Eine literarische Jubiläumsdiskussion

Es ist so weit, ich schreibe jetzt schon mindestens fünfzig Jahre literarisch, gebe seit etwa zwanzig Jahren meine Bücher selbst heraus, das heißt, ich lasse sie mir immer fünzig Mal drucken, weil ich keinen Verlag dafür gefunden habe. Cirka sechzig sind da schon entstanden, die das Schreiben zum Thema haben, sich mit depressiven Frauen und den gesellschaftlichen Zuständen beschäftigen. Zwei Kinderbücher gibt es auch. Zwei Erzählbände, drei “Literaturgeflüsterbücher”, weil ich seit 2008 ja das “Literaturgeflüster” betreibe, das demnächst sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat, ja in diesem Jahr passiert sehr viel und da habe ich mich ja 2020 mit meinem Schreiben und meinen Büchern beschäftigt, wo meine Schreibartikel enthalten sind und die Leseproben von meinen Bücher die seit 2008 bis 2020 entstanden. Das sind etwa siebenundzwanzig und 2020 war ja bekanntlich das Corona-Jahr,,, wo diese Krise mit Lockdowns, Ausgangssperre, Lockdown für Ungeimpfte, mit Imfp-, Test und Maskenpflicht begonnen hat und das hat mich ja auch zu einem Corona Texte Buch und unzähligen Blogartikel dazu inspiriert und etwa zwölf Bücher sind darüber entstanden,, zwei davon sind noch in der Produktion und wenn sie fertig sind stelle ich sie dann in meinen Blog vor. Es gibt eine Vorschau, ein Gewinnspiel mit drei Fragen, wo man das Buch bekommen kann und eine Aufforderung zu einer Leserunde, also den Wunsch über das Buch zu diskutieren.

Das mache ich schon seit einigen Jahren, der Erfolg ist sehr gering. Einmal habe ich in der Schreibgruppe als es sie noch gab das Buch verteilt.

Da hat mir glaube ich die Ruth und die Doris Kloimstein was dazu geschriebene, aber sonst hat sich außer dem lieben Manfred Lagler-Regall niemand gemeldet, der die Gewinnspielfragen auflöste und als ich ein paar der Bloggerkollegen, die ja immer meinen, daß sie jedes und alles lesen, fragte, ob sie ein Buch von mir besprechen wollten, haben die entweder nicht geantwortet oder gemeint, daß sie leider keine Zeit dazu hätten.

Warum weil sie Angst haben etwas Selbstgemachtes zu besprechen oder zu verreißen? Verreißen brauchen sie es natüriich nicht. Sie könnten so wie ich es tue, den Inhalt zusammenfassen und ihre Meinung dazu schreiben. Da können Sie ja auch schreiben, daß ich mich nicht so hundertpro an die Rechtschreibung halte, nicht experimentell und vielleicht auch nicht so abgehoben bin.

Richtig, da gab es ja auch die JuSophie , meine zweite Kritik- oder Spamerin. Die habe ich jetzt vergessen und die hat mir als ich ihr “Mimis Bücher” gegeben habe, das Buch, wenn auch nur widerwillig besprochen, weil es ist ja selbstgemacht und der liebe Uli mein dritter Kritiker hat das für die “Unsichbare Frau”,, wo er ja auch eine Vorbildfunktion hatte auch getan und der ist es ja, obwohl er ja selbst sehr kritisch ist und über alles, was ihm nicht gefällt sehr drastisch schimpft, die Regellosigkeit vorgeworfen, weil ich ja immer schreibe, daß mir die Rechtschreibung eigentlich egal ist.

inzwischen habe ich gelernt mich doch daran zu halten, würde aber noch immer sagen, daß das meine Art von Freiheit ist und ich auch bezüglich Corona eher der Freiheitsfraktion angehört habe und mich nicht testen und impfen ließ und auch keine Masken trug, weil ich mich nicht zu etwas zwingen lassen wollte, was, wie sich jetzt herausstellt doch nicht so gefährlich war, wie es dargestellt wurde.

