{"id":869,"date":"2009-02-17T22:47:05","date_gmt":"2009-02-17T21:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=869"},"modified":"2009-02-17T22:47:05","modified_gmt":"2009-02-17T21:47:05","slug":"kolikslam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=869","title":{"rendered":"KolikSlam"},"content":{"rendered":"<p>Heute gab es wieder einen Entscheidungsnotstand von dem auch Christiane Zintzen in ihrem in\/ad\/ae\/qu\/at berichtete.<br \/>\nN\u00e4mlich den KolikSlam in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur, veranstaltet von der Zeitschrift Kolik und dem Paar Gustav Ernst und Karin Fleischanderl, von dem sie sich wunderte, warum die Veranstaltung Slam hei\u00dft, wenn es um drei Lesungen geht, die aber, wie Manfred M\u00fcller in seiner Einleitung erkl\u00e4rte,  schon das f\u00fcnfte Jahr stattfinden.<br \/>\nIch bin aber  das erste Mal gekommen und hatte die Veranstaltung eingeplant, weil mich der Slam und die drei Lesenden Linda Stift, Bernhard Strobel und Otto Temetzberger interessierten.<br \/>\nDann bl\u00e4tterte ich in den anderen Programmen und konnte auch bei Christiane Zintzen lesen, im Literaturhaus gibts &#8220;Neue Texte aus dem Ritter Verlag&#8221; und das h\u00e4tte auch gepasst, weil es erst um 20 Uhr begonnen h\u00e4tte und ich hatte um sechs eine Stunde und Ilse Kilic hat mir vor ein paar Tagen auch  gemailt, es gibt einen Termin in der Wohnzimmergalerie und im Gl\u00fccksschweinmuseum in der Florianigasse.<br \/>\nDa hatte ich also die Qual der Wahl,  habe mich aber f\u00fcr das Geplante entschieden und bin  auch nicht zu sp\u00e4t gekommen.<br \/>\nManfred M\u00fcller, Gustav Ernst und Karin Fleischanderl standen noch im Vorraum und behaupteten, da\u00df sie auf mich gewartet h\u00e4tten und Martin Amanshauser stand neben einem Kinderwagen vor dem Durchgang zum Lesesaal und es gab auch noch gen\u00fcgend freie Pl\u00e4tze.<br \/>\nKarin Fleischanderl hielt die Einleitung und die junge Literatur ist jetzt offenbar modern, obwohl die drei Autoren zwischen 1969 und 1982 geboren sind und zu Gustav Ernst kann ich nachtragen, was ich gestern bei Marie Therese Kerschbaumer vergessen habe.<br \/>\nAls ich meine erste Lesung in der alten Schmiede hatte, am 31.10.1980 ist das in einer Reihe, die Literatureck hie\u00df, gewesen, da konnte man sich anmelden, hat kein Honorar bekommen und die alte Schmiede hat zwei Autoren eingeteilt, die einen, wie man vorgewarnt wurde, zerreissen w\u00fcrden, bei mir waren das Marie Therese Kerschbaumer und Gustav Ernst und sie haben das auch getan.<br \/>\nGustav Ernst, den ich beim vorletzten Priessnitz-Preis darauf angesprochen habe, konnte sich nicht mehr daran erinnern, ich habe aber das 20 Jahre Literaturprogrammheft und kann beweisen, da\u00df ich da mit Hertha Viehmann-Habermann gelesen habe.<br \/>\nSonst kenne ich Gustav Ernst auch schon sehr lang, von seiner Wespennest-Herausgabe mit Josef Haslinger, Peter Henisch und noch einigen anderen.<br \/>\nWalter Famler hat dann das Wespennest \u00fcbernommen, so da\u00df Gustav Ernst und Karin Fleischanderl die von Otto Lambauer so eifrig gelesene Literaturzeitschrift Kolik gegr\u00fcndet haben und  den KolikSlam veranstalten und auch in einigen Jurys als F\u00f6rderer junger Literaten auftreten.<br \/>\nSie haben, glaube ich, auch eine Schreibwerkstatt mit Robert Schindel gegr\u00fcndet und heute habe ich mir die Lesung angeh\u00f6rt und die war interessant.