Wie war das Jubiläumsjahr?

2023 bin ich ja in ein zwei oder dreifaches Jubiläumsjahr hineingegangen. Fünfzig Jahre Matura und fünfzig Jahre schreiben und fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster”. Die GAV hat auch ihr fünfzigjähriges Jubiläum hinter sich gebracht und nach der Corona-Krise, die mich ja sehr beschäftigt und sehr zum Schreiben gebracht hat, war auch viel los.

Das erste Mal seit 2018 wieder live in Leipzig und da war auch noch Österreich das Gastland. Vorher waren wir bei “Literatur -und Wein” und beim Osterspaziergang der “LitGes” bin ich auch gewesen und habe ein Stückchen aus dem “Sozialen Kreditsystem” vorgebracht.

Ich bin ja sehr euphorisch in dieses Jahr hineingegangen und habe gedacht, da tut sich etwas literarisch. War da ja, wie auch jetzt die Jurysitzung des “Ohrenschmauses” und dann hat mich Franz Josepf Huainigg gebeten das Buch des “Ohrenschmaus-Stipediaten” Peter Gstöttmaier zu lektorien.

Die Texte hat zwar seine Schwester ausgesucht und zusammengestellt, so daß für mich nicht sehr viel zu tun war, was auch gut war, denn bevor wir zur “Literatur und Wein” gefahren sind, ist mein Computer abgestürzt und dann habe ich einige Monate daran labouriert und auch jetzt scheint die Stromversorgung wieder zu spinnen.

Aber was war literarisch? Die “Schule für Dichtung” hat mich aufgefordert, einen Text für Leipzig zu

schreiben, habe ich getan, aber nichts daraus geworden. Alex Hakel hat mich eingeladen meine Erinnerungen an Erika Danneberg bei einer Veranstaltung kundzutun. Das habe ich getan und es war wohl ein für Bärbl Danneberg, die es wahrscheinlich sonst tun hätte sollen und mit einer Lesung beim Volksstimmefest, wie ich es fast erwartet hatte, ist es dann wieder nichts geworden.

Aber noch sind wir nicht so weit, noch hat das Jahr mit den Gratisworkshops der Jureka Jurk begonnen, die ich eifrig mitgemacht habe und dabei meine drei Frauenidee “Bratislava Prag Budapest” gesponnen und das “Soziale Kreditsystem”, ist glaube ich auch erst 2023 erschienen.

Im Februar habe ich dann den “Ukraine-Blues” geschrieben, der aus Diskussionen mit dem lieben Andi Pianka und einem weiteren Jurenka Jurk Webinar entstanden ist.

Dann kam “Lteratur und Wein” und Leipzig und bei der “Krit Lit” habe ich diesmal für einen Ausgefallenen einspringen und ein Stück aus dem “Sozialen Kreditsystem” lesen können und auch wieder beim “Tag der Freitheit des Wortes” im Lteraturhaus, den ich ja 2001 und dann von 2003 bis 2009 organisiert habe.

Danach sind wir zwei Wochen vom Bamberg bis nach Mainz den Main abgeradelt. Damals hatte ich noch Kondition, die hat inzwischen und in Frankfurt waren wir bei einer Vorlesung des Clemens J. Setz.

Der Alfred wollte dann gleich nach Frankreich fahren, aber da war das Gstöttmaier-Buch noch fertigzustellen. So haben wir das auf den August verschoben, was auch gut war, weil wir da die Doris Kloimstein in Saint Denis d´Oleron besuchen konnten, die uns hervorragend bekochte und durch den Ort geführt hat. Einen Nachteil hatte das aber, denn da waren wir am zweiundzwanzigsten August, als die deutsche Longlist bekannt gegeben wurde, in Bordeaux und so habe ich heuer zuerst die österreichische Liste und dann erst die deutsche durchgelesen und an der Schweizer arbeite ich noch.

Es gab auch ein paar literarische Ausflüge, so waren wir beim Gerhard Jascke in Unterretzbach , bei der Eva Brenner in Ansbach beim Schiele-Fest, beim Auden-Festival waren wir auch und natürlich bei vielen anderen Veranstaltungen.

Es gab wieder ein kleineres literarisches Geburtstagsfest, die “Poet-Night” und auch eine Lesung im El Speta zu der mich der liebe Rudi eingeladen hat, der nicht zum Geburtstagsfest kommen konnte.

Mit dem Schreiben ist es auch weitergegangen. Da habe ich ja schon im Auto auf der Frankreichreise mir eifrig Notizen gemacht. Denn da war ja die Idee von dem Zwillingspaar, wo der Bruder gestorben ist und die Schwester auf einer Party einen Doppelgänger trifft. Das Buch ist jetzt fertig und wird Anfang Jänner erscheinen. Darin gibts auch einen kleinen dystopischen Roman. Dieses Thema läßt mich nach Corona nicht aus und das muß endlich aufgearbeitet werden. Die Regierung tut es ja nur im Sinn von sozialen Studien, wie man bei der nächsten Krise besser kommunizieren kann, um die Leute auf ihre Seite zu bringen und nicht, was da falsch gelaufen ist und ob die Maßnahmen alle wirklich der Virusstärke angemessen waren?

Also habe ich das beziehungsweise meine “Stalking Story-Protagonisten” Laura und Sandra in Form einem Comics tun lassen. Das muß ich noch korrigieren und fertigstellen und neue Ideen habe ich auch schon.

Denn ich will ja den Links nach Rechtsruck beschreiben. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich das tue. Vorläufig habe ich den Titel “Aus dem Leben einer Schwurblerin” und die fünfunddreißigjährige Architektin Agathe, die bei der Wahl 2024 in der Zelle steht und überlegt, was sie wählen soll und bei dem FPÖ- Kästchen aus dem Wahllokal flüchtet. Denn 2019 hat sie sehr euphorisch die Grünen gewählt und was ist daraus geworden? Und da muß ich aufpassen, daß nicht eine “Mathilde im Coronaland” herauskommt.

Habe aber schon einige Szenen geschrieben und Ideen für einige neue, wo die Agathe nachdem sie die Thekla Morgenstern, die Oma gegen rechts, im Votivpark getroffen hat, am Gang ihres Wohnhauses ihre demente Nachbarin Maria Mattuschek trifft, die sie nach der Wahl und ihren Liebhaber Matthes Enck fragt.

Eine zweite Idee gibt es nämlich auch die sich mit der erste verbinden läßt. Nämlich ein Buch aus meinen vorigen Figuren zu schreiben. Da hätte ich ja einmal die Fritzi Jelinek mit ihren Schreibcoaching. Ich könnte aber auch aus der Thekla Morgenstern und der Magdalena Kirchberg zwei Omas gegen rechts machen, die die Agathe beraten oder bekämpfen. Die beiden dementen Omas, die ich habe, könnten sich auch einmischen und ihren Senf dazu geben. Mal sehen wie es wird?

Dann gabs noch die “Buch-Wien”, die wieder normal gewesen ist und ein bißchen meine Kondition kostete, obwohl ich diesmal nur hingegangen und zurck mit den Öffis gefahren bin, denn 2023 darf man ab März ja wieder maskenlos Straßenbahn fahren. Das soll sich jetzt wieder ändern, denn wir haben die höchste Corona-Welle seit ever, Aber wenn man die ohne Masken- Test und Impfpflicht durchstehen kann, waren die vorigen Wellen vielleicht doch nicht so arg wie man glaubte?

Und jetzt kann ich weniger euphorisch in das neue Jahr starten, denn literarisch ist nichts mehr los. Da gibts zwar meine Schreib- und Leseplänen, meine zwei Jurytätigkeiten, wo ich die “Ohrenschmaus- Texte” schon durchgesehen habe.

