Jänner-Lesungen

Anbei der Hinweis zu meinen nächsten zwei Veranstaltungen im neuen Jahr. Ich lade alle herzlich dazu ein und möchte speziell Frau Heidegger ermuntern, einen Schritt aus dem Dunkel herauszugehen, ein Buch ist Ihnen sicher und ich würde auch gerne Texte mit Ihnen tauschen:

1. Präsentation der neuen Volksstimmeanthologie “Wir retten ein System” am 14. 1. 2010 um 19.30 im reading!!room, 1050 Wien, Anzengrubergasse 19/1
Lesung aus dem Buch und Präsentation eigener Texte von Lale Rodgarkia-Dara, Elfriede Haslehner, Philip Hautmann und Eva Jancak.
Ich werde außer meinem Anthologiebeitrag auch ein oder zwei Szenen aus “Sophie Hungers Krisenwelt” lesen.

2. 2. Wiener Katzenfasching – Sitzung der Katzengilde – Literatur und Musik – Fest der närrischen Katzen am Samstag 23. 1. 2010 ab 19 Uhr bis ca 24.00 im Weinhaus Sittl (Stüberl) Lerchenfelder Gürtel 51, 1160 Wien
Bis 4. 12. haben M. Büchler, Helga Eichler(VA), El Awadalla, Michael Ernst, C. Exler, E. Fuhry, M. Girisch, W. Grüner, H. Golinger, Eva Jancak, G. Jatzek, Ingrid Jantzen u. R. Matula, Christa Kern, S. Kragora, M. Loydolt, Johnny Mauser, Uli Makomasky, Christa Mitaroff, S. Schneider(VA), S. Schwarz-Aschner, Helga G. Schwaiger, Rolf Schwendter, Fritz Steppart, Pia Taibl, Christa Urbanek und Richard Weihs zugesagt.
Ich werde erstmals aus der extra dafür geschriebenen Satire “Die Schmerzansichten der Kätzin Murana” lesen.

3. Wir retten ein System! – Präsentation der Anthologie 2009
Lesung in Gedenken an Eugenie Kain mit: Ruth Aspöck, Judith Gruber-Rizy, Elfriede Haslehner, Eva Jancak, Ursula Knoll, Hilde Langthaler, Carina Nekolny, Lale Rodgarkia-Dara, Hilde Schmölzer, Simone Schönett
30. Jänner, 17 Uhr, Museum für Volkskunde, Gartensaal, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Fehlerkultur

Das Weihnachtswinterwetter mit Schnee und Kälte ist eingetroffen, das Wochenende in Harland vorüber und mein Bericht über die Literatur der Fünfzigerjahre wohl ein bißchen unverständlich ausgefallen, denn nicht nur Rudi Lasselsberger mailte launig, daß ich den Gerhard Fritsch zu einem Thomas machte und mich beim Konrad Bayer verschrieben habe, sondern auch meine kritische Leserin Maria Heidegger hat sich mit einem Rundumschlag gemeldet, zu dem ich, obwohl ich auf ihre Kommentare schon geantwortet habe, in einem eigenen Artikel Stellung nehmen will.
Denn das, wie gehen wir mit Fehlern oder auch mit Schwächen um, ist sicher interessiert. Beim KAV, dem Wiener Krankenanstaltenverbund, der die Wiener Gemeindespitäler verwaltet, verwendet man einen eigenen Begriff, den der “Fehlerkultur”, damit ist der Umgang mit Kunst- oder Beinahefehler, die nicht passieren sollen, aber immer wieder vorkommen, denn nobody is perfect, gemeint und wir leben auch in einer Gesellschaft, in der man immer stark und perfekt sein muß.
Wie ist das nun beim Schreiben? Denn da geht es eigentlich um nichts, so daß man keine Abteilung für Fehlerkultur bräuchte, wenn eine ein s zuviel oder zuwenig schreibt.
Sollte man meinen, denn dem ist nicht so, wurden wir ja wahrscheinlich alle in einer öffentlichen Schule sozialisiert, wo wir von klein auf das Konkurrenzdenken lernten und die Hand über das Heft zu legen, wenn der Nachbar abschreiben wollte.
“Frau Lehrer, ich bin besser!” und wo das nicht so ist, braucht es Ritalin oder andere Psychopharmaka und dann gibt es die Kreativität und den weitverbreiteten Wunsch in uns zu singen, zu tanzen, zu malen und zu schreiben und unserem Leben dadurch einen besonderen Sinn zu geben.
Dann gibt es die literarischen Wettbewerbe, da schicken drei-, vierhundert Leute ihre Texte hin und einer bis zwei oder drei werden ausgewählt.
Was passiert mit der Kreativität der anderen, wo wird die endgelagert, bis sie vielleicht in den Seniorenheimen von einer engagierten Ergotherapeutin aufgeweckt werden wird? Die Behindertenvereine haben da schon zugelegt und bieten für ihre Klienten Kreativwerkstätten an, wo gemalt, getöpfert und geschrieben wird. Ein Beispiel ist der “Ohrenschmaus” und vor Weihnachten druckt der Standard die Siegertexte und Ö1 sendet sie auch!
Was passiert aber mit den anderen, der sogenannten Normalbevölkerung, die nicht so gut, wie Peter Handke, Cornelia Travnicek oder Thomas Bernhard schreibt?
Dürfen die es nicht trotzdem probieren, wenn es Spaß macht und gefällt?
Doch, denke ich und schreibe so gut ich kann, mit und ohne Rechtschreibprüfung. Denn mir wäre die Rechtschreibung an sich egal, ich habe inzwischen aber gelernt, verständlich sollte es schon sein und möchte Mut und Beispiel geben, es selber zu probieren, auch wenn es vielleicht nicht so schön, wie die Texte von Robert Menasse, Elfriede Jelinek oder Gert Jonke wird.
Der eifrige Literaturzeitschriftenleser Otto Lambauer hat in seinem Blog von einem Text von Peter Landerl in der Zeitschrift Kolik berichtet, in dem der Literaturwissenschaftler klagt, daß die Texte, die heute eingereicht werden, einfallslos und beliebig sind. Gut gemachtes Handwerk, wie man es in Leipzig oder Hildesheim lernt. Vielleicht weil alle nach demselben Muster schreiben, um bei den Wettbewerben bei den ersten drei zu sein und das ist schade, finde ich und denke, daß wir uns selber sehr viel nehmen, wenn wir immer auf die sogenannten Fehler schauen, statt wertschätzend und offen auf die Arbeiten anderer zuzugehen und erst einmal zuhören. Ich versuche das jedenfalls und kann auch einmal über einen Fehler hinwegsehen, bzw. mich freuen, wenn ich selber besser bin!
Ich habe schon geschrieben, daß ich mir mit der Kritik, auf die ich vor dreißig Jahren, in Arbeitskreisen, wie zum Beispiel, den der schreibenden Frauen, gestoßen bin, schwer getan habe. Die war nicht sehr konstruktiv. Das hat sich inzwischen geändert. Die heutigen Autoren, die Schreibwerkstätten anbieten, sind da anders, zumindest die Schreibpädagogen. Da habe ich im November so ein Seminar mit Doris Nussbaumer mitgemacht und Anni Bürkl hat hier auch einmal ein Beispiel angeführt.
Das “Schauen wir, wie der Text bei uns wirkt, was er in uns auslöst, was habe ich verstanden und was nicht?”, ist sicherlich viel konstruktiver, als ein Rundumschlag, der zu Beschimpfungen und persönlichen Untergriffen führt. Denn irgendwie sind wir alle verletzbar, zumal wenn wir über Persönliches schreiben.
Ich habe einmal, als wir Besuch von einer Amerikanerin hatten, mich mit dieser in Englisch unterhalten, worauf ich von meiner Tochter unterbrochen wurde, die meinte, daß ich eine fürchterliche Aussprache hätte.
“Gut!”, habe ich gedacht, höre ich mir an, wie sie Englisch spricht. Und es kam nichts. Sie hat nicht gesprochen. Als ich nachfragte, sagte sie mir, daß sie sich das nicht trauen würde, um keine Fehler zu machen.
Und das ist es, denke ich, nicht! Nur durch Fehler lernt man und so gesehen, habe ich durch das Literaturgeflüster viel gelernt und durch Frau Heidegger, mit Kritik umzugehen. Auch wenn ein persönlicher Untergriff nicht sein muß! Ein Hinweis: “Das ist falsch geschrieben und bei dem Text bist du ein bißchen unverständlich!”, hilft aber, es besser zu machen!
Ich frage mich natürlich, was ist das, daß wir gelernt haben, auf vermeintliche Schwächen anderer herumzuhacken, warum tun wir das? Und wenn es zur Folge hat, daß wir selbst verstummen, um keine Fehler zu machen, kann es das doch auch nicht sein!
Also ich traue mich und schreibe das Literaturgeflüster als meine literarische Visitenkarte, als schreibende Frau, nicht als Dichterin, das sind für mich Friederike Mayröcker und Marie Therese Kerschbaumer, aber als meine persönliche Lebensform, die mir sehr wichtig ist und ich möchte alle ermuntern, das auch zu tun!
So gut, wie man es kann, denn der Literaturwissenschaftler Peter Landerl hat ja die Authentizität und Ehrlichkeit in den literarischen Texten vermißt. Schreiben wir so gut wir können, hören wir den anderen zu und wenn wir besser sind, freuen wir uns!
So sieht es die Psychologin und Psychotherapeutin, die ich hauptberuflich bin und damit möchte ich die Weihnachtswünsche, die ich gerade von Judith Wolfsberger vom Writersstudio bekommen habe, weitergeben.
“Ich wünsche euch”, hat sie geschrieben “daß ihr eure Schreibprozesse und eure Texte wertschätzt, ganz egal, ob sie frisch und ungehobelt, abgelegen und zerkaut oder abgeschlossen und glänzend sind!”
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Kritikern ein schönes Weihnachtsfest mit viel Freiraum und Kreativität, Mut, Wertschätzung und Toleranz und das schöne japanese paper blank mit dem original Schreibwerkstatt Kugelschreiber und einigen Schreibwerkstatt.de Visitenkarten ist auch gekommen. Das ist auch ein Forum zum Mut holen und hat gleich den passenden Artikel nämlich, “Bestseller, Welterfolge – das schaffe ich nie!”
Nachzulesen auf www.schriftsteller-werden.de.

