Eja Augustin auf der Buch-Wien

“Da bin ich wieder, werde mir jetzt viereinhalb Tage lang einen literarischen Urlaub in der Welt der Bücher geben und dabei auch meinen siebzigsten Geburtstag feiern! Was gibt es besseres für das Jubiläumsjahr mit fünfzig Jahre schreiben, fünfzehn Jahre bloggen und fünfzig Jahre GAV?”, dachte Eja Augustin und atmete tief durch.

Es gibt wahrscheinlich nichts, denn sie hatte ja ein Superplus Festival Ticket und konnte sich daher in Ruhe umsehen und alles ansehen, bei der “Buch-Wien”, die es jetzt ja auch schon fünfzehn Jahre gibt. Da konnte Eja Augustin sich erinnern, daß damals vom Hauptverband sehr viel Werbung gemacht wurde, so daß sie sich etwas ähnliches wie Frankfurt oder Leipzig erwartete und dann ein paar Schritte in die eine Rchtung, ein paar in die andere machte und als sie das viermal getan hatte, enttäuscht dachte, war es das jetzt?

“Was soll ich da vier Tage?”

Dann wurde doch etwas daraus, auch die nächsten fünfzehn Jahre lang. Das heißt, nicht ganz, denn 2020 im Corona-Jahr gab es ja keine Messe. 2021 hätte sie sich zwar akkreditieren können, hätte aber 2G und höchstwahrscheinlich auch eine Maske gebraucht und einmal ist sie nach dem ersten Tag mit den Nachtzug nach Basel zur “Buch-Basel” gefahren. Aber jetzt das Ticket in der Tasche und als Eja Augustin kurz vor halb fünf die Halle D betrat, sah sie schon eine lange Schlange vor den Eingangsschalter, denn Einlaß war erst um halb. Also anstellen, uje uje, dann war es nicht so arg. Zwei Drittel der Plätze der ORF-Bühne, wo die Eröffnung stattfand, aber reserviert und sie wußte nicht recht, ob da auch einer für sie dabei war?

Sich also wieder ein wenig isoliert und einsam fühlen, während die Autoren, denen es besser als ihr ging, die Verlagsmenschen etcetera an ihr vorbeimarschierten.

Die Eröffnungrede wurde von der schottischen Autorin E. J. Kennedy gehalten und dann ging es los mit der langen Nacht der Bücher, die diesmal nur bis neun dauerte und die Eröffnungsrede auch für alle möglich war, was ja sehr fein war.

Also zum Wein in die VIP-Lounge strömen, die sich langsam füllten. Junge Mädchen mit den “Buch-Wien-Shirts” kontrollierten die Berechtigung. Dann gab es Wein und später auch einen Korb mit Semmeln und Brezeln und viele Küßchen, Umarmungen, Begrüßungsschreie und sie stand wieder mal daneben. Grüßte aber tapfer nach allen Seiten, denn das hatte sie sich vorgenommen und wurde von Gustav Ernst prompt darauf angesprochen, daß sie immer und überall die Erste wäre”

Diesmal schon, aber sonst nicht. Denn was nützte es, eine halbe Stunde vorher zu kommen, wenn die guten Plätze schon ausreserviert waren und nur die zwei vorletzten überblieben und was nützte es, wenn sie, weil sich ja selbst verlegend, nie auf einer Buchpreisliste stehen würde?

Sich davon aber doch nicht entmutigen lassen, nahm sie sich tapfer durch und atmete durch. Sprach Anton Thuswaldner auf seinen “Gegenkanon” an, begrüßte die Frau M. die ihr sogar ihr Rotweinglas anbot und natürlich auch die Literaturreferentin, die ja immer sehr freundlich war und zum siebzigsten Geburtstag gratulierte und bei der “Donau Lounge” gab es sogar einen Goodiebag, obwohl sie die heilige Gisela mit der Kaiserin Ssi verwechselt hatte. Die Hertha Müller ,zwar gewußt, aber da nicht die erste war. Dann den Büchergutschein der Tochter eingelöst um sich ein bißchen mit dem Frankfurt Gastland Slowenien zu beschäftigen und dann nach Hause fahren, weil ja die lange Nach um neun endete.

Da gab es weil drei Jahre lang Straßenbahnabstinenz auch Probleme mit der U-Bahn, die lötzlich nur bis zum Schottenring und dann wieder zurückfuhr und das jetzt vier Tage?

Vier Tage lang in die Bücherwelten eintauchen.

“Da werden Sie Bücher finden, von denen Sie gar nicht wußten, daß Sie sie gesucht haben?”, hatte die Staatssekretärin in ihrer Eröffnungsrede behauptet und am Donnerstag, Freitag, etcetera, dann weniger VIPS, nur das gewöhnliche Publikum, das sich dann die Bücher kaufen und sie lesen durfte. Aber sie würde tapfer dabei bleiben und ihren Geburtstagsurlaub genießen, auch wenn sie nur im Publikum und nicht auf den Bühnen sitzen würde. Was aber nicht ganz stimmte, weil sie den lieben Conny, als der sie am Donnerstag fragte, ob sie auch auftreten würde”Ja!”, sagen konnte.

Sie selbst zwar natürlich nicht, aber das Buch, das sie lektorieren durfte, wurde um fünf auf der “Standard-Bühne” vorgestellt und außerdem hatte sie sich auch vorgenommen, ein ganz kleines bißchen unbotmäßig sein und ihre Bücher einfach bei den IG-Autoren oder sonstwo zur freien Entnahme aufzulegen. Denn das müßte eigentlich gehen. Dürfte nicht verboten sein und vielleicht würde sich jemand sogar darüber freuen….

In den Fußspuren der Bachmann

Eja Augustin rauchte der Kopf, als sie das Kino verließ, in dem pünktlich zu ihrem fünfzigsten Todestag ein Film über Ingeborg Bachmann gezeigt wurde, die ja am siebzehnten Oktober 1973 an den Verbrennungen oder den Folgen einer Medikamentenabhängigkeit, wie man heute weiß, in einem Spital in Rom gestorben war.

Damals war sie fast zwanzig gewesen, hatte im ersten Semester studiert und auch ihre erste Erzählung verfasst gehabt, denn sie hatte im Mai des Jahres die sogenannte Knödelakademie in der Straßergasse sehr euphorisch mit dem Wunsch Psychologie zu studieren und zu schreiben, verlassen und beides auch getan.

In den Spuren der Bachmann, dachte Eja Augustin und schüttelte den Kopf, konnte sie sich doch vorstellen, daß ihre Kritiker in den weltweiten Netzen, aber auch die, die sie auf literarischen Veranstaltungen traf, jetzt aufschrieen und “Überschätz dich doch nicht so, die Bachmann hat den “Büchner-Preis” bekommen bei der Gruppe 47 gewonnen und wäre vielleicht, wenn sie länger gelebt hätte “Nobelpreisträgerin” geworden!”

Außerdem hatte sie im Oktober 1973, als sie noch bei ihren Eltern und ihrer Schwester in der Wattgasse gewohnt hatte, nicht viel von der Bachmann gekannt, die in ihrem Deutschunterricht bei der Frau Prof Friedl keine große Rolle gespielt hatte. Oder doch natürlich, den Haneke Film “3 Wege zum See” hatte sie sicher noch in den Siebzigerjahren im elterlichen Wohnzimmer im Schwarzweißfernseher gesehen und sich viele Jahre später, als den “Radetzkymarsch” , ein Fundstück aus dem elterlichen Bücherkasten gelesen hatte, über den Namen “Trotta” gewundert, der in beiden Texten eine Rolle spielte. Die Todesnachricht hatte sie höchstwahrscheinlich auch gehört und damals im Sommer 1973, als die Grazer Autorenversammlung gegründet wurde, auch viel gelesen.

Von Michael Scharangs “Charly Traktor” und Andreas Okopenko “Lexikonroman” hatte sie im Radio gehört und sich in den Buchhandlungen “Der Mann ohne Eigenschaften” und eine Rilke-Gesamtausgabe besorgt und eifrig gelesen. Die Bachmann erst ein paar Jahre später, als sie sich von ihren Eltern die vierbändige Gesamtausgabe schenken hatte lassen. Den “Fall Franza” im Türkenschanzpark zwischen ihren Psychologieskripten gelesen und selbst geschrieben oder es zumindestens versucht, weil das ja in Zeiten, wo es noch keine Schreibschulen gab und man das Schreiben höchstens in Leipzig studieren hätte können, nicht so einfach war.

Die erste Erzählung, im Sommer 1973 geschrieben und nicht richtig korrigiert, war unveröffentlicht geblieben. Spätere Schreibversuche scheiterten. erst 1977 war ihr wieder eine Erzählung “Die Einladung zun Tee” gelungen, die von zwei Freunden, denen sie sie zeigte, als schlecht bezeichnet wurden.

Später war sie Mitglied im “Arbeitskreis schreibender Frauen” geworden und dadurch in Kontakt zu Schriftstellerinnen, wie Marie Therese Kerschbaumer, Elfriede Haslehner, Christa Stippinger, etcetera gekommen.

In die Spuren der Bachmann natürlich nicht, dachte sie also, als sie fünfzig Jahre später kurz vor ihrem siebzigsten Geburtstag vom Kino nach Hause ging. Denn so berühmt, wie die Bachmann war sie selbstverständlich nicht geworden, war es ihrdoch nicht einmal gelungen einen richtigen Verlag zu finden. Nur einmal hatte Jack Unterweger, der umstrittene Autor und Kleinverleger ihre “Hierarchien” herausgebracht, bevor er aus der Strafanstalt Stein auf Initative der kritischen Autorenschaft entlassen wurde und sich Jahre später, als er nach weiteren Frauenmorden verurteilt wurde, in einer anderen Haftanstalt erhängte, das ebenfalls stark kritisiert wurde.

Dann hatte es nur zwei Sach- und Ratgeberbücher gegeben, die sie in ihrer Rolle als Psychologin, denn das Studium hatte sie problemlos geschafft, über das “”Stottern” in großen Verlagen gegeben, während sie nun schon seit über zwanzig Jahre ihre Bücher selber, ohne ISBN-Nummer drucken ließ und es dadurch erst recht nicht in den Literaturbetrieb hineinschaffte, obwohl sie seit 1987 Mitglied bei den “Grazer Autoren-Autorinnen”, wie das jetzt heißt,war.

Über sechzig selbstgemachte Bücher reihen sich in ihren Regalen, die sich alle sehr gesellschaftspolitisch und realistisch waren, sich mit dem Älterwerden, dem Tod und dem Sterben aber auch mit den Schreiben beschäftigten und in den letzten Jahren hatte sie das Thema Corona sehr beschäftigt, mit dem sie, weil sie das sehr kritisch betrachtete, wahrscheinlich noch einen Stückchen weiter an den Rand gerückt war.

Links oder rechts war hier die Frage und eigentlich betrachtete sie sich schon länger als eine Borderlinegängerin, allerdings im nicht kinischen Sinn, sondern eine, die immer, wenn sie sich zu nahe an der Mitte befand, erschreckt einen Schritt zur Seite machte und jetzt den Spuren der Bachmann folgen?

