{"id":9414,"date":"2011-10-18T00:22:49","date_gmt":"2011-10-17T22:22:49","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=9414"},"modified":"2011-10-18T00:22:49","modified_gmt":"2011-10-17T22:22:49","slug":"solo-lesung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=9414","title":{"rendered":"&#8220;Sophie Hungers&#8221; fast allein"},"content":{"rendered":"<p>Die Lesung, die ich im Cafe Amadeus am Montagabend hatte, ist irgendwie unter einem schlechten Stern gestanden. Obwohl so lange vorher habe ich  noch nie eine Lesung angek\u00fcndigt, habe ich sie doch am 2. September vor einem Jahr bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/02\/lesetheaterfestveranstaltung\/\">Lesetheaterfestveranstaltung<\/a> mit Christian Schreibm\u00fcller gemeinsam mit Elisabeth Chovanec ausgemacht, ich sollte, glaube ich, am 5. September lesen, sie im Oktober. Christian Schreibm\u00fcller sagte uns noch wir sollten jeder zwanzig Leute mitbringen, aber das bringe ich nicht zusammen, habe die Lesung aber im Literaturgefl\u00fcster verlautbart und Christian Schreibm\u00fcller die erforderlichen Unterlagen geschickt.<br \/>\nGeplant wurde eine Lesung aus der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_hunger.html\">&#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a>, die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_heimsuchung.html\">&#8220;Heimsuchung&#8221;<\/a> war zu diesem Zeitpunkt zwar schon erschienen. Aber wahrscheinlich habe ich Christian Schreibm\u00fcller dieses Buch gezeigt und er sagte mir noch, ich solle f\u00fcnfzig Minuten daraus lesen, was mich wunderte, weil das sehr lang ist.<br \/>\nVom Cafe Amadeus hatte ich, glaube ich,  durch Cornelia Travnicek geh\u00f6rt, die vor etwa zwei Jahren  dort gelesen hat und in ihrem Blog schrieb, da\u00df die Lesebedingungen  eher schwierig waren. Inzwischen bin ich einige Male daran vorbeigegangen und habe am 3. Dezember bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/03\/lockstoff\/\">Lockstoff-Veranstaltung<\/a> im Museumsquartier Christian Schreibm\u00fcller wieder getroffen, der mir sagte, da\u00df er den 5. September inzwischen an jemanden anderen vergeben hat, ich k\u00f6nne aber am 17. Oktober lesen.<\/p>\n<p>Inzwischen hatte ich schon einen anderen Lesetermin f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/06\/sophie-hungers-in-der-alten-schmiede\/\">&#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a>, habe ich sie ja am 6. Dezember in der Alten Schmiede vorgestellt und das war eine sehr beeindruckende Lesung, habe ich da ja einen jungen Mann kennengelernt, der eine <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/rezension.sophie.cm.html\">Rezension<\/a> dar\u00fcber geschrieben hat, Marinko Stefanovic war da, Ilse Kilic und noch einige andere.<br \/>\nGanz sicher, ob der Lesetermin im Cafe Amadeus halten wird, war ich dann nicht, habe aber Christian Schreibm\u00fcller bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/25\/poet-night-2\/\">Poet Night<\/a> darauf angesprochen, der mir es best\u00e4tigte und in der  &#8220;Buchkultur&#8221; den Termin angek\u00fcndigt gefunden. Im Internet war es schwer zu finden, inzwischen schickte mir Elisabeth Chovanec eine Einladung, da\u00df sie am 24. Oktober liest und sagte mir, da\u00df ich die Veranstaltung \u00fcber den Verein &#8220;Klopfzeichen&#8221;,  finden kann. Ich habe es  gefunden, war etwas sicherer und auch angefangen Leute einzuladen, weil es ja so eine Grundangst gibt, vor keinen Zuh\u00f6rern zu lesen oder zum Veranstaltungsort zu kommen und es findet gar nichts statt.<br \/>\nDas hat sich inzwischen zwar ein bi\u00dfchen desensibiliert, ein ungutes Gef\u00fchl ist aber trotzdem geblieben, als ich mich f\u00fcr die Lesung vorbereitete. In der Alten Schmiede habe ich zwanzig Minuten, also die ersten drei Szenen gelesen und das habe ich auch 2009, als mich Franz Blaha in die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/10\/07\/augustin-schreibwerkstatt\/\">Augustin Schreibwerkstatt<\/a> eingeladen hat. Da war das Buch noch nicht erschienen, ist es ja erst 2010 herausgekommen. Im vorigen November bei der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/17\/frauenliebe\/\"> Frauenlesung<\/a>, die die Liebe zum Thema hatte, hatte ich ein St\u00fcck von weiter hinten, die Szene, wo sich Valerie Oswald und Felix Baum in Bratislava n\u00e4her kommen, ausgesucht, habe dann aber, glaube ich, noch ein zweites St\u00fcck gelesen. Jetzt habe ich gedacht, da\u00df ich ja auch auf die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221; <\/a> hinweisen k\u00f6nnte und wenn ich wirklich f\u00fcnfzig Minuten lesen soll, geht sich ja beides aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_9437\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111017-195454.