Kannitverstan

Es ist nicht leicht zu verstehen, das Textprojekt über die Folgen von Mißverständnissen, von Ruth Aspöck, wie am Buchrücken steht.
Eigentlich ist es eine Art Entwicklungsroman, die Geschichte von Jeremy-John, des Mannes aus gutem Haus, in dessen Leben Bücher eine große Rolle spielen. Man gab ihm vor jeder Mahlzeit zwei, die er sich unter die Oberarme zu klemmen hatte, bevor er zum Besteck greifen durfte.
Dann gabs noch eine Heerschar von Erziehern, die um den Heranwachsenden herumschwänzelten und ihm alle seine Wünsche nur ein wenig später erfüllten, weil ein Kind aus gutem Haus das Warten lernen muß, bzw. ihm erklärten, daß er sich von den Kindern, die sich außerhalb des ummauerten Parks befanden, fernzuhalten hat.
“Aha”, denkt man und an das vorvorvorige Jahrhundert. Dann fährt Jeremy-John aber mit dem Auto seines Vaters, später mit dem Fahrrad in die Schule und man erkennt, daß die Geschichte in der Jetztzeit spielt.
Der junge Mann aus gutem Haus studiert zuerst Rechtswissenschaft, reist viel herum, wird Redakteur und Schriftsteller, beginnt sich politisch zu betätigen, hat große Ideen von Rebellion und Weltverbesserung im Kopf, obwohl er, wohl wegen seiner verkorksten Erziehung, distanziert und einsam, nur das Allernotwendigste spricht und mit sich selber Domino spielt.
Trotzdem gibt es Beziehungen in seinem Leben, zuerst die Tanzpartnerin Johanna, dann noch eine junge Frau, die er als Jus-Student kennenlernt, später heiratet er Sonja, bekommt von ihr einen Sohn und eine Tochter, beginnt in der Erziehung der Kinder völlig zu versagen, so daß Sonja mit ihnen in den ersten Stock der großen Villa zieht, während Jeremy unten bleibt, wo er von Gelegenheitsaufträgen als Redakteur, einem nächtlichen Postzusatzjob und der Pflege des großen Gartens lebt.
Die Verständnisschwierigkeiten und Ungereimtheiten, das Kannitverstan, das aus einer Novelle von Peter Hebel stammt, aus der jedem Kapitel ein paar Zeilen vorangestellt werden, ziehen sich durch das ganze, ebenfalls sehr distanziert und bedächtig geschriebene Buch, in dem eine Unzahl von Personen und Ideen vorkommen, bzw. angerissen werden.
Ein Thema ist die Schrulligkeit und Lebensuntüchtigkeit des Helden, der mit seiner Umwelt nicht zurecht kommt, sich von ihr kontrolliert und verfolgt fühlt, aber dennoch große Veränderungs- und Verbesserungspläne schwingt.
So gründet er beispielsweise eine Leihbibliothek in einer ehemaligen Bank, um die Welt zu verbessern oder plant, während seine Seele vollends eingekapselt ist, die Menschen in Modellpartnerschaften zusammenzubringen.
Romanpläne gibt es auch, spielen doch Bücher im Leben des Mannes aus gutem Haus, der sich schon als Kind am liebsten in der Bibliothek der Eltern aufhielt, eine große Rolle und es sind drei bekannte Werke aus der Weltliteratur, die ihn durchs Leben begleiten:
Eichendorffs “Leben eines Taugenichts”, Thomas Morus “Utopia” und Mark Twains “Huckleberry Finn” .
So geht es hin in vierzehn Kapiteln und einem Auftakt. Jeremy taumelt durch das Leben, macht Pläne, scheitert und beginnt von vorn, bis er als Mittfünfziger, als die Eltern gestorben, der Kontakt mit Sonja gering und unerfreulich geworden, die Kinder am Weg ins eigene Leben sind, in der Redaktion die ehemalige Tanzpartnerin Johanna wiedertrifft, mit der er, da ja noch ein Stück des Lebens vor ihm liegt, vielleicht ein besseres Leben beginnt …
Sehr fundiert, das 2005 erschienene Buch zum ewigen Thema menschlicher Mißverständnisse, mit dem sich die 1947 geborene Autorin und Verlegerin Ruth Aspöck an ein engagiertes Publikum wendet. Interessant, daß die Feministin für ihren Entwicklungsroman einen männlichen Helden wählte. Es stellte sich mir auch wieder die Frage nach autobiografischen Elementen, bzw. würde ich gerne wissen, ob es ein Vorbild für Jeremy-John gibt?
Ich habe das Buch, da ich die Autorin gut kenne, aufmerksam gelesen, auch wenn ich manchmal dachte, daß es, wie es in den Schreibwerkstätten heißt, beim Beschreiben statt Zeigen geblieben und die Personen und die Handlung nicht wirklich ausgearbeitet sind. Vieles ist widersprüchlich, wird nur angerissen und als Materialsammlung vorgelegt, aus der man den spannenden Roman, der einen in die angedeuteten Fragen und Probleme wirft, vielleicht erst schreiben muß.
Der ach so spannende narrative Roman aus Amerika a la Jonathan Franzen oder Jonathan Littell, von dem wir momentan alle so fasziniert sind, ist aber auch eine Modeerscheinung. Also passt es vielleicht wieder.

