Jurenka Jurks Schreibwerkstatt

Die Gründerin der Romanschule Jurenka Jurk bietet ja seit einigen Jahren zum Jahresbeginn immer fünf kostenlose Webinare an, wo man sein Romanjahr planen kann.

Ziel war es wohl Teilnehmer für die zweijährige Romanausbildung zu finden, die relativ teuer ist. Ich glaube, dreihundert Euro pro Monat. Was aber trotzdem ein Erfolg zu sein schien, denn sie hat inzwischen sechs Coaches, die sie dabei unterstützen.

So war die Ausbildung schon ziemlich voll und nur mehr ein Platz frei und so gibt es die zweite Idee, nämlich, die einer Schreibwerkstatt, denn zusammen schreibt man besser allein. Was natürlich stimmt, denn ich kann mich erinnern, daß ich 1973 dagestanden bin und nicht genau wußte, wie das schreiben geht und keinen Kontakt zu anderen Schreibenden hatte. Ja, damals war man ziemlich damit allein und mußte sich selbst weiterkämpfen, das heißt das Schreiben lernen durch das Schreiben.

Ich bin dann bald in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekommen, Ende Siebzig war, das glaube ich, wo aber auch nicht konstruktiv kritisiert wurde. Da war man schnell bei “Das ist schlecht, ich weiß aber auch nicht wie es besser geht!”. Das war früher glaube ich auch bei den GAV-Neuaufnahmen so.

“Der ist zu schlecht, den wollen wir nicht!”

1984 war der Arbeitskreis zu Ende. Das heißt, die Anna wurde geboren und ich wurschtelte mich weiter durch den Literaturbetrieb. Verschickte ziemlich wahllos meine Texte und beteiligte man an einer Ausschreibung des “Luitpold-Stern-Preises” eine Literaturschiene des österreichischen Gewerkschaft, wo ich gewonnen habe. Ich glaube in der Sachpreiskategorie, also ein Buchgutschein. Wenn man Geld gewann mußte man drei Jahre aussetzen. Aber dann in eine Schreibwerkstatt der Eveline Haas eingeladen. Das war 2000 und sehr toill, weil es dort ein Thema gab, wo man eine halbe Stunde geschrieben und dann gelesen hat. Kritisiert wurde nicht und ich kann mich erinnern, daß da eine etwas behinderte Teilnehmerin war, die immer nur ein paar Sätze herausbrachte und niemand hat sie kritisiert.

2013 hat mich die Ruth in eine Schreibgruppe eingeladen, die sie für Robert Eglhofer organisiert hat. Das hat damals im Cafe Ludwig stattgefunden. Die Ilse Kilic, der Fritz Widhalm waren dabei. Später kam der Musiker Peter Cak und Klaus Khittl, der leider vor kurzen verstorben ist hinzu, und noch viel später meine liebe Freundin Doris Kloimstein aus St. Pölten.

Das hat ein paar Jahre gedauert bis die Leute weggeblieben, aber ich hatte das Schreiben inzwischen gelernt. Bücher geschrieben und sie ab 2000 selbst herausgeben. 2008 habe ich mit meinen Blog begonnen und Kontakt zur Literaturszene habe ich auch.

Gehe ich ja seit Jahrzehnten mehrmals in der Woche zu Veranstaltungen, lese viel, etcetera und Kontakt zu Autorinnen habe ich schon im “Arbeitskreis schreibender Frauen” bekommen, wo ich Marie Therese Kerschbaumer, Erika Danneberg, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner, Valerie Szabo, Hilde Langthaler, etcetera kennenlernte und mit einigen von diesen Frauen habe ich mich noch jahrelang getroffen.

Ruth Aspöck, die engagierte mit dem Verlag “Die Donau hinunter” habe ich später kennenglernt und bin mit ihr auch auf ihrer Abschiedstournee 2007 mit dem Alfred von Ybbs nach Regensburg gefahren und in Vielshofen aus dem “Donaubuch” gelesen. Die Hilde Schmölzer abee ich auch erst später kennengelernt, ihr in den Siebzigerjahren erschienenes Buch “Frau sein und schreiben”, wo die Elfriede Gerstl noch nicht vorkommt, im Arbeitskreis besprochen.

Das Schreiben also gelernt, damit aber keinen Erfolg gehabt und so habe ich mich, weil es das jetzt gibt, viel im Internet umgehört, bin auf verschiedene Schreibtrainerinnen, wie Annika Bühnemann, Julia K. Stein und eben Jurenka Jurk und ihre Webinar begeistert mitgemacht, obwohl ich eigentlich schon schreiben kannte. Aber wenn man in den Literaturbetrieb nicht hineinkommt und sich sehr dafür interessiert.

Mit den “Nanowrimos” habe ich 2009 begonnen und, glaube ich, an dieseiben mehr oder weniger korrekt mitgeschrieben. Da soll man im November einen Roman von mindestens 50 000 Worten schreiben, was in der Literaturwelt auch einen schlechten Ruf hat.

Das sind die Anfänger, die Leipzig und , die “Hochschule für Sprachkunst” nicht nimmt und nicht beim “Bachmann-Preis” lesen dürfen.

Es schreiben aber mehr Leute als die, die, in den Literaturbetrieb hineinkommen und da finde ich es toll, daß es Autorinnen gibt, die für sie etwas anbietet.

Und bei Jurenka Jurk kann man wirklich viel gratis lernen. Ein bißchen diszipliniert muß man vielleicht schon sein und nicht ganz am Anfang stehen. Aber sonst, glaube ich, kann man viel lernen, wenn man diese Romanwerkstatt bucht, die an die vierzig Euro im Monat kostet.

Da gibt es einen Fokus des Monats in der Masterclass. Im Jänner ist es das “Plotten” Online in der Gruppe und da gibt es das Co-Writing. Damit das Schreiben besser geht, trifft man sich Online, dreht das Kamera auf und schreibt bis vier Stunden für sich hin und kann den anderen dabei zusehen.

Für mich als Siebzigjährige klingt das etwas seltsam, kann aber motivieren. Webinare gibt es auch, wo man zuhölren kann, Fragestunden, Schreibübungen. Also ganz toll und Jurenka Jurk macht auch eifrig Webung dafür, daß es in der Gruppe besser geht und jetzt habe ich noch das “Writersstudio”” mit seinen “Open House” Gratis Workshops vergessen, das auch ziemlich erfolgreich ist.

Offensichtlich gibt es einen großen Bedarf an Schreiben und auch genügend Leute, die dafür etwas zahlen können. Die hatten schon vor Jahren Gruppentermine.

“Schreiben mit Joga”, etcetera, wo man sich im Studio treffen und gemeinsam schreiben konnte und noch etwas ist toll am Jurenka Jurks Schreibwerkstatt, daß die sehr achtsam mit Kritik umgeht.

So steht in dem Beschreibungsbogen, was die Schreibwerkstatt nicht ist.

“Kein Platz für Trolle!”

Sehr gut, daß da der Uli mit seinem “Mitleid und Bedauern” und dem “Hopfen und Malz” draußen bleiben muß, weil man das ja nicht wirklich braucht.

Wieder in das Romanplanjahr

Das geht ja schon seit einigen Jahren so, daß das neue Jahr für mich mit dem fünftägigen Webinaren der Jurenka Jurk beginnt. Da werden immer Arbeitsblätter ausgegebeen, wo man seine Romanziele eintragen und schauen kann, was man noch braucht, damit das Romanprojekt fertig wird?

Und das tust du jetzt schon das vierte oder fünfte Mal iwerden meine Kritker vielleicht fragen, die immer gleichen Bögen ausfüllen und dann im Herbst die Mini-Workshops des “Writersstuios“. Wie kommst du da weiter? Du brauchst doch einen Verlag eine Agentur, ein Stipendium, etcetera?

Eine spannende Frage und so habe ich das erste Arbeitsblatt heute auch schnell ausgefüllt. Habe meine vier Bücher, meine Lesungen angegeben und dann natürlich, daß ich mir mehr Feedback wünschen würde.

Das schreibe ich schon öfter, es kommt aber keine Reaktion. Es bleibt so, wie es ist und außerdem habe ich zu Weihnachten mit der “Schwurblerin” angefangen und da habe ich zwölf Szenen, zwanzig Seiten und 9103 Worte. Es beginnt ,wie schon beschrieben in der Wahlzelle und dann tritt Maria Mattuschek vermehrt auf. Die beiden Frauen sitzen vor dem Fernseher. Agathe resumiert die letzten Jahre, so weit so what und das Schreiben ist wieder erstaunlich schnell und erstaunlich gut vor sich gegangen, aber dann kommt der Uli oder jemand anderer und sagt “Quatsch!”

Die Arbeitsblätter also ausgefüllt. Ich hatte gestern und heute viele Stunden und um sieben, wo das Webinar stattfand, eine Stunde. So bin ich erst um acht in den Stream hineingekommen, wo Jurenka Jurk und Coach Katja vom regelmäßigen Schreiben, dranbleiben und sich nicht entmutigen lassen diskutieren. Da bin ich auch schon darüber und das Schlimmste, was passieren kann, ist daß die “Schwurblerin” bei 20 000 Worte endet, noch dazu wo ich ja keine Ahnung habe, wie die Wahl im September ausgeht und man mir vielleicht einen Monolog vorwerfen könnte, aber das ist egal.

Es kommen also bis Freitag noch vier Arbeitsblätter und am Freitag und am Sonntag noch Webinare. Seen wir gespannt, wie es weitergeht und was ich mir davon mitnehmen kann?

Das Arbeitsblatt zwei fragtdanach, ob man alles hat, was ein Autor braucht? Da ist interessant, daß die Romanschulleute darauf bestehen, daß man das schon ist, wenn man beispielsweise dieses Webinar besucht und dafür kein Buch bei “Suhrkamp” braucht. 

Jurenka Jurk hat da immer an die zweihundert Teilnehmer, die schreiben lernen wollen. Das finde ich schön, auch wenn die vielleicht über das Selfpublishing nicht hinauskommen und das Dranbleiben und das Fertigschreiben ist auch nicht so einfach. Ich kann das schon, schreib ich ja schon über fünfzig Jahre literarisch und was ich brauche, die Anerkennung den Erfolg natürlich, das werde ich jetzt wahrscheinlich öfter schreiben.

