Die Verwandelten

Beim dritten Belletristik-Buch der Leipziger Nominierungen, das ich in Leipzig begonnen habe, habe ich ein bis zwei Wochen gebraucht. Beim vierten, Ulrike Draesners “Die Verwandelten”, am Hauptbahnhof begonnen, in Hanau ,beendet fast vierzehn Tage und in dem Buch ist es auch um eine Reise in die Vergangenheit in einen anderen Teils Deutschland ,das bis nach Polen führt oder auch dort beginnt, gegangen.

Ein Jahrhundertroman und wieder einer, der den Krieg und seine Verwirrungen aufarbeitet. Dem sechshundert Seiten Buch ist ein kleines Heftchen mit einem Interview mit der 1962 in München Geborenen, die schon mehrere solche Bücher geschrieben hat, beigelegt, wo die Autorin sagt, daß sie mit dem Buch, an dem sie wahrscheinlich auch sehr lang gearbeitet hat, den Verstummten eine Stimme geben wollte und ich habe schon sehr viele Bücher über den Holocaust, den Krieg, Lebensborn und und und gelesen.

Habe die Vergangenheit begierig in mch aufgesaugt, als der Alfred schon sagte, daß er nichts mehr davon hören will.

Damals habe ich das nicht verstanden, jetzt denke ich, daß man sich auch mit der Gegenwart, die in die Zukunft führt, beschäftigen sollte, also die Fragen beantworten, wieso durch Corona, plötzlich alle als rechts gelten, die die Maßnahmen kritisierten sind und, daß ich wissen will, wieso es dazu gekommen ist, als mich wieder mit einem Lebensborn-Schicksal zu beschäftigen.

Aber darum geht es nicht wirklich oder auf eine andere Art, denn Ulrike Draesner hat sich zwei Familien vorgenommen, eine schlesische und eine stramme Deutsche und da haben zwei Frauen durch den Krieg eine neue Identität und andere Namen bekommen und weil es schon so viele Bücher zu diesem Thema gibt, hat es Ulrike Draesner wahrscheinlich auch so kompliziert gemacht, daß die Amazon-Rezenenten wissen wollten, wer das Buch wohl zu Ende gelesen hat?

Ulrike Draesner springt chronologisch durcheinander. Von vorn nach hinten und wieder zurück. Schreibt eigentlich mehrere Romane in einen und fügt damit man das Ganze vielleicht doch verstehen kann, ein Personenverzeichnis und eines der schlesischen Ausdrücke an.

Es gibt auch immer wieder “Gesänge der gezwungenen Kinder”, wo Wörter durchgestrichen sind. Wortschöpfungen und eine sehr kunstvolle Sprache gibt es auch und sehr schöne Kapitelüberschriften wie “Das 21. Jahrhundert schaaut aus der Wäsche” mit denen die zwei Familiengeschichten beschrieben werden, gibt es auch.

Es beginnt mit Kinga, die hat kein Geburtsdatum angegeben, dürfte aber, wie Ulrike Dreasner in den Sechzigern geboren sein, Ulrike Draesner nennt ihre Generation “Nebelkinder”, weil die Eltern ihren Kindern nicht viel von ihren Kriegserlebnissen erzählten, die ist Anwältin, geschieden und hat ein dunkelhäutiges Adoptivkind namens Flummy. Ihre Mutter Allissa oder Gerhild ist vor kurzem gestorben und hat ihr eine Wohnung in Brelau vererbt. So reist sie dorthin, um auch einen Vortrag über den Lebensborn zu halten, lernt dort ihre Cousine Doro kennen und die Geschichte beginnt.

Denn da gibt es zwei Familien, die Valerius und die Schücking. Else Valerius ,1902 geboren ,ist in Breslau mit dem dortigen Theaterdirektor und Shakespearre-Fan Marolf verheiratet. Der hat aber ein Verhältnis mit der Köchin Adele, 1911 geboren, die eigentlich Seefahrerin werden wollte und bekommt das Kind Alissa von ihm, das sie im “Lebensborn” zur Welt bringt, dann aber mit ihm wieder nach Brelau zurückkehrt und Else und Marulf haben auch ein Kind, Reni, das sich später Walla nennt und als es Else reicht, bringt sie die kleine Lissi wieder zum “Lebensborn” zurück, wo sie von dem Anwalt Gerd Schücking und seiner Frau Gerda, die schon ein Kind verloren haben, adoptiert wird. Sie nennen die kleine Alissa Gerhild und Gerda ist eine Art Johanna Haarer und reist “Mit der deutschen Mutter und ihrem ersten Kind” durch Deutschland und hält Vorträge darüber. Das passierte in den Vierzigerjahren.

Als der Krieg vorbei ist, werden Else und Marolf nach Deutschland deportiert. Reni soll mitkommen, weigert sich aber, nimmt unter den Namen Walla eine polnische Identität an, wird Krankenschwester, verheiratet sich zweimal und hat vier Kinder. Eines ist die schon erwähnte Doro, Kingas Cousine also, die in Hamburg Logopädin ist.

Kompliziert genug? Ich habe versucht die sechshundert Seiten zusammenzufassen und habe Ulrike Draesner ja schon in Wien gemeinsam mit Clemens J. Setz ,der ja auch auf der BelletristikListe stand, gehört und wieder einmal ein Jahrhundert durchstreift, das ich zur Hälte auch, wenn auch in Wien, erlebte.

Clemens J. Setz Frankfurter Poetikvorlesung

Da ich ja diesmal einen Computer auf der Radreise habe, ist es mein Ehrgeiz jenden Tag etwas zu bloggen. Aber was schreibe ich da vierzehn Tage lange, wenn ich in dieser Zeit nur ein Buch gelesen habe und es keine Veranstaltungen gibt?

Jeden Tag wird sich kein Reisebericht ergeben und dann ist mir eingefallen, ich könnte ja nach Wien ins Literaturhaus und in die “Gesellschaft” streamen.

War aber nur eine theoretische Idee, denn um sieben, wenn die Veranstaltungen beginnen, bin ich meistens mit dem Alfred unterwegs und in die “Gesellschaft” habe ich gemerkt, kann man offenbar auch nicht mehr streamen und dann ist mir in Lohr eingefallen, wir könnten ja in Frankfurt und in Mainz, also in den größeren Städten ins Literaturhaus gehen und habe danach gegooglet.

Aber am dreißigsten, wo wir in Franfurt waren, gab es keine Veranstaltung und in Mainz nur ein Literaturbüro.

Also habe ich nach Veranstaltungen in Frankfurt und Mainz gesucht und da herausgefunden, daß es am Dienstag in der Goethe Uni eine Poetik-Vorlesung von Clemens J. Setz gibt.

Hui, habe ich gedacht, da habe ich etwas Besonderes für meinen Leserkreis und ich bin ja auch sehr neugierig immer etwas Neues zu erleben. So sind wir, als wir noch n ach Obergail mit der Anna zum Schiurlaub gefahren sind, einmal bin nach Bruneck gekommen, weil dort Josef Haslinger gelesen hat und als wir mit der Ruth um den Bodensee gefahren sind, sind wir mit ihr und der Erika Kronabitter, in den Bregenzer Wald gefahren um dort Antonio Fian zu hören.

Also zu Clemens J. Setz in die Goethe Uni und der ist ja ein sehr interessanter Autor, den ich kenne ,seit er seine “Söhne und Planeten” geschrieben habe. Ich habe einige nicht alle Bücher von ihm gelesen und wenn ich mich nicht irre hat es auch in Wien eine Vorlesung des 1982 geborenen “Büchner-Preisträgers” gegeben und jetzt eine F”rankfurter Poetik Vorlesung”, die am Dienstag begonnen hat.

