Jurenka Jurks Schreibwerkstatt

Die Gründerin der Romanschule Jurenka Jurk bietet ja seit einigen Jahren zum Jahresbeginn immer fünf kostenlose Webinare an, wo man sein Romanjahr planen kann.

Ziel war es wohl Teilnehmer für die zweijährige Romanausbildung zu finden, die relativ teuer ist. Ich glaube, dreihundert Euro pro Monat. Was aber trotzdem ein Erfolg zu sein schien, denn sie hat inzwischen sechs Coaches, die sie dabei unterstützen.

So war die Ausbildung schon ziemlich voll und nur mehr ein Platz frei und so gibt es die zweite Idee, nämlich, die einer Schreibwerkstatt, denn zusammen schreibt man besser allein. Was natürlich stimmt, denn ich kann mich erinnern, daß ich 1973 dagestanden bin und nicht genau wußte, wie das schreiben geht und keinen Kontakt zu anderen Schreibenden hatte. Ja, damals war man ziemlich damit allein und mußte sich selbst weiterkämpfen, das heißt das Schreiben lernen durch das Schreiben.

Ich bin dann bald in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekommen, Ende Siebzig war, das glaube ich, wo aber auch nicht konstruktiv kritisiert wurde. Da war man schnell bei “Das ist schlecht, ich weiß aber auch nicht wie es besser geht!”. Das war früher glaube ich auch bei den GAV-Neuaufnahmen so.

“Der ist zu schlecht, den wollen wir nicht!”

1984 war der Arbeitskreis zu Ende. Das heißt, die Anna wurde geboren und ich wurschtelte mich weiter durch den Literaturbetrieb. Verschickte ziemlich wahllos meine Texte und beteiligte man an einer Ausschreibung des “Luitpold-Stern-Preises” eine Literaturschiene des österreichischen Gewerkschaft, wo ich gewonnen habe. Ich glaube in der Sachpreiskategorie, also ein Buchgutschein. Wenn man Geld gewann mußte man drei Jahre aussetzen. Aber dann in eine Schreibwerkstatt der Eveline Haas eingeladen. Das war 2000 und sehr toill, weil es dort ein Thema gab, wo man eine halbe Stunde geschrieben und dann gelesen hat. Kritisiert wurde nicht und ich kann mich erinnern, daß da eine etwas behinderte Teilnehmerin war, die immer nur ein paar Sätze herausbrachte und niemand hat sie kritisiert.

2013 hat mich die Ruth in eine Schreibgruppe eingeladen, die sie für Robert Eglhofer organisiert hat. Das hat damals im Cafe Ludwig stattgefunden. Die Ilse Kilic, der Fritz Widhalm waren dabei. Später kam der Musiker Peter Cak und Klaus Khittl, der leider vor kurzen verstorben ist hinzu, und noch viel später meine liebe Freundin Doris Kloimstein aus St. Pölten.

Das hat ein paar Jahre gedauert bis die Leute weggeblieben, aber ich hatte das Schreiben inzwischen gelernt. Bücher geschrieben und sie ab 2000 selbst herausgeben. 2008 habe ich mit meinen Blog begonnen und Kontakt zur Literaturszene habe ich auch.

Gehe ich ja seit Jahrzehnten mehrmals in der Woche zu Veranstaltungen, lese viel, etcetera und Kontakt zu Autorinnen habe ich schon im “Arbeitskreis schreibender Frauen” bekommen, wo ich Marie Therese Kerschbaumer, Erika Danneberg, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner, Valerie Szabo, Hilde Langthaler, etcetera kennenlernte und mit einigen von diesen Frauen habe ich mich noch jahrelang getroffen.

Ruth Aspöck, die engagierte mit dem Verlag “Die Donau hinunter” habe ich später kennenglernt und bin mit ihr auch auf ihrer Abschiedstournee 2007 mit dem Alfred von Ybbs nach Regensburg gefahren und in Vielshofen aus dem “Donaubuch” gelesen. Die Hilde Schmölzer abee ich auch erst später kennengelernt, ihr in den Siebzigerjahren erschienenes Buch “Frau sein und schreiben”, wo die Elfriede Gerstl noch nicht vorkommt, im Arbeitskreis besprochen.

Das Schreiben also gelernt, damit aber keinen Erfolg gehabt und so habe ich mich, weil es das jetzt gibt, viel im Internet umgehört, bin auf verschiedene Schreibtrainerinnen, wie Annika Bühnemann, Julia K. Stein und eben Jurenka Jurk und ihre Webinar begeistert mitgemacht, obwohl ich eigentlich schon schreiben kannte. Aber wenn man in den Literaturbetrieb nicht hineinkommt und sich sehr dafür interessiert.

Mit den “Nanowrimos” habe ich 2009 begonnen und, glaube ich, an dieseiben mehr oder weniger korrekt mitgeschrieben. Da soll man im November einen Roman von mindestens 50 000 Worten schreiben, was in der Literaturwelt auch einen schlechten Ruf hat.

Das sind die Anfänger, die Leipzig und , die “Hochschule für Sprachkunst” nicht nimmt und nicht beim “Bachmann-Preis” lesen dürfen.

Es schreiben aber mehr Leute als die, die, in den Literaturbetrieb hineinkommen und da finde ich es toll, daß es Autorinnen gibt, die für sie etwas anbietet.

Und bei Jurenka Jurk kann man wirklich viel gratis lernen. Ein bißchen diszipliniert muß man vielleicht schon sein und nicht ganz am Anfang stehen. Aber sonst, glaube ich, kann man viel lernen, wenn man diese Romanwerkstatt bucht, die an die vierzig Euro im Monat kostet.

Da gibt es einen Fokus des Monats in der Masterclass. Im Jänner ist es das “Plotten” Online in der Gruppe und da gibt es das Co-Writing. Damit das Schreiben besser geht, trifft man sich Online, dreht das Kamera auf und schreibt bis vier Stunden für sich hin und kann den anderen dabei zusehen.

