Ich sage und schreibe ja manchmal, daß ich den “Nobelpreis für Literatur” möchte und habe da schon Empörung ausgelöst.
“Bist du betrunken?”, hat die Elfriede Haslehner da beispielsweise einmal zurückgefragt.
“Nein, aber ich gebe zu, daß ich dich damit ein bisschen ärgern wollte!”
Warum eigentlich und warum darf man das nicht wollen oder es aussprechen?
Der liebe Uli schreibt da, glaube ich, auch immer “Sind sie wahnsinnig?”
Natürlich nicht, denn man soll sich doch große Ziele setzen. So hört man es doch in den Coachingseminaren, obwohl es natürlich, das weiß ich schon unrealistisch ist, denn da müsste mich jemand vorschlagen. Ich müsste auf eine Longlist und dann auf eine Shortlist kommen und wer schlägt mich vor, die Literaturexperten wahrscheinlich nicht, weil die mich nicht kennen oder mich nicht für literarisch halten.
Denn wer seine Bücher selbst herausgibt oder darüber bloggt, ist das natürlich nicht. Eigentlich auch komisch, denn, ich denke, man sollte die Bücher erst einmal lesen und nicht von vornherein sagen, “Eigenverlag wollen wir nicht!”
“Selfpublishing ist bei der Bewerbung ausgeschlossen!”
Denn damit kann man nie auf eine Buchpreisliste. Warum eigentlich, wenn es gut ist und gefällt!
Und ja, es gibt Selfpublishingpreise. Aber da muß man, glaube ich, im Netz publizieren, was ich beispielsweise nicht tue und wahrscheinlich Genre schreiben.
“Fang doch ein bisschen kleiner an!”, hat mir Maria Gorniekiewicz einmal auf diese Bemerkung gesagt und das stimmt natürlich und ich kann hinzufügen, daß der “Nobelpreis”, den ich mit Zwanzig, als ich zu schreiben anfing, naiv verlangte, eine Anerkennung ist und Anerkennung für das Schreiben wünscht man sich natürlich, brauch es und ist wahrscheinlich auch der Motor für das Weiterschreiben.
Ich habe da ja nicht besonders viel davon bekommen und schreibe trotzdem weiter, habe mir da auch das nötige Selbstbewußtsein erarbeitet und würde mir im Jubiläumsjahr, fünfzig Jahre literarisches Schreiben, fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” schon ein bißchen feed back und positive Beachtung wünschen.
Eine Hand voll Kommentierer auf den Blog, die meine Bücher lesen und mit denen man ernsthaft diskutieren kann, wäre schön und hat es am Anfang auch gegeben, da hatte ich ein paar junge Autoren unter den Followern. Dann kam die Frau Heidegger und die JuSophie sowohie der Uli, die sich darüber lustig machten, was eigentich schade ist, denn ich meine es ja ernst mit meinen Schreiben und bemühe mich sehr.
Finde es daher schade, daß ich da nur auf der Stelle getreten bin oder auch nicht natürlich nicht, denn ich habe ja geschrieben und geschrieben und bin daher wahrscheinlich besser geworden und habe auch meine diesbezügliche Hemmung überwunden und vor ein paar Jahren bin ich immer die Preise durchgegangen und habe die mir auch gewünscht. Den schon erwähnten “Nobelpreis” und in Klagenfurt beim “Bachmann-Preis” lesen, später dachte ich der “Priessnitz-Preis”, der “Fried-Preis”, den “Wildgans-Preis”, etcetera, wäre fein.
Aber da ist wahrsceheinlich wieder der Eigenverlag, das Ausschlußkriterium.
“Selfpublisher nein, die wollen wir nicht!”, also ist das schon einmal weggefallen. Aber ich habe ein paar Preise, Preiserl, wie mein Psychologiestudienkolle Gerhard K. einmal sagte, schon bekommen.
Den für das geschlechtneutrale Kinderbuch “Buben dürfen weinen, Mädchen dürfen pfeifen” mit der Geschichte “Güler will kein Kopftuch mehr”, das erschien dann bei “Jugend und Volk” und bekam auch den “Kinderbuchpreis”, aber weiter ist es damit nicht gegangen. Ich habe sogar eine schlechte Kritik bekommen, obwohl der Text natürlich lektoriert wurde.