Was ich noch lernen muß, um mein Ziel zu erreichen? Man lernt wahrscheinlich immer bis an das Ende seines Lebens und ich lerne durch das Schreiben, denke ich, auch wenn das nach Außen keine Wirkung zeigt.

Was ich brauche um zum veröffentlichten Publikumsautor zu werden? Einen Verlag, der mich bringt, aber die schreibe ich schon lange nicht an, Einladungen zu Lesungen, positive Rezensionen, etcetera.

Chancen und Risiken die mein derzeitiges Projekt begünstigen oder bedrohen?

Das ist bei der “Schwurblerin” noch einmal ein bißchen schwierig. Denn über die aktuelle politische Situation und die Corona-Aufarbeitung darf oder soll man eigentlich nicht schreiben und wir haben jetzt Jänner. Die Wahl ist vermutlich im September. Wie soll ich da schon wissen, ob da ein Volkskanzler gewinnt. Die Agathe resumiert aber ihren Weg der letzten Jahren und hat da Unterstützung von einer dementen alten Frau.

Das finde ich ganz ehrlich originell und die Gefahr ist natürlich wieder, daß das Ganze sehr kurz wird und vielleicht schon bei zwanzigtausend Worten endet.

Beim dritten Arbeitsblatt sind wir schon beim Romanfahrplan angekommen, den die Romanschule ja unterrichtet, also wie gut ist man bei seinen Figuren, der Heldenreise, dem Plotten und der Szenenplanung und wie gut will man da noch werde. Etwas was man wahrscheinlich selbst schwer einschätzen kann und ich bin auch keine große Plotterin, sondern plane immer ein paar Szenen im Voraus und denke höchst wahrscheinlich auch nicht so viel an meine Leser, weil ich ja weiß, daß ich die ohnehin nicht finde.

Am Abend gabs ein neues Treffen, wo es ein bißchen durcheinander ging. Die heutigen Arbeitsblätter waren leichter, als die vom Dienstag, wenn man einschätzen kann, wie weit es mit der “Heldenpreise” steht? Ich weiß noch immer nicht, ob ich die brauche oder nicht, als das was man zum Autor braucht?

Da habe ich, glaube ich schon fast alles, außer der Anerkennung von außen, denn wenn immer einer kommt, der sagt, so darf man nicht schreibenl ist das ein bißchen schwierig,

Auf die Ausdauer kommt es an und was macht man, wenn die Freundin während ich beim Kaptitel sitze. kommt und sagt: “Wir gehen wir in den Biergarten!”

Da bin ich wahrscheilich eine, die eher mitkommt und eine Idee, keine richtige Schreibübung war, einmal den “Medicus” oder den Kafka weiter zu schreiben.

Bei den Arbeitsblättern vier geht es weiter mit dem Romanfahrplan. Wie weit bist du bei Dialogen? Da schreibe ich ja immer, ich kann keine. Stimmt aber nicht, denn meine Handlungen werden oft durch Dialoge vorangetrieben. Beim “Show not tell” muß ich ein bißchen passen. Da kann ich noch sicher lernen und das Überarnbeiten betreibe ich ebenfalls. Erst dann geht der Text zum Alfred und nun das Veröffentlichen.

Natürlich ein Verlag, “Suhrkamp” oder “Rowohlt,” selbstverständlich. Aber was, wenn die mich nicht nehmen? Da ist das Selbpublishing, das ja noch immer einen schlechten Ruf hat, einen wahrer Segen und da bin ich eine Pionierin, weil ich es schon seit 2000 betreibe, obwohl der Uli wieder meint, daß ich es nicht richtig mache.

Im Arbeitsblatt 5 geht es, was man 2024 alles umsetzen will. Da will ich den oder die Romane fertigschreiben und ein bißchen Anerkennung dafür bekommen und kann da gleich vermelden, daß ich mit der Rohfassung der “Schwurblerin” und das ist diesmal wirklich nur eine Materialsammlung fertig bin und bei 11 864 Worten, sechsundzwanzig Seiten und siebzehn Szenen. Das ist natürlich kein Roman, das weiß ich schon. Also das mal korrigieren und vielleicht bis zum Wahltag liegen lassen oder noch ein paar andere Handlungsstränge, zum Beispiel, die Omas einfügen.

Meine Schreibzeiten weiß ich. Das heißt, ich schreibe immer wenn ich Zeit habe. Also nicht täglich, habe aber eine gute Disziplin, weil mir das Ganze ja sehr wichtig ist.

Dann kommt der Vertrag. Was will ich in einem Jahr geschafft haben und, wie belohne ich mich damit? Das habe ich, glaube ich, schon beschrieben und jetzt kam das Neue. Jurenka Jurk experimentiert da sehr herum und bietet immer wieder Neues an, wo man sehr viel lernen kann.

Das war jetzt das Co-Writing. da schaltet man den Computer ein. Läßt die Kamera an und alle schreiben zwei Stunden gemeinsam, weil das wahrscheinlich motiviert. Da bin ich auch schon darüber hinaus und Jurenka Jurk fragte zu Beginn, wer schon alle Arbeitsblätter gemacht hätte und bot dann an, die in der Schreibzeit zu bearbeiten. Sonst gab es eine Schreibaufgabe: “Brich in die Wohnung deines Charakters ein und beschreib alles ganz genau.”

Das ist sicher eine gute Übung, die ich benützen kann, wenn ich wieder was beginne und am Abend gab es, das Abschlußtreffen, wo die Romanwerkstatt, die es seit einiger Zeit gibt, vorgestellt wurde.

Das war es, intensive fünf Tage und jetzt hinein in das Rommanjahr 2024. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich bei dem Romanfahrplan, dem tollen Geschenk der Jurenka Jurk, wirklich schon wissen kann, wann ich mit der Planung des Helden, des Antogonisten, etcetera fertig bin, denn ich plane ja nicht wirklich, bin aber gespannt.

Durchblicken, planen, schreiben

Am Mittwoch habe ich meine “Stalkingstory” fertig korrigiert und dem Alfred zum Druckereifertig machen übergeben. “Die Toten lassen grüßen”

sind schon in der Druckerei und sollen in der ersten Jännerwoche kommen.

Also bereit für etwas >Neues und da habe ich ja “Aus dem Leben einer Schwurblerin” geplant, um den von Links- nach Rechtsruck und umgekehrt zu beschreiben. Da hatte ich den Prolog oder die erste Szene, nämlich Agathe geht zur Wahl und denkt, daß sie eigentlich die Freiheitlicheen wählen könnte und stürzt aus dem Wahllokal.

Die nächste Szene wäre die vorige Wahl gewesen, wo sie die Grünen wählte um die Freiheitlichen zu verhindern und dazwischen liegt Covid, die Kriege, die Teuerung, etcetera und da sehe ich die Gefahr, daß ein neuerliches “Mathilde im Coronaland” herauskommt, denn eigentlich weiß ich nicht wirklich, wie so man ein Staatsfeind, ein Leugner oder ein Schwurbler ist, wenn man die Maßnahmen für zu übertrieben gehalten hat.

Aber gut, Notizen machen, Charakterbögen ausfüllen, den Plot erstellen und mir dabei Zeit lassen, die Handlung kommen zu lassen, habe ich gedacht und dann kam eine Einladung von Jurenka Jurk von der Romanschule, zu deren Jahresanfangwebinar ich mich schon angemeldet habe, am Abend, ein “Neujahrzauber-Webinar” zum Thema “Durchblicken, planen und schreiben” zu machen, um das alte Jahr abszuschließen und das Neue zu beginnen.

Das habe ich heute schon gemacht, nämlich die Charakterbögen ausgefüllt und auch schon zwei Szenen geschrieben. Da gibt es ja die achtunddreißigjährige Architektin Agathe Bischof, die zur Wahl geht, eigentlich die Lnken wählen will, dann aber flüchtet, sich im Votivpark wiederfindet und dort die Oma gegen Rechts, Thekla Morgenstern aus der “Pensionsschockdepression” trifft, die ihr verrät, daß sie schon wählen war, um den Volksskanzler Kickl zu verhindern.

Denn die zweite Idee war ja schon vorhandene Romanfiguren einzubeziehen und da sind wir die drei Omas gegen Rechts Thekla Morgenstern, Laura Augustin und Magdalena Kirchberg eingefallen und die demente Maria Mattuschek aus der “Magdalena Kirchberg” ist ihre Nachbarin und gibt ihr Tips.

So weit so gut. Mal sehen, wie es wird und Jurenka Jurk mit Weihnachtskugelohrringen und einem Weihnachtspullover stellte gleich ein paar kleine Aufgaben. So sollte man sich überlegen, was einem im Jahr 2023 alles gelungen ist?

Vier Bücher denke ich, das “Soziale Kreditsystem”, das “Dreimäderlhaus”, der “Ukraineblues” wurde geschrieben und sind erschienen. Die “Toten” sollen folgen” sowie die “Stalkingstory”, wow sehr viel.

Aber irgendwie trete ich ja im Kreis, weil ich es nicht nach außen schaffen und das sind wohl meine Hndernisse bei Aufgabe zwei, kein Feedback, sondern höchstens Kritik vom Uli “und ich komme und komme da nicht heraus und das wird mir bei der “Schwurblerin” höchstwahrscheinlich auch passieren. Die dritte Aufgabe war, glaube ich, die Schreibroutine und die habe ich nach fünfzig Jahre regelmäßig schreiben.

Ich schreibe immer, wenn ich Zeit habe, kenne eigentlich keine Schreibblockaden, nur stoße ich manchmal an meine Grenzen und habe schon gedacht, ich bin ausgeschrieben und schreibe nie mehr was Neues und dann kamen schon zwei neue Ideen.

Aufgabe vier war zu reflektieren welche Lektionen und Erkenntnis ich in diesem Jahr hatte? Da muß ich eigentlich passen, denn außer der Erkentnis, daß ich wohl den Rest meines Lebens für mich alleine schreibe werde, ist mir nicht gekommen, kann ich ja, wie ich glaube, schreiben, es nimmt nur leider niemand wahr.

