Literarische Kleindetails

“Wie ist es mit dem Jubiläumsjahr weitergegangen?”, habe ich vor zwei Wochen gefragt, nachdem das letzte Jahr vergangen ist und es nach der Lesung im “El Speta”, die auch nicht sehr überfüllt war und ich bei meiner dystopischen Geschichte von einer Frau unterbrochen wurde, die aber auch nicht viel zu sagen hatte.

Wie geht es weiter?, war die Frage und da war noch einiges offen.

“Die Toten” sind jetzt erschienen. Der Alfi korrigiert an der “Stalking-Geschichte” wo es um die Corona- Aufarbeitung geht und zwischen Weihnachten und Silvester habe ich einen Teil des “Schwurbler-Materials” aufnotiert. Nur ein Teil? Ja, natürlich. Denn es beginnt mit der Nationalratswahl2024 und die ist noch ein bißchen entfernt. Also mir diesbezüglich Zeit lassen und das derzeitigen Geschehen aufarbeiten.

Dann sind wir am ersten Jänner nach Wien gefahren und da stand als erstes die Ohrenschmaus-Jury- Sitzung an. Jetzt haben wir die Gewinner und ich muß noch eine Laudatio schreiben und Dieter Scheer vom Literaturhaus brauchte ein Bild von der verstorbenen Karin Jahn, das er im “Literaturgeflüster” fand und das Buch der Ruth “Begona, la Trigena”, das sie mir bei unseren Dezemberbesuch gab, wollte ich erst im Februar, wenn es an die Reihe kam, besprechen. Dann wollte der Cuba-Klub die Besprechung aber in ihrer Zeitung bringen und ich habe vorgezogen.

Ein unerfreuliches Ereignis gab es noch. Da hat sich vor einem Jahr jemand bei mir gemeldet und wollte den einen kritischen Corona-Text und zwischen Weihnachten und Silvester haben sich die bei mir gemeldet und “Leider, leider!”, mir geschrieben.

“Versuch es noch einmal!”

Nun ja, nun ja, ich schicke derzeit nur wenig bis gar nicht aus und konzentriere mich auf meinen Blog. Da kann das nicht passieren.

Richard Langthaler, der Witwer von der Bruni hat mir geschrieben, mich zu einer Veranstaltung eingeladen, wo er ein Buch mit Brunis Texten vorstellen will. Das will er mir schicken. Ja die Hilde hat einen eifrigen Nachlaßverwalter, wie das auch beim Sohn der Erika Mitterer ist.

Helena Adler, die negative Provinzschreiberin, ist nach schwerer Krankheit gestorben und das Jahr hat, wie immer seit einiger Zeit mit dem Romanplanjahr der Jurenka Jurk begonnen. Da werde ich zwar weder die Ausbildung machen, noch mich in die Schreibwerkstatt begeben, es war aber toll motivierend.

Was fehlt noch in den Jahresvorbereitungen?

Das Mail der deutschen Natonalbibliothek Leipzig, die immer meine Bücher wollen und jetzt die von der “Flora Faun”, an anforderten. Ich habe ihnen noch dazu den “Ukraine-Blues” und die “Toten” geschickt, die sie offenbar noch nicht auf ihrer Liste hatten.

Der Bloggerdebutpreis, wo ich ja 2016 ebenfalls Jurorin bin, werden meine Leser sagen.

Da hat sich vor einigen Tagen Bozena Bandura bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich wieder mitmachen will?

Natürich ja, selbstverständlich. Da habe ich vorgestern meine Liste durchgesehen. Da habe ich von den neunzig nominierten Debuts inzwischen zehn gelesen. Das sind hauptsächlich die, die auf den Buchpreis- oder Debutlisten standen und zwei habe ich noch ungelesen.

Das wäre erstens Andrea Heinischs “Henriettes Lächeln”, die im September, glaube ich, meinen Blog entdeckte, sich durchgelesen und mir aufmunterende Kommentare geschrieben hat. Ihre Premierelesung war am zweiten Oktober im Cafe Museum. Die habe ich versäumt, weil gleichzeitig Gerhard Jaschke in der “Alten Schmiede” war. Das Buch bei “Picus” aber angefragt, das jetzt an der Reihe ist, wenn ich Lina Nordqust “Mein Herz ist eine Krähe” ausgelesen habe. Dann kommt noch das Schweizer Bucherpreisbuch und dann geht es los.

Das zweite Ungelesen ist Johannas Seebauer “Nincshof“, das ich bei den O-Tönen hörte. Dann hat mir ja die Anna zum Geburtstag einen sechzig Euro Gutschein geschenkt, den ich beim “Thalia” vor der “Buch-Wien” einlösen wollte. Da wollte ich mir zwei Slowenen kaufen. Habe aber die “128 Kilometer nach Ljubljana” nicht bekommen.

Also hätte ich schon was zu Lesen, wenn das Buch auf die Shortlist kommt. Die wird nächste Wochhe bekannt gegeben. Dann habe ich bis März Zeit die fünf nominierten Bücher zu lesen und am 3.3. wird der Preisträger bekanntgegeben.

Also habe ich genug zu lesen und da tue ich derzeit sehr langsam. Wird sich aber ausgehen. Vielleicht habe ich auch schon ein paar Bücher gelesen. Ich bin gespannt.

Am 21. 3. wird die “Ohrenschmaus-Preisverleihung” im Raiffaisenhaus stattfinden und ich lade alle ein, die sich für das Schreiben von Menschen mit Lernstörungen interessieren.

Und jetzt weiter in das neue Jahr. Vielleicht wirds etwas mit den Schreiben. Würde mich freuen, die “Schwurblerin” ist ja jetzt dran und das ist eine spannende Sache und noch etwas habe ich zu berichten.

ich habe am Freitag ein Mail an den Bundeskanzler geschrieben, der ja der Meinung ist, trotz ein paar Kommunikationsfehler alles richtig gemacht zu haben, weil er Menschenleben retten wollte, weil das das Wichtigte ist. Aber mußte man das mit er Flex, mit solchen Maßnahmenl und das drei Jahre tun?

Die Befürchtung ist, daß es auf diese Art und Weise weitergeht, wenn im Mai der Who-Pandemievertrag kommt. Aber ich möchte in einem solchen Ton nicht mit mir umgehen lassen!

Mal sehen, ob eine Antwort kommt. Ich habe im Sommer einige Mail an den “Falter” , den “Standard” und den Herrn Rauscher geschrieben und keine Antwort bekommen. Das habe ich dann in der “Stalking-Story” beschrieben.

Also auf ins neue Jahr, lesen, schreiben und auch die kleinen Dinge beachten, wei ldie auch sehr wichtig sind!

Wieder ins Kalenderglück

Nach Wien zurückgekommen, galt es die Weihnachtsdekorationen, die alten Kalender wegzuräumen

und die neuen für das Jahr 2024 aufzuhängen. Da gibt es ja immer einiges, die die Hilfsorganisationen schicken. Der Alfred hat mir diesmal die beiden Literaturkalender schon zum Geburtstag übergeben und von Anton Blitzstein habe ich auch einen “Vienna, Vienna, Vorstadt 2024” in den Regalen liegen. Dann gibts den “Augustin-Kalender” mit Bildern von “Augustin-Verkäufern” und in meinen Vorwartezimmer hängen schon ein paar immerwährende Kalender, vom “Holzbaum-Verlag”, die man lebenslang verwenden kann und da ist wieder einer dazu gekommen.

“Wien in Cartoons-Wiener Antwort auf alles”- “Oarsch!”, flucht der ältere Herrr mit Melone und dem Bierglas. Dann geht es los mit Bildern, die ich zum Teil schon in anderen “Holzbaum-Büchern” gesehen habe.

Im Jänner geht es, um die Frage, was die Wiener am liebsten tun? “Matschgen, sudern, raunzen, etcetera.”