Dann habe ich ein paarmal einen Preis mit einer Geschichte bei einer Zeitung oder Zeitschrift bekommen und einmal einen Hörspielpreis, den die Buchhandlung “Thalia” ausgeschrieben hat und ein paar Mal habe ich bei den “Luitpold Stern-Preisen” der Gewerkschaft auch gewonnen. Der letzte Preis, den ich bekommen habe, war 2005 bei der Bücherei Pannaschgasse. Da gabs einen Buchgutschein dafür und seither habe ich mich bei diesen Preisen auch nicht mehr beworben und bei den anderen werde ich nicht ausgewählt und habe mich wahrscheinlich mit dem abgefunden, was mir Rudolf B, schon ende der Siebzigerjahre sagte.
“Schreib halt nur für dich!”
“Nein!”, habe ich empört gekontert.
“Das tut die Jelinekauch nicht!”
Damals war ich noch naiv oder vielleicht auch etwas überheblich. Jetzt tue ich es, gebe nach jahrelangen Fehlversuchen meine Bücher selbst heraus, und habe mich damit ohne es zu wollen und zu wissen, damit offenbar ins Fettnäpfchen gesetzt, obowhl sich das inzwischen ja geändert hat und das Selbfpublishing inzwischen viel angesehener geworden ist. Auf die Buchpreisliste kommt man damit aber auch nicht hinein und seit fast fünfzehn Jahren blogge ich über mein Schreiben, veröffentliche also alles im Internet und auf Knopfdruck kommt man zu meinen Texten.
Für mich ist das sehr wichtig, obwohl ich derzeit nur zwei oder drei Kommentierer habe und es eigentlich schade finde, daß sich niemand zu meinen Leserunden meldet und mir ein Kommentare zu meine Bücher schreiben.
Offenbar trauen sich die Leute das nicht, was ich das nicht ganz verstehe, denn, ich denke, ich habe schon Bücher besprochen, die ich für schlechter als meine empfunden habe.
Da fasse ich den Inhalt zusammen und sage meine Meinung. Verreißen brauche ich dabei nicht. Ich denke, es hat mir nicht geschadet, mich mit dem Schreiben der anderen zu beschäftigen, finde auch das, was jenseits den Tellerrand passiert interessant und brauche dazu auch keinen Kritiker, der mir das vorauswählt, was ich lesen soll.
Passiert in der Praxis aber so, was ich sehr schade finde. Ich schreibe trotzdem weiter. Das heißt, solange mir etwas einfällt, fühle ich mich in der letzten Zeit auch schon etwas ausgeschrieben und ich habeauch schon sehr viel geschrieben. An die secbzig selbstgemachte Bücher und den täglichen Blogartikel über meinen Schreiben und meine Bücher und was ich mir für das Jubiläumsjahr wünsche, ist immer noch mehr Anerkennung und Interesse. Eine Handvoll Kommentierer mit denen ich über Literatur diskutieren kann, die sich die Zeit nehmen meine Bücher zu lesen und sich vielleicht auch einige Stunden oder Tage damit zu beschäftigen, ein paar Einladungen zu Lesungen, zu Diskussionen, etcetera.
Ob ich mir noch einen Verlag wünsche, weiß ich gar nicht so genau. Mit ein bißchen mehr Aufmerksamkeit auf den Blog und weniger “Eigenverlag wollen wir nicht!”, sondern “Interessant, was Sie da schreiben, zeigen Sie her!”, würde es schon gehen.
Also vielleicht doch den “Fried-“, den “Priessnitz-,den “Wildgans-, etcetera, Preis?
Den “Nobelpreis” werde ich nicht kriegen, das weiß ich schon und würde das Geschrei, siehe Handke, Jelinek, etcetera, was es dann gab, höchstwahrscheinlich auch nicht aushalten.
Aber ich schreibe schon über fünfzig Jahre, bemühe mich sehr und habe da ja auch schon einiges hervorgebracht, was wahrgenommen werden sollte und was mich wahrscheinlich am meistens schmerzt ist, daß es bisher so unbeachtet geblieben ist.
Die Jelinek schreibt ausnahmslos nur für sich 🙂 ansonsten drück ich die Daumen
Inzwischen ja, kann sie es sich leisten und das finde ich sehr interessant, vielen Dank für das Drücken und den Kommentar!
