Kein Weihnachtsmarkt am Karlsplatz aber Punsch und Kekse bei der Lese.Auslese

Eigentlich wollten wir ja heute mit der kleinen Lia auf den Christkindlmarkt am Karlsplatz und sie dort in ein Ringelspiel setzen. Sie ist aber krank geworden, so hat die Anna abgesagt und am Abend ging es wieder zur “Lese.Auslese” in die “Gesellschaft” zum traditionellen Saisonabschluß, wie Manfred Müller erklärte und erzählte, daß es die “Lese.Auslese”, wo immer die besten Bücher der Saison vergestellt werden, schon seit 2009 gibt. Bei einigen war ich , ich glaube bei der im Sommer 2010 das erste Mal, bei Corona habe ich gestreamt und mir den Punsch oder die Bowle nur vorgestellt und diesen Sommer, war ich, glaube ich, bei Lias Kindergartenfest in Harland und habe auch gestreamt.

Neun Bücher wurden von Katja Gasser und Cornelius Hell vorgestellt und die Bücherauswahl war sehr interessant, obwohl ich keines davon gelesen habe.

Begonnen hat es mit Klaus Amanns Christine Lavant-Buch, denn die feierte ja heuer, wie Manfred Müller sagte, ihren fünzigsten Todestag. Sie selbst wahrscheinlich nicht, aber die Nachfahren bzw. der Literaturbetrieb und dann ging es mit Gabriele Kögls “Brief vom Vater”, die ich später im Foyer gesehen habe, weiter. Auch ein Buch von unten, wie Katja Gasser euphorisch bemerkte.

Marica Bodrozic, die aus Dalmatien stammt, hat einen Essay über die “Mystische Fauna”, also das Verhältnis zwischen Mensch und Tier beschrieben, was, wie Ktj Gasser feststelle, wahrscheinlich wegen der Klimakrise derzeit sehr modern ist.

Drago Jancars “Als die Welt entstand”, habe ich mir ja auf der “Buch-Wien” vom Geburtstagsgutschein der Anna gekauft und muß es noch lesen und Julian Schutting, der ja als Jutta 1937 in Amstetten geboren wurde und ein begeisterte Fußgänger ist, hat “Auf vertrauten Umwegen”, datierte Blätter herausgebracht und dann blieb es bei Jan Wagner mit seinen “Steinen und Erden” lyrisch, beziehungsweise war das auch so bei der “Poesie” von Xaver Bayer, dem öst Buchpreisträger von 2020, von dem Katja Gasser in voller Begeisterung schwärmte und ihn sich als künftigen Buchpreisträger vorstellte.

Mal sehen, ob es soweit kommt und Laura Freudenthaler mit ihrem gattungslosen “Arson”, auch ein Umweltschutzbuch, wäre, wie Manfred Müller meinte, auch eine Anwärterin für diesen Preis und das beste Buch des Jahres und jetzt habe ich Sofia Andruchowytsch, die Tochter des Juri mit ihren “Geschichte von Uljana”, dem zweiten Teil einer Trilogie, wo man die heutige Ukraine gut verstehen kann, wie Manfred Müllerr meinte, vergessen.

Das war es dann und auf zu den Keksen und den Punsch, der von Manfred Müller schon wortreich angekündigt wurde und da war es im Foyer sehr voll. Annemarie Türk war da, Henrike Blum, Bruno Pisek, Gabriele Kögl, wie schon erwähnt, die sich selbst versäumte, Ljuba Arnautowic, Rhea Krcmarova die ich auch noch lesen muß und ich bin nach einem Becher Punsch und drei Keksen diesmal schnell gegangen, weil ich wegen meiner mangelnden Kondition diese Woche mit einer Zucker- und Alkohldiät begonnen habe, um wieder in Schwung und Form zu kommen.

Und jetzt der Einstieg in meinen Adventkalender, wo man bis zum Zwölften alle Fenster aus dem Jahr 2015 finden kann, der Dreizehnte kommt dann wahrscheinlich in den nächsten Jahren und das nächste offene Fenster wird, glaube ich, morgen sein.

Ivan Ivanjis alter Jude

Der 1929 in Ex-Jugoslawien geborene Ivan Ivanji von dem ich den “Aschenmensch von Buchenwald”,”Barbarossas Jude” und den “Ungarischen Herbst” in meinen Regalen und den “Schlussstrich” gelesen habe, hat ein neues Buch geschrieben:

“Der alte Jude und das Meer”, zu dem ihn offenbar sein Sohn veranlaßt hat sich mit Hemingways “Alten Mann” zu beschäftigten, das er dann gelesen hat und dann ist eine Art Krimi daraus entstanden, wo ein unspektulärer Gymnasiallehrer, wie in der Beschreibung steht, der in Belgrad mit Frau und Sohn lebt, eine Leidenschaft hat nämlich im Meer zu schwimmen. Da lernt er einen Greg kennen, der ihm die Leitung einer wissenschaftlichen Akademie in Monte Negro anbietet, so zieht er hin. Greg gehört aber der Mafia an und des Lehrers Sohn will in Rom Drogen verscherbeln, so ist derLehrer in doppelter Mafiagewalt und am Schluß schwimmt er im Meer und wird von einem Hai getötet.