Dann wird es noch zwei andere Vorlesungen, wenn wir schon wieder abgereist sind, geben und die Schlußveranstaltung wird im Literaturhaus stattfinden, wo wir bei unserer Anfahrt vorbei gekommen sind, man aber Eintritt zahlen muß.

Also zur Goethe Uni hinausgepilgert, wo es eine große Adorno Statue gibt und wir das Hörsaalzentrum, wo die Veransgtaltung stattfand, nicht gleich fanden. Dann war es aber ein sehr großer Höörsaal und auch sehr voll und ich habe, glaube ich, auch Sara Wipauer mit einem Baby gesehen. Sonst natürlich niemanden gekannt.Die Vorlesung stand unter dem Titel “Mysterien” und der 1982 Geborene ist ein etwas skujriller Typ, obwohl ich die “Monde vor der Landung” eher konservativ geschrieben gefunden habe.

Clemens J Setz machte in seiner Antrittsvorlesung einen wilden Rjumumschlag. Begann mit einer Brille, die er sich in Corona Zeiten, wo alles scharf auf G2 und, wie er meinte, auf Verschwörungstheorien, aus, war, kaufte und damit sollte man offenbar die echten von den falschen Menschen unterscheiden können. Also die mit oder ohne Aura und was die Verschwörungstheorien betrifft, gab er ein Beispiel von einer Bekannten, die zu Weihnachten 2021 von ihren Verwandten ausgeladen wurden, weil ihr Immunsystem schwach war und da kam Setz gleich zu den Haupt- und den Nebenromanfiguren und am Schuß ging es, um die Autisten, die zuerst mit Unterstützung, dann allein ihre Romane schrieben, was ihnen dann nicht geglaubt wurde.

Ingteressant, interessant, die Mysterien des Clemens J. Setz. Wieder was gelernt und den Indiebookday der gleichzeig in Wien am Badeschiff stattfand, versäumt und auch Ruths Vortrag in der “Gesellschaft” über Franz Grillparzer, aber vielleicht kann ich den doch noch streamen.

Die Brüder Grimm bekommen Besuch

Es war kurz vor Mitternacht am Hanauer Marktplatz vor dem Naustädterrathaus, als die beiden Herren auf dem berühmten Denkmal sich zu regen begannen und aus einem tiefen Schlaf zu erwachen schienen.

“Hallo Wilhelm!”, sagte der Stehende zu dem neben ihm Sitzenden.

“Was meinst du? Wollen wir wieder unsere Plätze tauschen, um die Touristen, die uns suchen kommen, zu verwirren?”

“Aber nein, Jacob!”, sagte der und schüttelte den Kopf.

“Laß doch diese kindischen Spiele, die sie irgendwo in ihren Führern eingetragen haben, um die Suchenden anzulocken! Laß das doch, das ist genauso Unsinn, wie die roten Schals, die sie uns vor kurzem umgehängt haben! Hast du eine Ahnung, was das bedeuten soll?”

“Nein, Wilhelm!”, sagte Jacob Grimm und hob sich seine Hand suchend vor die Augen.

“Schau einmal! Merkst du was? Wir haben um die Mitternacht besuch bekommen! Schau einmal ,was da angeschlichen kommt!”, fragte er und Wilhelm schob ebenfalls seine Hand vor seine Augen.

“Keine Ahnung, Jacob!”, antworte er dann .

“Oder doch! Ich sehe einen Esel, der einen Hund auf sich sitzen hat, darauf thront eine Katze und das Ganze wird von einen Hahn abgerundet! Natürlich, Jacob! Das sind die Stadtmusikanten, die wir in unserer Märchensammlung beschrieben haben! Aber was wollen sie in unseren Geburtsstädtchen Hanaus, sind sie doch in Bremen zu Hause, weil sie dort ins Ausgedinge wollten! Was meinst du? Sollen wir sie danach fragen?”, wolltee er wissen und sah den Esel energisch nicken.

“Jahwohl! Scharf erkannt, wir sind die Stadtmusikanten! Haben aber Bremen verlassen und wollen in den “Hanauer Märchenpfad” aufgenommen werden! Da gibt es elf Attraktionen! Das Rotkäppchen , den gestiefelten Kater, den König Drosselbart, das Dornröschen und sogar das Schneewittchen, obwohl sich das die Lohrer geknallt und zur Touristenattraktion gemacht haben! Nur wir fehlen, obwohl wir doch auch berühmt sind, genauso bekannt, wie die anderen, das ist doch ungerecht! Und da haben wir gedacht, verlassen wir das schöne Bremen und gehen noch einmal auf Wanderschaft, um uns zu beschweren! Und das tuen wir hiermit!”

“Jahwohl!”, krähte der Hahn.

“”Die Katze und das Hündchen sind auch dieser Meinung! Wir sind in unsere Geburtsstadt Hanau zurückgegkommen und wollen auch hier und nicht nur in Bremen unser Denkmal haben!”

Wilhelm Grimm schüttelte den Kopf und schaute seinen Bruder etwas ratlos an

“Was meinst du, Jacob? Ist das ungerecht? Wahrscheinlich! Ich fürchte aber, wir können da nicht viel machen und euch nichts helfen! Sind wir ja selber stumm und steif auf dieses Denkmal gesetzt und können uns nicht wehren, daß sie uns einen roten Schal umgebunden haben, obwohl wir diese Farbe hassen und keine Sohzialisten sind! Aber seid nicht so unbescheiden! Gibt es doch die Hanauer “Grimm-Spiele” und da werdet ihr regelmäßig aufgeführt und in Bremen habt ihr euer Denkmal und euren Ruhm! Was wollt ihr allso mehr?”

“Unsere Meinung sagen und uns nicht alles gefallen lassen!”, sagte jetzt die Katze.

“Habt ihr Meisterforscher denn keine Ahnung, daß das heute noch viel nötiger ist, als damals, als sie uns ins Ausgedinge schicken wollten? Das war ungerecht! Wir haben uns gewehrt! Sind berühmt geworden und kommen jetzt zurück, um unsere Stimme zu erheben und wenn wir auch ein Denkmal in Bremen haben, spricht nichts dagegen, uns auch hier ein Bildnis zu geben! Deshalb sind wir da! Unser Denkmal in Bremen ist leer und die Bremer und die Touristen werden Augen machen, wenn sie morgen hinkommen, um uns zu fotografieren und uns nicht mehr finden werden! Und jetzt, Hündchen, was meinst du? Jetzt stellen wir uns hier einfach auf! Der Marktplatz ist ja groß genug! Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und werden die Touristen, die morgen euch Sprachforscher besuchen kommen, verwirren! Ich freue mich schon zu erfahre, was die dann sagen oder schreiben werden! Die Stadtmusikanten aus Bremen verschwunden und in Hanu wiederentdeckt! Hey, das wird eine Aufregung geben und ein Spaß! Und jetzt gute Nacht, verehrte Sprachschöpfer! Wir sind von der lagen Reise ein wenig müde und wollen ein Nickerchen machen! Sind auf die morgendliche Entdekcung gespannt und jetzt, Esel los! Such uns ein schönes Plätzchen und euch werte Herren, eine gute Nacht!”

Pfingsten am Main

Es ist wieder Pfingsten, wo in Nußdorf an der Traisen der große Pfingstmarkt stattfindet. Da waren wir einige Male. Zuletzt im letzten Jahr, wo ich, als ich nach Hause gekommen bin, das Radfahren, wir sind zurück von Traismauer mit dem Zug nach St. Pölten gefahren, als sehr anstrengend empfunden habe, aber jetzt sind wir schon fast eineinhalb Wochen mit den Rad unterwgs, täglich dreißig bis vierzig Kilometer geradelt, was eigentlich bis jetzt mehr oder weniger problemlos verlaufen ist und Pfingsten hat für mich ja eine eigene Geschichte.

