{"id":8749,"date":"2011-09-14T13:29:45","date_gmt":"2011-09-14T11:29:45","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=8749"},"modified":"2011-09-14T13:29:45","modified_gmt":"2011-09-14T11:29:45","slug":"leselistenfreude","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=8749","title":{"rendered":"Leselistenfreuden"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt h\u00e4tte ich im Stre\u00df der psychologischen Praxis, Buchbesprechung und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/13\/leo-perutz-preis\/\">Krimipreis<\/a> beinahe auf die Bekanntgabe der deutschen Buchpreisshortliste vergessen und erst im Radio erfahren, da\u00df Marlene Streeruwitzs &#8220;Die Schmerzmacherin&#8221; nominiert wurde.<br \/>\nAlso disponiere ich ein wenig um, ver\u00f6ffentliche &#8220;Die leichten Schritte des Wahnsinns&#8221; erst morgen und schaue mir die <a href=\"http:\/\/www.deutscher-buchpreis.de\/de\/455512\/\">Shortliste<\/a> beziehungsweise das Buch mit den Leseproben an.<br \/>\nDas Letztere habe ich auch vorher schon ein wenig getan und in meinem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/10\/leselistenleiden\/\">Leselisteleidenartikel<\/a> darauf bezug genommen. Darin geht es zwar um meine eigene <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a>, die entstand, als ich am Mittwoch &#8220;Peter Henischs <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/12\/grosses-finale-fur-novak\/\">&#8220;Grosses Finale f\u00fcr Novak&#8221;<\/a> nach Hause brachte, jetzt habe ich das Buch noch ein zweites Mal mit der Post bekommen, daf\u00fcr  andere erwartete Rezensionsexemplare noch nicht und  JuSophie gefragt, was sie von der Liste gerne lesen w\u00fcrde, bzw. wen sie f\u00fcr den Favoriten h\u00e4lt?<br \/>\nSie meint, man k\u00f6nne keine Prognosen geben, wenn man die Gruppendynamik der Jury und des Literaturbetriebs nicht kennt.<br \/>\nStimmt, deshalb bin ich mit meinen bisherigen Prognosen, auch immer ziemlich falsch gelegen, weil ich das empfahl, was ich kannte, beziehungsweise mich interessierte, denn gelesen habe ich von der heurigen Liste au\u00dfer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/26\/verfahren\/\">Ludwig Lahers &#8220;Verfahren&#8221;<\/a> noch nichts und dem Buch h\u00e4tte ich, weil ja ein Dokumentarroman keine wirkliche Chance gegeben, obwohl es ein wichtiges Thema behandelt und deshalb auch mit Recht auf die Longlist kam.<br \/>\nJetzt habe ich als die Leseproben gekommen sind, in sie hineingeschaut und da haben mich inzwischen auch einige Namen angesprungen, nicht Blut geleckt, das tut es bei mir nie, dazu habe ich zuviele ungelesene B\u00fccher in meinen Regalen. Es hat sich aber eine Liste von B\u00fccher herausgebildet, die mich interessieren und die ich gerne lesen w\u00fcrde.<br \/>\nDas w\u00e4ren Wilhelm Genazino &#8220;Wenn wir Tiere w\u00e4ren&#8221;, Sybille Lewitscharoff &#8220;Blumenberg&#8221;, Astrid Rosenfeld &#8220;Adams Erbe&#8221;, Judith Schalansky &#8220;Der Hals der Giraffe&#8221;, Marlene Streeruwitz &#8220;Die Schmerzmacherin&#8221; und Antje Ravic Strubel &#8220;Sturz der Tage in die Nacht&#8221;, wenn ich die Liste dann genauer betrachte, kommt noch Alex Capus mit &#8220;Leon und Louise&#8221; hinzu. Doris Knecht kenne ich von der Programmzeitschrift Falter. Ihr Buch &#8220;Gruber geht&#8221; wurde schon im Fr\u00fchling besprochen und nat\u00fcrlich w\u00fcrde ich es lesen, wenn ich es im B\u00fccherschrank finde. Navid Kermani wird die Er\u00f6ffnungsrede bei der Buch-Wien halten, also werde ich von &#8220;Dein Name&#8221; h\u00f6chstwahrscheinlich noch was h\u00f6ren. Die anderen Namen und B\u00fccher sagen mir eher nicht so viel und ich habe im Internet auch Berichte gefunden, die sich dar\u00fcber mokieren, da\u00df die Longlist heuer aus einigen unbekannten Autoren bestehen w\u00fcrde. Was ja nichts Schlechtes sein mu\u00df.<br \/>\nOb die Leute dann wegen einem unbekannten Buch die Buchhandlungen st\u00fcrmen, wei\u00df ich nicht, ist aber nicht mein Problem.<br \/>\nIch w\u00fcrde jedes der B\u00fccher lesen, wenn ich es bekomme und es an der Reihe auf meiner Liste ist, so weit, da\u00df ich es mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag w\u00fcnsche oder die Verlage anschreibe, gehe ich aber nicht, weil, wie schon erw\u00e4hnt, ohnehin schon soviel Ungelesenes auf der Liste steht.