“Fehler korrigieren!”, schreien also der Uli und das Fräulein Rottenmeier, das mir inzwischen gelegentlich kommentiert und bringen dazu Vergleiche, wie daß man bei einem Unfall auch nicht wegschauen darf oder sich an Verkehrsregeln halten muß. Muß man natürlich vor einer roten Ampel um zwölf Uhr mittags stehen bleiben, weil sondst wahrscheinlich was passiert. Um zwölf Uhr nachts, wenn die Straße leer ist, hat das wahrscheinlich wenig Sinn und das wäre dann die Selbstverantwortlichkeit, ,daß man selbst entscheidet wo etwas sinnvoll ist und wo ncht und da hat mir der Alfred vor Jahren ein anderes selbstgemaachtes Buch mitgebracht, was jetzt hoch aktuell wäre, leider finde isch es nicht mehr. Aber da gibt es eine Geschichte von einer Diktatur, wo den Leuten beigebracht wurde, immer vor Ampeln stehenzubleiben, weil sie sonst einen elektrischen Schlag bekommen und so stehen und stehen sie vor roten Ampel auch wenn längst kein Auto kommt und vor dem Kühlschrank wurde die Kalorienzuteilung auch rationalisiert.

Ich schreibe also ein bißerl schlampert und im Verborgenen vor mich hin, weil ich auf meinen Blog außer ein paar Freunden nur ein paar Spamer haben, die sich über meine Fehler lustig machen, statt sich für das, was ich schreibe, interessiert.

Das stimmt auch nicht ganz, denn als ich 2003 beim Ö1 Quiz mitgemacht habe und dafür nach Graz gefahren bin, hat sich die Doris Glaser für mein “Best of 2” interessiert und es sich geben lassen und die Katja Gasser, hat das als ich mit ihr einmal nach einer “Leseauslese” diskutierte, auch getan und mir das Buch dann kommentarlos zurückgeschickt und auch Malte Bremer, der Kompagnon von Wolfgang Tischer im Literaturcafe hat das auch getan und das hat mich auf die Idee gebracht, als weitere Jubelaktion eine Diskussion mit Günther Kaindlsdorfer bei dem ich auf der “Buch Wien” auch einmal bei einem Literaturquize mitmachte und den ich, glaube ich, nervte weil ich bei den Fragen immer vorgeschrien habe, um ein Buch zu gewinnen und jetzt mit ihm auch in der “Ohrenschmaus-Jury” bin, Katja Gasser, Klaus Kastberger, den Literaturdoyen und Daniela Strigl diskutieren oder sie über mein Schreiben befragen könnte?

Natürlich nur virtuell, weil sie real wahrscheinlich nicht kommen würden, weil keine Zeit oder sie mich nicht für literarisch genug halten.

Aber das wäre ja ein Diskutssionsthema, was wollen die Leute lesen und worüber schreiben die, die nicht Peter Handke, Cornelia Travnicek oder Marlene Streeruwitz heißen und das wäre interessant. Bei der Diskussion im Literaturhaus vor ein paar Wochen und bei der zu fünfzig Jahre GAV wurde auch über dieses Thema dikutierte, daß immer weniger Leute lesen, dafür immer mehr schreiben, die dann auch Möglichkeiten haben ihre Bücher selbst zu veröffentlichen, so wie ich zum Beispiel oder auch bei “Amazon” einzustellen und das hat sich ja in den letzten Jahren positiv verändert, vovher gab es nur die Selbstzahlerverlager, die viel von einem verlangten, einen seltsamen Verträge unterschreiben ließen und dann nicht viel dafür boten. Jetzt kann man seine Bücher leicht selbst herausgeben und das Schreiben kann man beispielsweise bei Jurenka Jurk, deren Gratiswebinare ich ja sehr gern besuche, auch lernen.

Das Bücherschreiben ist also kein Problem. Die entsprechenden Leser dafür zu finden wahrscheinlich schon, denn die können ja inzwischen streamen, Netflix gucken oder Computerspielenund haben für das Lesen noch viel weniger Zeit, als vorher und deshalb wurde ja vom deutschen Buchhandel 2005 auch der deutsche Buchpreis geschaffen, wo um die Frankfurter Buchmesse aus zwanzig Neuerscheinungen, das beste Buch herausgesucht werden sollte, das man dann zu Weihnachten seiner Schwiegermutter schenken oder auch sich selber kaufen konnte.