Ja, natürlich, obwohl, wie festgestellt lange nicht so berühmt oder eigentlich das gar nicht. Da keine wirklichen ernstzunehmenden Preise und nicht einmal ein Stipendium bekommen, obwohl sie sich seit Jahren in einigen literarischen Juries befand und zu dem berühmten “Bachmannpreis-Lesen” war sie, obwohl sie das ganz gern wäre, nicht eingeladen worden.

Trotzdem schrieb sie tapfer weiter und hatte angesichts der fünfzig Jahre, die sie nun schon länger, als die Bachmann lebte, höchstwahrscheinlich mehr als sie geschrieben und weil sie nicht so berühmt geworden war, waren ihr vielleicht auch ihre Krisen erspart geblieben.

Denn ihr Leben war sicher nicht so turbulent. Zwar trank sie ganz gern ein Gläschen Wein, rauchte aber nicht und hatte auch nie Drogen und Beruhigungsmittel konsumiert. Deshalb war ihr ihr tragischer Tod erspart geblieben, litt zwar unter ihrer Erfolglosigkeit war aber nie unter einen solchen Druck gestanden, der die Bachmann, wie sie psychologisieren würde, überfordert hatte, so daß sie zu Alkohol, Medikamente und Zigaretten gegriffen hatte.

Kein schöner Tod und wahrscheinlich trotz ihrer Berühmtheit sicher auch kein sehr schönes Leben, würde sie vermuten und trotzdem weitermachen. Weiterschreiben, ob in- oder außerhalb der Bachmannschen Fußspuren war eigentlich egal. Denn höchstwahrscheinlich schrieb sie ganz anders, war sie ja keine Lyrikerin, sondern eine sehr bemühte, unentwegt schreibende Frau, die ihr Leben der Literatur gewidmet hatte, aber auf der anderen Seite stand.

Auf der des Publikums, der Literaturveranstaltungsbesucherin, der Buchpreis-Leserin und daher auch andere Erfahrungen als die Bachmann hatte, den Literaturbetrieb von der anderen Seite sah, daher höchstwahrscheinlich auch gesünder lebte, obwohl die ständige Erfolglosigkeit auch depressiv machen konnte, dachte Eja Augustin, hatte ihre Wohnung erreicht, die Jacke abgelegt und war zu ihrem Bücherregal gegangen, um sich die Gesamtausgabe herauszuholen und darin zu blättern .

Die kleinen Dinge

Den “Nobelpreis für Literatur” wird heuer, wie letzte Woche verkündet wurde, der 1959 in Norwegen geborene Dramatiker und Prosaautor Jon Fosse bekommen, von dem ich schon zwei Bücher, gelesen habe und nicht ich, natürlich, lieber Uli, da habe ich wohl keine Chance, das weiß ich schon, obwohl man in den Schreibseminaren immer hört, daß man sich große Ziele setzten soll und die Hoffnung wahrscheinlich zuletzt stirbt.

Da ich aber trotzdem über fünfzig Jahre schreibe, das ich ja kontunierlich betreiben und meiner inzwischen über oder an die sechzig selbstgemachte Bücher habe und meinen unentwegten Beschäftigung mit dem Lesen und den Veranstaltungsbesuchen, offenbar ganz ganz unten stehe, das heißt keinen wirklichen Verlag oder den nur mit zwei Sachbüchern gefunden, keine Buchpreise und auch keine Stipendien, obwohl ich in einigen Jurien war und in zwei derzeit auch bin und es nicht und nicht schaffe literarisch aufzufallen, ist das schon ein Problem, das mich manchmal zum Weinen bringt.

“Konzentriere dich doch auf kleineren Erfolge!”, hat mir Maria Gornikiewicz einmal geraten, als ich ihr und das tue ich ja eigentlich nicht sehr oft, meinen “kühnen Wunsch” verraten habe und sie hat recht damit.

Natürlich muß es ja nicht gleich der hehre Schwedepreis sein, wo ich vor 2019 gedacht habe, daß den zwar 2004 die jelinek aber nicht der Peter Handke bekommt. Das hat sich jetzt geändert, aber den ist der Preis auch nicht gut bekommen und die Häme von Sascha Stanisic und vom Lteraturcafe, etc, ist über ihn drüber gefahren.

Also die kleinen Dinge, um die ich mich ja redlich bemühe, also die ganz kleinen Lesungen, wo man fast kein Honorar bekommt oder mit dem Hut herumgeht.

“Was du willst ein Honorar?”, hat der Uli mir einmal geschrieben und als ich vor Jahren die” “Mittleren” oder eine Lesung der Lesefrauen im Literaturhaus organisierte, hat sich meine Cousine Elisabeth gewundert, daß man da dreihundert Euro für zehn Minuten lesen bekam.

“Nun schreiben muß man das Ganze auch. Aber ich habe, da ich ja gerne lese, öfter Lesungen, wo man zwar als “Künstler” bezeichnet wird, aber kein Honorar bekommt, da gibt e zwar den GAV-Zuschuß den man zweimal im Jahr bekommen kann und damit wurschtle ich mich durch, habe am Volksstimmefest gelesen, bei der “Poet-night”, bei der Art Margareten, meinem literarischen Geburtstagsfest, etcetera, seit ich blogge und darüber schreibe hatte ich ungefähr zehn Lesungen im Jahr. Das heißt bis 2020, denn dann kam Corona und es war aud einmal aus. Mit den Lesungen mit dem Schreiben natürlich nicht, denn da sind ja glaube ich schon an die fünfzehn Corona-Bücher entstanden.

Jetzt ist Corona zwar noch nicht aufgearbeitet, aber keine melde- und maskenpflichtige Krankheit mehr und es gibt wieder Lesungen, das heißt beim Volksstimmefest seit 2020 auch keine mehr, weil den neuen Veranstaltern mein “Männerhassender Feminist” aus den “Hundert Tagen” nicht gefiel und so gab es im Vorjahr, wo man wieder Masken und testfrei lesen konnte, ein eher mikriges Geburtstagsfest, die “Poet night” und beim Open Mike im “Werkl im Goethehof”, habe ich auch gelesen. Das war es, glaube ich und heuer bin ich mit sehr viel Pomp und Aufwand in mein Jubiläumsjahr gegangen.

Fünfzig Jahre schreiben und fünfzehn Jahre Literaturgeflüster, wow das ist schon was und der siebzigste Geburtstag steht auch noch aus und da wird es ein Fest geben, wo ich allerdings nicht fünzig sonder nur zwanzig Leute eingeladen habe.

Und das Jahr hat ja eigentlich recht erfolgreich angefangen. Denn da hat mich ja Alex Hartl eingeladen über Erika Danneberg zu berichten und der “Ohrenschmaus” hat mich aufgefordert, das Gstöttmeier-Buch zu lektorieren, das bei der “Buch-Wien” präsentiert werden wird.

Das war es dann, der Rest des Jahres bin ich wieder bei den Veranstaltungen isoliert herumgestanden oder habe sogar einmal überraschend gelesen und als ich am vorigen Samstag der sehr bemühten Susanne Kristek, die mich danach fragte, antwortete, daß ich über sechzig Bücher habe, war mir das dann eher peinlich.

Wui, das sind ja keine richtigen Bücher, sondern selbstverlegt und kürzer werden sie auch immer und dann handeln sie noch von Corona und vom Frieden, was man auch nicht darf und dafür, wenn das heruaskommt, vielleicht für einen Spottpreis nominiert wird. Werde ich natürlich nicht, denn mich liest ja keiner und ich lese derzeit auch eher langsam. Bin ich beim dBp erst bei Buch sechs, aber doch den dreifachen Buchpreis, wo ich bei der Öst schon fast fertig bin.

Wir sind heuer auch viel herumgefahren. Waren in Leipzig, der “Literatur und Wein”, in Frankfurt bei der Poetenvorlesung des Clemens J. Setz, bei Gerhard Jaschkes Sommerfest, bei dem der Eva Brenner und beim Auden Festival und dann noch bei der Doris Kloimstein in Saint Denis d´ Oleron.

Einige Jubiläumsartikel habe ich im Jubiläumsjahr herausgestoßen und mir immer wieder gedacht, selbstbewußt zu sein. Denn das ist ja schon was, fünfzig Jahre kontuierlich literarisch schreiben, sechzig selbstgemachte Bücher, das Buchpreislesen und fast jeden Tag eine Literaturveranstaltung, auch wenn das niemand merkt und man das vielleicht auch niemanden erklären kann, ohne lächerlich zu wirken und so neigt sich das Jahr allmählich zu Ende und das passiert ja mit der Frankfurter Buchmesse, bei der ich 2002 das letzte Mal war, der dBp Preisverleihung, die ich streamen werden und dann naht auch noch die Buch Wien, wo ich mich schon akkredidiert habe und die Einladung zur Preisverleihung am sechsten November ist auch schon gekommen.

Also tut sich doch etwas, die “”Poet Night”, wo ich noch festlegen muß, was ich lesen werde, wird am zwanzigsten Oktober und diesmal im Republikanischen Club sein, wozu ich schon alle herzlich einlade und dann habe ich mich für den achtzehnten November wieder zum “Open Mike” im “Werkl” eingeladen, was vielleicht auch keine richtige Lesung mit richtigen Publikum ist und dann hat mich gestern noch der liebe Rudi eingeladen am dreißigsten November mit ihm im “El Speta” zu lesen, was ich schon einmal tat.

Es tut sich also doch etwas und eigentlich ist schon sehr literarische, denn abgesehen von meinem Brotberuf, den ich noch immer habe, dreht sich mein ganzes Leben um die Literatur und wer davon etwa mitbekommen will, den lade ich ein, meinen Blog zu lesen und vielleicht auch gelegentlich zu kommentieren.

Die Metamorphosen der Eja Augustin

Lauter Applaus drang aus dem Haupthof des Museumsquartiers, die “O-Töne”, das sehr beliebte Literaturfestival, daß sich Eja Augustin gern und regelmäßig anzuhören pflegte, war zu Ende und sie konnte nach Hause gehen.

So stand sie also auf, packte ihre Handtasche und schüttelte den Kopf. Denn eigentlich hatten ihr die die Aussagen der Autorin nicht gefallen. Letzte Woche war es ähnlich gewesen. Da hatte die Autorin den Moderator kritisiert und statt auf seine Frage zu antworten auf seine roten Schuhe hingewiesen und mehrmals betont, daß er vor kurzem “Staatspreisträger” geworden war. Gut, sie hatte sich über seine vielleicht zu anmaßenden Kritikerfragen geärgert und zurückgeschossen. Das war okay und voll in Ordnung und das würde sie, wenn sie in diese Situation kommen würde, genauso tun, denn sie war ebenfalls eine schreibende Frau. Zwar keine berühmte, sondern nur eine sich in Außenseitersituation befindende Selfpublisherin. Aber eine, die sich sehr für Literatur interessierte, viel las und daher auch das Gratisangebot der Stadt Wien, beziehungsweise der Literaturabteilung gern annahm.

