{"id":808,"date":"2009-02-03T23:15:50","date_gmt":"2009-02-03T22:15:50","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=808"},"modified":"2009-02-03T23:15:50","modified_gmt":"2009-02-03T22:15:50","slug":"leserinnenzirkel-textvorstellungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=808","title":{"rendered":"Leserinnenzirkel &#8211; Textvorstellungen"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt habe ich mich ein paar Tage mit der Schreibtheorie besch\u00e4ftigt, obwohl ich von den g\u00e4ngigen Ratschl\u00e4gen, den Rohentwurf ersteinmal eine Weile liegen zu lassen, nicht besonders viel halte.<br \/>\nIch bin eben ein schneller Typ und werde das Ganze h\u00f6chstwahrscheinlich auch in der Form belassen, also viel mit R\u00fcckblenden arbeiten, aber versuchen den Johanna und den Sarah-Teil um ein paar Kapitel zu erweitern. Da gibt es sicher noch viel Ungesagtes, bis jetzt nur Angedeutetes.<br \/>\nMal sehen, ob und wie es mir gelingt. An sich bin ich in nachtr\u00e4glichen Texterweiterungen nicht besonders gut, weil zu ungeduldig, es k\u00f6nnte aber klappen.<br \/>\nJaqueline Nagl  von <a href=\"http:\/\/schriftsteller-werden.de\">schriftsteller-werden.de<\/a> hat auch gerade passend einen Trainingsplan f\u00fcr Romanschriftsteller erstellt, mal sehen, ob sich das verwenden l\u00e4\u00dft.<br \/>\nAnsonsten bin ich gestern in der Hauptb\u00fccherei bei der neuen Form des Lesezirkels gewesen.<br \/>\nDie haben jetzt immer ein Thema, diesmal hie\u00df es &#8220;Erinnerung&#8221;. Dabei wurden Ruth Kl\u00fcgers &#8220;weiter leben&#8221; und &#8220;unterwegs verloren&#8221; vorgestellt.<br \/>\nB\u00fccher mit denen ich mich im Herbst besch\u00e4ftigt habe, deshalb habe ich auch eifrig mitdisuktiert. Erich Schirhuber und der Herr von <a href=\"http:\/\/readme.cc\">readme.cc<\/a> haben die B\u00fccher nicht sehr literarisch gefunden. Dabei ist Ruth Kl\u00fcger Germanistin und hat sich da  einen Namen gemacht. Ich bin mit den Traumatisierungen und den psychischen Einfl\u00fcssen dahergekommen und habe meine Ambivalenz, die ich beim Lesen hatte, ausgedr\u00fcckt. Ich habe nur das Gratisbuch gelesen, aber da waren meine Empfindungen intensiv.<br \/>\nEs war also eine interessante Nachbereitung, allerdings denke ich, da\u00df ein bzw. zwei B\u00fccher pro Abend zu wenig sind. Denn da war  bald alles gesagt, die meisten Zuh\u00f6rer hatten die B\u00fccher, glaube ich, auch nicht gelesen und so haben wir im Kreis diskutiert.<br \/>\nZur  Diskussion von Olga Flors &#8220;Kollateralschaden&#8221; werde ich wahrscheinlich nicht kommen, aber im April, wenn es um die Wende geht und &#8220;Adam und Evelyn&#8221; besprochen wird, das habe ich zwar nicht gelesen, aber das andere herum und heute habe ich mich  spontan entschlossen in die alte Schmiede zu den Textvorstellungen zu gehen, denn da ging es um Krimiautorinnen und neue T\u00e4terinnen.<br \/>\nBei Sabine Groschups &#8220;Teufels K\u00fcche&#8221; bin ich zwar zu sp\u00e4t gekommen, aber es ging, wenn ich es richtig verstanden habe, um eine Botschaft, die durch Tischerlr\u00fccken gefunden wurde, ein Kellerverlie\u00df und einen Jungen ohne Zunge.<br \/>\nDann hat Lisa Lercher zwei starke Geschichten aus dem Milena Buch &#8220;Besser tot als nie&#8221; gelesen, wo es um die Rache unterdr\u00fcckter Frauen ging.<br \/>\nNun ja, ich habe ja mit Krimis Schwierigkeiten, obwohl ich sie gern lese. Mein Problem ist nur, da\u00df ich das meiste, wo die anderen lachen, nicht lustig finde und ich wei\u00df auch nicht, ob es eine L\u00f6sung ist, wenn eine Frau, die von ihrem Mann im Nachthemd aus dem Haus gesperrt wird, diesem im Semifinale, statt der gew\u00fcnschten Chips ein Messer in den R\u00fccken st\u00f6\u00dft und ihn dann einfrieren wird und da\u00df eine \u00e4ltere Dame ihren Asylwerber namens Noah aus lauter Liebe pr\u00e4pariert, damit er sie nicht verl\u00e4\u00dft, finde ich auch eher unappetitlich und politisch korrekt ist es auch nicht.<br \/>\nIch kenne aber Lisa Lercher, habe mit ihr einmal einen der Stern Preise gewonnen und  auch zwei ihrer Krimis gelesen.<br \/>\nDann kam schon Mieze Medusa oder Doris Mitterbacher und deren Text habe ich schon in der Erotiknacht bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; um vier Uhr fr\u00fch geh\u00f6rt.<br \/>\nDa fesselt eine prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte, die immer mit ihrem Karma spricht, einen \u00e4lteren Verehrer mit Handschellen ans Bett und verschwindet mit seinem Geld, um ihre Probleme zu l\u00f6sen. Nun ja, da\u00df Mieze Medusa eine erfrischend starke Sprache hat, ist mir schon aufgefallen.<br \/>\nUnd passend zu den Krimiautoren:<br \/>\nAnni B\u00fcrkl hat jetzt den versprochenen Wunschkrimi in drei Folgen vorgestellt und was ich sehr spannend finde, aus den sieben W\u00fcnschen eine spannende Mischung mit einer interessanten Wende gemacht. Es f\u00e4ngt mit meinem roten Bezirksvorsteher in den neoliberalen Zeiten an, der hat etwas mit einer russischen Altenpflegerin, die in Wahrheit die alten M\u00e4nner mit Sex im Altersheim versorgt und dann spielt das Ganze pl\u00f6tzlich in Essen, wo zwei Autorinnen einen Theaterkrimi planen und dar\u00fcber in Streit geraten, wie sich das Claus Finzi w\u00fcnschte.<br \/>\nEine originelle Idee aus dem Ganzen eine Mischung zu machen, so da\u00df am Ende keiner b\u00f6se ist.<br \/>\nAnni B\u00fcrkl geh\u00f6rt ja auch zu den m\u00f6rderischen Schwestern von denen Lisa Lercher  in der alten Schmiede berichtet hat und Klaudia Zotzmann, deren Blog ich regelm\u00e4\u00dfig lese, hat vor kurzem von einem solchen Treffen berichtet.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt habe ich mich ein paar Tage mit der Schreibtheorie besch\u00e4ftigt, obwohl ich von den g\u00e4ngigen Ratschl\u00e4gen, den Rohentwurf ersteinmal eine Weile liegen zu lassen, nicht besonders viel halte. 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