Frage fünf war dann, was hat dir das Feedback gebracht, wenn du an einen Workshop teilgenommen hast. Da habe ich schon geschrieben, daß ich außer dem Uli auf dem Blog eigentlich kein Schreibfeedback habe. Ich habe die Webinare der Jurenka Jurk besucht und mich da eigentlich sehr engagiert und die Workshops des Writersstudios, wo ich an meiner “Stalkingstory” glaube ich, arbeitete.

Dann gings bei Jurenka Jurk zu den Zielen für das neue Jahr und das ist die “Schwurblerin” zu erarbeiten und damit aufzufallen.

Im Blog mache ich ja immer eine Vorschau, ein Gewinnspiel und lade zu einer Leserunde ein. Das ist noch nie sehr viel gekommen, wäre aber mein Ziel, daß sich die Leute mit meinen Schreiben auseinandersetzten.

Natürlich muß der Roman erst fertig werden und möglichst über dreißigtausend Wörter haben, denn ich bin ja in der letzten Zeit sehr kurz., Dann gings um die Frage wie man seine Kreativität im nächsten Jahr steigern kann?

Da bin ich ja sehr gut und nütze eigentlich alles aus, was sich mir bietet, die Webinare, die Veranstaltungen, die Schreiburlaube, aber es bleibt dabei, ich bräche den Erfolg von außen, den ich nicht habe und wenn ich mich auf dasm was ich habe konzentriere, was ich ohnehin sehr engagiert tue, bleibt was über, aber das ist wohl mein Problem und ich habe in den letzten fünfzig Jahren damit leben gelernt.

Was kann man noch verbessern, lautete die nächste Frage?Ja besser werden, meine Schwächen überwinden, was soll ich dazu sagen?

Ich glaube ja, daß man das Schreiben durch das Schreiben lernt und das Ziel wäre vielleicht ein dickerer Roman, da kommt aber erschwerend dazu, daß die Links-Rechts Aufarbeitung im Moment wahrscheinlich keiner lesen will, bekomme ich ja auf meine diesbezüglichen Leserbriefe kaum eine Antwort, weil ja ohnehin alles richtig war.

So ist es dahingegangen, bis Jurenka Jurk zu ihren Jänner-Romanplanjahrwebinaren ingeladen hat und die letzte Frage war, was hat man aus dem Neujahrszauber gelernt?

Ich wahrscheinlich nicht sehr viel, bin aber auf mein neues Projekt gespannt, in das ich noch in diesen Jahr starte.

Jahrestag der Initiative Urheberkonferenz

Da habe ich vor einiger Zeit eine Einladung, ich glaube von Gerhard Ruiss, bekommen, an einer Konferenz über das Urheberrecht und die Entwicklungen der KIs eingeladen, zu der ich mich angemeldet habe, obwohl ich nicht ganz sicher war, ob ich da wirklich richtig bin?

Bin ich ja eine, die außerhalb oder neben dem Literaturbetrieb steht und ihre Bücher selber macht, etcetera. Aber Gerhard Ruiss hat mich ja vor Jahrzehnten aufgefordert, als Delegierte bei den IG- ,Autoren die Generalversammlungen zu besuchen und der interessiert sich ja sehr für das Urheberrecht und die Veränderungen, die es in der Literatur durch die Digitalisierung, etcetera, gibt.

Er ist auch der Präsident der “Initiative Urheberrecht” und der Sinn dieser Vereinigung war, glaube ich, die verschiedenen Kunstsparten, wie Literatur, bildende Kunst, Musik und Film zusammenzubringen. Es waren bei der Konferenz auch einige Rechtsanwälte eingeladen, die über die diesbezügliche Situation berichten. Deutschland wurde da als großes Vorbild gepriesen, während Österreich noch ein ziemlicher Fleckerlteppich mit vielen Lücken im Urheberrecht ist, wie RA Michael Walter in seinem Referat darstellte.

Das war am Vormittag im Dachgeschoß des ÖGV- Hauses in der Löwelstraße. Dann gab es ein Buffet mit Schnitzel- und Fleischlaberlsemmeln, Wraps, Tramezzinis und Pulundergepäck. Dann gings, um die KI und das ist ja ein interessantes Thema, wie die in den nächsten Jahren, die Literatur oder überhaupt den Kunstbetrieb verändern wird.

KI und Recht war auch ein großes Thema am Mittwoch. Im Anschluß gab es noch ein Glas Wein und die Reste des Buffets und am Donnerstag geht es noch einmal weiter und ich denke, es war auch für mich sehr interessant, obwohl ich gar nicht soviele Bekannte getroffen bin, da ich ja eine bin, die ihre Texte gerne ins Netz stellt und ja auch eine begeisterte Bloggerin bin.

Am Donnerstag referierten dann Leute aus Deutschland, Frankreich, Schweiz und Slowenien, wie in ihren Ländern mit den sozialen Plattformen, wie Google, Twitter, etcetera umgegangen wird.

Nach der Mittagspause gab Gernot Schrödl, der Geschäftsführer ein Tagungsresumee und dann gabs eine Diskussion mit Politikern, einem Herrn von der ÖVP, der gern Schnitzl ißt, der streitbaren Eva Blimlinger von den Grünen, Gerhard Ruiss, Michael Walter und noch einigen anderen über den Roformbefarf.

Das war dann eher ernüchternd, denn die Kunstschaffenden unzufrieden und der Geschäftsführer lud im nächsten Jahr zu der Zweijahrestagung ein.

Mal sehen, was bis dahin passiert? Aber die Literatur, der Literaturbetrieb, mein Schreiben und mein Lesen wird weitergehen.

Ins Open House

Ich kenne das “Writersstudio”, das jetzt schon sein einundzwanzigjähriges Bestehen, feiert, schon sehr lang. Ich glaube daß Judith Wolfgruber die damals vielleicht noch Huber hieß ihr “Freischreiben-Buch”, wo sie die Schreibblokaden von Studenten lösen wollte, in der SFU vorstellte und ich war dann, weil mich das Thema “Schreiben lernen”, das man als ich zu schreiben begann, ja noch nicht so konnte, zweimal im Studio in der Kaiserstraße und dann bei der großen Eröffnung im neunten Bezirk.

Da gab es die ersten Gratisworkshops mit damals noch drei Trainerinnen und ich bin regelmäßig Jahr für Jahr hingegangen und habe auch irgendwann angefangen, Szenen für meine jeweiligen Work on Progess in den Miniworkshops zu schreiben.

2019 habe ich, glaube ich, ausgelassen, weil wir in Harland und da wie ich mich erinnern kann mit der Schwiegergmuter und der Betreuerin auf der Rudolfshöhe essen waren, dann kam Corona und das Writersstudio hat seine Veranstaltungen per Zoom angebotenund ist inzwischen auch in den fünften Bezirk gewechselt. Da gab es im Vorjahr ein großes Eröffnungsfest und heuer wieder an zwei Tagen Gratisworkshop und man kann staunen, daß sich das “Writersstudio”, wie auch Jurenka Jurk mit ihrer Romanschule weiterentwickelt und inzwischen viele Trainerinnen hat die Workshops leiten.

Früher ging es ja um das “Freischreiben” und Ana Znidar hat einen Shortstory -Kurs angehobten. Jetzt wird zwischen “Text know how für Angesellte und Selbständige” und den Lehrgängen “Passion Writing” und Memoir Book” unterschieden, die in den zwei Räumen, die es in dem neuen Studio gibt, parallel angeboten und per “Zoom” kann man auch daran teilnehmen, was sozusagen das Corona Erbe ist.

Ich habe mich weil ich ja offenbar eine “Passion Writerin” bin für das literarische Schreiben entschieden und da begann es am Freitag wieder mit dem “Feministischen Schreiben” was das ist, habe ich noch immer nicht ganz verstanden, aber, wie, ich glaube, ein recht perfektes “Freewriting” hinbekommen, das mit den Sätzen “Als Feministin geht es mir in Zeiten wie diesen gar nicht gut”, begann, wo ich mich mit den Veränderungen des Feminismus, seit Ruth Aspöck die Auf gründete und der Wiener Frauenverlag” inzwischen “Milena” heißt und auch Männer verlegt, beschäftigte.

Dann ging des mit der “Flash Fiction” weiter und da wurde dieselbe Geschichte ausgeteilt, die man kürzen sollte. Da habe ich es ja schon im Vorjahr auf vierzehn Wörter, glaube ich, gebracht und durfte den Text vorlesen. Diesmal habe ich ihn, glaube ich, etwas abgeändert, hatte nun neun Worte und ihn auf “Mißverständis: Max findet Danas Handy und alles wird gut”, gekürzt und einer fragte mich, damit gemeint wäre, während Daniela Reiter, die Feminismus Workshopleiterin, die bei den anderen Webinaren teilnahm, die Überschrift gutfand.

Dann kam Marcus Fischer, der ja sein Debut im Vorjahr bei den “O-Tönen” ,vorstellte und, glaube ich, einmal den Fm4 Wettbewerb gewonnen hat und der jetzt einen literarischen Romanworkshop anbietet. Da habe ich dann schon an meiner “Stalking Geschichte” geschrieben und meine Laura den Serverin wieder in der U-Bahn treffen lassen und dann kam Johanna Vredal, bei der ich auch schon geschnuppert habe, die es diesmal erotisch haben wollte, in die “Zona rosa” bat, wo aber nur Frauen teilnehmen durften und begeistert vom erotischen Schreiben sprach. Da hatte ich schon meine Zweifel, ob ich es wirklich so erotisch haben will und das “Erotik-Alphabet”, das man aufstellen sollte, enthielt bei mir auch ziemlich Negative Ausdrücke, wie “Gewalt” und “Traumatisierung”. Dann sollte man sich drei Worte aussuchen und einen Katlogeintrag darüber schreiben. Ich wählte den “Busen”, den “Penis” und die “Pornographie”, tat mir etwas schwer dabei, bis mir eingefallen ist, daß der Lebensgefährte von Lauras Mutter, der diese in den Lockdown-Zeiten immer begehrlich ansieht und mit seinen Händen an ihr herumgrapscht, sie zur Mitarbeit an diesem Lexikon auffordern kännte. Da war mein Text dann auch noch ziemlich wirr, so daß ich ihn nicht vorlesen wollte, was ich sonst immer gern tue, das aber auch bei der Laura Geschichte verweigerte und nur darüber erzählte, weil ich nicht sicher war, ob ich, weil ich ja sehr schnell und viel schrieb, das alles auch ohne stottern lesen könnte und dann gings vom der “Fantasy zum Liebesroman” und zu Michaela Muschitz, die das Schreiben von Unterhaltungsromanen anbietet und per “Zoom” zugeschaltet war.