<br \/>\nHabe ich Otto Temetzberger aus Linz bzw. Mauthausen, der einen etwas weitschweifenden Text von einer Zugsfahrt von Linz zu einem Vortrag nach Z\u00fcrich und zur\u00fcck schilderte, ja nicht gekannt, mir nur gedacht, wenn ich so weitschweifig schreiben w\u00fcrde, was ich manchmal tue, w\u00fcrde man mir sagen, da passiert ja nichts. Dann hat Bernhard Strobel, der J\u00fcngste, seine Alltagsgeschichten aus dem Droschl-Buch &#8220;Sackgasse&#8221; vorgelesen und den habe ich schon gekannt, bzw. zweimal geh\u00f6rt. Das erste Mal bei der letzten Buchwoche im Wiener Rathaus, das zweite Mal bei der jungen Literatur im Literaturhaus und seine Themen waren \u00e4hnlich wie die von Temetzberger, nur etwas hintergr\u00fcndiger mit Wut und Aggression,  Treppenst\u00fcrzen und verletzten Beinen und die interessanteste Entdeckung bzw. Lesung war die von Linda Stift, denn ich habe sie auch schon gekannt und schon Lesungen aus &#8220;Kingpeng&#8221; und &#8220;Stierhunger&#8221; geh\u00f6rt und die sehr kindlich wirkende Autorin ist ohne Zweifel ein  gro\u00dfes Talent.<br \/>\nDie, die es noch nicht wissen, ich habe einen weiten Literaturbegriff und interessiere mich f\u00fcr vieles, richtig angesprochen f\u00fchle ich mich aber nur selten, hier ist das der Fall, denn auch die Lesung aus dem noch nicht ver\u00f6ffentlichten Roman &#8220;Zur\u00fcck an den Start&#8221;, wo es um die getrennten siamesischen Zwillinge Jim und Jack geht, verspricht wieder au\u00dfergew\u00f6hnliche Originalit\u00e4t bez\u00fcglich Sprache, Idee und Psychologie.<br \/>\nEs war also ein vergn\u00fcglicher Abend und ich hoffe nur, ich habe bei den anderen Lesungen nicht ebenso viel vers\u00e4umt und noch etwas habe ich heute erfahren.<br \/>\nN\u00e4mlich die Nominierungsliste f\u00fcr den Leipziger Buchpreis und zwar nicht durch Christiane Zintzens Literaturseite, sondern durchs  Kulturjournal, da wurde n\u00e4mlich Sibylle Lewitscharows &#8220;Apostoloff&#8221;, wo es um eine Bulgarienreise geht, um einen toten Vater nach Hause zu holen, bzw. zu begraben,  besprochen und dann habe ich den Rest gegooglet.<br \/>\nIn der Sparte Literatur stehen Wilhelms Genazinos &#8220;Das Gl\u00fcck in gl\u00fccksfernen Zeiten&#8221;, Reinhard Jirgls &#8220;Die Stille&#8221;, Daniel Kehlmanns &#8220;Ruhm&#8221;, Sibylle Lewitscharows &#8220;Apostoloff&#8221;, Andreas Maiers &#8220;Sanssouci&#8221; und Julia Schochs &#8220;Mit der Geschwindigkeit des Sommers&#8221; auf der Liste.<br \/>\nEin paar fr\u00fchere B\u00fccher der Erw\u00e4hnten habe ich im Literaturgefl\u00fcster schon besprochen und ein \u00e4lterer Genanzino steht auch auf auf meiner Leseliste.<br \/>\nDa kann man gespannt sein, wer den Preis gewinnt.<br \/>\nIch werde es sicher erfahren, aber am 12. M\u00e4rz, wenn er in Leipzig vergeben wird, lese ich in der alten Schmiede aus &#8220;Und trotzdem&#8221; und Angelika Reitzer, deren Blog  <a href=\"http:\/\/angelikaexpress.twoday.net\">angelikaexpress.twoday.net<\/a>, ich  regelm\u00e4\u00dfig verfolge, hat einen sehr langen Beitrag \u00fcber den Literaturbetrieb geschrieben, den ich noch lesen mu\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute gab es wieder einen Entscheidungsnotstand von dem auch Christiane Zintzen in ihrem in\/ad\/ae\/qu\/at berichtete. 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