Drei Stellen hat der Autor gelesen. Ich bin wegen einer sechs Uhr Stunde ein wenig zu spät gekommen, da hat der alte Dichter gerade das von von Hemingway erzählt. Seine Enkeltochter war, glaube ich, da, Wladimir Fried in der ersten Reihe mit seiner Kamera und dahinter Alexander Potyka und Dorothea Löcker, den Invanjis Bücher scheinen im “Picus-Verlag” und nachher gab es eine interessante Diskussion beziehungsweise einen Rundumschlag, den der alte Herr austeilte. Da ging er nach Weimar, weil er ja Ehrenbürger vondort ist und sein letztes oder vorletztes Buch “Corona in Buchenwald” auch dort spielt, aber an dem alten Goethe ließ er kein gutes Haar.

“Das war ein Machtmensch!”, hat er glaube ich gesagt “Und eine Kindsmörderin hinrichten lassen, statt zu begnadigen!” und dann ging es zu der Frage, ob der Vierundneunzigjährige der mit fünfzehn Jahren in einige KZs gekommen ist.

Der älteste Vorleser in der “Gesellschaft” ist er nicht, der längste wahrscheinlich schon, ist er ja als sich die “Gesellschaft” gerade gebildet hat, schon dort aufgetreten. Der Älteste war Boris Pahor der mit hundertvier Jahren dort gelesen und mit 2022 gestorben ist und vor zwei Wochen ist die hundertjährige Ilse Helbich dort aufgetreten.

Ivan Invanji stammt aus einer jüdisches Familie, die drei Sprachen, deutsch, serbokroatisch, ungarisch gesprochen hat. Deshalb hat er auch zwei Staatsbürgerschaften, die österreichische und die serbische. Die Ungarische könnte er auch haben, weil er ungarische Vorfahren hat und diese Sprache spricht. Er war der Dolmetscher Titos und Übersetzer aus dem Deutschen ins Serbische und wieder zurück.

Es wurde auch gefragt, wie gut er den Nobelpreisträger Ivo Andric ,kannte, sehr gut denn der war Präsident des jugoslawischen Schriftstellerverbandes und Ivanji,der Sekretär des Sekrtärs.

Nach seinen jugoslawischen Vorbildern wurde er auch gefragt, wo er Branco Copic mit seiner “Ketzergeschichte” erwähnte. Sein Vorbild war aber Thomas Mann, so daß er den “Tod in Venedig” dreimal gelesen hat.

Der ehemalige Burgtheaterdirektor Achim Benning war da und hat den alten Mann sehr gelobt, der nur bedauerte, daß er nicht mehr gut gehen und daher auch nicht mehr so gut schwimmen, wie sein Protagonist Aaron Kukanic kann, der aber viele Selbstmordphantasien hatte und beim Schwimmen mit den Delphinen sprach..

Neue tschechische Reihe in der “Gesellschaft”

Heute war ja die “Initiative Urheberkonferenz”, eine Veranstaltung zu der mich Gerhard Ruiss, glaube ich, eingeladen hat, eine Tagesveranstaltung und da war dann die Frage, was mache ich am Abend?

In der “AS” gibts ja am Mittwoch ein Musikprogramm, das Literaturhaus lag nicht am Weg, aber da hatte mich schon Stefan Reiser zu den “Minuten-Lesungen” der GAV ins Cafe Prückl eingeladen und während ich den Luca Kieser gelesen habe, bin ich daraufgekommen, daß es die “Kolik-Lounge” im Schauspielhaus noch gibt und er da gemeinsam mit Laura Freudenthaler und Xaver Bayer sein Buch vorstellt.

Also habe ich gedacht, gehe ich dorthin, obwohl ich mit dem Kieser-Buch schon fertig bin. Aber die Veranstaltung begann erst um acht und war auch ein bißchen zu gehen, die Konferenz war anstrengend und ich bin leider seit Corona oder altersbedingtnicht mehr so gut bei Fuß.

Da ist mir noch die “Gesellschaft” eingefallen und da habe ich eigentlich gedacht, daß dort Reinhard Kaiser-Mühlecker auftritt. Die Konferenz war dann um halb sechs aus. Es gab noch ein Glas Wein, das hätte es im Schauspielhaus auch gegeben. Aber ich habe gedacht, schau ich in die Herrengasse, das ist ja nur ein Katzensprung von der Löwelstraße, wo die Konferenz stattfand, entfernt und schaue, was es gibt.

Es gab auch etwas, zwar nicht den Reinhard Kaiser-Mühlecker, der ist schon am Montag im Cafe Central aufgetreten. Aber das tschechische Zentrum hat mit Manfred Müller beziehungsweise Michael Stavaric zu einer neuen Reihe eingeladen, wo immer ein eher unbekannter Tscheche vorgestellt werden soll. Nicht nur Radka Denemarkova oder Jaroslav Rudis-” sagte Michael Stavaric,”- sondern jemanden den Sie noch nie gehört haben!”

Da bin zwar durch Stephan Teichgräbers “Centrope” etwas verwönt. Aber der 1989 geborene Ondrej Maci, der als Sozialarbeter tätig ist und schon vier Bücher herausgebracht hat, von denen nur eines, die “Liebe Babicka” auf Deutsch erschienen ist, war mir, glaube ich, tatsächlich unbekannt.

Er trat mit seiner Übersetzerin Julia Miesenböck auf und die Veranstaltung begann damit, daß Michael Stavaric Ondrej Maci eher ungewöhnliche Fragen stellte. Beispielsweise, ob er zu Weihnachten Karpfen ißt und gerne Pilze sammelt geht?

Es begann auch mit der Kondensmilch im Tuben, die sowohl Ondrej Maci, als auch Michael Stavaric in Tschechien gern gegessen hat. Dann kam die Performance, nämlich zuerst das Lied von der “Babicka”. Dann hat sich der junge Mann eine Schürze übergezogen, sich die Lippen geschminkt und immer abwechselnd mit seiner Übersetzerin ein paar Passagen aus dem eher dünnen Buch gelesen.