Da wurde dann, was mich auch interessiert, gefragt, was den literarischen Roman, den ich ja immer schreiben will, vom Genre unterscheidet, was die Jurenka Jurk anbietet, die Antwort war, daß die Sprache bei der Literatur besser ist.

Ob das wirklich so stimmt, bin ich nicht ganz sicher, habe aber wieder in meiner Laura gewerkelt, beziehungsweise mir als Ort für meine Geschichte, die Stadt Wien ausgesucht, also ein Großstadtroman, während die anderen, glaube ich, auch an Höhlen und Wüsten dachten und dann als Ort, den man beschreiben sollte, wieder die U- Bahn ausgedacht, mit der Laura, nachdem sie von ihrem Vorstellungsgespräch kommt, fährt.

Das wars dann für den Freitag und am Samstag ist es um neun gleich mit fünf neuen literarischen Workshops weitergegangen und da hat Judith Wolfsberger, die Gründerin des Studios, die sich jetzt Direktorin nennt und das Studio “Institut für Schreibkompetenz” und “Neue Schule des Schreibens” wieder mit dem “Personal Essay”, der ihr ja sehr am Herzen liegt, begonnern.

“So heiß sind Essays!”, hat sie den Workshop genannt und mit Melisa Erkurt, die im “Falter” Kolumnen schreibt begonnen, bwz. mit der Corona-Zeit, die viel verändert hat.

Das “Writersstudio” ist online gegangen und ich habe in meinen Essay versucht meine Corona-Gedankenn zu orden. Da ließe sich trotz meiner vielen Bücher ,die ich schon darüber habe, sicher noch einen ausführlichen Essay schreiben und dann kam Ana Znidnar, gleich zweimal und führte zuerst wieder in ihre “Short Story” ein und da habe ich natürlich an meiner Stalking Geschichte weitergeschrieben. Eigentlich immer die erste Szene wo die Laura vom Vorstellungsgespräch kommt, in der U-Bahn von Severin fast angesprochen wird, aussteigt und kotzt, weil sie sich an Mutters Freund erinnert, der mit ihr im Lockdown eine Sexual und sich dann mit ihrer Freundin Sandra trifft, die gerade ihr Praktikum bei der “Aktiven Zeitung” macht und mit Laura einen Corona-Comic produzieren will, weil sie sich in Clinch mit ihrem Chef Edgar Hillinger befindet, der auf der anderen Seiten mit Olga Tocarck Bridge spielt. Bei der lernt Severin Klavierspielen und die ist auch die Nachbarin von Laura, die ja inzwischen mit ihrer Schwester Maja zusammenlebt. So könnte es beginnen. Es gibt drei Handlungsstränge und, daß mir noch die nötigen Auf und abs und Konflikte fehlen, habe ich schon beim Online-Schreibseminar am Sonntag festgestellt.

Man sieht der September ist immer reich an Schreibseminaren. Den Anfang der Geschichte hätte ich jetzt und Ana Znidar ist dann in das “Memoir” schreiben eingestiegen. Da gibt es jetzt schon richtige Lehrgänge und in der Mini übung ging es um das “Show not tell”. Man sieht, es kochen alle gleich und, was mich interessierte oder wo ich ein wenig Bauchweh habe, ist ja das mit dem “Schlimmsten”, was man erlebt hat und worüber man schreiben soll.

Was passiert aber, wenn man psychisch nicht so stabil ist, die Gefühle auszuhalten, hat die Psychologin gefragt. Ana Znidar tat zuversichtlich. Jurenka Jurk hütet sich aber aus diesen Grund vor dem autobiografischen Schreiben, das ja jetzt sehr modern ist und dann wurde es wieder feministisch und das noch ein Stückchen stärker, als bei Daniela Reiter. Viel stärker, denn Ba Ossege, die aus Berlin ankam, machte einen äußerst engagierten Eindruck, den Frauen ihren weibliche Stimme zu geben. Interessant, es war ein junger Mann im Raum, sonst zu neunzig Prozent Frauen, die sich für die Webinare interessieren und Ba Ossege, die Soziologin, beschäftigt sich in ihrem Seminar mit Amanda Gorman und nennt das “Empowerment”, was mir auch viel besser als “Kulturelle Aneignung” gefällt. Nur als ich mir die Krone der “Nofretete” aufsetzen sollte, spürte ich Wiederstand. Das war die Suche nach den “Ahninnen”, den starken Frauen, die es in den Museen höchstens als Köchinnen gibt. Aber auch die Nofretete hat wahrscheinlich ihre Diener gehabt und vielleicht sogar Männer in den Krieg geschickt. An der Krone klebt Blut würde ich befürchten und das will ich nicht, habe, ich eingewendet. Bin dann zur Maria Theresia gekommen, die wahrcheinlich auch keine so besonders sympathische Frau war, dann Berta von Suttner und Marie von Ebner Eschenbach, starke Frauen, ja, aber Adelige und daher sicher priveligiert und mit Bildungschancen ausgestattet, die die Zeitgenossinnen nicht hatten, die in den Dienst geschickt und von ihren Dienstherren vergewaltigt wurden. Da ging es mir mit Else Feldmann schon besser, Rosa Luxemburg ist mir noch eingefallen,ohne über deren Charakter viel zu wissen und war bei Marlene Streeruwitz angelangt, als die Schreibübung aus war. Elfriede Jelinek könnte ich noch hinzufügen und Empowerment ist sicherlich wichtig und feminstisches Schreiben, in Zeiten, wo man sein Geschlecht jedes Jahr ändern kann, sicher auch.

Zulerzt kam noch Anna Ladurner mit dem “Ich schreiben”, wie es jetzt heißt, bei der ich schon einige Workshops machte und die immer liebevoll Zettel und Schreibübungen austeilte. Diesmal war es besonders interessant: Man sollte drei Sachen von sich erzählen von denen zwei stimmen. Da sagten die Meisten “Ich liebe Bücher, bin das und das und mag kein Reisfleisch!” Das war dann falsch und ich dachte, sage ich, ich liebe schreiben, bin Psychologin und in zwei Jurien und alle sagen dann, das dritte ist falsch. Nur leider habe ich das Falsche vergessen. Ich hätte mir einen Hund zudichten sollen und am Schluß habe ich dann noch aus einem Detail über mein leben, nämlich über die “Kickl-Demo” vor zweieinhalb Jahren geschrieben und wenn ich da ein Detail entfremde, dann wäre ich nicht über die Brücke gekommen, sondern wahrscheinlich auch auf der Suche nach dem Klo in das Versicherungsgebäude, das ja angeblich gestürmt wurde, hineingerannt.

Das wars dann. Ein Fest hat es heuer nicht gegeben. Ich muß aber sagen, die Seminare waren wirklich intensiv und werden immer intensiver. Das liegt wahrscheinlich an der Professionaltät der Trainerinnen aber auch, daß ich jetzt viel lockerer bin und ich habe mir wirklich viele Ideen für meinen neuen Roman mitgenommen, den ich jetzt noch schreiben muß, wenn ich mit dem “Tod “und dem “Utopischen Roman” fertig bin. Mal sehen ob ich damit zufrieden sein werde? Aber mir fehlt ja die Aufmerksamkeit und das Feedback, obwohl ich mich sicher immer noch um die starken Gefühle und die Konflikte herumdrücke und immer schneller fertig bin und sechzig Seiten sind halt kein Roman. Aber ich will die “Stalking Story” ohnehin im November schreiben und im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich wieder an den Gratiswebinaren, war ja meine Schreibfortbildung ist, teilnehmen und da freue ich mich über den Beerentee und die Schokokekse, die es dort gibt, was vielleicht auch den besonderen Reiz der “Studios für Schreibkompetenz”, ausmacht.

Vom Ikigai Workbook zur Online-Autorenmesse

Der Sommer beginnt sich langsam zu verabschieden, die Veranstaltungen und das dreifache Buchpreislesen hat beginnen und da kamen in den letzten Tage verschiedene Mails von Julia K. Stein und Jurenka Jurk, den beiden Autoren oder Schreibtrainerinnen, die im Netz Workshops für Autoren die höchstwahrscheinlich nicht in Leipzig, Hildesheim oder Wien studieren anbieten. Jurenka Jurk habe ich, glaube ich, über Julia K.Stein kennengelernt und die wahrscheinlich über Annika Bühnemann, deren Videos ich einige Zeit sehr verfolgte und die mir auch einmal Nanowrimotips gab.

Die erste Online Autorenmesse der Jurenka Jurk war 2017, ich glaube, zeitgleich mit der “Buch Wien”, und den “Nano” so daß ich wenig Zeit hatte, mir die Videos anhzusehen, denn da gab es verschiedene Interviews mit Autoren, die den Schreibwilligen Schreibtips gaben, denn es gibt ja trotz des funktionalen Analphabtismus immer noch sehr viele Leute die Schreiben und Bücher veröffentlichen wollen.

Aus der Messe hat sich dann Jurenka Jurks Romanschule entwickelt, die inzwischen eine Menge Coaches hat und eine zweijährige Ausbildung zum Romanautor mit gratis Workshops, die ich regelmäßig frequentiere und damit versuche meinen Texten mehr Schwung und Peep zu geben beziehungsweise die Heldenreise zu begreifen und für mich anzuwenden. Gelingt mir nicht ganz, obwohl ich die letzten drei Texte nach ihren Webinaren geschrieben habe und die Onlineautorenmesse hat sich auch perfektioniert.

Es gibt jetzt Videos, die man sich ansehen kann und jeden Abend ein Webinar mit zum Teil schon bekannten Themen und es gibt jetzt auch ein Workbook, das man sich kostenlos hinunterladen kann.

Julia K. Stein hat die Idee zu einem Schreibclub und eine andere mit dem japanischen Ikigai seine Schreibideen festzulegen und das erste Workshop der Messe war wieder “So überzeugt deine Romanidee die Leser”.

Beim ersten Webinar hat Jurenka Jurk aber als Überraschungsgast den Rapper Quichotte eingeladen, der ein paar Sprachwitze erzählte und sich dann verschiedene Worte zurufen oder in den Chat stellen ließ, zu denen er einen Rap formte.