Also durfte die Autorin, den sie interviewenden Moderator gerne kritisieren, die diesmalige Autorin hatte aber eigentlich nichts anderes getan, als die Literatur für sinnlos und unwichtig zu erklären. Etwas, was sie überhaupt nicht so sah, denn sie nahm ihr Schreiben sehr ernst, auch wenn sie, wie sie immer hören konnte, es längst nicht so gut beherrschte, wie die ehemaligen “Bachmann-Preisträgerin”, die jetzt sogar eine der wichtigsten Literaturzeitschriften Österreichs herausgab, obwohl sie wahrscheinlich halb so alt, wie Eja Augustin war.

Vielleicht war ihr ihr Ruhm zu Kopf gestiegen oder hatte es sie überfordert, plötzlich von einer Lesung, von einem Interview zum anderen herumgereicht zu werden? Das wäre verständlich und da könnte Eja ihr keinen Vorwurf machen. Schließlich hatte sie ja einmal Psychologie studiert. Trotzdem war es aber unbefriedigt von der Autorin nichts anderes gehört zu haben, als, daß das Leben und das Schreiben sinnlos war und das schien jetzt modern zu sein.

Hatte sie doch in letzter Zeit öfter Romane gelesen, wo die Autoren erklärten, daß sie ihren Text selbst nicht erklären können, oder den Inhalt vollends auf den Kopf stellten und da hatte Eja sich gedacht, daß das wohl deshalb war, weil schon so viele Bücher geschrieben worden waren und wollte man da auffallen, musste man da vielleicht schlapsige Antworten geben. Das wäre eine Erklärung, mit der sie etwas anfangen konnte, aber eine, die ihr nicht so besonders gefiel, denn sie nahm ihr Schreiben ernst, wurde aber zu solchen Veranstaltungen nicht eingeladen,

“Da sind Sie nicht gut genug! Haben Sie doch keinen Verlag! Wer will Sie lesen? Wenn wir Sie einladen haben wir lauter leere Stühle und das wollen wir nicht! Das können wir uns nicht leisten!”

Und es stimmte. Der Hof des Museumsquartiers war sehr voll. Das Publikum hatte begeistert geklatscht und drängte sich jetzt auch um den Bücher- beziehungsweise, um den Signiertisch, um sich ein Autorgramm von der Autorin zu holen und das war vielleicht ein weiteres Problem über das man sich ärgern konnte. Die Leute lasen immer wieder und schrieben dafür mehr. Fünfundzwanzig Prozent der Schulabgänger konnten, wie sie neulich gehört hatte, nicht mehr sinnerfassend lesen, wenn sie die Schule verließen und die die es noch konnten, lasen vielleicht lieber Comics, Chick Lits oder gingen vielleicht gleich ins Internet, um dort zu chatten.

Sie las sehr viel und würde sich jetzt auch die Buchpreisbücher wieder holen. Die zwanzig Bücher, die für den “Deutschen Buchpreis” nominiert würden und die zehn von der “Österreichischen Buchpreisliste”, während ihre selbstgemachten Bücher niemand lesen wollte.

“Das interessiert uns nicht, wir sind lieber für Qualität!”, war eine Antwort, die sie öfter hören konnte und jetzt drängten sich tatsächlich einige Leute, um den Büchertisch oder stellten sie sich am Signiertisch an, um ein Autogramm von der ehemaligen “Bachmann-Preisträgerin” zu bekommen.

“Ob die alle gelesen werden?”, fragte sich Eja Augustin kritisch, die jetzt selbst um den Büchertisch herumstrich, sich aber keines kaufen würde, weil sie ihr ganz ehrlich zu teuer waren und hatte auch ihre Zweifel daran, weil sie öfter die sehr gehypten Bücher von den Buchpreislisten in den offenen Bücherschränken oft noch originalverpackt fand.

“Da hat wieder eine Schwiegermutter ein Buch von Reinhard Jirgl oder Ulrich Petzer zu Weihnachten bekommen und fängt nicht viel damit an, weil sie lieber Kimis oder vielleicht auch gar nichts liest”, dachte sie kritisch und dann wieder an ihre sechzig selbstgemachten Bücher, die sie im Laufe ihres Lebens schon geschrieben hatte. Und das Thema schreiben, war auch eines, daß sie sehr interessierte.

Gab es da ja schon “Den verrückten Traum der Thea Leitner”, wo eine erfolglose Autorin in dem berühmten “Star-Verlag” eingesperrt wird und sich dann in den Verleger verliebt, sowie “Das literarische Leben der Dora Faust”, wo eine erfolglose Autorin einen Roman schreiben will und da über sehr viele Geschichten stolpert. Eine literarische Agentur an die sie das Buch geschickt hatte, hatte nicht viel damit anfangen können und eine Schriftstellerkollegin hatte sich über den sprechenden Namen sehr mokiert. Denn eine Thea Leitner gab es ja. Gut, das waren vielleicht Anfangsfehler und wahrscheinlich würde es jeden Namen, den man einem Protagonisten verlieh, im wirklichen Leben schon geben und neben dem ” Literarischen Leben” und dem “Verrückten Traum” könnte sie auch Metamorphosen stellen.

“Die Metamorphosen der Eja Augustin” und unter diesen Titel ihre Schreibgedanken in ihren Blog stellen oder als einundsechzigstes selbstgemachtes Buch herausgeben.

“Eine interessante Idee!”, dachte Eja Augustin.

“Habe ich heuer ja ein Jubiläumsjahr, schreibe ich nun schon fünfzig Jahre, habe seit fünfzehn Jahren einen literarischen Blog in dem ich meinen Senf über den Literaturbetrieb verspritze und feiere im November meinen siebzigsten Geburtstag. Da könnte ich ein literarisches Geburtstagsfest machen und siebzig Minuten aus meinen sechzig Büchern oder aus meinen “Metamorphosen” lesen!”, dachte sie und lächelte der Autorin, die jetzt vom Signiertisch aufschaute aufmunternd zu.

“Es ist doch nicht alles so sinnlos, wenn man erfolgreich ist und das Schreiben und das Lesen ist schön und wenn sich Ihre Leser über Ihre Bücher freuen, sollten Sie das vielleicht auch tun!”

Immer nur für mich allein?

Fünfzig Jahre schreiben, fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” und das natürlich entsprechend feiern Fünfzehn Tage lang habe ich mir vorgenommen und auch Resume zu ziehen, was in den letzten Jahren passiert ist und wie es mir mit dem Schreiben ergangen ist?

Darüber habe ich in diesem Jahr in einigen Jubiläumsartikel und auch schon früher immer wieder geschrieben und zusammengefaßt, wie es mir mit dem Schreiben geht. Das eigentlich immer für mich wichtig war und ich mich so weit ich mich erinnern kann, schon immer geschrieben habe und schreiben wollte.

Ich bin ja ein Novemberkind und als meine Mutter 1959 mit mir zu Schuleinschreibung gegangen ist, noch nicht ganz sechs und einige Sprachfehler, hat man ihr eine Sprachsonderschule empfohlen.

“Mein Kind geht in keine Sonderschule!”, hat meine Mutter empört gesagt und ist mit mir zu Hannes Aschenbrenner einen damals bekannten Logopäden oder Sprachheillehrer gegangen und der hat mir dann irgendwie das Lesen beigebracht, so daß ich es schon konnte, als ich ein Jahr später in die erste Kasse der VS kam und da kann ich mich auch erinnern, daß ich an den Wochenenden Aufsätze schrieb, die ich dann meiner Lehrerin Frau Keiler zeigte und die hat mir, glaube ich, auch den Rat gegeben nicht zwei gleiche Wörter hintereinander zu verwenden. Dann kam die Hauptschule mit der Frau Else Linser und dann die “Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe” mit der Frau Professor Friedl und irgendwann, ich glaube, im Jahr 1971 habe ich mich dann entschlossen nach der Matura zu schreiben und Psychologie zu studieren.

Da habe ich schon für mich geschrieben, mir Geschichten ausgedacht und viel gelesen. Den literarischen Zeitpunkt setze ich aber nach meiner Matura im Mai 1973 an. Da habe ich meine erste Erzählung geschrieben, die von einer Hure, die am Nachmittag Kinder betreut. Die ist fertig geworden, wurde nie korrigiert und keine Ahnung, wo die jetzt ist? Liegt vielleicht in einer Mappe in der Krongasse. Dann kamen, auch schon oft erwähnt, der Gerhard K. und die Monika J. ,dienen die “Einladung zum Tee” nicht gefielen und mein Briefwechsel mit dem Pastor B. , den ich im Workcamp im Hamburg im Sommer 1976, glaube ich, kennenlernte und der auch das Vorbild für die männliche Person in der “Einladung” war. Dem habe ich mein Leid geklagt und da kann ich mich erinnern, daß er mir den Rat gegeben hat, nur für mich selbst zu schreiben.

“Tue es nur für dich, wenn du keinen Erfolg und keine Anerkennnng hast!”

Sicher gut gemeint. Ich war damals empört und habe geantwortet, aber die Jelinek tut das doch auch nicht!”

Ein bißchen hochgestapelt, ich weiß, mich mit der Nobelpreisträgerin von 2004 zu vergleichen, die damals wahrscheinlich gerade die “Klavierspielerin” und die “Lebhaberinnen” gechrieben hat, die ich gelesen habe.

Damals war die Reaktion, denke ich heute, sicher richtig. Ich habe weitergeschrieben, mich mit den Frauen vom “Arbeitskreis schreibender Frauen” getroffen und später mit Elfriede Haslehner, Valerie Szabo-Lorenz, Bruni Langthaler und noch einigen andern in privaten Kreis und haben einander unsere Texte vorgelesen. 1987 bin ich in die GAV aufgenommen worden. Ab da habe ich meine Texte auch an Verlage und Zeitschriften geschickt, mich für Stipendien und Preise beworben und nicht viel Erfolg gehabt.

Stimmt nicht ganz. Den Wettbewerb für ein nicht rollenkonformes Kinderbuch “Mädchen dürfen pfeifen Buben dürfen weinen” habe ich gewonnen, der “Wiener Frauenverlag”, der sich damals gegründet hat, hat auf Initative von “Jugend und Volk”, wo das Buch erschienen ist, meinen Arbeitsgeschichte “Die freundlichen Stimmen oder auf einen Anruf warten” genommen und ein paar Veröffentlichungen in kleineren Literaturzeitschriften, wie das “Log” etcetera, gab es auch. Als ich in die GAV aufgenommen wurde, gabs dann die U-Bahngeschichten im “Wespennenst, ein paar Texte in der “Rampe” habe ich auch gehabt. Da hat, glaube ich, auch Gerald Bisinger vermittelt.