Für mich als Siebzigjährige klingt das etwas seltsam, kann aber motivieren. Webinare gibt es auch, wo man zuhölren kann, Fragestunden, Schreibübungen. Also ganz toll und Jurenka Jurk macht auch eifrig Webung dafür, daß es in der Gruppe besser geht und jetzt habe ich noch das “Writersstudio”” mit seinen “Open House” Gratis Workshops vergessen, das auch ziemlich erfolgreich ist.

Offensichtlich gibt es einen großen Bedarf an Schreiben und auch genügend Leute, die dafür etwas zahlen können. Die hatten schon vor Jahren Gruppentermine.

“Schreiben mit Joga”, etcetera, wo man sich im Studio treffen und gemeinsam schreiben konnte und noch etwas ist toll am Jurenka Jurks Schreibwerkstatt, daß die sehr achtsam mit Kritik umgeht.

So steht in dem Beschreibungsbogen, was die Schreibwerkstatt nicht ist.

“Kein Platz für Trolle!”

Sehr gut, daß da der Uli mit seinem “Mitleid und Bedauern” und dem “Hopfen und Malz” draußen bleiben muß, weil man das ja nicht wirklich braucht.

Ins Open House

Ich kenne das “Writersstudio”, das jetzt schon sein einundzwanzigjähriges Bestehen, feiert, schon sehr lang. Ich glaube daß Judith Wolfgruber die damals vielleicht noch Huber hieß ihr “Freischreiben-Buch”, wo sie die Schreibblokaden von Studenten lösen wollte, in der SFU vorstellte und ich war dann, weil mich das Thema “Schreiben lernen”, das man als ich zu schreiben begann, ja noch nicht so konnte, zweimal im Studio in der Kaiserstraße und dann bei der großen Eröffnung im neunten Bezirk.

Da gab es die ersten Gratisworkshops mit damals noch drei Trainerinnen und ich bin regelmäßig Jahr für Jahr hingegangen und habe auch irgendwann angefangen, Szenen für meine jeweiligen Work on Progess in den Miniworkshops zu schreiben.

2019 habe ich, glaube ich, ausgelassen, weil wir in Harland und da wie ich mich erinnern kann mit der Schwiegergmuter und der Betreuerin auf der Rudolfshöhe essen waren, dann kam Corona und das Writersstudio hat seine Veranstaltungen per Zoom angebotenund ist inzwischen auch in den fünften Bezirk gewechselt. Da gab es im Vorjahr ein großes Eröffnungsfest und heuer wieder an zwei Tagen Gratisworkshop und man kann staunen, daß sich das “Writersstudio”, wie auch Jurenka Jurk mit ihrer Romanschule weiterentwickelt und inzwischen viele Trainerinnen hat die Workshops leiten.

Früher ging es ja um das “Freischreiben” und Ana Znidar hat einen Shortstory -Kurs angehobten. Jetzt wird zwischen “Text know how für Angesellte und Selbständige” und den Lehrgängen “Passion Writing” und Memoir Book” unterschieden, die in den zwei Räumen, die es in dem neuen Studio gibt, parallel angeboten und per “Zoom” kann man auch daran teilnehmen, was sozusagen das Corona Erbe ist.

Ich habe mich weil ich ja offenbar eine “Passion Writerin” bin für das literarische Schreiben entschieden und da begann es am Freitag wieder mit dem “Feministischen Schreiben” was das ist, habe ich noch immer nicht ganz verstanden, aber, wie, ich glaube, ein recht perfektes “Freewriting” hinbekommen, das mit den Sätzen “Als Feministin geht es mir in Zeiten wie diesen gar nicht gut”, begann, wo ich mich mit den Veränderungen des Feminismus, seit Ruth Aspöck die Auf gründete und der Wiener Frauenverlag” inzwischen “Milena” heißt und auch Männer verlegt, beschäftigte.

Dann ging des mit der “Flash Fiction” weiter und da wurde dieselbe Geschichte ausgeteilt, die man kürzen sollte. Da habe ich es ja schon im Vorjahr auf vierzehn Wörter, glaube ich, gebracht und durfte den Text vorlesen. Diesmal habe ich ihn, glaube ich, etwas abgeändert, hatte nun neun Worte und ihn auf “Mißverständis: Max findet Danas Handy und alles wird gut”, gekürzt und einer fragte mich, damit gemeint wäre, während Daniela Reiter, die Feminismus Workshopleiterin, die bei den anderen Webinaren teilnahm, die Überschrift gutfand.

Dann kam Marcus Fischer, der ja sein Debut im Vorjahr bei den “O-Tönen” ,vorstellte und, glaube ich, einmal den Fm4 Wettbewerb gewonnen hat und der jetzt einen literarischen Romanworkshop anbietet. Da habe ich dann schon an meiner “Stalking Geschichte” geschrieben und meine Laura den Serverin wieder in der U-Bahn treffen lassen und dann kam Johanna Vredal, bei der ich auch schon geschnuppert habe, die es diesmal erotisch haben wollte, in die “Zona rosa” bat, wo aber nur Frauen teilnehmen durften und begeistert vom erotischen Schreiben sprach. Da hatte ich schon meine Zweifel, ob ich es wirklich so erotisch haben will und das “Erotik-Alphabet”, das man aufstellen sollte, enthielt bei mir auch ziemlich Negative Ausdrücke, wie “Gewalt” und “Traumatisierung”. Dann sollte man sich drei Worte aussuchen und einen Katlogeintrag darüber schreiben. Ich wählte den “Busen”, den “Penis” und die “Pornographie”, tat mir etwas schwer dabei, bis mir eingefallen ist, daß der Lebensgefährte von Lauras Mutter, der diese in den Lockdown-Zeiten immer begehrlich ansieht und mit seinen Händen an ihr herumgrapscht, sie zur Mitarbeit an diesem Lexikon auffordern kännte. Da war mein Text dann auch noch ziemlich wirr, so daß ich ihn nicht vorlesen wollte, was ich sonst immer gern tue, das aber auch bei der Laura Geschichte verweigerte und nur darüber erzählte, weil ich nicht sicher war, ob ich, weil ich ja sehr schnell und viel schrieb, das alles auch ohne stottern lesen könnte und dann gings vom der “Fantasy zum Liebesroman” und zu Michaela Muschitz, die das Schreiben von Unterhaltungsromanen anbietet und per “Zoom” zugeschaltet war.