Neue Bücher

Jetzt kommt noch keine Besprechung zu Ruth Aspöcks “Kannitverstan”, denn da bin ich mitten drin beim Lesen und wenn jetzt der Alfred und sein Gepäck hoffentlich bald kommen, werden wir das Wochenende wieder mal nach Harland fahren. Da nehme ich das Buch nicht mit, denn in Harland gibts ja eigene Bücher, die meisten meiner fünftausend Stück, in einem großen Regal im großen Wohnzimmer und da liegt Ilija Trojanow “Der Weltensammler” schon lange im Badezimmer und wird heute sicher nicht mehr ausgelesen und da ich gern regelmäßig schreibe, kämen die Kleindetails gerade recht, denn es gibt ja meistens irgendwas, was ich schreiben wollte, sich aber nicht ausgegangen ist.
Es gab heute aber auch etwas Erfreuliches und zwar nicht das Packerl von Jacqueline Vellguth mit dem schönen Notizbuch und dem Schreibwerkstatt-Kugelschreiber, das ich erwartet habe, weil sie mir Montag oder Dienstag mailte, daß das jetzt weggeschickt wäre. Die Post ist aber offensichtlich nicht so schnell, dafür hat mir Dietmar Ehrenreich sein Weihnachtsbücherpackerl geschickt, obwohl ich da ja, wenn ich es richtig verstanden habe, gar nicht bei den ersten drei gewesen bin, die den Namen des Autors des Resistenz Buches, das Sonntag Abend in Ö3 erwähnt wurde, hingemailt haben.
“Packerl kommt trotzdem!”, hat Dietmar Ehrenreich geschrieben. Jetzt habe ich drei neue Bücher, von denen ich vorher nichts wußte. Als ich voriges Wochenende nachgegooglet habe, ob ich den Namen des bewußten Autors früher finden kann, bin ich beim Verlagsprogramm daraufgekommen, daß der Resistenz Verlag sehr viele österreichische Autoren und Autorinnen verlegt.
Einige sind damit zufrieden, andere weniger, aber irgendwie scheint es doch ein rühriger Verlag zu sein, denn ich bekomme immer wieder Einladungen zu Veranstaltungen, die meist in Linz stattfinden, was der Grund ist, daß ich nicht hingehe, aber Christl Greller hat, glaube ich, ihr letztes Buch dort verlegt und da war die Präsentation am Karlsplatz, wenn ich mich richtig erinnere.
Dann kommt zu Weinachten die Aufforderung sich mit dem kleinen oder großen Weihnachtspackerl einzudecken. Gekauft habe ich das zwar nie, aber trotzdem einige Resistenzbücher bei meinen SUBs und jetzt drei neue und zwar “Farbe der Angst” von Corinna Antelmann, die, wie ich auf ihrer Homepage nachschaute, eine sehr engagierte Linzer Autorin ist, an der Hochschule von Hildesheim Workshops für Dramatik anbietet und auch schon einige Preise gewonnen hat.
Leider gibts in den Büchern keine biografischen Angaben, was zwar schade ist, dank google aber nichts macht, und so habe ich auch beim zweiten Buch, nämlich Christoph Eric Hacks “Geschichten aus dem Kürnbergwald”, nachgeschaut und bin daraufgekommen, daß das ein sehr junger, nämlich 1985 geborener Autor ist und das gekürzte Buch soll eine bösartige Satire auf die Jugend des frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts mit sehr viel Sex und Gewaltexzessen sein, da bin ich also sehr gespannt.
Das dritte Buch ist das für mich offensichtlich Uninteressanteste, nämlich “Querpässe”, nicht schon wieder Fußball oder doch mehr?, interessant daran aber, daß Dietmar Ehrenreich der zweite Autor neben einem Günther Lainer ist, daß Dietmar Ehrenreich selber schreibt, wußte ich schon, weil er einmal gemeinsam mit Judith Gruber-Rizy bei den Textvorstellungen war.
Also wieder viel Lesestoff und sehr erfreulich, denn ich freue mich immer über neue Bücher und auch darauf neue Autoren kennenzulernen. Irgendwie ist Dietmar Ehrenreich um seinen Verlag also sehr bemüht, heißt sein Logo, wie in einem Art Manifest auf der letzten Seite steht “Andere drucken Bücher, ich verlege AutorInnen!”
Das könnte man zwar mißverstehen, ich freue mich aber sehr und werde weiter berichten.
Berichten wollte ich schon lange über Herta Müllers Nobelpreisrede, die sie Anfang der letzten Woche, am Montag und nicht erst am Donnerstag, wie ich lesen konnte, gehalten hat und die ich nach einigem Suchen doch im Internet gefunden habe.
“Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis”, beziehungsweise, ein “Taschentuch gegen die Diktatur”, wie es die Rezensenten zusammenfassten und das ist sehr interessant, habe ich ja “Atemschaukel” erst gelesen und mich in meinem “Nanowrimo-Novel” auch damit beschäftigt und an dem korrigiere ich nach wie vor sehr intensiv.
Das dritte Mal nehme ich es mir gerade vor, als nächstes werde ich es Szene für Szene durchgehen und im Großen und Ganzen finde ich diese Geschichte über das Schreiben und über meine Lieblingsblogs auch sehr gelungen.
Wenn man hinter das Nanowriomo Participant Logo klickt, findet man noch immer die 50.687 Worte. Das ist schon lange Geschichte. Derzeit halte ich bei 47.380, ein paar davon werden noch wegfallen, bis es mein wahrscheinlich einundzwanzigstes Digitalbuch geworden ist. Bezüglich meinem neunzehnten, dem “Haus”, gibt es zu vermelden, daß es mit der Rezension im “Augustin” von Franz Blaha leider nichts werden wird, weil der seine Mitarbeit dort inzwischen zurückgelegt hat, es gibt aber zwei andere, mehr oder weniger schöne “Haus” -Rezensionen und zwar wieder von Helmuth Schönauer bei “Lesen in Tirol”, wenn man da jetzt bei “J” nachschaut, kommt man hin und dann noch die von Elisabeth Pratscher in “leselustfrust”.
Da der Alfred aus Patagonien zurückgekommen ist, kann er meine in der Zwischenzeit erschienenen Artikel auf Fehler korrigieren, denn da schlichen sich ja einige ein, mein neuer treuer Stammleser Rudi Lasselsberger scheint aber drauf zu schauen, beziehungsweise die “Haus”-Rezensionen zu meinen Seiten stellen, damit sich die, die sich dafür interessieren, sie ansehen können.