Dann kamen die “Hierarchien” wo ich meinen Weggang 1987 von der Klinik beschrieben habe, die hat Jack Unterweger, der schon vorher Texte in seiner “Wortbrücke” genommen hat, dann in seiner “Edition” herausgebracht. Vorher habe ich das, glaube ich, an zweiundvierzig Verlagen geschickt, darunter auch “Rowohlt” und “Suhrkamp” und schlechte Kritiken gehabt.

Weiter versucht. Bei der GAV einiges organisiert, zum “Preis der Arbeit” haben sie mich 1989 mit meiner “Slavica-Geschichte” eingeladen und die ersten Lesungen bei den Textvorstellungen in der “AS” damals noch im zweiten Stock des Hinterhauses gab es auch und so hat es sich dahingezogen, bis dann um 2000 wahrscheinlich mein erstes selbstgemachtes Buch herausgekommen ist. Das war eine Idee vom Alfred der mir die “Wiener Verhältnisse” sozusagen zum Geburtstag schenkte. Inzwischen gibt es an oder über sechzig selbstgemachte Bücher und bin damit erst recht vom Fenster weggekommen, schicke nicht mehr an Verlage, sondern blogge seit fünfzehn Jahren und das ist, das habe ich schon geschrieben, für mich einerseits sehr wichtig geworden. Andererseits erst recht wieder weg vom Literaturbetrieb. Einmal habe ich ein Interview für die Zeitschrift “Buchkultur” gegeben. Da ging es um das Thema Untergrund und da habe ich gesagt, daß ich mich eigentlich nicht als Frau im Untergrund fühle. Die Interviewerinnen haben das aber so gesehen und das Interview entsprechend formuliert, obwohl sie auch Ilse Kilic und Christine Huber und Patrica Brooks interviewt habe.

“Stiefkind Literatur!”, habe ich damals geäußert und mir dann immer wieder gedacht, “Tue ich das eigentlich immer nur für mich und komme ich jemals in den Literaturbetrieb?”

Und jetzt blogge ich schon fünfzehn J,ahre habe inzwischen über fünftausend Artikel und auch viel geschrieben in dieser Zeit. Aber eigentlich nur die negativen Kommentare vom Uli und in jüngster Zeit auch von einem Fräulein Rottenmeier.

“Sie können es nicht! Sie haben viele Fehler”

Die Frau Heidegger und die JuSophie haben das auch früher getan und der Manfred Lagler-Regall, der gute, schickt gelegentlich aufmunternde Worte und Doris Kloimstein hin und wieder ein Gedicht. Aber sonst blogge und schreibe ich im Vergorgenen und ertappe mich auch immer wieder dabei, daß ich manchmal denke “Dann tue ich es nur für mich!”, breche dann ab und frage mich, ob ich das wirklich so will?

Natürlich nicht. Aber wenn es nicht anders geht, die sechzig Büche,r sind da und die fünftausend Blogartikel und auch die Bücher, die ich inzwischen gelesen habe und deren Besprechungen man nachlesen kann und in letzter Zeit habe ich mich auch bei der Frage ertappt, ob das nun das restliche Leben so weitergeht?

Mit zehn bis fünfzehn Lebensjahren habe ich ja noch zu rechnen und wird das so weitergehen, siebzig oder achtzig selbstgemachte Bücher oder gar nicht soviel und zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre “Literaturgeflüster” und keiner nimmt es wahr und bei den Veranstaltungen zu denen ich gehe, stehe ich allein und isoliert da, mit mein Glas Wein, während sich die literarischen Insider miteinander unterhalten.

Stimmt auch nicht so ganz. Erst in der letzten Veranstaltungswoche hat sich Kurt Neumann“, der mich sonst eher ignoriert, in der “Alten Schmiede” mit mir unterhalten. aber der hat mich schon in den Neunzehnachtzigerjahren zu den “Textvorstellungen” eingeladen und einen Tag darauf auch Mascha Dabic und manchmal bekomme ich auch Kommntare von jungen Autoren, die mich kennen oder mir ihre Bücher schicken.

Wird es also so weitergehen, daß sich niemand für meine Sachen interessiert und nur der Uli schreibt “Sie sind selbst schuld, wenn sie so schlecht schreiben und unblehrbar sind!”

“Nein!”, denke ich dann!.

“Das kann es doch nicht sein!”

Denn, ich glaube, ehrlich und wahrhaftig, wenn man etwas fünfzig Jahre mit Herzblut tut, dann ist das schon etwas und auch, wenn ich mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß stehe oder die Grammatik vielleicht auch nicht so ganz beherrsche, nicht experpementell bin und wie Klaus Kastberger wahrscheinlich sagen würde, konventionell schrebe und Thomas Bernhard für viel besser hält, ist das doch etwas, denke ich. Denn schreiben lernt man durch schreiben und, daß ich am schlechtesten auf der ganzen Welt schreibe, wie mir schon mal kommentiert wurde, glaube ich, auch nicht wirklich und wenn, wäre das auch ein Kompliment. So gibt es ja Wettbewerbe für das schlechteste Schreiben, aber da habe ich mich nie beteiligt und denke es wird schon durchschnittlich sein und mehr will ich eigentlich gar nicht. Aber trotzdem Anerkennung und Interesse. Iimmer nur hören, “Das ist nicht gut genug!”, ist es auch nicht und das kommt jetzt auch nur mehr von meinen Spamern, während mich der Literaturbetrieb ja komplett ignoriert und ich auch nicht mehr viel hinschicke.

Stimmt auch wieder nicht so ganz, denn als ich der Frau Danielcyk, der unentwegt bemühten,mein zweites “Literaturgeflüster-Buch” geschickt habe, hat sie mich aufgefordert mich für eine Ausschreibung zu bewerben, bei der man eigentlich ein Buch in einem Wiener Verlag haben mußte. Gewonnen habe ich da nichts und frage mich also, wird das so bleiben, daß ich fünfzig, sechzig, siebzig Jahre schreibe und niemand interessiert es?

Fünfzig Jahre tue ich das ja schon und es geht mir eigentlichnicht so schlecht dabei. Denn inzwischen habe ich gelernt damit zu leben, obwohl ich es noch immer nicht verstehe, daß man so übersehen wird. Denn ich würde auf einen Artikel, wie diesen antworten, mich an den Gewinnspielen beteiligen und uch die entsprechenden Bücher lesen.

Muß aber nicht sein, geht auch ohne, obwohl es wäre vielleicht doch ganz schön. Also was werde ich zehn Jahren schreiben, wenn es fünfundzwanzig Jahre “Literaturgeflüster” zu feiern gibt. Werde ich es dann auch allein und für mich tun und mich nur mit gelegentlichen Spamern auseinandersetzen, was ich eigentlich ganz gern tue und auch immer freundlich antworte?

Ist eigentlich schade, würde aber natürlich gehen. Also schauen wir, wie es weitergeht und mein Leser lade ich natürlich wieder ein sich für mein Schreiben und meine Bücher zu interessieren.

Wenn sie mich schon liken oder gelenentlich kommentieren wäre ein Buchrezension ganz schön. Also warten wir ab und schauen wir wie es weitergeht? Inzwischen schreibe ich ja eifrig an meinem neuen Projekt und werde auch weiter darüber berichten. Also eine Beteiligung an einer Leserunde wäre schon sehr gut und wenn nicht geht es natürlich auch ohne, weil mir das “Literaturgeflüster” ja sehr wichtig ist. Eine schöne Kompensation für mich selbst, hat aber auch viel Information, die ich meinen Lesern bieten kann.

Eine erfreuliche Überraschung?

Nun ein angekündigtes Schmankerl zum Blogjubiläum, damit das “Fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” feiern”, so richtig durchgehen kann, ein Probekapitel aus meinen neuen Romanprojekt “Die Toten lassen grüßen”.

Da habe ich ja schon einen ungefähren Szenenplan. Also Julia und Julian waren Zwillinge, sie Volksschullehrerin, er studierte noch Philosophie, als er vor zwei Jahren einen Schlaganfall hatte. Jetzt ist Julia achtundzwanzig und noch immer traumatisiert. Ist sie doch am Morgen nach einer Party, wo Julian sich etwas gespritzt und getrunken hatte, am Morgen aufgewacht und hat ihn tot neben sich im Bett gefunden. Jetzt hat sie ihre Freundin Mila zu ihren Geburtstagsfest eingeladen und da erlebt sie einen neuerlichen Schock, kommt da doch ein Freund der Schreibtrainerin in das Zimmer und der sieht Julian zum Verwechseln ähnlich. Das ist Fabian Richter, 32, Literaturwissenschaftler und angehender Autor und der schreibt gerade an einem dystopischen Roman dem Arbeitstitel “2035” und daraus nun eine Probe”.

“Lisa stand in ihrer Küche und war dabei Zwiebel für das Mittagessen zu schneiden. Dazu Kartoffeln, ein bisschen Käse und zwei Eier in die Pfanne geben. Ein bisschen Salat war auch noch da. Musste sie doch, seit die Pflegestation in der sie seit ihrer Ausbildung gearbeitet hatte, voll rationalisiert und mit Robotern bestückt worden war, sie entlassen hatte, sehr sparen, um über die Runde zu kommen, da ein neuer Job, weil sich auch die anderen Spitäler aus Kostengründen größtenteils mit KIs begnügen, kaum zu bekommen war. Sie seuftze also auf und zuckte zusammen, als sie an der Wohnungstür Sperrgeräusche hörte.

Das war ihr Lebenspartner, der Programmierer, Erhart, dem vor einem Jahr das gleiche Schicksal passiert war, daß er von seiner Firma entlassen wurde, weil die, seit die KIs Überhand genommen hatten, keine Programmierer mehr brauchte, was Lisa zwar immer noch nicht erstand, aber offenbar so war und Erhart kam gerade vom AMS-Termin, die ihn regelmäßig bestellten, um ihn die ohnehin nur sehr geringe Unterstützung, da die Inflation immer noch sehr hoch war, auszubezahlen. Also würde auch er sehr frustriert sein, dachte Lisa aus Erfahrung und hätte sich aus dieser Stimmung heraus fast in den Finger geschnitten. Ihre Augen glitzerten ängstlich und sie zitterte auch ein bisschen, als sie Erhart eintreten sah.

“Wie war es es?”, erkundigte sie sich zaghaft und wunderte sich, als er sie strahlend anlächelte und offenbar erfreut in die Arme nahm, um ihr ein Begrüssungsküßche n auf die Stirn zu drücken. Offensichtlich waren ihre Befürchtungen übertrieben und es war gar nicht so arg.

“Haben sie dir eine neue Stelle gefunden?”, fragte sie also schon wieder ein bisschen hoffnungsvoll und sah ihm den Kopf schütteln.

“Das nicht Lis! Aber ich bin in das neue Grundsicherungsprogramm aufgenommen worden! Das ist doch ein Grund zur Freude und du solltest mit deiner Betreuerin sprechen und sie fragen, ob das auch etwas für dich wäre und sie dir das ebenfalls anbieten können?”

“Das neue Grundsicherungsprogramm?”, wiederholte Lisa und sah Erhart fragend an..