Schloss Johannisburg in Aschaffenburg

So kann ich mich an einen Pfingstrosenstrauß vor Jahrzehnten und das Häuschen am Almweg erinnern und dann als Studentin bin ich ein paar Mal mit den “Logischen Denkern” nach St. Gallen in die Steiermark gefahren.

Das ist lange her und dann, wie beschrieben, bin ich, seit ich den Alfred kenne, öfter zum Pfingstmarkt nach Nussdorf an der Traisen geradelt und einmal war ich, als der Alfred mit dem Karli irgendwo war und in Wien ein großes “Bachmann-Symposium” zu einem runden Geburtstag der Dichterin, gab es am Vormittag eine Führung in die Ungargasse und zum Cafe Raimund. Ich wollte am Nachmittag auf den Kahlenberg, habe den Wanderweg aber nicht gefunden, so daß ich mit dem Bus hingefahren bin und dann vom Leopoldsberg über den Nasenweg nach Nußdorf in Wien zurück.

Ein andereres Mal habe ich dann einen mehrtägigen Lesemarathon unternommen und wahrscheinlich auch noch einiges anderes.

Corona-Pfingsten gab es auch. Aber jetzt ist alles wieder normal wir verbringen Pfingsten am Main und da ist es interessant zu sehen, was sich da alles tut und, ob das anders verläuft ab bei uns.

Eigentlich nicht und eigentlich habe ich nicht viel von Pfingstfeierlichkeiten gesehen.

Aber am Montag, bevor wir weggefahren sind, wurde, als ich in die “Alte Schmiede” wollte, am Stephansplatz schon alles für den Pfingstmarkt dort aufgestellt und diesen Montag in Volkach, als wir den Main hinuntergegangen sind, haben sie, glaube ich, auch alles für einen Fest- oder Kirtag vorbereitet.

Sonst eigentlich nicht sehr viel Auffälliges gesehen, als wir am Sonntag von Miltenberg nach Aschaffenburg geradelt sind.

Nur mehr Radverkehr als sonst und wir sind auch an einigen mit großen Campingwägen gefüllten Campingplötzen vorbeigekommen, wo Kinder fröhlich spielten und sich die Leute offensichtlich gut unterhalten haben.

“Einen schönen Tag oder schöne Pfingsten!”, wurde auch mehrmals gewünscht. Die Leute hier sind sehr freundlich und zu Mittag haben wir in einem kleinen Biergarten oder Pizzaschneellrestaurant Halt gemacht, wo man eine bayrische Brezzlpizza, aber auch eine griechische essen konnte und ein paar Cocktails mit Eis aus der Flasche, hat es auch gegeben.

Ich habe aber zwei “Hugos” getrunken und eine schon vorgeschnittene “Tonno” gegessen und der Alfred, weil die nicht so besonders aussah, hat sich während meiner Bloggingpause in Aschaffenburg auf die Suche nach etwas Eßbares begeben.

Mal sehen was er findet. Einen Abendspaziergang werden wir wohl noch machen und da sind wir zuerst zum Schloß und durch den Schloßpark gegangen und haben dort lange nicht zum Main gefunden, denn der Park war wie ein Labyrith und dann sind wir offenbar zu dem Pfingstfest, das wir schon von oben hörten zuerecht gekommen, haben Wein und Rose und ein Brezzl gegessenund am Montag, der ja auch ein Feiertag ist, werden wir nach Hanau weiterradeln, wo ja die Brüder Grimm geboren wurden oder lebten und das ist, wie in der Fremdenverkehrsbroschüre von Lohr steht, nicht so weit. Wir haben aber einige Tage dazu gebraucht.

Vielleicht weil der Main viele Schlefien hat. Aber die Gebrüder sind wohl mit der Postkutsche gereist, um ihre Märchen aufzuschreiben und haben da wahrscheinlich auch einige Zeit gebraucht.

Mal sehen, ich werde sicherlich darüber berichten, wie es zu Pfingsten in Hanau war und die katholischen Feierlichkeiten, die Pfingstbegründer, gibt es auch. Ab er damit habe ich, weil ja nicht katholisch, nichts am Hut und kenne mich auch nicht so aus.

Drei frauenlose Herren

Es war Mittag, als die drei Herren, alle um die Siebzig, Fahrradhosen, entsprechende Jacken, ein schickes Stirnband oder Kopftuch, um die weißen Haare gestülpt, den Marktplatz erreichten und sich auf einen der dort aufgestellten Restauranttische setzten. Die Räder auf denen die Helme baumelten hatten sie schon abgestellt. Platz genommen und nach der Speisekarte gegriffen.

“Die Atomsphöre verlangt Ruhe!”, sagte der am extrovertierten Wirkende mit dem braunen Stirnband.

“Wenn ich das gewußt hätte, daß du so auf Eile drängst, Alex, hätte ich meine Unterlagen für die Steuererklärung, die ich auf unserer Reise machen wollte, nicht mitgenommen!”

“Brauchst du nicht, Werner! Ich dränge auch gar nicht und du kannst deine Erklärung, wenn wir im Hotel angekommen sind, auch erledigen! Weiß ich doch, daß du, obwohl schon Pensionist noch immer freiberuflich tätig bist!”, sagte der mit Alex angesprochen, der ein Kopftuch, um seine Haare gebunden hatte und einen intellektuellen Eindruck machte.

“Ich komme ja von der Semper Oper und war dort in der Regie tätig!”, sagte er zu dem Dritten in der Runde, der das gerade festgestellt hatte.

“Jetzt bin ich, wie wir alle in Pension und geniesse unere E-Bike Main Tour! Drei Tage sind wir drei Herren schon unterwegs und werden uns noch drei weitere gönnen, bis es wieder nach Hause geht! Aber jetzt schauen, was wir uns Schönes bestellen können? Was meinst du, Werner? Du bist ja als Gourmet bekannt, was würstest du empfehlen?”, fragte er den am extrovertiertest Wirkenden, der seine Radhandschuhe vor sich abgelegt hatte.

Die Speisekarte hatte er schon in der Hand. Blickte hinein und sagte nach einer Weile “Den Schinken mit Brotteig, würde ich euch empfehlen! Und dazu einen gepflegten Silvaner! Aber ihr seid Biertrinker, wie ich in den letzten Tagen bemerken konnte!” und nickte dem Fragenden zu.

“Du hast recht, Peter genießen wir unsere frauenlose Auszeit! Sechs Tage am Main entlangradeln ohne die holde Gattin, die, weil sie, obwohl ebenfalls schon in Pension, etwas zu erledigen hat und daher nicht mitkommen konnte!! Das muß sich lohnen und das wollen wir geniessen! Aber verzeih, Peter, ich weiß, du bist betroffen, denn du hast deine Hannelore erst vor zwei Monaten durch einen schlimmen Krebs verloren und trauerst, wie ich mir vorstellen kann, noch sehr um sie! Der Alex ist und war ja immer Junggeselle und kann meine frauenlose Freude und kurze Strohwitwerzeit nicht so recht verstehen!”, sagte er launig und nickte der blonden Kellnerin in der rotgestreiften Bluse, die an den Tisch getreten war und “Haben die herrenschon gewählt!”, wissen wollen, zu.

“Haben wir, liebes Fräulein, nicht wahr, Peter und Alex? ich nehme jedenfalls den Schinken im Brotteig und ein Viertel Silvaner und die beiden Herren hier wählen sicher Bier, wenn ich mich nicht irre?”

“Tust du nicht!”, antwortete, der Alex genannte und sagte zu der Kellnerin “Ich nehme den Matjesherig dazu!” und Peter hatte sich ebenfalls für den Schinken entschieden.

