Wie war das Jubiläumsjahr?

2023 bin ich ja in ein zwei oder dreifaches Jubiläumsjahr hineingegangen. Fünfzig Jahre Matura und fünfzig Jahre schreiben und fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster”. Die GAV hat auch ihr fünfzigjähriges Jubiläum hinter sich gebracht und nach der Corona-Krise, die mich ja sehr beschäftigt und sehr zum Schreiben gebracht hat, war auch viel los.

Das erste Mal seit 2018 wieder live in Leipzig und da war auch noch Österreich das Gastland. Vorher waren wir bei “Literatur -und Wein” und beim Osterspaziergang der “LitGes” bin ich auch gewesen und habe ein Stückchen aus dem “Sozialen Kreditsystem” vorgebracht.

Ich bin ja sehr euphorisch in dieses Jahr hineingegangen und habe gedacht, da tut sich etwas literarisch. War da ja, wie auch jetzt die Jurysitzung des “Ohrenschmauses” und dann hat mich Franz Josepf Huainigg gebeten das Buch des “Ohrenschmaus-Stipediaten” Peter Gstöttmaier zu lektorien.

Die Texte hat zwar seine Schwester ausgesucht und zusammengestellt, so daß für mich nicht sehr viel zu tun war, was auch gut war, denn bevor wir zur “Literatur und Wein” gefahren sind, ist mein Computer abgestürzt und dann habe ich einige Monate daran labouriert und auch jetzt scheint die Stromversorgung wieder zu spinnen.

Aber was war literarisch? Die “Schule für Dichtung” hat mich aufgefordert, einen Text für Leipzig zu

schreiben, habe ich getan, aber nichts daraus geworden. Alex Hakel hat mich eingeladen meine Erinnerungen an Erika Danneberg bei einer Veranstaltung kundzutun. Das habe ich getan und es war wohl ein für Bärbl Danneberg, die es wahrscheinlich sonst tun hätte sollen und mit einer Lesung beim Volksstimmefest, wie ich es fast erwartet hatte, ist es dann wieder nichts geworden.

Aber noch sind wir nicht so weit, noch hat das Jahr mit den Gratisworkshops der Jureka Jurk begonnen, die ich eifrig mitgemacht habe und dabei meine drei Frauenidee “Bratislava Prag Budapest” gesponnen und das “Soziale Kreditsystem”, ist glaube ich auch erst 2023 erschienen.

Im Februar habe ich dann den “Ukraine-Blues” geschrieben, der aus Diskussionen mit dem lieben Andi Pianka und einem weiteren Jurenka Jurk Webinar entstanden ist.

Dann kam “Lteratur und Wein” und Leipzig und bei der “Krit Lit” habe ich diesmal für einen Ausgefallenen einspringen und ein Stück aus dem “Sozialen Kreditsystem” lesen können und auch wieder beim “Tag der Freitheit des Wortes” im Lteraturhaus, den ich ja 2001 und dann von 2003 bis 2009 organisiert habe.

Danach sind wir zwei Wochen vom Bamberg bis nach Mainz den Main abgeradelt. Damals hatte ich noch Kondition, die hat inzwischen und in Frankfurt waren wir bei einer Vorlesung des Clemens J. Setz.

Der Alfred wollte dann gleich nach Frankreich fahren, aber da war das Gstöttmaier-Buch noch fertigzustellen. So haben wir das auf den August verschoben, was auch gut war, weil wir da die Doris Kloimstein in Saint Denis d´Oleron besuchen konnten, die uns hervorragend bekochte und durch den Ort geführt hat. Einen Nachteil hatte das aber, denn da waren wir am zweiundzwanzigsten August, als die deutsche Longlist bekannt gegeben wurde, in Bordeaux und so habe ich heuer zuerst die österreichische Liste und dann erst die deutsche durchgelesen und an der Schweizer arbeite ich noch.

Es gab auch ein paar literarische Ausflüge, so waren wir beim Gerhard Jascke in Unterretzbach , bei der Eva Brenner in Ansbach beim Schiele-Fest, beim Auden-Festival waren wir auch und natürlich bei vielen anderen Veranstaltungen.