In die Jury wurden anfangs die hehren Literagturkritiker, wie Daniela Strigl oder ihre deutschen Kollegen bestellt und die wählten dann Bücher von Reinhard Jirgl, Ulrich Petzer, etcetera aus und die Buchhändlier schrieen “Wer soll das lesen? Das können wir nicht verkaufen!”

Die Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb, die selbst schreibt, hat das, als sie in der Jury war, auch getan und da sind wir wieder bei der Frage, was die Leute, die noch lesen, lesen wollen?

Krimis, Sachbücher, Chicklits und nicht meine Bücher, ist die einfache Antwort. Aber auch nicht die Streeruwutz und den Peter Handke wahrscheinlich und diese Bücher werden nicht ausgwählt. Keine Krimis und Phantasy auf den Buchpreislisten, außer sie haben berühmte Autoren und das ist wahrscheinlich auch das Dilemma der Gegenwartsliteratur, daß die Experimentellen, die Wiener Gruppe, H. C Artmann und Ernst Jandl um bei der Wiener Literaturgeschichte nach 1945 zu bleiben, hatten wahrscheinlich auch kein großes Lesepublikum, sind aber jetzt im Museum und in Symposien zu finden.

So ist das mit der Literatur und ich, die ich ja viel und eigentlich alles, wenn auch inzwischen immer langsamer, lese, finde es eigentlich schade, daß da nur von Kritikern und Experten zwanzig Bücher pro Jahr ausgewählt werden, die sie für lesenswert halten, die Durchschnittsleser, die ja, wie ich hörte, jetzt nur mehr vier Bücher im Jahr lesen, nicht interessieren.

Meinetwegen können die Leute alles lesen. Krimis, Fantasy, Liebesromane, etcetera. Ich finde es auch schön, wenn alles schreiben und wenn sie mir ihre Bücher zum Lesen anbieten, lese ich sie auch und schreibe darüber ohne die Sätze: Das ist das Schlechteste was ich je gelesen habe, zu verwenden, denn das brauche ich nicht, auch wenn ich sie für schlechter als meine halten würde.

In diesem Sinne bin ich schon bei der Vorschau auf fünfzehn Jahre Literaturgeflüster, das ja demnächst gefeiert werden wird und ich mir schon Leser wünsche, die sich trauen meine Bücher zu lesen und dann ihre Meinung dazu sagen und vielleicht nicht nur “Da ist ein Fehler! Da ist das “s” falsch geschrieben oder es wurde ein “r” vergessen!”

Da ich der Meinung bin, daß eigentlich alles was gescrhieben wird, interessant sein könnte. Man müßte sich nur die Zeit nehmen, sich ein bißchen länger damit zu befassen und nicht gleich beim ersten Fehler aufschreien und das Buch wegschmeißen, denn dann übersieht man viel. Das habe ich schon oft erlebt.

Positiv ins Jubiläumsjahr

Das ist keine Anspielung auf die Massentestungen, die vor zwei Jahren bei uns stattfanden, einen Haufen Geld kosteten, die besser ins Gesundheitssystem gesteckt werden hätte sollen und, wie ich so höre, auch nicht sehr viel gebracht haben, sondern der Start ins Jahrs 2023, das hoffentlich ein besseres werden wird und positiv statt negativ, im wörtlichen Sinn und es ist wieder ein Jubiläumsjahr, da gab es ja schon mal eines in diesem Blog, das jetzt noch ein einmal gesteigert wird, denn ich werde ja in diesem Jahr im November siebzig und vorher im Mai jährt sich meine Matura in der Straßergasse zum fünfzigsten Mal und da bin ich ja sehr euphorisch in die Welt gegangen und habe im Herbst nicht nur mit dem Psychologiestudium angefangen, sondern auch mit dem literarischen Schreiben bis hin zur Nobelpreis-Erwartungen begonnen.

Ja, da war ich sehr euphorisch und hoffnungsfroh und was ist daraus geworden?, könnte man nun fragen und gleich die Antwort geben “Ncht sehr viel eigentlich!”