“Eine gute Wahl! Geht in Ordnung! Wird gleich bestellt und serviert!”, sagte die Kellnerin in der hier üblichen Freundlichkeit und der extrovertierte Werner, der inzwischen in sein Handy geblickt hatte, schaute auf und wollte “Was sagt ihr dazu?”, von seinen Freunden wissen.

“Was meinst du? Du liest sicher die Nachrichten! Erzähl uns, was es Neues gibt auf der Welt? Gibt es Nachrichten von den Grünen? Wollen die uns wieder, die Freude auf unser Eigenheim und unser Auto nehmen? Aber damit treffen sie uns nicht! Sind wir doch E-Bikefahrer und das ist, denke ich, erlaubt und freut die Regierung, obwohl der Schinken könnte den Veganern madig aufstoßen! Vielleicht kommen sie auch in diese schöne Schneewittchenstadt, die wir uns, bevor wir weiterradeln, noch ansehen sollten und wollen dem Werner und dem Peter den Schinken ausreden! Aber wenn ich mich so auf den anderen Tischen umsehen, wo die Schaufele und die Bratwürste dominieren, kann ich euch Entwarnung geben! Da hätten sie sicher mehr zu meckern, als bei uns und können, da wir ja brav den Mainz hinunterradeln, mit uns zufrieden sein.

“Beruhie dich, Alex!”, sagte nun der extrovertierte Werner.

Und entspann dich auch, denn militante Veggganer sind keine da! Ich sehe nur an dem Tisch hinten, drei munterte Damen, die sich an einer Flasche Sext erfreuen und dabei viel zu lachen haben und einige Familien, die Käsespätzle essen! Da kommt aber schon die Kellnerin mit meinen Wein und euren Bieren! Also Prost! Geniessen wir unsere neue Herrenfreiheit, die Radfahrt und den Silvaner! Er schmeckt wirklich ausgezeichnet! Den könnte ich euch Biertränker sehr empfehlen!”, sagte er, strich sich mit der Zunge, über seine Lppen und den Bart und nickte den anderen, so wie der freundlichen Kellnern, die ebenfalls “Wohl bekomms den Herren!”, sagte, zufrieden zu.

In der Schneewittchen-Stadt

Als wir vor ein paar Wochen in Leipzig waren, hat mir Andreas ein Fotobuch bezeigt, in dem Bilder von seiner Radtour waren, die er im Vorjahr offenbar mit seiner Familie machte und da ist Lohr am Main vorgekommen und es gab verschiedene Schneewittchenskulpturen und Bilder zu sehen. Und als ich dann noch mitbekam, daß wir bei unserer Main-Radfahrt auch dorthin kommen, war ich sehr gespannt und habe mir eine Art Schneewittchenmuseum, wie das Karikaturmusem in Krems vorgestellt, wo ich im Shop ein passendes Geschenk für den vierten Geburtstag der kleinen Lia kaufen kann.

Dann sind wir ungefähr in der Mitte unserer Reise, die bisher trotz einiger Erschöpfungsmomente und Verspannungen gut mit vielen Bücherfunden und Weinerlebnissen, gut verlaufen ist, von Karlstadt die dreißig Kilometer dorthin geradelt. In einer kleinen Stadt durch die wir durchgekommen sind, gab es vor einem Papiergeschäft zwei Kisten zur freien Entnahme. In einer lagen Schulkalender, in der anderen bunte Maske, die man vor den sterilen FFP2-Masken tragen mußte und da hat es eine kleine mit Eulen und eine andere bunte gegeben, die ich für die Anna als Erinnerungsgack mitgenommen habe.

Weinhaus Mehling in Lohr am Main

Vor zwölf haben wir die Lohrer Altstadt erreicht, in einem Gastgarten Mittag gegessen. Ich Rostbratwürstl mit Sauerkraut, der Alfred Käsespätzle gegessen und dabei drei ältere Herren beobachtet, die von der Semper-Oper schwärmten, Schinken im Brotteig aßen und dazu einen Silvaner oder Bier tranken.

Dann sind sie mit ihren E-Byces weitergefahren und wir zum Hotel Bundschuh gegangen, ein, wie im Führer stand, anderes Hotel mit einem bunten Schuhdesign, das man am Haus, an den Wandbildern und Tapeten bewundern kann. Und wo ich eine Toruistenbroschüre “Es war einmal… Schneewittchen eine Lohrerin”, bekam, auf dem am Cover ein schönes Mädchen in einem blauen Kleid, langen Haaren und einen Apfel zu sehen war.

“Ein Büchlein aus Lohr zum Träumen, entdecken und immer wieder lesen” in dem ich, während der Mittagspause entdeckte, daß es ein einen “Schneewittchenwanderweg”, eine “Schneewittchenrallye” und die Lohrer Annahme gibt, daß Schneewittchen, daß ja aus der Volksmärchensammlung der Gebrüder Grimm stammt, am 19. Juli 1725 im Lohrer Schloss, als Tochter des Freiheit Philipp Christoph von Ertal auf die Welt kam und die eine Stiefmutter hatte, der er zur Hochzeit offenbar den berühmten Spiegel schenkte und die, das Freifräulein Maria Sophia Margareta Catharina dann über die berühmten sieben Berge jagte, die man auf den fünfunddreißig Kilometer langen Wanderweg auch entdecken kann und die Zwerge, die im Ort überall als Pappfiguren aufgestellt sind, waren kleinwüchsige Menschen, die es im achtzehnten Jahrhundert in Lohr gegeben hat, die, als Bergarbeiter tätig waren und offenbar auch Kapuzzen trugen.

Im Hotel Bundschuh

Das wäre also, behauptet das Büchlein, die Geschichte oder der Urspurng des Märchens, das 1986 dem Lohrer Apotheker und Historiker Dr. Karlheinz Bartels, unterstützt von seiner Stammtischrunde, eingefallen ist.

“Und wers nicht glaubt, zahlt einen Taler”, denn die Brüder Grimm stammten aus Hanau, in das wir im Lauf unserer Reise auch kommen werden, “wo sie sicherlich von den Lohrer Begebenheit gehört haben”, wo auch der Glassarg und die eisernen Pantoffeln auf die Glasmanikatur und Eisenhämmer im früheren Spessart hinweisen und Lohr hatte seine Touristenattraktion.

Nicht nur die aufgestellten Pappzweige, sondern auch verschiedenen Skulpturen und Bilder, die man in der Stadt sehen kann.

So sitzt ein modernes weißes Schneewittchen auf einer Bank neben dem man sich fotografieren lassen kann.

Am Spielplatz gibt es ein Zwergenhäuschen und am Schloßplatz, wo es heute das “Spessartmuseum” gibt, wo es auch den berühmten Spiegel zu besichtigen gibt, erscheint an bestimmten Sonntag, das Schneewittchen mit einem Korb und verteilt Äpfel an die Passanten oder liest den Kindern, das Märchen vor.

Man kann das Schneewittchen auch buchen oder, wenn das zu aufwändig ist, die Räselralley machen. Nämlich zu den in der Stadt verteilten sieben Zwergenmützen gehen und die darunter versteckten Fragen auflösen. Die Kinder können sich in der Touristeninfo ein Malbüchlein holen und in dem erwähnten Prospekt, ist sowohl das Märchen zu lesen, als auch die verschiedenen Attraktionen und Angebote, wie der Wanderweg und die Ralley, beschrieben und so bin ich mit dem Alfred auch auf den Spuren Schneewittchens durch die Stadt gegangen, habe sowohl den Bücherschrank, in dem eine Annie Erneux lag, von der ich noch nichts gelesen habe, entdeckt, der aber gar nicht so leicht zu betreten war, weil er von Jugendlichen umringt war, die ihn zum Fußballspielen benützen, als auch die Mützen gefunden und eine Ansichtskarten vom “Märchenhaften Lohr am Main mit dem Schneewittchen, dem Schloß und den sieben Zwergenmützen, kann man auch nach Hause schicken.

