{"id":8605,"date":"2011-09-07T21:50:17","date_gmt":"2011-09-07T19:50:17","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=8605"},"modified":"2011-09-07T21:50:17","modified_gmt":"2011-09-07T19:50:17","slug":"das-neue-buch-von-peter-henisch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8605","title":{"rendered":"Peter Henisch und mehr"},"content":{"rendered":"<p>Heute wieder ein Tag der Entscheidungen, wurde in der Buchhandlung Kuppitsch ja der neue Mira Valensky Krimi vorgestellt und da bin ich ja <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/09\/10\/leben-lassen\/\">meistens<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/09\/cariats-veranstaltung\/\">hingegangen<\/a> und habe bisher auch alle B\u00fccher gelesen und in der Alten Schmiede bzw. im Theater an der Wien gab es das &#8220;Grosse Finale f\u00fcr Novak&#8221;, da habe ich mich angemeldet, habe heute, als die Eva Rossmann im Leporello war, aber gedacht, wenn das Henisch-Buch kommt, gehe ich zur Pr\u00e4sentation von &#8220;Unterm Messer&#8221;.<br \/>\nEs sind beide B\u00fccher nicht gekommen, die Eva Rossmann B\u00fccher habe ich aber bis auf das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/06\/evelyns-fall\/\">letzte<\/a> immer vom Alfred zum Geburtstag oder zu Weihnachten bekommen, das l\u00e4\u00dft sich sicher wieder machen und heute war ich ein bi\u00dferl aufgeregt, habe ich ja gestern <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/31\/nicht-nur-zuruck-zum-roman\/\">&#8220;Die Frau auf der Bank&#8221;<\/a> fertig mit der Hand korrigiert. Jetzt nehme ich mir das Ganze im Computer vor und gehe dann wieder jede Szene einzeln durch und da ich heute wenig und morgen keine Stunden habe, h\u00e4tte ich auch Zeit dazu. Es hat sich aber gestern Franz-Joseph Huainigg bei mir gemeldet, und mich gefragt, ob ich das Vorwort zu dem <a href=\"http:\/\/ohrenschmaus.net\/\">&#8220;F\u00fcnf Jahre Ohrenschmaus-Buch&#8221;<\/a>, das im November im Museumsquartier vorgestellt wird, schreiben will. Wollte ich nat\u00fcrlich, da ich aber nicht genau wu\u00dfte, welche Texte darin enthalten sind, war ich ein wenig nerv\u00f6s und wollte die erste Korrektur abwarten, dann habe ich aber doch damit angefangen. Ganz kann ich es noch nicht schreiben, kommen ja auch die Siegertexte von 2011 hinein und die sind noch ein gro\u00dfes Geheimnis, da die Texte erst um den zwanzigsten September kommen und die Jurysitzung Anfang Oktober ist.<br \/>\nDanach habe ich mit dem Korrigieren angefangen und komme eigentlich gut voran. Die angedeutete Selma Handlung passt, die Liebesgeschichte der Svetlana gef\u00e4llt mir und die Sevim Geschichte, zu der es ziemlich viel Material gibt, erscheint mir auch ziemlich ausgreift. Da\u00df es nur wenig abgehoben ist, wird so bleiben und das wird meine Kritiker weiter st\u00f6ren und sie mich nicht in den literarischen Parnass hineinlassen, aber sei es darum, wenn man achtunddrei\u00dfig Jahre au\u00dferhalb schreibt, hat man schon eine gewi\u00dfe diesbez\u00fcgliche Routine entwickelt und ich beginne allm\u00e4hlich zu ahnen, da\u00df ich so schreibe, wie es mir gef\u00e4llt.<br \/>\nTrotzdem, um nicht mi\u00dfverstanden zu werden, arbeite ich an mir und Peter Henisch ist ohnehin mein gro\u00dfes Vorbild. So wie er w\u00fcrde ich gerne schreiben k\u00f6nnen, ich glaube, ich habe schon einmal geschrieben, da\u00df ich in den Achtzigerjahren mit dem Manuskript von &#8220;Zwischen H\u00fctteldorf und Heiligenstadt&#8221; in den H\u00f6rsaal I, des NIGs gegangen bin, wo &#8220;Steins Paranoia&#8221; pr\u00e4sentiert wurde und ich wieder einmal dachte, &#8220;Das n\u00e4chste Mal nimmt mich der Jung auch!&#8221;. Das war, wie sich herausstellte, ein Irrtum und der Residenzverlag in dem das &#8220;Grosse Finale f\u00fcr Novak&#8221; erschienen ist, ist ein anderer Verlag, als der der &#8220;Steins Paranoia&#8221; pr\u00e4sentierte, zumindest gibt es eine andere Adresse und ein anderes Layout und Peter Henisch ist auch \u00e4lter geworden, wie ich auch.<br \/>\nIch bezeichne mich ja nicht gern als Fan von irgendjemanden und habe, als es um das Signieren ging und Peter Henisch mich fragte, ob er meinen Namen hineinschreiben soll, auch gesagt, er soll schreiben, was er m\u00f6chte, worauf er &#8220;Gute W\u00fcnsche f\u00fcr die Lekt\u00fcre&#8221; schrieb, aber ich habe sehr viel, nicht alles, von ihm gelesen. Zuletzt <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/05\/morrisons-versteck\/\">&#8220;Morrisons Versteck&#8221;<\/a> aus dem B\u00fccherkasten und davor &#8220;Eine sehr kleine Frau&#8221;, die &#8220;Schwangere Madonna&#8221; und auch den &#8220;Verirrten Messias&#8221; nicht, aus beiden B\u00fcchern habe ich aber sicher bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; geh\u00f6rt.