Es gab wieder ein kleineres literarisches Geburtstagsfest, die “Poet-Night” und auch eine Lesung im El Speta zu der mich der liebe Rudi eingeladen hat, der nicht zum Geburtstagsfest kommen konnte.

Mit dem Schreiben ist es auch weitergegangen. Da habe ich ja schon im Auto auf der Frankreichreise mir eifrig Notizen gemacht. Denn da war ja die Idee von dem Zwillingspaar, wo der Bruder gestorben ist und die Schwester auf einer Party einen Doppelgänger trifft. Das Buch ist jetzt fertig und wird Anfang Jänner erscheinen. Darin gibts auch einen kleinen dystopischen Roman. Dieses Thema läßt mich nach Corona nicht aus und das muß endlich aufgearbeitet werden. Die Regierung tut es ja nur im Sinn von sozialen Studien, wie man bei der nächsten Krise besser kommunizieren kann, um die Leute auf ihre Seite zu bringen und nicht, was da falsch gelaufen ist und ob die Maßnahmen alle wirklich der Virusstärke angemessen waren?

Also habe ich das beziehungsweise meine “Stalking Story-Protagonisten” Laura und Sandra in Form einem Comics tun lassen. Das muß ich noch korrigieren und fertigstellen und neue Ideen habe ich auch schon.

Denn ich will ja den Links nach Rechtsruck beschreiben. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich das tue. Vorläufig habe ich den Titel “Aus dem Leben einer Schwurblerin” und die fünfunddreißigjährige Architektin Agathe, die bei der Wahl 2024 in der Zelle steht und überlegt, was sie wählen soll und bei dem FPÖ- Kästchen aus dem Wahllokal flüchtet. Denn 2019 hat sie sehr euphorisch die Grünen gewählt und was ist daraus geworden? Und da muß ich aufpassen, daß nicht eine “Mathilde im Coronaland” herauskommt.

Habe aber schon einige Szenen geschrieben und Ideen für einige neue, wo die Agathe nachdem sie die Thekla Morgenstern, die Oma gegen rechts, im Votivpark getroffen hat, am Gang ihres Wohnhauses ihre demente Nachbarin Maria Mattuschek trifft, die sie nach der Wahl und ihren Liebhaber Matthes Enck fragt.

Eine zweite Idee gibt es nämlich auch die sich mit der erste verbinden läßt. Nämlich ein Buch aus meinen vorigen Figuren zu schreiben. Da hätte ich ja einmal die Fritzi Jelinek mit ihren Schreibcoaching. Ich könnte aber auch aus der Thekla Morgenstern und der Magdalena Kirchberg zwei Omas gegen rechts machen, die die Agathe beraten oder bekämpfen. Die beiden dementen Omas, die ich habe, könnten sich auch einmischen und ihren Senf dazu geben. Mal sehen wie es wird?

Dann gabs noch die “Buch-Wien”, die wieder normal gewesen ist und ein bißchen meine Kondition kostete, obwohl ich diesmal nur hingegangen und zurck mit den Öffis gefahren bin, denn 2023 darf man ab März ja wieder maskenlos Straßenbahn fahren. Das soll sich jetzt wieder ändern, denn wir haben die höchste Corona-Welle seit ever, Aber wenn man die ohne Masken- Test und Impfpflicht durchstehen kann, waren die vorigen Wellen vielleicht doch nicht so arg wie man glaubte?

Und jetzt kann ich weniger euphorisch in das neue Jahr starten, denn literarisch ist nichts mehr los. Da gibts zwar meine Schreib- und Leseplänen, meine zwei Jurytätigkeiten, wo ich die “Ohrenschmaus- Texte” schon durchgesehen habe.

Aber sonst, Sense aus. Wenn ich ins Literaturhaus gehe, stehe ich dann mit meinen Gläschen daneben und es tut sich nichts, obwohl ich schon sehr viel und sehr lang schreibe. Aber immer nur für mich allein, das will ich eigentlich nicht für 2024.