Aber sonst, Sense aus. Wenn ich ins Literaturhaus gehe, stehe ich dann mit meinen Gläschen daneben und es tut sich nichts, obwohl ich schon sehr viel und sehr lang schreibe. Aber immer nur für mich allein, das will ich eigentlich nicht für 2024.

Es gab aber noch ein paar Jubiläumsartikel, die ich dieses Jahr geschrieben habe.

Also schauen wir wie es wird und jetzt gibts noch einmal Gelegenheit ein schon 2016 erschienenes Buch von mir mit einigen Lücken zu lesen.

Nämlich meinen literarischen Adventkalender von der “Nika Weihnachtsfrau”. Mals sehen weilche Kapitel es da im Blog schon gibt und die noch offenen sollen in den nächsten Jahren folgen:

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Und in die “Corona-Fledermaus” kann man auch gehen, wenn man sich an die pandemischen Zeiten erinnern will.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein erfreuliches neues Jahr und hoffe noch immer noch auf den literarischen Erfolg!

Drittes Adventwochenende

Weihnachten naht mit Riesenschritten und obwohl ich nicht katholisch bin, ist der Advent für mich immer eine besondere Zeit und seit ich blogge, gibt es auch immer ein Adventspezial. Es gibt die Weihnachtsbücher, da lese ich heuer wieder einen Adventkalender, wo es jeden Tag ein Gedicht und eine Weihnachtsgeschichte gibt, wo man sehen kann, wie es früher war, als es noch geschneit hat.

Einige der Weihnachtlichen Aktionen, wie das Adventwandern durch Neubau oder das xxx-small im Amerlinghaus gibt es, glaube ich, nicht mehr. Die “Ohrenschmaus-Preisverleihung” findet seit Corona auch nicht mehr im Dezember statt. Dafür gibt es aber das Punschtrinken und die Weihnachtsmärkte. Jetzt kann man ja wieder dorthin gehen, vor zwei Jahren während des Ni-Lockdowns war das ja streng verboten und die “Lese.Auslese mit Punsch und Keksen” gibt es auch in der “Gesellschaft” und auf meinen Schlafzimmertisch häufen sich die weihnachtlichen Gaben. Da baue ich mir ja immer eine Art Bücheradventkalender auf und hoch oben liegt der “Ispa-Adventkalender”, den mir der Alfred gebracht hat, als ich im “El Speta” gelesen habe. Das ist eine viereckige Schachtel, wo man sich jeden Tag eine kleines Schokotäfelchen herausholen kann.

Dann gibt es auch meinen Adventkalender, meine “Nika-Weihnachtsfrau”, von der ich heuer wieder drei neue Fenster geöffnet habe.

Da verlinke ich unten das schon Vorhandene und Punschtrinken waren wir mit der Iris vor zwei Wochen auf dem Karlsplatz und wollten da eigentlich letzten Mittwoch mit der kleinen Lia hingehen. Die war aber krank, so haben wir das gestern nachgeholt.

Da gibt es ja ein Ringelspiel, das man selber durch Radfahren antreiben muß. Es gibt den Punsch und für die Kinder zeichnen, Kerzen ziehen oder basteln und am Sonntag hat uns die liebe Ruth eingeladen, die ja den Monat November auf einen Schreibaufenthalt in Bad Hall verbracht hat und daher nicht bei meinen literarschen Geburtstagsfest war. Die hat sich ja im Sommer den Arm gebrochen und da hat ihr der Physiotherapeut gesagt “Finger viel bewegen!” Also ist sie auf die Idee mir zu Weihnachten eine Jacke zu stricken gekommen und die wollte sie mir heute übergeben.

Der Tisch war schön mit einer Kerze und einem Nuß- und Mandarinenteller geschmückt. Es gab sehr schöne Servietten und einen Weihnachtskuchen und dann gibt es auch ihr neues Buch, das sie mir übergeben hat.

“Begona, la Trigena”, heißt der Roman, der in Nikolaus Scheibners “Edition” herausgekommen ist. Angesichts meiner immer noch sehr langen Leseliste, werde ich vor Februar höchstwahrscheinlich nicht kommen. Was aber vielleicht auch ganz passend ist, denn am siebenten Februar feiert die Ruth ja ihren siebenundsiebzigsten Geburtstag und da gibt es eine von einem Schauspieler gelesene Präsentation . Im Linzer “Stifterhaus” stellt sie das Buch auch vor und vielleicht auch in der kubanischen Gesellschaft, denn es geht in dem Buch auch um Kuba oder Havanna und jetzt schreibt die Ruthschon an dem nächsten Buch.

Fleißig fleißig, aber ich bin das auch, korrigierte ich ja immer noch an meiner “Stalkingstory” und dann gibts schon Ideen für ein oder zwei Projekte und Anfang nächstes Jahr gibt es wieder Jurenka Jurks “Romanplanjahr”, wo ich wieder mitmachen werden, obwohl ich inzwischen schon weiß warum ich schreibe und wahrscheinlich auch wo meine Stärken und Schwächen sind.

So jetzt kommt noch eine Arbeitswoche und dann geht es am Freitag wahrscheilich nach Harland, wo wir über Weihnachten bis Silvester bleiben werden und jetzt, wenn meine Leser wollen, wieder ins Jahr 2015 zurück, wo die Flüchtlingskrise ihren Höhenpunkt hatte und die Einstellung dazu noch ganz anders war.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 ein paar Lücken gibt es noch, mal sehen, wann sie sich füllen und interessant ist wahrscheinlich auch, die Vortexte dazu zu lesen, wo man verfolgen kann, wie ich die jeweiligen Tage von 2015 bis jetzt verbracht habe.

Kein Weihnachtsmarkt am Karlsplatz aber Punsch und Kekse bei der Lese.Auslese

Eigentlich wollten wir ja heute mit der kleinen Lia auf den Christkindlmarkt am Karlsplatz und sie dort in ein Ringelspiel setzen. Sie ist aber krank geworden, so hat die Anna abgesagt und am Abend ging es wieder zur “Lese.Auslese” in die “Gesellschaft” zum traditionellen Saisonabschluß, wie Manfred Müller erklärte und erzählte, daß es die “Lese.Auslese”, wo immer die besten Bücher der Saison vergestellt werden, schon seit 2009 gibt. Bei einigen war ich , ich glaube bei der im Sommer 2010 das erste Mal, bei Corona habe ich gestreamt und mir den Punsch oder die Bowle nur vorgestellt und diesen Sommer, war ich, glaube ich, bei Lias Kindergartenfest in Harland und habe auch gestreamt.

Neun Bücher wurden von Katja Gasser und Cornelius Hell vorgestellt und die Bücherauswahl war sehr interessant, obwohl ich keines davon gelesen habe.

Begonnen hat es mit Klaus Amanns Christine Lavant-Buch, denn die feierte ja heuer, wie Manfred Müller sagte, ihren fünzigsten Todestag. Sie selbst wahrscheinlich nicht, aber die Nachfahren bzw. der Literaturbetrieb und dann ging es mit Gabriele Kögls “Brief vom Vater”, die ich später im Foyer gesehen habe, weiter. Auch ein Buch von unten, wie Katja Gasser euphorisch bemerkte.

Marica Bodrozic, die aus Dalmatien stammt, hat einen Essay über die “Mystische Fauna”, also das Verhältnis zwischen Mensch und Tier beschrieben, was, wie Ktj Gasser feststelle, wahrscheinlich wegen der Klimakrise derzeit sehr modern ist.

