsztyn oder Allenstein, dort haben wir auf dem sehr<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/07\/im-storchendorf\/\"> kleinen Piratencamp<\/a> direkt am See auf einer Hotelwiese \u00fcbernachtet, wo ich mich ein bi\u00dfchen in die Literatur Ostpreussens eingelesen habe. Ernst Wiechert wurde  dort geboren, wir sind auch an dem Ort, wo es ein kleines Museum gibt, vorbeigefahren, haben es aber nicht besichtigt, da\u00df ich &#8220;Die kleine Passion&#8221; von ihm unl\u00e4ngst aus dem B\u00fccherschrank gezogen habe, hatte ich fast vergessen. Den Namen Arno Surminski hat Alfred mir genannt, wir haben, habe ich gerade nachgeschaut &#8220;Jokehnen oder Wie lange f\u00e4hrt man von  Ostpreussen nach Deutschland?&#8221; von ihm,&#8221;Die Reise nach Nikoleiken&#8221; nicht, aber dorthin sind wir erst ein paar Tage  sp\u00e4ter gekommen. <\/p>\n<div id=\"attachment_8277\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-182227.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8277\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-182227.jpg?w=198\" alt=\"Allee bei Sztynort\" title=\"Allee bei Sztynort\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-8277\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8277\" class=\"wp-caption-text\">Allee bei Sztynort<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_8279\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110811-112304.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8279\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110811-112304.jpg?w=198\" alt=\"Sender Gleiwitz\" title=\"Sender Gleiwitz\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-8279\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8279\" class=\"wp-caption-text\">Sender Gleiwitz<\/p><\/div>\n<p>Dann gibt es noch G\u00fcnter Grass, in Danzig Geboren, dorthin sind wir nicht gekommen,  Siegfried Lenz, von dem ich einige B\u00fccher gelesen habe und die Gr\u00e4fin D\u00f6nhoff. Ich habe mir aber nur den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/10\/so-wie-du-kann-jeder-aussehen\/\">Grzgorz Kielawski<\/a> mitgenommen und der ist in  Walbrzych geboren. Es war aber ohnehin nicht als literarischer Urlaub gedacht, so sind wir weiter zum &#8220;Sonatacamp&#8221; und da waren wir schon direkt bei der Seenplatte, ein sehr idyllischer Campingplatz, wo die Pfadfinder ihre Zelte hatten, von dem ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/09\/campingfreuden\/\">schon schrieb<\/a>. Wir haben begonnen mit der Zeluga-Schifflinie die Seen abzufahren. Da wir ja nicht segeln und nicht paddeln, was man beides dort sehr gut kann, haben wir drei Schiffausfl\u00fcge gemacht. Den ersten von Gizycko nach Wegorzewo, wo wir in einer urigen Schifferkneippe Fische gegessen haben. Am n\u00e4chsten Tag haben wir die Festung Boyen bersichtigt,  bei den Nazibunkern und der Wolfschanze waren wir auch und beim Schlo\u00df Steinort oder Szynort. Im Gasthof zum schwarzen Schwan, wo man laut Prospekt noch echt masurisch essen kann, sonst hat die italienische K\u00fcche schon sehr die Piroggen, die Kartoffelpuffer und das Bigos verdr\u00e4ngt, waren wir und im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/07\/im-storchendorf\/\">Storchendorf Zywkowo<\/a>. Am Samstag sind wir nach Wigry zu dem ehemaligen Kamaldulenserkloster gefahren und wieder sch\u00f6n idyllisch direkt am See \u00fcbernachtet, wo man mit einem Schiff eine Runde machen konnte, mit dem schon Johannes Paul II gefahren ist. Das Bild des letzten Papstes sieht man \u00fcberhaupt an jeder Kirche und am Sonntag sind auch wir nach<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/11\/nikolaiken\/\"> Mikolajki<\/a> gekommen, dieses ehemalig verschlafene Fischerdorf, das sich zum Nobelort gewandelt hat und von dort noch zweimal mit dem Schiff gefahren. In Gizycko habe ich in einem italinenischen Restaurant einen sehr exquisiten Fisch in Salzkruste gegessen und am n\u00e4chsten Tag in Ruciane gebackenen Zander in einem wieder urigeren Lokal. <\/p>\n<div id=\"attachment_8278\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110804-134032.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8278\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110804-134032.jpg?w=300\" alt=\"Wegorzewo, Schifferkneipe\" title=\"Wegorzewo, Schifferkneipe\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-8278\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8278\" class=\"wp-caption-text\">Wegorzewo, Schifferkneipe<\/p><\/div>\n<p>Alfreds Geburtstag haben wir am Dienstag auch gefeiert und dann gings  schon wieder zur\u00fcck. Die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/06\/sommer-am-meer-und-anderswo\/\">&#8220;Sommergeschichten&#8221;<\/a>, die ich im letzten Jahr in der hohen Tatra begonnen habe, habe ich zu Ende gelesen, den &#8220;Granatapfelbaum&#8221;, den ich  ebenfalls mitgenommen habe, nicht. Daf\u00fcr habe ich in Tschenstochau auf dem Klo einen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/08\/ein-reizender-job-fur-eine-frau\/\">englischen Krimi in deutscher Sprache<\/a> gefunden. Mit den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/25\/weiter-mit-den-drei-s\/\">drei S<\/a> bin ich nicht wirklich weitergekommen. Ich habe am Samstagnachmittag in Wigry zwar ein bi\u00dfchen darin gebl\u00e4ttert, die ostpreussische Seenlandschaft ist aber nicht wirklich inspirierend sich mit den Schicksal einer paranoiden  Au\u00dfenseiterin, einer  Belgrad geborenen Psychiaterin und einer  Austro T\u00fcrkin zu besch\u00e4ftigen. Da habe ich vor, das Manuskript, wenn ich mit den Buchbesprechungen und den Reisereportagen fertig bin, noch einmal von Anfang an durchzugehen, um wieder in die Handlung hineinzukommen, beziehungsweise sie weiter zu konzipieren.<br \/>\nJa richtig, etwas Literarisches gibt es schon zu berichten, als wir  Dienstag in Mikolaiki spazierengegangen sind, haben wir eine Buchhandlung gesehen, dort lagen die B\u00fccher in gro\u00dfen Schachteln oder auf langen Tischen, da habe ich einen Wolf Haas auf Polnisch entdeckt, um welches seiner B\u00fccher es sich gehandelt hat, habe ich zwar nicht herausgefunden, es k\u00f6nnte aber um klischeehaft zu sch\u00e4tzen &#8220;Silentium&#8221; gewesen sein.<br \/>\nAls wir schon \u00fcber der \u00f6sterreichischen Grenze waren, habe ich im Kulturjournal geh\u00f6rt, da\u00df Josef Haslinger einen neuen Roman \u00fcber einen tschechischen Eiskockeyspieler geschrieben hat, der am Donnerstag im Museumsquartier bei den O-T\u00f6nen vorgestellt wurde.   <\/p>\n<p>[Falls es wen interessiert: eine Auswahl (etwa 200 von \u00fcber 1100 Bildern) gibts <a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/gallery\/10548367\/1\/2011_Masuren?h=acb4d7\">hier<\/a> &#8211;alfred]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun kommt der ganze Reisebericht, nachdem ich schon einzelne Reportagen vorangestellt habe. 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