Eine etwas konventinelle Performance würde ich meinen. Ondrej Maci hat dann noch den Staub in der Gesellschaft abgewischt und dabei, glaube ich, Manfred Müller und Ursula Ebel in Verlegenheit gebracht und ist am Schluß hinter dem Vorhand verschwunden. Ich habe mich vorher sehr angeregt mit Corinna Antelmann, die im Publkum war, unterhalten und wieder einen interessanten Autor kennengelernt.

Ilse Helbich zum hundersten Geburtstag

Die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich ist, glaube ich, spät als Schriftstellerin herausgekommen. 2009 beim “Droschl-Verlag” und da hat sie jetzt inzwischen zehn Bücher herausgebracht und heute ihr letzter Band drei Erzählungen “Wie das Leben so spielt”.

Ich war schon einmal, glaube ich, bei einer Ilse Helbich Veranstaltung in der “Gesellschaft”, wo es so voll war, daß ich nur im Vorraum gesessen bin, habe deshalb, weil wieder eine sechs Uhr Stunde, wo die Klientin aber schon früher kam, den Alfred vorgeschickt, damit er mir einen Platz reservieren konnte. Aber die Sitze im Leseraum waren wohl alle reserviert, so daß ich wieder hinten gesessen bin, aber ganz gut gesehen habe.

Franz Schuh hielt die Einleitung und ich wundere mich ein bißchen weil die Texte ja eher konventionell angesiedelt sind und mir Anette Knoch, als ich einmal bei dem Poetry Slam im Cafe Stein lesen wollte, daß meine Texte zu konventionell sind. Nun ja, nun ja, vielleicht muß ich auch erst hundert werden, dann klappt es vielleicht mit der “Einladung zum Tee”, die ja dem Gerhard K., dem späteren Psychologieprofessor und der Monika J , der ewigen Psychologiestudentin nicht gefallen haben.

Nach der Einleitung hat die Schauspielerin Dörte Lyssewski, die Geschichte “Einfach so” gelesen, wo sich eine Frau und ein Mann zusammenfinden, der Mann das Haus renoviert und einem Kind Trompete spielen beibringt, dann kommt die Tochter und sagt, der Mann saß zwei Jahre im Gefängnis, aber alles geht gut aus.

Nachher gab es Wein und Brötchen vom “Schwarzen Kameel”, wo ich die guten mit dem Schinken und den Kren oder Zwiebel, gegessen habe.

Eine lange Autogrammschlange, der Alfred hat das Büchlein auch gekauft und signieren lassen, jetzt muß ich nur noch die zwei anderen Geschichten lesen.

Fühlen und denken der Christa Nebenführ

In Ö1 gibt es offenbar eine neue Reihe, die von Edith Ulla Gasser gestaltet wird “Buch und Bühne” heißt e,r glaube ich ,und da werden schreibende Schauspieler oder wie so schön angekündet war “Doppelbegabungen” vorgestellt.

Da gibt ja zum Beispiel die Erika Pluhar, aber wahrscheinlich auch einige andere, die nach ihrer Pensionierung ihr Leben aufzuschreiben beginnen und die 1960 geborene Christa Nebenführ, die ich, glaube ich, in den Achtzigerjahren in dem Lesecafe der ÖH in der Berggasse, kennengelernt habe, als ich dort gelesen habe, war bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr Schauspielerin und hat an einigen deutschen Bühnen gespielt.

Jetzt macht sie Literaturfeatures in Ö1und bei “Milena” 2006 die “Blutsbrüderinnen” herausgegeben. Sie ist in der GAV und hat lange die Sommerlesereihe des “Podiums” kuratiert. Da hat sie einmal in den GAV-Nachrichten zum Texte einreichen aufgerufen und dann mir als ich das machte, lautstark erklärt, daß sie mich für eine schlechte Schreiberin hät. Ja sie kann ihre schauspielerische Ader und ihre extrovertierte Theatralik nicht vergerben und lacht mir auch zu laut.

“So hat es, glaube ich, auch in ihren Essay, den sie für Ö1 geschrieben hat “Fühlen und Denken oder: Die Illusion von Wahrheit” “Erst bin ich laut”, geheissen oder hat sie das in der Diskussion mit der Edith Ulla Gasser, dieauch einmal einen Text von mir genommen hat, geäußert.

Nach den Blutsbrüderinnen” ist dann zuletzt “Den König spielen die anderen” bei “Klever” erschienen, wo es um die Auseinandersetzung mit ihren Vater geht, mit dem sie, glaube ich, noch immer große Probleme hat.

Dafür hat sie, glaube ich, auch ein Stipendium der Stadt Wien bekommen. Ich war im Sommer bei einer Lesung im Weinhaus Sittl” und in der Buch Wien” habe ich heute erblättert, wird sie auch lesen. Interessant, interessant, da könnte man neidig werden. Die Ruth, die auch bei der Veranstaltung war, hat gesagt, sie ist es nicht und der Veranstalung wurde die Doppelbegabung Christa Nebenführ vorgestellt, bzw. wollte Edith Ulla Gasser von ihr wissen, ob sie das Aufgeben ihres Berufes bereut hat und Christa Nebenführ antwortete, glaube ich, daß sie darüber stehe und sie hat nach dem Essay auch aus ihrem “Vaterbuch” gelesen und einiges daraus erzählt.

dann ging es um die “Möse”, das ist eine Anthologie, die sie herausgegeben hat. Eine Seite aus den “Blutsbrüderinnen” wo es um das Theater geht, wurde auch gelesen und dann kamen noch zwei Gedichte.

