{"id":98238,"date":"2021-03-16T22:57:02","date_gmt":"2021-03-16T21:57:02","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=98238"},"modified":"2021-03-16T22:57:02","modified_gmt":"2021-03-16T21:57:02","slug":"von-der-gesellschaft-in-die-alte-schmiede","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=98238","title":{"rendered":"Von der &#8220;Gesellschaft&#8221; in die &#8220;Alte Schmiede&#8221;"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Vorteil der Livestream-Veranstaltungen ist ja, da\u00df man sich den Hin und R\u00fcckweg erspart, meisten die Veranstaltungen auch nachsehen oder zur\u00fcckdrehen kann und so kann ich mir am Abend, wenn ich die letzte Stunde um f\u00fcnf Uhr mache, von einer Veranstaltung zur anderen switschen oder, was ich ja gerne tue, mir auch mehrere Sachen ansehen, was auch heute der Fall war und da gab es in der&#8221;Gesellschaft&#8221; sowie in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; ein ganz unterschiedliches Programm.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben ja M\u00e4rz und da gibt es in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221; ja immer die Lyrik im M\u00e4rz, eine Veranstaltungsreihe, die, glaube ich, Wolfgang Kraus eingef\u00fchrt hatte, um die Lyrik,  die ja ein Stiefkind der Literatur ist, besser zu etablieren und das letzte Mal, als ich in der &#8220;Gesellschaft&#8221; war, war ich auch in einer solchen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/03\/05\/zwei-lyrikbaende-in-der-gesellschaft\/\">Veranstaltung<\/a>, wollte dann noch zu einer anderen gehen, habe mich aber im Foyer umgedreht, weil ich mich schon damals nicht, f\u00fcr den Fall, da\u00df ich krank werden sollte, registrien lassen wollte und heute erkl\u00e4rte Manfred M\u00fcller, der sich da sehr streng an die Covid-Regeln h\u00e4lt und immer die Maske aufsetzt, wenn er das Vortragspult f\u00fcr den n\u00e4chsten Lesenden desinfiziert, sind Gro\u00dfveranstaltungen zu diesem Thema nicht m\u00f6glich. Da meinte er wahrscheinlich solche, wo mehrere Lesende auftreten, weil Publikum gibt es ja ohnehin nicht mehr und so hat er f\u00fcr den Lyrik-Schwerpunkt und das ist interessant, zwei Lesende eingeladen, die eigentlich keine Lyrik geschrieben habe, das hei\u00dft eigentlich schon, aber die B\u00fccher die sie pr\u00e4sentierten, waren Prosawerke.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erste, das ist auch sehr interessant, war eigentlich ein Literaturwissenschaftler n\u00e4mlich der 1952 geborene Wolfgang M\u00fcller-Funk, der sich offenbar seit er sich in Pension befindet, als Lyriker bet\u00e4tigt, jedenfalls hat er schon zwei Gedichtb\u00e4nde und, ich glaube, ich habe ihn auch schon mal bei einer<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/02\/08\/dichtfest-in-der-alten-schmiede\/\"> Podium-B\u00e4nde-Pr\u00e4sentation erlebt,<\/a> jetzt hatte er aber und das ist nochmals interessant, eine meiner Meinung nach Essaysammlung, n\u00e4mich, die Texte und Notizen in dem er ein Jahr beschreibt oder sie innerhalb eines Jahres geschrieben hat &#8220;365 Tage sind kein Jahr- Roman in lyrischer Prosa&#8221; hei\u00dft der etwas widerspr\u00fcchige Titel und Wolfgang M\u00fcller-Funk hat aus den zw\u00f6lf Abtelungen, die auch jeweilsdigitalen Abbildungen von seiner Frau hatten, jeweils zwei Textstellen gelesen. Manfred M\u00fcller betonte in der Einleitung, das Lyrische an den Texten. Wolfgang M\u00fcller-Funk erkl\u00e4rte noch, da\u00df es eigentlich Lyrik werden h\u00e4tte sollen, dann aber von ihm Roman genannt wurde, weil das eine Form ist, wo man ja alles hineingeben kann. Eine Definition, der ich widersprechen w\u00fcrde, ich bin aber keine keine Literaturwissenschaftlerin und interessant ist auch, da\u00df Wolfgang M\u00fcller-Funk sich \u00fcber den Essay habilitierte.<\/p>\n\n\n\n<p> Also tagebuchartige Jahresbetrachtungen und er erz\u00e4hlte auch noch, da\u00df er dabei nur wenig geschummelt h\u00e4tte, sondern meistens seine Notizen wirklich Tag f\u00fcr Tag geschrieben h\u00e4tte. Interessant also die intellektuellen Betrachtungen, wie er es, glaube ich, auch noch nannte, eines  Intellektuellen und dann kam der 1960 in Feldkirch geborene Christian Futscher, den ich schon bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/03\/literatur-im-el-speta\/\">mehreren <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/07\/08\/die-nacht-im-cafe-pruckl\/\">Veranstaltungen <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/02\/04\/wieder-einmal-musa-2\/\">h\u00f6rte<\/a>, auch mit einem Prosaband, der sich &#8220;Mein Vater, der Vogel&#8221; betitelte und von einem Vater handelte, der ein komischer Vogel war oder einen solchen spielte, also w\u00e4hrend der Geburtstagsfeier seines Sohnes auf einen Baum kletterte und dort die H\u00e4nde ausstreckte und &#8220;Ich kann fliegen!&#8221; rief, w\u00e4hrend sich der Sohn genierte und &#8220;Wenn du noch einmal so lustig bist, bringe ich mich oder dich um!