Es gab aber noch ein paar Jubiläumsartikel, die ich dieses Jahr geschrieben habe.

Also schauen wir wie es wird und jetzt gibts noch einmal Gelegenheit ein schon 2016 erschienenes Buch von mir mit einigen Lücken zu lesen.

Nämlich meinen literarischen Adventkalender von der “Nika Weihnachtsfrau”. Mals sehen weilche Kapitel es da im Blog schon gibt und die noch offenen sollen in den nächsten Jahren folgen:

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Und in die “Corona-Fledermaus” kann man auch gehen, wenn man sich an die pandemischen Zeiten erinnern will.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein erfreuliches neues Jahr und hoffe noch immer noch auf den literarischen Erfolg!

Weiter mit den Schreibideen

Ich will ja mit meiner “Stalking-Story”, wo mich Ulrich Woelk mit seinen “Mittsommertagen” ,auf die Idee brachte meinen nächsten Roman über zwei Menschen zu schreiben, die sich in der U-Bahn von einander gestalkt fühlen und die beide ihre eigenen Traumatisierungsgeschichten haben und ein bißchen CoronaAufarbeitung soll auch dabei sein, wo eine die Politik ja damit in Stich läßt und das ein Thema ist, das mich nach wie vor bewegt.

Während unserer Frankreichreise, wo ich ja tagelang im Auto saß, habe ich in mein schönes oranges Notizbuch mir dazu auch einige Ideen aufgeschrieben, die ich, dann nach Wien gekommen auch gebloggt habe.

Da war dann viel los. Mt den Volksstimmefest haben die Veranstaltungen angefangen und das “Buchpreislesen” auch. Da bin ich mit heutigenTag mit der österreichischen Liste schon fast fertig, während ich bei der deutschen zu den drei Büchern, die schon gelesen hatte, nur die dazu kamen, die auch noch auf der Öst stehen.

Da ist mein neues Projekt, der Roman mit dem ich bekannt werden will, in den Hntergrund geraten, das ich ja ohnehin erst im November während des “Nanowrimos” schreiben will, beziehungsweise hatte ich ja noch den “Die Toten” zu korrigieren, mit dem ich vorgestern mit dem Korrigieren fertig geworden bin.

25.809 Worte hat der Text, den jetzt der Alfred druckfertig machen wird, dreiundfünfzig Seiten, dreiundzwanzig Szenen und dann sieben der “2035-Geschichte”, an die ich nach unserer Rückkehr noch vier Szenen angefügt habe, die ich auch im Auto notiert habe.

“Der UkraineBlues”, das vierte Buch, das in diesem Jahr erschienen ist und das zweite, das nach dem “Dreimäderlhaus”, geschrieben wurde, ist erschienen. Da lade ich noch einmal alle ein, in das Buch hineinzusehen und sich an der Leserunde zu beteiligen. Der liebe Andi Pianka, dem es gewidmet ist, hat das schon getan.

Als ich Anfang Oktober mit dem Korrigieren der “Toten” fertig geworden bin, war ich wieder frei für das neue Projekt oder doch nicht so ganz , denn damit will ich ja erst im November anfangen und da vielleicht nicht schon wieder am ersten zwanzigtausend Worte hochladen. Was zwar an sich egal, aber doch nicht ganz Sinn der Sache ist und mein Problem ist ohnehin, wenn man das so nennen kann, daß ich immer schneller und kürzer werde.

Aber diesmal will ich die fünfzigtausend Worte schreiben, mir Zeit lassen, eventuelle Schwächen überwinden und mich nicht, wie vielleicht bisher darum herumschummeln.

Also mit den Ritualen anfangen. Die kommen ohnehin immer, bevor ich was Neues anfange. Das wäre Fenster putzen. Das mache ich aber lieber, wenn der Alfred nicht da ist, der mich oder ich ihn damit behindere und der fährt mit dem Karli ab demZwanzigsten in die Toskana, bis dahin habe ich aber noch drei Wochen Zeit.

