{"id":8726,"date":"2011-09-13T23:19:23","date_gmt":"2011-09-13T21:19:23","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=8726"},"modified":"2011-09-13T23:19:23","modified_gmt":"2011-09-13T21:19:23","slug":"leo-perutz-preis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8726","title":{"rendered":"Leo-Perutz-Preis"},"content":{"rendered":"<p>Im Palais F\u00fcrstenberg, dem Hauptquartier des Hauptverbandes des \u00f6sterreichischen Buchhandels wurde heute der Leo-Perutz-Preis, das ist ein Preis, den der \u00f6stereichische Buchhandel und das Kulturamt der Stadt Wien f\u00fcr den besten in Wien spielenden Krimi ausgeschrieben hat, vergeben, den es seit 2010 gibt.<br \/>\nIm Vorjahr hat ihn Stefan Slupetzky mit &#8220;Lemmings Zorn&#8221; gewonnen. Paulus Hochgatterers &#8220;Matratzenhaus&#8221;, &#8220;Sch\u00f6n tot&#8221; von Edith Kneifl,&#8221;Die Naschmarktmorde&#8221; von Gerhard Loiblsberger und &#8220;Warten auf Poirot&#8221; von Nora Miedler standen noch auf der Auswahlliste.<br \/>\nLeo Perutz 1882 in Prag geboren und 1957 in Bad Ischl gestorben war ein ber\u00fchmter \u00f6sterreichischer Schriftsteller und Versicherungsmathematiker und Lieblingsdichter meines fr\u00fcheren Lesers Otto Lambauer. F\u00fcr Krimis habe ich seine Romane eigentlich nicht gehalten, habe aber, mu\u00df ich gestehen, noch nichts von ihm gelesen, nur einen bei Sonderzahl erschienen Sekund\u00e4rband bei einem der B\u00fcchert\u00fcrme der Literatur im M\u00e4rz bekommen. Von dem Preis und der Preisverleihung wei\u00df ich von www.buecher.at, der Seite, die ich inzwischen regelm\u00e4\u00dfig lese und von der ich viel von meinem literarischen Preiswissen etc beziehe.<br \/>\nHeuer waren Martin Muchas &#8220;Seelenschacher&#8221;, Thomas Raab &#8220;Der Metger holt den Teufel&#8221;, Eva Rossmanns &#8220;Evelyns Fall&#8221;, Franz Winters &#8220;Operation Rheingold&#8221; und Lizi Steins und Georgs Koytek &#8220;Der Posamentenh\u00e4ndler&#8221; auf der Shorlist, die von einer Jury, die aus Rauol Blahacek vom Kulturamt, Stefan M\u00f6dritscher von Morawa, Andreas Pittler, Erwin Riedesser von der Buchhandlung Leporello und der Literaturkritikerin Ingeborg Sperl bestand, ausgew\u00e4hlt wurde.<br \/>\nAls ich in dem sch\u00f6nen alten Haus in der Gr\u00fcnangergasse eintraf, waren schon alle Pl\u00e4tze besetzt, so da\u00df ich eine Stunde stehen mu\u00dfte, G\u00fcnter Kaindlsdorfer, der neue Programmchef der Buch-Wien stand schon am Vortragspult und begann mit ein paar Worten zu Leo Perutz und dem Preis einzuleiten. Dann gabs noch ein paar Er\u00f6ffnungen. Die SP\u00d6 Gemeinder\u00e4tin Anica Matzka-Dojder, die ich von der Szene Margareten kenne, vertrat den Stadtrat Malath-Pokorny, Gerald Schantin vom Hauptverband lobte den Krimi der als einziges Segment im Buchhandlung eine Umsatzsteigerung hatte und bereits 9% aller verkauften B\u00fccher ausmacht.<br \/>\nDann stellte G\u00fcnter Kaindlsdorfer die f\u00fcnf bzw. sechs Finalisten vor, ein Autorenduo war auch dabei und lie\u00df jeden jweils f\u00fcnf Minuten aus dem Werk lesen.