Diogenes Bloggertreffen mit Frühlingsvorschau

Heute wieder” Diogenes Boggertreffen” mit der Frühlingsvorschau.

Ich bin, glaube ich, über den Blogger Debutpreis,, der jetzt wieder aktuell ist zu “Diogenes” und der lieben Frrau Bühler gekommen und lese regelmäßig Diogenes-Bücher, die sehr interessant sind und immer wieder Neues bringt.

2019 habe ich mich mit Frau Bühler, glaube ich, in Leipzig verabredet, bin aber wegen meines Knöchelbruchs nicht hingekommen.

Dann kam Corona und seither finden die Treffen, glaube ich, online statt und da gibt es auch die Vorschauen, wo Frau Bühler mit ihren Assistentinnen durch das Programm durchführt.

Es gibt auch immer einen Überraschungsgast, heute war das Peter Zantiingh mit seinem Buch “Zwischen und und Morgen”-

Dnn ging es durch das Programm, das ich schon einmal gesehen haben muß, denn “Emanuel Bergmanns “Tahara” und Tamara Halpern “California Girl” sind schon gekommen.

Ich habe, glaube, ich auch noch ein andere Bücher angefragt und jerzt heißt es wieder mal lesen, lesen, lesen.

Stefan Zweigs “Rausch der Verwandlung”

Jetzt gehts hurtig vom Literaturhaus in die “Gesellschaft”, denn dort findet eine Stefan Zweig- Veranstaltung statt.

Stefan Zweig 1881-1942, der, glaube ic,h von Klaus Zeyringer aus dem Kanon hinausgeschmissen wurde, aber in Salzburg sein Zentrum hat, wo Klemens Renoldner an seiner Gesamtausausgabe arbeitet oder über die Einzelbände der Neuausgabe Auskunft geben kann. Wo es um sämtliche Erzählungen und drei Romane geht.

“Rausch der Verwandlung”, ein Roman aus dem Nachlaß, wurde da genau skizziert, der schon im Oktober erschienen ist.

Spielt 1926 in Österreich, wo es einegroße Armut gab. Es gibt zwei Teile, der erste Teil handelt von einen Postfräulein ChristineHoflehner.. Da kommt eine Einlaidung von einer reichen Tante aus Amerika, mit ihr zwei Wochen in einem Luxushotel verbringen. Christine verläßt ihre kranke Mutter und wird von der Tante in dem Schweizer Hotel neu eingekleidet und da hat dann der “Rausch der Verwandlung” begonnen, obwohl Stefan Zweig dem Roman keinen Titel gab.

Sie wird aber beleidigt und als Hochstaplerin verdächtig. Die Tante schickt sie zurück in die österreichischen Provinz zurück.

Im zweiten Teil versucht Christine ihr Leben in der großen mondänen Welt wieder aufgenommen.Sie lernt einen Ferdinand kennen, der ihr Geliebter wird und ihr den Vorschlag macht gemeinsam in den Tode zu gehen. Er verleitet sie auch in die Postkasse zu greifen.

Es gibt einen umfangreichen Anhang, der einen helfen soll, den hundert Jahre alten Roman zu begreifen.

Ich glaube, ich habe schon öfter geschrieben, daß ich die “Welt von gestern” und die “Ungeduld des Herzens” für die besten Zweig-Werke halte, während ich mit den Biografien Schwierigkeiten habe.

Erinnerung an Christian Loidl

Das neue Jahr beginnt im Literaturhaus mit einem Lesetheaterabedn über den 2001 verstorbenen Dichter Christian Loidl. Christian Katt, der ein großer Fan von ihm ist, hat ihm gestlaltet.

Und das Literaturhaus, das eine eigene von Barbara Zwiefelhofer betreute Seite und einen neuen Livestream hat, wo man nur hören undd nichts sehen kann, ist auch ein bißchen ungewöhnlich. Aber macht ja nichts, wenn ich zwischendruchblooge sehe ich auch nichts.

