Peter Henisch ist im August achtzig geworden und aus diesem Grund gibt es jetzt ein großes Symposium in der “Alten Schmiede” und der “Gesellschatt für Literatur” und ich bin, meine Leser wissen es vielleicht, eine Fanin von ihm und sehe auch Ähnlichkeiten zwischen meinen und seinem Schreiben. denn beide sind wir ja realistiasch und auch politisch, wie auch beim neuen Roman wieder zu sehen ist. In meinen Studententagen habe ich, glaube ich, beim alten Residenz-Verlagen erschienen Romane gekauft. Ob ich die “Kleine Figur meines Vaters” gelesen habe, weiß ich ich jetzt gar nicht.An “Steins Paranoia ” und der “Mai ist vorbei”, kann ich mich erinnern.
In der “Alten Schmiede” hat es wahrscheinlich zum Siebziger auch schon ein Symposium gegen. Das Novak-Buch habe ich gelesen “Mortimer & Miss Molly” nicht, aber da war ich bei der Präsentation in der “Alten Schmiede”.
Mit “Suchbild mit Katze” ist er auf der Shortlist des Öst gestanden, den Preis hat ihm dann, wenn man so sagen kann, die Grande Dame der Literatur weggeschnappt, bei den O-Tönen , war er auch einmal, da hat er, glaube ich, gesungen. Denn er ist auch Musiker und den “Jahrhundertroman” woraus ich bei meinen “Rauris-Corona-Streaming” hörte, habe ich mir zum Geburtstag schenken lassen. Zum Lesen bin ich aber nicht gekommen und jetzt der neue Roman “Nichts als Hmmel”, aber schön der Reihe nach:
Um Sechs hat die Auftaktveranstaltung in der “Alten Schmiede” angefangen und als ich zwanzig Minuten davor die Stiegen hinunter gegangen bin, sind mir schon Leute entgegengekommen.
“Uje!”, habe ich gedacht, denn ich wollte eigentlich nicht im Schmiedesaal den Livestream sehen. Aber unten alles voll oder reserviert. Da bin ich dann eine Weile herumgestanden, habe mit einem Stammbesucher, der einen Platz hatte, geplaudert und auch ein bißchen vor mich hingeschimpft. Bendedikt Pühretmayr zeigte mir dann einen freien Platz ganz in der Ecke. Auf einen solchen bin ich, glaube ich, auch gesessen als ich Dzevad Karahasan zum letzten Mal in meinen Leben gesehen habe. Vor mir war noch ein Platz frei, den hat dann erst spät eine Dame eingenommen, die auch “Da ist es ja im Burgtheater einfacher!”, vor sich hinschimpfte. Aber eigentlich schön, daß sich so viele Leute für den Doyen der österreichischen Gegenwartsliteratur interessieren, und Walter Famler der ja, glaube ich, der Generalsekretärin des Kunstvereins ist, zum dem die”Schmiede” gehört, hat wieder eröffnet.
Kurt Neumann, war wenn ich mich nicht irre, im Publikum, Gerhard Jaschke, Manfred Müller,denn morgen gehts ja in der “Gesellschaft” weiter und Jessica Beer denn der neue Roman ist im neuen “Residenz-Verlag” erschienen. Nach Walter Famler kam Johanna Öttl, die jetzt wieder aus ihrer Karenz zurück ist und sollte etwas zu dem Symposium erzählen. Sie erzählte dann auch etwas aus Peter Henisch Leben und das tat noch viel ausführlicher Karl Markus Gauß und zählte vier Themen in Peter Henischs Leben auf. Da sind die Flüsse zum Beispiel und da gibt es den Missisippi, auf dem er ja sowohl Karl May als auch Franz Kafka reisen läßt, denn er ist ein Karl May Fan und ein Musiker, der sich für den Bues interessiert und da hätte ich jetzt fast Walter Famlers Zehharmonika-Einleitung vergessen. “Morrissons Versteck” habe ich gelesen und die die Donau spielt in seinen Bücher auch eine Rolle.
In welchen weiß ich jetzt nicht, vielleicht in der “Sehr kleinen Frau”, die seine Großmutter schildert und der kleine Peter hat wohl auch dort gespielt.
