{"id":9910,"date":"2011-11-11T21:05:20","date_gmt":"2011-11-11T20:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=9910"},"modified":"2011-11-11T21:05:20","modified_gmt":"2011-11-11T20:05:20","slug":"ehrenpreis-des-buchhandels-und-zweiter-messetag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=9910","title":{"rendered":"Zweiter Buchmessetag"},"content":{"rendered":"<p>Am Vormittag wurde im Rathaus der Ehrenpreis des \u00f6sterreichischen Buchhandels f\u00fcr Toleranz in Denken und Handeln an Alfred Komarek vergeben. Das ist ein Preis, den der Hauptverband 1990 einf\u00fchrte und der w\u00e4hrend bzw. bei der Er\u00f6ffnung der Buchwoche im Rathaus vergeben wurde. Da brauchte man eine Einladung, 2007 hatte ich eine und war bei der Preisverleihung an Martin Pollack dabei. Danach transformierte sich die Buchwoche in die Buch-Wien und zog in die Messehalle, die Ehrenpreisverleihung im Rathaus wurde aber beibehalten, die Verleihungen an Paul Lendvai, Erika Pluhar und  Armin Thurrnher habe ich vers\u00e4umt, zu der an Armin Thurnher bin ich zwar auf der Einladungsliste gestanden, habe es aber vorgezogen, sozusagen in Sache Sprache unterwegs zu sein oder schlicht und einfach eine dieser<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/19\/werbefahrt\/\"> Werbefahrten<\/a> zu machen. Heuer habe ich den Preis mit der Messe kombiniert, da er inzwischen aber am Vormittag vergeben wird, bin ich erst am fr\u00fchen Nachmittag auf die Buch-Wien gekommen und habe im Staatssenatssitzungssaal au\u00dfer den Festrednern auch nicht viele Leute gekannt.<br \/>\nHeinz R. Unger nat\u00fcrlich und den Preistr\u00e4ger, da war ich schon einmal bei einer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/16\/65-geburtstag-von-alfred-komarek\/\">Ehrung<\/a> in der Gr\u00fcnangergasse und im M\u00e4rz bei einer Veranstaltung in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/14\/frauentag-und-krimilesung\/\">Buchhandlung Thalia<\/a>. Der Rahmen war sehr feierlich, im Staatsenatssitzungssaal war ich noch nicht sehr oft, Stadtrat Ludwig erz\u00e4hlte auch warum und erkl\u00e4rte die Portraits der B\u00fcrgermeister, die an den W\u00e4nden hingen. Das von Helmut Zilk wurde von Maria Lassnig gemalt und die Rede des Wohnbaustadtrats, der den B\u00fcrgermeister vertrat, war sehr lang und gr\u00fcndlich, mir kommt vor er hat sich sehr liebevoll darauf vorbereitet und auch ein altes Foto aus dem \u00d63-Archiv erw\u00e4hnt, das den jungen Alfred Komarek zeigt. Dann folgte die Laudatio von Ehrhard Busek, der einmal Vizeb\u00fcrgermeister war und die war auch sehr lang und gr\u00fcndlich, erw\u00e4hnte die Schulzeit in Bad Aussee und Herzmanovsky-Orlando und zitierte einen Text, in dem die Eisenbahn in Langsamkeit versinkt, Parallelen zur Gegenwart sind wohl nur zuf\u00e4llig. Es gab dann ein intensives Fotoshooting mit allen Beteiligten, eine Dankesrede in der gekonnt humoristischen Art, wo Alfred Komaek meinte, da\u00df auch ein toleranter Mensch nicht unbedingt jeden leiden k\u00f6nnen mu\u00df und zum Abschlu\u00df ein paar Br\u00f6tchen, Sacherw\u00fcrfeln, Obstt\u00f6rtchen und ein Glas Wein. Dann bin ich durch den Prater zu den Messehallen hinausmarschiert und Christa Stippinger gleich um zwei B\u00fccher angeschnorrt. Um die Exilpreistexte 11, dann wollte ich eigentlich den Berlinroman von Petra Lehmkuhl, bin aber zu Susanne Gregors &#8220;Kein eigener Ort&#8221; gekommen, der gleich anschlie\u00dfend auf der FM4-B\u00fchne vorgestellt wurde. Susanne Gregor wurde 1981 in Zilina, in der Slowakei geboren, da kamen wir immer vorbei, wenn wir im Sommer in die hohe Tatra fuhren, ist also auch noch eine vielleicht <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/19\/unter-dreisig\/\">unter Drei\u00dfigj\u00e4hrige<\/a> und beginnt ihren hundertzehn Seiten Roman mit dem Satz &#8220;An der Grenze wurde ich mit einem Ruck wach, als h\u00e4tte mich das Leben selbst aus dem Schlaf gerissen&#8221;, die junge Autorin scheint also auch eine Frau der sch\u00f6nen Worte zu sein und es geht in dem Buch, wie ich dem Text entnehme, um die &#8220;Geschichte einer jungen Frau im Spannungsfeld zwischen Liebe und Abh\u00e4ngigkeit&#8221;.