Um Februar gibts den Kaiser Franz Joseph mit dem nackten Arsch. Im März gibt es ein Geheimnis und eine Döner-Bude. Dann gehts wieder um die Wiener-Cartoons.

“Im Rausch ist man in Wien dem Schnitzel wesensverwandt paniert & in Öl”, heißt es im Mai. Das nächste Geheimnis ist, daß der Tod gar kein Wiener ist, sondern aus St. Pölten kommt. Das “Sackerl fürs Gackerl” habe ich auch schon wo gesehen und im August geht es zum “Wiener Schaf”. Im September knallts und und dem lieben Herrn vom Cover treffen wir im Oktober wieder.

“Wozu ist der Wiener Schmäh gut?”, heißt es im November und der Dezember will wissen, wo man schon überall besoffen war?

Fein, wieder ein Kalender, der mich länger begleiten wird.

Dann gibts den Kalender der Fußmaler, der wahrscheinlich in mein Praxiszimmer kommt und die beiden von dem Bibelwerk, die ich mir von der “Buch-Wien” mitgenommen habe.

Ins neue Jahr

Ich bin ja eigentlich kein Silvestertyp und habe es lange nicht geschafft bis Mitternacht wach zu bleiben. Mit dem Alfred sind wir früher zum Martin gegangen, da war es auch schwierig ihn zum Heimgehen zu veranlassen.

Als ich schon bloggte waren wir öfter bei Hilde Schmölzer, der es jetzt aber nicht mehr so gut geht.

Die Ruth war ein paar Mal bei uns in Harland und einmal die Gerlinde,

Vor zwei Jahren als es ja diesen Lockdown gab und die Lokale zum zehn Uhr schloßen und man die Hälfte seiner Gäste ausladen mußte, war die Ruth bei uns. Da waren wir auf der Rudolshöhe und das ist ein Ritual, wo wir jedes Jahr am Nachmittag hingehen.

Diesmal sind wir wieder in Harland. Wir sind schon die ganze Woche da und sind allein in das neue Jahr hineingegangen. Am Balkon oder Terrasse, ein Glas Sekt und dann wars schon da, das Jahr 2024, wo es viele Wahlen geben wird und sich die einen vor dem Volksskanzler Kickl fürchten. Die anderen ihn dagegen haben wollen. Die ORF-Zwangsgebühr wird kommen, obwohl ich keinen Fernseher habe. Ansonsten habe ich meinen WGPV-Vertrag, mein Schreiben, meinen Bücher, da habe ich ja in den letzten Tagen das neue Projekt “Aus dem <leben einer Schwurblerin”, angefangen.

Mal sehen, wie es wird. Wär ja schön, wenn ich damit erfolgreich bin. Auf meine Gesundheit sollte ich auch ein bißchen achten. Da haben ja die Maßnahmen meine Kondition gekostet und jetzt habe ich mir auch noch den Magen verdorben.

Was wird es also bringen, das neue Krisenjahr? Wo nach Corona, die beiden Kriege folgten. Die Teuerung ist auch noch da und die Klimakatastrophe wird uns wohl im Sommer wachrütteln. Die ORF- Zwangsgebühr habe ich schon erwähnt. Da muß ich noch herausfinden, wie ich Einspruch erheben kann? Einen Bescbed verlangen, für alle die da vorhaben zu protetieren, wär mein Tip.

Die Teuerung ist immer noch da, die Co2- Steuer wird erhöht.Alles keine erfreulichen Aussichten. Das Medizinsystem und das der Schule ist kaputt und der WHO–Pandemievertrag soll im Mai auch kommen, wo man als Einzelner nicht viel machen kann.

Also wieder schreiben, lesen, schauen, daß ich das mit dem Radfahren wieder schaffen, die Buch-Wien wird kommen, mein Geburtstagsfest, der “Ohrenschmaus”, wo ich meine Vorschläge schon bekanntgegeben habe und ein paar Lesungen wären auch sehr schön!

Also Posit Neujahr und ich wünsche meinen Lesern diesbezüglich alles Gute!

Wie war das Jubiläumsjahr?

2023 bin ich ja in ein zwei oder dreifaches Jubiläumsjahr hineingegangen. Fünfzig Jahre Matura und fünfzig Jahre schreiben und fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster”. Die GAV hat auch ihr fünfzigjähriges Jubiläum hinter sich gebracht und nach der Corona-Krise, die mich ja sehr beschäftigt und sehr zum Schreiben gebracht hat, war auch viel los.

Das erste Mal seit 2018 wieder live in Leipzig und da war auch noch Österreich das Gastland. Vorher waren wir bei “Literatur -und Wein” und beim Osterspaziergang der “LitGes” bin ich auch gewesen und habe ein Stückchen aus dem “Sozialen Kreditsystem” vorgebracht.

Ich bin ja sehr euphorisch in dieses Jahr hineingegangen und habe gedacht, da tut sich etwas literarisch. War da ja, wie auch jetzt die Jurysitzung des “Ohrenschmauses” und dann hat mich Franz Josepf Huainigg gebeten das Buch des “Ohrenschmaus-Stipediaten” Peter Gstöttmaier zu lektorien.

Die Texte hat zwar seine Schwester ausgesucht und zusammengestellt, so daß für mich nicht sehr viel zu tun war, was auch gut war, denn bevor wir zur “Literatur und Wein” gefahren sind, ist mein Computer abgestürzt und dann habe ich einige Monate daran labouriert und auch jetzt scheint die Stromversorgung wieder zu spinnen.

Aber was war literarisch? Die “Schule für Dichtung” hat mich aufgefordert, einen Text für Leipzig zu

schreiben, habe ich getan, aber nichts daraus geworden. Alex Hakel hat mich eingeladen meine Erinnerungen an Erika Danneberg bei einer Veranstaltung kundzutun. Das habe ich getan und es war wohl ein für Bärbl Danneberg, die es wahrscheinlich sonst tun hätte sollen und mit einer Lesung beim Volksstimmefest, wie ich es fast erwartet hatte, ist es dann wieder nichts geworden.

Aber noch sind wir nicht so weit, noch hat das Jahr mit den Gratisworkshops der Jureka Jurk begonnen, die ich eifrig mitgemacht habe und dabei meine drei Frauenidee “Bratislava Prag Budapest” gesponnen und das “Soziale Kreditsystem”, ist glaube ich auch erst 2023 erschienen.

Im Februar habe ich dann den “Ukraine-Blues” geschrieben, der aus Diskussionen mit dem lieben Andi Pianka und einem weiteren Jurenka Jurk Webinar entstanden ist.

Dann kam “Lteratur und Wein” und Leipzig und bei der “Krit Lit” habe ich diesmal für einen Ausgefallenen einspringen und ein Stück aus dem “Sozialen Kreditsystem” lesen können und auch wieder beim “Tag der Freitheit des Wortes” im Lteraturhaus, den ich ja 2001 und dann von 2003 bis 2009 organisiert habe.

Danach sind wir zwei Wochen vom Bamberg bis nach Mainz den Main abgeradelt. Damals hatte ich noch Kondition, die hat inzwischen und in Frankfurt waren wir bei einer Vorlesung des Clemens J. Setz.

Der Alfred wollte dann gleich nach Frankreich fahren, aber da war das Gstöttmaier-Buch noch fertigzustellen. So haben wir das auf den August verschoben, was auch gut war, weil wir da die Doris Kloimstein in Saint Denis d´Oleron besuchen konnten, die uns hervorragend bekochte und durch den Ort geführt hat. Einen Nachteil hatte das aber, denn da waren wir am zweiundzwanzigsten August, als die deutsche Longlist bekannt gegeben wurde, in Bordeaux und so habe ich heuer zuerst die österreichische Liste und dann erst die deutsche durchgelesen und an der Schweizer arbeite ich noch.