Dann kam Natascha Birovljew und erklärte, wie man zu einer Romanidee kommt oder den Keim dazu findet, denn es wurde ja schon alles geschrieben. Es ist aber wichtig, seine Idee einzigartig zu machen oder das Einzigartige was man bieten kann, auszuloten. Man braucht einen Protagonisten und Ziele, beziehungsweise Stolpersteine und Hindernisse und dann muß man seine Einfälle kombinieren und dann sollte man seine Romanidee in drei Sätzen formulieren.

Also zu meiner “Stalking Story”, meinem nächsten Projekt. Der erste Satz soll den Auslöser der Geschichte beschreiben. Da fährt oder kommt die Laura also von ihrem Vorstellungsgespräch in der U-Bahn und sieht dort Severin Sickinger.

2. Worum geht es im Text, welcher Konflikt und was ist der Kampf der Figur?: Es geht um die Begegnung zweier Personen in der U- Bahn. Der Konflikt ist Lauras Traumatisierung, sie wurde während Corona vom Lebensgefährten ihrer Mutter sexuell belästigt und fühlt sich von Severin gestalkt, der Kampf ist ihr Widerstand sich in die Beziehung einzulassen.

3. Wie löst sich der Konflikt und wie endet die Geschichte? Laura gelingt es ihre Blokaden aufzulösen, sie kann sich in die Beziehung einzulassen, bzw. sich mit Severin anzufreunden.

Das konnte man in den Chat stellen. Da kamen viele Vorschläge, die dann von den Coaches besprochen wurden, die daran erinnerten, daß Romane immer größer und dramatischer als das Leben sein müssen. Und die Frage, die mich ja derzeitig beschäftigt, ist, wie bekomme ich aus meinen Ideen das Futter um zweihundertfünfzig Seiten zu füllen? Und da ist es wohl hilfreich, daß die Coaches zu mehr Konkretismus mahnten und in meinen drei Sätzen fehlen ja noch die anderen Protagonisten und Handlungssträngen, also sollte ich mir wieder mehr Zeit geben, die Geschichte auszuarbeiten und dazu habe ich ja im November Zeit, weil ich die Geschichte ja für den “Nano” benützen will.

Das nächste Workshop wird dann dem “Show not tell” gewidmet sein. Es wird auch Interwiews von Ronny Rinderer, Elisabeth George und Stefanie Seiler geben. Stefanie Seiler ist eine Selfpuplisherin, die, die Romanschule absolvierte, Elisabeth George eine erfolgreiche Krimiautorin und mit Ronny Rinderer, dem Schaupieler, habe ich ja im Quarantänejahr mein “Frühlingserwachen” geschrieben.

Eine Sponsorenseite, wo man weitere Interviews findet und sich bei “Tolino”, “Uschtrin”, “Dramaqueen”, etcetera Schnäppchen holen kann, gibt es auch.

Und dann ging es los mit den Gefühlen mit Jurenka Jurk und einer Annika, die sich gegenseitig Bälle zuwarfen und diskutiert wurde, wieviel show oder tell man nun in seinen Texten haben soll und ob Tolkien solches verwendete? Gefühle beschreiben, zeigen und sehr sinnlich sein und es gab wieder eine Schreibaufgabe, wo ich meine Laura vom Vorstellungsgespräch kommend in der U-Bahn sitzen ließ “Sie war blaß geworden und starrte vor sich hin.

“Nicht hinsehen!”, murmelte sie dabei und merkte, daß sich ihre Finger verkrampften.

“Nicht hinsehen auf den schönen jungen Mann und dabei an Helmut denken, tief durchatmen und von zehn nach eins rückwärtszählen!”

So hatte es ihr die Therapeutin geraten, was ja eigentlich Unsinn war. Blaß geworden und nicht wegrennen können, obwohl sie das doch wollte. Die Notbremse ziehen und aus der U-Bahn rennen. Das war doch lächerlich. Denn eigentlich war er ein schöner junger Mann. Langsam von zehn bis eins nach rückwärts zählen. Was starrte er sie so an. Nach dem Handy greifen, wenn es schon die Notbremse nicht sein konnte, weil sie deshalb keine Strafe zahlen wollte, die sie gar nicht hatte.

“Was stellst du dich so an, Laura, würde ihre Mutter sicher sagen, wenn sie sie jetzt sehen könnte. “Was ist Fräulein? Ist ihnen schlecht, brauchen Sie vielleicht Hilfe?”, fragte die Frau neben ihr. Tief durchatmen und den Kopf schütteln, zu lächeln versuchen und wegschauen. Jetzt hatte sie es geschafft, Helmut aus dem Kopf bekommen und schaute auch nicht mehr hin. Starrte stattdessen auf den Boden und zuckte mit den die Achseln.

“Es geht schon, keine Sorge, vielen Dank!”, antwortete sie und hatte es geschafft endlich aufzustehen und wegzugehen.”

Ganz schön stark die Gefühle, der traumatisierten Laura. Mal sehen, wie es weitergeht und da ging es ja am Samstag mit Hera Lind, von der ich kürzlich ein Buch gefunden habe und mit der “Figurensprache” weiter. Die Bestsellerautorin Hera Lind, die Sängerin war und während einer Schwangerschaft mit “Ein Mann für jede Tonart”, der auch verfilmt wurde, berühmt wurde und dann auch das “Superweib” geschrieben hat und jetzt das “Fach” gewechselt hat und Tatsachenromane mit Schicksalen von realen Personen schreibt, die schon im Vorjahr bei der Autorenmesse war, rät in ihrem Video zu Mittelmäßigkeit und davon ab, sich unter Druck zu setzen.

“Schreib einfach man nur für dich hin, verbessern kannst du nachher!”

Etwas, das auch Jurenka Jurk rät und ich wahrscheinlich vor fünfzig Jahre gebraucht hätte und da von der Bruni zu sagen bekam, daß jeder Satz sitzen muß. Kann man nicht mehr ändern, aber ich kann sagen, lieber Uli, ich habe bei den letzten zwei Workshops viel gelernt.

Ein Interviews wie man Tips für Lesungen bekommt, hat es auch gegeben, da denke ich, daß die Leser jetzt ja Performances statt den “üblichen Wasserglaslesungen” fordern, aber jeder Autor ist kein Schauspieler, ich bin das jedenfalls nicht.

Am Abend hat sich das Workshop also mit der “Figurensprache” beschäftigen und darauf geschaut, daß jede Figur eine eigene Sprache hat und nicht die des Autors verwendet. Also einen Dialog mit acht Sätzen zwischen zwei Personen schreiben, wo man die Herkunft, die Lieblingsworte, das Alter der Personen und dann auch noch die Konflikte und, wo das Ganze spielt, erkennen kann?

Wie mache ich das also in meiner Stalkinggeschichte und wie unterscheiden sich der Severin von der Laura? Beide sind etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre alt. Er kommt aus Tirol, sie aus Wien, er ist ein bißchen schüchtern, sie traumatisiert?

“Entschuldige, ich bin der Severin? Haben wir uns nicht schon einmal gesehen?”, könnte er sie in etwa stotternd fragen. Sie bleibt aber abwehrend und schüttelt den Kopf. Was macht er dann, wenn sie nicht antwortet, weil sie nicht angesprochen werden will?

Da hätte mir also etwas mehr Dialog ausdenken können, aber spannend die Texte der anderen zu analysieren und war es ganz schön spannend, was man da aus den Sätzen der anderen herausfinden konnte, ob die Person arrogant oder ruppig war und die Szene auf der Straße oder in einem Hörsaal spielte? Ein spannendes Thema auf das man sicher achten und das mach auch üben muß, damit die Unterschiede sichtbar werden.

Und am Sonntag gibt es noch ein paar verlagslastige Interviews einer Lektorin aus dem “Piper-Verlag” und von Sandra Uschtrin und einen Workshop, wo es um das Veröffentlichen geht, wenn man den Roman dann fertig hat.

Da wurden dann die Vor- und Nachteile bei der Verlagssuche diskutiert. Braucht man eine Agentur, soll man unverlangt einsenden, etcetera. Was ist ein Expose oder soll man die inzwischen existierende Möglichkeit des Selfpublishing nützen?

Da hat sich in den letzten Jahren ja einiges geändert. Als ich zu schreiben angefangen habe, hieß es lang, nein darf man nicht, dann kriegst du nie einen Verlag. Inzwischen gibt es bei den großen Messen ganze Hallen mit Selfpublisherbücher und einige Autoren leben davon.

Ich mache es, weil ich keinen Verlag gefunden habe, in den letzten Jahren, die aber nicht mehr suche. Ich mache es über das Print und versuche über meinen Blog auf meinen Bücher aufmerksam zu machen, alles im kleinen Kreis und werde das wahrscheinlich auch nicht mehr ändern, obwohl ich in der letzten Zeit schon öfter denke, ich muß etwas machen um mich sichtbarer zu machen, weiß aber eigentlich nicht, wie ich das machen soll, weil ich ja ohnehin meine Vorschauen, meine Gewinnspielfragen, mein Aufruf zur Diskussionsrunde und auch gelegentliche Lesungen habe?

In dem Workshop “Dein Roman im Buchregal” gab es dann eine Abstimmung, ob man es beim Verlag oder selber machen will und das Ergebnis war 60 zu 40 und ich denke, wenn man es kann, soll man es tun, denn ohne Verlag hat man es immer noch schwer.

Keine Buchpreisliste, keine Preise, etcetera und Jurenka Jurk stellte dann auch eine Teilnehmerin ihrer Romanschule vor, die von ihrem Erfolg berichtete. Sie war zuerst im Selfpublishing erfolgreich, hat dann aber über ihren Buchhändler einen Verlag gefunden und jetzt ihr Buch stolz in die Höhe gehalten und erklärt, daß sie hoch hinaus und erfolgreich werden, sich also eine Agentur suchen, will und das war dann auch der Übergang zu der “Romanwerkstatt”, die Jurenka <jurk ihren Autoren jetzt auch noch anbietet.

Eine Übung gab es auch in der man schreiben sollte, warum man schreiben und sein Buch irgendwann in den Regalen sehen oder bei Lesungen präsentieren will, gab es auch.