Da wurde dann, was mich auch interessiert, gefragt, was den literarischen Roman, den ich ja immer schreiben will, vom Genre unterscheidet, was die Jurenka Jurk anbietet, die Antwort war, daß die Sprache bei der Literatur besser ist.

Ob das wirklich so stimmt, bin ich nicht ganz sicher, habe aber wieder in meiner Laura gewerkelt, beziehungsweise mir als Ort für meine Geschichte, die Stadt Wien ausgesucht, also ein Großstadtroman, während die anderen, glaube ich, auch an Höhlen und Wüsten dachten und dann als Ort, den man beschreiben sollte, wieder die U- Bahn ausgedacht, mit der Laura, nachdem sie von ihrem Vorstellungsgespräch kommt, fährt.

Das wars dann für den Freitag und am Samstag ist es um neun gleich mit fünf neuen literarischen Workshops weitergegangen und da hat Judith Wolfsberger, die Gründerin des Studios, die sich jetzt Direktorin nennt und das Studio “Institut für Schreibkompetenz” und “Neue Schule des Schreibens” wieder mit dem “Personal Essay”, der ihr ja sehr am Herzen liegt, begonnern.

“So heiß sind Essays!”, hat sie den Workshop genannt und mit Melisa Erkurt, die im “Falter” Kolumnen schreibt begonnen, bwz. mit der Corona-Zeit, die viel verändert hat.

Das “Writersstudio” ist online gegangen und ich habe in meinen Essay versucht meine Corona-Gedankenn zu orden. Da ließe sich trotz meiner vielen Bücher ,die ich schon darüber habe, sicher noch einen ausführlichen Essay schreiben und dann kam Ana Znidnar, gleich zweimal und führte zuerst wieder in ihre “Short Story” ein und da habe ich natürlich an meiner Stalking Geschichte weitergeschrieben. Eigentlich immer die erste Szene wo die Laura vom Vorstellungsgespräch kommt, in der U-Bahn von Severin fast angesprochen wird, aussteigt und kotzt, weil sie sich an Mutters Freund erinnert, der mit ihr im Lockdown eine Sexual und sich dann mit ihrer Freundin Sandra trifft, die gerade ihr Praktikum bei der “Aktiven Zeitung” macht und mit Laura einen Corona-Comic produzieren will, weil sie sich in Clinch mit ihrem Chef Edgar Hillinger befindet, der auf der anderen Seiten mit Olga Tocarck Bridge spielt. Bei der lernt Severin Klavierspielen und die ist auch die Nachbarin von Laura, die ja inzwischen mit ihrer Schwester Maja zusammenlebt. So könnte es beginnen. Es gibt drei Handlungsstränge und, daß mir noch die nötigen Auf und abs und Konflikte fehlen, habe ich schon beim Online-Schreibseminar am Sonntag festgestellt.

Man sieht der September ist immer reich an Schreibseminaren. Den Anfang der Geschichte hätte ich jetzt und Ana Znidar ist dann in das “Memoir” schreiben eingestiegen. Da gibt es jetzt schon richtige Lehrgänge und in der Mini übung ging es um das “Show not tell”. Man sieht, es kochen alle gleich und, was mich interessierte oder wo ich ein wenig Bauchweh habe, ist ja das mit dem “Schlimmsten”, was man erlebt hat und worüber man schreiben soll.

Was passiert aber, wenn man psychisch nicht so stabil ist, die Gefühle auszuhalten, hat die Psychologin gefragt. Ana Znidar tat zuversichtlich. Jurenka Jurk hütet sich aber aus diesen Grund vor dem autobiografischen Schreiben, das ja jetzt sehr modern ist und dann wurde es wieder feministisch und das noch ein Stückchen stärker, als bei Daniela Reiter. Viel stärker, denn Ba Ossege, die aus Berlin ankam, machte einen äußerst engagierten Eindruck, den Frauen ihren weibliche Stimme zu geben. Interessant, es war ein junger Mann im Raum, sonst zu neunzig Prozent Frauen, die sich für die Webinare interessieren und Ba Ossege, die Soziologin, beschäftigt sich in ihrem Seminar mit Amanda Gorman und nennt das “Empowerment”, was mir auch viel besser als “Kulturelle Aneignung” gefällt. Nur als ich mir die Krone der “Nofretete” aufsetzen sollte, spürte ich Wiederstand. Das war die Suche nach den “Ahninnen”, den starken Frauen, die es in den Museen höchstens als Köchinnen gibt. Aber auch die Nofretete hat wahrscheinlich ihre Diener gehabt und vielleicht sogar Männer in den Krieg geschickt. An der Krone klebt Blut würde ich befürchten und das will ich nicht, habe, ich eingewendet. Bin dann zur Maria Theresia gekommen, die wahrcheinlich auch keine so besonders sympathische Frau war, dann Berta von Suttner und Marie von Ebner Eschenbach, starke Frauen, ja, aber Adelige und daher sicher priveligiert und mit Bildungschancen ausgestattet, die die Zeitgenossinnen nicht hatten, die in den Dienst geschickt und von ihren Dienstherren vergewaltigt wurden. Da ging es mir mit Else Feldmann schon besser, Rosa Luxemburg ist mir noch eingefallen,ohne über deren Charakter viel zu wissen und war bei Marlene Streeruwitz angelangt, als die Schreibübung aus war. Elfriede Jelinek könnte ich noch hinzufügen und Empowerment ist sicherlich wichtig und feminstisches Schreiben, in Zeiten, wo man sein Geschlecht jedes Jahr ändern kann, sicher auch.

Zulerzt kam noch Anna Ladurner mit dem “Ich schreiben”, wie es jetzt heißt, bei der ich schon einige Workshops machte und die immer liebevoll Zettel und Schreibübungen austeilte. Diesmal war es besonders interessant: Man sollte drei Sachen von sich erzählen von denen zwei stimmen. Da sagten die Meisten “Ich liebe Bücher, bin das und das und mag kein Reisfleisch!” Das war dann falsch und ich dachte, sage ich, ich liebe schreiben, bin Psychologin und in zwei Jurien und alle sagen dann, das dritte ist falsch. Nur leider habe ich das Falsche vergessen. Ich hätte mir einen Hund zudichten sollen und am Schluß habe ich dann noch aus einem Detail über mein leben, nämlich über die “Kickl-Demo” vor zweieinhalb Jahren geschrieben und wenn ich da ein Detail entfremde, dann wäre ich nicht über die Brücke gekommen, sondern wahrscheinlich auch auf der Suche nach dem Klo in das Versicherungsgebäude, das ja angeblich gestürmt wurde, hineingerannt.