Liebe Eva,
es läuft bei Ihnen immer und immer wieder auf dasselbe hinaus: Die anderen sind schuld, wenn Sie keinen Erfolg haben, nicht wahr? Keinesfalls kann es an Ihrer oberflächlichen, um nicht zu sagen, schludrigen Art liegen, wie Sie schreiben. Ich erinnere mich noch an “Die unsichtbare Frau”. Die war zwar frei von den sonst inflationär auftretenden Schreibfehlern, zeigte aber deutlich eben diese Oberflächlichkeit.
https://scriptorumuniversalis.com/2019/01/31/die-unsichtbare-frau-rezension/
Weiterhin ist das, was Sie als Selfpublishing Ihrer Bücher bezeichnen, eigentlich gar keine, sondern einfach privater Druck durch eine frei gewählte und bezahlte Druckerei. “Richtiges” Selfpublishing bedeutet, über eine SP-Plattform wie BoD, ePubli, Tredition usw. ein Buch zu gestalten und in die diversen Online-Shops der Buchhandlungen zu bringen (oder vor Ort bestellbar zu machen) Und für diese Veröffentlichungen gibt es sehr wohl Wettbewerbe, Listen und Preise. Der Haken an der Sache: Sie müssten sich der Kritik der Leser stellen und selbst Werbung dafür machen, auch außerhalb Ihres Blogs. Und das wollen Sie aus Angst vor schlechten Kritiken nicht.
Manche Ihrer wiederholt auftretenden Formulierungen deuten ebenso darauf hin, dass Sie sich um Ihre Unzulänglichkeiten eigentlich bewusst sind:
” … und bin daher wahrscheinlich besser geworden” “… bemühe mich sehr” usw.
Wenn Sie Ihr “besserwerden” schon selbst in Frage stellen, kann es damit ja nicht so weit her sein. “Sich bemühen”, heißt nicht gleichzeitig, besser zu werden. Man kann sich auch bemühen und trotzdem auf der Stelle treten, weil einfach das Können nicht vorhanden ist. Ähnlich verhält es sich mit Ihren gebetsmühlenartig wiederholten Hinweisen auf die Menge Ihrer Bücher. Die Menge sagt NICHTS über die Qualität aus! Das interessiert niemanden!
Ich schrieb es schon mal: Es ist nicht so, dass sich die Leute “nicht trauen”, zu kommentieren. Vielmehr sind es oft schon die ersten Sätze, die abschreckend wirken. Beispiel:
“Ich habe ja als ich 1973 maturierte Psychologie studiert, und zu schreiben begonnen und da irgendwann ich weiß nicht mehr so genau, ob während meines Studiums oder während meiner Verhaltenstherapieausbildung Mitte der Achtzigerjahre Ilse Pollak kennenglernt.”
Allein schon in diesem ersten Satz Ihres letzten Artikels sind so viele Fehler, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Jeder, der auch nur ein bisschen Wert auf lesbare Texte legt, klickt da schon weiter oder ganz weg. “Oh Gott, das soll ein Literaturblog sein? Nee, lass mal …” Hinzu kommt schlussendlich, dass Sie, liebe Eva, ja völlig beratungsresistent sind. Lobeshymnen erwarten Sie. Sachliche Kritiken verabscheuen Sie. (“Wer bestimmt denn, dass innerhalb wörtlicher Rede keine Anführungszeichen geschrieben werden? Wer legt das denn fest?”) Sie erinnern sich? Regeln? Doch nicht für eine Eva Jancak! Eva hat ihre eigenen Regeln, was das Schreiben und Veröffentlichen angeht und wer die nicht akzeptiert, versteht den Text nicht und “traut sich nicht” zu kommentieren oder die Bücher zu lesen.
Übrigens, ich kann mich nicht entsinnen, Sie “wahnsinnig” genannt zu haben. Allerdings ist unter den – schon so oft – genannten Umständen Ihr Wunsch nach Preisen einfach fern jeder Realität. Zudem Sie ja nicht klein anfangen wollen, sondern die größten Preise erwarten, die es zu vergeben gilt. Und zu diesem Irrglauben weiß ich wirklich nichts mehr zu sagen.
Tja, so schaut’s aus …