Gerhard Kofler ein Namensvetter des berühmteren Werner, nicht verwandt oder verschwägert, denn Kofler gehört zu den vierthäufigsten Namen in Südtirol, war nach Josef Haslinger Generalsekretär der GAV und er war ein sehr beschwichtigender überall vermittelnder Mann, so habe ich als er die “Freiheit des Wortes” abschaffen wollte, sie übernehmen können und 2001 und dann von 2003-2009 organisiert. Er hat mir, glaube ich, auch andere Lesungen vermittelt, vor allem, die in NÖ, weil wir ja in den Neunzigerjahren von St. Pölten nach Wien pendelten und als die Anna in der Rahlgasse von der Praktikantin ihrer Deutschlehrerin Alexandra Millner unterrichtet wurde, hatte die ein Textteilchen von Werner Kofler für die Kinder.
“Da gibt es auch einen Gerhard!”, hat die Anna gesagt und die Frau Millner hat sich gewundert, woher sie den Namen kennt und mich dann zu einer Lesung in die Rahlgasse eingeladen.
Dann kann ich mich noch an einen Aufenthalt in Mürzzuschlag ein Fest für Gerhard Rühm oder Friederike Mayröcker wird das gewesen sein, wo ich mit ihm und der Marie Therese Kerschbaumer in einem Cafe gesessen bin. Bei seinem Begräbnis bin ich gewesen. Da war am Ottakringer Friedhof, wo auch meine Großmutter liegt, Robert Schindel hat das Kaddisch gesprochen und andere Religionen waren auch da und nachher gab es eine Veranstaltung mit Karl Markus Gauss und seine zweisprachigen Lesungen habe ich bei der Lyrik im März hören können und da glaube ich irgendwoher ein “Herbstpresse-Bändchen” gefunden, das ich, als wir mit der Anna im Lesachtal schifahren waren, mitgenommen haben, als ich in Bruneck war und dort gelesen.
So weit meine Gerhard Kofler erinnerungen. Ene Gedichtpräsentation in der “AS” hat es seit seinem Tod 2005 auch gegeben und heute hat sich Markus Köhle in seiner “Retrogranden aufgefrischt–Reihe” dem Südtiroler GAV- Generalsekretär angenommen und vorher gab es einen Film von Astrid Kofler, auch nicht verwandt und verschwägert, denn im Februar würde er fünfundsiebzig werden, der in Bozen geboren und in Brixen aufgewachsen ist, weil seine Eltern dort eine Radiohandlung hatten und da gibt es in beiden Städten eine Ausstellung und der Film ist interessant, denn man sieht Gerhard Kofler im Schneegestöber 2005 wahrscheinlich mit Regenschirm herumstapfen und seine Gedichte zitieren. Man hört ihm im Cafe Central über den Wiener Kaffee schimpfen. Das wird sich inzwischen geändert haben, denn in jeden Cafe stehen heute wahrscheinlich italienische Kaffeemaschinen. Bis halb zehn ist er dort gesessen, hat gedichtet und dann noch den Peter Altenberg, der auch dort sitzt, über die Glatze gegriffen und dann kann man auch in die Ausstellung schauen und hören und staunen, daß es in Wien in der “AS” eine Veranstaltung im Rahmen der “Retrogranden” über ihn gab, aber die fand erst eine Stunde später statt.
Annemarie Türk war wieder da, denn sie hat ihn in Salzburg, wo er offenbar auch eine Zeitlang lebte kennengelernt. Sein Frau Hannelore und auch sonst sehr viele Fans und Bekannte und man konnte hören, daß Gerhard Kofler ein reiner Lyriker war. Das heißt zwei Notizbücher hat es schon gegeben und er hat seine Gedichte zuerst auf Italiensich, dann auf Deutsch geschrieben und das zweite Notizbuch wurde überhauüt erst posthum von Leopolld Federmair übersetzt, herausgegeben.
Dann ist es in den Keller oder in den Souterrain gegangen, wie Annalena Stabauer sagte und Markus Köhle hat sich darüber belustigt, daß seine Veranstaltung schon stattgefunden haben soll.
Macht aber nichts, war eine doppelte oder halbe Premiere und Markus Köhle hat wieder sein Einleitungsreferat gehalten bevor Siljarosa Schletterer aus Tirol und 1991 geboren bedauerte, daß sie den großen Poeta nicht persönlich kennenlernen konnte.
Dann kam Sabine Gruber auch aus Südtirol und Sekretärin in der GAV als Gerhard Kofler dort Generalsekretär war und hat aus den Notizbüchern gelesen oder sie kommentiert und der 1990 in Südtirol aufgewachsene Matthias Vieida präsentierte das “Radio Kofler”, was sehr lustig war und am Schluß gab Markus Köhle noch einige Anekdoten über Gerhard Kofler von sich, denn er er sucht immer solche über die Autoren, die er vorstellt und der nächste wird der Kärntner Werner Kofler sein und da hätte ich schon etwas anzubieten. Bin ich ja einmal, als es den Südbahnhof noch gab, zum “Tag der Freiheit der Wortes” nach Klagenfurt gefahren und dort Werner Koflers Koffer im Abteil gehabt, der ihn in Wien abstellte und dann offenbar sofort im Speisewagen verschwunden ist.