Christian Katt hat den Abend veranstaltet, Patricia Broooks, Eszter Hollosi, Astrid Nischkauer, Andrea Pauli, Gabriele Stöger habn mitgelesen. Die Musik ist, glaube ich, von Michael Fischer

Chrstian Katt erzählte, daß die Texte gekommen ud die texte glaubee ich aus dem Buch “…Loidl…icht und fremd..vertraut.”

Christian Katt erklärte, daß die Texte völlig unzentriert, an der Grenze zwischen Wach und Schlaf, nämlich mit einem Tonband dicht am Bett entstnden sind und er nichts daran verändert hat.

Dann kam Michael Fischers Auftritt, der das “Fremd vertraut” musikalisch aufführte.

Ein interessanter Abend mit einem ungewönlichen Dichter, den ich gestreamt habe.

Trojanow trifft Deniz Utlu

Das ist ja eine Reihe in der “Alten Schmiede”, wo Ilija Trojanow ein Gespräch mit einem Autor führt und der oder die aus dem jeweiligen Buch liest.

Jetzt in der letzten Veranstaltung in diesem Jahr war der 1983 in Hannover geborene Deniz Utlu, der Gesprächspartner und der hat, glaube ich, heuer in Klagenfurt einen Ausschnitt aus seinem Buch “Vater Meers” gelesen und das ist ja interessant, denn da gibt es einen anderen in Deutschland geborenen jungen Türken, der 2021, glaube ich, in Klagenfurt gelesen hat und mit “Vatermal” auf der deutschen Shortlist gestanden ist.

Interessant denn bei Necati Öziri liegt der Sohn im Krankenhaus und denkt an seinen ihm unbekannten Vater, bei Deniz Utlu besucht der Sohn den Vater und der ist dreizehn Jahre alt, als sein Vater nach zwei Schlaganfällen in ein Koma fällt und bis zu seinem Tod zehn Jahre später ist die Kommunuikation nur durch Augenbewegungen möglich und so muß sich der Sohn das Vaterbild erfinden oder neu erschaffen.

Die erste Stelle die Deniz Utlu gelesen hat, handelt von Schwimmen, da springt der Sohn auf eine Aufforderung des Vaters ins Wasser und der sagt “Mach mir nie wieder solche Angst!”

Das Gespräch zwischen den beiden Autoren war sehr interessant und Deniz Utlu hat wahrscheinlich eine kunstvollere Sprache als Necati Öziri, der eigentlich dicht an der Realität bleibt.

Darüber drehte sich das Gespräch und am Ende wies Iijia Trojanow auf das neue Programm hin und lobte die “AS”, “wo die Literatur noch nicht so ausgedünnt wo anderswo ist!”

Seien wir also gespannt, ob es so bleibt und im Februar gibts, glaube ich, die nächste “Trojanow trifft…- Veranstaltung.

Radiophones Klimastück

Ich bin ja nicht so unbedingt ein Hörspielfan, gehe aber regelmäßig zu langen Nacht oder zum Hörspielfestival, wie das jetzt heißt und manchmal auch in die “Alte Schmiede” wenn Andreas Jungwirth dort seine Radiophone Werkstatt vorstellt.

So war ich dort Anfang März 2020 bevor der Corona- Schock ausgebrochen ist und jetzt geht es ja um das Klima und um den Klimalockdown, der überall und auch in meinen dystopischen Szenen, befürchtet wird.

So hat die Drehbuchautorin oder Regisseurin Kerstin Schütze, die am Reinhardt-Seminar ein Drehbuchseminar für die dortigen Studenten hat, dort den writing room ausprobiert. Das heißt, die Drehbuchautoren schreiben ja gemeinsam an ihren Stücken und das hat Kerstin Schütze auch getan oder nein, sie ist zu der 2005 geborenen Klimaaktivistin und Poetry Slamerin Paula Dorten gegangen, die gerade ihre Matura machte, aber schon einen Prosatext in Ö1 hatte und hat sie um einen Text gebeten und so ist das Hörstück “Der Ernstfall” entstanden, das dreiundzwanzig Minuten dauert und von Paul Kraker als Nachrichtensprecher eingespielt wurde.