“Da war doch etwas in den Nachrichten! Da hat der Sozialminister davon gesprochen und das Programm mit dem er die Arbeitslosigkeit, der durch die KI Entlassenen absichern will! Aber ich weiß nicht, ob das etwas für uns ist und wir uns das wünschen sollen? Hat doch der Minister gesagt, daß das neue Programm auch “Zweimal fünfzehn” genannt wird! Fünfzehn Minuten Bewegungsradius und fünfzehn Minuten Ausgehzeit! Dafür bekommst du monatlich eintausendfünfhundert digitale Euros angewiesen und wenn dein soziales Konto in Ordnung ist, kannst du in den dir zugestandenen fünfzehn Minuten zum nächsten Supermarkt einkaufen gehen, damit das C02-Konto nicht belastet wird! Wenn du aber vielleicht nicht so brav warst und zu viel Strom verbraucht und zulang geduscht hast, darfst du dir von deinen zugewiesenen tausenfünfhundert Punkten nur die absoluten Grundnahrungsmittel eintauschen und das Gleiche gilt, wenn wieder einmal Virenwarnung oder Grippewelle herrscht und du nicht geimpft bist! Ich weiß nicht, ob das gut ist und ich das will und du hast da zugestimmt?”, fragte sie und sah Erhart schon wieder besorgt an, der den Kopf schüttelte und sie nochmals in den Arm nahm, um über ihre Stirn zu streichen.

“Sei doch nicht so pessimistisch! Das bist du immer, meine kleine Warnerin, die auch oft genug recht behalten hat! Frau Heidenreich hat mir das ein bisschen anders dargestellt und mir erklärt, daß ich ein absoluter Glückspilz bin, daß die Kommission entschieden hat, mich in das Programm aufzunehmen! Dann bin ich “Fünfzehn Prozent- Grundgehaltempfänger” und brauche mir um meine Zukunft keine Sorgen machen und wenn ich einen Job finde, kann ich auch jederzeit wieder austreten, hat mir Frau Heidenreich versichert! Und ja, ich habe zugestimmt und unterschrieben! Bleibt mir doch keine Wahl und, daß es immer wieder Klima- und Virenlockdowns gibt, ist in den letzten Jahren ohnehin schon selbstverständlich geworden! Die müssten wir auch einhalten, wenn du noch deine Station und ich den Job in der Firma hätte! Da könnten wir zwar zur Arbeit, aber nicht ins Kino und wenn das Wasser knapp wird, wird es sowieso rationiert! Also habe ich unterschrieben und du solltest das vielleicht auch tun! Bleibt dir wahrscheinlich ohnehin nichts anderers über! Aber jetzt schau nicht so entsetzt und freu dich über die Nachricht, die ich für gut halte! Sprechen wir über etwas anderes! Es riecht köstlich aus der Küche und ich bin hungrig! Laß uns essen und an etwas anderes denken! Und schau, was ich dir mitgebracht habe? Eine Flasche Rotwein, damit wir etwas zu feiern haben! Die gab es im Supermarkt im Sonderangebot! Also war ich leichtsinnig und habe zugegriffen und der Kassa-Robot hat sich auch nicht geweigert, die zwei Euro fünfzig von meinem Konto abzubuchen und mir sogar einen schönen Tag gewünscht!”

Will ich einen Roman schreiben?

Natürlich und habe das seit cirka fünfzig Jahren auch schon mehrmals getan. Nach außen nicht sehr erfolgreich, ich weiß und der liebe Uli wird mir das auch gleich schreiben.

Aber “Die Hierachien” sind Anfang Neunzig in der “Edition Wortbrücke” erschienen, das andere war dann selbstgemacht.

An die sechzig selbstgemacht Bücher, wie ich immer schreibe. Nicht alles Romane, ich weiß, zwei Erzählbände, drei Literaturgeflüster-Bücher” und dann auch noch einige Novellen und längere Erzählungen oder Krzromane. Ich werde immer kürzer und das Corona-Fieber hat mich vor drei Jahren auch gepackt, so daß da auch zwölf Bücher entstanden sind.

Am zwanzigsten April, das habe ich auch schon geschrieben, ist mein Computer eingegangen. Da konnte ich, die ich gerade den “Ukraine-Blues” korrigierte, jetzt fast zwei Monate nicht weiterkorrigieren und “Die drei Frauen”,, die jetzt beim Alfi liegen und noch ein Cover brauchen, müssen auch erst fertig werden.

eine vage Idee für was Neues gibt es auch schon. Ich glaube, das habe ich schon geschrieben und ein paar Szeneentwürfe in mein Notizbuch aufnotiert, war aber in den letzten zwei Monaten in Leipzig, habe fünfzig Jahre GAV gefeiert und dann das “Gstöttmaier-Buch” fertig korrigiert, so daß ich nicht sehr zum Neuplanen gekommen bin und da hat mich jetzt Jurenka Jurk mit ihrer “Romanschule” wieder zu einem kostenosen Webinar eingeladen in dem sie ihren “Romanfahrplan” vorstellte.

Diesmal ganze vier Stunden zum Thema “Hilfe, ich will einen Roman schreiben”

Da sie, glaube ich, die These vertritt, daß die meisten Romane nicht fertig werden, weil es den Leuten am Handwerk fehlt. Deshalb gibt es ihren “Romanfahrplan” mit den acht Stufen, der Ideenfindung, der Figurenplanung, sie meint daß die Figuren das Herzstück der Romanplanung ist. Dann kommt die “Heldenreise”.

Da kam es vor kurzem auch ein Webinar, wo es um das starke Ziel ging, das man für die Romanplanung braucht. Daraus ist dann die Idee zum “Ukraine blues” gekommen. Ein sehr kurzer Roman oder eine längere Erzählung mit der ich eigentlich gar nicht so zufrieden bin. Ist ja ein heikles Thema, weil man gleich als Volksfeind gilt, wenn man sagt, man ist für den Frieden und gegen Waffenlieferungen.

Aber der Text ist fertiggeworden. Zugegeben nur achtundvierzig Rohtextseiten und meine Texte werden eigentlich alle fertig. Dann korrigiere ich sie nach der “Szenenplanung” und dem “Losschreiben”, was bei Jurenka Jurk nur einen eher kleinen Raum einnimmt, kommt dann die “Überarbeitung”,.

Das mache derzeit beim “Ukraine-Blues”. Wenn ich damit fertig bin, entwerfe ich den Beschreibungstext und übergebe das Ganze dem Alfred, der es Druckereifertig macht und wenn das soweit ist, mache ich eine Vorschau mit drei Gewinnspielfragen und wenn das Buch erschienen ist, gibt es noch einen Promotionsartikel mit der Einladung zu einer Lesereunde und auf meiner Website ist das Ganze dann nochmal mit einem Probekapitel zu finden.

So weit so what. In Jurenka Jurks zweijährigern Romankurs gibt es noch einen Expose- und Marketingkurs, der das vielleicht erfasst und das war es dann bei mir.

Damit ist es dann erledigt. Das heißt bei der “Poet Night” oder bei anderen Lesungen trage ich ein Stückchen daraus vor und das war es dann und ich fange das nächste Projekt an.

So weit wäre ich mit Jurenka Jurk d´ accord, nur daß meine Texte fertig werden und es das Buch fünzig Mal in gedruckter Form gibt. Bei dem vier Stunden Webinar ging es zuerst sehr intensiv, um die Frage, warum man schreiben will?

Das ist für mich eigentlich klar. Um mich selbst zu verwirklichen, meine Meinung ausdzudrucken und die vielleicht für dieNachwelt zu archivieren. Es ging auch um die Frage, was den Hobbyautor vom richtigen Autor unterscheidet und betonte Jureka Jurk das Ziel, den Plan und auch die Bereitschaft an sich zu arbeiten und sich das Handwerkszeug anzueignen.

Ein Zeitmanagement habe ich nach fünfzig Jahren schreiben eigentlich auch schon. Ich beginne mit einer Idee. Bei dem letzten “Heldenreise-Webinar” habe ich mir die Idee zum “Ukraine Blues” mitgenommen und bei dem fünftägigen Jahresanfang Webinar die zu den “Drei Frauen”.

Jetzt hätte ich die von der Frau mit der dementen Großmutter, deren Freund verstorben ist und die nun dessen Doppelgänger sieht. Das habe ich mir vor ein paar Monaten aufgeschrieben und mußte es mir heute erst wieder ins Gedächtnis rufen. Also nur eine sehr vage Idee. Ich muß aber ohnehin noch mit zwei anderen Büchern fertig werden und Jurenka Jurk ist in den vier Stunden im Schnellverfahren ihren ganzen “Romanfahrplan” mit Übungen durchgegangen. Also konnte man was die “Figurenplanung” betrifft den anderen mitteilen, was die Stärken und die Schwächen der Hauptfigur wäre und interessant war dabei auch, daß Jurenka Jurk, obwohl sie immer vom autobiografischen Schreiben warnt oder sich mit diesen in ihren Kurs nicht einlassen will, daß man selbst die stärkste Figur sei.

Nun ja, könnte man so sehen, denn es ist ja alles autobiografisch und alles gleichzeitig nicht, wie ich ja einmal meiner zweiten Kritikerin JuSophie so mitteilte.

Dann gab es eine Übung zur “Heldenreise”, also zum starken Ziel. Denn die “Heldenreise” beginnt ja damit, daß die Figur ihre vertraute Ummgebung verläßt und in neuen Gefilde aufbricht. Das braucht eine starke Fallhöhe. Da ist bei mir ,zugegben immer etwas vage ausgedrückt.

Aber meine Romane werden fertig. Was ich dann bräuchte wäre das Feedback und die Anerkennung von außen und das war dann schon die Abschlußfrage, was man braucht um seine ziele zu erreichen? Und meinte damit höchstwahrscheinlich das Handwerkzeug. Da fehlt mir wahrscheinlich sicher auch noch einiges und es wäre auch die Frage, was sich bei meinem Schreiben ändern würde, wenn ich mich auf den Kurs einlassen würde?

Wieviel besser mein Roman dann wäre, kann ich ich jetzt nicht sagen. Um einiges sicher, ob ich aber damit einen Verlag finde, zum “Bachmann-Preislesen” eingeladen werde oder auf die “Buchpreislisten” ,komme wäre sehr die Frage.

Eigentlich genügen mir schon eine Handvoll Leser, die mir Kommentare schreiben und vielleicht einen Verlag ,der mich herausbringt, obwohl die schreibe ich schon lange nicht an. Ein etwas größerer Bekanntheitsgrad wäre also gut und ich kompensiere, das, was ich nicht habe, durch Artikel wie diesen, meine Schreibberichte, etcetera.

Jurenka Jurk erwähnte noch die Wichtigkeit von Gleichgesinnten und inzwischen bestehen ihre Kurse aus sechs Teilnehmer, wo man voneinander lernen kann. Das ist sicher wichtig und man lernt bestimmt viel von den anderen. Aber ich interessiere mich schon sehr lange für das Schreiben und seit es die Webinare im Netz oder die Gratisseminare des Writerseminars, gibt habe ich viel gelernt und natürlich ist es die Frage, mit der ich mich schon 2009 beschäftigt habe, ob man Schreibschulen braucht selber lernen kann?

