{"id":8168,"date":"2011-08-09T08:45:23","date_gmt":"2011-08-09T06:45:23","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=8168"},"modified":"2011-08-09T08:45:23","modified_gmt":"2011-08-09T06:45:23","slug":"campingfreuden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8168","title":{"rendered":"Campingfreuden"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110804-193636.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110804-193636.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110804-193636\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8240\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110804-204622.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110804-204622.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110804-204622\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignright size-medium wp-image-8239\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Sonata-Camp liegt in einem kleinen Ort bei Sztynort, das ist dort, wo das Schlo\u00df der Grafen D\u00f6nhof ist, wo 1944 das Attentat auf Hitler geplant wurde und einer der Grafen auch hingerichtet wurde.<br \/>\nEr liegt am See, man f\u00e4hrt sozusagen auf einer Br\u00fccke zwischen zwei Seeh\u00e4lten durch. Der Campingplatz ist ebenfalls zweigeteilt, rechts gibts die Rezeption, das Restaurant und die Duschen, links ein paar hundert Meter weiter, direkt am See die Wiesen, wo man seine Camper und Zelte aufstellen kann. Am See gibt es Boote und Kanus, Kinder laufen herum, meist wird Deutsch gesprochen.<br \/>\nAuf der ersten Wiese steht links ein schwarzes Zelt, auf der anderen Seite vier f\u00fcnf anderere. Das Quartier der Pfadfinder, die in ihren blauen Blusen leicht zu erkennen sind.<br \/>\nEinige der Zelte haben Griller aufgebaut, so werde ich an einem Abend einen Mann am Waschbecken einen Fisch aufschlitzen sehen, aber wir fahren zu der ber\u00fchmten Wolfschanze, dem ehemaligen F\u00fchrerhauptquartier, wo auch das Hitler Attentat stattfand. Dort kann man sich die Stelle anschauen auf der am 20. Juli 1944 Graf Stauffenberg die Aktentasche mit der Bombe deponierte. F\u00fchrer f\u00fchren durch die Bunker und erkl\u00e4ren alles ganz genau, man kann aber auch alleine bei den Ruinen &#8220;Achtung nicht weiter, Einsturzgefahr!&#8221;, steht darauf geschrieben, woran sich allerdings keiner h\u00e4lt, herumgehen oder sich im Museumsraum das Modell der Anlage und einen Film ansehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-171005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-171005.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110803-171005\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8243\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-174915.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-174915.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110803-174915\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignright size-medium wp-image-8244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckfahrt schauen wir uns das Schlo\u00df Sztynort an, das langsam verf\u00e4llt, so da\u00df sich jetzt eine Gesellschaft zur Erettung gebildet hat, die um  Spenden bittet. Der Yachthafen ist dagegen gigantisch. An langen Peers kann man an den Segelbooten vorbeischlendern und den Leuten beim Essen und Weintrinken zuschauen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag fahren wir mit dem Schiff nach Gizycko, am \u00fcbern\u00e4chsten essen wir zu Mittag im Gasthaus zum schwarzen Schwan. Der Kartoffelpuffer, den ich mir bestelle, ist so reichhaltig, da\u00df die mitgenommene H\u00e4lfte f\u00fcr das n\u00e4chste Fr\u00fchst\u00fcck reicht und das ist gut, denn am Campingplatz kann man zwar bis acht Uhr am Abend essen und auch Br\u00f6tchen vorbestellen. Fr\u00fchst\u00fccken aber nicht.<br \/>\nAls wir am ersten Abend vor dem Zelt sitzen, kommt eine \u00e4ltere Deutsche erstaunt auf uns zu. Unsere \u00f6sterreichische Aussprache irritierte sie und auch unseren Campinganh\u00e4nger hat sie noch nie gesehen. Ansonsten erz\u00e4hlt sie uns begeistert von ihrer Polenreise, bevor sie in Richtung Klo verschwindet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-184921.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-184921.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110803-184921\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8242\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-190552.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110803-190552.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110803-190552\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignright size-medium wp-image-8246\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Abend, w\u00e4hrend der Mann am Waschbecken seinen Fisch h\u00e4utete, gehen wir zum Restaurant, hatte ich am Abend vorher doch den Wirt Heidelbeerpiroggen servieren sehen. Das wird der Alfred nun zwei Abende lang essen, w\u00e4hrend ich mich mit dem Kosten und einem Glas Wein begn\u00fcge.<br \/>\nEs ist gar nicht so einfach in Polen Rotwein zu bekommen, da hier alle Bier oder Wodka zu trinken scheinen, obwohl es Alkoholspezialgesch\u00e4fte gibt, die mindestens von sechs bis dreiundzwanzig Uhr, wenn nicht gar nonstop ge\u00f6ffnet sind.<br \/>\nEin deutsches Paar mit zwei Hunden hat auf der Terrasse schon Platz genommen und bestellt Zander. Am n\u00e4chsten Abend, sehen wir sie wieder. Das ist auch die gesamte deutsche Familie da, von denen wir am Abend davor, nur den Vater mit zwei kleinen Buben gesehen habe. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110805-133829.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110805-133829.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110805-133829\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignright size-medium wp-image-8245\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einer der blonden Jungen hei\u00dft Theo, er wird  eine gro\u00dfe Portion Bratkartoffeln bestellen, sein kleinerer Bruder Eierkuchen mit Marmelade. Er hat sich davor nach den Namen der Hunde erkundigt, sie hei\u00dfen Mini und Nelly, die halbw\u00fcchsige Schwester \u00fcberlegt,  was sie heute essen soll und entscheidet sich f\u00fcr R\u00fchrei mit Bratkartoffeln und Salat, der Vater schwenkt, da es die vom Schwein nicht mehr gibt, zu Kohlroulade hin\u00fcber, die Mutter bestellt Bigos und Bratkartoffeln, dazu Krautsalat. Ein freundlicher Pole hat einem der Buben inzwischen erkl\u00e4rt, da\u00df er Mariusz hei\u00dft, worauf sich der Bruder wundert, da\u00df er Deutsch spricht. Aber das spricht auch der Wirt sehr gut und empfiehlt das Abendprogramm, irgendwo gibt es ein Fest oder eine Ausstellung. Man kann aber auch Fernsehen oder Radfahren, was die Kinder vor allem interessiert und es ist ja auch eine spannende Sache mit dem Rad oder Auto zum Duschen oder Essen von der einen Campingseite zur anderen zu fahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sonata-Camp liegt in einem kleinen Ort bei Sztynort, das ist dort, wo das Schlo\u00df der Grafen D\u00f6nhof ist, wo 1944 das Attentat auf Hitler geplant wurde und einer der Grafen auch hingerichtet wurde. 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