Wien der Fünfzigerjahre

Heute die Abschlußdiskussion zum literarischen Begleitprogramm der Ausstellung “Kunst und Kunstverständnis in Wien” des Museums auf Abruf, das zum Kulturamt der Stadt Wien gehört und die Bilder zeigte, die die Stadt Wien in den Fünfzigerjahren als Kulturförderung angekauft hat und noch einmal großkarätig darüber diskutierte, was in Wien in den Fünfzigerjahren losgewesen ist.
Klaus Kastberger hat das Programm gestaltet und das Podiumsgespräch moderiert, zu dem Alexandra Millner, Daniela Strigl, Friedrich Achleitner und Franz Schuh eingeladen wurden und das war schon einmal interessant vom Alter der Teilnehmer und der Teilnehmerinnen.
Friedrich Achleitner, der 1930 geborene, Mitglied der Wiener Gruppe, die es, wie er betonte, eigentlich gar nicht gegeben hat, zumindest nicht als formal eingetragenen Verein, es waren vier Freunde, H.C. Artmann, Gerhard Rühm, Konrad Bayer und Oswald Wiener. Er ist erst viel später dazu gestoßen und dann gab es noch einen größeren Freundeskreis. Elfriede Gerstl war so viel ich weiß, eine der wenigen Frauen dabei. Franz Schuh mit Geburtdatum 1947, als Sandwich zwischendrin und dann die beiden viel jüngeren Literaturwissenschaftlerinnen, 1964 und 1968 geboren.
Alexandra Millner begann mit ihrer Studie über die literarischen Vereine, die sie auch in der alten Schmiede vorgestellt hat, mit den Förderern und den Zeitschriften. Da gab es ja den Hans Weigel und den Hermann Hakel und als Zwischenglied den Rudolf Felmayer, das ist jetzt meine Zusammenfassung und bei den Zeitschriften den “Plan” von Otto Basil und die “Neuen Wege”, die Zeitschrift des Theaters der Jugend und natürlich Hakels “Lynkeus”.
Friedrich Achleitner erzählte ein bißchen was von dem Freundeskreis, der sich Wiener Gruppe nannte, weil er irgendwo auftreten mußte, wo er einen Namen brauchte und den Regeln, die diese Gruppe nicht hatte, sich aber trotzdem immer gegenseitig irgendwo ausschloß, so wurde Oswald Wiener einmal für eine Nacht hinausgeworfen, weil er einen schlechten Umgang hatte. Erscheint mir irgendwie bekannt.
Das nächste Thema, das Klaus Kastberger gekonnt in die Diskussionsrunde warf, der Brecht Boykott, der Herren Torberg und Weigel, von dem man jetzt mehr wissen sollte, als daß die Herren Hakel und Weigel im Cafe Raimund und woanders die jungen Dichter und Dichterinnen förderten.
Angeblich gab es niemanden, den Weigel übersehen hätte, aber Bachmanns Prosa hat er nicht anerkannt und Hakel hat Hertha Kräftner als Nymphomanin beschimpft. Den Brief, wo Weigel Bachmann verbietet sich politisch zu betätigen, hat mir einmal Lisa Seidl zum Geburtstag mitgebracht. Hans Weigel hätte einen breiten Literaturbegriff gehabt und Torberg nicht so gut wie Berthold Brecht geschrieben, den er als Dichter hoch geschätzt hat, aber große Angst vor dem Kommunismus und dann gab es natürlich noch den Doderer und die Dorothea Zeemann, die, wie Friedrich Achleitner sagte, den alten Meister in die Wiener Gruppe brachte und natürlich noch viele andere.
Den Lernet und den Holenia, nach Hans Weigel, die österreichischen Literatur um 1950, der Monarchist, der aber angeblich wieder sehr fortschrittlich war.
Den Rudolf Henz hat es, glaube ich, auch gegeben und der ist ja indirekt schuld , daß sich 1973 …
Und den Gerhard Fritsch als Außenseiter, den Walter Buchebner, die Marlen Haushofer und und und.
Der Reinhard Federmeier und der Milo Dor wurden, glaube ich, nicht erwähnt. Man sieht, daß die Fünfzigerjahre vielfältig waren und sehr interessant.
Ein klein wenig kenne ich mich ja darin aus, weil ich die Bibliothek meiner Eltern erbte, den Wohnzimmer Bücherkasten und die Seiten aus den Heften der Büchergilde Gutenberg, mein Geheimtip und mich natürlich schon sehr lang dafür interessiere und Ende 1953 mit sehr viel älteren Eltern und einer älteren Schwester geboren wurde. Das prägt auch. Sonst war der Abend ein ziemliches Durcheinander, aber das ist wahrscheinlich auch typisch für die Fünfzigerjahre. Franz Schuh erwähnte noch den Hermann Schürrer als literarischen Außenseiter und Klaus Kastberger warf ein, daß man damals noch ein literarisches Individuum sein konnte, während man heute verloren hat, wenn man es nach fünf Jahren Schreiben nicht auf die Liste des deutschen Buchpreises geschafft hat. Da habe ich den Kopf geschüttelt, denn das weiß ich ein bißchen anders.
Heute gibts ja das Internet, das Book on Demand – Verfahren, die literarischen Blogs, das Nanowrimowriting und die 376 Bewerber für das Hochschulstudium der Sprachkunst von denen sechzehn dann genommen werden, von denen die Professoren der Germanistik vielleicht noch nicht viel wissen. Alexandra Millner hat es gesehen und prompt widersprochen.
Nachher gabs noch Wein, ein bißchen Brot am Gang und ein langes Gespräch zuerst mit Mechthild Podzeit-Lütjen, die mir erzählte, daß sie jetzt auch Germanistik studiert und mit Klaus Kastberger hergekommen ist, und eines mit Alexandra Millner.
Wieder viel gelernt, jetzt warte ich auf den Alfred, der in Madrid das Flugzeug versäumte, daher über London hergeflogen ist und erst morgen sein Gepäck bekommt.