Das wars dann. Ein Fest hat es heuer nicht gegeben. Ich muß aber sagen, die Seminare waren wirklich intensiv und werden immer intensiver. Das liegt wahrscheinlich an der Professionaltät der Trainerinnen aber auch, daß ich jetzt viel lockerer bin und ich habe mir wirklich viele Ideen für meinen neuen Roman mitgenommen, den ich jetzt noch schreiben muß, wenn ich mit dem “Tod “und dem “Utopischen Roman” fertig bin. Mal sehen ob ich damit zufrieden sein werde? Aber mir fehlt ja die Aufmerksamkeit und das Feedback, obwohl ich mich sicher immer noch um die starken Gefühle und die Konflikte herumdrücke und immer schneller fertig bin und sechzig Seiten sind halt kein Roman. Aber ich will die “Stalking Story” ohnehin im November schreiben und im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich wieder an den Gratiswebinaren, war ja meine Schreibfortbildung ist, teilnehmen und da freue ich mich über den Beerentee und die Schokokekse, die es dort gibt, was vielleicht auch den besonderen Reiz der “Studios für Schreibkompetenz”, ausmacht.

Mein Romanjahr 2019

Es hat ja, als ich 1973 nach meiner Matura literarisch zu schreiben angefangen habe, diesbezüglich nicht viel Unterstützung gegeben.

Gut in Amerika kannte man wahrscheinlich schon das kreative Schreiben und konnte es an den Colleges lernen und im kommunistischen Leipzig dab des das Sprachinstitut, aber das war weit weg und Internet zum rasch mal hineingooglen, hat es keines gegeben.

So habe ich mir dementsprechend schwer getan, einsam vor mich hingeschrieben, dann habe ich noch, was mich heute noch irgendwie traumatisiert von der Monika und dem Gerhard ein negatives Feedback bekommen, als ich ihnen die “Einladung zum Tee” zeigte.

Gut, das war kein Text mit dem man den Nobelpreis bekommen hätte, aber muß man das einer schüchternen Schreibanfängerin sagen?

Ich habe zwar weitergeschrieben, trotzig  verbissen, “Jetzt erst recht gedacht!” und mein Schreiben, wie mir manchmal meine Kritiker vorwerfen mit “Zähnen und mit Klauen” verteidigt. Tue das noch immer, weil ich wahrscheinlich innerlich noch glaube, daß ich das eigentlich nicht darf, nicht kann, etcetera.

Nein, daß ich es kann, glaube oder weiß, ich inzwischen eigentlich schon und auch, daß man den inneren Kritiker ausschalten und erst mal in einem “Freewriting” losschreiben, sich Fehler erlauben und später korrigieren kann.

Das weiß ich wahrscheinlich durch das “Writersseminar”, dessen “Tage der offenen Tür” ich viel später zu besuchen begann und dessen Gründerin Judith Wolfsberger diese Ideen ja aus Amerika mitnahm.

Damals hat, glaube ich, die Bruni zu mir gesagt, daß jeder Satz sitzen muß, bevor man etwas herzeigt oder hergibt.

Gut, das war damals so und man war damals der Ansicht, daß einem die Muse küssen muß man das Schreiben nicht lernen kann und so hat jeder vor sich hingeschrieben, bis er den Nobelpreis bekam, oder sich das gar nicht erst getraut zu wollen, weil ich glaube, auch Andre Heller einmal im Radio sagen gehört zu haben, daß man das nicht darf, weil sonst der gute alte Goethe beleidigt wäre.

Gut, der hat selbst geschrieben und den Nobelpreis nicht bekommen und ich habe mich am Anfang meines Schreiben, ich gebe es zu, öfter in den Gedanken ihn zu bekommen hineinphantasiert.

Das ist natürlich nicht möglich, weil den ja nur einer im Jahr bekommt und inzwischen, glaube ich, gar niemand mehr, weil sich das diesbezüglich Kommite zerstritten hat und ich schon wahrscheinlich damals der Meinung war, daß jeder der das will, schreiben soll, das war wahrscheinlich meine pädagogische Seite die das dachte, habe ich ja, außer schreiben auch Psychologie studiert und die Monika hat mich damals auch in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht, der vom “Bund der demokratischen Frauen” veranstaltet wurde oder von dort herkam, also etwas kommunistisch war und damals gab es ja noch die DDR, ich aber Frauen, wie Marie Therese Kerschbaumer, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler und auch Arthur West kennenlernte und den “Arbeitskreis”, obwohl Bärbl Danneberg, die ihn leitete, immer sagte, daß sie nicht in den Literaturbetrieb hineinwollen, für die “Gruppe 47” hielt, denn ich wollte  das ja und habe es nicht geschafft, bin aber immerhin ein paar Jahre später dadurch in GAV gekommen, habe angefangen meine Texte herumzuschicken und später 1989 oder so auch mein erstes Buch, bei dem berühmten Jack Unterweger herausgebracht, der damals in Stein eine Literaturzeitschrift und einen Kleinverlag hatte.

Das ist lange her und die Zeiten haben sich geändert. Die Schreibschulen sprießen, wie die Schwammerln aus dem Boden, es gibt nicht nur das Literaturinstitut in Leipzig neu, sondern acuh das “Institut für Sprachkunst”, die “Schule für Dichtung”

Ich bin über die Präsentation von Judith Wolfsbergers Buch “Frei Schreiben” an der “Sigmund Freund Uni” mit dem “Writersstudio” gekommen und die hat mich, glaube ich, auch auf den “Nanowrimo” und das “Literaturcafe” aufmerksam gemacht und viele Autoren versuchen sich durch Schreibschulen und Schreibkurse einen Nebenerwerb zu verdienen.