Ein einziger Flop, der vielleicht auch noch durch die Corona-Krise und das was darauf folgte eingebremst und beendet wurde. Aber halt, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, denn wenn ich auf das blicke, was mir ein paar Jahre später der Pastor B aus Hamburg, später Frankfurt, geraten hat, als ich mich, so ungefähr 1978 beklagte, keinen literarischen Erfolg zu haben, daß ich es nur für mich tun soll, was ich damals energisch mit der Antwort, “Aber die Jelinek tut das ja auch nicht!”, ja da war ich vielleicht noch ein bißchen überstiegen, von mir gewiesen habe, habe ich doch inzwischen über sechzig Bücher veröffentlicht, gut achtundfünzig waren selbst gemacht,, das heißt ich habe sie mir immer jeweils zu fünfzig Stück drucken lassen. Eines, nämlich die “”Hierarchien” ist in der “Edition Wortbrücke” des Jack Unterwegers erschienen und zwei Fachbücher gibt es auch.

Aber zurück zum Jahr 1973, wo ich sehr euphorisch zu schreiben angefangen habe, das stimmt auch wieder nicht ganz, denn geschrieben habe ich wahrscheinlich schon seit ich lesen konnte und habe, glaube ich, auch schon meiner Volksschullehrerin meine Geschichten und Aufsätze gezeigt.

Aber ab 1973 in dem Jahr, wo auch die GAV gegründet wurde, was keinen Zusammenhang mit mir hat, obwohl ich seit 1986, glaube ich, dort Mitglied bin, bin ich es literarisch angegangen und habe dann ein paar Jahre später “Die Einladung zum Tee” zwei Freunden gezeigt und eine vernichtende Kritik bekommen.

Dann hat mich aber die Monika, eine davon in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht, wo ich die Marie Therese Kerschbaumer, die Christa Stippinger, die Elfriede Haslehner, die Bruni Langthaler, die Erika Danneberg die Bärbl Danneberg, die Valerie Szabo-Lorenz ,und noch eine Reihe anderer kennenlernte und mich auch noch nach Auflösung des Vereins das war, glaube ich, 1984 mit der Bruni der Elfriede, und der Vali weitergetroffen habe und einige der Frauen auch weiter in der “Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters” weitertraf.

1987 bin ich dnn in die GAV gekommen, habe begonnen meine Texte an Verlage und Zeitschriften zu schicken und mich um Stipendien beworben. Mit meinen Psychologiestudium war ich 1980 fertig. Das heißt, die Rigososen im Dezember 1979 gemacht und im Jänner 1980 promoviert und 1987 bin in ich dann auch in meine psychologische-psychotherapeutische Praxis gegangen, die ich heute noch betreibe und geschrieben und geschrieben.

Auf die Idee meine Bücher selber zu machen, bin ich dann schon Ende der Achtzigerjahre gekommen und auch beim Bundesministerium einen Antrag auf Zuschuß für die “Hierarchien” das Buch, das ich über meinen Weggang von der Klinik geschrieben habe, gestellt und als ich das Jack Unterweger, der einige meiner Texte in der “Wortbrücke” veröffentlicht hat, schrieb, hat er sie dann herausgebracht. Das war auch die zeit wo er aus Stein entlassen wurde. Er hat dann noch eine tragische Wende genommen und die “Hierachien” haben verherrende Kritiken bekommen.

Ich habe versucht mich nicht irritieren zu lassen, sondern weitergeschrieben und meine Texte weiter an Verlage geschickt, bis mir der Alfred“, den ich 1982 kennenlernte, so ungefähr um 2000 “Die Wiener Verhältnisse” bei “Digi” drucken ließ und sie mir sozusagen zum Geburtstag schenkte.

Ein paar Jahre später habe ich dann mit dem Herumschicken aufgehört und meine Bücher nur mehr selber herausgegeben. 2008 habe ich dann auch noch zum Bloggen angefangen. Also wird es 2023 ein weiteres Jubiläum, nämlich fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” geben und so starte ich sehr euphorisch in das neue Jahr und eigentlich zum ersten Mal seit langen, nicht nur das, sondern ich kann meinen geneigten Lesern und Leserinnen, höre und staune, auch ein paar positive Dinge mitteilen, die für 2023 geplant sind, denn da habe ich in den letzten Tagen ja ein paar positive Anfragen bekommen.