xxxxxxx-small 09

Heute war der zweite Abend der glorreichen Kleinstverlagschau des fröhlichen Wohnzimmer, edition ch, edition die donau hinunter, edition exil, edition zzoo, freibord und herstpresse, die schon seit vielen Jahren im Advent im Amerlinghaus stattfindet. Drei Abende mit Buchverkauf und Lesungen der Wiener Kleinstverlagszene. Ein Ereignis und eine Art Familienfest und ich gehe als literarische Außenseiterin regelmäßig hin. Eine Zeitlang habe ich meine Bücher neben die der Ruth Aspöck ausgelegt, dann ist sie in Pension gegangen, heuer hat sie eine Art Restabverkauf gemacht und gestern auch gelesen.
Da bin ich, wie beschrieben durch den Bezirk gezogen. Also erst heute zu der Lesung von Gerhard Jaschke, Ilse Kilic und Andreas Leikaufs Film “Werner” mit Livemusik gekommen und Ruth Aspöck, Fritz Widhalm, Günther Vallaster und Nikolaus Scheibner versäumt, dafür bin ich heute ein bißchen früher gekommen, um mir die Bücher in Ruhe anzusehen und das war sehr interessant, denn es gab viel Neues.
Bei Gerhard Jaschke beispielsweise, der im Vorjahr krankheitshalber ausgefallen ist. Jetzt gabs das neue Freibord und besonders interessant ein Buch über die Frankfurter Buchmesse von der Edition Thurnhoff “Rund um die grüne Soße” mit Verlagssplittern und Fotos von Gerhard Jaschke aus dem er auch gelesen hat und dann aus “Hirngeplapper”, wo er sich mit seinem Insult auseinandersetzte. Am Büchertisch lag noch die Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Gerhard Jaschke und ein Heft über Friederike Mayröcker, die am 20. Dezember ihren fünfundachtzigsten Geburtstag hat.
Sehr interessant sich das alles anzusehen, hinein- und durchzublättern. Interessant dasselbe beim fröhlichen Wohnzimmer zu tun. Denn auch da gabs viele Neuerscheinungen, zum Beispiel eine Anthologie mit dem Arbeitstitel “POP”, deren Belegexemplare verteilt wurden, deshalb war es auch so besonders voll. Silvia Bartl hat übrigens auch eine künstlerische Arbeit drinnen. Es gab auch neue Ilse Kilic Comics, an einen übers “Altern” kann ich mich besonders erinnern und an ein Hefterl über “Angst”. Für eine Psychologin besonders interessant.
Es gab auch einen umfangreichen Verlagskatalog, beziehungsweise Leseheft, das ich mir ergattern konnte. Das gibt wieder Lesestoff aus der fröhlichen Wohnzimmer Edition und Ilse Kilic hat aus vier Publikationen gelesen. Märchen, Gedichte und auch aus visuellen Texten. Es gibt da eine große Auswahl, denn sie hat ja eine große Produktion und einen bemerkenswerten Satz gelesen, daß nämlich der Sinn ihres Lebens sie selber ist, während es bei dem Film von Andy Leykauf um Gedichte von Werner Herbst ging, die ich schon gekannt habe, denn die hat er bei den früheren xxxxxxx-small Veranstaltungen auch gelesen. Bevorzugt, wie ich mich erinnern kann, mit einigen dieser amerikanischen Weihnachtsmännern, die er dabei aufgezogen hat.
Bei dem Film handelte es sich um Aufnahmen aus Werner Herbsts Wohnzimmer. Er hat die Gedichte mit starker Stimme vorgetragen, das Gesicht war dabei eher verschwommen, weil, wie Fritz Widhalm bemerkte, die Leselampe offenbar zu stark geleuchtet hat.
Es waren also starke Impressionen und starke Begegnungen in einem sehr vollen Amerlinghaus und mit vielen Bekannten. Smalltalk mit Ruth Aspöck, die mir noch ein Donauanthologie Belegexemplar zum Verschenken und ein booklet, die Literaturbeilage der Furche, in dem Heinz Janisch über den Ohrenschmaus berichtet, übergeben hat.
Ich habe mich sehr lange mit Monika Giller und Thomas Havlik unterhalten, der mir heute einen Kommentar geschrieben hat und die fehlenden Jury-Mitglieder der LitArena 4 beim etcetera ergänzte. Sophie Reyer hatte ich dabei vollkommen übersehen, aber die ist in dem “Fröhlichen Wohnzimmer Leseheft enthalten” und zwar mit einem Abdruck eines Presse-Artikels, in dem sie berichtet, daß sie “Das Wort als schöne Kunst betrachtet”, von Ilse Kilic liest, wobei sich der Bogen von St. Pölten wieder ins Amerlinghaus zieht und ich habe in den Gesprächen viel über mein Schreiben erzählt, habe aber auch wieder viel versäumt.
Friederike Mayröcker nämlich, denn die war heute im Hörspielstudio und im Akademietheater wurde auch der Dokumentationsfilm “Das Schreiben und das Schweigen” über sie gezeigt. Der Ö1 Club hat dafür Karten vergeben, die ich nicht bekommen habe, also wars es ein schöner xxxxxxx-small Abend und den dritten werde ich versäumen, denn da kommt erstens Alfred aus Patagonien zurück und zweites gibts das Podiumsgespräch über die Literatur der Fünfzigerjahre im MUSA und das habe ich mir schon lange vorgemerkt.