Damals gab es keine Schreibratgeber und als ich auf die “Schule des Schreibens”, diesen Fernlernkurs, den es damals schon gab und bei dem, glaube ich, auch Jack Unterweger das Schreiben lernte, habe ich mir begierig das Probematerial bestellt und war über die “Fünfzehn goldenen Regeln”, die dabei waren sehr begeistert.

Denn damals hat einem niemand gesagt, wie man und, daß man das Schreiben lernen kann und ich glaube auch, daß man, wenn man damals den Kurs dort buchte, unterschreiben mußte, niemanden in das in das Arbeitsmaterial das es dort gab, hineinschauen zu lassen.

Das hat sich jetzt auch geändert und das ist gut so, denn das “Writersstudio” bietet seit es in die Pramergasse übersiedelt ist, jedes  Jahr zwei Tage lang kostenlose Schnupperseminare an, die sich von Jahr für Jahr erweitern und man wenn man sie besucht, wirklich viel lernen kann.

Nun, ich habe das Schreiben trotzdem und vorher gelernt und glaube, es auch schon gekonnt zu haben, als ich 2000 beim “Sternpreis” gewonnen habe und da auch in eine Schreibwerkstatt geladen wurde.

Dort wurde auch nicht kritisiert und, daß es auch kreatives Feedback geben kann, weiß ich auch erst durch das “Writersstudio”, die das auch anbieten, im “Arbeitskreis” wurde auch ziemlich querbett herumgekritelt und zerrissen, wie es auch weiland Marcel Reich Ranicki und wahrscheinlich auch die “Grupe 47” tat.

Durch das Internet bin ich auf das “Literaturcafe” und den “Nanowrimo” aufmerksam geworden und als ich noch in den Siebzigerjahren, glaube ich, einmal in der “Alten Schmiede” war, stellte dort jemand sein selbstheruasgegebenees Büchlein vor, worauf ihn Kurt Neumann sehr vorsichtig sagte, daß man das eigentlich nicht soll, weil das “Selfpublishing”, das Wort das man damals nicht kannte, weil es “Eigenverlag” hieß, etwas sehr sehr Verwerfliches und ein absolutes No go war.

Trozdem gab es damals schon die Zuschußverlage, die waren das auch und haben die Autoren, die keinen Verlag fanden und schon daher den Spott hatten, auch gehörig ausgebeutet, so daß ich es durchaus für einen Segen halte, als der “böse Amazon”, den Selbstbuplishern, die Tore öffnete und es daher zu einer Kehrtwende kam.

Denn heute hat sich das Blatt gewendet, die meisten in Amerika geschulten Leiter oder Gründer von Schreibschulen sagen, daß man das Schreiben lernen muß, wie das Malen, Singen, etcetera.

“Handwerk ist wichtig!”, sagen sie und bieten solches an.

Die sogenannten professionellen Autoren rümpfen deshalb wohl noch immer die Nase, haben sich aber vielleicht auch in Leipzig, Hildesheim, Wien, etcetera, wo man ausgewählt und aufgenommen werden muß beworben, äußern sich dann mehr oder weniger kritisch darüber, fangen aber damit wahrscheinlich ihre Laufbahn an, indem sie zu einem Verlag vermittelt werden, von dort nach Klagenfurt kommen, für den Roman, den sie als Abschluß schreiben, ein Gutachten bekommen, mit dem sie zu “Suhrkamp”, “Hanser” oder “Rohwolt” gehen und die Anderen finden in Internet Leute, wie Annika Bühlemann,die kostenlose Schreibtips geben, “You tube-Filmchen” über “Heldenreise, Personen- und Figurenentwicklung” machen und dann natürlich auch ihre” Wowkurse” haben, zu denen, wie im “Writersstudio”,  viele Interessenten kommen, die sie buchen.

Über Annika Bühnemann bin ich auf Julia K. Stein gestoßen, die auch “You tube-Videos” macht und da bezüglich des “Nanowrimos” jeden Tag ein paar Schreibtips gab.

Jurenka Jurk habe ich dann durch ihre Autorenmesse, die im Vorjahr, zeitgleich zur “Buch Wien” veranstaltete, kennengelernt und die bietet ähnlich, wie Judith Wolfsgruber, vor ihren Online-Schreibkursen sehr viel Gratismaterail, wie kostenlose Webinare an, in denen man nicht nur auf ihren Kurs aufmerksam werden, sondern, wie ich finde, auch sehr viel lernen kann.

So habe ich im Vorjahr ein wenig mitgeschnuppert und im Sommer, gerade als ich mit der “Magdalena Kirchberg” angefangen habe ihr Webinar über das “Zeitmanagement” gesehen und auch darüber geschrieben, dann gab es ein Webniar zur “Heldenreise”, das, was die, wie schreibt man einen tollen Roman-Ratgeber, ja für das non plus Ultra eines Romanes halten und jetzt kam zwischen den Jahren, ein kostenloser fünf Tage Schnpperkurs, wie man 2019 zu seinem Romanjahr machen kann, etwas was, für mich vielleicht gerade richtig kommt, da ich, kurz vor Erschenen der “Unsichtbaren Frau” und dem Korrigieren der Magdalena ein wenig ausgepowert bin und mich frage, warum soll ich wieder etwas schreiben, wenn ich schon fast fünfzig selbstgemacht Bücher habe, die keiner lesen will und auch keine neue Idee habe, weil ich über alles schon geschrieben habe.

Da kam mir dann schon die Idee, daß ich als nächstes, statt noch einen Roman über ein schon ausgelutschtes Thema, vielleicht einen “Literaturgefüsterbuch-Band zwei” mit all den Schreibthemen und den Buchvorschauen machen soll, denn da hat sich bei mir ja inzwischen einiges angesammelt und weil ich die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ohnehin in Harland verbringe, habe ich mich zu dem “Mini- Schnupperkurs” auch angemeldet, wo ich seit Mittwoch jeden Tag ein Arbeitsblatt bekomme und man sich in einer Facebookgruppe austauschen konnte.

Das war zwar nichts für mich, weil Facebook-Verweigerin. Das Schlußseminar kann man sich  aber heute Abend auch so ansehen und so habe ich mir die letzten fünf Tage auch ein wenig Gedanken gemacht, wie ich 2019 zu meinem Romanjahr machen könnte.