Drago Jancars “Als die Welt entstand”, habe ich mir ja auf der “Buch-Wien” vom Geburtstagsgutschein der Anna gekauft und muß es noch lesen und Julian Schutting, der ja als Jutta 1937 in Amstetten geboren wurde und ein begeisterte Fußgänger ist, hat “Auf vertrauten Umwegen”, datierte Blätter herausgebracht und dann blieb es bei Jan Wagner mit seinen “Steinen und Erden” lyrisch, beziehungsweise war das auch so bei der “Poesie” von Xaver Bayer, dem öst Buchpreisträger von 2020, von dem Katja Gasser in voller Begeisterung schwärmte und ihn sich als künftigen Buchpreisträger vorstellte.

Mal sehen, ob es soweit kommt und Laura Freudenthaler mit ihrem gattungslosen “Arson”, auch ein Umweltschutzbuch, wäre, wie Manfred Müller meinte, auch eine Anwärterin für diesen Preis und das beste Buch des Jahres und jetzt habe ich Sofia Andruchowytsch, die Tochter des Juri mit ihren “Geschichte von Uljana”, dem zweiten Teil einer Trilogie, wo man die heutige Ukraine gut verstehen kann, wie Manfred Müllerr meinte, vergessen.

Das war es dann und auf zu den Keksen und den Punsch, der von Manfred Müller schon wortreich angekündigt wurde und da war es im Foyer sehr voll. Annemarie Türk war da, Henrike Blum, Bruno Pisek, Gabriele Kögl, wie schon erwähnt, die sich selbst versäumte, Ljuba Arnautowic, Rhea Krcmarova die ich auch noch lesen muß und ich bin nach einem Becher Punsch und drei Keksen diesmal schnell gegangen, weil ich wegen meiner mangelnden Kondition diese Woche mit einer Zucker- und Alkohldiät begonnen habe, um wieder in Schwung und Form zu kommen.

Und jetzt der Einstieg in meinen Adventkalender, wo man bis zum Zwölften alle Fenster aus dem Jahr 2015 finden kann, der Dreizehnte kommt dann wahrscheinlich in den nächsten Jahren und das nächste offene Fenster wird, glaube ich, morgen sein.

Das zwölfte Nika-Fenster

Es geht rasant weiter mit den geöffneten Adventerkalenderfenstern aus der “Nika-Weihnachtsfrau”, die ich im Jahr 2015 nach einigen Anläufen geschrieben habe, so daß bald das ganze Buch, das den ganzen Dezember umfasst hier enthalten sein wird:

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“Samstag zwölfter Dezember

Am Samstag war eine kleine bunte Kindertrompete hinter dem Adventkalenderfenster verborgen und Nika dachte, daß sie zu “Pippi Langstrumpf-Jessica” passen würde, die sie heute sicher sehen würde, als sie in die Küche hetzte, schnell eine Portion Fertigmüsli in eine Glasschale schüttelte, Milch dazu gab und Kaffee trank. Sie mußte sich beeilen, auf die Mariahilferstraße zu kommen, denn heute war der dritte Einkaufssamstag und sicherlich viel los, so daß sie ihren Sack besonders gut füllen würde müssen. Mit “Naps” und “Stollwercks” höchstwahrscheinich. Der Krampus war schon vorbei. Nur in der Lade lagen noch zwei der übergebliebenen Figuren, eine davon steckte sie in den Mund, als würde sie sich damit auf den Arbeitstag vorbereiten.

“Pfui, Frau Magister, wie können Sie nur?”, würde Herr Widerling bestimmt unken.

“Die Krampusse waren für die Kinder unserer Kunden und nicht für Sie bestimmt! Jetzt verstehe ich, warum die sich beschwert haben, daß sie letzte Woche keine bekommen haben, wenn Sie sie nach Hause nehmen!”, würde Mister Widerling schimpfen, wenn er sie sehen könnte. Konnte er aber nicht, denn sie ließ ihn nicht in ihre Wohnung und selbst wenn, war bald nichts mehr zu entdecken, dachte Nka schelmisch und steckte das ausgewickelte Schokoladestück in den Mund. Das dazugehörige Staniolpapier warf sie in den Abfalleimer. Der letzte Krampus kam in die Dose mit den übergebliebenen Weihnachtskeksen. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber wahrscheinlich war ihre Angst unbegründet und Herr Widerling hatte Besseres zu tun, als sich um die Krampusse der vergangenen Woche zu kümmern und heute wahrscheinlich ohnehin nicht anwesend. Aber sie mußte pünktlich sein und hatte sich zu beeilen, da er sicher seine Spione aufgestellt hatte, die es ihm berichten würden, wenn sie zwei Minuten zu spät auf der Mariahilferstraße erschien.

“Wie können Sie nur Frau Magister? Habe ich Ihnen nicht eingeprägt, daß Pünktlichkeit zu den höchsten Tugenden einer Weihnachtsfrau zählt, noch dazu, wo ich Sie aus vierundneunzig hochqualifizierten Bewerberinnen ausgewählt habe?”

Das wußte sie schon! War sie doch nicht von gestern! Also hastig die leere Schale in den Geschirrspüler räumen, in die Jeans und den Pullovet schlüpfen, die Tasche nehmen, die Tür versperren und zur U-Bahn hetzen. Laura Augustin ihre pensionierte Nachbarin kam gerade die Stufen hochgestiegen. Sie war schon einkaufen gewesen, steckte doch ein Milchpaket und ein Baguette in ihren Korb und wie bei ihr nicht anders zu erwarten, waren auch Bücher dabei.

“Waren Sie beim Bücherschrank?”, fragte Nika fröhlich und winkte ihr zu. Die Nachbarin nickte ein wenig schuldbewußt.

“Ich kann es nicht lassen, obwohl ich schon einen ganzen Stapel ungelesener Bücher in meinem Schlafzimmer habe! Aber man findet so interessante Sachen in den Schränken, schauen Sie nur!”, sagte sie und nahm die Bücher hinaus.

“Michael Köhlmeiers “Zwei Herren am Strand”. Das hat letztes Jahr auf der “Deutschen Buchpreisliste” gestanden und Mirko Bonnes “Nie mehr Nacht”, stand dort vor zwei Jahren. Da muß ein Buchhändler seine Leseexemplare hineingelegt haben und ich freue mich darüber!”

Dann hatte sie gefragt, ob sie wieder auf die Mariahilferstraße fahre?

“So ist es, Frau Augustin, ich muß mich auch beeilen, damit nich nicht zu spät komme und mein Chef nicht schimpft! Bis später also, lesen Sie schön und einen guten Tag!”, hatte sie hastig ausgerufen und war die Stufen hinuntergehetzt. In der U-Bahn gab es dagegen nicht so viel zu lesen. Gab es am Samstag keine Gratiszeitung und sie wußte auch nicht, ob Harald Schwabeneder immer noch über den Toten in Veras Klo schrieb. Seit der Enthüllung von Andrea Herbst war es um den Fall still geworden. Schien doch bewiesen, daß Klaus Kronauer an einem Schlaganfall gestorben war und es hatte sich auch noch Andrea Herbst Therapeutin gemeldet, die betonte, daß es für ihre Klientin sehr wichtig gewesen war, den Leuchter zu entsorgen, beziehungsweise den Toten damit zu konfrontieren, damit sie ihr Trauma überwinden könne! So weit, so klar! Vera hatte das auch gemeint, versuchte zu neuen Klienten zu kommen und Ruth hatte sich mit der Jugendamtstante unterhalten und wiederholt, daß sie weder Alimente von Joe Prohaska, noch ein Besuchsrecht für ihr ungeborenes Kind wünsche und ihr hatte sie mitgeteilt, daß sie sich dafür bedanke, in seine “Faiust- Vorstellung” zu gehen. Von ihr aus könne er auch den “Mephistopheles” spielen!