Adventliches

Ich hab in der Hektik der letzten Wochen nicht geschrieben, der Advent ist eingezogen, die Praxiswohnung geschmückt, es gibt den Adventkalender von www. literaturcafe.de und den der Klaudia Zotzmann mit Bücher, Wiener Kaffeehäusern und einem Schaf mit Weihnachtsmütze und manchmal kann man das Kaffeehaus raten.
Es gibt jede Menge Gewinnspiele. Daß ich bei Jacqueline Vellguths Nanowrimo Parade den ersten Preis gewonnen habe, habe ich schon geschrieben, aber auch Dieter Ehrenreich vom Resistenzverlag hat mir gemailt, in der Sendung “Solid Gold” wird ein aktuelles Buch besprochen, wer als erster den Autor nennt, bekommt ein Weihnachtsbücherpackerl. Da habe ich seit Jahren wieder einmal Ö3 gehört und bin zu spät gewesen.
Lillyberry hat ein tolles Weihnachtsbuch “The christmas train” verlost und ich habe nichts gewonnen, Elisabeth Pratscher von leselustfrust liest schon seit Wochen sämtliche Weihnachtsbücher, die es gibt, Anni Bürkl rät zum Ghostwriting als Weihnachtsgeschenk und die Weihnachtsengel von der Zeitschrift Madonna, die ich durch die Buch-Wien im Probeabonennt beziehe, läßt einen für einen Tag Autorin sein, bzw. ein persönliches Schreibtraining bei Uschi Fellner gewinnen.
So kann man sich auf das große Fest einstellen, man kann aber auch beim Kulturspaziergang “Alles Gute- Adventwandern mit …” durch den siebenten Bezirk spazieren und das tue ich schon seit einigen Jahren.
“Ob ich das seit Anfang mache?”, wollte Silvia Bartl von mir wissen. Nein, die ersten Umgänge habe ich versäumt. 2005 oder 2006, ich habe gerade am Wiener Stadtroman geschrieben, war im Cafe Engländer beim Jour fixe der Lesefrauen und bin danach ins Siebenstern gestoßen und ein paar Stationen mitgegangen und seitdem jedes Jahr.
Denn das ist wirklich toll, die Alternative zum herkömmlichen Punschtrinken. Man geht hinter drei Musikern nämlich Peter Rosmanith, Georg Graf, Joe Pinkl und Helge Hinteregger mit dem Megaphon, der ständig schreit “Keine Angst, das ist Kultur, es kann euch nichts passieren!”, von Station zu Station, hört ein bißchen in das aktuelle Programm hinein, ißt Lebkuchen oder Käsesemmeln, früher einmal gab es noch Würstl, trinkt Punsch und plaudert mit den Leuten, die man kennt. Diesmal gab es nicht so viele Bekannte, toll war es trotzdem. Es hat wieder in der Hauptbücherei um fünf begonnen. Das letzte Jahr wars ja hintenrum. Da hab ich gleich die Madeleine Reisner, die stellvertretende Bezirksvorsteherin begrüßt und ein junger Mann forderte energisch in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch zum Mitmachen beim Xmas in Afrika auf. Dann gings weiter in die Kaiserstraße zum Theater Spielraum zu “Emil wer?” Das war ein jüdischer Schauspieler und Theaterdirektor, der einmal in der Siebensterngasse, in dem Haus, in das wir uns später begaben wohnte, nur leider zu spät aus Österreich bzw. der Ostmark wollte, jetzt bekommt er eine Gedenktafel und die wurde in den zwanzig Minuten szenisch vorgestellt.
Dann neu, das jüdische Theater in der Kandlgasse und das war lustig. Da wartete eine junge Frau vor einem alten Zinshaus, schleuste uns durch viele Gänge, sagte nur fünfundzwanzig Leute haben Platz, dann spielten ein paar junge Leute Klezmer, eine Frau mit Baby um den Bauch gebunden, es gab eine Videowall und die Mitteilung, daß die Vorstellung um sieben Uhr abend beginnt.
Es ging aber weiter ins Literaturhaus wo Cornelia Travnicek “Marasmus”, las, das ist die Herbergssuche über Eis- und Gurkerlessen, eine Schwangerschaft und einem Vater, der ein Arschloch ist, aus “Fütter mich”. Cornelia Travnicek bewunderte die ca. achtzig Leute, die durch die Kälte zogen, forderte zum Rum trinken auf und hat in ihrem Blog schon darüber berichtet und weiter gings in die Medienwerkstatt zu drei Kurzfilmen über Sport, einer davon war ganz lustig und auch sehr literarisch und dann ins Siebenstern, wo ein Gläschen Rotwein und Soletti warteten und Stephan Paryla kurz Anton Kuh gelesen hat. Dann gings in die Fleischerei, das ist das Theaterprojekt der engagierten Prinzipalin Eva Brenner mit einem diesmal sehr guten Programm, nämlich auf Achse 09 mexikana:Szenen vom Straßentheaterfestival Cervantino, wo Eva Brenners Gruppe im Sommer offenbar war und einen Text von Elfriede Jelinek zum Tod von Cheibani W. aufgeführt hat.
Der Punsch war hier sehr gut, ebenso der bei Mica, das ist der Musikraum vis a vis vom Amerlinghaus und da gabs ja ein Konkurrenzprogramm, nämlich unten die Wilden Worte mit Gabriele Petricek als Gast und oben in der Galerie den ersten Abend von xxxxxxx-small, bei dem heuer wieder Ruth Aspöck mitmacht.
Man kann nicht alles haben und zuviel splitten bringt nur Verwirrung, ist ja schon der Adventumgang ein ziemliches Durcheinander, so bin ich im Amerlinghaus nur aufs Klo und dann gleich ins Museumsquartier, wo es noch zwei Stationen gab, nämlich wieder eine Ausstellung im Architekturzentrum und im Tanzquartier. Sehr dicht, das weihnachtliche Alternativprogramm und soviel Punsch auf einmal, habe ich zuletzt vor einem Jahr bei “Alles Gute” getrunken und natürlich habe ich etwas versäumt, nämlich die Ohrenschmaussieger, die in der Sendung Texte gebracht wurden, habe aber schon mit dem lieben Otto darüber gemailt und gestern mit Edith Ulla Gasser, bei der ich jetzt doch einen Sendungsmitschnitt meiner Ö1 Sendung bestellt habe und die hundertneunundfünfzig Euro Honorar sind inzwischen auch gekommen. Das war ein bißchen schwierig. Denn der ORF sandte dazu zwei Einschreibebriefe, stolperte über meinen Doktortitel bzw. Doppelnamen und wollte eine Heiratsurkunde bzw. Promotionsnachweis sehen. Dann hats aber doch ein bißchen weniger bürokratisch geklappt, obwohl das ja eine herrliche Szene für einen meiner nächsten Texte wäre und jetzt bin ich bestens auf Weihnachten eingestimmt und habe, da ich es, obwohl ich beim Weihnachtsstreß nicht wirklich mitmache, nicht schaffe, alle schönen Texte des neuen etcetera zu lesen, das Heft wenigstens als Kommentar zu meinen letzten Artikel “Und Nietsche weinte”, beziehungsweise als Reaktion auf Robert Eglhofer kurz besprochen, bzw. sehr gelobt, weil das wirklich ein sehr schönes Heft ist, wo man einen guten Einblick in die österreichische Gegenwartsliteratur bekommen kann. Wer also noch kein Weihnachtsgeschenk hat und eines braucht, dem ist es zu empfehlen…