Ich habe “Mich selbst verwirklichen geschrieben!” und, daß mir noch die Anerkennung der Erfolg fehlt und ich bin inzwischen sehr pessimistisch und glaube nicht, daß sich da noch etwas verändern wird, auch wenn ich noch immer nicht weiß, warum es gerade mir nicht gelingt, aber inzwischen habe ich damit leben gelernt und ich gebe auch nicht auf.

Will ich einen Roman schreiben?

Natürlich und habe das seit cirka fünfzig Jahren auch schon mehrmals getan. Nach außen nicht sehr erfolgreich, ich weiß und der liebe Uli wird mir das auch gleich schreiben.

Aber “Die Hierachien” sind Anfang Neunzig in der “Edition Wortbrücke” erschienen, das andere war dann selbstgemacht.

An die sechzig selbstgemacht Bücher, wie ich immer schreibe. Nicht alles Romane, ich weiß, zwei Erzählbände, drei Literaturgeflüster-Bücher” und dann auch noch einige Novellen und längere Erzählungen oder Krzromane. Ich werde immer kürzer und das Corona-Fieber hat mich vor drei Jahren auch gepackt, so daß da auch zwölf Bücher entstanden sind.

Am zwanzigsten April, das habe ich auch schon geschrieben, ist mein Computer eingegangen. Da konnte ich, die ich gerade den “Ukraine-Blues” korrigierte, jetzt fast zwei Monate nicht weiterkorrigieren und “Die drei Frauen”,, die jetzt beim Alfi liegen und noch ein Cover brauchen, müssen auch erst fertig werden.

eine vage Idee für was Neues gibt es auch schon. Ich glaube, das habe ich schon geschrieben und ein paar Szeneentwürfe in mein Notizbuch aufnotiert, war aber in den letzten zwei Monaten in Leipzig, habe fünfzig Jahre GAV gefeiert und dann das “Gstöttmaier-Buch” fertig korrigiert, so daß ich nicht sehr zum Neuplanen gekommen bin und da hat mich jetzt Jurenka Jurk mit ihrer “Romanschule” wieder zu einem kostenosen Webinar eingeladen in dem sie ihren “Romanfahrplan” vorstellte.

Diesmal ganze vier Stunden zum Thema “Hilfe, ich will einen Roman schreiben”

Da sie, glaube ich, die These vertritt, daß die meisten Romane nicht fertig werden, weil es den Leuten am Handwerk fehlt. Deshalb gibt es ihren “Romanfahrplan” mit den acht Stufen, der Ideenfindung, der Figurenplanung, sie meint daß die Figuren das Herzstück der Romanplanung ist. Dann kommt die “Heldenreise”.

Da kam es vor kurzem auch ein Webinar, wo es um das starke Ziel ging, das man für die Romanplanung braucht. Daraus ist dann die Idee zum “Ukraine blues” gekommen. Ein sehr kurzer Roman oder eine längere Erzählung mit der ich eigentlich gar nicht so zufrieden bin. Ist ja ein heikles Thema, weil man gleich als Volksfeind gilt, wenn man sagt, man ist für den Frieden und gegen Waffenlieferungen.

Aber der Text ist fertiggeworden. Zugegeben nur achtundvierzig Rohtextseiten und meine Texte werden eigentlich alle fertig. Dann korrigiere ich sie nach der “Szenenplanung” und dem “Losschreiben”, was bei Jurenka Jurk nur einen eher kleinen Raum einnimmt, kommt dann die “Überarbeitung”,.

Das mache derzeit beim “Ukraine-Blues”. Wenn ich damit fertig bin, entwerfe ich den Beschreibungstext und übergebe das Ganze dem Alfred, der es Druckereifertig macht und wenn das soweit ist, mache ich eine Vorschau mit drei Gewinnspielfragen und wenn das Buch erschienen ist, gibt es noch einen Promotionsartikel mit der Einladung zu einer Lesereunde und auf meiner Website ist das Ganze dann nochmal mit einem Probekapitel zu finden.

So weit so what. In Jurenka Jurks zweijährigern Romankurs gibt es noch einen Expose- und Marketingkurs, der das vielleicht erfasst und das war es dann bei mir.

Damit ist es dann erledigt. Das heißt bei der “Poet Night” oder bei anderen Lesungen trage ich ein Stückchen daraus vor und das war es dann und ich fange das nächste Projekt an.

So weit wäre ich mit Jurenka Jurk d´ accord, nur daß meine Texte fertig werden und es das Buch fünzig Mal in gedruckter Form gibt. Bei dem vier Stunden Webinar ging es zuerst sehr intensiv, um die Frage, warum man schreiben will?

Das ist für mich eigentlich klar. Um mich selbst zu verwirklichen, meine Meinung ausdzudrucken und die vielleicht für dieNachwelt zu archivieren. Es ging auch um die Frage, was den Hobbyautor vom richtigen Autor unterscheidet und betonte Jureka Jurk das Ziel, den Plan und auch die Bereitschaft an sich zu arbeiten und sich das Handwerkszeug anzueignen.

Ein Zeitmanagement habe ich nach fünfzig Jahren schreiben eigentlich auch schon. Ich beginne mit einer Idee. Bei dem letzten “Heldenreise-Webinar” habe ich mir die Idee zum “Ukraine Blues” mitgenommen und bei dem fünftägigen Jahresanfang Webinar die zu den “Drei Frauen”.

Jetzt hätte ich die von der Frau mit der dementen Großmutter, deren Freund verstorben ist und die nun dessen Doppelgänger sieht. Das habe ich mir vor ein paar Monaten aufgeschrieben und mußte es mir heute erst wieder ins Gedächtnis rufen. Also nur eine sehr vage Idee. Ich muß aber ohnehin noch mit zwei anderen Büchern fertig werden und Jurenka Jurk ist in den vier Stunden im Schnellverfahren ihren ganzen “Romanfahrplan” mit Übungen durchgegangen. Also konnte man was die “Figurenplanung” betrifft den anderen mitteilen, was die Stärken und die Schwächen der Hauptfigur wäre und interessant war dabei auch, daß Jurenka Jurk, obwohl sie immer vom autobiografischen Schreiben warnt oder sich mit diesen in ihren Kurs nicht einlassen will, daß man selbst die stärkste Figur sei.

Nun ja, könnte man so sehen, denn es ist ja alles autobiografisch und alles gleichzeitig nicht, wie ich ja einmal meiner zweiten Kritikerin JuSophie so mitteilte.

Dann gab es eine Übung zur “Heldenreise”, also zum starken Ziel. Denn die “Heldenreise” beginnt ja damit, daß die Figur ihre vertraute Ummgebung verläßt und in neuen Gefilde aufbricht. Das braucht eine starke Fallhöhe. Da ist bei mir ,zugegben immer etwas vage ausgedrückt.

Aber meine Romane werden fertig. Was ich dann bräuchte wäre das Feedback und die Anerkennung von außen und das war dann schon die Abschlußfrage, was man braucht um seine ziele zu erreichen? Und meinte damit höchstwahrscheinlich das Handwerkzeug. Da fehlt mir wahrscheinlich sicher auch noch einiges und es wäre auch die Frage, was sich bei meinem Schreiben ändern würde, wenn ich mich auf den Kurs einlassen würde?

Wieviel besser mein Roman dann wäre, kann ich ich jetzt nicht sagen. Um einiges sicher, ob ich aber damit einen Verlag finde, zum “Bachmann-Preislesen” eingeladen werde oder auf die “Buchpreislisten” ,komme wäre sehr die Frage.

Eigentlich genügen mir schon eine Handvoll Leser, die mir Kommentare schreiben und vielleicht einen Verlag ,der mich herausbringt, obwohl die schreibe ich schon lange nicht an. Ein etwas größerer Bekanntheitsgrad wäre also gut und ich kompensiere, das, was ich nicht habe, durch Artikel wie diesen, meine Schreibberichte, etcetera.

Jurenka Jurk erwähnte noch die Wichtigkeit von Gleichgesinnten und inzwischen bestehen ihre Kurse aus sechs Teilnehmer, wo man voneinander lernen kann. Das ist sicher wichtig und man lernt bestimmt viel von den anderen. Aber ich interessiere mich schon sehr lange für das Schreiben und seit es die Webinare im Netz oder die Gratisseminare des Writerseminars, gibt habe ich viel gelernt und natürlich ist es die Frage, mit der ich mich schon 2009 beschäftigt habe, ob man Schreibschulen braucht selber lernen kann?

Natürlich kann man das. Nach fünfzig Jahre schreiben habe ich schon soviel gelernt, daß meine Sachen fertig werden und jetzt im Bücherregal in derKrongasse lagern. Mit einer Schreibschule, der “Roman “Ausbildung zum Romanautor”, dem “Writersstudio”, der “Hochschule für Sprachkunst” oder dem “Literaturinstitut in Leipzig” geht das natürlich schneller und das war auch eine Frage eines Teilnehmers, ob man die zweijährige nicht so billige Romanschule braucht?

Man kann es natürlich selber lernen, denke ich und die Gratiswebinare sind auch sehr sehr intensiv. Sie geben Anregungen. Den Rest muß man dann selber machen und da hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Denn das Netz ist voll von Anregungen.

Wer schreiben will, kann es tun und lernen. Seine bücher dann auch selbst herausgeben bei “Amazon” oder so wie ich. An den Lesern, fürchte ich, wird es dann vielleicht hapern. Denn es schreiben immer mehr Leute. Sie lesen dafür weniger. Ich tue beides und so habe ich in meinem jubiläumsjahr in dem vier Stundenkurs wieder viel gelernt und bin gespannt auf mein neues Werk, obwohl ich da auch ein bißchen skeptisch bin. Denn ich habe schon sehr viel geschrieben. Sechzig Bücher muß mir erst einer nachmachen. Fürhle mich auch ein wenig ausgeschrieben und denke es sollte vielleicht das gesehen werden, was ich schon habe. Aber da habe ich bei den fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster-Feiern” noch einges vor, seien wir gespannt.

Wieder bei den IG-Autoren und neues Schreibwebinar

2020 war ich das letzte Mal im Februar bei der Generalversammlung der IG-Autoren. Da sind wir sogar einen Tag früher aus Salzburg wo wir eine Woche mit der Ruth, Winterurlaub machten, zurückgekommen, weil ich einen Antrag einbringen wollte, daß sich die IG auch mit den Selfpublishern beschäftigen soll.