Es gab auch ein paar literarische Ausflüge, so waren wir beim Gerhard Jascke in Unterretzbach , bei der Eva Brenner in Ansbach beim Schiele-Fest, beim Auden-Festival waren wir auch und natürlich bei vielen anderen Veranstaltungen.

Es gab wieder ein kleineres literarisches Geburtstagsfest, die “Poet-Night” und auch eine Lesung im El Speta zu der mich der liebe Rudi eingeladen hat, der nicht zum Geburtstagsfest kommen konnte.

Mit dem Schreiben ist es auch weitergegangen. Da habe ich ja schon im Auto auf der Frankreichreise mir eifrig Notizen gemacht. Denn da war ja die Idee von dem Zwillingspaar, wo der Bruder gestorben ist und die Schwester auf einer Party einen Doppelgänger trifft. Das Buch ist jetzt fertig und wird Anfang Jänner erscheinen. Darin gibts auch einen kleinen dystopischen Roman. Dieses Thema läßt mich nach Corona nicht aus und das muß endlich aufgearbeitet werden. Die Regierung tut es ja nur im Sinn von sozialen Studien, wie man bei der nächsten Krise besser kommunizieren kann, um die Leute auf ihre Seite zu bringen und nicht, was da falsch gelaufen ist und ob die Maßnahmen alle wirklich der Virusstärke angemessen waren?

Also habe ich das beziehungsweise meine “Stalking Story-Protagonisten” Laura und Sandra in Form einem Comics tun lassen. Das muß ich noch korrigieren und fertigstellen und neue Ideen habe ich auch schon.

Denn ich will ja den Links nach Rechtsruck beschreiben. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich das tue. Vorläufig habe ich den Titel “Aus dem Leben einer Schwurblerin” und die fünfunddreißigjährige Architektin Agathe, die bei der Wahl 2024 in der Zelle steht und überlegt, was sie wählen soll und bei dem FPÖ- Kästchen aus dem Wahllokal flüchtet. Denn 2019 hat sie sehr euphorisch die Grünen gewählt und was ist daraus geworden? Und da muß ich aufpassen, daß nicht eine “Mathilde im Coronaland” herauskommt.

Habe aber schon einige Szenen geschrieben und Ideen für einige neue, wo die Agathe nachdem sie die Thekla Morgenstern, die Oma gegen rechts, im Votivpark getroffen hat, am Gang ihres Wohnhauses ihre demente Nachbarin Maria Mattuschek trifft, die sie nach der Wahl und ihren Liebhaber Matthes Enck fragt.

Eine zweite Idee gibt es nämlich auch die sich mit der erste verbinden läßt. Nämlich ein Buch aus meinen vorigen Figuren zu schreiben. Da hätte ich ja einmal die Fritzi Jelinek mit ihren Schreibcoaching. Ich könnte aber auch aus der Thekla Morgenstern und der Magdalena Kirchberg zwei Omas gegen rechts machen, die die Agathe beraten oder bekämpfen. Die beiden dementen Omas, die ich habe, könnten sich auch einmischen und ihren Senf dazu geben. Mal sehen wie es wird?

Dann gabs noch die “Buch-Wien”, die wieder normal gewesen ist und ein bißchen meine Kondition kostete, obwohl ich diesmal nur hingegangen und zurck mit den Öffis gefahren bin, denn 2023 darf man ab März ja wieder maskenlos Straßenbahn fahren. Das soll sich jetzt wieder ändern, denn wir haben die höchste Corona-Welle seit ever, Aber wenn man die ohne Masken- Test und Impfpflicht durchstehen kann, waren die vorigen Wellen vielleicht doch nicht so arg wie man glaubte?

Und jetzt kann ich weniger euphorisch in das neue Jahr starten, denn literarisch ist nichts mehr los. Da gibts zwar meine Schreib- und Leseplänen, meine zwei Jurytätigkeiten, wo ich die “Ohrenschmaus- Texte” schon durchgesehen habe.

Aber sonst, Sense aus. Wenn ich ins Literaturhaus gehe, stehe ich dann mit meinen Gläschen daneben und es tut sich nichts, obwohl ich schon sehr viel und sehr lang schreibe. Aber immer nur für mich allein, das will ich eigentlich nicht für 2024.

Es gab aber noch ein paar Jubiläumsartikel, die ich dieses Jahr geschrieben habe.

Also schauen wir wie es wird und jetzt gibts noch einmal Gelegenheit ein schon 2016 erschienenes Buch von mir mit einigen Lücken zu lesen.

Nämlich meinen literarischen Adventkalender von der “Nika Weihnachtsfrau”. Mals sehen weilche Kapitel es da im Blog schon gibt und die noch offenen sollen in den nächsten Jahren folgen:

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Und in die “Corona-Fledermaus” kann man auch gehen, wenn man sich an die pandemischen Zeiten erinnern will.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein erfreuliches neues Jahr und hoffe noch immer noch auf den literarischen Erfolg!

Der graue Peter

Buch zwei des heurigen Schweizer Buchpreises “Der graue Peter” des 1954 in Bern geborenen und in Berlin lebenden Matthias Zschokke. Den einzigen Namen den ich von der Nominierteliste kannte und von dem ich schon einige Bücher gefunden, aber noch nicht gelesen habe.

Ich habe über das Buch aber beim Frankfurt-Surfing gehört und auf der “Buch-Wien” wurde das Buch auch vorgestellt. Beide habe ich mir nicht lange angehört, denn ich dachte, das ist eines der Bücher, dessen Lesen mir schwer fällt.

Jetzt habe ich es gelesen und muß schreiben, die Sprache ist schön, mit dem Inhalt hatte ich meine Schwierigkeiten, aber das Lesen ist geschafft.

Da ist also der Peter, in einem Dorf an der Französischsprachigen Grenze aufgewachsen, dann nach Berlin gegangen, wo er in der Verwaltung arbeitet und es beginnt damit, daß ihm eine Polizistin vom Unfalltod seines Sohnes erzählt.

Das ist es, würde man denken und das Buch dreht sich darum. Aber keine Spur. Der Peter geht zur Fußpflege ins Cafe, dann ins Büro zu seinen Kollegen Proscuitto und weil Nancy die Partnerstadt des Büros ist, muß er dorthin fahren und eine Rede halten und wieder zurück.

Von Nancy bis Basel erster Klasse. Aber der Zug fährt nur bis Straßburg und dann erscheint eine Frau mit einem kleinen Buben, der allein nach Basel fahren soll und vertraut ihm den Peter an.

Der reagiert zuerst unwirsch, sprechen darf er nicht mit ihm, denn so gut kann er nicht Französisch. Dann steigen die beiden aber in Mühlhausen aus, um in eine Konditorei zu gehen, obwohl der Onkel den Buben in Basel erwartet und auch, um seine Tante zu besuchen, die sie aber nicht finden. Das Gepäck haben sie bei einem Kiosk abgegeben und als sie zurückkommen, ist der geschlossen. Also gehen sie zuerst in eine 5D Show, wo sich der Junge vor Schreck anmacht und dann weil noch immer geschlossen ist, übernachten sie in einem Hotel, wo Peter, der Durchschnittsmensch, den Jungen gnz harmlos seinen Penis zeigt.

Das ist das, womit ich meine Schwierikgeiten habe. Sie verlassen das Hotel, holen das Gepäck, das ohnehin in der Apotheke deponiert war. Fahren zurück, der Onkel, den sie nicht anrufen konnte, weil Peter, wie ich kein Handy besitzt, die Nummer haben sie auch nicht, wartet aber getreulich am Perron, statt der Polizei, was sonst wohl geschehen würde.

Peter will dem Jungen seine Uhr schenken und dann stirbt er.