Ein interessanter Parcour durch das literarische schaffen der Doppelbegabung. Ich habe wieder viel gelernt und außer der Ruth auch noch Christl Greller und Monika Vasik im Publikum gesehen.

Die Welten des Peter Henisch

Peter Henisch ist im August achtzig geworden und aus diesem Grund gibt es jetzt ein großes Symposium in der “Alten Schmiede” und der “Gesellschatt für Literatur” und ich bin, meine Leser wissen es vielleicht, eine Fanin von ihm und sehe auch Ähnlichkeiten zwischen meinen und seinem Schreiben. denn beide sind wir ja realistiasch und auch politisch, wie auch beim neuen Roman wieder zu sehen ist. In meinen Studententagen habe ich, glaube ich, beim alten Residenz-Verlagen erschienen Romane gekauft. Ob ich die “Kleine Figur meines Vaters” gelesen habe, weiß ich ich jetzt gar nicht.An “Steins Paranoia ” und der “Mai ist vorbei”, kann ich mich erinnern.

In der “Alten Schmiede” hat es wahrscheinlich zum Siebziger auch schon ein Symposium gegen. Das Novak-Buch habe ich gelesen “Mortimer & Miss Molly” nicht, aber da war ich bei der Präsentation in der “Alten Schmiede”.

Mit “Suchbild mit Katze” ist er auf der Shortlist des Öst gestanden, den Preis hat ihm dann, wenn man so sagen kann, die Grande Dame der Literatur weggeschnappt, bei den O-Tönen , war er auch einmal, da hat er, glaube ich, gesungen. Denn er ist auch Musiker und den “Jahrhundertroman” woraus ich bei meinen “Rauris-Corona-Streaming” hörte, habe ich mir zum Geburtstag schenken lassen. Zum Lesen bin ich aber nicht gekommen und jetzt der neue Roman “Nichts als Hmmel”, aber schön der Reihe nach:

Um Sechs hat die Auftaktveranstaltung in der “Alten Schmiede” angefangen und als ich zwanzig Minuten davor die Stiegen hinunter gegangen bin, sind mir schon Leute entgegengekommen.

“Uje!”, habe ich gedacht, denn ich wollte eigentlich nicht im Schmiedesaal den Livestream sehen. Aber unten alles voll oder reserviert. Da bin ich dann eine Weile herumgestanden, habe mit einem Stammbesucher, der einen Platz hatte, geplaudert und auch ein bißchen vor mich hingeschimpft. Bendedikt Pühretmayr zeigte mir dann einen freien Platz ganz in der Ecke. Auf einen solchen bin ich, glaube ich, auch gesessen als ich Dzevad Karahasan zum letzten Mal in meinen Leben gesehen habe. Vor mir war noch ein Platz frei, den hat dann erst spät eine Dame eingenommen, die auch “Da ist es ja im Burgtheater einfacher!”, vor sich hinschimpfte. Aber eigentlich schön, daß sich so viele Leute für den Doyen der österreichischen Gegenwartsliteratur interessieren, und Walter Famler der ja, glaube ich, der Generalsekretärin des Kunstvereins ist, zum dem die”Schmiede” gehört, hat wieder eröffnet.

Kurt Neumann, war wenn ich mich nicht irre, im Publikum, Gerhard Jaschke, Manfred Müller,denn morgen gehts ja in der “Gesellschaft” weiter und Jessica Beer denn der neue Roman ist im neuen “Residenz-Verlag” erschienen. Nach Walter Famler kam Johanna Öttl, die jetzt wieder aus ihrer Karenz zurück ist und sollte etwas zu dem Symposium erzählen. Sie erzählte dann auch etwas aus Peter Henisch Leben und das tat noch viel ausführlicher Karl Markus Gauß und zählte vier Themen in Peter Henischs Leben auf. Da sind die Flüsse zum Beispiel und da gibt es den Missisippi, auf dem er ja sowohl Karl May als auch Franz Kafka reisen läßt, denn er ist ein Karl May Fan und ein Musiker, der sich für den Bues interessiert und da hätte ich jetzt fast Walter Famlers Zehharmonika-Einleitung vergessen. “Morrissons Versteck” habe ich gelesen und die die Donau spielt in seinen Bücher auch eine Rolle.

In welchen weiß ich jetzt nicht, vielleicht in der “Sehr kleinen Frau”, die seine Großmutter schildert und der kleine Peter hat wohl auch dort gespielt.

“Die schwangere Mutter” spielt offenbar schon in der Toskana wo ja Peter Henisch seit Jahren ein paar Monate verbringt und “Mortimer & Miss Molly” auch. Jetzt reist Paul Spielmann, ich glaube auch ein bekannter Henisch Protagonist. Deshalb hat Karl Markus Gauss auch die Treue und dann noch die Leichte als Themen erwähnt, auch in den kleinen Ort San Vito, um der Pandemie und seinen Lebenskrisen zu entfliehen, steht im Programm und dann wird er gleich von den Flüchtlingsströmen, die jetzt ja Lampedusa lahmlegen, umkreist. Das heißt, zuerst wird sein Auto gestohlen oder verschwindet und dann kommt der schwarze Abdallah, der ihm gleich mit einer Pistole bedroht und von ihm was zu Essen und zu Trinken fordert.