Eine literarische Jubiläumsdiskussion

Es ist so weit, ich schreibe jetzt schon mindestens fünfzig Jahre literarisch, gebe seit etwa zwanzig Jahren meine Bücher selbst heraus, das heißt, ich lasse sie mir immer fünzig Mal drucken, weil ich keinen Verlag dafür gefunden habe. Cirka sechzig sind da schon entstanden, die das Schreiben zum Thema haben, sich mit depressiven Frauen und den gesellschaftlichen Zuständen beschäftigen. Zwei Kinderbücher gibt es auch. Zwei Erzählbände, drei “Literaturgeflüsterbücher”, weil ich seit 2008 ja das “Literaturgeflüster” betreibe, das demnächst sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat, ja in diesem Jahr passiert sehr viel und da habe ich mich ja 2020 mit meinem Schreiben und meinen Büchern beschäftigt, wo meine Schreibartikel enthalten sind und die Leseproben von meinen Bücher die seit 2008 bis 2020 entstanden. Das sind etwa siebenundzwanzig und 2020 war ja bekanntlich das Corona-Jahr,,, wo diese Krise mit Lockdowns, Ausgangssperre, Lockdown für Ungeimpfte, mit Imfp-, Test und Maskenpflicht begonnen hat und das hat mich ja auch zu einem Corona Texte Buch und unzähligen Blogartikel dazu inspiriert und etwa zwölf Bücher sind darüber entstanden,, zwei davon sind noch in der Produktion und wenn sie fertig sind stelle ich sie dann in meinen Blog vor. Es gibt eine Vorschau, ein Gewinnspiel mit drei Fragen, wo man das Buch bekommen kann und eine Aufforderung zu einer Leserunde, also den Wunsch über das Buch zu diskutieren.

Das mache ich schon seit einigen Jahren, der Erfolg ist sehr gering. Einmal habe ich in der Schreibgruppe als es sie noch gab das Buch verteilt.

Da hat mir glaube ich die Ruth und die Doris Kloimstein was dazu geschriebene, aber sonst hat sich außer dem lieben Manfred Lagler-Regall niemand gemeldet, der die Gewinnspielfragen auflöste und als ich ein paar der Bloggerkollegen, die ja immer meinen, daß sie jedes und alles lesen, fragte, ob sie ein Buch von mir besprechen wollten, haben die entweder nicht geantwortet oder gemeint, daß sie leider keine Zeit dazu hätten.

Warum weil sie Angst haben etwas Selbstgemachtes zu besprechen oder zu verreißen? Verreißen brauchen sie es natüriich nicht. Sie könnten so wie ich es tue, den Inhalt zusammenfassen und ihre Meinung dazu schreiben. Da können Sie ja auch schreiben, daß ich mich nicht so hundertpro an die Rechtschreibung halte, nicht experimentell und vielleicht auch nicht so abgehoben bin.

Richtig, da gab es ja auch die JuSophie , meine zweite Kritik- oder Spamerin. Die habe ich jetzt vergessen und die hat mir als ich ihr “Mimis Bücher” gegeben habe, das Buch, wenn auch nur widerwillig besprochen, weil es ist ja selbstgemacht und der liebe Uli mein dritter Kritiker hat das für die “Unsichbare Frau”,, wo er ja auch eine Vorbildfunktion hatte auch getan und der ist es ja, obwohl er ja selbst sehr kritisch ist und über alles, was ihm nicht gefällt sehr drastisch schimpft, die Regellosigkeit vorgeworfen, weil ich ja immer schreibe, daß mir die Rechtschreibung eigentlich egal ist.

inzwischen habe ich gelernt mich doch daran zu halten, würde aber noch immer sagen, daß das meine Art von Freiheit ist und ich auch bezüglich Corona eher der Freiheitsfraktion angehört habe und mich nicht testen und impfen ließ und auch keine Masken trug, weil ich mich nicht zu etwas zwingen lassen wollte, was, wie sich jetzt herausstellt doch nicht so gefährlich war, wie es dargestellt wurde.

“Fehler korrigieren!”, schreien also der Uli und das Fräulein Rottenmeier, das mir inzwischen gelegentlich kommentiert und bringen dazu Vergleiche, wie daß man bei einem Unfall auch nicht wegschauen darf oder sich an Verkehrsregeln halten muß. Muß man natürlich vor einer roten Ampel um zwölf Uhr mittags stehen bleiben, weil sondst wahrscheinlich was passiert. Um zwölf Uhr nachts, wenn die Straße leer ist, hat das wahrscheinlich wenig Sinn und das wäre dann die Selbstverantwortlichkeit, ,daß man selbst entscheidet wo etwas sinnvoll ist und wo ncht und da hat mir der Alfred vor Jahren ein anderes selbstgemaachtes Buch mitgebracht, was jetzt hoch aktuell wäre, leider finde isch es nicht mehr. Aber da gibt es eine Geschichte von einer Diktatur, wo den Leuten beigebracht wurde, immer vor Ampeln stehenzubleiben, weil sie sonst einen elektrischen Schlag bekommen und so stehen und stehen sie vor roten Ampel auch wenn längst kein Auto kommt und vor dem Kühlschrank wurde die Kalorienzuteilung auch rationalisiert.

Ich schreibe also ein bißerl schlampert und im Verborgenen vor mich hin, weil ich auf meinen Blog außer ein paar Freunden nur ein paar Spamer haben, die sich über meine Fehler lustig machen, statt sich für das, was ich schreibe, interessiert.

Das stimmt auch nicht ganz, denn als ich 2003 beim Ö1 Quiz mitgemacht habe und dafür nach Graz gefahren bin, hat sich die Doris Glaser für mein “Best of 2” interessiert und es sich geben lassen und die Katja Gasser, hat das als ich mit ihr einmal nach einer “Leseauslese” diskutierte, auch getan und mir das Buch dann kommentarlos zurückgeschickt und auch Malte Bremer, der Kompagnon von Wolfgang Tischer im Literaturcafe hat das auch getan und das hat mich auf die Idee gebracht, als weitere Jubelaktion eine Diskussion mit Günther Kaindlsdorfer bei dem ich auf der “Buch Wien” auch einmal bei einem Literaturquize mitmachte und den ich, glaube ich, nervte weil ich bei den Fragen immer vorgeschrien habe, um ein Buch zu gewinnen und jetzt mit ihm auch in der “Ohrenschmaus-Jury” bin, Katja Gasser, Klaus Kastberger, den Literaturdoyen und Daniela Strigl diskutieren oder sie über mein Schreiben befragen könnte?

Natürlich nur virtuell, weil sie real wahrscheinlich nicht kommen würden, weil keine Zeit oder sie mich nicht für literarisch genug halten.

Aber das wäre ja ein Diskutssionsthema, was wollen die Leute lesen und worüber schreiben die, die nicht Peter Handke, Cornelia Travnicek oder Marlene Streeruwitz heißen und das wäre interessant. Bei der Diskussion im Literaturhaus vor ein paar Wochen und bei der zu fünfzig Jahre GAV wurde auch über dieses Thema dikutierte, daß immer weniger Leute lesen, dafür immer mehr schreiben, die dann auch Möglichkeiten haben ihre Bücher selbst zu veröffentlichen, so wie ich zum Beispiel oder auch bei “Amazon” einzustellen und das hat sich ja in den letzten Jahren positiv verändert, vovher gab es nur die Selbstzahlerverlager, die viel von einem verlangten, einen seltsamen Verträge unterschreiben ließen und dann nicht viel dafür boten. Jetzt kann man seine Bücher leicht selbst herausgeben und das Schreiben kann man beispielsweise bei Jurenka Jurk, deren Gratiswebinare ich ja sehr gern besuche, auch lernen.