Ein Haus eine Spur ein Roman

In “Ein Haus eine Spur ein Roman” von der Autorin Irene Wondratsch, als Faction, Mischung zwischen Fiktion und Fakten bezeichnet, zieht sich eine Fünfzigjährige nach einem Burn Out Syndrom in ein Haus an der Donau zurück und findet am Dachboden Manuskripte, Briefe, Gedichte, Tagebucheintragungen und beginnt sich in der Folge damit zu beschäftigen.
Im ersten Teil wird das Kriegstagebuch des jungen Sepp von der Protagonistin Monika gelesen, der, 1928 geboren, in einer St. Pöltner Arbeitersiedlung aufwächst, 1934 den Februarkampf erlebt, in der Hitler-Jugend sozialisiert und zuerst auch begeistert wird, von seinem Onkel dann den Rauch über Mauthausen gezeigt bekommt, bevor er sechzehnjährig einrückt, an der Mühlviertler Hasenjagd vorüberzieht, bevor er desertiert und danach noch die ältere Gerda bei der sozialistischen Jugend kennenlert.
Im zweiten Teil schreibt eine Großmutter aus St. Pölten der Lehrerin Gerda und ihren Kindern Briefe nach Wien, im dritten Teil wird aus Gerdas Familienchronik zitiert, ihr Vater war ein sozialistischer Bürgermeister, ihre Mutter in der Gewerkschaft tätig.
Monika beginnt zu recherchieren, während sie Apfelmus kocht, schwimmen geht, ihre Freunde einlädt und den Wanderer Hubert kennenlernt.
So fährt sie nach St. Pölten, läßt sich von Siegfried Nasko Festschriften zur Gedenkfeier zum 125. Geburtstag von Bürgermeister Hubert Schnofl zeigen, recherchiert bei Verwandten und beschließt einen Roman über die Familie zu schreiben. Am Schluß erfährt sie noch, daß Hubert, der Exfreund von Gerdas und Sepps Tochter Renate ist und eine neue Liebe beginnt.
So weit die Zusammenfassung dieser Faction, dem zweiten bei der Edition die Donau hinunter erschienenen Buch von Irene Wondratsch. Ich weiß natürlich etwas mehr darüber, war ich ja 2006 bei der Präsentation in der Arbeiterkammer und wir sind auch 2007 beide bei Ruth Aspöcks Donauradkarawane mitgefahren, wo Irene Wondratsch ihr Buch in Grein im Cafe Blumensträußel präsentiert hat.
Nämlich, daß die Autorin die Tochter von Sepp Tessar und die Enkeltochter des St. Pöltner Bürgermeisters ist und in diesem Buch auch die Gedichte und Texte ihres Vaters veröffentlichen wollte.
Ca. ein Drittel bis Hälfte des Buches sind auch Originaldokumente.
Eine interessante Veröffentlichungsform von Irene Wondratsch, die ja auch Leiterin von Schreibwerkstätten ist. Die Amerikaner würden aus dieser Faction sicherlich einen Thriller machen. Irene Wondratsch erfindet eine ausgebrannte Monika, die aus dem gefundenen Material einen Roman schreiben will.
Ansonsten gibt es zu vermelden, daß ich diese Woche viel zu Haus geblieben bin, gelesen und korrigiert habe. Die “Heimsuchung” ein zweites Mal durch, da habe ich auch mit meinen Nanowrimoberichten, die ich so getreulich an Jacqueline Vellguth schickte, bei deren Verlosung ein Notizbuch und einen Schreibwerkstattkugelschreiber gewonnen.
Das neue etcetera, die Literaturzeitschrift aus St. Pölten, mit sehr schönen Illustrationen von Ilse Kilic und Fritz Widhalm übers Schreiben, ist gekommen und am Montag, den 14. sind die Ohrenschmaus Siegertexte in der Sendung “Texte” in Ö1, für die die es interessiert.
Ich werde sie mir zwar nicht anhören können, denn da ist der Adventumgang, aber da ich mich diese Woche ein bißchen mit Literatur und Down-Syndrom beschäftigt habe: Es gibt da einen neuen Roman von Ludwig Laher “Einleben” und der wurde am Freitag in den “Beispielen”, bei Ö1 vorgestellt und ist sicher interessant.

Und Nietzsche weinte

Es ist ein interessantes Buch, die heurige “Eine Stadt – ein Buch” – Aktion, der 1992 geschriebene Bestseller “Und Nietzsche weinte”, des 1931 in Washington geborenen Psychoanalytikers, Irvin D. Yalom und ganz anders, als erwartet.
Bürgermeister Häupl hat, als er die Aktion, vor der Buch Wien im November eröffnete, von einer “Schweren Kost für seine Wiener”, gesprochen und davon, daß man dadurch das Wien des Jahres 1882 kennenlernen kann und Robert Eglhofer, der es vorige Woche gelesen hat, hat gesagt es würde ihm gefallen und mir hat es das eigentlich auch.
Das Buch schildert die fiktive Begegnung zwischen Friedrich Nietzsche und Josef Breuer im Wien des Jahre 1882. Freud ist ein junger Assistenzarzt und der Roman beginnt im Oktober in Venedig, wo Breuer im Cafehaus sitzt und auf Lou Salome wartet, die ihn dort hinbestellt, weil, wie sie schreibt “Die Zukunft der deutschen Philosophie auf dem Spiele steht!” und erzählt von einer menage a trois, die sie mit Nietzsche und Paul Ree führen wollte, die aber schiefgelaufen ist, so daß sich Nietzsche abwandte, an Kopfschmerzen leidet und selbstmordgefährdet ist, weshalb ihn Breuer heilen soll.
Nietzsche will aber nicht behandelt werden und Breuer hängt noch an der fehlgeschlagenen Behandlung mit Anna O., respektive Bertha Pappenheim, bzw. an Lou Salomes Busen und weiblichen Selbstbewußtsein. Verspricht aber Nietzsche in Wien zu behandeln, wenn er in seine Praxis kommt. Der kommt dann aber nur wegen seines organischen Leiden und darf von der Abmachung zwischen Breuer und Lou Salome nichts wissen. Breuer liest heimlich Nietzsches Bücher “Die fröhliche Wissenschaft” und “Menschliches Allzumenschliches”, die man damals noch nicht in Wien bekommt. Nietzsche will die Behandlung abbrechen, bekommt in seinem Pensionszimmer aber einen so starken Migräneanfall, daß Breuer geholt wird, er vernimmt den unbewußten Hilfeschrei des Patienten und grübelt darüber nach, wie er den Philosophen doch zu einer Therapie verlanlassen kann.
Das, was ihm einfällt ist, ist eigentlich ein mieser Deal, nämlich, daß er Nietzsche anbietet, ihn von seinen eigenen Schwächen, der unglücklichen Ehe, der Besessenheit zu Bertha Pappenheim und der Angst vor dem Alter zu heilen, wenn Breuer ihn dafür in eine Privatklinik einweisen und seine Kopfschmerzen behandeln darf.
Nietzsche geht schließlich darauf ein. Die Rollen werden getauscht. Das Kopfweh verschwindet und Breuer geht es vorerst schlechter, er will zwar Nietzsche eigentlich dazu verführen von sich und seinen Schwächen zu erzählen, aber vorerst ist Breuer der Patient und leidet an Bertha, besucht mit Nietzsche den jüdischen Friedhof, wo dieser darauf kommt, daß Breuers Mutter ebenfalls Bertha hieß, worauf Nietzsche seinem Patienten nahelegt, sein Leben zu verändern.
Zuerst glaubt man nun, Breuer schmeißt alles hin, läßt seine Tauben in die Freiheit, verläßt Mathilde und seine fünf oder sechs Kinder, um in das Sanatorium zu Bertha Pappenheim zu fahren, die dort aber mit dem sie betreuenden Arzt das gleiche Spiel betreibt, so fährt er nach Venedig, läßt sich den Bart abschneiden und beschließt Koch zu werden, bis man erkennt, das war nur ein Hypnoseversuch, zu dem Breuer den jungen Sigmund aufgefordert hat.
Dadurch wird Breuer geheilt, was er seinem Patienten am nächsten Morgen im Sanatorium, nachdem er sich wieder zu Mathilde hingezogen fühlt und sich auch mit seinem Schwager Max plötzlich versteht, berichtet.
Er zeigt ihm auch den Brief von Lou Salome und berichtet von dem Ränkespiel, was Nietzsche schließlich zum Weinen und zum Loslassen von Lou Salome bringt, der er, während er den Therapeuten spielte, wütende Briefe geschrieben hat.
Es wird also auch Nietzsche geheilt, durch die gegenseitige Redekur, die später in die Geschichte als Psychoanalyse eingehen wird, Freud wird berühmt damit, bevor er Wien 1938 verlassen muß, aber das ist nicht Gegenstand des Romans, der am 18. Dezember 1882 endet, in dem Josef Breuer in seine Praxis zurückkehrt, noch dreißig Jahre zufrieden praktizieren aber nie mehr die Redekur anwenden wird, während Friedrich Nietzsche am selben Nachmittag einen Fiaker besteigt und nun doch in den Süden reist, um sich statt mit Lou mit einem ehrbaren Propheten namens Zarathustra zu treffen.
Mir hat die fiktive Begegnung einer nie gemachten Therapie, die die Welt verändert, schließlich doch gefallen, während ich am Anfang an dem Ärztedünkel und dem Pfusch, der scheinbar da passierte, leicht verzweifelt bin. Aber Yalom löst alles auf und spielt ein spannendes Spiel mit seinen Lesern, in dem er Nietzsche und Breuer die Psychoanalyse erfinden läßt, während Freud nur assistiert, bzw. sich von Mathilde bekochen und in die Badewanne legen läßt.
Man erfährt wirklich viel über das Wien 1882 und das Wesen der Psychoanalyse, obwohl ich schon vorher etwas darüber wußte, einiges überlesen habe und es fast zuviel an Happyend gibt, denn Nietzsche ist ja später in geistiger Umnachtung gestorben und Freud ist es in seinen letzten Lebensjahren auch nicht sehr gut gegangen. Wir haben inzwischen aber eine Psychotherapie, die sich in vielen Formen und Schulen weiterentwickelt hat. Und Herr Bürgermeister, die Gesprächstherapie wurde natürlich von Carl R. Rogers “entdeckt!”.