Diese Stellen hat Peter Henisch gelesen. Dann gabs noch ein Gespräch mit Johanna Öttl, die sehr literaturwissenschaftliche Fragen stellte, die von Peter Henisch humorvoll beantwortet oder abgewehrt wurden, der auch auf das Symposium hinwies und launig “Kommen Sie hin, ich bin auch dort!”, aufforderte und am Freitag in der “Gesellschaft” weitergegangen, wo die verschiedensten Literaturwissenschafter verschiedenste Aspekte aus Peter Henisch Werk erleuchtet haben. Da ist es um seine sehr geselllschaftskritische Kolumnen gegangen. Dann ging es für mich neu und erstaunlich und neu um seine Lyrik, die ich gar nicht gekannt habe.

Für mich ist er ein gesellschaftkritischer Romancier. Es gibt aber einige Gedichtbände, die auch, wie bei Henisch üblich, mehrfach überarbeitet wurden und Peter Hnisch , der hinter mir gesessen ist, sagte, daß er als allererstes Lyriker sei, aber mit Romanen besser verdient und seine Gedichte auch den jeweiligen Werken folgen, was bei mir, die ich ja eigentlich gar keine Lyrik schreibe, auch so ist.

Dann ging es um, die Orte und da war Italien natürlich das erste Thema. Die Romane, die dort spielen sind “Die schwangere Madonna”, “Mortimer & Miss Molly” und der neue Roman.

Amerika spielt im “Schwarzen Peter” und auch in anderen Werken eine Rolle. Auch in in “Vom Wunsch Indianer zu werden”.

Das hat aber die Referentin Barbara Berendt-Metzner vergessen, wie Peter Henisch montierte, weil das sein Lieblingsroman ist.

Dann bin ich gegangen, um einige Stunden zu machen und dann hat Batya Horn, die mir ja einige Rezensionsexemplare geben wollte, zu einer Gedenkveanstaltung bezüglich Reinald Deppe eingeladen, den ich ja öfter bei einigen Veranstaltungeen spielen hörte, der in ihrer Galerie auch eine Ausstellung hatte.

Am Freitag hat dann zuerst der “Ritter-Lektor” Paul Pechmann erklärt, warum Peter Henisch zur Beatgeneration gehört und dann ging es wieder zu den Romanen.

Da gab es ja einen über E.T.A.Hoffmann von dem ich ja auch eine Fanin bin. Dann ging es zu dem “Jahrhundertroman”, den ich noch lesen muß und da geht es um einen Buchhändler, der einen solchen schreiben will, aber die Studentin der ihn abtippen soll, bringt das Manuskript durcheinander.

Nach der Mittagspause, die ich mit dem Alfred in einem griechischen Restaurant neben dem Cafe Museum verbrachte, gab es drei Referate über die “Kleine Figur”, den wohl berühmtesten Henisch-Roman. Dann ist pötzlich die Ruth aufgetaucht, die sich in Luxemburg den Arm gebrochen hat und dann kam wahrscheinlich das Highlight des Symposium nämlich ein Blues Konzert mit Peter Henisch, da bin ich aber weggegangen, weil ich mit dem Alfred zum Auftakt des Auden-Festival ins Schloß Totzenbach gefahren bin

Literarisches aus Belarus

Kontrast zu gestern Abend,” als ich heute um viertel acht, ich hatte wieder eine sechs Uhr Stunde, die Gesellschaft für Literatur” betrat, war die Tür verschlossen und im ersten Stock sehr laut, da fand offenbar eine Party statt und in der “Gesellschaft” vielleicht zehn Leute.

Ines Scholz eröffnete gerade und stellte die Damen am Podium vor und da war Annemarie Türk von “Traduki”, Aylin Rieger von der “S. Fischer Stiftung” und die Schauspielerin Cornelia Köndgen. Annemarie Türk, die sich inzwischen, glaube ich, auch schon in Pension befindet, erzählte daß man von der Belarusischen Literatur oder der Situation dort, nur wenig weiß und ich dachte, ha? ist Sasha Filipenko, von dem ich ja vier Bücher gelesen habe nicht auch von dort?

Natürlich ja, aber bei der “S. Fischer Stiftung” geht es um etwas anderes und an diesem Abend um belarusische Frauen und da gibt es dort einen “Pflaumbaum-Verlag”, der von der Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, glaube ich, gestiftet wurde, um die dortigen Autorinnen zu fördern, genannt nach einer Jahuinjenija Pflaumenbaum, die in den neunzehnhundertzwanziger bis dreißiger Jahren literarische aktiv war und dann nach ihrer Heirat mit einem belarustischen Dichter literarisch verstummte.

Dieser Verlag hat nun eine Anthologie herausgegeben “Anthologie der Dichterinnen”, die diese “S. Fischer Stiftung” nun, glaube ich, in Europa bekanntmachen will.

Dann hat Cornelia Köndgen einige Gedichte aus dieser Anthologie gelesen und ich dachte, uje die Namen, da habe ich sicher Schwierigkeiten, sie richtig zu schreiben.