<br \/>\n2010 hat sie auch einen der Exil-Literaturpreise gewonnen. Ich bin nicht lange bei der Lesung geblieben, wurde bei 3-Sat ja Petra Hartlieb  von Ernst A. Grandits zu ihrem Wien-Berlin Krimi &#8220;Auf der Strecke&#8221; interviewt, den sie gemeinsam mit Claus-Ulrich Bielefeld geschrieben hat. Die Buchh\u00e4ndlerin sa\u00df im roten Buch-Wien T-Shirt da und erz\u00e4hlte, wie sie dazugekommen ist mit Herrn Bielefeld, mit dem sie immer w\u00e4hrend der Frankfurter Buchmesse essen geht, einen Krimi zu schreiben. Sie scheinen sich mit dem Schreiben kapitelweise abgewechselt zu haben und das Buch spielt im Literaturmilieu, so hei\u00dft der Berliner Ermittler Thomas Bernhardt und ein ber\u00fchmter Schriftsteller wird tot im Zug auf der Strecke zwischen Wien und Berlin aufgefunden. Sujets, die mir ja bekannt sind, so hat mich Ruth Asp\u00f6ck am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/08\/staatspreis-fur-literaturkritik-und-jury-andruchowytsch\/\">Dienstag<\/a> auch gefragt, ob es bei den <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_zwillingswelten.html\">&#8220;Zwillingswelten&#8221;<\/a> um Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester geht? Geht es nicht, im &#8220;Verr\u00fcckten Traum der Thea Leitner&#8221; hei\u00dft der Lektor aber G\u00fcnter Grass und das wurde nicht nur von Elfriede Haslehner sehr beanstandet. Hier wurde das Buch aber sehr gelobt und soll auch in Serie gehen, das hei\u00dft am zweiten Krimi wird schon geschrieben und da geht es dann nicht mehr um Literatur.<br \/>\nIch bin weitergewandert und habe mir Michael Kumpfm\u00fcller auf der ORF-B\u00fchne angeh\u00f6rt, inzwischen wurde der Bundespr\u00e4sident wieder vom Hauptverband herumgef\u00fchrt und als ich meine Psychologie Kollegin Elfriede Hofer traf, fragte mich die als Erstes, ob ich den Bundespr\u00e4sident gesehen h\u00e4tte und der Herr vom Br\u00f6sl-<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/20\/dritter-messetag-und-was-frauen-schreiben\/\">B\u00e4r-Verlag<\/a> unterbrach und wies uns auf seine Lesung am Sonntag hin. Ich war noch immer auf der Suche nach Gerlinde Tamerl, die um vier kommen sollte, schaute ein bi\u00dfchen zu der Kochb\u00fchne und h\u00f6rte mir dann Walter Kohls Lesung  &#8220;Das leere Land&#8221; im Literaturcafe an, der von Alexandra F\u00f6derl-Schmid vom Standard moderiert werden sollte, die aber irgendwie im Stau steckengeblieben ist. Um f\u00fcnf gab es die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/04\/sv-cocktail-krilit-alpha-literaturpreis\/\">Alpha-Sieger- <\/a>Lesung im Literaturcafe, da wurden zwei Casino Austria Tafeln aufgestellt und der Moderator stellte, die 1971 in Salzburg geborene Autorin Anna-Elisabeth Mayer, die am Leipziger Literatur Institut studierte und ihren Debutroman &#8220;Fliegengewicht&#8221; vor, der in einem Krankenhaus spielt und eine junge Frau zu drei alten Damen auf eine Station kommt. Ich bin auch da nicht zu Ende geblieben, habe ich ja noch immer Gerlinde Tamerl gesucht und auf der Kochb\u00fchne wurden Weihnachtslebkuchen gebacken und erkl\u00e4rt. Zuf\u00e4llig bin ich daraufgekommen, da\u00df die junge Frau, die eine Dame im grauen Pullover zum Lebkuchenteig aufspritzen animierte und  Kostproben verteilte, Gerlinde Tamerl war. Die Kostproben waren k\u00f6stlich, man konnte sie in warmen oder schon fertigen Zustand genie\u00dfen, was vor allem die Kinder reichlich ausprobierten und der zweite Buch-Wien Messetag  war vorbei. Er hat sowohl Spa\u00df gemacht, als auch wieder ein wenig deprimiert, vor allem weil ich von einigen Kollegen angesprochen wurden, die sich wunderten, da\u00df ich mich so intensiv hier aufhalte und fragten, ob das nicht sehr anstrengend sei?  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Vormittag wurde im Rathaus der Ehrenpreis des \u00f6sterreichischen Buchhandels f\u00fcr Toleranz in Denken und Handeln an Alfred Komarek vergeben. Das ist ein Preis, den der Hauptverband 1990 einf\u00fchrte und der w\u00e4hrend bzw. bei der Er\u00f6ffnung der Buchwoche im Rathaus &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=9910\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-9910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9910\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}