Der erklärt den Klimanotstand, das Wasser wird rationiert, man darf nicht mehr baden und nicht mehr schwimmen und die umweltbewußte Mutter bietet ihren Kind im Supermarkt Wassermelone und Gurken statt Scholokade an. Ein Autorin verdurstet dabei und einer probt den Aufstand beziehungsweise flüchtet auf Land, was, wie offenbar auch bei Corona streng verboten war. Interessant, daß die Polizei dann mit Wasserwerfern auf die Demonstraten losgeht und der Widerständige erschossen wird, während alle andere baden gehen und man sich fragen kann, ob das jetzt ein Traum war oder eine Dystopie?

Das Material ist wohl von den Corona-Maßnahmen inspiriert und, daß man keine Pool mehr füllen darf, wurde schon im Sommer diskutiert.

Es gab dann eine Diskussion über die Entstehungsweise und Paula Dörten scheint sprachlich sehr begabt zu sein und hat sehr poetischen Wendungen, obwohl da ja die Studenten mitgeschrieben haben und am Schluß präsentierte dann die junge Autorin ihre Lebensbiografie als Bobokind, was mich sehr an die Anna erinnerte, denn die war auch in einer freien Schule, aß Konrspitze und wenig Schokolade. Aber die wird jetzt schon vierzig und die Corona-Zeit hat in Paula Dortens Biografie auch gefeht, denn das sie sechzehn war, gab es ja die Lockdowns und wahrscheinlich keine verrauchten Zmmer, wo Marx gelesen wurde.

Interessant für eine ,die sich ja seit drei Jahren mit der Corona-Aufarbeitung beschäftigt und sehr viel, wenn vielleicht auch in einer weniger poetischen Sprache darüber geschrieben hat.

Ein Abend über Gerhard Kofler

Gerhard Kofler ein Namensvetter des berühmteren Werner, nicht verwandt oder verschwägert, denn Kofler gehört zu den vierthäufigsten Namen in Südtirol, war nach Josef Haslinger Generalsekretär der GAV und er war ein sehr beschwichtigender überall vermittelnder Mann, so habe ich als er die “Freiheit des Wortes” abschaffen wollte, sie übernehmen können und 2001 und dann von 2003-2009 organisiert. Er hat mir, glaube ich, auch andere Lesungen vermittelt, vor allem, die in NÖ, weil wir ja in den Neunzigerjahren von St. Pölten nach Wien pendelten und als die Anna in der Rahlgasse von der Praktikantin ihrer Deutschlehrerin Alexandra Millner unterrichtet wurde, hatte die ein Textteilchen von Werner Kofler für die Kinder.

“Da gibt es auch einen Gerhard!”, hat die Anna gesagt und die Frau Millner hat sich gewundert, woher sie den Namen kennt und mich dann zu einer Lesung in die Rahlgasse eingeladen.

Dann kann ich mich noch an einen Aufenthalt in Mürzzuschlag ein Fest für Gerhard Rühm oder Friederike Mayröcker wird das gewesen sein, wo ich mit ihm und der Marie Therese Kerschbaumer in einem Cafe gesessen bin. Bei seinem Begräbnis bin ich gewesen. Da war am Ottakringer Friedhof, wo auch meine Großmutter liegt, Robert Schindel hat das Kaddisch gesprochen und andere Religionen waren auch da und nachher gab es eine Veranstaltung mit Karl Markus Gauss und seine zweisprachigen Lesungen habe ich bei der Lyrik im März hören können und da glaube ich irgendwoher ein “Herbstpresse-Bändchen” gefunden, das ich, als wir mit der Anna im Lesachtal schifahren waren, mitgenommen haben, als ich in Bruneck war und dort gelesen.

