Wieder in das Romanplanjahr

Das geht ja schon seit einigen Jahren so, daß das neue Jahr für mich mit dem fünftägigen Webinaren der Jurenka Jurk beginnt. Da werden immer Arbeitsblätter ausgegebeen, wo man seine Romanziele eintragen und schauen kann, was man noch braucht, damit das Romanprojekt fertig wird?

Und das tust du jetzt schon das vierte oder fünfte Mal iwerden meine Kritker vielleicht fragen, die immer gleichen Bögen ausfüllen und dann im Herbst die Mini-Workshops des “Writersstuios“. Wie kommst du da weiter? Du brauchst doch einen Verlag eine Agentur, ein Stipendium, etcetera?

Eine spannende Frage und so habe ich das erste Arbeitsblatt heute auch schnell ausgefüllt. Habe meine vier Bücher, meine Lesungen angegeben und dann natürlich, daß ich mir mehr Feedback wünschen würde.

Das schreibe ich schon öfter, es kommt aber keine Reaktion. Es bleibt so, wie es ist und außerdem habe ich zu Weihnachten mit der “Schwurblerin” angefangen und da habe ich zwölf Szenen, zwanzig Seiten und 9103 Worte. Es beginnt ,wie schon beschrieben in der Wahlzelle und dann tritt Maria Mattuschek vermehrt auf. Die beiden Frauen sitzen vor dem Fernseher. Agathe resumiert die letzten Jahre, so weit so what und das Schreiben ist wieder erstaunlich schnell und erstaunlich gut vor sich gegangen, aber dann kommt der Uli oder jemand anderer und sagt “Quatsch!”

Die Arbeitsblätter also ausgefüllt. Ich hatte gestern und heute viele Stunden und um sieben, wo das Webinar stattfand, eine Stunde. So bin ich erst um acht in den Stream hineingekommen, wo Jurenka Jurk und Coach Katja vom regelmäßigen Schreiben, dranbleiben und sich nicht entmutigen lassen diskutieren. Da bin ich auch schon darüber und das Schlimmste, was passieren kann, ist daß die “Schwurblerin” bei 20 000 Worte endet, noch dazu wo ich ja keine Ahnung habe, wie die Wahl im September ausgeht und man mir vielleicht einen Monolog vorwerfen könnte, aber das ist egal.

Es kommen also bis Freitag noch vier Arbeitsblätter und am Freitag und am Sonntag noch Webinare. Seen wir gespannt, wie es weitergeht und was ich mir davon mitnehmen kann?

Das Arbeitsblatt zwei fragtdanach, ob man alles hat, was ein Autor braucht? Da ist interessant, daß die Romanschulleute darauf bestehen, daß man das schon ist, wenn man beispielsweise dieses Webinar besucht und dafür kein Buch bei “Suhrkamp” braucht. 

Jurenka Jurk hat da immer an die zweihundert Teilnehmer, die schreiben lernen wollen. Das finde ich schön, auch wenn die vielleicht über das Selfpublishing nicht hinauskommen und das Dranbleiben und das Fertigschreiben ist auch nicht so einfach. Ich kann das schon, schreib ich ja schon über fünfzig Jahre literarisch und was ich brauche, die Anerkennung den Erfolg natürlich, das werde ich jetzt wahrscheinlich öfter schreiben.

Was ich noch lernen muß, um mein Ziel zu erreichen? Man lernt wahrscheinlich immer bis an das Ende seines Lebens und ich lerne durch das Schreiben, denke ich, auch wenn das nach Außen keine Wirkung zeigt.

Was ich brauche um zum veröffentlichten Publikumsautor zu werden? Einen Verlag, der mich bringt, aber die schreibe ich schon lange nicht an, Einladungen zu Lesungen, positive Rezensionen, etcetera.

Chancen und Risiken die mein derzeitiges Projekt begünstigen oder bedrohen?

Das ist bei der “Schwurblerin” noch einmal ein bißchen schwierig. Denn über die aktuelle politische Situation und die Corona-Aufarbeitung darf oder soll man eigentlich nicht schreiben und wir haben jetzt Jänner. Die Wahl ist vermutlich im September. Wie soll ich da schon wissen, ob da ein Volkskanzler gewinnt. Die Agathe resumiert aber ihren Weg der letzten Jahren und hat da Unterstützung von einer dementen alten Frau.

Das finde ich ganz ehrlich originell und die Gefahr ist natürlich wieder, daß das Ganze sehr kurz wird und vielleicht schon bei zwanzigtausend Worten endet.

