{"id":8181,"date":"2011-08-11T10:05:14","date_gmt":"2011-08-11T08:05:14","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=8181"},"modified":"2011-08-11T10:05:14","modified_gmt":"2011-08-11T08:05:14","slug":"nikolaiken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8181","title":{"rendered":"Nikolaiken"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-182249.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-182249.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110809-182249\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8250\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-183040.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-183040.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110809-183040\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignright size-medium wp-image-8251\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da\u00df wir auf unserer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/12\/wieder-zuruck-aus-dem-urlaub\/\">Reise<\/a> nach Nikolaiken oder auf polnisch Mikolajki kommen werden, habe ich vom Alfred schon vorher geh\u00f6rt. Ich erkundige mich vor einer Reise nie so genau nach den Reisezielen, sondern schaue mir  erst vor Ort genauer an, was es hier zu finden gibt. Der Name hat sich aber eingepr\u00e4gt, da ich auf meiner literarischen Spurensuche, die ich am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/07\/im-storchendorf\/\">Piratencamp<\/a> begann, nachdem wir am Wiechert-Haus vorbeigefahren sind und mich Alfred fragte, ob ich Arno Surminski kenne, von der &#8220;Reise nach Nikolaiken&#8221; h\u00f6rte und der alte Mann, der mir auf der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/05\/das-schiff-auf-den-schienen\/\">Schifffahrt nach Osterode<\/a> sein Leben erz\u00e4hlte, hat auch leicht abf\u00e4llig gesagt, &#8220;Nikolaiken ist mir zu aufgeputzt!&#8221; Das w\u00e4re ihm zu schikimicki. Da ich daf\u00fcr aber etwas \u00fcber habe, war ich gespannt, als wir Sonntagmittag von Wigri am Campingplatz Wagabunda eintrafen und hier gab es nicht nur Deutsche, sondern auch Holl\u00e4nder, sogar ein Auto aus Litauen und eines aus Wei\u00dfru\u00dfland habe ich gesehen.<br \/>\n&#8220;Man kann zu Fu\u00df zur Restaurantzeile gehen!&#8221;, kl\u00e4rte mich Alfred, der schon vorgangenes Jahr da war, auf. So sind wir losgezogen, wieder mal auf der Suche nach einem Mittagessen, was angesichts der Restaurantzeile nicht so schwierig war. Es gibt eine Stiege, die vom Campingplatz auf die andere Hafenseite, wo das Centrum liegt, f\u00fchrt, die wir allerdings erst sp\u00e4ter entdeckten.<br \/>\nLeute in kurzen Hosen und Sandalen kamen uns entgegen und auf der Br\u00fccke \u00fcber die man gehen mu\u00df, um in den Ort zu gelangen, sind viele Souvenierst\u00e4nde aufgebaut auf denen man Ansichtskarten oder auch aus Holz Geschnitzes kaufen kann. Die kleinen bunten St\u00f6rche h\u00e4tten mich auch sehr gereitzt. Da\u00df es den &#8220;Stinthengst&#8221; gibt, das ist ein Plastikfisch mit einer Krone, der der Sage nach zum Reichtum des Dorfes f\u00fchrte, weil ihn die schlauen Dorfbewohner anketteten haben, damit sie immer viele Fische bekommen, habe ich am Abend im Reisef\u00fchrer nachgelesen.<br \/>\nEs gibt in dem Ort das am Sonntagmittag nat\u00fcrlich sehr bev\u00f6lkert war, aber auch zwei Brunnen, die darauf hinweisen. Ersteinmal sind wir die Restaurantzeile entlanggegangen, die im wesentlichen aus einem Haus mit vielen Rauchf\u00e4ngen besteht und haben in einem davon gegessen, Alfred Fisch, ich Salat mit H\u00e4hnchen, wie das hier hei\u00dft, wir befanden uns ja im ehemaligen Ostpreu\u00dfen und viele Touristen sind Deutsche, die in ihre ehemalige Heimat kommen und dann den Peer hinunter. Die Waffeln mit dem Schlagobers und den Fr\u00fcchten darauf, die man hier \u00fcberall bekommen kann, haben mich schon lange angezogen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-183507.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-183507.