“Das ist ohnehin die bessere Rolle für ihn und er soll mich in Ruhe lassen!”, hatte sie empört gerufen und Nika verließ den U-Bahnzug. Lief den Ausgang in Richtung Stiftgasse hinauf und in die Personalgarderobe, wo sie in ihr Kostüm schlüpfte, die Mütze aufsetzte, den Sack im Magazineursbüro, wo kein Rade Jovanovic zu sehen war, füllte und zum Ausgang hetzte. Da kam sie an der Handschuhabteilung vorbei und noch ehe sie nach Jessicas Mutter Auschhau halten konnte, kam eine aschblonde Frau auf sie zu, sah sie unsicher an und fragte, ob sie fünf Minuten stören dürfe? Dabei sah sie sich ängstlich um, wie um sich zu vergewissern, daß ihr Chef sie nicht bei Privatgesprächen ertappte und flüsterte ihr zu, daß sie Dragana Nikolic sei.

“Jessi hat mir erzählt, daß sie sich mit Ihnen angefreundet hat! Ich hoffe sie stört Sie nicht! Aber wissen Sie, sie ist soviel allein, da ich geschieden bin, mein Ex-Mann sich nicht um sie kümmert, ihre Oma in Zagreb lebt und sie auch keine Geschwister hat! Sie sollte nicht so oft herkommen! Die Vorgesetzten sehen das nicht gern und ich predige ihr das auch jeden Tag! Aber was soll ich machen? ich kann sie nicht zu Hause einsperren und wenn sie sagt, daß sie sich alleine fürchtet, habe ich ein schlechtes Gewissen!”

Sie stört nicht, keine Sorge!”, antwortete Nika fröhlich und schüttelte den Kopf, als Dragana Nikolic nach Max Schröder fragte und wissen wollte, ob sie den alten Mann, von dem Jessica so viel erzähle, kenne und glaube, daß er gefährlich für sie sei?

“Sie sagt sie sei sein Weihnachtswichtel und müsse ihm beim Einkaufen helfen, damit die Religionslehrerin zufrieden ist! Aber glauben Sie nicht, daß es gefährlich ist, wenn sie zu dem Mann in seine Wohnung geht?”, fragte sie besorgt. Nika schüttelte wieder den Kopf und meinte, daß ihr der alte Mann vertrauenswürdig vorkomme.

“Überzeugen Sie sich selbst!”, schlug sie vor.

“Ich muß jetzt auf die Straße, Sie wissen schon, der Chef und die Pünktlichkeit, aber wenn sie kommt, schicke ich sie zu Ihnen und vielleicht können Sie in der Mittagspause mit ihr zu Herrn Schröder gehen! Ich glaube, er wohnt im Haus gegenüber, um sich zu überzeugen, daß er harmlos ist! Er ist ein pensionierter Lehrer! Verwitwet, hat “Parkinson” und kommt mit dem Einkaufen und dem Haushalt nicht mehr so zurecht!”, sagte sie. Jessicas Mutter nickte zuerst erleichtert, dann zuckte sie zusammen, als eine ältere Verkäuferin scharf “Frau Nikolic, Kundschaft!”, rief.

“Ich komme gleich, Frau Meisel!”, rief sie ängstlich und flüsterte Nika “Vielen Dank!”, zu, die wieder fröhlich nickte und “Keine Ursache, ich muß auch auf die Straße, denn ich bin schon viel zu spät daran!” antwortete.

So und das nächste geöffnete Fenster wird es am vierzehnten Dezember geben.

Das multiple Krisenjahr

Was war das nur für ein Jahr könnte man fragen? Beschissen, besschisser, am beschissensten?

Auf jeden Fall sehr krisengebeutelt. Eine Krise und eine Angstwelle jagte die andere. Begonnen ht es mit einem dem Lockdown für Ungeimpfte, beziehungsweise wurde dieser, der ja von November ging, fortgesetzt, bis Ende Jänner glaube ich, wenn ich mich nicht irre und nichts durcheinanderzubringe. Das Omikron-Virus herrschte und langsam, ganz langsam sprach sich herum, daß es vielleicht doch nicht so gefährlich, wie befürchtet war, aber sehr ansteckend, denn höchstwahrscheinlich hat es mich auch erwischt.

Aber nicht wirklich krank, sondern ein zwei Tage Kampf des Körpers gegen den Eindringling, dann ein kleiner Schwächeanfall und ein blaues Aug, weil gegen die Waschmaschine gekippt, das war es aber vielleicht nicht wirklich, denn ich habe mich nicht getestet. Der Alfred hat es, weil zu den Grünen wollte und vorher waren wir beim Frauentag in der kubanischen Gesellschaft.

Die Impfpflicht sollte am ersten Februar eingeführt werden, wurde dann aber nicht exekutiert, sonder zuerst ausgesetzt und dann abbgeschafft. Es kam zu den ersten Öffnungsschritten und ab Ostern oder Mai war dann alles wieder fast normal.

Außer Wien natürlich, denn da muß man immer noch Maske in den Öffis und in der Apotheke tragen, in den Spitälern und den Pflegeheimen sowieso, aber sonsjt habe ich mich ab Ostern wieder in das normale Leben begeben. Bin also wieder in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus, in die “Gesellschaft”und auch wohanders hingegangen.

War in Neuberg an der Mürz bei den Ernst Jandl Tagen und vorher schon bei der “Literatur und Wein” in Göttweig und in Krems, habe für die kleine Lia Geburtstagsgeschenke eingekauft und habe geschrieben und geschrieben.

Das Corona-Virus das ich ja etwas surreal und den Umgang damit sehr übertrieben empfunden habe, hat mich zum Aufarbeiten desselben gebracht und so habe ich sowohl fünf Bücher in diesen Jahr geschrieben, als auch fünf erschienen sind und alle über Corona und gelesenhabe ich auch wieder vier bzw. fünfmal in diesen Jahr.

Früher waren es, glaube ich, immer an die zehn Lesungen. Begonnen hats zu Ostern beim Spaziergang der Lit GEs um den Viehofner See der, dann habe ich bei Rushdie Solidaritäslesung am Heldenplatz mitgemacht, habe beim Open Mike im Goethehof “meine “1984-Szenen” aus dem “Sozialen Kreditsystem” vorgestellt und dann bei der “Poet Night” noch einmal ein Stück daraus und ein sehr abgespecktes Geburtstagsfest hat es auch gegeben.

Gelesen habe ich obwohl ich ja mehr Zeit dazu gehabt hätte, weniger denn je, aber doch den dBp und den Öst und noch einiges anderes. Hundertvierunddreißig Bücher sind es geworden und vereist waren wir auch wieder. Drei Wochen in Kroatien und ein paar Tage mit dem Andreas, der Anna und der Lia in Bük im Bad und außer den sechs Corona Büchern sind auch ein paar literarische Reisetexte entstanden.

Klingt eingentlich ganz gut, wo bleibt denn da die Krise könnte man fragen?

Aber da hat ja am vierundzwanzigsten Februar der Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine angefangen und dann wurde man zum Putin-Versteher wenn man keine Sanktionen und keine Waffenlieferungen sondern Friedensgespräche wollte. Anna Netrebko wurde, glaube ich, aus der Staatsoper ausgesperrt und die Preise stiegen traumhaft in die Höhe. Die Inflation liegt, glaube ich, bei zehn oder elf Prozent, inzwischen ist sie Dank der Rettungsschirm wieder etwas gesunken, aber man hörte allethalben die Leute müssen sich überlegen ob sie essen oder heizen sollen und die Angst wurde noch einmal geschürt.

Denn was macht man wenn der Mittelstand zerschlagen wird und man sein gespartes Geld verliert, während sich die Poltiker ihre Gehälter selbstverständlich erhöhten, denn sie können nicht anders, steht das doch so im Gesetz.