Beim dritten Arbeitsblatt sind wir schon beim Romanfahrplan angekommen, den die Romanschule ja unterrichtet, also wie gut ist man bei seinen Figuren, der Heldenreise, dem Plotten und der Szenenplanung und wie gut will man da noch werde. Etwas was man wahrscheinlich selbst schwer einschätzen kann und ich bin auch keine große Plotterin, sondern plane immer ein paar Szenen im Voraus und denke höchst wahrscheinlich auch nicht so viel an meine Leser, weil ich ja weiß, daß ich die ohnehin nicht finde.

Am Abend gabs ein neues Treffen, wo es ein bißchen durcheinander ging. Die heutigen Arbeitsblätter waren leichter, als die vom Dienstag, wenn man einschätzen kann, wie weit es mit der “Heldenpreise” steht? Ich weiß noch immer nicht, ob ich die brauche oder nicht, als das was man zum Autor braucht?

Da habe ich, glaube ich schon fast alles, außer der Anerkennung von außen, denn wenn immer einer kommt, der sagt, so darf man nicht schreibenl ist das ein bißchen schwierig,

Auf die Ausdauer kommt es an und was macht man, wenn die Freundin während ich beim Kaptitel sitze. kommt und sagt: “Wir gehen wir in den Biergarten!”

Da bin ich wahrscheilich eine, die eher mitkommt und eine Idee, keine richtige Schreibübung war, einmal den “Medicus” oder den Kafka weiter zu schreiben.

Bei den Arbeitsblättern vier geht es weiter mit dem Romanfahrplan. Wie weit bist du bei Dialogen? Da schreibe ich ja immer, ich kann keine. Stimmt aber nicht, denn meine Handlungen werden oft durch Dialoge vorangetrieben. Beim “Show not tell” muß ich ein bißchen passen. Da kann ich noch sicher lernen und das Überarnbeiten betreibe ich ebenfalls. Erst dann geht der Text zum Alfred und nun das Veröffentlichen.

Natürlich ein Verlag, “Suhrkamp” oder “Rowohlt,” selbstverständlich. Aber was, wenn die mich nicht nehmen? Da ist das Selbpublishing, das ja noch immer einen schlechten Ruf hat, einen wahrer Segen und da bin ich eine Pionierin, weil ich es schon seit 2000 betreibe, obwohl der Uli wieder meint, daß ich es nicht richtig mache.

Im Arbeitsblatt 5 geht es, was man 2024 alles umsetzen will. Da will ich den oder die Romane fertigschreiben und ein bißchen Anerkennung dafür bekommen und kann da gleich vermelden, daß ich mit der Rohfassung der “Schwurblerin” und das ist diesmal wirklich nur eine Materialsammlung fertig bin und bei 11 864 Worten, sechsundzwanzig Seiten und siebzehn Szenen. Das ist natürlich kein Roman, das weiß ich schon. Also das mal korrigieren und vielleicht bis zum Wahltag liegen lassen oder noch ein paar andere Handlungsstränge, zum Beispiel, die Omas einfügen.

Meine Schreibzeiten weiß ich. Das heißt, ich schreibe immer wenn ich Zeit habe. Also nicht täglich, habe aber eine gute Disziplin, weil mir das Ganze ja sehr wichtig ist.

Dann kommt der Vertrag. Was will ich in einem Jahr geschafft haben und, wie belohne ich mich damit? Das habe ich, glaube ich, schon beschrieben und jetzt kam das Neue. Jurenka Jurk experimentiert da sehr herum und bietet immer wieder Neues an, wo man sehr viel lernen kann.

Das war jetzt das Co-Writing. da schaltet man den Computer ein. Läßt die Kamera an und alle schreiben zwei Stunden gemeinsam, weil das wahrscheinlich motiviert. Da bin ich auch schon darüber hinaus und Jurenka Jurk fragte zu Beginn, wer schon alle Arbeitsblätter gemacht hätte und bot dann an, die in der Schreibzeit zu bearbeiten. Sonst gab es eine Schreibaufgabe: “Brich in die Wohnung deines Charakters ein und beschreib alles ganz genau.”

Das ist sicher eine gute Übung, die ich benützen kann, wenn ich wieder was beginne und am Abend gab es, das Abschlußtreffen, wo die Romanwerkstatt, die es seit einiger Zeit gibt, vorgestellt wurde.

Das war es, intensive fünf Tage und jetzt hinein in das Rommanjahr 2024. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich bei dem Romanfahrplan, dem tollen Geschenk der Jurenka Jurk, wirklich schon wissen kann, wann ich mit der Planung des Helden, des Antogonisten, etcetera fertig bin, denn ich plane ja nicht wirklich, bin aber gespannt.

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