So weit meine Gerhard Kofler erinnerungen. Ene Gedichtpräsentation in der “AS” hat es seit seinem Tod 2005 auch gegeben und heute hat sich Markus Köhle in seiner “Retrogranden aufgefrischtReihe” dem Südtiroler GAV- Generalsekretär angenommen und vorher gab es einen Film von Astrid Kofler, auch nicht verwandt und verschwägert, denn im Februar würde er fünfundsiebzig werden, der in Bozen geboren und in Brixen aufgewachsen ist, weil seine Eltern dort eine Radiohandlung hatten und da gibt es in beiden Städten eine Ausstellung und der Film ist interessant, denn man sieht Gerhard Kofler im Schneegestöber 2005 wahrscheinlich mit Regenschirm herumstapfen und seine Gedichte zitieren. Man hört ihm im Cafe Central über den Wiener Kaffee schimpfen. Das wird sich inzwischen geändert haben, denn in jeden Cafe stehen heute wahrscheinlich italienische Kaffeemaschinen. Bis halb zehn ist er dort gesessen, hat gedichtet und dann noch den Peter Altenberg, der auch dort sitzt, über die Glatze gegriffen und dann kann man auch in die Ausstellung schauen und hören und staunen, daß es in Wien in der “AS” eine Veranstaltung im Rahmen der “Retrogranden” über ihn gab, aber die fand erst eine Stunde später statt.

Annemarie Türk war wieder da, denn sie hat ihn in Salzburg, wo er offenbar auch eine Zeitlang lebte kennengelernt. Sein Frau Hannelore und auch sonst sehr viele Fans und Bekannte und man konnte hören, daß Gerhard Kofler ein reiner Lyriker war. Das heißt zwei Notizbücher hat es schon gegeben und er hat seine Gedichte zuerst auf Italiensich, dann auf Deutsch geschrieben und das zweite Notizbuch wurde überhauüt erst posthum von Leopolld Federmair übersetzt, herausgegeben.

Dann ist es in den Keller oder in den Souterrain gegangen, wie Annalena Stabauer sagte und Markus Köhle hat sich darüber belustigt, daß seine Veranstaltung schon stattgefunden haben soll.

Macht aber nichts, war eine doppelte oder halbe Premiere und Markus Köhle hat wieder sein Einleitungsreferat gehalten bevor Siljarosa Schletterer aus Tirol und 1991 geboren bedauerte, daß sie den großen Poeta nicht persönlich kennenlernen konnte.

Dann kam Sabine Gruber auch aus Südtirol und Sekretärin in der GAV als Gerhard Kofler dort Generalsekretär war und hat aus den Notizbüchern gelesen oder sie kommentiert und der 1990 in Südtirol aufgewachsene Matthias Vieida präsentierte das “Radio Kofler”, was sehr lustig war und am Schluß gab Markus Köhle noch einige Anekdoten über Gerhard Kofler von sich, denn er er sucht immer solche über die Autoren, die er vorstellt und der nächste wird der Kärntner Werner Kofler sein und da hätte ich schon etwas anzubieten. Bin ich ja einmal, als es den Südbahnhof noch gab, zum “Tag der Freiheit der Wortes” nach Klagenfurt gefahren und dort Werner Koflers Koffer im Abteil gehabt, der ihn in Wien abstellte und dann offenbar sofort im Speisewagen verschwunden ist.

Peter Pessls Gasthaus der Wilderness

Den 1963 in Frankfurt geborenen, in Wien und im Burgenland lebenden Peter Pessl kenne ich schon lang. Er ist GAV-Mitglied, hat bei mir bei der “Freiheit des Wortes” regelmäßig gelesen und ist ein sehr experimenteller Autor.

Er ist, glaube ich, auch ein großer Reisender und ich war schon bei mehreren seiner Lesungen, wo meistens seine bei “Ritter erschienenen” Werke vorgestellt wurden und heute ging es um das “Gasthaus der Wilderness” das Folgebuch von “Der Schwerkönig und die Biene”.

Da war ich glaube ich auch bei der Vorstellung in der “AS”.