So wird das Jahr mit den zwei Jurien beginnen, in denen ich Mitglied bin. Denn am neunten Jänner wird die heurige Shortlist des Bloggerdebuts bekanntgegeben, bei der ich ja seit 2016 mitmache und die “Ohrenschmaus-Texte” für das Jahr 2023 liegen auch schoin bei mir und im Jänner wird die Jurysitzung diesmal wahrscheinlich wieder live sein.

Dann hat mir Monika Gentner, die seit einigen Jahren ja den Tag der “Freiheit des Wortes” organisiert, was ich 2001 und dann 2003-2009 machte, mitgeteilt, daß ich diesmal dort lesen kann und Alex Hartl hat mir vor ein paar Tagen auch geschrieben und mich eingeladen im Jänner bei einer Veranstaltung zum hundersten Geburktstag von Erika Danneberg mitzumachen und vielleicht kann ich auch wieder beim nächsten Volksstimmefest lesen, denn Corona ist ja vielleicht jetzt doch vorbei.

Was das Schreiben betrifft, warten zwei Bücher auf das Fertigwerden. Das “Soziale Kreditsystem” liegt beim Alfred, damit er es für die Druckerei fertig machen kann. “Die Flora Faun”, die ich ja im November in zwei Wochen im Rahmen des “Nanowrimos” hinuntergeschrieben habe, korrigiere ich gerade und werde da wahrscheinlich noch einige Zeit brauchen, habe eine Szene hinausgeschmissen und stehe jetzt bei vierundvierzigtausend Worte und höre und staune, eine Idee für das Nächste, nämlich ein Text über drei Frauen über die fünfunddreißigjährige Zsofi aus Budapest, die Journalistin ist, die achtundzwanzigährige Jelena aus Prag, die in Wien eine Zahnarzttechnikerausbildung macht und die zweiunddreißigjährige Katalin aus Bratislava, die in Wien verheiratet ist, drei Kinder hat und jetzt wieder ihre Geigenkarriere wieder aufnehmen will, ist mir auch schon gekommen und kann eingeplant werden.

Und da beginnt ja das Jahr wieder mit Jurenka Jurks “Plan dein Romanjahr Webinar, wo ich wieder mitmachen werde.

Also hinein in das neue Jahr in das einundfünfzigste Schreibjahr, wo ich hoffentlich erfolgreicher sein kann. Aber eigentlich bin ich das ja schon und schreibe trotz der vielen negativen Feedbacks so gut wie ich das kann und werde das wahrscheinlich auch weiter tun und was das Jahr sonst betrifft kann es auch nur besser werden.

Die Pandemie dist vielleicht vorbei und sollte aufgearbeitet werden. Die Wirtschaftkrise ist da. Der Krieg in der Ukraine auch und die Angstwellen und die Verwirrungen darüber haben auch noch nicht aufgehört sich zu überschlagen. Wir werden wahrscheinlich wieder auf Urlaub fahren. Der Alfred ist da immer sehr aktiv unterwegs, obwohl ich kein besonderer Reisetyp bin, dafür werde ich wahrscheinlich weiter Buchpreislesen und da beginnt es wahrscheinlich mit der Leipziger Messe, ja richtig dorthin können wir, wenn man das maßnahmenlos kann, auch fahren, dann den deutschen, den österreichischen und den Schweizer und was sonst so erscheint und auf meinen Stapeln liegt und da kann ich gleich vermelden Michiko Milena Flasar, hat auch ein neues Buch, das im Februar erscheinen wird. Das e pub habe ich schon und eine Einladung zu einem Event mit japanischen Spezialitäten.

Dann kommt vielleicht der Osterspaziergang, die Urlaubsreisen, fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” und ob ich da, wie vor zehn Jahren ein großes Gewinnspiel mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht kann ich, wie schon angedeutet wieder beim Volksstimmefest lesen, würde mich freuen und ein Geburtstagsfest mit siebzig Gästen und siebzig Minuten aus siebzig Büchern?

Das weiß ich nicht so recht. Siebzig Personen bekomme ich in die Krongasse nicht hinein. So viele Leute kenne ich auch nicht. Noch dazu da sich druch Corona mein Bekanntenkreis sehr verringert hat und siebzig Bücher habe ich auch noch nicht, sondern erst sechzig oder einundsechzig.