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110809-183507\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8252\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-184607.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/20110809-184607.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20110809-184607\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignright size-medium wp-image-8253\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Hauptplatz wurde offenbar ein Fischfest gefeiert, jedenfalls war viel Security zu sehen und ein paar Buden, von denen man sich die Fische holen konnte. Schade, da\u00df wir schon gegesen hatten. Alfred zeigte mir das Hotel, in dem er vor einem Jahr mit dem Karli gewohnt hat. Dann stiegen wir zur Kirche hinauf, die auf einen H\u00fcgel liegt und durch einen schmalen Turm auff\u00e4llt, sie ist sehr modern und hat ein eigenes Prospekt. Da\u00df es danbeben ein Museum gibt, das nur im Sommer, wenn die Touristen kommen, offen hat, werde ich auch  am Abend lesen. Im F\u00fchrer steht etwas von dem verschlafenen Dorf, in das sich Mikolajki gleich nachdem die Touristen verschwunden sind, wieder verwandelt. Da gibt es ein Fest im Juni, wo der Fisch gefeiert wird und sich  das Dorf in das &#8220;Masurische Venedig&#8221; verwandelt, wo die Touristen kommen und mit ihren Booten die Seenplatte hinunterfahren und st\u00e4ndig essen, denn die Restaurants scheinen nonstop das zu servieren, was du gerade willst, Pizza, Eis und Kuchen oder Coctaildrinks. Am Sonntag gab es  eine gro\u00dfe B\u00fchne, die unseren Camp bis weit nach Mitternacht mit Musik beschallte und eine kleine Bahn fuhr die Kinder mit Musik begleitet herum.<br \/>\nBeim Essen  habe ich einen j\u00fcngeren Mann beobachtet, der sich zuerst zwei Wodkas bestellte und danach gleich vier, die er sich in seinen Orangensaft kippte. Ich habe aber auch einen Mojito getrunken und am Abend einen Martini mit Orangensaft, weil es am Camp keinen Rotwein gab und am Morgen haben wir neben der Wechselstube eine B\u00e4ckerei, die eine Kaffeemaschine hatte, gefunden, die um halb sieben \u00f6ffnete, so da\u00df das Fr\u00fchst\u00fcck gerettet war, da die Bars auf den Campingpl\u00e4tzen ja erst sp\u00e4t \u00f6ffnen.<br \/>\nAls wir Montag mit dem Schiff nach Gizycko fuhren, habe ich auch den Stinthengst unter der Br\u00fccke, gesehen, der Kapit\u00e4n oder Schiffangestellte wies darauf hin, zeigte  seine gestickten Decken und Reisef\u00fchrer und riet gegen die Seekrankheit doch einen Wodka zu trinken, den er dann gleich verkaufte.<br \/>\nWir fuhren an vielen Segelbooten vorbei und wenn man den Peer entlanggeht, kann man auch das Seglerleben beobachten und die Leute auf den B\u00e4nken ihre Streichwurstbrote essen sehen, w\u00e4hrend die jungen M\u00e4dchen mit  Zahnb\u00fcrsten und Handt\u00fcchern zur Dusche gehen. Die Dorfbewohner kann man im hinteren Dorfteil treffen, wo sie fr\u00fchmorgens beim B\u00e4cker ihre Semmeln kaufen oder davor stehen und sich unterhalten.<br \/>\nMikolajki hat, wie ich schon geschrieben habe, aber auch eine in einer Art Container untergebrachte gro\u00dfe Buchhandlung, die bis neun Uhr am Abend ge\u00f6ffnet ist und einen  Markt auf dem man Kleider, Honig, Gem\u00fcse, aber auch Gewehre kaufen kann.  Bernsteinketten und Silber gibts im Juwelierladen in dem sich praktischerweise gleich die Wechselstube befindet.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da\u00df wir auf unserer Reise nach Nikolaiken oder auf polnisch Mikolajki kommen werden, habe ich vom Alfred schon vorher geh\u00f6rt. Ich erkundige mich vor einer Reise nie so genau nach den Reisezielen, sondern schaue mir erst vor Ort genauer an, &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8181\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-8181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8181"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8181\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}