Vaterspiel und Schreibreflexion

Mit der Anna und einer ihrer Freundinnen war ich am Feiertag in Michael Glawoggers Verfilmung von Josef Haslingers “Vaterspiel”, das ja am 26. November Premiere hatte. Ich habe das Buch im Jahr 2000 gelesen, der Alfred hat es mir bei einer Lesung im Thalia gekauft, es hat eine Widmung “Mit besten Wünschen für die weitere Arbeit”, ich glaube, Alfred hat Josef Haslinger die “Wiener Verhältnisse” gegeben, mein erstes Digitalbuch, das gerade fertig war.
Gelesen habe ich das Buch während meiner Fahrten ins SMZ-Ost zur Supervision, da war gleichzeitig die US-Wahl, wo es mit der Auszählung Schwierigkeiten gegeben hat und plötzlich der Falsche gewonnen hat. Sonst habe ich ziemlich viel vergessen, den Film auf jeden Fall surrealer empfunden, die Anna hat gemeint, es hat sehr viel gefehlt, was man in einer Verfilmung eines so dicken Buches auch nicht gut darstellen kann. Mir sind die Vater Sohn Konfliktstellen blasser vorgekommen und habe eigentlich nicht verstanden, warum der Sohn den Vater so haßt, weil er Minister und ein Arschloch ist? Wahrscheinlich hassen alle Söhne ihre Väter und das hat dann nichts mehr mit der NS Vergangenheit zu tun und ist auch traurig.
Josef Haslinger ist ein realistischer Schreiber und da hatte ich bei den Rezensionen, die ich damals gelesen habe, öfter das Gefühl, daß das nicht anerkannt wird und noch eine Erinnerung habe ich, daß mir beim Lesen aufgefallen ist, daß es mit einer Perspektive irgendwie nicht gestimmt hat, mehr kann ich nicht sagen, dazu müßte ich das Buch wiederlesen, aber dazu fehlt einer die Zeit, weil selber schreiben will und das habe ich in den letzten Tagen auch intensiv getan.
Eigentlich bin ich derzeit in der Korrigierphase, die bei mir einen sehr wichtigen Stellenwert einnimmt. Mit der “Sophie Hungers” bin ich am Sonntag fertiggeworden, die liegt jetzt auf Alfreds Schreibtisch und wartet, daß er wiederkommt und dann gibts noch die kleine Zwischenarbeit, weil mich die Susanne Schneider eingeladen hat, beim Katzenfasching des Lesetheaters mitzumachen.
Die wollen zwar nicht so gern eigene Texte, ich habe mich aber einmal entschlossen, weil ich ja berufstätig bin, keine fremden Texte zu lesen. Außerdem habe ich auch keine Schauspielausbildung. Da reicht es zu Lesungen zu gehen und zuzuhören. Also einen Text dafür schreiben. Das mache ich jetzt ohnehin nur selten, seit ich mich kaum mehr an Ausschreibungen beteilige. Die Idee, da ich keine besondere Katzenliebhaberin bin, etwas Satirisches zu machen, ist mir bald gekommen, dann kam noch der Uni Streik und so habe ich am Montag, statt wie geplant, bei dem KriSu-Literatur-Aktionstag aus der “Sophie Hungers” zu lesen “Die Schmerzansichten der Kätzin Murana” geschrieben. Das würde für eine Uni-Protestlesung auch gut passen. Jetzt ist der Text fertig und ich kann mit dem Korrigieren meines Nanowrimo-Novels weitermachen.
Wenn schon ein kleiner Jahresrückblick erlaubt ist, ich war 2009 literarisch enorm fleißig.
Ist da in den ersten zwei Monaten ja “Das Haus” entstanden, dann die “Sophie Hungers” und gleich anschließend, die Rohfassung der gar nicht so kurzen Novelle über achtzig Seiten, also wahrscheinlich doch ein Roman.
Pläne für das Jahr 2010 habe ich dagegen nicht. Da ist noch alles offen und ich denke auch, daß es eine gute Idee ist, ein Monat wirklich nur auf Spurensuche zu gehen und mir etwas ganz anderes, noch nie Geschriebenes vorzunehmen, um mich auf diese Art und Weise weiterzuentwickeln.
Anni Bürkl stellte auf ihren Blog wieder einmal die Frage, soll man nur das schreiben, was man will oder sich dem Markt anpassen?
Das habe ich ja nie getan, deshalb vielleicht auch meine Erfolglosigkeit. Aber das Hinaussehen über den Tellerrand wäre schon eine gute Idee. Denn durch das Blogschreiben bin ich sehr selbstbewußt geworden und habe viel gelernt. Mal sehen, noch bin ich nicht so weit, denn noch befindet sich die “Heimsuchung” in einem ziemlichen Rohzustand.
Ansonsten habe ich am Dienstag ein bißchen herumgegooglet, zum Beispiel über die Ohrenschmaus-Berichterstattung, die ja sehr ausführlich ist, da gibt es eigene Blogs, die darüber schreiben und ich bin auch auf eine Autorin namens Michaela König, eine zweiunddreißigjährige mit Down-Syndrom gestoßen, die literarisch sehr aktiv ist.
Otto Lambauer hat mir schon über sie erzählt, ich habe sie bei der Preisverleihung kennengelernt und sie hat in Ottos Zelt bei “Rund um die Burg” gelesen. Sie hat schon einige Bücher und publiziert in der Zeitschrift “Ohrenkuß”, schreibt über ihr Alltagsleben, das Essen, das Abnehmen, setzt sich aber auch mit ihrer Behinderung auseinander, beziehungsweise wünscht sie sich mehr Normalität, weil ein Chromosom mehr oder weniger nicht so wichtig ist, wie man meinen könnte. Eine Rezension über “Traust du mir das zu” habe ich gelesen und die ist interessant, da wird zuerst von dem Down-Syndrom berichtet und dann steht, daß die Autorin eine sehr einfache kindliche Sprache hat und das Buch daher nicht literarisch ist. Da habe ich mir gedacht, manche Rezensenten lernen auch nichts dazu.