{"id":9006,"date":"2011-09-26T19:07:36","date_gmt":"2011-09-26T17:07:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=9006"},"modified":"2011-09-26T19:07:36","modified_gmt":"2011-09-26T17:07:36","slug":"literaturhaus-feiern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=9006","title":{"rendered":"Literaturhaus feiert"},"content":{"rendered":"<p>Das Literaturhaus in der Seidengassee wird zwanzig Jahre alt und feiert das mit einer Veranstaltungswoche, au\u00dferdem gibts eine Kooperation mit dem Standard, so da\u00df in diesem ein Artikel von Stefan Gm\u00fcnder und Gedichte \u00f6sterreichischer Autoren erschienen sind. Im Literaturhaus gibt es verschiedene Institutionen, den Veranstaltungsbereich, die IG-Autoren, die Dokumentationsstelle f\u00fcr neuere \u00f6sterreichische Literatur, die Exilbibliothek und die \u00dcbersetzergemeinschaft. Ich kenne das Literaturhaus wahrscheinlich \u00fcber und von Gerhard Ruis. Vor 1991 gab es eine Dependance in der Gumpendorferstra\u00dfe, da habe ich mich bez\u00fcglich meiner diversen B\u00fccher beraten lassen, irgendwann wurde ich Einzeldelegierte der IG Autoren, die sich damals, glaube ich, noch in der Annagasse trafen. Dann wurde das Literaturhaus gefunden, gebaut und eingeweiht. Ich kann mich an das sogenannte Gleichenfest erinnern, wo Hilde Hawlicek, die damalige Kultur oder Unterrichtsministerin mit Jack Unterweger, dem Verleger der &#8220;Hierarchien&#8221; tanzte. Ein Jahr sp\u00e4ter gab es dann die richtige Er\u00f6ffnung. Seither habe ich einige Lesungen im Literaturhaus gehabt und bin zu unz\u00e4hligen Veranstaltungen gegangen. Als ich mit Arthur West die \u00d6sterreichnummer der belgischen Literaturzeitschrift &#8220;Krautgarten&#8221; herausgegeben habe, habe ich dort eine Lesung organisiert. Ernst Kostal hat einige Jahre sein Wahnsinnssymposium gemacht, wo ich gelesen habe und sieben Mal den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/12\/tag-der-freiheit-des-wortes\/\">&#8220;Tag der Freiheit des Wortes&#8221;<\/a>, dort organisiert, eine Veranstaltung zu &#8220;Selbstgemacht- Die Literatur au\u00dferhalb des Literaurbetriebs&#8221;, eine Frauen lesen Frauen Lesetheaterlesung dort organisiert und den ersten Teil der &#8220;Mittleren&#8221;. Bez\u00fcglich der Frauen lesen Frauen Lesung gab es Schwierigkeiten, weil einigen Leuten nicht alle Lesenden gefallen haben, dann wurde im Literaturhaus umstrukturiert und Silvia Bartl lie\u00df mich sowohl die Veranstaltung zum Grundeinkommen, als auch die &#8220;Mittleren&#8221; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/28\/literaturverhinderungshaus-priessnitzpreis\/\">nicht mehr machen<\/a>, so da\u00df ich ins <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/03\/19\/die-mittleren-literatur-von-frauen\/\">Amerlinghaus<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/25\/die-mittleren-iv\/\">auswandern<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/24\/die-mittleren-v\/\"> mu\u00dfte<\/a>.<br \/>\nIch habe versucht die neue Programmlinie zu erforschen, war in zwei bummvollen Veranstaltungen, eine war mit Michael Stavaric, sonst h\u00e4tte ich au\u00dfer den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/01\/24\/zweierlei\/\">Poetry Slams<\/a>, die laut Ursula Seeber als h\u00f6chst erfolgreiche Events boomen, keine gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen entdeckt, au\u00dfer, da\u00df es die &#8220;Mittleren&#8221; dort nicht mehr gibt und Ernst Kostals &#8220;Wahnsinnssymposium&#8221; verschwand.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/25\/ein-fest-fur-heinz-lunzer\/\">Heinz Lunzer<\/a> ist in Pension gegangen, Robert Huez folgte ihm als Leiter, Silvia Bartl wurde, was ein Triumph sein k\u00f6nnte, aber nicht war, ebenfalls hinausstrukturiert und das Literaturhaus bekam mit dem neuen Leiter ein anderes optisches Design.<br \/>\nSo gibt es jetzt ein offenes Buch, das wie ein Schmetterling aussieht, als Emblem und Bleistifte in neuen Farben, gr\u00fcn ist jetzt, glaube ich, die Literaturhausfarbe und zur zwanzig Jahrfeier ein  eingenes Programm, das heute um f\u00fcnf mit einer Bibliotheksf\u00fchrung begann, die Ursula Seeber, die Leiterin der Exilbibliothek machte.