Dann kam Corona und dann gab es zwei Jahre keine GV. Das heißt 2021 hat es, glaube ich eine mit 2G, Maske, etcetera gegeben und jetzt im Mai eine kurze, wo es noch abgepackte Wasserflaschen und kein Buffet gegeben hat und die Statuten geändert werden sollten.

Jetzt gab es wieder eine ganze normale GV mit Bericht des Rechnungsprüfers, dem Arbeitsbericht der letzten Jahre und der Bearbeitung der Anträge, die man vorher an die IG stellen konnte.

Die IG Autoren, die Interessensvertretung der österreichischen Autoren, die von Gerhard Ruiss, glaube ich, in den Siebziger oder Achtzigerjahren gegründet wurde, hat inzwischen, wie Gerhard Ruiss erwähnte, viertausend Mitglieder, da jeder, der eine Veröffentlichung hat, dort Mitglied werden kann und pro fünfzig oder hundert Mitglieder gibt es einen Einzeldelegierten und fünfzig Delegierte von Interessenverbänden.

Da gehört der PEN, die GAV, der österreichische Schriftstellerverband, aber auch die Journalistenvereinigun, die Übersetzer-IG etcetera dazu.

Ich bin schon sehr lange delegiert und finde es auch sehr wichtig einmal im Jahr sich mit anderen Autoren zu treffen und sich mit ihnen über Literatur und den Literaturbetrieb auszutauchen. Bei der GAV-GV tue ich das auch und das Spannende bei der IG ist, daß ich da Kollegen aus den Bundesländern treffe, die ich nur einmal im Jahr sehe, weil sie nicht bei der GAV sind.

O. P. Zier war wieder da, Erika Kronabitter, Judith Gruber-Rizy, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, Christl Greller, die unentwegte, die mir immer wieder die Einladungen zu ihren Veranstaltungen schickt, Doris Kloimstein und neu, glaube ich, Christian Teissl, der ja jetzt Vorstand des Schriftstellerverbandes ist, Georg Bydlinski, Ludwig Laher ist später gekommen, Nils Jensen, Hahnrei Wolf Käfer, Peter Paul Wiplinger, Sonja Henisch und die Kollegen, von denen ich den Namen nicht kenne und traurig natürlich darian zu denken welche Kollegen fehlen, die früher immer wieder gekommen sind, Eleonore Zuzak zum Beispiel und wahrscheinlich einige andere die inzwischen gestorben sind.

Auf dem großen Tisch im Literaturhausfoyer lagen die Anträge auf und dann ging es schon los mit denen, die den ORF betreffen. Da muß ja sehr viel eingespart werden und da ist zu vermuten, daß es die Literaturschiene und Ö1, als Erstes trifft. Das wurde ja schon gestern bei der “Hörspielgala”thematisiert und befürchtet. Das Radiosymphonieorchester soll eingespart werden und da vermutete Gerhard Ruiss, das das gerettet wird, aber dafür wird an der Liiteratur eingespart und die Literaturabteilungen vielleicht nicht nachbesetzt.

Da gibt es ja das “Ex Libris” und die “literarische Soiree” und auch das “Kulturjournal” und auch immer wieder Buchbesprechungen. Ich hatte schon lange keinen Text mehr in Ö1, schicke aber auch nicht mehr etwas hin.

Das nächste große Thema war das Fair Play, also die gerechte Bezahlung bei Lesungen. Da gibt es ja immer Mindesthonorare, die eingefordert werden sollen, aber oft nicht bezahlt werden. Einige Kollegen haben auch Anträge bezüglich Schullesungen eingebracht, denn da gibt es Versuche nur sechzig Euro pro Lesung zu bezahlen, was ein wahres Dumpinghonorar ist.

Nach der Mittagspause-, da gab es wieder ein Buffet mit Würstel, Schinken, Käse etcetera, die Bibiane, die das immer so getreulich austeilte, ist nicht mehr da, sondern schon in Pension gegangen. Dafür drei andere junge Leute, -ist Ludwig Laher aufgetreten und hat wieder vom Rat für deutsche Rechtschreibung” berichtet, wo er noch Mitglied ist, sein Amt aber an Robert Kleindienst übergeben wird.

Jetzt hat er noch darüber berichtet und das ist ein spannendes Thema, weil die IG da das vertritt, was auch meine Meinung ist, daß jeder so schreiben soll, wie er es möchte, orthographische Ästhetik nannte das Ludwig Laher und, daß die Bücher nicht von der alten auf die neuen Rechtschreibung nachgedruckt und die alten weggeschmissen werden. Das finde ich sehr spannend, weil am Anfang ja fast alle Autoren gegen die neue Rechtschreibung waren, inzwischen haben sich sehr viele angepasst, was auch logisch ist, weil die Lektoren, da ja herumstreichen und die Verlage das vielleicht auch fordern und man wahrscheinlich sehr prominent sein muß, um sich dagegen zu wehren.

Es gab auch politische Anträge. So sollte auf dem Tiroler Landhaus, das in einem Nazistil errichtet wurde, eine Installation gemacht werden, darauf hinwies. Da gab es eine Ausschreibung. Die Jury hat entschieden und es sollte der Satz “Wir haften für unsere Geschichte” angebracht werden, was die Regierung dann nicht wollte und stattdessen für alle Einreichungen eine Art Museum errichten wollte, wogegen sich die IG wehren und fordern sollten, daß Juryentscheidungen beachtet werden sollten.

Das war es für den Samstag. Kaffeepausen und Gespräche hat es auch gegeben und morgen und richtig Renate Welsch, die Präsidentin war auch kurz da und hat die Versammlung begrüßt.

Am Sonntag wurde dann gewählt und da war ich wieder in der Wahlkomission, habe die Stimmen der sechundfünfzig Stimmezettel also mit ausgewählt.

Da war ich schon einmal und da gabs dann Schwierigkeiten oder große Empörung, weil ich die Namen der vierzehn gewählten Vorstandsmitglieder nicht alphabetisch vorgelesen habe und ich habe auch immer ein wenig Schwierigkeiten mit den Präsidenten und Vizepräsidenten. Denn Renate Welsch kommt ja manchmal Peter Turrini und Anna Migutsch habe ich aber noch nie dort gesehen. Deshalb habe ich sie nicht mehr gewählt und ich habe auch zwei Stimmen bekommen, interessant, interessant, wer hat mich da gewählt?

Schade ist nur, daß ich die politische Diskussion über die Sprache der Rechten oder so versäumt habe.

Das war es dann und richtig, für die Leipziger Buchmesse habe ich mich jetzt auch akkrediert. Mal sehen, ob was daraus wird? Seit 2018 war ich ja nicht mehr dort, aber heuer ist ja Österreich das Gastland und davon habe ich schon einiges gehört.

Bei den früheren GVs ist es nachher manchmal zu den anderen Buchmessen gegangen. Die gibt es nicht mehr, so bin ich mit dem Alfred wieder am Nachmittag auf die Mostalm spaziert und am Abend gab es bei Jurenka Jurk ein Webinar, das auf ihr “Heldenreise-Workshop” aufmerksam machte.

“Die drei wichtigsten Fehler, daß der Roman langweilig wird”.

Das klingt spannend und damit waren starke Figuren mit Tiefgang, starke Konflikte und die Katastrophe gemeint, in die die Figur kommen muß und in dem Kurs lernt man dann, wie man aus der Katastrophe wieder herauskommt oder, wie man die Stufen sinnvoll verknüpft, bis man zur Lösung kommt und da bin ich, weil ich in den letzten Tagen ja mit dem Andi Pianka diskutiert habe, ob man bei der Ukraine-Krise auf Friedensverhandlungen, Waffenstop und Neutralität verharren kann oder ob man dann ein Friedensschwurbler ist, wenn man das tut?

Das hat mich ein bisschen belastet. Aber dann ist mir die Idee gekommen darüber zu schreiben und die starke Figur mit Tiefgang ist vielleicht die 1990 in Sarajevo geborene Svetlana, die dann mit ihren Eltern nach Wien gekommen ist, hier Jus studierte und am 24. 2. 2022 ihren Geburtstag feierte, der Tag, als die Katastrophe ausbrach. Sie hat einen russischen Freund namens Sergej und kommt jetzt in den Konflikt hinein.

Da könnte ich die Heldenreise ausprobieren. Sie will den Krieg verhindern, kann natürlich den Herrn Putin keinen Brief schreiben und auch keine Waffen liefern. Wär eine spannende Idee für den nächsten Roman, wo ich die Heldenreise ausprobieren kann, wenn ich mit dem Korrigieren der “Drei Frauen” fertig bin. Die “Flora Faun”, wo der Alfred schon die Fotos für das Cover machte, muß ich auch noch korrigieren, also weiter hinein in mein fünfzigstes Schreibejahr.

Günstige Intelligenzen und lucide Konsolen

Das Gegenteil vom “Populären Realismus” ist wohl das experimentelle Schreiben und das wird ja der österreichischen Literatur zugeschrieben und da konnte man heute, wenn man von den leicht verständlichen Unterhaltungsromane genug hat, seine blaue Wunder erleben und da waren heute unter dem Titel “Poesie der Netzwerke” Jörg Piringer und Natale Deewan zu Gast und der 1974 geborene Jörg Piringer war schon vor einer Woche zu Gast in der “AS” und hat da erkärt, was Allgorithmen sind.

Er schreibt aber auch Bücher, eines “Datenpoesie” ist 2018 erschienen und jetzt gibt es ein neues “Günstige Intelligenz” bei “Ritter” erschienen.

Das heißt, Piringer ist, glaube ich, nicht der Autor, sondern ein künstliches Intelligenzprogramm, das man um ein paar Dollar kaufen kann, deshalb der Titel.

Das ist auch nicht ganz neu, hat das doch Daniel Kehlmann in New York schon vor ein paar Jahren probiert und es begann mit Wortsammlungen die Jörg Piringer einmal machte, die dann von seiner KI weiterdichten ließ und dann daraus Gedichte machte.

Am Schluß ging es noch, um die Frage, wie es mit der Literatur weitergehen wird? Wird das Handgeschriebene nur mehr im elitären teuren Raum erhältlich sein, während sich die Massen mit dem von KIs produzierten, begnügen müssen. Das gibts, glaube ich, schon ein bisschen bei der Groschenromanproduktion und Moritz Baßler thematisiert, das in seinem Buch auch.