Die Korruptionsskandale wurden auch fortgeführt und der Bundespräsident, der im Oktober ,wiedergewählt wurde, murmelte glaube ich, etwas, daß man bei den Staatsfeinden und antidemokratisch sei, wenn man die Sanktionen beenden wollte. Denn es ist unser Krieg und wir müssen ihn gewinnen oder hat das nur die Rechten betroffen?

Rchtig, die Zeiten haben sich gewendet, nachdem bezüglich Corona kein Widerrede geduldet wurde, war man gleich bei den Nazis und den Wiederbetätern, sagte man die Maßnahmen sind übertrieben und erinnern an schlimmte Zeiten, wenn man mit einem Band in die Uni gehen muß oder am Eingang einer Konditorei oder Schuhgeschft einen Ausweis zeigen muß und es wurde nicht verstanden, daß vielleicht die, die sich nicht so vor dem Virus fürchteten sich damit vielleicht an eine Diktatur erinnert fühlten.

Vielleicht ist das auch ein wenig übertrieben, denn das Virus hat sich zum Glück ja vielleicht doch als harmloser, als gedacht erwiesen, ist aber noch da und die Kinder werden jetzt, weil sie vielleicht doch durch die Masken ihre Abwehrkräfte nicht trainieren konnten krank. Die Spitäler sind überfüllt, weil sie nicht aufgestockt wurden, das Personal gekündigt hat, weil es sich vielleicht nicht impfen lassen wollte und jetzt haben alle Angst vor der Grippewelle, die es ja dank der Maske, wie man hört, zwei Jahre nicht gab. Jetzt ist sie vielleicht zurückgekommen, weil wir wieder etwas normaler leben. Aber alle schreien “Die Maske muß wieder her!” oder nur einige, denn wenn ich in die “Alte Schmiede” gehe, sehe ich da nur wenige Maskierte und immer mehr Leute geben mir die Hand oder umarmen mich sogar.

Außer Spesen nichts gewesen, könnte man vielleicht meinen oder nein, halt natürlich, denn die Schäden sind wahrscheinlich da, kommen noch hinzu und müssen aufgearbeitet werden. Was höchstwahrscheinlich nicht so einfach werden wird.

Also ein schwieriges Jahr, in dem ich viel geschrieben und doch hundertvierunddreißig Bücher gelesen habe, viermal beim Friseur und auch ein paarmal im Kino war und ein paar meine Freunde und Bekannten wieder getroffen habe. Ein paar andere sind verschwunden geblieben, wie auch in der “Alten Schmiede” und in der “Gesellschaft” manche Gesichter fehlen und jetzt nach den Silvesterböllern, die es vielleicht nicht mehr geben darf, auf in ein neues Jahr, das vielleicht noch krisengebeutelter aber auf jedenfall für mich ein weiteres Jubiläumsjahr werden wird, nämlich fünzig Jahre Matura, fünfzig Jahre schreiben, fünfzehn Jahre Literatgeflüster und sechzig selbstgemacht Bücher, seien wir gespannt und siebzig werde ich am neunten November auch.

Und hier gehts noch einmal zu meinen Adventkalender, der ja, weil ich auf die fünfzigtausend Worte kommen wollte, auf den ganzen Dezember ausgedehnt ist und zur “Corona-Fledermaus” geht es auch und da darf man heuer auch bis Mitternacht feiern und den Silvesterpfad wird es ebenfalls geben.

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Der kleine Adventsbegleiter

Hurrah, hurra, der erste Dezember ist da. Da beginnt die Adventkalenderzeit. Man kann Weihnachtsbücher lesen, Kekse backen, Punsch trinken, auf Weihnachtsmärkte gehen etcetera.

Die besinnliche Zeit ist ja inzwischen sehr laut und sehr geschäftig geworden und Kinder klagen schon ihre Eltern, weil ihnen der Weihnachtsmann zuwenig gebracht hat.

Ich habe hektische Erinnerungen an die stillste Zeit des Jahres. Meine Mutter hat die ganze Nacht lang geputzt, weil sie ja berufstätig war und der Vater hat gedroht, wenn du nicht ans Christkind glaubst, gibt es keine Geschenke!

Ich glaube auch nicht an Gott, bin nicht katholisch und mag weder einen Christbaum noch einen Adventkranz haben. Trotzdem gibt es den Bücheradventkal, die “Nika, Weihnachtsfrau” und seit ich blogge auch einen besinnlichen Monat Dezember, wo ich getreulich alle Adventaktionen aufliste. “Leselustfrust” oder war es jemand anderer, hat mich wohl auf die Idee gebracht im Dezember Weihnachtsbücher zu lesen.

Da findet sich ja manches in den offenen Schränken, aber seit ich Buchpreis blogge, keine Zeit, keine Zeit.

Trotzdem hat sich auf meiner Leseliste, ein “Piper-Büchlein” mit einem Adventkalendercover auf dem die Türchen schon geöffnet sind mit “24 Geschichten zur Weihnachtszeit” gefunden, wo ich jeden Morgen eine lesen werde und am heiligen Abend, den Artikel veröffentlichen zu können.

Ja und die letzten zwei Jahre mit den ungemütlichen Weihnachten, die der letztjährige Kurzbundeskanzler den Ungewünschten wünschte, hat es Coronabedingt auch gegeben.

Das ist jetzt vorbei, die Weihnachtsmärkte sind wieder geöffnet und man kann auch als Ungeimpfter einen Punsch trinken gehen und seinen Kindern Geschenke kaufen.

Also kann das auch die kleine Lena tun, die jetzt schon fünfeinhalb wäre und also schon geimpft sein könnte. Aber eine Impfpflicht gibt es ja nun doch nicht, wenn auch eine etwas seltsame Impfkampagne der Stadt Wien, wo es in den Kinos plötzlich einen Lockdown gibt oder der Booster, die Ungeimpften auf die Impfstraße zerrt und nun kann ich in die erste Geschichte eintauchen, die von 1897 bis zur ihrer Einstellung jedes Jahr in der New Yorker Tageszeitung “Sun” abgedruckt war und zwar hat da die achtjährige Virginia O`Hanlon die Redaktion gefragt ob es “Einen Weihnachtsmann gibt?”. Der Chefredakteur Francis Church hat ihr geantwortet und diese auf die Titelseite abgedruckt.

Am zweiten Dezember erzählt die Nobelpreisträgerin von 1909 Selma Lagerlöf von einem Mäusefallenhändler der eigentlich ein Landstreicher ist, der auf seiner Wanderschaft einem armen Mann dreißig Kronen stiehlt, da hat er schon ein schlechtes Gewissen. Dann wird er von einem Gutsherren verwechselt und von ihm zu Weihnachten eingeladen und reich geschenkt. Er schläft sich aus und als er geht hinterläßt er die dreißig Kronen und eine Mausefalle, um sie zurückzugeben.

Der Fantasy zugezählten Kurzgeschichten hat laut “Wikipedia” Lord Dunsany, der Ire, der eigentlich Edward Plunkett hieß, geschrieben und da berichtet einer von der schwersten Aufgabe seines Lebens, nämlich dem “Doppelten Weihnachtsessen”, er war bei Freunden eingeladen und die Gastgeberin hatte darauf vergessen, daß sie auch den Pfarrer eingeladen hat. So haben sie getafelt, es gab Fischkrötensuppe, Fisch, Hammelrücken, Truthahn, dann den Weihnachtspudding und noch einige Nachspeisen, alles mit den dazupassenden Weinen und Champagner. Dann ging man in es in den Salon hinüber, als es läutete. Es war der Pfarrer, der offensichtlich auf die Zeit vergessen hatte und alles wurde wiederholt und der Erzähler wird das ganze nie vergessen und ich kann mich nur wundern wie skurill und unverständlich das Alltagsleben sein kann.