<br \/>\nIch war nicht ganz sicher, ob ich hingehen sollte, weil ich bei diversen Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Verleihung des <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/11\/09\/geteiltes-wochenende\/\">Erich<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/29\/erich-fried-preis-09\/\">Fried<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/28\/erich-fried-preis-2010\/\">Preises<\/a> ja schon oft in der Bibliothek war, habe mich aber doch entschlo\u00dfen und bin so um f\u00fcnf an Franziska Scherz, die ich vom Arbeitskreis schreibender Frauen kenne und sie gelegentlich bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/25\/poet-night-2\/\">Poet Night<\/a> oder dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/04\/linke-worter\/\">Volksstimmefest<\/a> sehe, vorbeigegangen. Weil noch etwas Zeit war, bin ich ich zum offenen B\u00fccherschrank hinauf, da war ich auch am Freitag und am Samstag und habe ihn beide Male ziemlich ausger\u00e4umt vorgefunden und einen Mann mit zwei vollen B\u00fcchertaschen weggehen sehen. Es war nicht der wei\u00dfhaarige alte Herr, der mich zum Bernhard Listringer in der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> inspirierte, aber heute war der Kasten wieder gut gef\u00fcllt und ich habe neben ein paar Krimis einen &#8220;Prosa Spr\u00fcche Lyrik&#8221; Band von Franziska Scherz gefunden, die ihn ebenfalls selbst herausgegeben hat. Das das &#8220;graue Literatur&#8221; hei\u00dft, sollte ich etwas sp\u00e4ter von Ursula Seeber erfahren, die den anwesenden zehn bis f\u00fcnfzehn Personen, von denen ich einige kannte, etwas von der Bibliothek bzw. dem Literaturhaus erz\u00e4hlte, das seine Vergangenheit hat.<br \/>\nWar es doch am Seidengrund einmal eine Seidenfabrik, in der NS-Zeit wurde eine Nazi-Zeitung darin hergestellt, sp\u00e4ter kam der Sender Rot-wei\u00df-rot, der die \u00d6sterreicher wieder umerziehen sollte, wo auch die junge Ingeborg Bachmann mitarbeitete und ein paar Drehb\u00fccher zur<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/10\/yoga-schreib-cafe-und-radiofamilie\/\"> Radiofamilie<\/a> schrieb.<br \/>\nDann kamen die Siebzigerjahre und das dramatische Zentrum, danach wurde es zum Literaturhaus mit den oben erw\u00e4hnten Abteilungen, einer Forschungsabteilung, die eigentlich keine ist und doch sehr viele forscht, einem Leiter und vielen teilzeitangestellte Frauen als Mitarbeiterinnen, eine Handbibliothek, einem Archiv und sogar einem gutausgebauten Luftschutzkeller in der jetzt die Sch\u00e4tze aufbewahrt werden.<br \/>\nUrsula Seeber wu\u00dfte das alles mit Engagement zu erz\u00e4hlen und Werbung f\u00fcr die Sammlung der \u00f6sterreichischen Literatur ab 1890 zu machen, die \u00d6sterreicher sammelt oder Leute, die irgendwann in \u00d6sterreich gelebt haben.<br \/>\nLudwig Fels z.B. Berthold Brecht nicht, den Unterschied habe ich nicht verstanden, aber vielleicht h\u00e4ngt das mit dem Brecht Boykott zusammen, den es in den F\u00fcnfzigerjahren unter Hans Weigl und Friedrich Torberg  gab. Sie f\u00fchrte uns durch das Haus und erz\u00e4hlte uns von dem Museumsshop, der auch aufgebaut wird. Im Eingangsbereich gibt es so eine Vitrine mit Literaturhausregenschirmen, Literaturhausmappen, Literaturhausbleistiften etc, bzw. Folder mit Bilder der vier Autoren, die in den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/08\/auftritte-i\/\">&#8220;Auftritten&#8221;<\/a> eine Extrapr\u00e4sentation bekommen. Au\u00dferdem lobte sie das Geschirr f\u00fcr hundert Personen, das es erm\u00f6glicht, bei Tagungen alles pr\u00e4sent zu haben. Ein Kaffeehaus f\u00fcr die Bibliotheksben\u00fctzer gibt es allerdings nicht, das ist der Unterschied zu den anderen Literaturh\u00e4usern meinte sie und erz\u00e4hlte, da\u00df die Besucher auch erstaunt sind, was es im Wiener Literaturhaus alles gibt.<br \/>\nUm f\u00fcnf gab es die n\u00e4chste Veranstaltung, n\u00e4mlich eine \u00f6ffentliche Diskussion der Jury der jungen Leserinnen, die sich unter der Leitung von Mirjam Morad einmal im Monat treffen, um \u00fcber B\u00fccher zu diskutieren und einen Preis zu vergeben und um sieben ist die Er\u00f6ffnung der Ausstellung, die ich schon ein bi\u00dfchen gesehen habe, n\u00e4mlich Fotos von Lukas Dostal, der das Literaturhaus in verschiedenen Blickwinkeln darstellte. Eine kleine Ausstellung bzw. eine Vitrine \u00fcber Maja Haderlap gab es in der Bibliothek auch und jetzt eine Woche lang Programm, das am Samstag mit einem Fest endet, wovon ich sicher berichten werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Literaturhaus in der Seidengassee wird zwanzig Jahre alt und feiert das mit einer Veranstaltungswoche, au\u00dferdem gibts eine Kooperation mit dem Standard, so da\u00df in diesem ein Artikel von Stefan Gm\u00fcnder und Gedichte \u00f6sterreichischer Autoren erschienen sind. 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