Die “Alte Schmiede” kann ich aber schreiben, war sehr voll. Die ganze experimentelle Szene, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Angelika Kaufmann, Günter Vallaster ,und und und die 1979 in Wien geborene Natalie Deewan hat in ihren “Lucida Console” bei “Klever” den zweiten experimentellen Verlag. War ja Ralph Klever bevor er seinen Verlag gründete, Lektor bei “Ritter”, eine Textmontage von Abraham a Santa Clara bishin zu Jörg Piringer betrieben, dabei auch vier Sprachen verwendet und bei Lesung ein Kapitel auf Rollen geschrieben “Braucht ein Gedicht eine Seele?” hat Piringer, glaube ich, schon vorher gereimt und das Publikum aufgefordert, sich je eine zu holen, dann im Kreis aufzustellen und rundumvorzulesen.

Als Belohnung gabs, dann was Süßes und so ganz habe ich das Projekt nicht verstanden, beziehungweise nicht genau mitbekommen, wieviel KI das jetzt ist?

Vernetzte Intelligenz wahrscheinlich allemal, also eine sehr interessante Lesung. Wien ist sicher noch sehr experimentell. Mal sehen was wir in Leipzig daraus hören werden und richtig, wenn man sich das Piringer Buch kaufte, hat, glaube ich, die KI das Autogramm geschrieben, aber das habe ich nicht mehr beobachtet, wie so etwas geht?

Zeitschriftenpräsentation und Romanideeabklopfwebinar

Im Literaturhaus begann das neue Jahr mit einer Präsentation der Halbjahrzeitschrift des österreichischen Schriftstellerverbandes, sowie mit einer Moderation des neuen Progarammgestalters Daniel Terkls, den ich schon von der “Alten Schmiede” kenne, der dort früher tätig war, weil sich Barbara Zwiefelhofer, glaube ich, in die Onlinegestaltung zurückgezogen hat.

Eine weitere Neuerung gab es auch, hat doch der Schriftstellerverband einen neuen Präsidenten, nämlich Christian Teissl, den ich im November bei einer Lesung hörte und der, glaube ich, auch beim Skriptorium in Seitenstetten mitmachte.

Sehr viele Premieren also im neuen Jahr, die ich per Stream verfolge, weil eine Stunde, sowie auch das “Romanideeabklopfwebinar” der Jurenka Jurk, das ich nicht versäumen wollte, obwohl meine Romanidee der “Drei Frauen” wächst und blüht und ich inzwischen schon bei acht Szenen, vierundzwanzig Seiten und 10 166 Worten angelangt bin.

Nach Daniel Terkls Einleitung ergriff Christian Teissl das Wort und stellte die neue Publikation vor und erzählte, daß viele steirische Autoren in dem Text enthalten sind und die Halbjahrschrift auch einen grünen Einband hat. Einen Themenschwerpunkt gibt es auch und zwar das Thema “Aufräumen”, was ja auch recht vielseitig klingt.

Einen Werkstattteil gibt es in den Band auch, die Liste der neuaufgenommenen Mitglieder, eine “In Memorian-Seite” und viele Rezensionen von den Mitgliedern über die Bücher der Mitglieder, von denen, glaube ich, auch Doris Kloimstein immer wieder welche schreibt.

Die in Eichgraben lebende, 1940 geborene Elfriede Bruckmeier begann die Lesung mit ihren Aufräumtext “Der letzte Koffer”, der von einem Witwer handelt, der Ordnung machen muß, bevor er zum Sterben ins Krankenhaus geht. Dann gab es noch eine etwas heitere Geschichte von einem alten Mann und seinen vierundzwanzig Stunden Betreuerinnen, der nach einem Spitalsaufenthalt nicht mehr aufstehen will, sich von ihren Singen aber bekehren läßt und am Schluß noch eine von einer Jägerin.

Dann kam Dietmar Grieser, der neben vielen Büchern auch eines über die Ukraine geschrieben hat, das von Elfriede Bruckmeier rezensiert wurde. Der 1934 Geborene, der seit 1981 Mitglied des Schriftstellerverbandes ist, hat auch einen Themenbeitrag namens “Materalisierte Erinnerungen” geschrieben, der von den Größen handelt, über die er wahrscheinlich seine Bücher geschrieben hat und die er nicht ausmisten will.

Dann kam meine liebe Freundin Erika Kronabitter, die wie Christian Teissl erinnerte, von Vorarlberg .

nach Wien pendelt, den Feldkircher Lyrikpreis organisiert und jetzt auch die “Podium-Portrait Reihe” betreut und überhaupt sehr vielseitig ist, GAV Mitglied und noch vieles andere und in Hartberg, also in der Steiermark, ist sie 1959 auch geboren. “Aufräumen” ist, wie sie Christian Teissl sagte, ihr Lebensthema und ihr Text heißt auch so.

Dann ist glaube ich noch Nicole Makarewicz an die Reihe gekommen, ich bin aber in das Zoom-Seminar geswitcht, wo auch Jurenka Jurk, glaube ich, zu spät gekommen ist, die dann wissen wollte, wer von den mehr als zweihundert Webinarteilnehmern, noch nie an einen solchen teilgenommen hat?

Ich klopfe meine Idee aber, glaube ich, schon zum dritten Mal ab, welche Texte da an der Reihe waren, weiß ich nicht mehr, kann man aber sicher nachlesen.

Im Vorjahr war das Seminar mit Schreibübungen kostenpflichtig und diesmal habe ich schon einiges mitgebracht, weil meine Idee in den letzten Tagen bereits ziemlich konkret geworden ist. Trotzdem bin ich ja sehr begierig immer was zu lernen und die Webinarinhalte waren auch zu schauen, wie konkret eine Idee sein muß, daß man ein ganzes Buch darüber schreiben kann?

Ich schreibe da ja immer sehr spontan los, finde irgendwo, die Ausgangsidee und hantle mich dann von Szene zur Szene zur fertigen Handlung durch.

Beim “Sozialen Kreditsystem” war das etwas schwierig. Da bin ich nach einer Beobachtung in der Konditorei Aida zu schnell eingestiegen, bin dann aber doch fertig geworden, wenn das Ganze auch ein bißchen Collageartig ist.

Und wenn ich keine Idee habe, gehe ich zu meinen Bücherregalen, schnappe ein Buch und suche mir dann einen Satz oder ein Wort daraus, so habe ich das mit der “Bierdose oder dem Dosenbier” gemacht, die in den “Berührungen” vorkommt.

Eine Idee, die ich auch einmal im Netz gefunden habe. Dann ging es auch, um die Frage, ob man nur für sich schreiben oder auch Leser haben will und zu der, welche Themen sich für welche Autoren eignen? Und dann waren wir schon bei den Genres, die es gibt und die der Leser haben will und zu den Regeln, die man kennen, anwenden oder brechen kann und muß.

Das Genre ist bei mir immer etwas schwierig, denn ich schreibe eigentlich keine Krimis, auch keine Liebesromane und keine Fantasy, sondern gesellschaftskritisch, realistisch oder den psychologischen literarischen Roman, der wahrscheinlich unter die Kategorie Belletristik fällt.

Jurenka Jurk rät hier sein Genre genau zu definieren und nicht zuviel hin- und her zu switschen, um den Leser nicht zu verwirren und in der Buchhandlung auch auffindbar zu sein.

Dann ging es um die Frage, wie es zu den Ideen kommt, bei den “Drei Frauen”, waren es, glaube ich, die Städte Budapest, Prag, Bratislava oder daß ich Klientinnen habe, die von dort kommen und bei der “Flora Faun” habe ich die Idee mit der Einsamkeit und den Bücherbergen mit der von dem Jürgen, der ein Wunderkind werden soll, verbunden. Das habe ich ja beim letzten “Writersseminar” ,im Kinderbuchworkshop einen Text geschrieben und eine Idee, wie man zu seinen Ideen kommt, ist auch seine Einfälle zu sammeln. Also immer ein Notizbuch bei sich zu tragen, wo man das alles aufschreiben kann, was bei mir in der Praxis nicht immer klappt, aber doch wichtig ist.

Jurenka Jurk hat, glaube ich auch einen Artikel auf ihrer Webseite , wie man zu seinen Idee kommen kann? Da gehört wahrscheinlich das, Worte aus einem Buch klauben, wie das Clustern oder das assoziative Schreiben dazu.

Das Thema muß zum Autor passen, damit man dran bleibt, war der nächste Punkt und ich habe da auch meine Lieblingsthemen, die Bücherberge und das Bücherauflesen in der Altersdepression beispielsweise und wiederholte mich da vielleicht auch einmal. Denn ich schreibe ja sehr schnell und werde immer kürzer und das Webinar beschäftigte sich dann mit der Marktfähigkeit, was ja auch ein sehr wichtiges Thema ist, die Leser zu fesseln, wie das so schön heißt.

Da hapert es bei mir zwar wahrscheinlich weil ich nicht sehr viele Leser habe, aber die Figuren müßen spannend und dreidimensional sein und Konflikte muß es auch geben, wo wir schon bei der berühmten Handlungsreise sind, die man ja in der Romanausbildung lernen kann.

Um die Frage ob der Roman ein Happyend haben muß ging es auch.

Die nächste Frage war sehr spannend, drehte es sich da ja darum, wie alt die Protagonistinnen sein können oder müssen und da habe ich ja erst gestern mit Mieze Medusa darüber diskutiert oder ihr erzählt, daß die Flora Faun fünfundsiebzig ist und die Protagonistinnen mit ihren Autoren älter werden. Spannend die Frage, wollen die Verlagen das? Aber Martin Walsers Helden sind, glaube ich, schon sehr alt und verlieben sich dann in die jungen Frauen

Also wieder viel gelernt und jetzt werde ich mich bei meinen “Drei Frauen” ins learnig by doing stürzten und sicher wieder berichten, wie es mir dabei geht und spannend auch, wann ich mit der Rohfassung fertig bin und wieviele Worte die hat? Mehr als zwei Monate ist mein Wunsch und an die sechzigtausend Worte. Zwei Jahre wären mir aber wahrscheinlich zu lang.