Das Original wahrscheinlich in russischer Sprache war auch zu sehen, sechzig Dichterinnen sind darin, glaube ich, enthalten und eine davon ist die 1969 in Smarhon geborene Tania Sarkynkina, deren Gedicht “Frühstück aus nichts” der Veranstaltung den Namen gab und sie schreibt ähnlich, wie Maja Haderlap ihre Gedichte auf russisch, Haderlap schreibt die auf Slowenisch und die Prosa zum Beispiel “Engel des Vergessens” oder das neue Buch auf Deutsch und Tani Skarkynkina ihre Prosa auf Smarhonisch”, eine Mischung aus Polnisch und Russisch, glaube ich, und da wurden Auszüge aus der Erzählung “Nach dem Klassentreffen” gelesen und das ist ein sehr politischer Text, der in die Vergangenheit zurückgeht. Da hat Annemarie Türk nachgehackt und wissen wollen, ob da die Schriftsteller schneller als die Historiker sind?, was die Autorin, die von Margarita Höckner gedolmetscht wurde, glaube ich,etwas überforderte.

Dann kamen auch die sieben Gedichte, die in der Anthologie enthalten sind und vorher wurden noch einige andere belarusische Autorinnen vorgestellt, deren Bücher auch auf Deutsch erschienen sind, da gibt es ja Volja Hapejeva, die ich, glaube ich, schon in der “Alten Schmiede” oder in pandemischen Zeiten über den Livestream hörte und Eva Vieznaviec Roman “Was suchst du Wolf?”, ist bei “Zsolnay” erschienen. Eine andere in Wien lebende Autorin war auch da und nacher gab es wieder Wein. Vielleicht den der gestern über geblieben ist, würde ich vorlaut unken und ich habe mich nett mit den jungen Damen der “Gesellschaft” unterhalten, ihnen von meinen Buchpreis-Leseeindrücken erzählt und Annemarie Türk dann um das Leseprobenheftchen angeschnorrt, das des beim “23 poesiefestival berlin” gegeben hat, woraus die deutschen Übersetzhungen gelesen wurde, damit ich die Namen richtig schreiben kann, aber um die habe ich mich jetzt gedrückt.

Zu Thomas Bernhards Wien

“Retrogranden aufgefrischt” hieß es in der “Gesellschaft für Literatur” weiter und während ich gestern in der “Alten Schmiede” August Bisinger zehn vor sieben erstaunt fragte, wieso da so wenig Leute wären, war es diesmal in der “Gesellschaft” nach viertel acht ganz voll.

Auch im zweiten Raum Sessel aufgestellt, aber als ich mich nach vorne drängte, bekam ich noch einen Platz in der ersten Reihe und vor mir saßen der Bernhard Schauspieler Martin Schwab 1937 geboren und die Literaturwissenschaftler Martin Huber und Wolfgang Straub und zeigten auf einer Karte die Wiener Orte in denen der 1939 geborene und 1989 verstorbene Thomas Bernhard präsent gewesen war..

Viele Orte gibt es nicht mehr, erklärte Martin Huber und sagte dann, daß Thomas Bernhard in zweiundzwanzig Wiener Bezirken präsent gewesen wäre.

“In welchen nicht?,” wollte er dann vom Puplikum wissen und höe und staune, es war der zehnte Hhiab, während der soziale aufsteigen Wollende bevorzugt im ersten Bezirk verkehrte.

Und dann ging es gleich an einen literarischen Ort, wo der alte Meister präsent gewesen ist, nämlich die “Gesellschaft für Literatur”, die damals noch im Palais Palfy befunden hat und literarische Jausen für die Literaten veranstaltet hat. Das war in den Sechzigerjahren, bis 1968 ist er glaube ich dort aufgetreten, dann gab es ja diesen Eklat mit der Preisverleihung, wo er den Unterrichtsminister mit den Worten, daß “anesichts des Todes alles lächerlei sei” erbost vertrieb.

Es gab dann einen Lesungsausschnitt bzw. eine Diskussion mit Wolfgang Kraus, dem damaligen “Gesellschafts-Leiter”, wo die junge Frau Schmidt-Dengler, die damals vielleicht noch nicht so geheißen hat, zu sehen war, die auch, wahrscheinlich mit ihrem Enkelsohn zu sehen war und dann gab es Lesungspassagen mit den Burgschauspieler.

Aus den “Billigessern”, denn höre und staune, der gut Bernhard, der ja eigentlich nur mit den Granden verkehrte, hat öfter in der WÖk diesen sozialen Speiselokal, wo man um sieben Schilling fünfzig gut essen konnte, das es auch nicht mehr gibt, verkehrt und vorher war er im Krapfenwaldlbad und noch früher hat er seinen “Frost” geschrieben. Im heißen Sommer 1962, wo es noch keine Klimakrise gegeben hat und ich wahrscheinlich meinen Sommer in einem Ferienlager der Wiener Kinderfreunde verbrachte.

Und die “Untergeher gibt es auch. Da rennt ein Aristrokrat in alten Kleidern durch ganz Wien, weil er die bessere Gesellschaft hasst und Thomas Bernhard, der von Salzburg nach Wien gekommen ist, hasste es auch und liebte es dann wieder, wie in “Holzfällen” wo es ja um das literarische Abendessen bei der Jeannie Billroth gehtbeschrieben wird.

Alexandra Millner, die glaube, ich eine Disser- oder Habilitation darüber geschrieben hat, war im Publikum und als ich sie nachher beim Wein fragte, ob das nicht ein “Unsiympather” war?, schluckte sie und sagte was von “ironisch”.

Also ein ironischer Unsympathler und immer noch ist das literarische Wien von diesem Oberschimpfer, der sich eigentlich sehr ungut gegen Jeannie Ebner verhalten hat, begeistert. Schade eigentlich, aber ein interessanter Abend und ich habe gleich die Gelegenheit genützt, Manfred Müller nach Thomas Olahs “Doppler” ,das ich gerade lese zu fragen, der sich ja offenbar auch ein bißchen in Thomas Bernhard Spuren begeben hat.