Natürlich kann man das. Nach fünfzig Jahre schreiben habe ich schon soviel gelernt, daß meine Sachen fertig werden und jetzt im Bücherregal in derKrongasse lagern. Mit einer Schreibschule, der “Roman “Ausbildung zum Romanautor”, dem “Writersstudio”, der “Hochschule für Sprachkunst” oder dem “Literaturinstitut in Leipzig” geht das natürlich schneller und das war auch eine Frage eines Teilnehmers, ob man die zweijährige nicht so billige Romanschule braucht?

Man kann es natürlich selber lernen, denke ich und die Gratiswebinare sind auch sehr sehr intensiv. Sie geben Anregungen. Den Rest muß man dann selber machen und da hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Denn das Netz ist voll von Anregungen.

Wer schreiben will, kann es tun und lernen. Seine bücher dann auch selbst herausgeben bei “Amazon” oder so wie ich. An den Lesern, fürchte ich, wird es dann vielleicht hapern. Denn es schreiben immer mehr Leute. Sie lesen dafür weniger. Ich tue beides und so habe ich in meinem jubiläumsjahr in dem vier Stundenkurs wieder viel gelernt und bin gespannt auf mein neues Werk, obwohl ich da auch ein bißchen skeptisch bin. Denn ich habe schon sehr viel geschrieben. Sechzig Bücher muß mir erst einer nachmachen. Fürhle mich auch ein wenig ausgeschrieben und denke es sollte vielleicht das gesehen werden, was ich schon habe. Aber da habe ich bei den fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster-Feiern” noch einges vor, seien wir gespannt.

Eine literarische Jubiläumsdiskussion

Es ist so weit, ich schreibe jetzt schon mindestens fünfzig Jahre literarisch, gebe seit etwa zwanzig Jahren meine Bücher selbst heraus, das heißt, ich lasse sie mir immer fünzig Mal drucken, weil ich keinen Verlag dafür gefunden habe. Cirka sechzig sind da schon entstanden, die das Schreiben zum Thema haben, sich mit depressiven Frauen und den gesellschaftlichen Zuständen beschäftigen. Zwei Kinderbücher gibt es auch. Zwei Erzählbände, drei “Literaturgeflüsterbücher”, weil ich seit 2008 ja das “Literaturgeflüster” betreibe, das demnächst sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat, ja in diesem Jahr passiert sehr viel und da habe ich mich ja 2020 mit meinem Schreiben und meinen Büchern beschäftigt, wo meine Schreibartikel enthalten sind und die Leseproben von meinen Bücher die seit 2008 bis 2020 entstanden. Das sind etwa siebenundzwanzig und 2020 war ja bekanntlich das Corona-Jahr,,, wo diese Krise mit Lockdowns, Ausgangssperre, Lockdown für Ungeimpfte, mit Imfp-, Test und Maskenpflicht begonnen hat und das hat mich ja auch zu einem Corona Texte Buch und unzähligen Blogartikel dazu inspiriert und etwa zwölf Bücher sind darüber entstanden,, zwei davon sind noch in der Produktion und wenn sie fertig sind stelle ich sie dann in meinen Blog vor. Es gibt eine Vorschau, ein Gewinnspiel mit drei Fragen, wo man das Buch bekommen kann und eine Aufforderung zu einer Leserunde, also den Wunsch über das Buch zu diskutieren.

Das mache ich schon seit einigen Jahren, der Erfolg ist sehr gering. Einmal habe ich in der Schreibgruppe als es sie noch gab das Buch verteilt.

Da hat mir glaube ich die Ruth und die Doris Kloimstein was dazu geschriebene, aber sonst hat sich außer dem lieben Manfred Lagler-Regall niemand gemeldet, der die Gewinnspielfragen auflöste und als ich ein paar der Bloggerkollegen, die ja immer meinen, daß sie jedes und alles lesen, fragte, ob sie ein Buch von mir besprechen wollten, haben die entweder nicht geantwortet oder gemeint, daß sie leider keine Zeit dazu hätten.

Warum weil sie Angst haben etwas Selbstgemachtes zu besprechen oder zu verreißen? Verreißen brauchen sie es natüriich nicht. Sie könnten so wie ich es tue, den Inhalt zusammenfassen und ihre Meinung dazu schreiben. Da können Sie ja auch schreiben, daß ich mich nicht so hundertpro an die Rechtschreibung halte, nicht experimentell und vielleicht auch nicht so abgehoben bin.

Richtig, da gab es ja auch die JuSophie , meine zweite Kritik- oder Spamerin. Die habe ich jetzt vergessen und die hat mir als ich ihr “Mimis Bücher” gegeben habe, das Buch, wenn auch nur widerwillig besprochen, weil es ist ja selbstgemacht und der liebe Uli mein dritter Kritiker hat das für die “Unsichbare Frau”,, wo er ja auch eine Vorbildfunktion hatte auch getan und der ist es ja, obwohl er ja selbst sehr kritisch ist und über alles, was ihm nicht gefällt sehr drastisch schimpft, die Regellosigkeit vorgeworfen, weil ich ja immer schreibe, daß mir die Rechtschreibung eigentlich egal ist.

inzwischen habe ich gelernt mich doch daran zu halten, würde aber noch immer sagen, daß das meine Art von Freiheit ist und ich auch bezüglich Corona eher der Freiheitsfraktion angehört habe und mich nicht testen und impfen ließ und auch keine Masken trug, weil ich mich nicht zu etwas zwingen lassen wollte, was, wie sich jetzt herausstellt doch nicht so gefährlich war, wie es dargestellt wurde.

“Fehler korrigieren!”, schreien also der Uli und das Fräulein Rottenmeier, das mir inzwischen gelegentlich kommentiert und bringen dazu Vergleiche, wie daß man bei einem Unfall auch nicht wegschauen darf oder sich an Verkehrsregeln halten muß. Muß man natürlich vor einer roten Ampel um zwölf Uhr mittags stehen bleiben, weil sondst wahrscheinlich was passiert. Um zwölf Uhr nachts, wenn die Straße leer ist, hat das wahrscheinlich wenig Sinn und das wäre dann die Selbstverantwortlichkeit, ,daß man selbst entscheidet wo etwas sinnvoll ist und wo ncht und da hat mir der Alfred vor Jahren ein anderes selbstgemaachtes Buch mitgebracht, was jetzt hoch aktuell wäre, leider finde isch es nicht mehr. Aber da gibt es eine Geschichte von einer Diktatur, wo den Leuten beigebracht wurde, immer vor Ampeln stehenzubleiben, weil sie sonst einen elektrischen Schlag bekommen und so stehen und stehen sie vor roten Ampel auch wenn längst kein Auto kommt und vor dem Kühlschrank wurde die Kalorienzuteilung auch rationalisiert.

Ich schreibe also ein bißerl schlampert und im Verborgenen vor mich hin, weil ich auf meinen Blog außer ein paar Freunden nur ein paar Spamer haben, die sich über meine Fehler lustig machen, statt sich für das, was ich schreibe, interessiert.

Das stimmt auch nicht ganz, denn als ich 2003 beim Ö1 Quiz mitgemacht habe und dafür nach Graz gefahren bin, hat sich die Doris Glaser für mein “Best of 2” interessiert und es sich geben lassen und die Katja Gasser, hat das als ich mit ihr einmal nach einer “Leseauslese” diskutierte, auch getan und mir das Buch dann kommentarlos zurückgeschickt und auch Malte Bremer, der Kompagnon von Wolfgang Tischer im Literaturcafe hat das auch getan und das hat mich auf die Idee gebracht, als weitere Jubelaktion eine Diskussion mit Günther Kaindlsdorfer bei dem ich auf der “Buch Wien” auch einmal bei einem Literaturquize mitmachte und den ich, glaube ich, nervte weil ich bei den Fragen immer vorgeschrien habe, um ein Buch zu gewinnen und jetzt mit ihm auch in der “Ohrenschmaus-Jury” bin, Katja Gasser, Klaus Kastberger, den Literaturdoyen und Daniela Strigl diskutieren oder sie über mein Schreiben befragen könnte?

Natürlich nur virtuell, weil sie real wahrscheinlich nicht kommen würden, weil keine Zeit oder sie mich nicht für literarisch genug halten.

Aber das wäre ja ein Diskutssionsthema, was wollen die Leute lesen und worüber schreiben die, die nicht Peter Handke, Cornelia Travnicek oder Marlene Streeruwitz heißen und das wäre interessant. Bei der Diskussion im Literaturhaus vor ein paar Wochen und bei der zu fünfzig Jahre GAV wurde auch über dieses Thema dikutierte, daß immer weniger Leute lesen, dafür immer mehr schreiben, die dann auch Möglichkeiten haben ihre Bücher selbst zu veröffentlichen, so wie ich zum Beispiel oder auch bei “Amazon” einzustellen und das hat sich ja in den letzten Jahren positiv verändert, vovher gab es nur die Selbstzahlerverlager, die viel von einem verlangten, einen seltsamen Verträge unterschreiben ließen und dann nicht viel dafür boten. Jetzt kann man seine Bücher leicht selbst herausgeben und das Schreiben kann man beispielsweise bei Jurenka Jurk, deren Gratiswebinare ich ja sehr gern besuche, auch lernen.

Das Bücherschreiben ist also kein Problem. Die entsprechenden Leser dafür zu finden wahrscheinlich schon, denn die können ja inzwischen streamen, Netflix gucken oder Computerspielenund haben für das Lesen noch viel weniger Zeit, als vorher und deshalb wurde ja vom deutschen Buchhandel 2005 auch der deutsche Buchpreis geschaffen, wo um die Frankfurter Buchmesse aus zwanzig Neuerscheinungen, das beste Buch herausgesucht werden sollte, das man dann zu Weihnachten seiner Schwiegermutter schenken oder auch sich selber kaufen konnte.

In die Jury wurden anfangs die hehren Literagturkritiker, wie Daniela Strigl oder ihre deutschen Kollegen bestellt und die wählten dann Bücher von Reinhard Jirgl, Ulrich Petzer, etcetera aus und die Buchhändlier schrieen “Wer soll das lesen? Das können wir nicht verkaufen!”

Die Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb, die selbst schreibt, hat das, als sie in der Jury war, auch getan und da sind wir wieder bei der Frage, was die Leute, die noch lesen, lesen wollen?

Krimis, Sachbücher, Chicklits und nicht meine Bücher, ist die einfache Antwort. Aber auch nicht die Streeruwutz und den Peter Handke wahrscheinlich und diese Bücher werden nicht ausgwählt. Keine Krimis und Phantasy auf den Buchpreislisten, außer sie haben berühmte Autoren und das ist wahrscheinlich auch das Dilemma der Gegenwartsliteratur, daß die Experimentellen, die Wiener Gruppe, H. C Artmann und Ernst Jandl um bei der Wiener Literaturgeschichte nach 1945 zu bleiben, hatten wahrscheinlich auch kein großes Lesepublikum, sind aber jetzt im Museum und in Symposien zu finden.