Also zuerst mich für die Buch Wien akkreditieren und mich um eine Einladung zur Öst-Preisverleihung bemühen und dann die Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest, das ich heuer wieder richtig machen will, aussenden oder doch nur zwanzig Leute eingeladen, weil der Raum ja knapp und die Pandemie höre ich allethalben ist ja noch da und das Virus auch.

Früher habe ich fünfzig Leute eingeladen und zwanzig bis fünfundzwanzig sind gekommen. Dann war es schon sehr voll und siebzig Minuten, wie eigentlich geplant werde ich zu meinem Siebziger vielleicht auch nicht lesen, denn das halten meine zehn bis fünfzehn Gäste vielleicht nicht aus.

Auch das erledigt und am Mittwoch war ich damit fertig. Also die Notitzen durchlesen, die Charakterbögen und den Romanfahrplan ausfüllen und die ersten Szenen habe ich auch schon geplant, aber ich will ja erst am ersten Elften zu schreiben anfangen.

Was mache ich bis dahin? Nächste Woche ist die GAV-GV und am 20. 10 die “Poet-Night”. Die Frankfurter Buchmesse ist in dieser Woche auch und da will ich hinstreamen, kann diese zehn Strohwitwentage also wahrscheinlich nicht ganz zum schoppen, flanieren, recherchieren, ausnützen, wie ich es ja gerne will.

Also die drei Wochen herumbringen. Wird schon gehen, habe ich gedacht, als ich heute in Harland ein Rad gefahren bin. Da kam mir aber schon die erste Szene, wo die Laura die “Allfritz-Werbeagentur,” wo sie ihr Praktikum machen will, verläßt. In der U-Bahn von dem schüchteren Severin “gestalkt” oder angesprochen wird, hinausstürzt und kotzt und dann von Sandra angerufen und sie ins “Phil” bestellt wird, weil sie mit ihr einen Anti Corona-Comic schreiben, bzw. zeichnen will.

Das schreibe ich ganz egal ,daß heute erst der Sechste ist, habe ich gedacht und diese erste Szene habe ich ja bei den open days im Writersstudio vor zwei Wochen mehrmals geschrieben und bei dem Workshop der Jurenka Jurk während ihrer Online-Messe habe ich skizziert, worüber ich in den Text schreiben will.

Macht ja nichts, wenn ich früher anfange. Eine Woche habe ich ja Zeit, bevor ich mit Frankfurt beschäftigt bin und meinen Ziel diesmal länger zu werden, die fünfzigtausend Worte mindestens zu erreichen kann ich ja treu bleiben.

Drei oder vier Handlungsstränge habe ich. Die Annäherung zwischen Laura und Severin. Ihre Vorgeschichte mit Walter Krieger, dem Lebenspartner ihrer Mutter, der systemrelevanten Krankenschwester, die während Corona sie und Walter im Lockdown ließ und er sie mit seinem Sexuallexikon belästigte und begrapschte und sie sich nicht wehren konnte. Da bin ich durch das Erotik-Workshop der Johanna Vedral gekommen. Dann der Comic, den Laura mit Sandra zeichnet und schreibt. Sandras Auseinandersetzung mit ihrem Chef Edgar Hillinger von der “Allgemeinen Zeitung” und dann noch dessen Bridgerunde mit Olga Tokarz, Severins Klavierlehrern und den Diskussionen über den Urakine-Krieg.

So weit, so what und eigentlich sehr viel. Wenn ich jetzt noch ein bißchen geduldiger werde und mich auf die Überwindung meiner Schwächen einlasse , kann eigentlich nichts passieren, denn ich befinde mich immer noch in meinem Jubiläumsjahr, der siebzigste Geburtstag, fünfzig Jahre schreiben und mindestens sechzig selbstgemachte Bücher.

Wuj, sehr viel, das soll mir erst einer nachmachen. Schade nur, daß ich es damit nicht an die Öffentlichkeit schaffe und das auch mein Blog, der auch in diesem Jahr sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat, nicht zu schaffen scheint.