Das Bücherschreiben ist also kein Problem. Die entsprechenden Leser dafür zu finden wahrscheinlich schon, denn die können ja inzwischen streamen, Netflix gucken oder Computerspielenund haben für das Lesen noch viel weniger Zeit, als vorher und deshalb wurde ja vom deutschen Buchhandel 2005 auch der deutsche Buchpreis geschaffen, wo um die Frankfurter Buchmesse aus zwanzig Neuerscheinungen, das beste Buch herausgesucht werden sollte, das man dann zu Weihnachten seiner Schwiegermutter schenken oder auch sich selber kaufen konnte.

In die Jury wurden anfangs die hehren Literagturkritiker, wie Daniela Strigl oder ihre deutschen Kollegen bestellt und die wählten dann Bücher von Reinhard Jirgl, Ulrich Petzer, etcetera aus und die Buchhändlier schrieen “Wer soll das lesen? Das können wir nicht verkaufen!”

Die Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb, die selbst schreibt, hat das, als sie in der Jury war, auch getan und da sind wir wieder bei der Frage, was die Leute, die noch lesen, lesen wollen?

Krimis, Sachbücher, Chicklits und nicht meine Bücher, ist die einfache Antwort. Aber auch nicht die Streeruwutz und den Peter Handke wahrscheinlich und diese Bücher werden nicht ausgwählt. Keine Krimis und Phantasy auf den Buchpreislisten, außer sie haben berühmte Autoren und das ist wahrscheinlich auch das Dilemma der Gegenwartsliteratur, daß die Experimentellen, die Wiener Gruppe, H. C Artmann und Ernst Jandl um bei der Wiener Literaturgeschichte nach 1945 zu bleiben, hatten wahrscheinlich auch kein großes Lesepublikum, sind aber jetzt im Museum und in Symposien zu finden.

So ist das mit der Literatur und ich, die ich ja viel und eigentlich alles, wenn auch inzwischen immer langsamer, lese, finde es eigentlich schade, daß da nur von Kritikern und Experten zwanzig Bücher pro Jahr ausgewählt werden, die sie für lesenswert halten, die Durchschnittsleser, die ja, wie ich hörte, jetzt nur mehr vier Bücher im Jahr lesen, nicht interessieren.

Meinetwegen können die Leute alles lesen. Krimis, Fantasy, Liebesromane, etcetera. Ich finde es auch schön, wenn alles schreiben und wenn sie mir ihre Bücher zum Lesen anbieten, lese ich sie auch und schreibe darüber ohne die Sätze: Das ist das Schlechteste was ich je gelesen habe, zu verwenden, denn das brauche ich nicht, auch wenn ich sie für schlechter als meine halten würde.

In diesem Sinne bin ich schon bei der Vorschau auf fünfzehn Jahre Literaturgeflüster, das ja demnächst gefeiert werden wird und ich mir schon Leser wünsche, die sich trauen meine Bücher zu lesen und dann ihre Meinung dazu sagen und vielleicht nicht nur “Da ist ein Fehler! Da ist das “s” falsch geschrieben oder es wurde ein “r” vergessen!”

Da ich der Meinung bin, daß eigentlich alles was gescrhieben wird, interessant sein könnte. Man müßte sich nur die Zeit nehmen, sich ein bißchen länger damit zu befassen und nicht gleich beim ersten Fehler aufschreien und das Buch wegschmeißen, denn dann übersieht man viel. Das habe ich schon oft erlebt.

Fünfzig Jahre Matura, fünfzig Jahre schreiben

Es ist soweit, während ich mit dem Alfred den Main entlangradle, kann ich mein fünfzigjähriges Maturajubiläum feiern. Und da bin ich ja sehr euphorisch in das Leben und die Zukunft gegangen. Hatte ich ja schon zwei Jahre vorher beschlossen, nach meiner Matura Psychologie zu studieren und zu schreiben.

Das heißt geschrieben habe ich schon früher. Ab da wars ein literarischer Plan und da hatte ich, meine Leser wissen es, sehr große Pläne.

Den “Nobelpreis” wollte ich gewinnen, ich schreibe es wieder, was vermutlich ein Synonym für die literarische Anerkennung war, die ich mir wünschte und leider nicht bekommen habe.

Daher auch nach fünfzig Jahren ein großes Jammern, obwohl ich mit meinen Input eigentlich zufrieden bin.

Aber 1973 bin ich zuerst nach England gefahren und habe dort ein Workcamp im Westpark Psychiatric Hospital gemacht. Vorher hatte ich schon eine Erzählung geschrieben.

“Satre und Camus auf jeder Seite und noch sehr inspiriert vom Literaturunterricht der Frau Prof Friedl!”, habe ich es später beurteilt und den Text nie korrigiert und auch nicht zu veröffentlicht versucht, nur ein paar Leuten gezeigt, die, glaube ich, nicht viel damit anfangen konnten. Ich war noch sehr unsicher und hatte keinen Kontakt zum Literaturbetrieb. Daß sich da ziemlich zeitgleich die GAV gegründet hat, habe ich zwar im Radio gehört, aber nicht viel Ahnung gehabt, was das ist?

Aber viel gelesen und weitergeschrieben. Am Abend nach den Vorlesungen und am Wochenende, wie ich das plante. Ist aber nicht so ganz gegangen. Da war die Unischerheit wohl zu groß. Ein paar ebenfalls nie veröffentlichte Texte sind aber entstanden, bis ich mit der “Einladung zum Tee”, die der der Monika und Gerhard nicht sehr gefallen haben, wieder einen gelungenen Text zusammengebracht habe.

Die Monika hat mir aber eine Lesung im “Lteratureck” in der “Alte Schmiede” vermittelt. Da habe ich, glaube ich, einen Text von einer Ursula, die aus Klagenfurt stammt, gelesen und die “Literatureck-Teilnehmer”, es war noch eine Frau dabei, wurden damals von zwei Autoren kommentiert.

Bei mir waren es Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer und die habe ich schon von “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekannt, in den mich auch die Monika gebracht habe.

Da habe ich ja kontakt mit der Christa Stippinger, der Valerie Szabo-Lorenz, der Bruni Langthaler, der Elfriede Haslehner, der Bärbl und der Erika Danneberg und höre und staune mit Arthur West bekommen und habe mich mit einigen Frauen noch jahrelang regelmäßig getroffen, um unsere Texte zu besprechen und einander vorzulesen.

1987 bin ich, glaube ich, in die GAV aufgenommen worden. Da hatte ich auch schon angefangen meine Texte an Zeitschriften und Verlage zu schicken und mich für Stipendien beworben.

Das Feedback war nicht sehr gut. Aber als die “Hierarchien”, in denen ich meinen Weggang von der Klinik beschrieb, fertig waren, habe ich schon daran gedacht, um einen Zuschuß fürs Selbermachen beim Unterrichtsministerium anzusuchen. Da habe ich Jack Unterweger, der meine Texte veröffentlichte, geschrieben und der hat das Buch dann in der “Edition Wortbrücke” herausgebracht.

Die Reaktionen waren furchtbar. Ein paar vernichtende Kritiken, so daß ich länger dachte, ist halt ein Anfängerwerk, als ich es aber später durchgelesen habe, habe ich gedacht, so schlecht ist das eigentlich nicht, aber halt nicht sehr experimentell, sondern realistisch psychologisch, wie ich es einordnen würde und ich habe weitergeschrieben.

Bin zu Literaturveranstaltungen gegangen, habe Lesungen organisiert 2001 und von 2003-2009

den “Tag der Freiheit des Wortes” und da auch aus meinen Werken, für die ich keinen Verlag gefunden habe, gelesen.