<br \/>\nMartin Mucha, der mit seiner Geschichte &#8220;Seelenschacher&#8221; \u00fcber ein Kreditb\u00fcos, das Seelen als B\u00fcrgen verwendet, begonnen hat, war mir bisher unbekannt. <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/09\/11\/raab-prasentation-und-kuppitsch-fruhstuck\/\">Thomas Raab<\/a> kenne ich und war schon bei einigen Lesungen seiner Krimi, das ist der, der bei dem ersten immer fragte, ob jemand unter den Zuh\u00f6rer kein Handy hat und sich dann wunderte, wenn ich mich meldete. &#8220;Der Metzger holt den Teufel&#8221;, ist sein vierter Krimi.<br \/>\nEva Rossmanns <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/06\/evelyns-fall\/\">&#8220;Evelyns Fall&#8221;<\/a> habe ich schon hier besprochen, der &#8220;Posamentenh\u00e4ndler&#8221; von demdes Duos Lizi Stein und Geog Koytek ist mir aus dem Adventgewinnspiel von Klaudia Zotzmann bekannt, da wurde nach einem Posamentgesch\u00e4ft im siebenten Bezirk gesucht und es gab auch den Krimi zu gewinnen, w\u00e4hrend ich von Franz Winters Operation Rheingold, das einen wahren Fall aus der Nazizeit, n\u00e4mlich die Wagner Partituren die Hitler zum Geburtstag geschenkt werden sollten, bearbeitete, noch nichts h\u00f6rte. Diese Lesung war besonders spannend, weil sie mit einem Monolog von NiKolaus Harnoncourt an sein Orchester, w\u00e4hrend er Mahlers Erste dirigiert beginnt.<br \/>\nDann begann die Spannung, da der Jury Sprecher Andreas Pittler mit einem Kuvert zu G\u00fcnter Kaindlsdorfer trat und w\u00e4hrend ich noch dachte, da\u00df wahrscheinlich Eva Rossmann gewinnen wird, verlas der die Namen des Autorenduos und den Juryspruch, das &#8220;Der Posamentenh\u00e4ndler&#8221; als der Wienerischste aller Krimis, er spielt im siebenten Bezirk und am Spittelberg dem gro\u00dfen Vorbild Leo Perutz am besten entspricht und das Flair eines untergehenden Wiens eindrucksvoll darzustellt.<br \/>\nDann gabs Applaus, Fotos, H\u00e4ndesch\u00fctteln und ein Buffet, das mit einem kriminalisten Getr\u00e4nk, n\u00e4mlich &#8220;Bloody Mary&#8221; begonnen wurde, das ich vers\u00e4umte, weil ich gleich in den Buffetraum trat, wo die Rotweinflaschen standen und Fingerfood.<br \/>\nEs war sehr voll, obwohl ich au\u00dfer einigen Autoren, den Buchhandelsvertretern und Anica Matzka-Doyder, Raoul Blahacek und h\u00f6chstens einem Stammbesucher niemanden kante, trotzdem n\u00fctze ich die Gelegenheit Andreas Pittler nach dem Fr\u00e4ulein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/23\/chuzpe\/\">Hannah Feigl<\/a> zu fragen, denn ich habe bei Claudia Zotzmanns Gewinnspiel zwar nicht den &#8220;Posamentenh\u00e4ndler&#8221; wohl aber Andreas Pittlers &#8220;Chuzpe&#8221; gewonnen und jetzt gehe ich, wenn ich es noch schaffe in die Badewanne um Polina Daschkowa &#8220;Die leichten Schritte des Wahnsinns&#8221; zu Ende zu lesen, da der russische Krimi ja auch interessant ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Palais F\u00fcrstenberg, dem Hauptquartier des Hauptverbandes des \u00f6sterreichischen Buchhandels wurde heute der Leo-Perutz-Preis, das ist ein Preis, den der \u00f6stereichische Buchhandel und das Kulturamt der Stadt Wien f\u00fcr den besten in Wien spielenden Krimi ausgeschrieben hat, vergeben, den es &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8726\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-8726","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8726\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}