Das ist ein weiterer Überraschungsmoment des Buches, das den Preis nicht gewonnen hat, gut geschrieben ist, aber wohl ganz bewußt an oder über die Grenze geht, womit ich, wie schon geschrieben meine Schwierigkeiten habe.

Drittes Adventwochenende

Weihnachten naht mit Riesenschritten und obwohl ich nicht katholisch bin, ist der Advent für mich immer eine besondere Zeit und seit ich blogge, gibt es auch immer ein Adventspezial. Es gibt die Weihnachtsbücher, da lese ich heuer wieder einen Adventkalender, wo es jeden Tag ein Gedicht und eine Weihnachtsgeschichte gibt, wo man sehen kann, wie es früher war, als es noch geschneit hat.

Einige der Weihnachtlichen Aktionen, wie das Adventwandern durch Neubau oder das xxx-small im Amerlinghaus gibt es, glaube ich, nicht mehr. Die “Ohrenschmaus-Preisverleihung” findet seit Corona auch nicht mehr im Dezember statt. Dafür gibt es aber das Punschtrinken und die Weihnachtsmärkte. Jetzt kann man ja wieder dorthin gehen, vor zwei Jahren während des Ni-Lockdowns war das ja streng verboten und die “Lese.Auslese mit Punsch und Keksen” gibt es auch in der “Gesellschaft” und auf meinen Schlafzimmertisch häufen sich die weihnachtlichen Gaben. Da baue ich mir ja immer eine Art Bücheradventkalender auf und hoch oben liegt der “Ispa-Adventkalender”, den mir der Alfred gebracht hat, als ich im “El Speta” gelesen habe. Das ist eine viereckige Schachtel, wo man sich jeden Tag eine kleines Schokotäfelchen herausholen kann.

Dann gibt es auch meinen Adventkalender, meine “Nika-Weihnachtsfrau”, von der ich heuer wieder drei neue Fenster geöffnet habe.

Da verlinke ich unten das schon Vorhandene und Punschtrinken waren wir mit der Iris vor zwei Wochen auf dem Karlsplatz und wollten da eigentlich letzten Mittwoch mit der kleinen Lia hingehen. Die war aber krank, so haben wir das gestern nachgeholt.

Da gibt es ja ein Ringelspiel, das man selber durch Radfahren antreiben muß. Es gibt den Punsch und für die Kinder zeichnen, Kerzen ziehen oder basteln und am Sonntag hat uns die liebe Ruth eingeladen, die ja den Monat November auf einen Schreibaufenthalt in Bad Hall verbracht hat und daher nicht bei meinen literarschen Geburtstagsfest war. Die hat sich ja im Sommer den Arm gebrochen und da hat ihr der Physiotherapeut gesagt “Finger viel bewegen!” Also ist sie auf die Idee mir zu Weihnachten eine Jacke zu stricken gekommen und die wollte sie mir heute übergeben.

Der Tisch war schön mit einer Kerze und einem Nuß- und Mandarinenteller geschmückt. Es gab sehr schöne Servietten und einen Weihnachtskuchen und dann gibt es auch ihr neues Buch, das sie mir übergeben hat.

“Begona, la Trigena”, heißt der Roman, der in Nikolaus Scheibners “Edition” herausgekommen ist. Angesichts meiner immer noch sehr langen Leseliste, werde ich vor Februar höchstwahrscheinlich nicht kommen. Was aber vielleicht auch ganz passend ist, denn am siebenten Februar feiert die Ruth ja ihren siebenundsiebzigsten Geburtstag und da gibt es eine von einem Schauspieler gelesene Präsentation . Im Linzer “Stifterhaus” stellt sie das Buch auch vor und vielleicht auch in der kubanischen Gesellschaft, denn es geht in dem Buch auch um Kuba oder Havanna und jetzt schreibt die Ruthschon an dem nächsten Buch.

Fleißig fleißig, aber ich bin das auch, korrigierte ich ja immer noch an meiner “Stalkingstory” und dann gibts schon Ideen für ein oder zwei Projekte und Anfang nächstes Jahr gibt es wieder Jurenka Jurks “Romanplanjahr”, wo ich wieder mitmachen werden, obwohl ich inzwischen schon weiß warum ich schreibe und wahrscheinlich auch wo meine Stärken und Schwächen sind.

So jetzt kommt noch eine Arbeitswoche und dann geht es am Freitag wahrscheilich nach Harland, wo wir über Weihnachten bis Silvester bleiben werden und jetzt, wenn meine Leser wollen, wieder ins Jahr 2015 zurück, wo die Flüchtlingskrise ihren Höhenpunkt hatte und die Einstellung dazu noch ganz anders war.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 ein paar Lücken gibt es noch, mal sehen, wann sie sich füllen und interessant ist wahrscheinlich auch, die Vortexte dazu zu lesen, wo man verfolgen kann, wie ich die jeweiligen Tage von 2015 bis jetzt verbracht habe.

Vom Pandemievertrag-Symposion zur Auge- Nicht-Weihnachtsfeier

Von Rechts nach Lnks könnte man so in etwa schreiben oder halt doch nicht so ganz, denn “Demokratie&Grundrechte” wurde ja vom “Promedia-Verleger” Hannes Hofbauer gegründet ein eher linker Verein.

Ein linker Anti-Coronamaßnahmenverein gibt es das überhaupt? Denn da habe ich ja wieder durch die ZIB erfahren, daß die “Corona-Leugner” sich jetzt zwar nicht mehr für die Pandemie interessieren, sondern zu “Telegram” gehen und wenn sie eher esoterisch sind, sich im Internet Schutzengel bestellen und dafür von der Dokumetationsstelle gegen Rechts überwacht werden.

Ja, so geht da in einem eineinhalb Minuten Beitrag, während von der von Kanzler Nehammer versprochenen umfassenden Corona -Aufarbeitung nichts zu hören ist. Dabei höre ich jetzt allethalben daß wir die größte Corona-Welle aller Zeiten haben.

Da kann man sich natürlich fragen, wenn das ohne Masken-TestImpfpflicht und 2G geht, dann waren die Maßnahmen vor zwei Jahren vielleicht doch übertrieben.

OE–24 bemüht sich sehr, die Leute wieder zu der Maske zu bewegen. Geht man dann auf die Straße oder fährt Öffis sieht man höchstens einen Maskieren und die Diskussions-Gurus wie Sebastian Born- Mena oder Peter Westenthaler beziehen sich auch eher auf die übertriebenen Maßnahmen, statt sich mit der neuen Corona-Welle zu beschäftigen.

Aber die darf offenbar nicht vergessen werden, kommt ja der WHO-Pandemie-Vertrag und dann kann das oben erwähnte jederzeit wieder verordnet werden und dazu gab es heute im “Martinschlössl”, einem eher schicken Restaurant in der Martinstraße ein von “Demokratie und Grundrechte” veranstaltetes Symposion “Vom Who-Pandemievertzrag zum Überwwachungsstaat”.

Der liebe Andi Piankaf hat mich darau aufmerksam gemacht und so bin ich hinmarschiert, weil mich das Thema interessiert und ich mich eigentlich auch vor diesen Pandemie-Vertrag, der Abschaffung des Geldes und der Einführung des sozialen Kreditsystems fürchte und das Problem bei der Pandemie- Aufarbeitung ist ja, daß sich nur die Rechten und die FPÖ dafür interessieren und das hilft der Sache nicht. Also toll, daß sich Hannes Hofbauer dachte, daß er das nicht den Rechten überlassen will und Madeleine Petrovic von den Grünen gegen Impfpflicht dazu eingeladen hat.