<br \/>\nSo bin ich also nach dem ich meine f\u00fcnfte Szene korrigiert hatte, nach sechs ins Theater an der Wien gegangen, bzw. ins Theatercafe, was ja nicht sehr weit ist, so da\u00df ich schon vor dreiviertel da war und einen guten Platz bekommen habe. Die Dame vom B\u00fcchertisch, der von der &#8220;B\u00fccherinsel&#8221; &#8211; Margaretenstra\u00dfe betreut wurde, sagte mir, da\u00df es von Opern handelt und ein Herr hat mir erkl\u00e4rt, da\u00df es man es nachher signieren lassen kann, da konnte ich mich nicht zur\u00fcckhalten &#8220;Von Ihnen?&#8221;, zu fragen. Christiane Zintzen habe ich vor Jahren in der Alte Schmiede, als sie mich aufforderte ein Buch zu kaufen, geantwortet, da\u00df ich schon eines h\u00e4tte, worauf sie bla\u00df wurde und Elfriede Haslehner schnell erkl\u00e4rte, da\u00df ich Autorin bin.<br \/>\nDer Herr hat aber nur gegrinst und ich sah Cornelius Hell, der das Buch erkl\u00e4rte, kommen und Herrn Auinger vom Bundesministerium, den ich wieder einmal bat, mich wieder in den Preisverleihungsveranstalter aufzunehmen.  Sp\u00e4ter kam Kurt Neumann und gab eine Einf\u00fchrung in den grandiosen Roman, der von Opern, beziehungsweise von der Erstarrung eines fr\u00fchpensionierten Postbeamten, handelt, der nicht Amtsleiter geworden ist, von der SP\u00d6 entt\u00e4uscht wurde und mit seiner keifenden Frau  offenbar Schwierigkeiten hat. Dann kommt er ins Krankenhaus und hat dort Schwierigkeiten mit den Ger\u00e4uschen seines Bettnachbars, so da\u00df ihm die indonesische Schwester Manuela Opernarien bringt, was eine Lebensver\u00e4nderung bei ihm auszul\u00f6sen scheint.<br \/>\nPeter Henisch hat drei Szenen gelesen, zuletzt geht der Held das erste Mal in seinem Leben in die Oper, in die &#8220;Madame Butterfly&#8221; und eine solche Szene, wo die Sveti mit dem Oberarzt in &#8220;Carmen&#8221; geht, habe ich vor kurzem, sicher nicht so grandios,  geschrieben.<br \/>\nEinen Opernkritiker habe ich getroffen und Cornelius Hell wies auf die verschiedenen Musikstile in den fr\u00fcheren Henisch Romanen hin. Schubert bei der &#8220;Sehr kleinen Frau&#8221;, Rock bei &#8220;Morrisons Versteck&#8221;, Blues  und Jazz beim &#8220;Schwarzen Peter&#8221; und Peter Henisch meinte, da\u00df bei ihm die Oper immer an letzter Stelle gekommen sei, w\u00e4hrend der Arbeit an dem Buch, hat er sich aber daran begeistert und ich habe selten eine so treffende Beschreibung eines Burn-Outs, Pensionsschocks oder einer Midlifekrise, anhand eines H\u00f6rsturzes oder einer Ger\u00e4uschempfindlichkeit geh\u00f6rt. So kann man es auch ausdr\u00fccken, seine Beweglichkeit bzw. Gl\u00fcck wieder finden und einen absurden Roman oder eine romantische Liebesgeschichte schreiben.<br \/>\nPeter Henisch nannte E.T.A Hoffmann als sein Vorbild und der hat mich vor zwanzig, drei\u00dfig Jahren auch sehr fasziniert. Es geht nat\u00fcrlich wieder um das Leiden des alten Mannes an der Liebe, Peter Henisch scheint im scheinbar realistischen Stil, ein wirklich grandioses Finale gelungen zu sein, so freue ich mich auf das Lesen des Buchs, das mir Petra Eckhart gleich gab, so da\u00df ich es mir signieren lassen konnte. Ich bin ja, wie geschrieben, kein richtiger Signiertyp, ertappe mich aber dabei, da\u00df ich mir die B\u00fccher immer \u00f6fter unterschreiben lasse. Jetzt mu\u00df ich es noch lesen und damit meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/16\/hundert-bucher\/\">Leselistenreihenfolge<\/a> unterbrechen, bzw. mir eine zweite <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Liste<\/a> anliegen und was die Opern betrifft, so war das bei mir eine Reise in die Vergangenheit. Bin ich ja als Studentin jede Woche in die Oper gegangen, aber die hat mich nie so sehr, wie die Literatur fasziniert, die mich beweglich h\u00e4lt und  mich wohl auch durch das dritte und vierte Viertel meines Lebens begleiten wird, wobei ein gro\u00dfer Teil nat\u00fcrlich das Selberschreiben ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wieder ein Tag der Entscheidungen, wurde in der Buchhandlung Kuppitsch ja der neue Mira Valensky Krimi vorgestellt und da bin ich ja meistens hingegangen und habe bisher auch alle B\u00fccher gelesen und in der Alten Schmiede bzw. im Theater &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8605\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-8605","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8605","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8605"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8605\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8605"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8605"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8605"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}