Aber ein Fest kann ich machen, wenn Corona nmich das lässt und weiterschreiben, weiterlesen, weiter zu Veranstaltungen gehen. Weiter meine Praxis machen und mich um meine Familie kümmern, die Anna wird im April neununddreißig, die kleine Lia im Juni vier und weiterbloggen.

Das habe ich auch vor, auch wenn ich da höchstwahrscheinlich nicht sehr erfolgreich bin. Aber ich mache es so gut, wie ich es kann. Bemühe mich sehr und lade meine Leser weiter auf sich an meinen Gewinnspielen zu beteiligen oder mir auch so Kommentare und Rückmeldungen zu geben.

Also auf ins neue Jahr und schauen wir wie es wird? Eigentlich kann es nach den vielen Krisen nur besser werden!?

Vorbilder

“Wie geht es in der Schreibwerkstatt weiter?”, werden meine Leser vielleicht wissen wollen, die sich mit mir in der letzten Zeit durch die Frühjahrsneuerscheinungen gewühlt haben.

Da passiert sehr viel, da gibt es die Debuts, das realistische Schreiben der jungen Autoren und der großen schon bekannten Autoren, es gibt ein paar Krimis oder Thriller, die noch kommen werden und da ich ja das letzte Monat am Abend nicht weggegangen bin, habe ich gelesen und gelesen.

Am Morgen und am Abend jeweils eine Stunde, diesmal ohne Badewanne, geht auch, obwohl ich das ja am liebsten tue und dazwischen neben meinen Stunden habe ich die “Magdalena Kirchberg” korrigiert.

Das tue ich jetzt schon sehr lang und immer wieder laut lesend und bin eigentlich jetzt schon soweit durch, daß ich es fast auswendig kann und immer wieder denke, daß ich jetzt endlich fertig werde, um dann doch noch einen Fehler finde, dann doch noch was korrigiere, was vielleicht doch nicht so stimmig ist, etcetera.

Am Mittwoch nach Oster fliegt der Alfred mit seinem Freund Karli nach Kuba und hat dafür schon viele Mitbringseln besorgt und ich bin am Überlegen was ich in dieser Zeit machen werde?

Als er vor zwei Jahren, glaube ich, in Amerika war, war ich ja sehr aktiv, bin mit der Ruth den öffentlichen Raum abgegangen, habe bei Annika Bühnemanns Kurzgeschichten-Challenge, die Szenen für “Besser spät als Wien erschrieben” und bin auch sonst durch die Stadt flaniert, habe nach der Seestadt Ausschau gehalten und die erst im zweiten Anlauf gefunden, etcetera.

Voriges Jahr war es damit, glaube ich, ein wenig ruhiger, denn da wollte ich auch immer weg, das Korrigieren der “Unsichtbaren Frau” und die vielen Fehler, die zu finden waren, hinderten mich daran und heuer?

Was werde ich heuer machen, wenn der Alfred in Kuba ist?

Die “Magdalena” korrigieren, solange ich das muß, natürlich. Dann steht, wie ich es ja immer nach dem Fertigwerden machen, das Stadtflanieren an und da hätte ich auch, weil ich ja die letzten sechs Wochen kaum draußen war, auch einen Nachholbedarf.

Zum Recherchieren gibt es aber noch nicht sehr viel, da ich zwar schon eine vage Idee habe, was ich als nächstes schreiben will, aber das wird erst das übernächste Buchprojekt sein, weil ich ja als nächstes ein “Literaturgeflüsterbuch” über meine Schreibberichte machen will.

Da habe ich die Artikel schon, sie sind im Blog nachzulesen, müßen aber für das Buch  angepasst werden, ob ich da schon zu weit bin, daß  mir das der Alfred herauskopiert und ich dann das Monat daran korrigiere, weiß ich nicht?