Also die Arbeitsblätter  zu “Ziel anpeilen”, “Zeit planen”, “Voraussetzungen checken”, “Sicherheitsnetz erweitern” und “Zielfestlegung” durchgesehen. Ich habe ja in Harland keinen Drucker, um sie auszufüllen und bin darauf gekommen, daß ich nach fünfunfvierzig Jahre schreiben, no na, wahrscheinlich ohnehin schon sehr weit gekommen bin, habe ich ja schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher und da ist es für die heutigen Autoren, warhscheinlich viel einfacher, als ich es damals hatte, denn die schicken vielleicht gar nicht mehr unverlangt zu “Suhrkamp” oder “Fischer”, sondern bewerben sich in Leipzig oder Wien, beziehungsweise buchen sie die “Romanschule” bei Jurenka Jurk oder den “Wow -Kurs” bei Annika Bühnemann und lernen dabei die Figuren zu entwickeln, den Plot zu erstellen, zu überarbeiten und  auch noch ein Verkaufsexpose zu erstellen, etcetera, so daß sie es dann bei Verlagen oder Agenturen versuchen oder wenn das nicht klappt ihren Roman bei “Amzon” einstellen können, wo man immer die Erfolgsgeschichten hört, daß der Roman verfilmt wurde, man Unsummen dabei verdient, etcera.

Das schaffen warhscheinlich nur wenige, wenn überhaupt, denn das Problem, das ich bei der Geschichte sehe, ist, daß es zwar immer mehr Schreibende aber immer weniger Leser, die sich dafür interessieren gibt. Aber seit den fünfundvierzig Jahren, als ich zu schreiben begonnen habe, hat sich bis heute Dank  Internet sehr viel verändert.

Die Schreibtips sind frei zugängig und man kann sehr viel darüber lernen, wie das Schreiben geht, ohne ein einziges Seminar zu kaufen. Die You tube-Videos und sonstigen Schreibtips, glaube ich, reichen und das finde ich sehr schön und kann auch gleich verraten, was ich mir von dem fünftägigen Schreibgeschenk von Jurenka Jurk mitgenommen habe, wobei ich natürlich weiß, daß ich durch meine fünfundvierzigjährigen Schreibversuche, ich schreibe ja wahrscheinlich schon länger, als Jurenka Jurk am Leben ist,  schon einiges selbst herausgefunden habe und so habe ich gleich beim ersten Arbeitsplatt, wo es um das Festlegen der Ziele ging, gedacht, daß ich das in dem Morgen erscheinenden Artikel ohnehin schon vorausgeplant habe. War 2018 doch insofern ein Wowjahr für mich, als daß ich in der “Alten Schmiede” gelesen habe, zweimal mit der Ruth den öffentlichen Raum begangen habe. Der”Hammer” mit den Texten und auch die “Volksstimmeanthologie” von 2016 erschienen ist, etcetera und, um die Frage wo ich 2019 stehen möchte habe ich in der ersten April-Geschichte auch schon satirisch beantwortet. Real wird dann vielleicht die “Magdalena” erschienen sein, die “Unsichtbare Frau” sowieso. Ich arbeite dann an meinem eigenen Schreibratgeberbuch aus dem “Literaturgeflüster” und ich könnte natürlich die “Magdalena” auch bei “Amazon” einstellen, statt, was ja immer noch ein wenig anrüchig ist und ich auch nicht ganz sicher bin, ob das jetzt ein richtiges Buch ist, weil ja selbst gedruckt und ohne ISBN-Nummer, die man zwar natürlich kaufen könnte, beim “Digitaldruck” fünfzig mal selber mache und es dann, wie ich ja ohne Resonanz aber eigentlich ganau nach den Ratschlägen, versuche auf meinen Blog selber per Leserunde und Gewinnspiel zu “vermarkten”, vielleicht noch einmal die Verlage anschreiben, etcetera.

Könnte man machen, ob ich damit Erfolg habe, weiß ich nicht. In den letzten Jahren ist da ja das meiste schiefgelaufen, aber eigentlich habe ich ja über vierzig selbstgemachte Bücher und, daß ich mir da mehr Erfolg wünsche, habe ich schon öfter geschrieben. Eine kleinere oder größere Fanrunde würde mir da genügen, die es aber wahrscheinlich deshalb nicht gibt, weil die Leute, die schreiben, ja nicht so viel lesen und die im Lliteraturbetrieb, die außerhalb noch immer nicht so ernst nehmen, auch wenn in Leipzig und in Frankfurt die Selfpublisherhallen boomen.

Noch mehr Selbstvertrauen von Jurenka Jurks Webinar mitnehmen ist wahrscheinlich auch eine Lösung, denn eigentlich bin ich ja schon im Literaturbetrieb, war das wahrscheinlich scho seit ich das erste Mal in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekommen bin und 1980 in dieser Vorläuferform der “Textvorstellungen” gelesen habe, auch wenn mich Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer, die damals dazu eingeladen wurden, ziemlich links liegen ließen. Also nicht darin sondern daneben und ob ich jetzt unbedingt an fünfzigtausenste Stelle beim “Amazon Rankinng” liegen möchte, ist wahrscheinlich auch keine Verbesserung.

Das “Literaturgeflüsterbuch” mit den Schreibartikeln wird es vielleicht auch nicht bringen, weil sie die Leute wahrscheinlich mehr für sich sich selber, als für meinen Schreibwerdegang interessieren, kann für mich aber nützlich sein und wenn sich dann 2020 warhscheinlich erst oder später noch ein Buch mit einem etwas weniger abgelutschten Thema und etwas genauer nach der “Heldenreise” konzipiert ergibt, wäre das auch sehr schön und ich finde es ja, wie gesagt sehr gut, daß viele Leute schreiben, interessiere mich dafür, auch wenn ich nicht alles lesen kann, versuche ich das doch zu tun und, daß es soviele Schreibtips im Netz gibt, finde ich auch sehr schön, denn jeder, der das will, soll schreiben und kann das auch oder kann es lernen und wenn man sich jetzt auch noch für das des anderen interessiert, wäre das auch sehr schön und so freue ich mich auf das abendliche Webinar, das Jahr 2019, das zuerst ein Korrigierjahr werden wird, auf die “Unsichtbare Frau” mit der ich mich wahrscheinlich wenigstens mit dem Uli in einer Leserunde catchen werde, geht es da ja um die politische Situation und um einen rechten Blogger für den er das Vorbild war, geht es darin auch.