Es gab zwei Sessions, die erste war dem Pandemievertrag und seinen gesellschaftlichen Folgen gewidmet. Da haben Madeleine Petrovic, der Gynäkologie Christian Fiala und noch drei andere darüber diskutiert. Dann gab es eine Stunde Pause, wo ich mir einen Kaiserspritzer kaufte und mich entschloß auf das zweite Panel zu warten, daß dem “Überwachungsstaat” gewidmet war und da kommt einen, wenn man die Gerüchteküche durchgeht, wirklich das Grausen.

Hannes Hofbauer hat das Einführungsreferat gehalten und dann wurde über die KIs diskutiert, was die kann und was nicht und was man tun soll, damit “1984” nicht passiert.

Dann saß ich schon etwas auf den Nadeln, denn die Veranstaltung ging bis sieben und um sechs hat das “Auge- Nichtweihnachtsfest” gegeben und das hat seit 2019 zum ersten Mal wieder in den Büroräumen in der Belevederegasse stattgefunden.

Von links nach links könnte man so sagen, denn Madeleine Petrovic ist ja eine Grüne und Hannes Hofbauer wahrscheinlich links. Aber als der Alfred vorschlug die Nicht-Weihnachtsfeier in Anti Corona- Feier umzubenennen, waren die Veranstalter nicht so begeistert obwohl sie freundlich gelächelt haben.

Es ist aber der erste Dezember und der Advent beginnt und da auch mein Weihnachtsspezial, obwohl ich nicht katholisch bin. Aber eine “Auge-Nicht Weihnachtsfest” mit einem veränderten Buffet, drei Caterer, die, glaube ich, vom AMS unterstützt wurden und eigentlich kaum Leute ,die ich kannte, gehört ja doch irgendwie dazu und so kann ich auf meinen Adventkalender verweisen, bei dem ich wenn ich es schaffe, wieder ein oder zwei Türchen öffnen werde. Aber ich habe viel zu lesen und außerdem einen “Fröhlichen Advent-Weihnachtsbuch” angefangen, den ich am Weihnachtstag präsentieren werde. Dann gibts noch einen Schokoadventkalender, den mir der Alfred gebracht hat, eine Schachtel mit lauter kleinen Schokoladentäfelchen.

Wieder literarisches Geburtstagsfest

Mein literarisches Geburtstagsfest gibt es schon seit den Achztigerjahren. Zuerst in der Gumpendorferstraße, dann in der Reinprechtsdorferstraße und jetzt in der Krongasse.

Drei Mal habe ich vor Coronaa keines gemacht, einmal so, dann weil ich stattdessen ein Praxiseröffnungsfest mchte und 2019 weil wir nach Basel zur Buch-Basel gefahren sind.

Dann kam Corona mit den Besuchsbeschränkungen, also zwei Jahre kein Fest und im Vorjahr wieder ein vorsichtiges, wo Ruth Aspöck, Doris Kloimstein und ich gelesen haben.

Ich habe ja immer drei bis fünf Leute eingeladen, die mit mir gelesen haben. 2013 zu meinen

sechzigsten Geburtstag habe ich allein gelesen und jetzt zum siebzigsten wieder.

Aber seit Corona habe ich meine Einladungsliste etwas reduziert, bisher habe ich an die fünfzig Leute eingeladen. Zwanzig bis fünfundzwanzig Leute sind dann gekommen, dann war es schon sehr voll. Diesmal habe ich etwa zehn Leute eingeladen, Angela, Josef, Andi Pianka, Doris Kloimstein, die Brigitte W-N, die Christa Kern, die Iris, meine Hauptschulfreundin Christa U., den Karli und die Anna.

Der Alfred hat während ich auf der Buch-Wien war, das Buffet vorbereitet, das macht er jetzt sehr teuer und genau. Bei meinen ersten Festen habe ich ein paar Salzstangerln und ein paar Käsewürfel vorbereitet und gelesen habe ich ein paar Szenen aus dem utopischen Roman, die in den “Toten” enthalten sind und dann die ersten zwei Szenen aus der “Stalking Story”.

Geschenke habe ich auch bekommen, Bücher und Broschüren von der Iris, dem Andi und der Doris. Wein, Blumen, und Süßigkeiten. Nachher gab es noch eine intensive politische Situation, ob wir zuviele Ausländer haben oder nicht? Eine Meinung, die ich eigentlich nicht habe und vor einem Antiislamismus der sich jetzt auszubreiten scheint, warnen würde.

Strohwitwen-Recherche-Stadtschreiberwoche

Am letzten Freitag ist der Alfred mit dem Karli für eine Woche in die Toskana gefahren. Er ist ja ein reiselustiger Typ. Ich bin das weniger, bin ich ja neben meinen Brotberuf eine eifrige Schreiberin und habe da auch einiges vor, obwohl das mit dem neuen Projekt ein bisschen chaotisch ist.

Bin ich ja vor einigen Wochen mit den “Die Toten lassen grüßen” fertig geworden. Anfang Oktober war das ungefähr und für das Neue hatte ich schon seit Sommer Pläne, wollte ich ja ein traumatisiertes Corona-Opfer mit einem schüchteren Studenten in der U-Bahn zusammentreffen lassen und eine Stalking Geschichte oder auch einen neuerlichen Corona-Aufarbeitungsversuch daraus machen. Im Sommer habe ich mir da einiges aufnotiert, wollte aber eigentlich erst im November im Rahmen des “Nanowrimos” wie schon seit 2009 immer wieder, mit dem Schreiben beginnen.

Also zuerst die Rituale, die Sachen herausholen, die Charakterbögen schreiben und die Fenster putzen. Ein paar Recherchetage, wo ich in der Stadt herummarschiere und mir Notizen mache, habe ich auch geplant und da eignent sich die Strohwitwenzeit ganz besonders. Dann bin ich aber mit dem Zeitrahmen durcheinander gekommen, nämlich in Harland Radgefahren und da hatte sich schon die ersten Szene geformt.

So habe ich gedacht, macht ja nichts, habe ich am ersten November schon öfter mit zwanzigtausend Worten begonnen und dann ein paar Szenen geschrieben. Danach in Wien die Fenster geputzt und zwischen meinen Stunden weitergeschrieben. Es kam die GAV-GV und die Frankfurter-Buchmesse, die ich ja seit 2008 eifrig streame und da war der Alfred schon weggefahren und ich dachte, als ich am vorigen Freitag zur “Poet-Night” ging, wenn ich jetzt die Stundenfreientage, die ich mir für den Stadtstreicherbummel reserviert habe, zum Recherchieren nütze, ist das auch nicht gut, denn mittlerweile habe ich 17 984 Worte, neunzehn Szenen, über sechsunddreißig Seiten und habe den Beginn mit dem ich nicht so recht zufrieden war, noch einmal durchkorrigiert.

Irgendwie weiß ich nicht recht weiter. Da wäre das Recherchieren recht gut. Mit dem Block in Wien herummarschieren und schauen, wie ich mit der Handlung weiterkomme. Aber eigentlich sollte ich das Ganze fertig korrigieren, damit ich die Handlung weiter planen kann und dann wäre vier Tage in Wien herumzulaufen eigentlich zu viel.

Also nur am Montag, habe ich gedacht, weil ich auch einiges besorgen wollte. Ein paar Unterleiberln, ein paar Büroartikeln und dann auch noch ein paar Schmankerln, etcetera. Dann mache ich meine Praxistage, korrigiere am Nationalfeiertag fertig, wo ich auch auf den Heldenplatz marschieren und mir die Leistungsshow des Bundesheere anschauen oder in der Hofburg, dem Herr Bp, die Hand geben, weil man das ja im Gegensatz vor zwei Jahren, als Ungeimpfte jetzt auch darf, ich aber nicht will. Natürlich nicht, mich nicht vorm Parlament anstellen und durch die Sicherheitschecks marschieren, da bin ich nicht der Typ dafürund im vorrenovierten Parlament war ich auch ein paar Mal bei den “Ohrenschmausjurysitzungen” und dann schauen, daß ich zu einem ordentlichen Handlungsplan komme und nicht schon wieder nach zwanzigtausend Worten fertig bin und mit dem Szeneplan am ersten November, das, was ich habe, hochlade und im Sinn des “Nanowrimos”schauen, daß ich zu einem spannenden Text komme.