Er hat es noch nicht gelesen. Das Buch wurde aber, glaube ich, in der “Gesellschaft”, bzw. im Cafe Central vorgestellt und ich habe ,wer es wissen will, das präsentierte Buch nicht gekauft.

Natürlich nicht, warten ja noch etwa dreißig Buchpreisbücher auf mich und da habe ich ja wirklich genug zu tun und interessant vielleicht, daß ich während ich meinen Wein getrunken habe, offenbar neben einen jungen Literaturwissenschafter gestanden bin, der von dem großen Thomas Bernhard begeistert seiner Begleiterin erzählte.

Anna-Elisabeth Mayers neues Buch

Die “Gesellschaft für Literatur” hat ein neues Programmdesign und das, größer und in Buchform, ist heute zu mir gekommen und da habe ich gesehen, daß es da schon eine Veranstaltung gibt.

Die 1977 in Salzburg geborene Anna-Elisabeth Mayer, die den “Alpha–” und den “Priessnitz-Preis” gewonnen hat, hat da ihr viertes dicht an der Wirklichkeit angelehntes Buch, wie Ursula Ebel sagte, das sich in Corona-Zeiten mit der Digitalisierung auseinandersetzt, vorgestellt und eigentlich hätte die Veranstaltung im Rahmen des “17 Wiener Seminar für Mitarbeiterinnen der Österreich Bibliotheken im Ausland” stattfinden sollen, wie das, glaube ich, auch früher schon der Fall war, dieses wurde aber abgesagt, so war es eine Saisoneröffnungsveranstaltungen. Es waren aber einige Bibliothekarinnen aus Polen und aus Rumänien da und mir ist dieVeranstaltung eher unerwartet gekommen, hatte ich doch schon gebloggt, dann noch eine sechs Uhr Stunde und wollte am Abend eigentlich lesen.

Also habe ich mir zugeredet “Du mußt nicht hingehen und vielleicht wirst du auch erst später fertig!”

Dann ist die Klientin aber nicht gekommen und ich war erstaunt, wie wenig Leute im Publikum waren.

Ursula Ebel hat moderiert und die Autorin vorgestellt, deren Buch an mir, die ich mich in den letzten Tagen ja sehr intensiv mit der deutschen und der österreichischen Liste beschäftigt habe und die österreichischen Bücherauch schon fast alle über die Netgalley bezogen habe, vollkommen vorbeigegangen ist.

Dabei ist das Thema ja sehr sehr interessant, beschäftige ich mich doch seit drei Jahren mit dem Thema Corona und beobachte voll Neugier, wie sehr das in der Literatur wiederzufinden ist und da hat Ursula Ebel die Pandemie öfter in ihrer Einleitung erwähnt, die Autorin eigentlich weniger und es geht gar nicht darum, obwohl die Zeit vorkommt, wie sie mir später erklärte, sondern darum, daß in einer Wiener Volksschule eine digitale Lernplattform eingeführt werden soll und eine Lehrerin wehrt sich dagegen, weil sie die totale Überwachung der Kinder darin befürchtet. Das und, wie das ausschaut wird gar nicht so sehr erläutert. Es gibt aber zwei Handlungsstränge und hier wird der Protagonist vom Antogonisten sehr klar unterschieden. Da gibt es also diese Martha mit ihren zwei Freundinnen und die befindet sich gerade auf einer Art Kur, als sie von ihrer Direktorin, die Information von der Einführung bekommt. Sie empört sich dagegen und schreibt an das Bildungsministerium, bekommt aber keine klare Antwrt und dort gibt es einen Anatol und ein Startup, die diese Plattform gibt es auch.

Anna-Elisabeth Mayer hat drei Szenen immer wieder vom Gespräch unterbrochen, gelesen und dann gab es noch ein Glas Wein und da hat sich der Vater ,der Autorin, der mir ja einmal ihr erstes Buch geschickt hat, weil sie mich ja damals vom “Alpha “hinausgeschmissen haben, an mich erinnert und die Autorin habe ich auch gefragt, wie weit Corona

in dem Buch eine Rolle spielt.

Also interessant, interessant und jetzt kann ich mir überlegen, ob ich das Buch anfrage, was in Bezug auf die Buchpreisbücher, die noch auf mich warten, vielleicht keine so gute Idee ist.

Wieder Lese.Auslese ohne Bowle

Und diesmal ist höre und staune nicht Corona und die diesbezügliche Maskenpflicht und 2G Verordnung schuld daran, sondern das Kindergartensommerfest in Harland und da wollte die kleine Lia Oma und Opa dabei haben, also sind wir nach meiner elf Uhr Stunde und einem Mittgessen im Schani Garten des “Haas Beisl”, wo es sehr heiß war, nach Harland gefahren.

Dort habe ich zuerst meine Füße in den Pool von Annas Garten, jetzt darf man das noch, obwohl ich während der Fahrt in Ö1 mehrmals die Forderung hörte, daß man private Pools doch endlich verbieten soll, gesteckt und bin dann mit der La, ihren Puppenwagen und dem Alfred in den Kindergarten gegangen, wo die Erzieherin die Kleine schon erwartete und dann in ein Schmetterlingskostüm steckte.

“Die kleinen Schauspieler haben sich sehr viel Mühe gegeben, seien Sie also leise und gehen Sie mit den kleineren Kinder hinaus!”, sagte sie später und die kleine Lia fing am Schluß der Performance zu weinen an, weil sich ein Kind auf ihren Platz setzte.