Ein paar Jahre habe ich auch die “Die Mittleren -Literatur von Frauen” veranstaltet und da Schwierigkeiten mit den Literaturhaus gehabt und ab 2000 habe ich begonnen meine Bücher selbst herauszugeben. Das heißt mir immer fünfzig Stück drucken lassen ISBN-Nummer verzichtet und seit 2008 blogge ich auch.

Das heißt, da berichte ich inzwischen fast täglich über mein Schreiben, mein Lesen und was so in meinen Leben noch so passiert und im weitesten Sinn literarisch ist und da kann ich mich eigentlich nicht beklagen, sind doch inzwischen an oder über sechzig selbstgemachte Bücher entstanden und in meinem zweiten “Literaturgeflüster Buch”“Mein schreiben meine Bücher” kann man auch einbißchen darüber nachlesen, über welche Themen ich schreibe und wie meine Bücher entstehen.

Pastor Rudolf B., den ich in dem Workcamp, das ich, 1976, glaube ich, in Hamburg machte, kennenlernte, hat mir einmal geraten, nur für mich selbst zu schreiben, weil es mit dem literarischen Erfolg nicht so klappete. Da habe ich empört den Kopf geschüttelt und “Die Jelinek!”, tut das doch auch nicht gesagt.

Inzwischen tue ich es aber, ich schreibe für mich selbst, stelle meine Bücher im “Literaturgeflüster” vor, lese auch gelegentlich daraus bei der “Poet Night”soder andere Veranstaltungen zu denen ich eingeladen werde.

Seit 1987 gibt es auch mein literarisches Geburtstagsfest, von dem nicht ganz klar ist, ob es die Corona-Krise überleben wird und gehe auch bewußt in mein einundfünfzigstes Schreibejahr und da kann ich einmal sogar ein bißchen weniger jammern, denn 2023 war bis gar nicht so schlecht, so hat mich doch Alex Hartl zu Beginn des Jahres eingeladen, meine Erfahrungen mit Erika Danneberg zu berichten, in der Jury des “Ohrenschmauses”, dem Literaturpreis für und von Menschen mit Lernschwierigkeiten bin ich seit 2007 auch und lektoriere da gerade das Buch von Peter Gstöttmeier, der diesmal das Stipendium bekommen hat.

Ich habe bei der KritLit gelesen und wieder mal beim “Tag der Freiheit des Wortes”, der inzwischen von der Monika Gentner organisiert wird.

Nur mit dem Volksstimmefest bei dem ich die letzten Jahre regelmäßig las, scheint es nichts zu werden, das wäre dann wein weiteres Corona-Opfer, wo kann ich mich da beschweren?

Ansonsten mit einem lachenden und einem weinende Auge mein literarisches Leben, das mir ja sehr wichtig ist, betrachten. Schade, daß nichts daraus geworden ist, abder eigentlich ist es das ja, denn ich habe wirklich sehr viel geschrieben und glaube auch, wie es mir Dietmar Füssel einmal sagte, daß ich eine sehr gute Kennerin der zeitgenössischen Literatur bin und mit dem “Lteraturgeflüster” auch ein enrmes Archiv über den Wiener Literatur betrieb geschaffen habe, das allerdings sehr persönlich und wie ich immer höre, auch nicht fehlerfrei ist.

Bierkeller und Weinstuben in Franken

Als wir mit dem Zug von Nürnberg nach Bamberg gefahren sind, haben wir sehr viele Angeheiterte, die fast vor dem Klo eingewchlafen sind, gesehen. Gute Stimmung, denn es war ja Feiertag. Christi Himmelfahrt oder Vatertag oder vielleicht beides, je nachdem und die extravertierte Frau, die nach Schweinfurth wollte, um dort mit Thüringer Bratwürsten ihren Geburtstag zu feiern und ein freundlicher Passant haben uns, als ich fragte, wo wir in Bamberg essen könnten, auf die vielen Bierkeller oder Biergärten, die es in Bamberg gibt, hingewiesen.

Die haben wir dann nicht gefunden oder hatten schon oder noch geschlossen oder Mittagspause, weil zu wenig Personal. Aber als wir um vier dann doch etwas zu Essen gefunden war, waren wir in einem Lokal, wo die Gäste neben uns fünf kleine Biergläser auf einen Brett stehen hatten und abwechselnd daraus tranken.

Das war die Bierprobe, die ich dem Bier trinkenden Alfred auch empfohlen habe, er aber nicht genommen hat.

Dafür sind wir am Rückweg in das Bierhaus gegangen, in dem wir schon am Hinweg essen wollten. Gute Stimmung, große Gruppen mit vollen Biergläsern. Der Alfred hat für mich ein Glas Weißwein geholt, etwas anders hat es dort offenbar nicht gegeben. Iin dem Lokal davor bin ich unter Frankenweine schon auf den Rotling aufmerksam geworden. Eine Spezialität von hier, offenbar eine Mischung zwischen weißen und roten Trauben. Dann sind wir nach Hassfurt weitergahren, wo der Alfred während des Spaziergangs, als ich meinen Mittagschlaf machte, zwei Weinstuben gefunden hat. Die eine war wegen Urlaubs geschlossen.

Man merkt den Pandemie- oder anderswert bedingten Personalmangel. Die andere war auch ein Geschäft, das nach achtzehn Uhr aber keinen Wein mehr verkaufte und alles, auch eine Spezialität von hier, reserviert. Im Oberstock aber an einem Vierertisch noch zwei Plätze frei. Der Chef hats erlaubt, daß wir uns dazusetzte und das Paar, das offenbar regelmäßig aus Schweinsfurth herkommt und mit dem wir uns sehr intensiv über den Neusiedlersee, Corona und anderes unterhalten haben, hat sich sehr gefreut und eine große Wein und Speisekarte, hat es auch gegeben und eine Kellnerin, die regelmäßig nachfragte, ob alles in Ordnung sei?

Ich habe mich unter die roten Frankenweine umgesehen und einen “Domina” getrunken zuerst ein großes, dann ein kleines Glas und das Kaffee in dem wir am nächsten Tag auf den Weg nach Schweinsfurth Halt machten, hat Frankenschorle, so heißt hier der Gespritze angeboten angeboten.

“Ist das weiß?”, habe ich gefragt und dann eine rote Variante bekommen. Am Abend in eine Brauerei, die draußen Tische hatte. Auch alles reserviert. Schon am Nachmittag, um die Leute während der personalbedingten Mittagspause fernzuhalten und dann auch am Abend. Man konnte sich aber problemlos hinsetzen und die Kellnerinnen, junge Frauen, waren sehr freundlich und haben mit den auch schon angeheiterten Gästen fast geschäkert.

Ich habe, glaube ich ein Glas “Schwarzriesling” getrunken und in Volkach sind wir am Sonntag nach dem wir von der verschlossen Kirche die Weinberge hinuntergefahren waren, auf der Haupstraße zwschen verschiedenen Weinstuben und Weingütern vorbeigekommen.

Das angeblich “Schönste Buchcafe der Welt”, das bunte Tische und Sessel auf der Straßestehen hatte, aber verschlossen war, haben wir auch gesehen und uns beim Weingut Martin auf einen hohen Tisch gesetzt, wo ich zuerst einen Grantapflesecco, so heißt hier der Sekt, getrunken habe und dann eine Zehnerweinprobe bestellt. Das war zehnmal 0,025. Der freundliche Wirt hat einen Zettel gebracht, wo man sich aus der Karte die Sorten aussuchen konnte. Fünf Mal rot, fünf mal weiß, denn ich bin ja eine Rotweintrinkerin.

Die Leute um uns herum, haben fast alle WWeißweingläser in der Hand gehalten. “Weiß. oder Grauburgunder” und “Riesling” glaube ich.