Nur sehr wenig Publikum und Annalena Stabauer erklärte, daß das Buch vierzig Prosagedichte enthält, wo jedes Gedicht oder Prosastück aus mehreren Teilen besteht, ergänzte dann Peter Pessl, der aus jeden Teil ein paar Beispiele gab. Es gibt in den Texten immer wieder Ztate von Sarah Kirsch, Charles Baudelaire und Friederike Mayröcker, die im Februar wieder ein eigenes Symposium hat, bei dem auch Peter Pessl auch auftreten wird.

Aber jetzt zu dem Buch dem “Gasthaus der Willderness”, die man nicht mit der Wildnis übersetzen kann. Die Stadt Wien und ihre Terroranschläge kommen vor und Peter Pessel erwähnte im Gespräch, daß man, wenn man in Wien lebt über Leichen geht und auch die Flüsse, wie die Donau, vieles davon transportieren.

Ein sehr politischer Text trotz aller Experimente. Der Kurzkanzler kommt vor und auch das KZ Mauthausen, das dann mit “Mauthausen ein deutsches Glück” zitiert wird.

Sehr politisch, sehr experimentell und auch wieder ein wenig unverständlich. Aber irgendetwas zieht mich ja immer zu den Experimentellen hin, obwohl ich selbst nicht so schreibe und wurde auch vom Autor persönlich begrüßt.

Kein Weihnachtsmarkt am Karlsplatz aber Punsch und Kekse bei der Lese.Auslese

Eigentlich wollten wir ja heute mit der kleinen Lia auf den Christkindlmarkt am Karlsplatz und sie dort in ein Ringelspiel setzen. Sie ist aber krank geworden, so hat die Anna abgesagt und am Abend ging es wieder zur “Lese.Auslese” in die “Gesellschaft” zum traditionellen Saisonabschluß, wie Manfred Müller erklärte und erzählte, daß es die “Lese.Auslese”, wo immer die besten Bücher der Saison vergestellt werden, schon seit 2009 gibt. Bei einigen war ich , ich glaube bei der im Sommer 2010 das erste Mal, bei Corona habe ich gestreamt und mir den Punsch oder die Bowle nur vorgestellt und diesen Sommer, war ich, glaube ich, bei Lias Kindergartenfest in Harland und habe auch gestreamt.

Neun Bücher wurden von Katja Gasser und Cornelius Hell vorgestellt und die Bücherauswahl war sehr interessant, obwohl ich keines davon gelesen habe.

Begonnen hat es mit Klaus Amanns Christine Lavant-Buch, denn die feierte ja heuer, wie Manfred Müller sagte, ihren fünzigsten Todestag. Sie selbst wahrscheinlich nicht, aber die Nachfahren bzw. der Literaturbetrieb und dann ging es mit Gabriele Kögls “Brief vom Vater”, die ich später im Foyer gesehen habe, weiter. Auch ein Buch von unten, wie Katja Gasser euphorisch bemerkte.

Marica Bodrozic, die aus Dalmatien stammt, hat einen Essay über die “Mystische Fauna”, also das Verhältnis zwischen Mensch und Tier beschrieben, was, wie Ktj Gasser feststelle, wahrscheinlich wegen der Klimakrise derzeit sehr modern ist.

Drago Jancars “Als die Welt entstand”, habe ich mir ja auf der “Buch-Wien” vom Geburtstagsgutschein der Anna gekauft und muß es noch lesen und Julian Schutting, der ja als Jutta 1937 in Amstetten geboren wurde und ein begeisterte Fußgänger ist, hat “Auf vertrauten Umwegen”, datierte Blätter herausgebracht und dann blieb es bei Jan Wagner mit seinen “Steinen und Erden” lyrisch, beziehungsweise war das auch so bei der “Poesie” von Xaver Bayer, dem öst Buchpreisträger von 2020, von dem Katja Gasser in voller Begeisterung schwärmte und ihn sich als künftigen Buchpreisträger vorstellte.