So ist das mit der Literatur und ich, die ich ja viel und eigentlich alles, wenn auch inzwischen immer langsamer, lese, finde es eigentlich schade, daß da nur von Kritikern und Experten zwanzig Bücher pro Jahr ausgewählt werden, die sie für lesenswert halten, die Durchschnittsleser, die ja, wie ich hörte, jetzt nur mehr vier Bücher im Jahr lesen, nicht interessieren.

Meinetwegen können die Leute alles lesen. Krimis, Fantasy, Liebesromane, etcetera. Ich finde es auch schön, wenn alles schreiben und wenn sie mir ihre Bücher zum Lesen anbieten, lese ich sie auch und schreibe darüber ohne die Sätze: Das ist das Schlechteste was ich je gelesen habe, zu verwenden, denn das brauche ich nicht, auch wenn ich sie für schlechter als meine halten würde.

In diesem Sinne bin ich schon bei der Vorschau auf fünfzehn Jahre Literaturgeflüster, das ja demnächst gefeiert werden wird und ich mir schon Leser wünsche, die sich trauen meine Bücher zu lesen und dann ihre Meinung dazu sagen und vielleicht nicht nur “Da ist ein Fehler! Da ist das “s” falsch geschrieben oder es wurde ein “r” vergessen!”

Da ich der Meinung bin, daß eigentlich alles was gescrhieben wird, interessant sein könnte. Man müßte sich nur die Zeit nehmen, sich ein bißchen länger damit zu befassen und nicht gleich beim ersten Fehler aufschreien und das Buch wegschmeißen, denn dann übersieht man viel. Das habe ich schon oft erlebt.

Preisgelüste

Ich sage und schreibe ja manchmal, daß ich den “Nobelpreis für Literatur” möchte und habe da schon Empörung ausgelöst.

“Bist du betrunken?”, hat die Elfriede Haslehner da beispielsweise einmal zurückgefragt.

“Nein, aber ich gebe zu, daß ich dich damit ein bisschen ärgern wollte!”

Warum eigentlich und warum darf man das nicht wollen oder es aussprechen?

Der liebe Uli schreibt da, glaube ich, auch immer “Sind sie wahnsinnig?”

Natürlich nicht, denn man soll sich doch große Ziele setzen. So hört man es doch in den Coachingseminaren, obwohl es natürlich, das weiß ich schon unrealistisch ist, denn da müsste mich jemand vorschlagen. Ich müsste auf eine Longlist und dann auf eine Shortlist kommen und wer schlägt mich vor, die Literaturexperten wahrscheinlich nicht, weil die mich nicht kennen oder mich nicht für literarisch halten.

Denn wer seine Bücher selbst herausgibt oder darüber bloggt, ist das natürlich nicht. Eigentlich auch komisch, denn, ich denke, man sollte die Bücher erst einmal lesen und nicht von vornherein sagen, “Eigenverlag wollen wir nicht!”

“Selfpublishing ist bei der Bewerbung ausgeschlossen!”

Denn damit kann man nie auf eine Buchpreisliste. Warum eigentlich, wenn es gut ist und gefällt!

Und ja, es gibt Selfpublishingpreise. Aber da muß man, glaube ich, im Netz publizieren, was ich beispielsweise nicht tue und wahrscheinlich Genre schreiben.

“Fang doch ein bisschen kleiner an!”, hat mir Maria Gorniekiewicz einmal auf diese Bemerkung gesagt und das stimmt natürlich und ich kann hinzufügen, daß der “Nobelpreis”, den ich mit Zwanzig, als ich zu schreiben anfing, naiv verlangte, eine Anerkennung ist und Anerkennung für das Schreiben wünscht man sich natürlich, brauch es und ist wahrscheinlich auch der Motor für das Weiterschreiben.

Ich habe da ja nicht besonders viel davon bekommen und schreibe trotzdem weiter, habe mir da auch das nötige Selbstbewußtsein erarbeitet und würde mir im Jubiläumsjahr, fünfzig Jahre literarisches Schreiben, fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” schon ein bißchen feed back und positive Beachtung wünschen.

Eine Hand voll Kommentierer auf den Blog, die meine Bücher lesen und mit denen man ernsthaft diskutieren kann, wäre schön und hat es am Anfang auch gegeben, da hatte ich ein paar junge Autoren unter den Followern. Dann kam die Frau Heidegger und die JuSophie sowohie der Uli, die sich darüber lustig machten, was eigentich schade ist, denn ich meine es ja ernst mit meinen Schreiben und bemühe mich sehr.

Finde es daher schade, daß ich da nur auf der Stelle getreten bin oder auch nicht natürlich nicht, denn ich habe ja geschrieben und geschrieben und bin daher wahrscheinlich besser geworden und habe auch meine diesbezügliche Hemmung überwunden und vor ein paar Jahren bin ich immer die Preise durchgegangen und habe die mir auch gewünscht. Den schon erwähnten “Nobelpreis” und in Klagenfurt beim “Bachmann-Preis” lesen, später dachte ich der “Priessnitz-Preis”, der “Fried-Preis”, den “Wildgans-Preis”, etcetera, wäre fein.

Aber da ist wahrsceheinlich wieder der Eigenverlag, das Ausschlußkriterium.

“Selfpublisher nein, die wollen wir nicht!”, also ist das schon einmal weggefallen. Aber ich habe ein paar Preise, Preiserl, wie mein Psychologiestudienkolle Gerhard K. einmal sagte, schon bekommen.

Den für das geschlechtneutrale Kinderbuch “Buben dürfen weinen, Mädchen dürfen pfeifen” mit der Geschichte “Güler will kein Kopftuch mehr”, das erschien dann bei “Jugend und Volk” und bekam auch den “Kinderbuchpreis”, aber weiter ist es damit nicht gegangen. Ich habe sogar eine schlechte Kritik bekommen, obwohl der Text natürlich lektoriert wurde.

Dann habe ich ein paarmal einen Preis mit einer Geschichte bei einer Zeitung oder Zeitschrift bekommen und einmal einen Hörspielpreis, den die Buchhandlung “Thalia” ausgeschrieben hat und ein paar Mal habe ich bei den “Luitpold Stern-Preisen” der Gewerkschaft auch gewonnen. Der letzte Preis, den ich bekommen habe, war 2005 bei der Bücherei Pannaschgasse. Da gabs einen Buchgutschein dafür und seither habe ich mich bei diesen Preisen auch nicht mehr beworben und bei den anderen werde ich nicht ausgewählt und habe mich wahrscheinlich mit dem abgefunden, was mir Rudolf B, schon ende der Siebzigerjahre sagte.

“Schreib halt nur für dich!”

“Nein!”, habe ich empört gekontert.

“Das tut die Jelinekauch nicht!”

Damals war ich noch naiv oder vielleicht auch etwas überheblich. Jetzt tue ich es, gebe nach jahrelangen Fehlversuchen meine Bücher selbst heraus, und habe mich damit ohne es zu wollen und zu wissen, damit offenbar ins Fettnäpfchen gesetzt, obowhl sich das inzwischen ja geändert hat und das Selbfpublishing inzwischen viel angesehener geworden ist. Auf die Buchpreisliste kommt man damit aber auch nicht hinein und seit fast fünfzehn Jahren blogge ich über mein Schreiben, veröffentliche also alles im Internet und auf Knopfdruck kommt man zu meinen Texten.

Für mich ist das sehr wichtig, obwohl ich derzeit nur zwei oder drei Kommentierer habe und es eigentlich schade finde, daß sich niemand zu meinen Leserunden meldet und mir ein Kommentare zu meine Bücher schreiben.

Offenbar trauen sich die Leute das nicht, was ich das nicht ganz verstehe, denn, ich denke, ich habe schon Bücher besprochen, die ich für schlechter als meine empfunden habe.

Da fasse ich den Inhalt zusammen und sage meine Meinung. Verreißen brauche ich dabei nicht. Ich denke, es hat mir nicht geschadet, mich mit dem Schreiben der anderen zu beschäftigen, finde auch das, was jenseits den Tellerrand passiert interessant und brauche dazu auch keinen Kritiker, der mir das vorauswählt, was ich lesen soll.

Passiert in der Praxis aber so, was ich sehr schade finde. Ich schreibe trotzdem weiter. Das heißt, solange mir etwas einfällt, fühle ich mich in der letzten Zeit auch schon etwas ausgeschrieben und ich habeauch schon sehr viel geschrieben. An die secbzig selbstgemachte Bücher und den täglichen Blogartikel über meinen Schreiben und meine Bücher und was ich mir für das Jubiläumsjahr wünsche, ist immer noch mehr Anerkennung und Interesse. Eine Handvoll Kommentierer mit denen ich über Literatur diskutieren kann, die sich die Zeit nehmen meine Bücher zu lesen und sich vielleicht auch einige Stunden oder Tage damit zu beschäftigen, ein paar Einladungen zu Lesungen, zu Diskussionen, etcetera.

Ob ich mir noch einen Verlag wünsche, weiß ich gar nicht so genau. Mit ein bißchen mehr Aufmerksamkeit auf den Blog und weniger “Eigenverlag wollen wir nicht!”, sondern “Interessant, was Sie da schreiben, zeigen Sie her!”, würde es schon gehen.

Also vielleicht doch den “Fried-“, den “Priessnitz-,den “Wildgans-, etcetera, Preis?

Den “Nobelpreis” werde ich nicht kriegen, das weiß ich schon und würde das Geschrei, siehe Handke, Jelinek, etcetera, was es dann gab, höchstwahrscheinlich auch nicht aushalten.

Aber ich schreibe schon über fünfzig Jahre, bemühe mich sehr und habe da ja auch schon einiges hervorgebracht, was wahrgenommen werden sollte und was mich wahrscheinlich am meistens schmerzt ist, daß es bisher so unbeachtet geblieben ist.

Dreitausendmal

Es ist soweit, wenn die WordPress-Statistik stimmt, ist das jetzt der dreitausendste Artikel, den es seit Juli 2008 gibt und mit dem ich versuche der Öffentlichkeit mein literarisches Leben zu präsentieren.

Dreitausend Artikel, ich habe sie selbstverständlich nicht nachgezählt, aber wui, eine gigangtische Zahl und auch eine schöne Gewohnheit, daß ich mich da seit fast neun Jahren abend für abend und machmal auch am Morgen oder zu Mittag, je nach dem wie es sich ausgeht, hinsetze, um über mein literarisches Leben zu schreiben.

Und eine, die ich auch nicht mehr missen will, denn das “Literaturgeflüster” und das kontinulierliche Reflektieren über mein Schreiben, mein Lesen und das, was so im Literaturbetrieb passiert und was sich davon für mich mitbekommen  läßt, ist sehr wichtig für mich geworden oder war es  höchstwahrscheinlich schon immer.