Gedacht, geplant und am Montag beim “Sluka” einenThunfischsalat gegessen, bei der “Aida” einen Kaffee zu einer Kolatsche getrunken, was ich das als Studentin gegmäßig tat und vor einem Jahr dadurch zu einer ersten Szene des “Sozialen Kreditsystems” gekommen, dann habe ich mich noch ein bißchen beim “Frick” umgeschaut, bin beim “Steffl” aufs Klo gegangen und nach dem Mittagsschlaf habe ich auf der Mariahilferstraße ein bißchen geshoppt, bevor ich in die Hauptbücherei ging.

Ein wenig anstrengend aber auch interessant. Mit dem Text bin ich aber nicht wirklich weiter gekommen, will ich ja über keine Touristen schreiben, die mir den Bleistift aufheben, wenn er mir herunterfällt. Das der Severin übt, Mädchen in der U-Bahn anzusprechen in dem er über das Wetter plaudert und ihn die Laura dabei beobachtet, könnte ich schreiben, habe ich gedacht, bin aber eigentlich wieder einmal mit dem Text unzufrieden, denke, ich kann es nicht und dann wieder, ich muß ja nicht schreiben, habe ich das doch schon soviel und so schlecht ist das wahrscheinlich doch nicht, auch wenn das niemand bemerkt und mir meine Spamer auch lustvoll widersprechen.

Etwas habe ich am Sonntag nach dem Frankfurtstreamen noch getan, ich bin zu meinen Bücherregal und vor die Reihe ggangen, wo meine über sechzig selbstgemachten Bücher aufgestellt sind und habe mich auf die drei Lesungen, die ich im November haben werde, vorbereitet. Haben sollte, denn das “Werkl am Goethehof”, wo ich mich am Achtzehnten ja wieder beim Open Mike beteiligen wollte, hat die Veranstaltung abgesagt, so daß nur mein literarischen Geburtstagsfest, das diesmal auch eher im Kleinformat stattfinden wird und die Lesung im “El Speta” zu dem mich der liebe Rudi eingeladen hat, überbleibt. Und beim Geburtstagsfest zum Siebziger werde ich den zehn Leuten, die vielleicht kommen, vielleicht nicht siebzig Minuten lesen, aber vielleicht meine Lieblingszenen aus der “Unsichtbaren Frau”, die schon damals im Republikanischen Club gelesen habe und dann den “Utopischen Roman” oder Szenen daraus aus den “Toten”.

Das ist schon vorbereitet und jetzt auf in das neue Projekt und in einen vielleicht chaotischen “Nanowrimo”. Aber mal sehen, was ich da am ersten November an Worten und am Handlungsplan habe, obwohl man im Sinne des Erfinders eigentlich plotlos einsteigen soll.

Fünfundsiebzigste Frankfurter Buchmesse

Es geht wieder los in Frankfurt und wieder ganz normal, denn 2020 und 2021 war es ja ziemlich virteell, aber ich streame mich seit 2008 ohnehin nur immer hin. 2000 und 2002 waren wie live anwesend und begonnen hat es am Montag mit der Verleihung des deutschen Buchpreises.

Gastland ist diesmal Slowenien, mit dem Motto “Waben der Worte, da habe ich schon ein bißchen in Wien hineingeschnuppert fund bei der Pressekonferenz habe ich erfahren, daß da in Frankfurt fünundsiebzig Sessel und fünfundsiebzig offene Bücherschränke aufgestellt wurden um auf das Ganze aufmerksam zu machen.

Die Eröffnung konnte man streamen und hören, was die Politiker, die Vorsteherin des Börsevereins und der Messedirektor zur politischen Situation zu sagen hatten.

Sie lobten die Wichtigkeit von Bildung und des Lesens, dann kam slowenische Musik und die slowenischen Eröffnungsredner , die Lyrikerin Miljana Cunta und den Philosophen Slavoj Zizek, der eine sehr provozierende Rede hielt, in dem er daruf hinwies, daß man bei dem Hamas-Angriff beide Seiten beachten müsse und das mit Beispielen bewegte, was Widerspruch erregte und Jürgen Boos beruhigen und auf die “Freiheit des Wortes”, es wurde aber auch die Preisverleihung an Adania Shibli für ihren Roman “Eine Nebensache” verschoben, obwohl bedeutende Schriftsteller wie Olga Tokarczuk, Eva Menasse und Annie Ernaux dagegen waren.

“Waben der Worte” ist das Motto des Gastlandes, so hängen in dem Pavillon gehäkelte Waben hinunter und präsentiert werden die neuen Bücher von Dragan Jancar, Goran Vojnovic und Nastasa Kramberger und die Kärntner Slovenin Katja Gasser erklärte die Grundlagen der Sprache, betonte, daß die Slowenen ein belesenes Volk wären und dreihundert Gedichtbände pro Jahr erscheinen würden. Über Ivan Cankar dem großen Dichter habe ich schon einen Film gesehen und in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens steht das Denkmal von France Preseren, dessen Gedichte alle kennen, am Hauptplatz statt eines Kriegshelden.

Das “Blaue Sofa” scheint es wie in Leipzig nicht mehr zu geben, es gibt aber livestreams von der gemeinsamen Lesebühne von den ARD- ZDF und 3 SAt, wo ich am Mittwoch gleich die Vorarlbergerin Doris Knecht mit ihrem autofiktionalen Roman “Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe”, hörte, die von Philip Oemke der seinen Bestseller “Schönwald” vorstellte, gefolgt wurde, wo es um einen queren Buchladen geht.

Dann kam der 1988 geborene Shortlistautor Necati Öziri und erzählte was es mit seinen Protagonisten und seinem “Vatermal” auf sich hat. Dann wurde ein Buch über Hannah Arendt vorgestellt und Elke Heidenreich hat ein Kinderbuch oder ein Buch für Kinder geschrieben, in dem es um eine grantige Nachbarin ging. Nach einer Pause habe ich mich dann zum Buchpreisträger von 2015 Frank Witzel gestreamt der über sein neues Buch “Der ferne Ort des Versagens” referiert, das aus dreizehn Geschichten besteht.

Und den “Falter-Bücherherbst”, wo sechsundsiebzig Bücher auf achtundvierzig Seiten vorgestellt werden kann und der sicher auch in Frankfurt aufliegt, habe ich inzwischen auch bekommen, so daß ich darin auf meinen virtuellen Messetrip auch ganz real blättern kann.

Dann wurde es spannend, den Jagoda Marinic von der ich schon was gelesen und sie auch beim “Bachmannpreis” erlebt habe, beschäftigte sich mit einem aktuellen Thema und stellt da zwei verschiedlich Autorinnen vor. So hat Nastasha Kelly ihr siebentes Buch, glaube ich, geschrieben und unter dem Titel “Schwarz deutsch weiblich” einige Frauen interviewt, um herauszufinden, wie es ihnen geht und in welchen Schwierigkeiten sie leben und über Zana Ramadanis “Woke wie eine moralische Minderheit unsere Demokratie bedroht” kann und soll man sicher diskutieren, was bei der Diskussion geschah und sich die beiden Autorinnen auch nicht ganz einig waren, was jetzt rassistisch ist oder nicht.

Dann kam in der “Sheeroes-Reihe” der Eröffnungsredner Savoj Zizek auf das Podium um mit Jagoda Marinic über sein neues Buch “Die Paradoxien der Mehrlust” zu diskutieren, was auch nicht so konfliktfrei war, und nicht so einfach nicht aneinander vorbeizureden, da die Eröffnungsrede natürlich polarisierte und auch Doron Rabinovici seine Meinung dazu sagte.