&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p> Christian Futscher lie\u00df seinen Erz\u00e4hler sp\u00e4ter nicht mehr so genau wissen, ob er die erste oderzweite Form verwendet hat, ich denke die erste dr\u00fcckt wahrscheinlich, die gr\u00f6\u00dfere Verzweiflung aus und leitete auch zu der anderen Veranstaltung in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; \u00fcber, die &#8220;Aus der Werkstatt&#8221; hie\u00df und \u00fcberraschenderweise von Raphaela Edelbauer moderiert wurde und da wei\u00df ich nicht genau, ob das jetzt die neue Form der &#8220;Textvorstellungen&#8221; ist oder eine Sonderveranstaltung in der die 1990 geborene Raphaela Edelbauer, die ich ja einmal auf der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/11\/12\/die-zehnte-buch-wien\/\"> &#8220;Buch Wien&#8221;<\/a>, als sie, glaube ich, noch Studentin der Sprachkunst war, mit einem sehr experimentellen Werk h\u00f6rte, da\u00df ich mir fast von Ralph Klever abeschnorrt habe, vier Studenten der Sprachkunst und ihre jeweiligen Works in Progress vorgstellte. Denn inzwischen ist viel geschehen. Raphaela Edelbauer hat in Klagenfurt gelesen und ist mit im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/09\/28\/das-fluessige-land\/\">&#8220;Fl\u00fc\u00dfigen Land&#8221;, <\/a>das mir sehr gut gefallen hat, sowohl auf der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/09\/17\/deutsche-shortlist\/\">deutschen<\/a> also auch auf<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/10\/08\/lauter-weisse-alte-maenner\/\"> \u00f6sterreichen Shortlist<\/a> 2019 des Bp gestanden. Jetzt ist sie offenbar auch Vortragende im Institut f\u00fcr Sprachkunst und unterrichtet dort das Romanschreiben und so stellte sie vier der Studenten vor, die Ausz\u00fcge aus ihren noch nicht ver\u00f6ffentlichten und auch  nicht fertigen Romanen lasen. Interessant, interessant und ein Kontrast zum falschen Lyrikabend der &#8220;Gesellschaft&#8221; und die erste Lesende war, die 1984 in der Schweiz geborenen Bettina Scheifflinger, deren Romanmanuskript &#8220;Erbgut&#8221;  hie\u00df und von der Geburt mehreren Generationen handelte. Raphaela Edelbauer erz\u00e4hlte  im Gespr\u00e4ch etwas von einem Familienroman und, da\u00df mehre Studenten solche schreiben w\u00fcrden und interessant an diesem ist, da\u00df da  die Geburten beschrieben werden. Die n\u00e4chste Lesende hie\u00df Lena Biertimpel und wurde 1991 in Hamburg geboren. Ihr Roman hei\u00dft glaube ich &#8220;Heimwehvogel&#8221; und handelt von einer Frau, die sich in die  Psychiatrie einweisen l\u00e4\u00dft, was sehr genau beschrieben wurde. Das passte  gut zum n\u00e4chsten Text, dem des 1994 in Dresden geborenen Johann Voigt der trotz seiner Jugend schon eine beachtliche journalistische Laufbahn hinter sich hat in  seinem Text  einen Roboter artigen Erz\u00e4hler beschreibt, der die Polizei ha\u00dft und das Ganze  dissoziative Amnesnie nennt und sagte, als Rapheala Edelbauer fragte, was das sei, da\u00df man das Nachgooglen solle, weil er kein Psychologe w\u00e4re. Nun Dissioziation ist die Abspaltung, wenn man Dinge wegschiebt, weil sie einem zuviel sind und man sie  nicht verdr\u00e4ngen kann. Vergewaltungsopfer tun das oft und auch ich denke, da\u00df ich, um die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/06\/06\/pandemische-zeiten\/\">Pandemie<\/a> auszuhalten, vieles dissoziere.<\/p>\n\n\n\n<p> &#8220;Dann geht es mir besser!&#8221;, habe ich Doris Kloimstein, glaube ich, als Motto f\u00fcr ihre <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/10\/02\/noahs-fest\/\">&#8220;Noahs Fest-Anthologie&#8221;<\/a> geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p> Der vierte Text der, der 1986 in Wien geborenen Maria Muhar ist auch sehr interessant und handelt von drei Personen, die in einer WG zusammen wohnen. Eine Alex, einen Daniel und einer Martha. Die Martha hat, glaube ich, eine Zwangsst\u00f6rung, der Daniel ist ein Nachtschw\u00e4rmer und die Alex eine Schriftstellerin und eine Szene, die Maria Muhar las, handelte und das ist ebenfalls sehr interessant von einem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/09\/02\/verregnetes-volksstimmefest\/\">verregneten Volksstimmefest beziehungweise einer linken Wortlesung, die dort stattfand.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p> Interessant, interessant, Raphaela Edelbauer wiederholte noch die Titel der  unvollendeten Werke, damit man sie sich merken und  wenn sie erschienen sind kaufen k\u00f6nnen und ich fand sowohl den Einblick in die Romanwerkstatt in das was die Studenten dort schreiben, als auch die in die Lyrik die keine war, sehr interesssant.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vorteil der Livestream-Veranstaltungen ist ja, da\u00df man sich den Hin und R\u00fcckweg erspart, meisten die Veranstaltungen auch nachsehen oder zur\u00fcckdrehen kann und so kann ich mir am Abend, wenn ich die letzte Stunde um f\u00fcnf Uhr mache, von einer &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=98238\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[199,2356,3685,3783,5486,6183],"class_list":["post-98238","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-alte-schmiede","tag-gesellschaft-fuer-literatur","tag-livestream","tag-lyrische-prosa","tag-sprachkunst","tag-werkschau"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=98238"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98238\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=98238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=98238"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=98238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}