{"id":96077,"date":"2021-02-03T00:41:31","date_gmt":"2021-02-02T23:41:31","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=96077"},"modified":"2021-02-03T00:41:31","modified_gmt":"2021-02-02T23:41:31","slug":"die-rezepte-meines-vaters","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=96077","title":{"rendered":"Die Rezepte meines Vaters"},"content":{"rendered":"\n<p>Jetzt kommt das erste Buch des franz\u00f6sischen Gastrokritikers Jacky Durand und es ist ein interessantes Debut, eine Vater-Sohn Geschichte in drei Teilengegliedert, die ob autobiografisch oder nicht, \u00fcber den Autor ist im netz nicht sehr viel zu erfahren, einige Familiengeheimnisse eingebaut hat und aufdeckt, aber eigentlich sind die Stellen \u00fcber das Kochen, die in das Buch eingebaut sind, die st\u00e4rken des Romans. Die Stellen, wo Julien, der Erz\u00e4hler \u00fcber das &lt;kochen schreibt, nicht der Rezeptteil am Schlu\u00df, die fand ich eigentlich banal. Es war auch nicht so ganz leicht in das Buch hineinzukommen und einiges an der Handlung, erschien mir auch nicht ganz logisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ist Julien, der Ich-Erz\u00e4hler, dessen Vater zu Beginn des Buches im Sterben liegt, der Monsieur Henri genannt, ein Arbeiterkind, der auch im Algerien k\u00e4mpfte, f\u00fchrte ein kleines, aber auch ber\u00fchmtes Restaurant, in dem er von fr\u00fch bis sp\u00e4t stand, dessen Finger weil \u00f6fter ins hei\u00dfe \u00d6l gegriffen,  lauter Narben besteht.<\/p>\n\n\n\n<p> Julien hat das Restaurant inzwischen \u00fcbernommen und resumiert nun \u00fcber sein Leben, in dem er mit dem Vater in der Du-Form kommuniziert. \u00dcber seine Kindheit, wo der Vater seine sch\u00f6ne Mutter, eine Franz\u00f6sischlehrerin nicht in das Restaurant lie\u00df, w\u00e4hrend der Sohn immer kochen und dem Vater helfen  wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages ist die Mutter verschwunden, der Vater scheint verst\u00f6rt und das Kochbuch, wo die Mutter die Rezepte des  Vaters aufschrieb, will er ins Feuer werfen, als der Sohn verk\u00fcndet, da\u00df er nicht studieren, sondern Koch werden will. Was er nicht darf, denn er soll ja aufsteigen, Ingenieur werden, mit dem Kopfberuf  zu etwas bringen. Schlie\u00dflich erf\u00e4hrt man, da\u00df Helene gar nicht seine Mutter war, sondern die bei der Geburt verstorben ist und Julien wird in eine technische Schule gesteckt, die ihm gar nicht liegt, weil ihm da die Begabung feht.<\/p>\n\n\n\n<p>Vvorher gab es noch zwei ber\u00fchrende Stellen, n\u00e4mlich die, wo er in der Grundschule einen Aufsatz schreiben und vorlesen soll. Er liest das Kochrezept von Mousse au Chocolat aus dem Kochbuch vor und bekommt von der Lehrerin daf\u00fcr einen Tadel, den er er vom Vater unterschreiben lassen soll und dann die, wo er die Ferien in einem Lager verbringt und dort f\u00fcr alle kocht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Abitur, f\u00fcr das er mit einem Freund der Familie lernt, zieht er in die Stadt, wo er erfahren hat, da\u00df Helene dort inzwischen lebt, VictorHugo ist auch dort geboren und beginnt eigentlich \u00fcberraschend Literaturwissenschaften zu studieren. Daneben verdingt er sich als Koch, nimmt schlie\u00dflich, als bei Vater der Krebs diagnostiziert wird, doch Kontakt mit Helene auf, vorher hat er es nicht geschafft und ist immer wieder aus den den Telefonzellen gefl\u00fcchtet, die ihm am Schlu\u00df auch das Kochbuch wiedergibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessantes Buch, wie schon geschrieben, mit einigen Unlogigkeiten und Widerspr\u00fcchen und, wie ebenfalls beschrieben, sch\u00f6nen Stellen \u00fcber das Kochen fand ich sehr ber\u00fchrend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt das erste Buch des franz\u00f6sischen Gastrokritikers Jacky Durand und es ist ein interessantes Debut, eine Vater-Sohn Geschichte in drei Teilengegliedert, die ob autobiografisch oder nicht, \u00fcber den Autor ist im netz nicht sehr viel zu erfahren, einige Familiengeheimnisse &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=96077\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1354,2090,2852,3217,3218],"class_list":["post-96077","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","tag-debut","tag-frankreich","tag-jacky-durand","tag-kndler","tag-kochen"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=96077"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/96077\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=96077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=96077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=96077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}