Eine Schreibgruppe habe ich, um mit dem Arbeitsblatt  vier abzuschließen, nach dem “Arbeitskreis schreibender Frauen”, den es bis cirka 1984 gab, ich bin aber, als die sich zu einem Verein mit vielen Regeln umgebildet haben, nicht mehr hingegangen, einige Frauen wie die Hilde Langthaler und die die Elfriede Haslehner und die Valerie Szabo aber lange noch privat getroffen, auch gehabt.

Hat sich der Robert doch als er nicht mehr Vizeobmann der LitGes war eine solche gewünscht, die Ruth hat sie mit der Ingeborg Reisner, die dann das Schreiben nicht mehr wie in der Schule lernen wollte, gegründet und ich bin, weil ich ja nicht so gerne konsumiere, erst spät das erste Mal ins Cafe Ludwig oder Fortuna gegangen. Habe dann Blut geleckt, wie man so sagen könnte und mir angewöhnt bei den jeweiligen Abenden, immer wenn es passte, eine Szene zu meinem momentanen Work on Progress zu schreiben.

Da waren Anfangs auch der Fritz Widhalm und die Ilse Kilic dabei, später haben der Robert oder die Ruth die Geduld verloren und die Gruppe mit enier Lesung im Amerlinghaus abschließen wollen, Peter Czak und auch Klaus Khittl haben aber weitermachen wollen,  Doris Kloimstein war da auch schon dazugestoßen, so gab sie dann noch eine Weile bis sich das Cafe Fortuna auflöste dort und dann noch bis Sommer bei mir, da hat sie dann Peter Czak, der wieder zurückgekommen war, an einen anderen Tag verlegen wollen und so ist ab März niemand außer der Ruth und der Doris mehr gekommen, so daß es sie seit Herbst nicht mehr gibt.

Ich habe auch was die Schreibbuddies, wie das jetzt so heißt, betrifft, ein paar meiner Bücher der Judith Gruber zum Testlesen gegeben, die mir dann auch einen Beschreibungstext dazu lieferte.

Das habe ich auch bei ein paar anderen bekannten Autoren versucht, es aus mangelnder Resonanz aber aufgegeben, so daß ich mir meine Texte jetzt meistens selber schreibe, habe mir aber angewöhnt mir bei den “Wilden Worten” zu den jeweiligen Texten je ein Wunschgedicht zu wünschen, daß dann auch, so wie bei der “Unsichtbaren Frau”, wo aus dem “Schäfchen” auch ein “Schälchen” geworden ist, im Buch enthalten ist. Das kann ich, fällt mir gerade ein mit der ersten “Unsichtbaren Frau-Szene”, die ich übrigens, wie auch die “Nobelpreisszene”, die ich schon öfter gelesen habe, bei den nächsten “Wilden Worten”, als Gästin in der “freien Wildbahn” lesen, das habe ich auch bei der “Anna” so gemacht.

Also auf in das neue Romanjahr, wenn ich auch die Ausbildung nicht buchen werde und es vielleicht ein eher Reflektives werden wird.

Zwei Tage gratis Schreibworkshops

Ich kenne, da ich mich ja für jede Art des Schreibens interessiere, das “Writersstudio” schon lange, im Zusammenhang mit einer Buchpräsitation von Judiths Wolfsberger “Freigeschrieben” in der SFU bin ich in  Kontakt gekommen, habe einige Informationsabende in der Kaiserstraße besucht und war dann beim ersten Schnuppertag, als das “Writersstudio” eröffnet wurde. Damals gab es drei Trainer und wahrscheinlich zwanzig Interessenten und das Angebot wuchs von Jahr zu Jahr. Irgendwann war es dann zweigeteilt in professionelles und literarisches Schreiben. Ich bin eine Zeitlang nur zum literarischen Teil, der mich ja besonders interssiert gegangen.

Im Vorjahr gab es dann auch den fünfzehnten Schreibemarathon, den ich zum “Nanowrimoschreiben” an der “Unsichtbaren Frau” nutze, die Zahl der Trainer ist rassant angestiegen.

Jetzt gibts schon eine ganze Menge davon und sogar eine eigene Trainerausbildung und schon drei Lehrgänge, nämlich zusätzlich zum “Passional Writing” auch noch die “Journal Writing Therapy”, wo, glaube ich Psychologen auch eine eigene Trainerausbildung machen können und dann das befrufliche Schreiben mit dem Journalistenkurs und dem Sachbuchschreiben.

Und weil das “Journal Therapy-Schreiben” auch sehr interessant ist, habe ich mich für beide Tage entschloßen. Zwar kurz überlegt, ob ich am Nachmittag weggehen sollte, aber ab sechs gabs Käse und Wein und dann noch eine Round table Gespräch zwar mit Absolventen der beruflichen Richtung und dann die Verlosung, wo ich zwar nie was gewinne, aber ich habe schon ein Writers Reterat gemacht, einmal Joga und die Writers Trick kenne ich  eigentlich auch.

Begonnen hat es am Freitag wieder mit den Morgenseiten, die Judith Wolfsberger diesmal etwas aufpappte. Das ist ein Freischreiben, das man jeden Morgen machen soll, sich einfach drei Seiten lang die Probleme von der Seele hinunterzuschreiben und zu ordnen, den Bleistift nicht abzusetzen. Das ist der Trick dieser nach amerikanischen Muster orientierten Schreibtechniken. Dann ging es schon zu den Collagen und den Träumen mit Johanna Vedral, die ich schon von den früheren Workshops kenne. Sie hat auch ein Buch dazu geschrieben.