Am “Barbaratag” hat sich die 1986 in Berlin verstorbene Ingeborg Drewitz von der ich das “Hochhaus” gelesen habe, immer in die Laube geschnitten, um dort heimlich unter ihrem Mantel verborgen, Kirschzweige nach Hause zu bringen, damit sie zu Weihnachten blühen. Ein bäuerlicher Brauch, den sie erst als Erwachsene kennenlernte. Im Sommer hat sie dann am Markt Kirschen gekauft, wo ihr erlaubt wurde, ruhig im Dezember wiederzukommen und sie dann auch in die Laube zu Pferfferkuchen eingeladen wurde. Das ging solange bis die Laubengärten niederissen wurden und ihr der Besitzer versprach ihr aus dem Westen zu schreiben, wenn er wieder einen Kirschbaum habe, was aber nie geschah.

Der 1997 verstorbene Kinderbuchautor James Krüss erschuf für den Krampustag, die “Weihnachtsmaus”, die nur zu Weihnachten erscheint und alle Süßigkeiten vom Christbaum oder sonstwo nascht:

“Ein drittes Mal verschwand vom Baum, an dem die kleinen Kugeln hingen, ein Weihnachtsmann aus Eierschaum nebst anderen leckeren Dingen./ Und Ernst und Hans und der Papa, die riefen welche Plage! Die böse Maus ist wieder da, und just am Feiertage!/ Nur Mutter sprach kein Klagewort. Sie sagte unumwunden: Sind erst die Süßigkeiten fort, ist auch die Wort verschwunden.”

Am sechsten Dezember hat der Weihnachtsmann keine Lust mehr in seinen Anzug zu schlüpen, weil die Kinder nicht mehr an ihn glauben und nur Geschenke von ihm wollen und wer beschenkt den Weihnachtsmann, so machen sich die betrunkenen Renntiere auf die Suche nach Geschenken, uje-.

Obwohl erst der siebente Dezember ist die 1907 geborene und 1989 verstorbene Daphne du Maurier in Zeiten, wie diesen erstaunlich aktuell, denn sie führt uns am Weihnachtstag in das Haus der durchschnittlichen Familie Lawrence. Da kommt der Papa früher vom Büro heim, Mrs Lawrence läßt den Bridgenachmittag aus und schmückt das Zimmer mit einer Girlande, die Kinder streiten sich darum, wer die größeren Geschenke bekommt. Da läutet das Telefon und eine Flüchtlingsfamilie wird eingewiesen. Es ist niemand mehr da, bei dem man sich beschweren kann, also wird das kalte Garagenzimmer schnell umgerüstet und die jüdische Frau wünscht sogar, was Mrs. Lawrence wundert “Frohe Weihnachten” Am nächsten Morgen dann große Aufregung, denn ein Kind wurde geboren, aber noch eher Mr Lawrence einen Krankenwagen bestellen kann, fahren sie selbst mit einem Taxi weg und lassen ein unbehagliches Gefühl zurück, was sich wohl auf die Weihnachtsfestlichkeiten auswirken wird.

Der 1934 verstorbene Joachim Ringelnatz hat das Gedicht “Schenken” geschrieben.

“Schenke groß oder klein, aber immer gelegen! Wenn die Bedenken der Gaben wiegen, sei dein Gewissen rein.”

Der 2012 verstorbene Herbert Rosendorfer, das Buch ist schon älter, so daß dort nur 1934 als Geburtsjahr steht, hat wieder einen Brief eines Mandarins aus dem 10. Jahrhunderts geschrieben, der sich mit einer Zeitmaschine in das heutige oder eher gestrige München versetzt hat und da beschreibt er jetzt die Weihnachtsrituale der “Großnasen”, das lustlose Geschenke kaufen, die niemand braucht und dann weiterverschenkt wird, die “Fern-Blick-Maschine” und andere Blödheiten unseres Lebens, die man kritisieren kann.

Der 1948 verstorbene Karl Valentin berichtet von seinen “Winterstreichen”. so war er 1892 der erste Schifahrer in München und “Schwankeleisfahren” ist für Ade leider tödlich ausgegangen.

Der 2006 in Frankfurt verstorbene Robert Gernhardt nimmt mit seiner “Falle” auch die verlogenen Weihnachtsrituale auf die Schaufel. Da will einer ganz schnell, schnell, bevor die Gäste kommen, einen Weihnchtsmann bestellen und ruft da beim Studentenservice an. Der kommt auch mit Bart und Mantel muß aber telefonieren. Dann läßt er die Eltern “Stille Nacht” singen und nach und nach tauchen noch viele andere Weihnachtmänner auf, die sich ans Buffet und den Whiskey machen und der Kinder wegen darf der Vater nichts sagen. Darf sich nur von der Plage loskaufen und die Weihnachtsmänner vertrinken dann das Geld.

Anton Pawlowitsch Tschechow schildert das Leben in Rußland im neunzehnten Jahrhundert, wo der neunjährige Schusterlehrling Wanka zu Weihnachten einen Brief an seinen Großvater schreibt, der in einem Gut Verwalter ist, ihn von seinen Leiden in Moskau schildert und bittet ihn zurück zu holen. Das Kuvert hat er gekauft und der Brief wird wahrscheinlich nie ankommen, weil er keinen vollständige Adresse darauf geschrieben hat.

Italo Calvino, 1923-1985 nimmt in “Die Kinder des Weihnachtsmanns” auch die übertriebene Weihnachtsgeschenkehektik und die Provitgier, die dahinter steckt, auf die Schaufel und läßt die Geschichte fatal enden.

In Werner Bergengruens “Kaschubinisches Weihnachtslied” wird etwas versprochen, an das ich nicht ganz glaube:

“Niemals würde eine Scheune brennen,/ sonntags nie ein trunkener Schädel bluten,-/ wärst du Kindchen, im Kaschubenlande,/wärst du Kindchen, doch bei uns geboren!”

“Die Weihnachtsansprache” von O`Henry beginnt mit dem bedeutungsvollen Satz “Es gibt keine Weihnachtsgeschichten mehr”. Dann wird von einer verlorenen Puppe erzählt, die ein Millionärskind sehr unglücklich macht, so daß nach ihr gefahndet wird und ein Landstreicher ist es, der sie zurückbringt.

Janusch berichtet vom fröhlichen Schneemann Will, der sein Leben lassen muß, weil er zum Geburtstagsfest der kleinen Lea eingeladen wird, die es ihm schön warm machen will.

Und bei Ludwig Thoma will ein Oberstaatsanwalt zu Weihnachten seine drei schon etwas angewutzelten Töchter mit je einen Mann beschenken. Drei Kanditaten werden ausgesucht. Ein Staatsanwalt, ein Landesgerichtssekretär und ein Postadjunkt. Die Töchter streiten sich darum, wer wen bekommen soll? Am Weihnachtsabend sagen dann zwei der Kanditaten ab. Der dritte kommt, wird reich beschenkt und bewirtet und beschließt am Heimweg sich mit der Witwe Reisenauer zu verloben.

Stefan Andres führt uns in die “Dörfliche Moselweihnacht” ein, in der es noch keinen “Rummelplatz halbechter Gefühle und kein “Weihnachtsgeschäft” gab, sondern beim Bäcker gekaufte Lebkuchen, selbstgebackene Kekse und aus dem Wald geholte Christbäume.