Sieht nicht ganz so aus, weil ja noch die vorher erwähnten Pläne, aber da muß ich  ohnehin noch die Probekapitel der dreizehn oder vierzehn Bücher einfügen, die seit dem Entstehen des Blogs entstanden sind und seit einigen Jahren habe ich mich ja auch bemüht, meinen Lesern im Blog kleine Einsichten in mein Schreiben, über meine Lieblingsbücher, die ersten Sätze, meine Themengebiete zu geben, etcetera, so daß da nach und nach ein kleiner oder auch größerer Einblick in meine Schreibwerkstatt entstanden ist.

Es gibt auch einen Querschnitt über meine Themengebiete, über die Kinderbücher, die depressiven Frauen, die bekannten Gestalten, die politischen Bücher, etcetera, so daß sich die daran Interessierten einen guten Einblick in mein Schreiben bekommen können.

In das realistisch psychologische sozialkritische Schreiben einer seit über fünfundvierzg Jahren erfolgfrei schreibenden Frau, die das aber seit ihrer Matura, im Mai 1973 beinah unverdrossen und wahrscheinlich auch verbissen unentwegt regelmäßig tut, so daß man vielleicht auch fragen kann, wie ich zu meinen Figuren komme und da schreibe ich wahrscheinlich keine wirklichen Schlüßelromane, habe aber meine Vorbilder, das heißt ich orientiere mich eigentlich immer an mir bekannten Personen, die ich dann in meine Texte sozusagen literarisiere.

Ich weiß nicht, wie das die anderen machen, aber wahrscheinlich orientiert man sich immer an irgendetwas und erfindet die Welt und auch die Charaktere, die in ihr leben, nicht neu.

Das macht dann manchmal Probleme, wenn man ein Buch herumreicht und sich dann die Betroffenen erkennen, wie es mir beispielsweise bei den “Schreibweisen” mit meiner Freundin Bruni, das heißt der Hilde Langthaler, die ja am 22. Jänner gestorben ist, passierte, mit der mich  bis in die Neunzigerjahre wahrscheinlich, zusammen mit anderen schreibenden Frauen getroffen habe und meine Heldin Katharina, hat sie, glaube ich, gehießen, hat das in “Das Salz in der Suppe”, die im Erzählband “Schreibweisen”, meinem zweiten “Digi-Buch” enthalten ist, auch getan und die Bruni war dann bös, als sie sich erkannte, obwohl ich  ja nicht über sie geschrieben habe, sondern sie nur als “Vorbild” für die “zaghaft unenstschlossene Margarete” nahm.

Mit der Bruni bin ich  später nocheinmal zusammengestoßen, als Dieter Scherr in der “Eigenverlagsreihe”, die es in der Zeitschrift “Autorensolidariät” schon lange gibt, ein Portrait von mir herausbrachte und dazu Fotos vorn mir haben wollte.

Ich habe ihm ein paar zusammengesucht und dann waren in dem Artikel zwei enthalten, wo ich mit der Bruni abgebildet war. Eines ist, glaube ich, auf einer “IG-GV-Sitzung” entstanden, das anderer stammte aus einem Textheft, das der “Arbeitskreis schreibender Frauen” herausgebracht hat.

“Warum bin ich so oft mit dir abgebildet?”, hat sie mich gefragt. Aber ich habe das ja gar nicht ausgesucht. So ist ein Streit daraus entstanden, über den ich dann “Im wilden Rosenwuchs” geschrieben hat.

“Ja so kommt man zu seinem Themen!”, lasse ich in der “Magdalena Kirchberg”, die fünfundachtzigjährige erfolglose demente Dichterin Maria Mattuschek, die erst spät mit experimentellen Träumen berühmt werden, soll, sagen.

Die hat kein reales Vorbild oder ist vielleicht mein alter Ego und darüber habe ich, glaube ich, bei der letzten “Kritlit” mit Wolfgang Helmhart gesprochen, daß ich gerne einmal darüber schreiben will, daß eine erfolgfrei schreibende Frau und solche kann man ja meinen Texten zu Hauff finden, erst in ihrer Demenz berühmt wird.

Die “Magdalena Kirchberg” ist vielleicht auch ein “Alter Ego-Teil” von mir und als ich meinen ersten “Nanowrimo” die “Heimsuchung” geschrieben habe, habe ich mich da an den Blogs orientiert, die ich damals gelesen habe und einiges von dem der Cornelia Travnicek entnommen, die ja damals gerne in Klagenfurt gelesen hätte,  sich auch an den Uni-Streiks beteiligt hat und gerne an der “Hochschule für Schreibkunst” aufgenommen worden wäre, aber dafür als überqualifizert galt.