Dann ging es in den Garten zu Saft, Kuchen, Aufstriche, Salate, etcetera, all das, was die Eltern mitbrachten, die Anna hat glaube ich Erdbeeren und <melorenstückchen mitgebracht. Nach sechs räumten die Eltern und die Pädagogen ab und ich bin noch schnell zur Radlerschenke geradelt, weil ich nicht ganz sicher war, ob ich noch in die “Gesellschaft” streamen kann und die Lese.Auslese ist ja eine Veranstaltung, wo Katja Gasser und Cornelius Hell zweimal im Jahr ihre Lieblingsneuerscheinungen vorstellen, die ich mir in den letzten Jahren immer gerne gebe. Wahrscheinlich ist es der Punsch und die Bowle die mich dazu verlocken, denn die Bücher kann ich ja ohne Anleitung lesen.

Die Bowle und den Punsch aber auch selber machen und diesmal war es der Kaiserspritzer in der Schenke und dann bin ich im Stream gerade zu recht gekommen als Robert Prossers “Verschwinden in Lawinen” voergestellt wurde und der 1983 in Alpach geborene von dem ich schon einige Bücher gelesen habe, hätte nächste Wpche in Klagenfurt lesen sollen, wird er aber nicht, wie ich im Mittagsjournal hörte und das Buch ist, wie Katja Gasser schwärmte ein Provinzroman, wo einer, der eigentlich Schauspieler werden will und sich in einem Tiroler Bergdorf als Kellner wiederfindet und dort in ein Lawinenunglück hineinkommt.

Mal sehen, ob das Buch mal zu mir kommt. Das nächste vorgestellte Buch war der vierte Roman der 1981 in Zilina geborenen Susanne Gregor von der ich auch schon einige Bücher gelesen haben “Wir werden fliegen” wo Personen vorkommen, die wir schon vom “Letzten roten Jahr” kennen.

Dann kam noch ein Provinzroman, kein populärer Realismus wie Katja Gasser bei Robert Prosser energisch feststellte Romina Pleschkos zweiter Roman” “Offene Gewässer” das ist bei K & S” erscheinen. Ich habe es angefragt, weil ich ja die Literaturbücher bei “K”& S” immer anfrage, aber diesmal scheint die Zusendung nicht zu klappen, also werde ich das Buch wahrscheinlich nicht kennenlernen und dann folgte Anna Marwans “Verpuppt”, das habe ich auch angefragt und nicht bekommen, aber Anna Marwan ist die letzte “Bachmann-Peisträgerin”, eine der vorletzten ist Tanja Maljartschuk und da habe ich gerade erfahren, daß sie diesmal den “Kramer-Preis” bekommen wird.

Am ersten September wird der in Niederhollabrunn vergeben. Aber da werden wir, wenn es diesmal klappt, in Frankreich sein und dort die Doris Kloimstein treffen, weil das der Alfred, weil ja in Pension gerne will.

Ich bin das ja nicht wirklich. Das heißt eigentlich schon. Habe aber noch den WGPV-Vertrag.

Dann ging es in der “Gesellschaft” mit der slowenischen Literatur weiter, das ja heuer Gastland in Frankfurt ist und da wurde ein Gedichtband von Tomaz Salamun “Steine aus dem Himmel” vorgestellt, die man nicht auf den Kopf bekommen sollte, wie Cornelius Hell sagte. Tomaz Salamun, der 2014 gestorben ist, ist aber ein berühmter Dicher von dem es schon einige Bände in Deutsch gibt. Das vorgestellte ist eine Auswahl aus fünfundzwanzig Gedichtbänden, so daß man sich im Sommer am Strand oder auch in der Badewanne gut in sein Werk einlesen kann.

Dann folgte noch einmal großartige slowenische Literatur aber auch eine österreichische Stimme, nämlich Cvetka Lipus “Weggehen für Anfänger”, die 1966 in Eisenkappel geborenen wurde, in Salburg lebt, auf Slowenisch schreibt und schon eine berühmte Lyrikerin ist, obwohl ich von ihr noch nichts gehört habe.

Katja Gasser las, weil die Veranstaltung schon sehr fortgeschritten war, das Gedicht “Wie sich verabschieden” vor und dann ging es zur Bowle, die ich, wie schon erwähnt, diesmal versäumte und auch den gesellschaftlichen Klatsch. Aber da stehe ich mit meinen Glas ohnehin meistens erlebendaneben, gehöre ich ja nicht zur Szene und den Kinderpunsch, beziehungsweise, die Zitronenlimonade habe ich schon gehabt.

Die anderen Bücher wie Dzevad Karahasan “Einübung ins Schweben”,, der wie ich erst vor kurzem erfahren habe, in Mai während unserer Radreises verstorben ist, Eva Vieznaviecs “Was suchst du Wolf”, vor der ich auch nicht gehört habe und Klemens Renoldner “Geschichte zweier Angeklagter” habe ich versäumt.

Man kann aber nicht alles haben und alles lesen und ich habe, wie meinen Lesern bekannt sein sollte, ohnehin ein endlos Leseliste, denn wenn wir jetzt bis zehnten September nach Frankreich fahren, versäume ich Zeit zum Buchpreislesen, denn dann ist ja schon die österreichische Liste bekannt , wenn wir zurückkommen. Kann aber vielleicht doch ein paar der Franhzosen lesen und vielleicht den Tellkamp, Juri Andruchwytschs “Radionacht”, Liau Yiwus “Wuhan” die ja auch auf meiner Backlist warten und die ich für sehr interessant halte.