Unabgesandte Briefe gab es dann auch, mit denen soll man sich den Frust von der Seele schreiben und ich habe da einige Ärgernisse bewältigt. Dann kam Ida Rätner aus Riga und brachte Farbe in das Unbewußte,  beziehungsweise zeigte sie eine Drucktechnik mit der man seine Journals aufpeppen kann. Am Schluß des Journal Writing kam wieder Anna Ladurner mit ihrem Zuckerlpäkchen und der Schreibaufgabre und man schrieb eine paar Details aus seinem Leben, einen Haiku und eine Kurzbiografie in sechs Worten.

Damit endete das Tagebuch- und es kam das berufliche Schreiben, etwas was mich zwar mit meinen Befunden, Mails und veröffentlichten Sachbüchern schon betrifft, aber nicht so interessiert. Aber das erste Workshop kam aus den Writers Tricks und da clusterten wir ein bißchen und das habe ich vorige Woche bezüglich der Magdalena Kirchberg auch gemacht, da habe ich also weitergeclustert, bin aber zu keinem neuen Ergbnissen gekommen. Dafür habe ich beim journalistischen Schreiben, versucht der Geschichte, der Magdalena Kirchberg auf die Spur zu kommen und die Szene geschrieben, wo der Jens in das Szenelokal stürmt, wo die Ulla mit dem Heiner Kubik sitzen, der fährt sie dann nach Hause, die Stimmung ist schlecht und es könnte sein, daß sie an der Ecke Hofühlgasse linke wienzeile fahren und auch eine alte Frau an der Kreuzung stehen sehen, daß das die Magdalena Kirchberg ist, die mit ihrem Roman nicht so zügig weiterkommt.

Michaela Muschitz versuchte wieder Neugier auf Online Angebote zu erwecken und da bin ich auch nicht wirklich darauf gekommen, wie ich es machen kann, daß sich meine Leser auf meine Gewinnspiele und Leserunden melden und Judith Wolfsberger schloß den Reigen in dem sie wieder Ideen zu Sachbuch- oder Nonfictiontexte gab, da habe ich mich mit einer Teilnehmerin über meinen Blog unterhalten.

Dann gabs den Wein und die Käsewürfeln und es wurde umgeräumt, fünf Damen erzählte, wie ihnen die Seminare beim beruflichen Schreiben weitergeholfen haben und was soll ich sagen, ich aber wieder nichts gewonnen, aber am Samstag war auch noch ein Schnuppertag und da ging es wieder an das “Passional Schreiben”, das fein zerlegt in neun Portionsteilchen aufgegliedert war und begonnen hat es mit etwas Neuem, nämlich dem  “Satire schreiben”, das Eva Hammani-Freisleben,  sehr liebevoll mit “Fackel-flakes- kleines Frühstück für das Sprachhirn” aufbebreitet hat und das ich, obwohl ich ja keine sehr Humorvolle bin, für meinen Diskurs mit dem Uli höchstwahrscheinlich brauchen kann, denn in der Satire geht es ja um das Übertreiben und das Thema hieß “Wie schimpft sich Morgenmüdigkeit”.

Zettelchen mit Zitaten zum Thema wurde verteilt, ich erwischte das, das man sich “Zeit lassen” soll und das war sehr lustig. Es gab wieder ein Gewinnspiel, wo man am Abend ein solchen Seminar gewinnen hätte können.

Habe ich nicht, kann ich gleich spoilern und dann ging es weiter mit Bekannten. Judith Wolfersberger brach wieder ihre Lanze für den “Personal-Essay”, ich habe es da auch mit dem “Rechtsruck” versucht. Aber das ist ein Text, der sehr lange werden könnte. Also war er nichts fürs Vorlesen. Ein paar andere haben es getan und haben da offenbar spontan sehr sehr tolle Texte fabrziziert.

Dann ging es wieder an das “Short Story Schreiben” mit Ana Znidar und noch einmal zum “Memoir”.

Dann kamen die “Young-Freewriters” und da stellte Gundi Haigner gekonnt die Frage “Sind wir “Superheldinnen?”

Das ist ein Programm, das die Lehrerin für ihre Schülerinnen einmal entwickelt hat. Sie brachte auch ein paar junge Freewriter mit und als erste sollte man sich selber malen,  dann zu den Gesichtern ein paar Bemerkungen schreiben und anschließend konnte man sich eine Geschichte wünschen, die viel Selbstbewußtsein geben kann.

Spannend spannend und vielleicht sogar sehr hilfreich. Weiter ging es wieder mit den “Oden”, beziehungsweise der “Poetry. Die “Ode an die Zwiebel”, beziehungsweise das “Buch”, den “Bleistift”, das “Kaffeehäferl” habe ich auch schon geschrieben und auch bezüglich “Travelwriting” habe ich schon einige Geschichten geschrieben und sie in meinen Blog gestellt.

Ana Znidar riet da sich seine persönlichen Blickwinkel auf die Urlaubsorte zu suchen und zu beschreiben und das habe ich ja heuer schon in Bern und in Zürich getan, für die Schreibübung habe ich einen Text über Wiens Bücherkästen begonnen und mit Marcus Fischer ging es an das Titelbasteln. Da mischen zwar, glaube ich, zumindestens im Belletristikbereich, die Verlage kräftig mit und es gibt ja auch einen Titelschutz.

Es kann aber trotzdem nicht schaden, sich selber einen starken Titel auszudenken  und Michaela Muschitz wies wieder mit kräftiger alle Müdigkeit verscheuchende Stimme in das spannende Schreiben ein.

Das war also nicht sehr neu für mich. Aber eine gute Wiederholung und ich unterhielt mich auch sehr intensiv mit einigen Teilnehmern.

Anschließend gab es wieder Wein und Käse und diesmal eine Lesung von fünf “Passion-Absolventinnen”. Denn das “Writersstudio” hatte einen Schreibwettbewerb zum Thema “Langfristig” ausgeschrieben und die Texte ausgewählt, die sich mit den Erfahrungen mit den Kursseminaren beschöftigten.

Fünf euporische Schreibberichte mit sehr schönen Texten davor und dazwischen die Verlosung und dann ging es selber zu einer Lesung.

Denn der liebe Rudi hatte mich ja um acht  ins “Bebop” eingeladen. So hetzte ich mit vollen “Schreiberkopf” dahin und habe aber wieder viel gelernt.