Den 1963 in Frankfurt geborenen, in Wien und im Burgenland lebenden Peter Pessl kenne ich schon lang. Er ist GAV-Mitglied, hat bei mir bei der “Freiheit des Wortes” regelmäßig gelesen und ist ein sehr experimenteller Autor.
Er ist, glaube ich, auch ein großer Reisender und ich war schon bei mehreren seiner Lesungen, wo meistens seine bei “Ritter erschienenen” Werke vorgestellt wurden und heute ging es um das “Gasthaus der Wilderness” das Folgebuch von “Der Schwerkönig und die Biene”.
Da war ich glaube ich auch bei der Vorstellung in der “AS”.
Nur sehr wenig Publikum und Annalena Stabauer erklärte, daß das Buch vierzig Prosagedichte enthält, wo jedes Gedicht oder Prosastück aus mehreren Teilen besteht, ergänzte dann Peter Pessl, der aus jeden Teil ein paar Beispiele gab. Es gibt in den Texten immer wieder Ztate von Sarah Kirsch, Charles Baudelaire und Friederike Mayröcker, die im Februar wieder ein eigenes Symposium hat, bei dem auch Peter Pessl auch auftreten wird.
Aber jetzt zu dem Buch dem “Gasthaus der Willderness”, die man nicht mit der Wildnis übersetzen kann. Die Stadt Wien und ihre Terroranschläge kommen vor und Peter Pessel erwähnte im Gespräch, daß man, wenn man in Wien lebt über Leichen geht und auch die Flüsse, wie die Donau, vieles davon transportieren.
Ein sehr politischer Text trotz aller Experimente. Der Kurzkanzler kommt vor und auch das KZ Mauthausen, das dann mit “Mauthausen ein deutsches Glück” zitiert wird.
Sehr politisch, sehr experimentell und auch wieder ein wenig unverständlich. Aber irgendetwas zieht mich ja immer zu den Experimentellen hin, obwohl ich selbst nicht so schreibe und wurde auch vom Autor persönlich begrüßt.