Aber, wie man früher für die Schublade schreiben mußte, wenn man nicht das Glück oder das Talent hatte, einen Verlag zu finden, ich habe das offenbar nicht und weiß noch immer nicht warum, denn an den paar Rechschreib- und Flüchtigkeitsfehler kann es ja nicht liegen, aber meine Kritiker werden es mir vielleicht sagen und sich jetzt relativ einfach schnell und billig selber publizieren kann, was ich auch seit 2000 ziemlich regelmäßig und auch schon sehr viel tue, kann man sich jetzt auch im Netz darstellen, was ich eigentlich sehr schön finde.

Jeder kann das und einige nützen auch diese Gelegenheit und so gibt es in diesem, wie mein Kritiker Uli, der aber inzwischen selber bloggt, sagen würde, auch schon einen riesigen sinnlosen Content in ihm, den dann keiner liest, weil man ja vielleicht selber damit beschäftigt ist, zu bloggen, zu schreiben, zu facebooken, Istagramm zu bedienen und und…

Ich bin ja und darf das mit meinen schon fast vierundsechzig Jahren vielleicht auch ein bißchen sein, eine altmodische Person, die also nur bloggt und nicht facebooked, twittert und bei Instagrammaktiv ist und die das Bloggen auch als eine Art literarisches Archiv betrachtet.

Ich blogge nur über mein literarisches Leben, das aber ziemlich umfangreich und genau und ich kann mich auch noch sehr genau erinnern, als ich 2008, nach dem Bachmannpreis, den ich damals sehr intensiv im Netz verfolgte und da auch auf einige Blogger stieß, die sich in den Pausen daraüber austauschten, den Alfred fragte, ob ich das auch kann und eigentlich keine Ahnung hatte, wie ich das machen will.

“Klar!”, hat er gesagt.

“Da kannst du über die Bücher schreiben, die du liest und die Veranstaltungen, die du besuchst und so ist das dann auch gewesen und das andere, hat sich eigentlich automatisch und wie von selbst entwickelt.

Denn gelesen habe ich schon immer viel und bezüglich der “Tahalia-Kundenrezensionen”, die es damals gab, hatte ich auch schon Bücher besprochen.

Zu Veranstaltungen gehe ich, glaube ich, seit meiner Matura und literarisch schreibe ich auch seither, habe inzwischen über vierzig selbstgemachte Bücher und auch einige andere, einige Texte in Anthologien, einige in Literaturzeitschriften, habe einige, zugegeben eher kleine Preise gewonnen, war und bin immer noch in einigen Jurien.

Die Literatur ist nicht mein Haupt- sondern ich habe, wie das so schön heißt, einen BrotberufHobbyautorin, würde ich mich nicht nennen, wer das mag, kann das gerne tun, für mich stimmt es nicht, denn das Schreiben und das Bewegen im Literaturbetreib ist meine Lebensform, die Psychologie und die Psychotherapie sind die Gebiete von denen ich leben und inzwischen habe ich auch schon eine Pension, auch wenn meine Praxis und meine beiden Kassenverträge weiterlaufen.

Viel Erfolg habe ich mit der Literatur nicht gehabt. Ich schreibe das ja  immer und es stimmt wahrscheinlich auch, daß ich mich in den dreitausend Artikel immer wieder ein bißchen wiederhole, daß ich 1978 wird das vielleicht gewesen sein, von meinen beiden Freunden,  Monika J., die inzwischen schon gestorben ist und Gerhard K., der als Psychologe Karriere machte, sehr kritisiert wurde, als ich ihnen meine “Einladung zum Tee” zeigte.

Auch das verstehe ich noch immer nicht so ganz, daß das sein muß, wenn eine junge Frau, die etwas schüchtern ist, mit einer ihrer ersten Geschichten kommt.

Klar, daß sie damit nicht den Nobelpreis bekommt, auch, wenn sie sich das vielleicht erhofft, da würde ich auf jedenfall “Schön!”, sagen, und “Ich sehe, das ist dir sehr wichtig!” und dann kann ich noch immer, wenn ich das unbedingt will, hinzufügen “Aber auf das und das, könntest du vielleicht achten!

Nun gut, die Monika hat mich in den “Arbeitskreis der schreibenden Frauen” gebracht und dort bin ich auf einmal hautnah, neben und nicht im Literatubetrieb gewesen. Habe aber Frauen wie Elfriede Haslehner, Marie Therese Kerschbaumer, Christa Stippinger und und kennengelernt, mit denen ich mich zum Teil noch heute treffe und in die GAV bin ich über sie und in Umwegen auch gekommen.

Dann meine Texte herumgeschickt und herumgeschickt und nicht die gewünschte Resonanz bekommen. 2000 hat mir der Alfred, den ich inzwischen kennenlernte, mein erstes Buch zum Geburtstag geschenkt “Die Wiener Verhältnisse”, die “Hierarchen” sind inzwischen in der “Edion Wortbrücke” herausgekommen und “vernichtend” kritisiert worden, was ich auch nicht so ganz berstehe.

Langer Rede, kurzer Sinn, inzwischen gibt es schon über vierzig selbstgemachte Bücher und wem es interessiert, ich bin mit dem Korrigiern von “Vor dem Frühstück kennt dich keiner” gerade fertig geworden und habe den Text dem Alfred geschickt, damit er mir das PDF für mein drei oder vierundvierzigstes Selbstgemachtes Buch, so genau merke ich mir das gar nicht mehr, machen kann, das ich dann hier vorstelle, wenn es das Foto gibt und ein Gewinnspiel ,wo man es gewinnen kann, wird es auch wieder geben.

Die Resonanz auf meinen Blog ist ja nicht so groß, wie ich es vielleicht gerne hätte, zumindest melden sich die Leute bezüglich meiner Gewinnspiele nicht zu Hauf, obwohl ich, wenn ich zu Veranstaltungen gehe, immer wieder von Leuten, die ich gar nicht persönlich kenne, angesprochen werde, daß sie meinen Blog kennen und die Verlage schicken mir auch vermehrt Bücher, damit ich sie bespreche und das tue ich auch gerne, denn das Lesen macht mir noch immer Spaß und so habe ich eben im Juli 2008 mit meinen ersten Artikel über mein literarisches Leben begonnen.

Der war sehr kurz und damals hatten wir in Harland auch kein Internet, so daß es noch keine tägliche Artikel gab. Jetzt gibt es die und ich gebe zu, ich plane sie auch schon im Voraus und überlege mir auch genau zu welchen Veranstaltungen ich gehen soll, weil sie blogtechnisch, wie das vielleicht so blöd heißt, interessant sein könnten.

Ich lasse mir manchmal Bücher, wenn ich sie zum Beispiel auf der “Alpha Gala” oder einer anderen Veranstaltung bekomme “für das Literaturgeflüster” signieren, das hat einmal Michaela Falkner im Literaturhaus so gemacht, als ich ihr vom “Literaturgeflüster” erzählte und seither sage ich das manchmal, obwohl ich kein Signiertyp bin und mir nie Bücher zu den Veranstaltungen extra mitnehme.

Zum tausendsten Mal habe ich einen extra Artikel geschrieben und wenn ich mich nicht irre zum fünfhundersten Mal auch, dann habe ich es schleifen lassen.

Jetzt habe ich gedacht, es wäre eine gute Idee extra daraufhinzuweisen und noch einmal zum hundersten oder tausendsten Mal über mich zu schreiben. En wenig eitel vielleicht, aber das Bild mit der “Literaturgeflüsteradresse” von denen ich immer noch einige habe, hat der Alfred drucken lassen und gedacht, daß ich es vor zwei Jahren in Leipzig verteilen könnte.

Gebracht hat es nicht sehr viel oder doch vielleicht, hat mir Daniel Wisser ja dieses Mal im Leipzig bei der Happy Hour am Österreichstand erzählt, daß ihm ein Freund in Amerika auf meinen Blog aufmerksam gemacht hat, wui!

Also dreitausendmal und dann bald den neunten Bloggeburtstag und nächstes Jahr gibt es das Literaturgeflüster zehn Jahre. Da hat mir der Alfred schon vorgeschlagen, daß ich mich mit einem Banner vor die Hauptbücherei stellen soll. Das mache ich natürlich nicht, aber einen Artikel mit einem großen Gewinnspiel wird es  geben und wer jetzt vielleicht das “Literaturgeflüster-Texte-Buch“oder ein anderes Buch von mir haben will, der soll sich bei mir melden. Ich schicke es ihm gerne zu oder treffe mich mit ihm, wenn er oder sie in Wien wohnen sollte und auch zu Literaturveranstaltungen geht.

Solange der Vorrat reicht oder ich, wie ich heute, als ich meine zwei letzten Bücher, nach Leipzig zur deuteschen Biblitohek schickte, merken konnte, daß das sehr teuer ist, das Porto zahlen kann, wie es so schön heißt, schreibe ich dazu und da ich meistens niemand auf meine Gewinnspiele meldet, habe ich hier keine Angst, überrant zu werden, schrenke aber vorsorglich, die Zahl der zu gewinnenden Bücher auf drei ein.

Mir ist das Schreiben und das Lesen sehr wichtig. Das Eigene und das Fremde, wie es ebenfalls so schön heißt, deshalb ist das “Literaturgeflüster” und die Möglichkeit mich damit im Netz zu präsentieren, für mich eine gute Idee, die ich auch weiter betreiben werde, auch wenn ich selbstverständlich weiß, daß sich niemand so besonders dafür interessiert und höchstens den Artikel liest, wenn ich seinen Namen oder seine Veranstaltung erwähnte.

Aber das macht eigentlich gar nichts oder es ist natürlich, wie es ist und ich mache was und so gut, wie ich es kann, mit meinen Flüchtigkeits- und meinen Rechtschreibfehlern.

Die Ersten schleichen sich zwangsläufig ein, wenn man in einer Stunde mit dem Artikel fertig sein will, weil man ja noch anderes,  Familie,  Beruf, das Lesen, das Schreiben, das Spazierengehen, etcetera hat und auch noch schlafen muß und das Zweite war mir, wie ich ja ebenfalls immer schreibe, schon in meiner Schulzeit nicht so wichtig.

Aber ich kann es, das Schreiben und das Lesen und ich praktiziere es auch regelmäßig, so wie ich es kann, mit meinen selbstgemachten Büchern, die ja inzwischen auch ein gänoiger Weg sind und mit meinen Blogartikeln.

Ich freue mich also über den Dreitausensten, hätte mir im Juli 2008 nicht gedacht, daß es so viele werden und sie mir so wichtig sind und denke sie sind inzwischen ein sehr schönes Literaturarchiv.

Mein Persönliches, an dem ich auch andere gerne teilnehmen lasse, auch wenn ich sehr viel jammere, mich wiederhole, etcetera,  bin ich, wie ich bin, schreibe, wie ich es kann und freue mich ganz ehrlich, wenn es ihm geben sollte, schon auf meinen Fünftausendter.