
Den EXil-Literaturpreis initiiert von Christa Stippinger gibt es seit 1998, für Menschen mit nicht deutscher Muttersprache und daraus sind schon einige Talente hervorgegangen. Der erste war glaube ich Dimitre Dinev, dann natürlich Julja Rabinowich mit ihren “Spaltkopf”, Susanne Gregor könnte man dazurechnen, und und und…
Die Anthologie mit den Preistexten gibt es auch und am Anfang haben die Veranstaltung im Amerlinghaus stattgefunden, später auf der “Buch-Wien” und seit einigen Jahren im Literaturhaus.
Jessica Beer moderierte. Es gab Musik von Milos Todorovski und Maciej Golebiowski und in der Jury waren heuer Jessica Beer, Robert Huez und Grzegorz Kielawski, der auch einmal da gewonnen hat.
Wie immer wurden auch die Geldgeber besonders vorgestellt. Es gab Videosportraits der Preisträger, dann eine Lesung mit Textausschnitten, bevor die Preise vergeben wurden.
Den ersten Preis hat die 1997 in Lemberg geborene Anastasya Savran mit ihrem Text “platz für enge” gewonnen, die mit einer folklorischen Bluse und, wie ich glaube, einer ukrainichen Schärpe auftrat.
Dann kam “Insonne. Berichte aus einer anderen Landschaft”, der 1988 in der Schweiz geborenen Wania Laila Castronova, die in Sizilien aufgewachsen ist.
Der dritte Preis ging an die 2000 in Prag geborenen Sara Köhnlein mit “Das Ungleichgewicht der Grenzen”.

Dann gibt es immer einen Preis für Autoren mit deutscher Muttersprache, den diesmal Lisa-Viktoria Niederberger mit ihren Text “Gittka”, wo es um eine demente Großmutter geht, gewann.
Den Lyrikpreis hat die Südtirolerin Lorena Pircher mit dem Langgedicht “neujahr” gewonnen.
Dann gibt es noch einen Jugendliteraturpreis, der an die in Moldawien geborene Estera Calin für ihren Text “Vom Vergessen. Vom Kritzeln” gegangen ist.
Dann gibts noch einen Preis für Schulklassen und interessant ist dabei, daß heuer nur Frauen gewonnen haben. Ob es bei den hundertzehn Einreichungen keine Männer gab?
Die Preise wurden von der Stadt Wien, dem Bundesministerium und dem Bezirk Neubau gestiftet und ein Buffet vom Amerlinghaus gab es auch. Ich habe einige Bekannte getroffen und der Alfred hat sich wieder intensiv mit einer Grünen unterhalten hat, die, glaube ich, nicht wirklich verstanden hat, warum ich sie nicht mehr wählen werde.