Thomas Hardy erzählt uns, wie ein Junge an einem kalten Weihnachtsabend drei Diebe mit Schnupftabak überlistete. Dann kommt der Stern von Wilhelm Busch: “Hat einer auch fast mehr Verstand/als wie die drei Weisen aus Morgenland/…”

Die 1904 verstorbene amerikanische Schriftstellerin Kate Chopin schildert in “Madame Marteils Weihnachtsabend” eine Frau, die nachdem ihr Mann verstorben ist, Weihnachten immer in tiefster Trauer und allein verbringt und dann doch wieder zu ihren Kindern und der Liebe zurückfindet.

Der 1926 in Ostpreußen geborene und 2014 in Hamburg verstorbene Sigfried Lenz von dem ich “Deutschstunde” gelesen habe, schildert in “Fröhliche Weihnachten oder “Das Wunder von Striegeldorf”, wie sich zwei Ganoven schöne Weihnachten machen wollen und dann Schwierigkeiten haben ins Gefängnis zurückzukommen.

Bertold Brecht hat, man höre und staune auch ein Weihnachtsgedicht geschrieben, das sich die “Gute Nacht” betitelt und von einem Fisch eingeleitet wird:

“Der Tag, vor dem der große Christ/ zur Welt geboren worden ist/ war hart und wüst und ohne Vernuft./ Seine Eltern, ohne Unterkunft/ fürchteten sich vor seiner Geburt/ die gegen Abend erwartet wurd.”

Der flämische Schriftsteller und Maler Felix Timmermans, der 1947 gestorben ist, malt in seiner Weihnachtsgeschichte ein Tryptiychon beginnend mit der Mitte, dem linken und rechten Flügel, wo sich ein Hirte, ein Bettler und ein Aalfischer, die Suskewiet, Pitjevogel und Schrobberbeek heißen, jeden Jahr als drei heilige drei Könige verkleiden, durch das Land ziehen und das gesammelte Geld dann vertrinken. Da treffen sie einmal aber die heilige Familie in einem Kirmeswagen und haben dann recht seltsame Begegnungen, die zur Bekehrung führen.

Und hier mein jährlicher Adventkalender, die “Nika, Weihnachtsfrau”, den ich 2015 im Rahmen des “Nanowrimos” geschrieben habe und wenn möglich Jahr für Jahr hier ein Türchen öffne:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 viel Spaß beim Lesen und schöne Weihnachten wünsche!

Die restlichen Monatsfenster selber suchen, zwei Hinweise dazu gibt es noch.

Der nächste kommt dann schon morgen mit einer Weihnachtsgeschichte aus der “Flora Faun” und zum “Corona-Weihnachtsmärchen”, das vor zwei Jahren aktuell war, geht es schon jetzt!

Drei Worte nur zum Fest der Liebe

Noch ein Roman aus dem Julia 2009 – Weihnachtsband, um die Zeit zwischen Weihnachten, und Neujahr gemütlich zu verbringen, obwohl dieser ein wenig ungewöhnlich ist, um es mal so zu sagen oder auch ein bißchen erotisch und das Paar um das es geht streitet immer und man denkt sich, na wie wirds da mit der Liebe weitergehen und es fängt, was mich ein bißchen an “Figaros Hochzeit” erinnerte, feudal an. Denn Rocco Volpe ein italienischer Finanzmagnat, ist an irgendeinen Landsitz eingeladen. Es ist aber nur die Ehefrau des Gastgebers da, die ihn verführen will, so tritt er ans Fenster und sieht unten den Gärtner mit dem honigblonden Haar, richtig, es ist eine Gärtnerin mir Namen Amber und sie wurde vor achtzehn Monaten von Rocco hinausgeschmissen, beziehungswerise hat er sie eine Stalkerin genannt.

Die war damals in einer Bank tätig und hat Rocco, den Strahlemann auf einer Party kennengelernt, dann hat er sie am Wochenende zu seinen Terminen eingeflogen, wovon sie so überfordert war, daß sie sich einer Freundin anvertraute. Schade nur, daß die eine Klatschreporertin war und nun fühlt sich Rocco verletzt und Amber ist es auch nicht so gut gegangen, denn sie hat bei all der Turbulenz auf die Verhütung vergessen, so ist jetzt das Söhnchen, der klein Freddy da, von dem Rocco natürlich nichts weiß, weil die Schwester, eine Rechtsanwältin, bei diesen ausländischen Magnaten ist es schwierig auf den Unterhalt zu poche,denn die reden sich heraus, meint.

So muß sich Amber bei den Wintons unterdrücken lassen. Aber Rocco stellt sie zur Rede und verpetzt sie auch bei den Gastgebern oder die sie bei ihm. Es gibt aucheinige erotische Verführungsszene zum Beispiel in seinem Gästezimmer, auf einem Baum, unter der Dusche, erinnert ein bißchen vielleicht an “Shades of grey”, obwohl ich das noch nicht gelesen habe.

Rocco ist der Dominante, Amber das Dummchen, trotzdem packt sie dann den Freddy und das Kinderbettchen ein, als Rocco ihr den Chauffeur schickt, um sie nach London zu chauffieren. Die Haushälterin ist von dem Kleinen begeistert. Der Vater überraschenderweise auch. Sie sprechen sich aus klären die Mißverstänisse, obwohl es gleich wieder zu neuen kommt. Wer liebt jetzt wen und wer heiratet wen aus welchen Gründen? Dann gibts aber zu Freddys ersten Geburtstag, die Hochzeit und alles ist wieder happy und geklärt, obwohl man sich fragt, wie lange diese Ehe wohl halten wird?

Bis zum nächsten Roman wahrscheinlich und da hätte ich noch einen Dreierband liegen, aber den hebe ich wohl bis zum nächsten oder übernächsten Advent , wo es vielleicht auch ohne Ungeimpften- Lockdown gemütlich ist.

Und jetzt noch einmal für meine Adventkalenderleser alle schon geöffneten Fenster:

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Das wars dann, denn am 31. gibts ja den Jahresrückblick und hoffen wir, daß im nächsten Jahr, noch ein paar Fenster dazukommen, bis man dann das ganze Buch im Blog lesen kann.

Wie ein Hoffnungsschimmer in dunkler Winternacht

Jetzt kommt schon Buch sechs der Weihnachtsromantikliebesbücher, schon oder erst, denn weil ich ja anders als geplant immer ein Weihnachtsbuch und dann ein anderes von meiner Liste lese, werde ich es bis Weihnachten oder Ende des Monats vielleicht doch nicht ganz schaffen. Macht ja nichts, wartet doch noch anderes auf mich und mit der Weihnachtsromantik ist es angesichts der aktuellen Ereignisse, kein Lockdown für Ungeimpfte am Weihnachtsabend, da darf man ausnahmsweise bis zehn Personen treffen, wie schön, aber wo bekomm ich die her?, das habe ich schon im letzten Jahr gefragt und hab das nicht geschafft und heuer treffe ich mit Sicherheit zwei Personen weniger, ist ja meine Schwiegermutter und die vierundzwanzig Stundenbetreuerin nicht mehr da, trotz Punsch, Kekse, Weihnachtsmandeln und Weihnachtsdekorationen ein wenig schwierig, obwohl ich mir ja geschworen habe, als Graf Schallenberg noch Bundeskanzler war, daß ich gemütliche Weihnachten haben werde. Also auf zu Buch sechs, da geht es nach Schottland (ganz ohne zwei G) wie schön, denn das gabs ja 2017, woraus die Geschichte stammt, noch nicht und da das erste Mal ins Krankenhausmilieu oder wieder doch nicht so ganz, denn im Prolog gehts mal in ein Hexenhäuschen, das heißt zu einer Wahrsagerin mit vielen Katzen, dahin wird Stationsschester Cassidy von ihren Freundinnen geschleppt, um sich die Zukunft vorhersagen zu lassen und die, gewissenhaft und streng, bleibt skeptisch, als ihr die Hexe sagt “Zu Weihnachten bist du Braut?” Was soll das, so ein Blödsinn?