Dann gibt es einen Film “Geist, Geschäft und Party”, der auf ARTE gezeigt wird, wo die fünfundsiebzig Jahre durchgegangen werden. Da gab es ja früher die DDR und dann verschiedene Skandale mit den Friedenspreisträgern und ihren Reden, wo nicht alle einverstanden waren. Es gab und gibt wahrscheinlich noch die wilden Parties, wo sich die Eingeladenen besaufen, die anderen die Parties stürmen und im Naturkundemuseum die Skelette erklettern wollten, wie der ehemalige “Hanser-Verleger” Michael Krüger launig erzählte. Hute würde da die Polizei kommen und da gab es auch die Aufregung mit den rechten Verlagen, ein Thema, das, glaube ich, heute erledigt ist, weil ja alles nach rechts gerückt ist. Ein Film, der zeigte, wie sehr Frankfurt immer polarisierte und, daß der Messedirektor schon sehr viel Erfahrung mit Eingreifen, Schlichten, etcetera hat.

Als ich dann wieder auf die Messebühne streamte war gerade Charlotte Gneuß mit ihrem auf der Longlist stehenden Debut “Gittersee”, für das sie auch den “Aspekte-Literaturpreis” bekommen hat,

auf der Bühne, was auch ein gewisses Aufsehen erregte und zu der Frage führte, darf eine nicht DDR-Autorin über die DDR schreiben und es gibt da glaube ich auch eine Liste mit den Wörtern, die in dem Buch falsch verwendet wurde, weil man das in der DDR nicht so sagte, die Autorin hat aber wie sie auf der Bühne sagte, Eltern, die von dort kamen.

Nach der Mittagspause war Denis Scheck mit seinem “Druckfrisch” auf der Bühne, begann mit den Hitler-Gedichten der Ina Seidl und ging dann zu seinen Lieblingsbüchern über, die da beispielsweise “Muna oder die Hälfte des Lebens” waren. Mit dem Buchpreisträger Schachinger konnte er weniger anfangen. Dafür lobte er Ilija Trojanows Zeitreiseroman “Tausend und ein Morgen”, das er anschließend vorstellte. Denn Trojanow ist ein großer Optimist, der meint das Lesen die Welt verändern kann und so zie ht er in seinem neuen Buch in die Vergangenheit zum Beispiel in das Petersburg oder Leningrad von 1917/1918 wo der Dichter Majakovski von Revolutionscafe auf die Straße geht, um den Arbeitern die Literatur beizubringen.

Das kann die Literatur war seine Antwort, aber die französische Revolution ist sehr blutig gewesen, die russische auch und die Klaviere auf denen dann die Arbeiter spielten, wurden vorher aus den Bürger- und Adeligenwohnungen entfernt.

Und die Broschüe zum Ehrengast Italien 2024 habe ich mir auch schon ausgedruckt und dann zu einer Diskussion zu “Generation Book”, wie man die Jugendlichen zum Lesen bringen kann, hinübergeschwenkt, sowie zu der wie die Literaturberichterstattung der Zukunft aussehen wird.

Dann gabs auf der Gemeinschaftsbühne eine Diskussion über Barrierfreiheit bzw. Behinderungen, was man ja heute nicht mehr so nennen kann.

Jagoda Marinic diskutierte am Nachmittag in der “Sheroes-Reihe” mit Liz Hirn und andere Frauen über die künstliche Intelligenz und die Rolle, die die Philosophie darin hat.

Danach ging es um den zweiten Teil der “Heimkehr-Trilogie-Zwischen den Sommern”, von Alexa Henning von Lange, wo es um die nationalsozialistische Vergangenheit einer fiktiven Großmutter geht, da die Autorin im Nachlaß ihrer Großmutter einen Karton mit Tonbandkassetten fand, die sie zu diesem Buch veranlasste. Und dann folgte am Donnerstag noch ein Poetry-Slam mit dem aus der Ukraine stammenden Artem Zolotarov, der auch Ausschnitte aus seinem zweiten noch nicht veröffentlichten Roman brachte.

Der Freitag begann auf der Lesebühne mit Florian Illies Buch über Caspar David Friedrich, der Goethe sehr verehrte und ihm kistenweise seine Bücher schickte, die er aber ablehnte.

“Schade!”, sagte Florian Illies.

“Denn sonst hätte Weimar jetzt ein “Caspar David Friedrich-Museum”.

Dann kam Terezia Mora auf die Bühne und erzählte was zu ihrem Shortlistbuch “Muna oder die Hälfte des Lebens”, das ich gerade lese und danachdas Buch für die Großeltern oder besser Mütter, denn die 1958 in Marburg geborene Theologin Margot Käßmann ist eine solche und erklärt in ihrem Buch, wie wichtig solche sind und interessant, auch daß sie von denen erzählten, die in Corona-Zeiten trotz des Besuchsverbot, “Weil du sonst deine Großeltern tötest!”, den Laden schupften, weil die Eltern sonst im Homeoffice überfordert gewesen wären.

Dann kam der 1977 geborene Fernsehmoderator und Notfallssanitäter Tobias Schlegl, der mit “Strom” ein Buch über die Pflegesituation, dem Leben mit Demenzen und den überforderten Pflegern, die dann vielleicht zur Spritze greifen, geschrieben hat.

Goran Vojnovics “18 Kilometer bis Ljubljana” habe ich schon in der “AS” kennengelernt.

Danach kam wieder Denis Scheck und erklärte warum er lesen würde?

“Aus Mangel!”, behauptete er, weil ihm sein Leben nicht reiche. Da würde ich eher das Reisen empfehlen, denn dann hätte er es aus erster Hand und es ist ohnehin sehr schwierig, die fünfundachtzigtausen Neuerscheinungen, die jedes Jahr erscheinen, alle zu lesen.

“Muß man nicht!”, tröstete Denis Scheck, denn manche Bücher sind nur Attrappen und zitiert dann das Buch eines Rappers, das man seiner Meinung nach, nicht zu lesen braucht. Ich habe ja, glaube ich, ein einen anderen Literaturgeschmack als Denis Scheck, der beispielsweise Daniel Kehlmanns Buch über G. W. Papst sehr lobte. Das müßte ich also noch lesen, um zu erfahren, ob ich mit ihm überein stimme.

Danach stellte Denis Scheck das neue Buch des 1940 geborenen Uwe Timm, von dem ich “Ikarien”, gelesen habe, das ich mir neulich doppelt holte “Alle meine Geister” vor, der eine Kürschnerlehre machte und darüber mit dem Moderator redete.

Die 1941 geborene umstrittene Autorin Monika Maron folgte, die jetzt ein Buch über ein “Haus” geschrieben hat, in dem alte Menschen eine Wohngemeinschaft bilden und im “Bücherherbst des Deutschlandfunk Kultur” sollte eigentlich Navid Kermani mit Nele Pollatschek diskutieren, die aber absagte, so sie von dem 1956 in Paris geborenen Mchel Friedmann vertreten wurde und sich das Gespräch um die politische Situation drehte, die ja ziemlich krisengeschüttelt ist.

Danach kam der von Denis Scheck sehr gelobte Daniel Kehlmann auf die Bühne und stellte mit Thea Dorn seinen G. W. Papst-Roman “Lichtspiel” vor und erklärte sehr genau, was er davon aus der Biografie entnommen und was er erfunden hat, weil ja Daniel Kehlmann einer ist, der da einen sehr weiten Wahrheitsbegriff hat.