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9437\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111017-195454.jpg?w=300\" alt=\"Eva Jancak\" title=\"Eva Jancak\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-9437\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9437\" class=\"wp-caption-text\">Eva Jancak<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_9436\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111017-195315.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9436\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/20111017-195315.jpg?w=198\" alt=\"Enrico Kuscher\" title=\"Enrico Kuscher\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-9436\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9436\" class=\"wp-caption-text\">Enrico Kuscher<\/p><\/div>\n<p>Die ersten drei Szenen aus der &#8220;Sophie Hungers&#8221; und die beiden die im bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/24\/die-mittleren-v\/\">&#8220;Mittleren V&#8221;<\/a> gelesen habe. Habe je f\u00fcnf B\u00fccher eingepackt und bin nach sechs losmarschiert. Irgendwer hat mich vor einer Woche im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/11\/morde-in-dobling\/\">Amerlinghaus<\/a> gefragt, ob ich im Keller lese? Keine Ahnung, denn ich war noch nie im Cafe Amadeus und als ich es nach sieben betreten habe, war es ziemlich leer. So bin ich wie das die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/24\/texthobelspane\/\">letzten<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/06\/anno-literatur-sonntag\/\"> Male<\/a> beim Cafe Anno machte, noch ein bi\u00dfchen herumspaziert. Ja richtig, Emily Walton hat vor zwei Wochen auch im Cafe Amadeus gelesen. Als ich dann zur\u00fcckkam, war der Alfred da und ein Herr im Extrazimmer, der sich mir als Enrico Kuscher vom &#8220;Klopfzeichen&#8221; vorstellte und mir sagte, da\u00df Christian Schreibm\u00fcller erkrankt sei. Er zeigte mir auch, wo die Lesung stattfinden w\u00fcrde und die neue Anthologie des &#8220;Klopfzeichens&#8221; &#8220;Existenz und Renitenz&#8221; und wir warteten auf Zuh\u00f6rer, die nicht kamen. Emily Walton erz\u00e4hlte er mir, h\u00e4tte ein volles Haus gehabt, sich aber vielleicht ihre Zuh\u00f6rer mitgenommen, was ich  auch immer versuche. So erz\u00e4hlte ich ihm, da\u00df ich einmal in den Neunzigerjahren, eingeladen von den IG Autoren in Innsbruck in einer Buchhandlung gelesen habe, da waren au\u00dfer Helmuth Sch\u00f6nauer und Helmut Schiestl, die mich eingeladen haben, nur die Buchh\u00e4ndler da und als ich mit Uwe Bolius in der Alten Schmiede gelesen habe, waren zwar eine Handvoll Zuh\u00f6rer da, aber das waren alle meine Freunde.<br \/>\nNun gut, diesmal hat es nicht geklappt und es mu\u00df auch nicht immer sein, da\u00df man sich seine Freunde mitnimmt, um Lesepublikum zu haben. Es kommt auch nicht immer gut an, so ist zum Beispiel, die Beziehung mit meiner Freundin Elfi daran zerbrochen, da\u00df sie das nicht wollte. So habe ich Herrn Kuscher und Alfred die ersten zwei Szenen aus der &#8220;Sophie Hungers&#8221; vorgelesen und mit Herrn Kuscher \u00fcber die Psychologie und den Literaturbetrieb diskutiert, der sich darin auszukennen schien und nicht nur Hilde Spiel und Friedrich Torberg, sondern auch Hans Strotzka zu seinen Freunden z\u00e4hlte.<br \/>\nEine sonderbare Erfahrung vor dem Veranstalter und seinem Mann, der die Fotos f\u00fcr das Literaturgefl\u00fcster machte, zu lesen, die ein bi\u00dfchen depressiv machen und auch zum Jammern bringen kann, hatte ich ja eine Diskussion mit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/16\/die-nacht-der-lichter\/\">JuSophie<\/a>, die meinte, da\u00df ich das nicht immer soll.<br \/>\nDas Leben einer erfolgsfreien Autorin ist nicht so lustig und vielleicht sollte man auch nur an Orten lesen, wo man sich seiner Zuh\u00f6rer sicher ist, auch wenn man sie nicht hinschleppt, was soll ich aber machen, ich lese nun einmal gern?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lesung, die ich im Cafe Amadeus am Montagabend hatte, ist irgendwie unter einem schlechten Stern gestanden. 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