Mal sehen, ob es soweit kommt und Laura Freudenthaler mit ihrem gattungslosen “Arson”, auch ein Umweltschutzbuch, wäre, wie Manfred Müller meinte, auch eine Anwärterin für diesen Preis und das beste Buch des Jahres und jetzt habe ich Sofia Andruchowytsch, die Tochter des Juri mit ihren “Geschichte von Uljana”, dem zweiten Teil einer Trilogie, wo man die heutige Ukraine gut verstehen kann, wie Manfred Müllerr meinte, vergessen.

Das war es dann und auf zu den Keksen und den Punsch, der von Manfred Müller schon wortreich angekündigt wurde und da war es im Foyer sehr voll. Annemarie Türk war da, Henrike Blum, Bruno Pisek, Gabriele Kögl, wie schon erwähnt, die sich selbst versäumte, Ljuba Arnautowic, Rhea Krcmarova die ich auch noch lesen muß und ich bin nach einem Becher Punsch und drei Keksen diesmal schnell gegangen, weil ich wegen meiner mangelnden Kondition diese Woche mit einer Zucker- und Alkohldiät begonnen habe, um wieder in Schwung und Form zu kommen.

Und jetzt der Einstieg in meinen Adventkalender, wo man bis zum Zwölften alle Fenster aus dem Jahr 2015 finden kann, der Dreizehnte kommt dann wahrscheinlich in den nächsten Jahren und das nächste offene Fenster wird, glaube ich, morgen sein.

Klasse und Literatur

Sabine Scholl
Eva Schörkhuber

Das Autorenprojekt von Sabine Scholl, wo ich schon bei einer Veranstaltung war, wurde diesmal unter dem Titel “Haben und Gehabe”, das 2000 auf Deutsch erschienene “Die Bedeutung von Klasse” der 1952-2021 gelebt habenden schwarzen Litereraturwissenschaftlerin bell hooks, die sich von der Arbeiterklasse zur Schriftstellerin und Uniprofessorin hocharbeitete und darüber Bücher geschrieben hat.

Die 1982 in St. Pölten geborene Eva Schörkhuber mit der ich auf einigen Volksstimmefesten gelesen habe, hielt das Einleitungsreferat. Im Gespräch mit Sabine Scholl, die vor einigen Jahren de “Wildganspreis” bekommen hat, ging es dann auch auf die österreichische Situation und da ist interessant, daß da die Klassen zuerst in Angst vor Corona,Teuerung, Krieg, etcetera gehalten und dann aufgelöst werden. Kanzler Nehammer wurde ja sehr dafür angefeindet, als er in vertrauter VP- Runde in einer Vinothek über die Armen hergefallen ist und meinte, daß sie mehr arbeiten und zu Mc Donald`s gehen sollen und da war interessant, daß Sabine Scholl darauf hinweis, daß sich die untere Mittelschicht für reicher hält, als sie ist und deshalb keine Vermögenssteuer will, die sie ohnehin nicht bezahlen bräuchte, während sich die Reichen eher als ärmer darstellen.

Dann gabs eine Pause mit Wasser und Knabbereien, wo ich von Andrea Heinisch angesprochen wurde, die vor ein paar Monaten meinen Bog entdeckte und deren Debut “Henriette lächelt”, ich noch lesen muß.

Harald Darer
Magdalena Schrefel

Der Alfred hat eine Grüne getroffen, der ich natürlich sagen mußte, “Nie wieder werde ich die Grünen

wählen” und sie seufzend kommentierte, daß sie das öfter höre. Sonst war Eva Geber, Mieze Medusa, Markus Köhle, die Ruth, die gerade von einem Autorenaufenthalt zurückgekommen ist, die Ilse Kilic und noch vielen anderen da und nachher ging es, wie Sabine Scholl, betonte mit der Literatur weiter und da gibt es wohl einige Beispiele, obwohl Österreich ja sehr experimentell ist.

Es begann Magdalena Schrefel, die 1984 in Kornneuburg geboren wurde, in Leipzig studierte und jetzt in Berlin lebt und sie hat einen Band mit zwölf Erzählungen herausgegeben, der “Brauchbare Menschen” heißt und sich da auch mit der Arbeitswelt beschäftigte. Da geht es um das Schlangenstehen und der Securitie, die für Ordnung sorgen muß und um einen Mann der ein Haus ausräumen will und dabei einen rumänischen Arbeiter trifft, der ihm Spannendes zeigt.