So hat sich auch der Alfred fünf solche Sorten ausgewählt und ich habe wieder mit dem Rotling, der wie ein Rose aussieht, begonnen, dann “Domina” und “Schwarzriesling”. Ein Barrique war auch dabei und der freundliche Wirt hat uns alles aufgeschrieben, als er zweimal fünf Gläser brachte und die Reihenfolge vorgeschlagen.

Allerdings zuerst die Weißvariante für den Alfred. Nach einer Pause sind die Rotweingläser drangekommen. Inzwischen haben sich zweimal zwei Leute an unseren Sechsertisch, zwei Paare gesetzt, mit denen wir uns auch gut unterhalten und interessanterweise über den Neusiedlersee geplaudert haben, die auch Weißwein bestellten. Ein Fußballspiel hat es auch gegeben, so daß wir gleich die Resultate mitgeteilt bekamen, über sie sich alle freuten.

Dann ist es mit dem fränkischen Weintrinken weiter gegangen. Immer zu Mittag ein Glas oder wenn es gab einen Hugo und in Würzburg an der alten Mainbrücke gibt es auch einen Weinausschank. Man kauft sich ein Glas, zahlt fünf Euro Pfand für das Glas und stellt sich dann damit irgendwo hin. Irgendwo gibt es auch Bänke. da habe ich mich mit meinen roten Cuve, der Alfred hatte einen Weißen, hingestellt. Vis a vis stellte ein Musiker aus Spanien gerade seine Geräte auf und sang dann ein paar Lieder bis zuerst die Polizei und später die Sevurity kam, um ihn zu vertreiben. Das Weinglas durfte man auch nicht auf den Brückenrand stellen, aber sonst war es idyllisch schön, obwohl ein wenig kalt und winidig. Die Brücke mit den Weintrinkern aber gut besucht.

Nichts mehr davon hören wollen

Die Corona-Maßnahmen sind ja jetzt vorbei. Stillschweigend wurde die Pandemie für beendet erklärt, obwohl es eine Zeitlang täglich fünftausend Neuninfektionen gben. Aber jetzt sind ja alle geimpft oder genesen und die große Aufregung istvorbei. Man darf wieder ohne Paß und Impfnachweis ins Kaffeehaus und ins Kino gehen und die meisten Leute, die sich aus diesen Gründen impfen ließen, wollen nichts mehr davon hören.

Das läßt sich wahrscheinlich psychologisch erklären und viel ehaben vor dem Virus noch immer Angst, obwohl eigentlich kaum mehr in den Öffis und Theatern Masken getragen werden.

Als aber bei den letzten Landtagswahlen, die ÖVP überall verlor, verkündete Kanzler Nehammer, daß er die Corona-Maßnahmen aufarbeiten und eine Versöhnungskommission ,gründen wollte um die Gräben zu schließen.

“Toll!”, habe ich gedacht und als in NÖ, die schwarz blaue Regierung gebildet wurde, wurde da ja eine Corona-Aufarbeitung versprochen.

Leider kam diese Initiative von der FPÖ, deshalb schrieen alle “Das geht doch nicht, wir können und wollen den Schwurblern nicht die Hände reichen und die Bevölkerung will ohnehin nichts mehr davon hören!”

Für die ist Corona Gott sei Dank vorbei und man kann wieder ins Kino gehen, zum Friseur gehen und auf Urlaub fahren und jetzt sogar ins Spital ohne Maske. Da stehen zwar die jungen Leute mit den Securtiyjacken am Eingang und fragen dich “Hast du einen Termin?”

Maske braucht man nicht. Aber wie steht es jetzt mit der Aufarbeitung? Vor Ostern oder bis Ostern sollte die kommen.

Dann kam aber danach eine Konferenz, wo der Kanzler fehlte und beschlossen wurde, daß die “Akademie der Wissenschaften”, die, glaube ich, auch vorher in die Maßnahmen einbezogen wurde, die Aufarbeitung übernimmt und gleich sagte, daß sie keine Schuldzuweisungen geben würde, sondern Leute zu Diskussionen einladen würdeund diesen offenbar erklären, daß sie wissenschaftsfeindlich sind oder eine solche fördern wollen.

Denn der Durchschnittsmensch hat Corona satt und will nichts mehr davon hören, lebt wie vorher und freut sich, daß er ohne Maske wieder Straßenbahn fahren kann.

Verständlich oderdoch nicht ganz, denn wenn man nicht aufarbeitet, was da schief gelaufen ist und wieso so energisch mit Polizeigewalt Maßnahmen beschlossen wurden und über die Menschen drüber gefahren wurde, obwohl sich jetzt nach und nach herausstellt, daß das meiste unnötig war, ist die Gefahr sehr groß, daß das weitergeht, wenn der nächste Virus oder die nächste Krise kommt und die sind ja schon da, wir leben inzwischen in der zweiten, dritte, vierten oder was auch immer Angstwelle.

Die zweite war der Angriffskrieg auf die Ukraine und da hörte man vom Bundespräsidenten und von Frau Meinl-Reisinger, daß alle Volksfeinde wären, die keine Sanktionen und keine Waffenlieferungen wollen.

“Ist das nicht ein bißchen oder ein bißchen viel autoritär?”, habe ich gedacht und dann kam die Teuerung und die Inflation, unter der man inÖsterreich beispielsweise vielmehr, als in Deutschland, in dem ich mich gerade befinde, leidet.

Dort ist alles billiger. Kunststück denn in Österreich wurde sechszehnmal mehr getestet, als anderswo, obwohl sich jetzt herausstellt, was ich mir ohnehin immer schon dachte, daß das nichts brachte und, daß die Wissenschaftler, die dachten, daß sie durch eine Nullcovid-Theorie vielleicht den “Nobelpreis” bekämen, scheiterten und da denke ich, daß das nicht wissenschaftlich ist, wenn die das wirklich glaubten.

Die Inflation ist da und man hört täglich, der Mittelstand wird zerstrt, die Menschen wissen nicht mehr, ob sie essen oder heizen sollen und die Angstwelle geht munter weiter obwohl keiner davon spricht, daß das geschieht und die nächste Krise ist die Klimawende, wo sich die Klimakleber täglich irgendwo ankleben, weil sie ein Tempo Hundert erzwingen wollen, die haben auch Angst vor der Klimakatastrophe, obwohl es derzeit eigentlich sehr kalt ist und wenn die nächste Pandemie kommt, warum soll die kommen, wenn die vorige, die spanische Grippe 1918 oder 1920 war?

Aber wer suchtet, der findet, daher sind die Gesetze schon da, die das jederzeit wieder möglich machen und werden da die Menschen wieder so bereitwillig mitmachen und sich entmündigen lassen, obwohl das Ganze, wie sich jetzt herausstellt, mehr Schaden anrichtete, als daß es nützte.

Die Pharmafirmen haben ihren Profit gehabt, die Maskenfirmen und die Testhersteller. Da wurde Geld vergeudet und Millionen <impfdosen müßen weggefworfen werden.

Das wäre das, was aufgearbeitet werden sollte und was man nicht den Rechten in die Schuhe schieben kann, wenn die das verlangen .

“Den Schwurblern reiche ich nicht die hand!”, soll unser Gesundheitsminister, den ich eigentlich für sympathisch halte, gesagt haben.

Braucht er nicht, ich brauche keine Entschuldigung und ich bin auch keine Schwurblerin. Möchte das Ganze aber nicht noch einmal erleben. Deshalb braucht es eine Aufarbeitung, für die offenbar die Zeit noch nichgt reif ist.

Irgenwann wird sie kommen, höre ich dann immer, aber ob ich das erleben werde, bin ich eigentlich skeptisch und das wäre wirklich schade.