Dann kams zum “ARTE-Talk” wo “100 Jahre Ottfried Preußler”, der Autor vom “Räuber Hotzenplotz”, “Krabat” und vielen anderen, gefeiert wurde. Dann waren wieder die “Streierinnen für die Zukunft” dran, wo es diesmal um die Transgenderdebatte ging und diskutiert wurde, daß Veränderungen Angst machen kann. Man aber vielleicht auch sagen darf, daß man eine Frau bleiben will, ohne gleich als transphob beschimpft zu werden. Danach kam sehr laut und euphorisch, Sophie Passmann mit ihrem “Pick me girls” auf die Bühne und wunderte sich einmal, daß Publikum zuhören durfte. Dann wurde diskutiert, ob sich eine Frau ausprobieren und mit geschminkten Lippen und kurzen Röckchen flirten darf, was ein schöner Gegensatz zur vorigen Veranstaltung war.

Das Buch des Journalisten Kai Dieckmann “Ich war Bild” wurde auch vorgestellt, bis es zum “ZDF-Zuschauerquartett” kam, wo man sichm glaube ichm bewerben konnte, mit Thea Dorn über Charlotte Gneuß “Gittersee”, Thomas Hettche “Sinkende Sterne” und Deniz Utlus “Vaters Meer” zu diskutieren.

Der Samstag begann mit dem sehr selbstbewußten Modeschöpfer Guido M. Kretschmer, der gut gelaunt Lebenstips abgab. Dann flashte ich über die Messe, erfuhr, daß da TicToc der neue Trend ist um die Jugend wieder zum lesen zu bringen, bis die israelische Autorin Lizzie Dorn auf der Messebühne Platz nahm.

Der in England lebende australische Historiker Christopher Clark hat ein Buch über die Revolutionen im neunzehnten Jahrhunderts geschrieben und diskutierte mit der Moderatorin Vivian Perkovic die Bezüge zur Gegenwart.

Dann erschien wieder der druckfrische Denis Schick und erklärte die Aufgaben der Literaturkritik. Damit die Leute aus der Vielzahl der Bücher das Richtige lesen. Denn da gabs vor vierzig Jahren einen Bestsellerautor namens Heinz G. Konsalik. Heute wurdeder durch Sebastian Fitzek ersetzt, meine der Literaturkritiker, da sind wahrscheinlich nicht alle Messebesucher seiner Meinung, auch wenn er das Buch in seiner nächsten Sendung in den Mülleimer kippen wird.

Dann stellte er eines seiner Liebingsneuerscheinungen nämlich Thomas Hettches “Sinkende Sterne” vor, das vom Zuschauerquartett am Freitag ja verissen wurde.

Von der 1986 in New York geborenen Deborah Feldman habe ich mir ja einmal ihr “Unorthodox”, schenken lassen, aber noch nicht gelesen. Also sollte ich das bevor ich ihr neues Buch “Judenfetisch” schenken lassen, tun, habe mir aber als die Anna vorhin von mir wissen wollte, was ich mir zum Geburtstag wünsche “Lichtspiel” geantwort. Das muß ich dann auch lesen, denn zu meinen letzten Geburtstagsbüchern bin ich wegen meiner überlangen Leseliste nicht wirklich gekommen.

Dann folgte ein Gastlandauftritt oder ein Kulturzeit Talk mit Katja Gasser, die mit Drago Jancar, Ales Steger und Mojca Kumerdej über ihre neue Bücher sprach. Das Buch des 1948 in Maribor geborenen Drago Jancar heißt, als die Welt entstand. Der 1973 geborene les Steger hat sowohl eine “Gebrauchsanweisung für Slowenien” als auch den Erzählband “Das Lachen der Götter”.

Auch die 1964 in Ljubana geborene Mojca Kumerdej hat mit “Unter der Oberfläche” einen Erzählband geschrieben und seltsamerweise habe ich von ihr auch einen “Blauen Sofa- Auftritt” gefunden. Also scheint es das auch zu geben, wenn auch nicht so leicht zu entdecken.

Aus dem Roman “Eine Nebensache” von Adania Shibli, die auf der Messe einen Preis bekommen sollte, was dann aber verschoben wurde, wurde dann vom PEN-Berlin organisiert, doch gelesen. Eva Menasse, Deborah Feldman, Sasha Salzmann und andere Autoren haben das getan. Die Autorin hat eine Grußbotschaft geschickt.

Auf der Messebühne ging es mit Andrej Kurkows “Samson und das gestohlene Herz”, das ich im Sommer gelesen habe.

Danach ging es mit einem Gespräch über “Russlands schlechtes Gewissen” oder auch über die Situation in Israel mit der in Moskau geborenen Friedensnobelpreisträgerin von 2022 Irina Scherbakowa weiter.

Otto Waa lkes kam noch auf die Bühne und der für den Schweizer Buchpreis nominierten Matthias Zschokkes mit seinen “Grauen Peter”, wo ich schon gespannt bin, wie mir das Buch gefallen wird? Dann kam die berühmte Kinder- und Fantasyautorin, der “Tintenwelt”, Cornelia Funke, von der ich eigentlich nichts gelesen habe, die ich schon vorher über ihre Lieblingsbücher referieren hörte und diskutierte mit Bärbl Schäfer über die politische Lage und ihre Lebenseinstellung.

Die Sieger des deutschen Jungendbuchpreises wurde auch vorgestellt und auf der Geemeinschaftsabend wurde der Samstag wieder mit einem Poetryslam und da mit Leah Weigand, die auch Medizin studiert, beendet und über das Pflegen slamte.

Am Sonntag begann es dann auf der Fernsehbühne mit Sebastian Fitzeks neuen Roman “Elternabend”, der der Moderatorin erklärte, daß auch er durch das Lesen zum Schreiben gekommen ist.

Um elf wurde dann in der Paulskirche der “Friedenspreis” an Salman Rushdie vergeben, da habe ich die Übertragung nicht gesehen, weil ich zu Ruths vorletzten Privatissimum gegangen bin und als ich dann vom Mittagessen im Cafe Frey zurückgekommen bin, hat gerade ein Gernot Rücker erklärt, daß Alkohol sehr gefährlich sei und reglementiert werden müße.

Dann gabs noch einige Diskussion, die mit Ahmed Masour, ob die Integrationsbemühungen, anläßlich der palästinischen Proteste in Berlins und auch Wiens Straßen, gescheitert sind und wieder eine mit Jadoga Marinic in der “Sheroes-Streiterinnen für die Zukunft-Reihe”, wo es um das Klimakleben ging.

Rufus Beck, die Stimme, Harry Potters wurde vorgestellt und gefragt, ob Joanne K. Rowling transphob ist, weil sie, glaube ich, sagte, daß es (nur )zwei Geschlechter gibt, was ich eigentlich auch glaube und deshalb viele Fans verloren hat.

Das war es dann von Frankfurt 2023. Auf Facebook habe ich gelesen, daß es sehr voll gewesen ist. Es gab einige Konflikte oder brissante Themen, die angesprochen oder offengelassen wurden.

Ein gutes Geschäft war es wahrscheinlich auch und ich habe wieder, obwohl ich nur ein kleines Teilchen mitbekommen habe, wieder viel Neues erfahren.

2008 war das Rafael Chirbes, der inzwischen gestorben ist, den ich dort oder sein “Krematorium” kennenlernte. Diesmal hat mich Denis Scheck auf Daniel Kehlmanns “Lichtspiel” aufmerksam gemacht, das ich mir gleich zum Geburtstag wünschte.

Das war mein Resume, für die Leser, die das wissen wollen und jetzt gehts bald weiter auf der “Buch-Wien” wo unter anderen das Gstöttmaier-Buch präsentiert wird. Also seinen wir gespannt und lesen wir inzwischen weiter. Meine Leseliste ist ja, wie manche vielleicht wissen sehr voll und da habe ich noch an die fünfunddreißig Neuerscheinungen, die ich in diesem Jahr noch lesen soll.