Dann kam der 1975 in Mürzzuschlag geborene Harald Darer, den ich einmal in der “Kolik Lounge” kennenlernte und der 2019 mit “Blaumann” auf der Öst stand. ein Buch das natürlich zum Thema passt, obwohl ich eigentlich mehr auf sein neues “Mongo” neugierig war, denn den “Blaumann” habe ich schon gelesen und es hat mich auch nicht so sehr vom Sessel gerissen.

Jedenfalls kehrt da einer in sein Heimatdorf oder Stadt zurück, wo er einmal Lehrling war und reflektiert da über sein Leben. Sabine Scholl lobte die Wortschöpfungen von Harald Darer rund erregte dardurch Mieze Medusas Ärger, den ich gar nicht so nachvollziehen konnte, obwohl ich mir schon dachte, daß da Sabine Scholl ein bißchen über die Fabe spricht, die sie nicht wirklich gesehen hat.

Und jetzt können wir, wenn wir nicht schon bell hook lesen wollen, beobachten, was noch alles in Österreich politisch passieren wird und wer nächstes Jahr die Wahlen gewinnt und wie es mit einem möglichen Volkskanzler mit der Klasse weitergeht?

Die neuen Bücher von Simon Sailer und Anna Albinus

Von dem 1984 in Wien geborenen Simon Sailer, habe ich, schon einmal eine Veranstaltung gestreamt. Denn da gibt eine Trilogie und da wurde glaube ich der “Schrank” vorgestellt. Jetzt ist das neue Buch “Die Manege” erschienen und wurde am Montag in der “AS” vorgestellt und Johannes Tröndle, der die Veranstaltung moderierte, betonte das Überkippen in das Surreale des Autors, was auch in dem neuen Buch bemerkbar ist und da geht es, um einen Zirkus und einen Art der eine Karriere, als Entfesselungskünstler oder besser Fesselungskünstler machen will, aber offenbar nicht in die Manege hineindringen kann und Johannes Tröndle stellte an dem Autor die Frage, ob er damit den Kunstbetrieb meint, in dem man über die Castingphase oft nie hinauskommt?

Zwei eher kurze Stellen hat der Autor, ein schlanker Mann, gelesen und dann mit dem Moderator über das Buch diskutiert.

Dann kam die 1986 in Mainz geborene Anna Albinus, die inzwischen wieder in Deutschland lebt, aber einige Jahre in Wien lebte und da mit “Revolver Christi” sowohl den öst Debut als auch “Rauris” gewonnen hat.

Ich habe das Buch, glaube ich, gar nicht so besonders empfunden, bei “Chalupli”, ein Ort an der polnischen Grenze, wo sich der Nachtzug, der von Wien nach Berlin fährt, teilt und in dem Buch geht es, um eine aus Moussul geflüchtete namenlose Kurdin, die als Schlafwagenschaffnerin tätig ist.

Da gibt es ja auch das entsprechende Buch aus dem “Wagenbach-Verlag”, aber das schildert die amerikanischen Verhältnisse im vorvorigen Jahrhundert. Hier geht es, glaube ich, um die Jetztzeit und bei den Stellen, die Anna Abbinus gelesen hat, geht es, wenn ich es richtig verstanden habe, um einen Totgeburt im Zugabteil, die die ehemalige Krankenschwester, auf der Fahrt beobachtet und dann den zurückgelassenen Koffer entsorgt, bevor sie in Berlin in ihr Hotel geht und mit dem Kollegen Boris, die Nacht verbringt.

Johannes Tröndle fragte nach der Entstehungsgeschichte und Anna Albinus schilderte eine solche Fahrt und ihre Begegnung mit einer sehr freundlichen Schlafwagenschaffnerin, die zum Ausgangspunkt des Buches wurde.