<br \/>\nAber meine Leser wissen es, ich bin ein B\u00fccherfreak, B\u00fccher haben mich immer schon interessiert, das geschriebene Wort l\u00f6st immer noch eine gro\u00dfe Faszination und ein gro\u00dfes Interesse bei mir aus und es interessiert mich auch, was und, wie die anderen schreiben, obwohl man bei diesen B\u00fcchern davon ausgehen mu\u00df, das das Lektorat dabei vielleicht auch ein wenig mitentschieden hat, das st\u00f6rt mich aber eigentlich nicht.<br \/>\nWer steht nun auf der Shortliste und war es jetzt eine \u00dcberraschung? Eigentlich schon, obwohl mich das jetzt nicht mehr vom Sessel rei\u00dft, sondern ich die beiden Listen nebeneinander stelle und sie mit einem &#8220;Interessant!&#8221; vergleiche.<br \/>\nMarlene Streeruwitz &#8220;Schmerzmacherin&#8221; ist also auf die Liste gekommen, das Buch war schon einmal im Radio und auf meiner Liste f\u00fcr 2012 stehen Marlene Streeruwitz &#8220;Verf\u00fchrungen&#8221; auf Platz 27. Ich habe auch schon einiges von ihr gelesen. &#8220;Partygirl&#8221; gabs zum Beispiel vor Jahren einmal bei der Buchlandung um einen Euro oder waren das noch zehn Schillinge? Wahrscheinlich nicht, denn das Buch ist 2002 erschienen, 2003 oder 2004 kann es gewesen sein, gelesen habe ich es dann etwas sp\u00e4ter. W\u00fcrde mich wieder nicht als gro\u00dfen Fan der Streeruwitz bezeichnen, aber das bin ich ja von niemanden und sie ist sicher eine interessante Autorin und es ist gut, da\u00df eine \u00d6stereicherin auf der Shortlist steht, sind die dort ohnehin immer etwas unterrepr\u00e4sentiert. Dann gibts eine \u00dcbereinstimmung n\u00e4mlich Sybille Lewitscharoffs &#8220;Blumenberg&#8221; und die Autorin hat einmal den Bachmannpreis gewonnen. Aus &#8220;Montgomery&#8221; habe ich einmal in der Alten Schmiede geh\u00f6rt und das Buch dann etwas sp\u00e4ter bei einem der B\u00fcchert\u00fcrme der Literatur im M\u00e4rz bekommen und gelesen. <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/17\/bloomsday-und-apostoloff\/\">&#8220;Apostoloff&#8221;<\/a> habe ich nicht gelesen, aber auch  bei einer Lesung in der Alten Schmiede geh\u00f6rt und dar\u00fcber geschrieben, nominiert f\u00fcr Leipzig war das Buch, glaube ich, auch.<br \/>\nDann kommt schon Unbekannteres, n\u00e4mlich  Jan Brandt &#8220;Gegen die Welt&#8221;,  Michael Buselmeier &#8220;Wunsiedel&#8221;, Angelika K\u00fcssendorf &#8220;Das M\u00e4dchen&#8221; und Eugen Ruge &#8220;In Zeiten des abnehmenden Lichts&#8221;.<br \/>\nVon allen viern habe ich noch nicht sehr viel geh\u00f6rt. Es ist also Zeit f\u00fcr \u00dcberraschungen und die Gruppendymnamik die dazu gef\u00fchrt hat, da\u00df die bekannteren Namen nicht auf Shortlist stehen, ich h\u00e4tte inzwischen schon auf Astrid Rosenfeld getippt, ist auch sehr interessant. Dar\u00fcber wird man wohl nicht sehr viel erfahren und es ist auch interessant zu raten, wer davon in Leipzig im Oktober deutscher Buchpreistr\u00e4ger oder Tr\u00e4gerin wird. Sybille Lewitscharoff vielleicht, die vier unbekannten Namen w\u00e4ren f\u00fcr mich eine \u00dcberraschung, aber wahrscheinlich werde ich von diesen B\u00fcchern jetzt einiges h\u00f6ren und das Buch mit den Leseproben, um hineinzuschnuppern, habe ich ja auch und n\u00e4here mich mit dieser Methode schon seit Jahren dem Buchmarkt an, weil es zuviel gibt, um wirklich allles zu lesen.<br \/>\nDa es mich aber interessiert sind Leselisten f\u00fcr mich keine Pflicht sondern ein Vergn\u00fcgen, denn ich w\u00fcrde ja gerne alles lesen, geht aber nicht, weil das Schreiben immer noch an erster Stelle kommt und dann habe ich auch einen Beruf und eine Familie.<br \/>\nSo sind Lesungen f\u00fcr mich ein guter Ersatz und eine M\u00f6glichkeit \u00fcber B\u00fccher zu sprechen, die man nicht gelesen hat. Das &#8220;Literaturgefl\u00fcster&#8221; ist das auch und selbst wenn das manche st\u00f6rt, man kann nicht alles lesen, aber \u00fcber alles reden, in diesem Sinne finde ich diese B\u00fccherlistendiskussionen auch sehr interessant und die Zeiten, wo ich mit dem Geldb\u00f6rsel in die Buchhandlung gerannt w\u00e4re, sind zum Leidwesen des Buchhandels vorbei, aber ich interessiere mich f\u00fcr B\u00fccher und da\u00df das so ist, finde wenigstens ich, auch sehr sch\u00f6n. In diesem Sinne w\u00fcnsche ich den sechs Shortlistenb\u00fcchern alles Gute, freue mich auf die Bekanntgabe des Preistr\u00e4gers oder Preistr\u00e4gerin und werde sicher dr\u00fcber schreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt h\u00e4tte ich im Stre\u00df der psychologischen Praxis, Buchbesprechung und Krimipreis beinahe auf die Bekanntgabe der deutschen Buchpreisshortliste vergessen und erst im Radio erfahren, da\u00df Marlene Streeruwitzs &#8220;Die Schmerzmacherin&#8221; nominiert wurde. 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