Es haben mir auch einige meiner Klienten als Vorbilder gedient und darüber habe ich mich ja einmal mit Friedl Jary vor langer langer Zeit unterhalten, als die mich für das Radio Österreich International interviewt hat und die mich fragte, was ich mir für mein Schreiben aus meiner Praxis mitnehme?

Nun die “Kerstin ” aus “Kerstins Achterln” hat ein solches Vorbild, sowie die Sveti und die Sevim  aus  der “Frau auf der Bank”.

Es ist mir auch schon passiert, daß mich eine Klientin darauf angesprochen hat, was ja  ein wenig heikel ist und die Frage, habe ich auch genug entfremdet und keine Personenrechte verletzt?, aufwirft.

Das war  auch so, als ich “Paul und Paula” geschrieben habe, wo es ja, um zwei Tanspersonen geht und das auch in meinen Blog berichtet habe. Da habe ich dann auch eine Zeitlang Schwierigkeiten gehabt, Gehard Ruiss von den IG-Autoren zu Hilfe gerufen, der mich diesbezüglich beruhigte und auch die Frage klärte, ob ich das Ganze “Paul und Paula” nennen darf, denn da gibt es ja die “Legende von “Paul und Paula” oder so und einen dementsprechenden Film gibt es, glaube ich, auch.

Da ich ja sehr viel und sehr politisch schreibe, komme ich um die entsprechenden Vorbilder auch da nicht herum. So gibt es im “Bibliotheksgespenst” den Fabian Schulthes und das ist ein Patriot, der die Welt vor der “Überfremdung” oder dem “Großen Ausstausch” retten will und als ich die “Unsichtbare Frau” geschrieben habe, habe ich für den Alfons Tratschke ja auch ein Vorbild gebabt, das mir sogar eine Rezension für das Buch geschrieben hat.

Da gibt es dann noch ein paar andere reale Personen, wie den Donald Trump, den Recep Erdogan oder den Minister Basti, der nächtens ja von der “Unsichtbaren Frau” besucht wird und ein Vorbild für die Gerti Schuster, die literaturbefliessene Obdachlose, die der Ulrich Blumenberg in einem Obdachlosencafe, in dem die junge Schauspielschülerin Fraulein No, Figuren aus meinem nächsten Work on Progress, jobbt, gibt es auch.

Ich denke, es geht gar nicht ohne Vorbilder und so ist es wahrscheinlich auch wichtig, ihnen hier ein Denkmal zu setzen, obwohl die Romanpersonen dann natürlich ganz andere sind, als die, die mich auf diese Ideen brachten und spannend ist es wahrscheinlich auch, daß sich die Vorbilder dann vielleicht  gar nicht zu erkennen sind, denn im “Tod eines Jurymitglieds”, auch in den “Schreibweisen” enthalten, was ja wieder der Versuch eines Krimis war, wo der Tod nicht durch einen Mord, sondern durch eines heruntergefallenen Ast, wie bei Ödon von Horvath in Paris passierte, geht das den “Allan Wilton-Hefterln” nachempfundne Erimttlerteam von Tür zu Tür der Autoren, die für den Wettbewerb eingereicht haben,  wo Pia Moser Jurymitglied war und da hatte ich für jeden ein Vorbild und als ich die Erzählung, die ich auch einmal extra mit Elfriede Haslehner und der Bruni in einem Buch, daß das  nie zustande kam, weil wir uns über die Finazierung nicht einig waren, herausgeben wollte, dann Judith Gruber zeigte, sagte sie bei einem Kapitel: “Da habe ich gleich die Elfriede Gerstl” erkannt.

“Sehr interessant!”, habe ich gedacht, denn an die hatte ich da gar nicht gedacht, aber inzwischen, wie ich vielleicht zu Bedauern meiner Leser spoilern möchte, vergessen, wer mein tatsächliches Vorbild war.

Bei den anderen Kapiteln würde ich das wahrscheinlich noch zusammenbringen.