Also auf die Station zurück. Da war sie einige Zeit nicht, weil sie, glaube ich, ihre Alzheimer-Großmutter an ein Pflegeheim gewöhnen mußte. So ist sie erstaunt, dort einen tollen australischen Arzt zu finden und das ist ein Problem, obwohl es gleich von Anfang an knistert. Der Arzt namens seine Sachen in Cassidys Schwesternzimmer deponierte. Sie dann in einen Wäschewagen schmeißt und in den Lift schiebt. Uje, uje.

Dann wirds seriöser. Denn Cassidy schwört nie das geliebte Schottland zu verlassen. Rchtig, die Wahrsagerin hat noch prophezeit, daß der Bräutigam von weit herkommt und der hat auch ein Vorleben. Nämlich eine Tochter namens Melody. Das heißt, er hat sie nicht, denn die Mutter Alison ist vor zwei Jahren mit ihr ausgebüchst und seither verbraucht er sein ganzes Geld zwei Detektive und einen Rechtsanwalt zu engagieren, um nach ihr zu suchen.

So geht es hin und her und Cassidy ist auch noch eine Weihnachtsromantikerin. Brad natürlich nicht, trotzdem füllt er für sie einen Adventkalender und besonders spannend wirds, daß Cassidy zu ihrer Großmutter ins Krankenhaus gerufen wird, als der Anruf vom Detektiv kommt. Er hat Melody irgendwo in den USA gefunden. Er fliegt sofort dorthin, kann Cassidy, weil man im Krankenhaus ja das Handy ausschalten muß, nicht erreichen. Er kommt trotzdem zurück, die kleine Tochter blieb, glaube ich bei ihrer Mutter, wenn ich es richtig verstanden hat, führt Cassidy in ein einsames Kirchlein und die gesteht ihm dort, daß sie ihre Meinung geändert hat und ihm nach Australien folgen wird.

Und wieder mein Adventkalender, damits vielleicht doch gemütlicher wird ins Jahr 2015 zurückzugleiten:

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Das nächste offene Fenster wird dann am 23. 12. sein.

Mein verführerischer Weihnachtsengel

Buch fünf meines weihnachtlichen Liebesromanspecial, führt wieder nach Amerika und da auf eine einsame Ranch und da fängt es gleich total turbulent an, denn es schneit oder regnet und Ty Hallyday hat seine ganze herde eingefangen und freut sich auf das Heimkommen.

Aber was ist das? Im Haus brennt Licht und ein Baby schreit. Er geht hinein und eine junge Frau empfängt ihn gleich mit einer Tischlampe als Waffe und glaubt nicht, daß es sein Haus ist, während das Baby auf ihn zukrabbelt und “Daddy!”, schreit.

Sie ist Housesitterin stellt sich heraus und will zu den Mc Finleys. Also ganz schön tolpatschig angefangen und, als das geklärt ist, kann sie nicht weg, denn ihr Auto ist eingeschneit.

Also bleibt sie, noch dazu da Ty sie in einer Weihnachtsboxershort überfällt, als sie das Abendessen vorbereiten will und dabei den Rauchmelder in Betrieb setzt. Das Essen schmeckt aber trotzdem köstlich und der Weihnachtsbaum, den Ty schon seit Jahren unbenützt im Keller hatte, ist geschmückt.

Komplikationen, wie wir sie von den Vorbüchern kennen, gibt es auch. Amy floh vor ihren Schwiegereltern weil sie sich selbständig machen will. Ihr Mann ist vor ein paar Monaten gestorben und Ty wurde von seiner Mmum verlassen, als er so alt wie Baby Jamey war. Die hat ihn zwar Briefe geschrieben, die ihm aber der Vater vorenthalten hat, als er sie ihm nach dem Tod der Mutter, dann doch gibt, ist er siebzehn, verläßt erbost das Haus und kommt erst wieder auf die Ranch zurück, als der Vater einen Unfall hatte und im Rollstuhl sitzt.

Jetzt wohnen sie in zwei verschiedenen Häusern und Ty ist ein absoluter Weihnachtsmuffel. Bei Amy ist das wieder anders. Denn sie kocht und backt wie verrückt, ist aber, wie schon beschrieben recht tolpatschig dabei. So greift sie die heiße Pfanne als, als sie Speck mit Spiegeleier zum Frühstück macht.

Ty muß sie verarzten und nimmt ihr dann auch die Angst in dem er sie mit seinen Pferden in Verbindung bringt. Das hat zur Folge das Amy total selbständig wird, ihn wieder mit seinem Vater zusammenbringt und eine Hochzeit mit einer nervigen Großfamilie, die aus allen vorhandenen Elternteilen besteht, gibt es auch.

Und mein Adventkalenderpuzzler zum Mitlesen gibt es wieder auch:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Das nächste schon geöffnete Fenster wird dann am 20. sein.

Ein Fest der Liebe für uns zwei?

Weiter gehts mit der romantischen Weihnachtsstimmung und den “Julia-Weihnachtsheften”. Jetzt bin ich schon beim Jahr 2017 und es geht bei dem Buch, wo der Autorennamen Nina Milne angegeben ist, nach England und zwar zum Earl of Wycliffe nach Derwent Manor und der, Gabriel Derwent ist in Nöten, hat er doch gerade herausbekommen, daß er keine Kinder bekommen kann.

Das heißt, der Erbanspruch ist dann futsch. Der Vater hat auch noch einen Herzanfall bekommen, also muß er handeln und da hält er sich an die schöne Historikerin Etta Mason, die bei einem Fest einen Vortrag hält, um sie zu bitten eine Ahnentafel zu erstellen, um einen möglichen Erben zu finden.

Die will nicht so recht, will sie doch mit ihrer Tochter Cathy eine Kreuzfahrt machen, weil die von ihrem Vater Tommy, der gerade vom Gefängnis entlassen wurde, verfolgt wird. Er will sie kennenlernen, Etta, die schlechte Erfahrungen mit ihm machte, will das nicht. Die sechszehnjährige Tochter will ihn eigentlich kennenlernen und auf keine Kreuzfahrt gehen, geht dann aber mit einer Freundin und deren Tochter doch und Etta, die von Gabriel oder Gabe vor Tommy beschützt wird, nimmt den Auftrag dann doch an beziehungsweise hilft sie ihm auch bei dem viktorianischen Weihnachtsmarkt, der immer im Advent auf seinem Grundstück stattfindet.

Gabe hat mit seinen Eltern schlechte Erfahrungen gemacht, hat aber zwei nette Schwestern. Etta ist ein Adoptivkind und wurde von den Adoptiveltern verstoßen, nachdem die ein eigenes Kind bekamen. Beide sind also gebrannte Kinder und nähern sich also nur vorsichtig und mit Widerständen aneinander an.

Es gibt auch eine Paparazzireporterin, die sie verfolgt und ihnen ein Liebesverhältnis unterstellt und als Etta einen Erben findet, der in Wien Cellist ist, fliegen die beiden in diese wunderschöne Stadt. Fahren im Prater in einer Luxusgondel Riesenrad, trinken auf den Weihnachtsmärkten Punsch, gehen ins Konzert ins Schloß Schönbrunn und dinieren in ihrer Luxusswuite.

Am Schluß kommen sie natürlich zusammen, Cathy lernt ihren Vater kennen und läßt ihn dann auch los und ein wunderschönes Weihnachtsfest, das wieder mit einer Hochzeit endet, wird auch gefeiert.

Und wieder ein Hinweis auf meinen “Nika,Weihnachtsfrau” und die schon geöffneten Fenster:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18, das nächste Fenster wird dann am 19. Dezember sein.