“Die schwangere Mutter” spielt offenbar schon in der Toskana wo ja Peter Henisch seit Jahren ein paar Monate verbringt und “Mortimer & Miss Molly” auch. Jetzt reist Paul Spielmann, ich glaube auch ein bekannter Henisch Protagonist. Deshalb hat Karl Markus Gauss auch die Treue und dann noch die Leichte als Themen erwähnt, auch in den kleinen Ort San Vito, um der Pandemie und seinen Lebenskrisen zu entfliehen, steht im Programm und dann wird er gleich von den Flüchtlingsströmen, die jetzt ja Lampedusa lahmlegen, umkreist. Das heißt, zuerst wird sein Auto gestohlen oder verschwindet und dann kommt der schwarze Abdallah, der ihm gleich mit einer Pistole bedroht und von ihm was zu Essen und zu Trinken fordert.
Diese Stellen hat Peter Henisch gelesen. Dann gabs noch ein Gespräch mit Johanna Öttl, die sehr literaturwissenschaftliche Fragen stellte, die von Peter Henisch humorvoll beantwortet oder abgewehrt wurden, der auch auf das Symposium hinwies und launig “Kommen Sie hin, ich bin auch dort!”, aufforderte und am Freitag in der “Gesellschaft” weitergegangen, wo die verschiedensten Literaturwissenschafter verschiedenste Aspekte aus Peter Henisch Werk erleuchtet haben. Da ist es um seine sehr geselllschaftskritische Kolumnen gegangen. Dann ging es für mich neu und erstaunlich und neu um seine Lyrik, die ich gar nicht gekannt habe.
Für mich ist er ein gesellschaftkritischer Romancier. Es gibt aber einige Gedichtbände, die auch, wie bei Henisch üblich, mehrfach überarbeitet wurden und Peter Hnisch , der hinter mir gesessen ist, sagte, daß er als allererstes Lyriker sei, aber mit Romanen besser verdient und seine Gedichte auch den jeweiligen Werken folgen, was bei mir, die ich ja eigentlich gar keine Lyrik schreibe, auch so ist.
Dann ging es um, die Orte und da war Italien natürlich das erste Thema. Die Romane, die dort spielen sind “Die schwangere Madonna”, “Mortimer & Miss Molly” und der neue Roman.
Amerika spielt im “Schwarzen Peter” und auch in anderen Werken eine Rolle. Auch in in “Vom Wunsch Indianer zu werden”.
Das hat aber die Referentin Barbara Berendt-Metzner vergessen, wie Peter Henisch montierte, weil das sein Lieblingsroman ist.
Dann bin ich gegangen, um einige Stunden zu machen und dann hat Batya Horn, die mir ja einige Rezensionsexemplare geben wollte, zu einer Gedenkveanstaltung bezüglich Reinald Deppe eingeladen, den ich ja öfter bei einigen Veranstaltungeen spielen hörte, der in ihrer Galerie auch eine Ausstellung hatte.
Am Freitag hat dann zuerst der “Ritter-Lektor” Paul Pechmann erklärt, warum Peter Henisch zur Beatgeneration gehört und dann ging es wieder zu den Romanen.
Da gab es ja einen über E.T.A.Hoffmann von dem ich ja auch eine Fanin bin. Dann ging es zu dem “Jahrhundertroman”, den ich noch lesen muß und da geht es um einen Buchhändler, der einen solchen schreiben will, aber die Studentin der ihn abtippen soll, bringt das Manuskript durcheinander.
Nach der Mittagspause, die ich mit dem Alfred in einem griechischen Restaurant neben dem Cafe Museum verbrachte, gab es drei Referate über die “Kleine Figur”, den wohl berühmtesten Henisch-Roman. Dann ist pötzlich die Ruth aufgetaucht, die sich in Luxemburg den Arm gebrochen hat und dann kam wahrscheinlich das Highlight des Symposium nämlich ein Blues Konzert mit Peter Henisch, da bin ich aber weggegangen, weil ich mit dem Alfred zum Auftakt des Auden-Festival ins Schloß Totzenbach gefahren bin